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Unterricht zum Thema Unabhängigkeit
Vorleser: Shalom. Wir lesen in den „Schriften von Rabash", Band 1, Seite 77, Artikel „Geh für dich aus deinem Land".
Rav: Wir lernen, dass die ganze Schöpfung ein Wille zu empfangen ist. Dieser Wille wird „Land" genannt, und dann wird es „Wille" genannt. Und es gibt viele Länder, viele Willen, und es gibt einen besonderen Willen, der „Israel" genannt wird, Yashar-El (gerade zum Schöpfer). Und zu ihm, zu diesem Willen, müssen wir gelangen.
Das heißt, wir alle sind geboren im Willen, der böser Trieb genannt wird, ein böser Wille, ein falscher, nicht guter Wille, der uns in alle möglichen Richtungen lenkt außer in die richtige Richtung. Und zu der richtigen Richtung, also zu einem Willen, der ganz auf den Schöpfer ausgerichtet ist und zur Gleichheit, zur Angleichung und zur Anhaftung (Dwekut) an den Schöpfer kommt, zu dem müssen wir gelangen.
Das heißt, ihn durch unsere Anstrengungen aufzubauen, indem wir in diesen Anstrengungen die ganze Zeit den Schöpfer bitten, uns den Willen zu verändern. Dafür müssen wir uns mit einem Mangel ausrüsten für die Veränderung unseres Willens, und dann kommt dieser Mangel zum Schöpfer, zum Höheren Licht, das entsprechend dem Mangel auf uns wirkt und uns so verändert.
Deshalb, nachdem sich in Abraham offenbart hat — das offenbart sich in jedem einzelnen Menschen in seinem spirituellen Grundpunkt, der „Abraham" genannt wird, der Punkt im Herzen offenbart sich —, bekommt er eine Ausrichtung, eine Richtung zur Entwicklung. Und diese Richtung heißt „Geh für dich aus deinem Land". Das heißt: Geh aus deinem Willen heraus und komme zum Willen „Israel", Yashar-El. Bis du alle Willen korrigierst, die sich dir offenbaren, sodass sie alle auf das Geben ausgerichtet sind, auf die Liebe, und dadurch zur Anhaftung an Mich kommst — dann heißt es, dass du dich im Land Israel befindest.
Das ist unsere ganze Arbeit und das ist der ganze Prozess, den wir durchlaufen müssen. Und in diesem Prozess ist die Hauptsache, wie wir lernen, die ganze Zeit daran festzuhalten, dass „es keinen außer Ihm gibt" — über allen Gedanken und Taten, über allem, was uns passiert, dass das aus einer einzigen Kraft kommt. Und wir müssen es nur dem Schöpfer zuschreiben und uns anstrengen, entweder über dem Verstand oder schon innerhalb des Verstands festzustellen, dass das — außer „es gibt keinen außer Ihm" — auch „gut und Gutes tuend" ist.
So kommen wir eigentlich vom Willen des bösen Triebs, der nicht fähig ist, mit dem Schöpfer verbunden zu sein, zu einer einzigen Quelle, zu einer einzigen Kraft, zu einem einzigen Herrscher. Bis wir nicht nur alles dem Schöpfer zuschreiben nach der Tat, sondern auch vorher, auch während und auch nach der Tat, schreiben wir Ihm alles zu, was in ihm passiert. Und dann steigen wir dadurch auf, über die Zeit, über die Bewegung, über den Ort. Und wir treten in den Zustand ein, der „Land" heißt — ein Wille der Sehnsucht und Bruderschaft und so weiter.
Dann lass uns lesen, was Rabash in Bezug auf „Lech Lecha" (Geh für dich) sagt.
Geh für dich aus deinem Land
„„Geh für dich aus deinem Land und aus deiner Geburtsstätte und aus dem Haus deines Vaters, in das Land, das Ich dir zeigen werde".
Hier wird darauf eine Schwierigkeit erhoben: Dies ist nicht in der Reihenfolge der Wirklichkeit, denn zuerst verlässt der Mensch das Haus seines Vaters, und danach seine Geburtsstätte, und danach sein Land. So fragen die Kommentatoren.
Hier auf dem Weg der Arbeit lässt sich erklären, dass „dein Land" (Artzecha) vom Ausdruck „Wille" (Razon) kommt, wie unsere Weisen es erklärt haben zu „tadshe ha'aretz deshe" — „sie freute sich, den Willen ihres Schöpfers zu tun". Demnach wird die Erklärung von „Geh für dich aus deinem Land" sein, das heißt aus deinem Willen, der der Wille ist, mit dem der Mensch erschaffen wurde, genannt Wille, Genuss und Vergnügen zu empfangen, welcher der Aspekt der Selbstliebe ist. Deshalb wurde ihm gesagt, dass er aus der Selbstliebe heraustreten soll.
„Und aus deiner Geburtsstätte" (U'memoladtecha) — das lässt sich so erklären, dass die Sache von Vater und Nachkommenschaft der Aspekt von Ursache und Wirkung ist, von Verursacher und Folge. Denn die Nachkommenschaft kommt aus dem Tropfen im Gehirn des Vaters. Und dadurch kommt dann die Nachkommenschaft heraus, wie wir in den vorherigen Artikeln gesprochen haben. Das heißt, die Anstrengung, die der Mensch bei seiner Arbeit unternimmt, ist aus dem Grund, dass sie dafür ist, Lohn zu bekommen. Es zeigt sich, dass die Anstrengung ihm den Lohn gebiert. Und ohne den Lohn würde er keinerlei Anstrengung leisten. Demnach zeigt sich, dass das, was der Mensch an Tora und Mizwot erfüllt, dafür ist, dass ihm ein Sohn geboren wird, genannt Lohn.
Und in der Sache des Lohns haben wir schon darüber gesprochen, dass es zwei Arten von Lohn gibt:
1. Den, der Lohn in dieser Welt genannt wird,
2. Den, der Lohn in der kommenden Welt genannt wird.
Wie im Sohar gebracht (Einleitung zum Sohar, im Sulam, Blatt 184, Buchstabe 190): „Und diese zwei", sagt der heilige Sohar, „das wird nicht als die Hauptsache bezeichnet". Und es wird dort im Sulam erklärt: weil sie auf der Grundlage der Selbstliebe aufgebaut wurden, die Wille zu empfangen mit der Absicht zu empfangen genannt wird.
Daraus folgt: Wenn der Mensch sich mit Tora und Mizwot anstrengt, um Lohn zu empfangen für seinen Willen zu empfangen, zeigt sich, dass sowohl der Vater — das heißt die Anstrengung — als auch die Nachkommenschaft, die ihm aus der Anstrengung geboren wurde, genannt Lohn, all das war auf der Basis der Selbstliebe. Das heißt, der Tropfen im Gehirn des Vaters, genannt Anstrengung, war sofort vom Beginn seiner Arbeit an — sein Denken war nur auf die Selbstliebe gerichtet. Und somit ist auch das Kind, das geboren wurde, das heißt der Lohn, den er zu empfangen erwartet, ebenso ein Lohn der Selbstliebe.
Und es wurde ihm gesagt: „Geh für dich aus deinem Land" — denn im Willen, in dem er geblieben ist, möchte er auch einen Lohn, der innerhalb desselben Willens ist, und nicht, dass dieser Lohn darin bestünde, dass der Wille sich in einen höheren Willen verwandelt. Und deshalb schreitet er auf einer einzigen Ebene voran: mehr Besitz, mehr Willen in alle möglichen Richtungen. Er lernt alle möglichen Willen von anderen und möchte sie erfüllen, und so schreitet er voran. Das heißt bei ihm, dass er voranschreitet, aber eigentlich bleibt er auf einer einzigen Ebene, in einem einzigen Willen.
Anders ist es mit der Absicht, dass er sich über den Willen, in dem er sich jedes Mal befindet, erheben wird zu einem gebenderen Willen, mehr... er tritt aus diesem Willen heraus, geh aus dir selbst, „Geh für dich aus deinem Land". Wie macht man das?
„Und es wurde ihm gesagt: ‚Geh für dich aus deinem Land', das heißt aus deinem Willen zu empfangen. ‚Und aus deiner Geburtsstätte', das heißt aus den Nachkommenschaften, die geboren wurden. ‚Aus dem Haus deines Vaters', das heißt aus dem Lohn, der aus dem Haus deines Vaters geboren wurde, welche die Anstrengung sind, die einen Lohn der Selbstliebe gebiert — von all diesen soll er sich entfernen.
‚In das Land, das Ich dir zeigen werde'. Und dieses Land wird die Erklärung sein: Wille zum Geben. Auf dieses Land, also auf den Willen zum Geben, auf dieses Land, also auf den Willen zum Geben, wird er würdig werden, dass sich ihm der Schöpfer offenbart." Das heißt, man muss jedes Mal ein bisschen mehr und mehr und mehr Willen zum Geben erwerben. Das heißt, über seinem Willen zu empfangen, abstrakter, abgesonderter, das Gegenteil von dem, was er jetzt ist.
Das heißt, der Weg des Aufstiegs ist ein unangenehmer Weg für den Willen zu empfangen. Er fühlt, dass er in Zustände eintritt, die ihm nicht mehr Füllung und Besitz im Willen zu empfangen bringen, sondern ihm alle möglichen unangenehmen Empfindungen bringen. Und danach prüft er, inwieweit er sich über den vorherigen Willen erhebt, vom Willen zu empfangen zum Willen zu geben. Und es ist sicher, dass man das nicht in gewöhnlicher Form machen kann, sondern der Schöpfer ordnet das von oben, und der Mensch muss Stärkung von der Gruppe bekommen, und dann kann er diesen Aufstieg schrittweise machen. Und so ist es bis zur Endkorrektur — dieselbe Methode.
„‚Das Ich dir zeigen werde' — die Erklärung: dass der Schöpfer sich ihm selbst zeigen wird. Anders ist es mit dem Willen zu empfangen — auf ihm wurde die Einschränkung und Verhüllung gemacht, wo Finsternis und Trennung vom Leben des Lebens geschaffen wurde, was die Finsternis verursacht.
Daher, auf deinem Willen kann Ich Mich dir nicht offenbaren, sondern auf dem Willen zum Geben, genannt Gleichheit der Form — dann werden die Einschränkung und Verhüllung überschritten, und der Schöpfer offenbart sich ihm.
‚Und Ich werde dich zu einem großen Volk machen'. Im Midrash Rabba (Abschnitt 39): ‚Rabbi Levi sagte: Als Abraham unser Vater, Friede sei mit ihm, durch Aram Naharaim ging und sie sah, die tändelten und aßen und tranken, sagte er: Wenn ich nur keinen Anteil an diesem Land hätte. Als er zur Leiter von Tyros kam und sie sah, beschäftigt mit Jäten zur Zeit des Jätens und mit Hacken zur Zeit des Hackens, sagte er: Wenn ich nur einen Anteil an diesem Land hätte. Und der Heilige, gepriesen sei Er, sagte zu ihm: Deinem Samen habe Ich dieses Land gegeben'.
Und um seine Worte auf dem Weg der Arbeit zu verstehen: Wie oben zu erklären ist, ist die Erklärung von ‚Land' Wille. ‚In Aram' — die Buchstaben von Avram. Als Abraham durch die Flüsse (Naharaim) ging — Naharaim kommt vom Ausdruck ‚Nahor' (Licht) —, sah er: Es gibt Menschen, deren ganzer Wille auf die Lichter gerichtet ist. Und das heißt ‚aßen und tranken', wobei die Absicht auf den Lohn geht. Deshalb sagte er: ‚Wenn ich nur keinen Anteil an diesem Land hätte'. Die Erklärung ist, dass ich keinen Anteil an diesem Willen hätte, das heißt, wenn die ganze Absicht auf den Lohn geht, die Sache der Arbeit wird nicht für wichtig erachtet, sie erachten nur den Lohn als wichtig. Deshalb sagte er: ‚Ich hätte keinen Anteil an diesem Willen'."
Denn der Lohn verschließt die Augen, und der Mensch kann den Weg nicht sehen. Denn wenn Lohn vor ihm steht, ist es vorbei — der Wille zu empfangen kann schon nicht mehr vom Lohn getrennt werden, und dann ergibt sich der Mensch und befindet sich schon gegenüber dem Lohn, und es scheint ihm, dass er geht und voranschreitet, aber in Wirklichkeit hat er schon kapituliert. Sondern die Bedingung, um von Stufe zu Stufe aufzusteigen, vom Willen zu empfangen zum Willen zu geben, ist, dass wir im vorherigen Willen zu empfangen, beim Aufstieg, Leiden empfinden.
„‚Als er zur Leiter von Tyros kam' — Tyros (Zor) vom Ausdruck ‚zar' (Bedrängnis), dass sie einen Aspekt von Bedrängnissen in der Arbeit empfanden, und er sah, dass sie sich auf der Leiter befanden, die der Aspekt ist von ‚eine Leiter aufgestellt auf der Erde und ihre Spitze erreicht den Himmel', und er sah, wie sie beschäftigt waren mit Jäten zur Zeit des Jätens und mit Hacken zur Zeit des Hackens, sodass alle ihre Gedanken auf die Sache der Arbeit des Menschen gerichtet waren, sodass ihre Hauptabsichten darauf gerichtet waren, dass ihre Arbeit in Ordnung sein werde. Das heißt, dass die Gefäße, in die die Fülle ankommen soll, in Ordnung sein werden." Das ist der Lohn, und nicht das, was im Willen selbst empfunden wird. „Und auf die Früchte, das heißt den Lohn — darauf achten sie nicht. Sondern sie schauen auf die Ordnung der Arbeit, das ist das, was er sagt, ‚dass sie sich mit Jäten zur Zeit des Jätens beschäftigen und mit Hacken zur Zeit des Hackens'.
Da sagte er: ‚Wenn ich nur einen Anteil an diesem Land hätte', das heißt in diesem Willen, wobei die Hauptsache ist, dass die Arbeit in Ordnung sein soll. Und auf den Lohn, das sind die Früchte — das ist nicht ihre Angelegenheit."
Aber in der Zwischenzeit müssen wir verstehen: Wodurch hält er sich auf dem Weg? Nur durch die Gruppe und den Schöpfer, er hat keine andere Wahl. Sonst kann er sich nicht halten. Denn die Leiden, die er im leeren Willen zu empfangen fühlt — aus der Schwierigkeit, aus Enttäuschungen, aus Beschämungen aller Art, aus all den unangenehmen Empfindungen — verpflichten ihn, etwas zu suchen, woran er sich festhalten kann. Und dann findet er schließlich, dass die Gruppe und der Schöpfer die Stützen sind, und wenn er sich an ihnen festhält, kann er gerettet werden. In der Zwischenzeit — weil er die Leiden nicht ertragen kann. Und danach auch nicht aus diesem Grund, sondern weil es erhabener und höher ist und vom Maß des Gebens kommt.
„Und dazu sagten sie: ‚Die verborgenen Dinge gehören dem Schöpfer, unserem Gott', das heißt der Lohn ist die Angelegenheit des Schöpfers, dass wir nicht auf den Lohn schauen sollen, sondern in jedem einzelnen Zustand, in dem er sich befindet, ist er zufrieden damit, dass er würdig wurde, irgendeine kleinste Berührung in der Arbeit zu haben. Und das ist für ihn ein großer Gewinn. Und nur die offenbaren Dinge kommen uns zu, die der Aspekt der Tat sind.
Und dazu lässt sich erklären: ‚Und Ich werde dich zu einem großen Volk machen' — dass die Sache der Größe gerade der Aspekt der Tat ist. Wie oben gesagt, wird Größe bei den Menschen der Arbeit nicht anders genannt als Taten über dem Verstand. Und nur darin fühlen sie ihre Wichtigkeit. Aber die Lichter, die sie durch ihre Arbeit empfangen — das nehmen sie nicht in Betracht, aus dem Grund, dass die Lichter zum Aspekt ‚die verborgenen Dinge gehören dem Schöpfer, unserem Gott' gehören, das ist das Werk der Hände des Heiligen, gepriesen sei Er — was Er will, das tut Er.
Und sie baten Ihn nicht, dass Er ihnen etwas geben soll, denn das ist nicht ihr Ziel. Denn sie haben nur ein Ziel: dem Schöpfer Zufriedenheit zu bereiten ohne irgendeine Gegenleistung, denn der ganze Lohn besteht nur darin, dass sie das Privileg haben, dem König zu dienen. Und es ist ihnen nicht wichtig, in welchem Dienst sie dem König dienen, ob es eine wichtige oder eine unwichtige Aufgabe ist."
Was heißt „dem König zu dienen"? Wenn es „keinen außer Ihm" gibt, dann ist alles, was Er auf uns herabfallen lässt — bis zur kleinsten Handlung, bis zu dem, was heute geschieht oder vor zwanzig Jahren oder was jetzt schon für morgen vorbereitet wird — alles das kommt von Ihm. Der Mensch ist hier nicht der Herr des Willens und nicht der Herr der Tat und nicht einmal der Herr der Zusammenfassung dessen, was in ihm geschieht, was er durchmacht, sondern alles ist der Schöpfer. Und insgesamt durchlebt der Mensch alles, was er durchlebt. Und so richtet der Schöpfer es für ihn ein, dass er die Arbeit des Schöpfers kennenlernt — was der Mensch durchmacht.
Und was hat der Mensch dann zu tun? Sein Verhältnis dazu festzulegen, dass er zustimmen und mit allem einverstanden sein möchte, was er durchmacht. Denn die ganze Welt ist ein kleiner Mensch, der sich im Menschen befindet, und der Mensch muss dann in der ganzen Wirklichkeit an den Schöpfer angehaftet sein.
Das heißt, in jedem einzelnen Zustand, der ihm als Niedrigkeit erscheint, als nicht gut, als nicht in Ordnung, der sich in seiner Welt offenbart, in der Welt des Menschen — der Mensch möchte jeden einzelnen Zustand zur Spitze bringen, zum Höchsten und Wichtigsten, denn alles das kommt vom Schöpfer. Und deshalb gibt es in der Wirklichkeit des Menschen, im Leben des Menschen keine Zustände, die verächtlich sind — sie alle müssen wie vollkommene Zustände sein. Wenn der Mensch diese Arbeit abschließt, heißt es, dass er sich in der Welt Ein Sof befindet, wo sich die Wirklichkeit nicht verändert — es verändert sich nur der Farbton, den der Mensch jedem einzelnen Zustand in der Wirklichkeit gibt.
„Und nur diese Arbeit wollen sie. Anders ist es damit, für die Absicht zu arbeiten, Lichter und Fülle von oben zu empfangen — darauf gibt es viele Eifrige.
Und dazu lässt sich erklären, was unsere Weisen sagten (Shabbat 127): ‚Rav Yehuda sagte im Namen von Rav: Größer ist die Gastfreundschaft als das Empfangen des Angesichts der Schechina, denn es steht geschrieben: Und er sagte: Herr, wenn ich doch Gnade gefunden habe in deinen Augen, gehe doch nicht vorüber usw.'. Und Raschi erklärte: ‚Gehe doch nicht vorüber' — und er ließ ihn dort zurück und ging hin, die Gäste zu empfangen. Diese Sache lässt sich so sagen: Er lernte es daraus, was ihm der Schöpfer gesagt hatte: ‚Und Ich werde dich zu einem großen Volk machen', das heißt, die Hauptsache ist die Tat und nicht die Lichter. Das heißt, die Hauptsache ihrer Arbeit ist die Nächstenliebe, und er hat keinerlei Rechnung mit sich selbst. Deshalb, obwohl das Empfangen des Angesichts der Schechina — sicher hat der Körper mehr Genuss davon als von der Arbeit in der Nächstenliebe.
Deshalb hier, nachdem der Schöpfer zu ihm gesagt hatte: ‚Und Ich werde dich zu einem großen Volk machen', dass die Hauptgröße für dich darin besteht, also in den Taten, deshalb hatte er hier Gelegenheit, sich selbst zu zeigen. Das heißt, dass er selbst sicher sein wird, dass er nicht auf Gewinne schauen möchte. Denn das ist ein großer Gewinn — wer das Privileg hat, das Angesicht der Schechina zu empfangen —, und trotzdem hat er sich selbst den Aspekt der Tat ausgewählt, das heißt, dass er auf keinerlei Lohn für seine Arbeit aus ist, sondern die Hauptsache ist die Arbeit. Und hier fand er einen Ort der Klärung — denn es ist sicher eine große Sache, auf den Lohn zu verzichten und statt des Lohns die Arbeit zu empfangen.
Und der Weg der Welt ist umgekehrt: Man leistet Anstrengung, um Lohn zu empfangen. Und er machte es umgekehrt: Er gab den Lohn hin, um die Anstrengung empfangen zu können." Seine Anstrengung besteht darin, an „es gibt keinen außer Ihm" und „gut und Gutes tuend" angehaftet zu sein über der furchtbaren Empfindung, die er im Willen zu empfangen fühlt — das hilft ihm, sich über den Willen zu empfangen zu erheben, sich abzulösen. Das heißt „denn Ich habe sein Herz schwer gemacht", und dann kann er so einen Aufstieg machen, ja. „Und diese Sache lernte er daraus, was ihm der Schöpfer gesagt hat: ‚Und Ich werde dich zu einem großen Volk machen', wie oben gesagt, dass die Hauptgröße die Tat ist."
Fragen. Ja.
Frage: Ich habe dich sagen hören, dass der Mensch die Arbeit des Schöpfers entsprechend dem lernt, was der Schöpfer über ihn ergehen lässt.
Rav: Aber wonach sonst kann man arbeiten? Wenn es keinen außer Ihm gibt, der der Erste ist, Er macht alles... Er baut mich auf. Das heißt den Willen zu empfangen, dem Er diesem Willen zu empfangen alle möglichen Empfindungen gibt. Und dann, aus den Empfindungen, die Er mir gibt, fühle ich, dass ich lebe, dass ich mich in einer bestimmten Form befinde wie jetzt, dass ich mich in einer bestimmten Welt befinde, also in einer bestimmten Empfindung in meinem Willen zu empfangen. Und es gibt hier alle möglichen Formen des Lebens: Freunde, Welt, Menschheit und so weiter. Und außerdem habe ich irgendeinen Berührungspunkt mit der Höheren Kraft, die Er mir gegeben hat. Und jetzt befinde ich mich in einem Prozess, ich muss das verdauen: Woher bekomme ich das Leben, was muss ich damit machen, was muss ich in dieser Wirklichkeit machen, über dieser Wirklichkeit.
Das ist es, was wir machen. Ja.
Frage: Aber wie kannst du aus den Schlägen und Problemen und all den verschiedenen Zuständen, die der Schöpfer über den Willen zu empfangen ergehen lässt, daraus die Arbeit des Schöpfers gewissermaßen über dich lernen?
Rav: Der Mensch kann sich nicht von dem Willen zu empfangen ablösen, in dem er sich befindet, auch nicht vom kleinsten, außer dadurch, dass er in diesem Willen zu empfangen Unannehmlichkeit empfindet. Das ist es. Ich nehme ein Getränk, ich koste es, sehr heiß, es verbrennt, ich lasse es stehen, ich will es nicht, ich warte, bis es gut wird sagen wir, aber im Moment kann ich es nicht mehr benutzen. Das heißt, vom Willen zu empfangen, der eine schlechte Empfindung bringt, entferne ich mich.
Deshalb sagte der Schöpfer einfach: Ich werde in eurem Willen zu empfangen Sorgen geben. Nicht einfach den Willen zu empfangen vergrößern, und dann werdet ihr zu größeren Errungenschaften laufen, zum Geld, zum Ehre, zum Wissen, zu allen möglichen Dingen, zum Wohlstand, zu diesem Kapitalismus und so weiter... Nein, Ich werde euch genau das Gegenteil geben. Ihr werdet in dieses ganze Leben eintreten, ihr wollt jedes Ding verschlingen, aber danach werdet ihr fühlen — nach sieben Jahren der Sättigung kommen sieben Jahre des Hungers, steht ein neuer König auf, das heißt, es ist derselbe König, aber jetzt beginnt Er...
Wie wir in der Kindheit: Das Leben ist gut, alles ist in Ordnung. Plötzlich fangen sie an zu fordern, mehr Druck auf uns auszuüben, und das Leben ist nicht mehr so angenehm wie vorher. Wir können schon nicht mehr die ganze Zeit so toben, sondern wir müssen arbeiten, Rechenschaft ablegen, etwas gegen den Willen machen und so weiter und so weiter, Verantwortung auf uns nehmen und so weiter.
Also was passiert hier? Wir sind durch die Zustände, die wir durchmachen, verpflichtet, uns über unseren Willen zu erheben. Also bauen wir in dieser Welt alle möglichen Formen, wie wir das überwinden und trotzdem weiter möglichst viel positive Eindrücke in unseren Willen zu empfangen bekommen. Das ist die ganze menschliche Entwicklung. Der Wille verändert sich trotzdem, wir spüren in unserem Willen zu empfangen weniger angenehme Phänomene und immer weniger angenehme, und wir bauen dagegen irgendeinen Mechanismus der Abdeckung sagen wir. Dass — ach, nicht so schlimm. Nun, sagen wir sehr heiß, ich kann nichts machen, ich baue mir eine Klimaanlage, und so weiter. Ich bin krank, ich kann nichts machen, also statt irgendwelche anderen Handlungen zu machen, nehme ich eine Medizin.
Das heißt, jedes Mal machen wir etwas gegen die Schmerzen im Willen, bedecken ihn, machen... compensation?
Schüler: Entschädigung.
Rav: Entschädigung? Nein, Ergänzung sagen wir. Auch nicht Ergänzung, sondern... nun, Ausgleich. Das heißt, gegen das, was ich schlecht fühle, komme ich irgendwie und...
Das heißt, deshalb schreiten wir in der Korrektur nicht voran, wir schreiten die ganze Zeit nur in diesen Abdeckungen voran sagen wir, über dem Willen. Das ist die ganze menschliche Entwicklung. Aber wenn wir über „Geh für dich aus deinem Land" sprechen, wobei es über den Menschen geht, der zum Willen zu geben aufsteigen muss, dem Schöpfer ähnlich zu werden, den Schöpfer zu offenbaren, schon auf einer höheren, spirituellen Stufe zu sein, in der Höheren Welt und so weiter, dann muss er seine Wahrnehmung der Wirklichkeit austauschen. Das heißt, statt sich zu fühlen, dass er innerhalb des Willens zu empfangen existiert, muss er sich an den Schöpfer anhaften. Und um sich an den Schöpfer anzuhaften, muss er im Willen zu geben sein, über dem Willen zu empfangen.
Was macht man? Man macht... Vielleicht soll ich das zeichnen? Ich weiß nicht, ob es mir gelingt. (Zeichnung) Also kommt es so heraus. Hier (in der Zeichnung) ist der Wille, Wille zu empfangen. Der Wille zu empfangen. Er, dieser Wille, bekommt Schläge, fühlt sich schlecht, das war's. Hier (in der Zeichnung) fühlt er negativ, Schlag. Der gewöhnliche Wille zu empfangen möchte sich selbst irgendeine Ergänzung machen, Medizin sagen wir — das heißt alles Medizin, „Medizin" ist jede Sache, die einen Zustand korrigiert. Das ist die gewöhnliche Sache, die wir machen. Und unsere ganze Entwicklung: Wir bekommen Schläge, die ganze Zeit Minus vom Schöpfer (Zeichnung), und wir machen die Ergänzung, die Medizin. Das ist unsere ganze Evolution. Aber der Wille zu empfangen wächst in der Zwischenzeit, sowohl in der Menge als auch in der Qualität.
Was passiert mit denen, die nicht auf dieser Ebene bleiben wollen? Es gibt solche, die physische Medizin bekommen, und es gibt solche, die sozusagen „spirituelle Medizin" bekommen. Was sagen sie? Sie sagen: „Baruch HaShem, alles ist zum Guten" — das heißt, sie haben eine Rechtfertigung durch die Religion. Und das heißt dann „Unbelebtes der Heiligkeit", wobei sie trotzdem sagen: „Wir empfangen das vom Schöpfer, Baruch HaShem Tag für Tag, und gut und Gutes tuend, und alles kommt von Ihm, und was uns als schlecht erscheint, ist das Gute, und ich bin daran angehaftet und nehme es nicht als schlecht auf", obwohl er alle möglichen Sorgen und Probleme spürt. Aber was passiert dann? Ich verkleinere meinen Willen zu empfangen. Ich mache einen kleineren Willen zu empfangen, (Zeichnung) den Willen zu empfangen verkleinere ich, und dann was passiert?
Dass ich dann weniger Schläge spüre. Und dann schreite ich nicht im Willen voran und gehe nicht aus ihm heraus, sondern ich bleibe in ihm in einer solchen Form, du weißt schon, Kapitulation. Das heißt „Unbelebtes der Heiligkeit" — das ist es, (zeichnet in der Skizze) „Unbelebtes der Heiligkeit". Und außerdem gibt es Menschen der Stufe, Menschen der Erkenntnis, Menschen des Aufstiegs, die folgendermaßen sagen: „Alles, was wir bekommen, alles, was überhaupt existiert, befindet sich alles in der Welt, die der Schöpfer mir malt — das kommt alles von Ihm. All die negativen Dinge, die ich spüre — Baruch HaShem, dass ich sie spüre, das Böse zu segnen wie das Gute, egal was, denn alles, was Er vorbereitet hat, und alles, was Er jetzt macht, alles kommt von Ihm, Er führt mich durch alle möglichen Zustände, die Er in meinem Willen zu empfangen macht. Was mache ich damit? Ich erhebe mich zur Anhaftung an Ihn. Das ist es.
Was heißt das? Dass ich nicht daran denke, was ich im Willen zu empfangen spüre — im Gegenteil, sehr gut, dass ich ein großes Minus in ihm spüre, das hilft mir, mich von Paro, Pharao, abzulösen — das ist es, das hilft mir, mich von Pharao abzulösen, dann sage ich schon, dass das Pharao ist. Aber er kommt zu meinem Wohl, kommt, damit ich, wie es Abraham versprochen wurde: „Denn ein Fremdling wird dein Same sein", und dann hafte ich dadurch an den Schöpfer an, komme zur Anhaftung für den Moment. Über diesem kleinen Willen zu empfangen komme ich zur Anhaftung. Was heißt das? Ich schreibe das, was ich spüre, „es gibt keinen außer Ihm" und „gut und Gutes tuend" zu.
Aber ich bin wirklich daran angehaftet, dass das nur dadurch kommt, dass ich mich in den Händen der Höheren Kraft befinde. Ich annulliere mich nicht, ich bin in einer Empfindung — das wird schon zu zwei Linien, das wird schon zur rechten Linie und linken Linie, klar ja, dass hier (Zeichnung) Pharao ist und hier der Schöpfer, das ist gegen das, und ich bin in der Mitte. Und ich bin in der Mitte. Ich annulliere die linke nicht, und sie wächst die ganze Zeit, ich kann nichts machen und werde die ganze Zeit geworfen. Ich werde geworfen von links nach rechts und links nach rechts, und so ist es, bis ich mich von Mizrajim ablöse. Und so wird es immer weiter sein, bis das hier zu 49 Toren der Heiligkeit wird, das hier sind 49 Tore der Unreinheit, und dann der Auszug, die Geburt. Das ist eigentlich der Weg in der Zwischenzeit, danach bis zu 125 Stufen.
Das muss sicher geklärt werden und nicht... Das ist so eine Aufnahme, so eine momentane.
Frage: Wie kann man den Willen zu empfangen verkleinern? Denn wenn der Schöpfer das gibt und die ganze Zeit vergrößert, wie kannst du ihn verkleinern? Das klingt für mich, als würde man versuchen, Wasser zusammenzupressen.
Rav: Durch die Umgebung. Durch die Umgebung. Ich habe plötzlich einen Willen zu empfangen, sagen wir, für irgendeine Sache. Ich komme in eine Umgebung, die sagt: „Nicht so sehr". Ich komme zu den Schneidern, die zu mir sagen: „Du musst nicht so schön nähen, wie du es machst. Wer wird dir für so eine Arbeit bezahlen? Ahh. Nicht schlimm, mach es irgendwie".
Schüler: Aber ist das nicht eine Sache der Entwicklung der Reshimot, dessen, was der Schöpfer in uns hineingelegt hat und was schon existiert und sich entwickelt?
Rav: Warum? Das ist es — der Schöpfer hat einen größeren Willen zu empfangen gegeben, dass ich genau sein kann und entsprechend meiner Arbeit aufsteigen kann, und es kommt heraus, dass ich durch die Gemeinschaft geringschätzen kann. Das hängt davon ab, in welche Gemeinschaft ich komme.
Schüler: Also — mit Hilfe der Gemeinschaft, was verändere ich an dem, was der Schöpfer in mich hineingelegt hat?
Rav: Das Verhältnis dazu. Das Verhältnis dazu. Die Einschätzung hängt von der Gemeinschaft ab. Durch die Gemeinschaft kann ich Unbelebtes der Heiligkeit sein, Verbrecher und Gerechter. In alle Richtungen kann ich mich entwickeln. Der Einfluss der Umgebung ist... Du kannst sagen: Moment, Moment, der Schöpfer gehört nicht dazu? Er wirkt nicht durch die Gemeinschaft auf dich? Wenn du in eine Gemeinschaft kommst, ist der Schöpfer dort schon nicht und verlässt die Sache und lässt die Menschen auf dich einwirken, wie sie wollen, in zufälliger Weise? Nein. Aber das ist schon eine andere Geschichte — wie die Gemeinschaft auf den Menschen einwirken kann, wie der Mensch mit der Gemeinschaft in gegenseitigem Einfluss sozusagen steht, sozusagen nicht unter der Herrschaft des Schöpfers.
Warum? Ich werde trotzdem sagen, damit es nicht bei der Frage bleibt, denn das gehört zu einer höheren Stufe. Deshalb sagen wir: Die Gemeinschaft hat die Möglichkeit, den Menschen zu beeinflussen, und der Mensch wählt die Gemeinschaft, und hier gibt es freien Willen und so weiter und so weiter. Warum? Sicher herrscht der Schöpfer auch hier und macht alles, und nichts kommt außer aus einer einzigen Kraft heraus. Es gibt nichts außer einer einzigen Kraft, verstehst du. Die negative Kraft ist sozusagen nur, um die positive Kraft zu klären, verstehst du, sie existiert nicht in sich selbst — „Ich habe den bösen Trieb erschaffen", das ist eine Schöpfung, die in unserer Einbildung existiert. Aber warum haben wir trotzdem, wenn wir in den Stufen aufsteigen, freien Willen, uns in die Umgebung einzubeziehen und uns selbst in der richtigen Richtung zu stärken? Weil die Wahl in der richtigen Richtung und die Verwendung der Gemeinschaft schon... das ist wie das ACHaP des Höheren, das ist wie eine höhere Stufe, und deshalb existiert das gegenüber der unteren Stufe, aber eigentlich ist auch das sicher in den Händen der Höheren Kraft.
Schüler: Es klingt so, als könnte ich mit Hilfe der Umgebung das Tempo der Entwicklung verlangsamen, das der Schöpfer festgelegt hat.
Rav: Das Tempo der Entwicklung legt der Schöpfer nicht unter „zu seiner Zeit" fest. Es gibt „zu seiner Zeit", weniger als das kann es nicht geben, weil das der Austritt der Reshimot in Bezug auf das allgemeine Licht ist, aber mehr als das bestimmst du durch die Umgebung.
Schüler: Das verstehe ich. Ich frage nach „zu seiner Zeit", denn Religion ist trotzdem „zu seiner Zeit", oder? Sie haben den Willen zu empfangen verkleinert, und jetzt sind sie von der Spiritualität abgeschnitten.
Rav: Nein, nicht abgeschnitten. Niemand ist abgeschnitten, niemand. Sondern sie schreiten in der Form voran, die „zu seiner Zeit" heißt. Ja. Sie haben Schläge, Sorgen, die sie noch nicht spüren, weil sie es verhüllen, bedecken mit Als-Ob, dadurch, dass sie unter den Verstand gehen und sich selbst zur Stufe des Unbelebten machen.
Schüler: Also verhüllen sie es mit Als-Ob — aber wächst der Wille zu empfangen wirklich langsamer, weil sie es mit Als-Ob verhüllen?
Rav: Der Wille zu empfangen wächst nicht langsamer, er wächst in ihnen — bei denen, die sich bemühen, ihn zu verkleinern. In ihrer Empfindung bekommt er doch einen anderen Farbton. Nur einen anderen Farbton — das sehen wir ebenfalls.
Schüler: Aber eigentlich entwickelt sich das in demselben konstanten Tempo, das von vornherein festgelegt ist.
Rav: Nein, aber es gibt eine Art Ergänzung dadurch, dass man sich selbst zum Unbelebten der Heiligkeit macht. Noch einmal: Das Unbelebte der Heiligkeit ist nicht Religion, Unbelebtes der Heiligkeit ist etwas Zusätzliches. Du siehst, vielleicht habe ich das nicht alles angemerkt: „Unbelebtes der Heiligkeit" heißt, dass er vom Leben nichts verlangt außer daran angehaftet zu bleiben, an „es gibt keinen außer Ihm", „gut und Gutes tuend" in jeder Sache. Das heißt, er möchte sich nicht von diesem Punkt ablösen, deshalb heißt es „der Heiligkeit", und er möchte sich nicht weiter entwickeln außer im Punkt der Anhaftung, das heißt „wie ein Samentropfen innerhalb des Uterus", so bleibt er. Deshalb heißt es „Unbelebtes".
Aber das ist eine Art Menschen, die wirklich... Bei uns war einer bei der Luftwaffe, er kam zur Arbeit mit seinem Essen, isst dort nicht mit uns zusammen in der Kantine, und so ganz bescheiden arbeitet er, geht nach Hause. Das war ein sehr gutes Beispiel. Sehr, sehr passt er auf sich auf, dass er nichts so will. Oder ich sah so einen mit Rabash im Krankenhaus, da sagte Rabash: „Schau, was für ein Unbelebtes der Heiligkeit". Ich schaute ihn an, sah weder das eine noch das andere, weder Unbelebtes noch Heiligkeit. Das war wirklich einige Monate nachdem er schon ein Problem mit dem Ohr hatte, das heißt, vier Monate war ich allein bei ihm, denn ich kam im Februar zu ihm, und das war wie jetzt, vor einigen Wochen, also so schaute ich.
Er war wirklich auch ein sehr bescheidener Mensch, wollte nichts, befand sich die ganze Zeit im Lesen des „Chok LeIsrael", solcher Bücher, und nichts außer dem. So. Die Hauptsache — die ganze Zeit zu bleiben, sich nicht von der Herrschaft des Schöpfers abzulösen, und dann kann er nicht voranschreiten, denn jeder Fortschritt geschieht durch die 49 Tore der Unreinheit, gegen die du die 49 Tore der Heiligkeit aufbauen kannst. Das ist der Unterschied. Aber solche sind schon sehr wenige in unserer Welt.
Frage: Vorhin hast du gesagt, um sich auf dem Weg zu halten, wenn die Leiden kommen, kann man das durch die Verbindung mit der Gruppe machen...
Rav: Die rote Linie, die dich zur Anhaftung bringt, zu „es gibt keinen außer Ihm, gut und Gutes tuend". Das (siehe Zeichnung). Dass du aus dem Minus des Pharao, das du in deinem Willen zu empfangen spürst, aus allen möglichen Problemen oder Leiden — und die Hauptprobleme und Leiden kommen durch die Scham, das ist gegenüber Zimzum Alef, das ist das, was wir sagen, dass die Scham die Schöpfung an sich ist — also in allen möglichen Formen. Denn sie, die Scham, existiert nicht gegenüber dem Unbelebten, Pflanzlichen und Lebendigen, sondern nur gegenüber dem sprechenden Teil im Menschen, deshalb muss man dich jedes Mal mehr und mehr beschämen, und daraus wirst du die Möglichkeit, die Gelegenheit haben, diesen Schlag in der Scham zu spüren und nach irgendeiner Abdeckung beim Schöpfer zu suchen.
Schüler: Diese rote Linie — wer macht die rote Linie?
Rav: Das ist dieselbe böse Kraft, die du im Willen zu empfangen spürst, sie lenkt dich, Zuflucht beim Schöpfer zu suchen.
Schüler: Und was macht die Gruppe?
Rav: Dass du, um zum Punkt des Schöpfers zu kommen, das heißt zu einem punktuellen Halt, dich bemühst, in Ihn einzudringen und Ihn irgendwie zu ergreifen — aber um Ihn wirklich zu ergreifen, brauchst du die Kraft der Gruppe. Die Gruppe muss hier eine Art Lötpunkt sein, ich sage es dir als technischer Mensch, wie etwas, wobei du dich nicht an den Schöpfer anhaften kannst, wenn du nicht an der Kraft des Gebens festhältst. Hier (siehe Zeichnung) muss von dir Geben ausgehen, und Geben kann nur unter der Bedingung sein, dass du es durch die Gruppe überträgst. Und hier ist der Schöpfer.
Schüler: Was ist die Tat des Einzelnen in diesem ganzen System?
Rav: Das ist die Tat des Einzelnen.
Schüler: Was macht er?
Rav: Der Einzelne ist hier der Wille zu empfangen, der insgesamt die Handlung macht — über ihn gehen alle Handlungen, er ist das Subjekt, Wille zu empfangen.
Schüler: Das ist genau die Sache — über ihn gehen alle Handlungen, aber was macht er, was ist seine Reaktion?
Rav: Seine Reaktion ist, dass aus der Empfindung des Bösen innerhalb des Willens zu empfangen, das sind die sieben Jahre des Hungers, Pharao ist böse, gibt Schläge, er möchte vor ihm fliehen, wohin flieht er? Die ganze Zeit sich bemühen, von Pharao zum Schöpfer hinauszutreten. Wie oft? Bis er gegenüber den 49 Toren aufbaut.
Schüler: Also wie vollzieht sich dieser Auszug vom Bösen zum Schöpfer, von Pharao zum Schöpfer?
Rav: Aus Mangel an Wahl. Aus Mangel an Wahl. In dem Moment, in dem du anfängst, die Scham zu spüren, die dich innerhalb des Willens zu empfangen verbrennt, stellt der Schöpfer dadurch sich selbst dir gegenüber.
Schüler: Woher die Scham?
Rav: Aus jeder Sache, ich weiß nicht woher. Sagen wir, sie haben dich erwischt, dass du gestohlen hast, dass du gemordet hast, dass du vergewaltigt hast, was kann noch sein? Nun, alle möglichen solchen Sachen. Die Er dir im Voraus vorbereitet hat, denn in deinem Willen zu empfangen sind diese deine 49 Tore der Unreinheit vorbereitet, sie sind im Voraus vorbereitet, denn das ist vom Zerbrechen der Gefäße. Alles, was du jetzt durchmachen musst, befindet sich in dir, du kannst davor nicht fliehen. Alle Leiden, die du im Willen zu empfangen spüren musst, befinden sich schon dort, und sie werden nur stufenweise und im Tempo herauskommen — stufenweise ist sicher, so wie sie dort sind, vom leichteren zum schwereren, und welche Leiden es noch auf den höheren Stufen geben wird... Gebt uns einige Verse dazu: „alles, was zurechtweist", etwas in der Art. Und du wirst durch das Böse, das du innerhalb des Willens zu empfangen spürst, die ganze Zeit auf die Anhaftung an den Schöpfer ausgerichtet sein. Deshalb schaust du auf dieses Böse wie auf den Stock, den du küsst.
Schüler: Also die Gruppe, was formt sie im Menschen in diesem Prozess?
Rav: Den Willen zu geben, sodass er dank ihrer und in ihr zum Willen zu geben zum Schöpfer kommt. Die Gruppe, das bin trotzdem ich, ich trainiere einfach an den zehn, an den neun, die sozusagen nicht ich sind, bis ich mit ihnen zur Anhaftung „wie ein Mann mit einem Herzen" komme — das heißt, ich bin zum Maß des Gebens gekommen. Und dann sehe ich, dass das ich bin, dass das weder Freunde sind noch sonst etwas, dass das ich bin — wir kommen zu einem einzigen Willen, und das ist mein Wille, Wille zum Geben.
Schüler: Dass man es „es gibt keinen außer Ihm, gut und Gutes tuend" zuschreibt — heißt das, dass es einen Willen zu geben gibt, jedes Mal, wenn man es zuschreiben kann?
Rav: Wenn man zum Schöpfer kommt, zur Anhaftung an Ihn, für einen Moment — das heißt jetzt, gerade jetzt, für den Moment —, dann bin ich in „es gibt keinen außer Ihm" und in „gut und Gutes tuend" einbezogen. Für einen Moment. Das ist es, genug, ich habe meine Klärung beendet. Jetzt habe ich wieder irgendwelche Zweifel, irgendwelche Probleme, etwas kehrt zurück, die ganze Zeit falle ich sozusagen wieder in dieselbe Empfindung — aber das bist nicht du, das ist schon nicht dieselbe Empfindung. Sondern sie ist anders. Und so klärt man jedes Mal.
Schüler: Also wo ist hier der Wille zu geben? Ist dieser Moment ein Wille zu geben?
Rav: In diesem Moment, ja, wenn ich an den Schöpfer angehaftet bin, an dem ich angehaftet bin.
Frage: Zum Beispiel bei mir ist die Lage jetzt, dass ich — der Wille zu empfangen — lieber mit dir zum Beispiel Snooker spielen gehen würde als zum Unterricht zu kommen, und trotzdem komme ich zum Unterricht, über dem Willen zu empfangen, habe keinen Genuss davon. Wie nutze ich das, dass ich gegen meinen Willen komme, vielleicht noch nicht im Willen zu geben, aber gegen den Willen komme?
Rav: Ja, in der Zwischenzeit arbeiten wir so. Wir arbeiten immer auch in unserem Leben nicht mit dem Willen. Ich möchte zur Arbeit gehen, ich möchte höflich sein, ist das schön und gut? Nein. Ich überwinde mich immer. Aber diese Überwindung, wofür? Bei uns muss die Überwindung sein, um zur Anhaftung an den Schöpfer zu kommen. Das ist die ganze Sache. Und hier wieder, nur die Gruppe kann ihn schließlich zu dieser Absicht zurückbringen.
Schüler: Ich komme trotzdem wegen der Gruppe.
Rav: Richtig.
Schüler: Es gibt so ein Gefühl der Verpflichtung eines Bundes, dass ich nicht enttäuschen möchte und ihnen gefallen möchte und zu dem Ort kommen möchte, vielleicht in irgendeinem Zustand, in dem ich über meinen Willen hierher komme, um zu irgendeinem richtigen Gebet zu kommen. Wie nutzt man das, um zu diesem Gebet zu kommen?
Rav: Das baut sich langsam auf. Du wirst langsam die Ziele austauschen — nicht wegen der Gruppe und nicht wegen der Scham, sondern die Anhaftung an den Schöpfer ist über all diesen Berechnungen. Dass ich Scham habe, dass es mir schlecht geht, dass egal was — die Hauptsache ist, dass ich über dem an Ihn angehaftet bin. Das bekommt langsam Wichtigkeit. Durch die Arbeit in der Gruppe und das Licht, das zum Guten zurückführt.
Gut, wir müssen gleich aufhören, wir können nicht die ganze Zeit dabei bleiben, wir haben viel Material für den Unabhängigkeitstag. Aber was ich im Zusammenhang mit der Unabhängigkeit hier sagen wollte: Dass der Punkt der Anhaftung an den Schöpfer, oder schon ein Bereich, oder schon ein Parzuf, oder schon eine Welt, die wir sagen wir im Kontakt mit dem Schöpfer offenbaren, das ist eigentlich das Maß der Unabhängigkeit des Menschen. Und so schreiten wir voran.
Das heißt, Unabhängigkeit nennt man den Willen, der eine Korrektur bekommen hat und ganz im Geben in der Anhaftung an den Schöpfer ist — dann ist er wirklich unabhängig. Unabhängig von seinem egoistischen Willen, der die Natur ist, aus der er aufgestiegen ist, und ihr gegenüber messen wir die ganze Leiter der Stufen. Denn bis wir alles korrigieren, was innerhalb des Willens zu empfangen ist, bis zum letzten Entwurf der Empfindung der Unannehmlichkeit — vorher hatte ich Unannehmlichkeit, weil ich große Dinge gemacht habe, aber ich habe ihnen keine Wichtigkeit zugeschrieben, ach, was ist schon dabei. Und danach an den kleinen Dingen, die mir sehr groß erscheinen, wobei der Schöpfer mit dem Haar eines Haares spielt, das heißt an den kleinen Dingen, kleine Tricks, was geschrieben steht, und dann fangen wir an, die Dinge immer genauer und genauer zu klären, innerer, bis wir alle einhundertfünfundzwanzig Stufen abschließen.
Frage: Ich wollte in diesem Abschnitt klären: Dass wir uns zwischen Pharao und dem Schöpfer befinden — eigentlich fühlen wir, wie nichtig wir sind und wie wir diesen Willen zu empfangen nicht überwinden können und die ganze Zeit in dieselben Gruben fallen.
Rav: Nun, und was dann?
Schüler: Und dann wendet man sich an den Schöpfer, versucht Licht anzuziehen, und sieht, dass man nicht kann. Man bekommt kein...
Rav: Das ist nicht wichtig — die Hauptsache ist, dass ich in der Klärung bin und die ganze Zeit zurückgeworfen werde. Ich muss nicht länger als einen Moment mit dem Schöpfer in Verbindung sein, und wieder falle ich. Und hier, wenn ich falle, muss ich mich auch anstrengen, einen Moment zu sein und nicht länger. Wenn ich mir selbst die richtige Umgebung einrichte, dann gehe ich sofort zur Anhaftung zurück, und wieder, und hier ist das, und in solchen Zuständen schreite ich sehr schnell zur Korrektur voran.
Schüler: Wo ist hier der Abschnitt von „Komm zu Pharao", sozusagen, dass Er mit mir ist?
Rav: Darin, dass Er mir Schläge gibt. Denn „Ich habe sein Herz schwer gemacht", das ist es, was Er Abraham versprochen hat. Wer ist Pharao? Der Schöpfer stellt uns einen solchen Willen hin, statt des gewöhnlichen materiellen egoistischen Willens, einfach — Er stellt uns einen Willen hin, der wirklich gegen Ihn ist.
Schüler: Das heißt, in jedem Fall muss ich mit der Umgebung umgehen, die ich mir aufgebaut habe, und jedes Mal verstehen, dass ich nichtig bin und nur der Schöpfer mir helfen kann.
Rav: Ja, aber all diese Dinge in die Hand zu nehmen und sie in gesunder, unabhängiger Form zu benutzen — das ist unsere Arbeit. So bauen wir uns auf, dem Schöpfer in jeder Sache gleich. Und in der Zwischenzeit machen wir weiter damit, was dort geschieht. Stufe 2?
Vorleser: Wir gehen zu den „Schriften von Rabash", Band 3, Seite 1775, Artikel Nr. 357, „Abraham zeugte Isaak".
Rav: Warten wir noch zwanzig Sekunden. Wir haben viel Material für den Unabhängigkeitstag.
Vorleser: Also nochmal, wir lesen auf Seite 1775, Artikel „Abraham zeugte Isaak".
Abraham zeugte Isaak
„Zum Vers ‚Abraham zeugte Isaak' erklären die Kommentatoren, dass die Gesichtszüge von Isaak denen Abrahams ähnelten, und alle bezeugten, dass Abraham Isaak gezeugt hat.
Und man muss eine Schwierigkeit erheben, denn die Schrift sagt: ‚Und dies sind die Nachkommenschaften Isaaks, des Sohnes Abrahams', und sie erklärt nicht, wer die Nachkommenschaften sind, sondern der Vers erklärt zu den Nachkommenschaften Isaaks: ‚Abraham zeugte Isaak'.
Und um das Obige zu klären, bringen wir die Mishna: ‚Auf drei Dingen steht die Welt: auf der Tora, auf der Arbeit und auf Taten der Güte'.
Hier wird Abraham ‚Mann der Güte' genannt, der seine Kraft hingegeben hat, um Güte mit Menschen zu üben. Isaak wird ‚Säule der Arbeit' genannt, der seine Seele auf dem Altar hingegeben hat. Und Jakob wird ‚Säule der Tora' genannt, wie geschrieben steht ‚Du gibst Wahrheit dem Jakob', und die Tora wird Tora der Wahrheit genannt, und wie geschrieben steht ‚ein einfacher Mann, der in Zelten wohnt', und Raschi erklärte: das Zelt von Shem und das Zelt von Ever, und er beschäftigte sich mit der Tora.
Und nun — jeder Mensch muss zu diesen drei Säulen gelangen. Und zuerst wurden diese drei Säulen eine nach der anderen durch unsere heiligen Väter offenbart, wobei jeder von ihnen eine Säule offenbarte. Und nachdem diese drei Säulen offenbart wurden, haben wir schon die Kraft, ebenfalls auf denselben Wegen zu gehen, die unsere Väter uns gebahnt haben."
Das heißt, es gibt in uns die Möglichkeit, zu gehen und in Richtung des Ziels der Schöpfung voranzuschreiten, uns zur endgültigen Form zu bringen, die übrigens schon existiert und vorhanden ist — von jedem Einzelnen und uns allen zusammen, als ein einziges System der Seele —, und wir müssen uns nur dort einbeziehen. Und wir müssen nur Anstrengungen von uns selbst machen, noch bevor Schläge und Probleme zu uns kommen, Mängel in unseren Zuständen zu offenbaren und uns zu bemühen, voranzuschreiten. Dass ich mich jedes Mal gegenüber der Gruppe prüfen muss und sehen, inwieweit ich meine Lage in ihr noch verbessern kann, das heißt, mehr auf sie einzuwirken, mich einzubeziehen, zu helfen aufzusteigen, zu helfen, sich mehr zu verbinden, und so weiter.
Und dann, indem ich so gehe und es mache, und so jeder einzelne Freund eigentlich, kommen wir zu einem gemeinsamen Willen, zu einem gemeinsamen Gebet, dass das geschehen soll, dass das vollzogen werden soll, und so schreiten wir auf dem Weg von „Achishena" (Ich werde es beschleunigen) voran. Aber in unserer Arbeit, von jedem Einzelnen und von uns allen zusammen, gibt es diese drei Linien: Abraham, Isaak und Jakob — Chessed, Gwura und Tiferet, wobei Tora Jakob genannt wird, der das Licht zieht, das zum Guten zurückführt, Gwura Isaak, der die ganze Zeit eigentlich gegen den Willen ist und das überwindet, deshalb gehört er zu den Opfern, und Abraham ist die Chessed, der von vornherein in Richtung Geben geht.
„Und deshalb werden wir ‚auserwähltes Volk' genannt, denn wir haben die Auserwähltheit aus dem Erbe der Väter, diese drei Säulen zu erfüllen, durch die der Bestand der Welt gegeben ist — das heißt, durch die die Welt bestehen wird, um zu dem Ziel zu gelangen, für das die Welt erschaffen wurde.
Deshalb, wenn der Vers die Nachkommenschaften Isaaks erklärt, das heißt, welchen Aspekt der Säulen Isaak seinen Söhnen vererbt hat, dann erklärt der Vers: ‚Abraham zeugte Isaak'. Das heißt, denke nicht, dass die Nachkommenschaften Isaaks nur die Eigenschaft Isaaks sind, die er seinen Söhnen vererbt hat, sondern auch die Eigenschaft Abrahams.
Und das ist es, was geschrieben steht: ‚Dies sind die Nachkommenschaften Isaaks', das heißt diese zwei Eigenschaften gab er Jakob. Deshalb kam von Abraham, dessen Eigenschaft, der Aspekt seines Wesens, nur Chessed war, Ismael heraus. Und von Isaak, der seine Eigenschaft hatte und auch in Einbeziehung Abrahams, kam Esau heraus. Anders ist es, als er die drei Säulen hatte — schon konnte seine vollständige Eigenschaft herauskommen, sodass er zwölf Stämme hatte.
Und weil unsere heiligen Väter uns schon diese drei Säulen vererbt haben, können wir schon leicht ebenfalls in ihren Wegen gehen. Und wenn der Mensch sieht, dass es ihm schwerfällt, in ihren Wegen zu gehen, muss er zum Schöpfer beten, dass Er ihm helfen möge. Und das ist keine übernatürliche Hilfe, da diese Eigenschaften schon in unsere heiligen Väter eingekleidet wurden.
Und gerade in Sachen, die über der Natur sind, kann man nicht beten. So wie der Sohar es erklärt, warum Abraham nicht für Sara betete, die unfruchtbar war, und Isaak doch betete. Und er erklärt, dass auch Isaak nicht für Rivka betete.
Und er genau bestimmt im Vers: ‚Und Isaak bat gegenüber seiner Frau', und nicht gegenüber Rivka, ‚denn sie war unfruchtbar', denn dass eine Unfruchtbare Kinder bekommt, heißt über die Natur. Und über das Übernatürliche, dass der Schöpfer ihm eine so große Hilfe gibt, darum betete er nicht.
Es zeigt sich: Nachdem unsere Väter diese drei Säulen schon gezogen haben, müssen wir alles tun, was in unserer Hand ist, und zum Schöpfer beten, dass wir auch würdig werden, zu diesen drei Säulen zu gelangen, welche der Bestand der Welt sind — das heißt, um zu dem Ziel zu gelangen, für das die Welt erschaffen wurde."
Die Zusammenfassung ist einfacher, denn was dazwischen ist — das hat er trotzdem für sich selbst notiert. Kann sein, dass er viel darüber gesprochen hat, ich weiß es nicht.
Die Zusammenfassung ist einfach: Erst nachdem wir den richtigen Eindruck von drei Linien in uns in etwas haben, heißt es, dass wir in der Lage sind, in der richtigen Form zu reagieren und für den richtigen Willen zu beten. Das heißt, dass Abraham für Sara und Isaak für Rivka betete und so weiter. Also müssen wir die Handlungen realisieren, bis uns unser wahrer Wille klar wird, der schon als Zusammenfassung aus drei Linien vorhanden ist, und dann können wir in die richtige Arbeit eintreten. Das heißt „drei Tage der Aufnahme", nach denen es schon eine Art Reaktion des Geschöpfs auf die Handlung des Schöpfers gibt. Und so ist es bei jeder einzelnen Handlung.
Denn bevor das in der mittleren Linie abschließt, kann man den Willen nicht genau ausrichten, sodass es eine Reaktion zum Schöpfer gibt, und deshalb wächst er nicht. Das heißt immer noch „Aufnahme", so ist das. Das war's, das ist ein Punkt, einer der Punkte auf dem Weg.
Fragen.
Frage: Was heißt, dass unsere großen Väter uns schon die drei Säulen vererbt haben? Was heißt „sie haben uns vererbt"?
Rav: Denn in uns ist... Jede einzelne Generation musst du so sehen, dass... wie soll ich sagen? Dass... (Zeichnung) ... dass wir vom mittleren Punkt aus anfangen mit Korrekturen, Korrekturen, Korrekturen, bis wir zur Korrektur kommen und bis nach uns welche zur Korrektur kommen — das ist es. Sagen wir, hier sind wir, das sind wir, und hier ist die nächste Generation, die nächste Generation. Und hier sind die Väter und Söhne, all diese, all diese — das sind Väter und Söhne. Und das ist alles eigentlich insgesamt, sagen wir, dass wir zu all dem kommen — das ist insgesamt eine einzige Seele, Adam HaRishon.
Frage: Dann sagt er einen Satz, der ein bisschen im Widerspruch steht, Rabash, er sagt so...
Rav: Scheint mir, dass Rabash im Widerspruch steht.
Frage: Scheint mir, klar. Er sagt so: „Wenn der Mensch sieht, dass es ihm schwerfällt, in ihren Wegen zu gehen, muss er zum Schöpfer beten, dass Er ihm helfen möge".
Rav: Nun, sicher.
Frage: Mir fällt es immer schwer — was heißt „wenn"?
Rav: Nein, das ist nicht schwer, das heißt noch nicht Schwierigkeit. Denn du denkst, dass du da rauskommen oder fliehen oder allein voranschreiten kannst. Wenn du dich in einer menschlichen Situation befindest, dann wendest du dich an den Schöpfer. Denn das ist entsprechend der Wurzel, da der ganze Zustand vom Schöpfer kommt. Wenn du zur wahren Tiefe des Zustands gelangst, dann triffst du dort auf die Kraft, die dir den Zustand erschaffen hat. Und wenn du noch nicht darin bist, ist das ein Zeichen, dass du nicht zur Tiefe des Zustands gelangt bist, und du denkst, dass du dich irgendwie alleine zurechtfinden kannst. Das ist noch kein guter Zustand, das heißt noch kein Schlag.
Frage: Seit du heute Morgen angefangen hast, hast du mir gesagt — ich hatte einfach keine Zeit, dich zu fragen —, du hast gesagt: Der Schöpfer hat den bösen Trieb erschaffen, das ist nur in unserer Einbildung, wir haben keinen bösen Trieb, nur in der Einbildung.
Rav: Sicher.
Frage: Aber es steht geschrieben: Ich habe den bösen Trieb erschaffen und Ich habe das Licht erschaffen, das zum Guten zurückführt.
Rav: In Ordnung, eine Schöpfung, die sozusagen außer Ihm existiert, bar mimeno, außerhalb von Ihm. Ja.
Frage: Also hat Er keinen bösen Trieb erschaffen?
Rav: Er hat erschaffen.
Frage: Warum sagst du dann, dass Er ihn nicht erschaffen hat?
Rav: Uns gegenüber ist das so, wir sprechen Menschen gegenüber.
Gut, wir gehen zu...
Vorleser: Wir gehen zu den Schriften von Rabash, Band 1, Seite 67.
Rav: Ja.
Die Sache von Zweig und Wurzel
„Die Sache von Zweig und Wurzel. Nun, ‚Land Israel' ist ein Zweig der Sefira Malchut. ‚Malchut' wird das Gefäß genannt, das auf der Seite des Ausströmenden (Maazil) emaniert wurde, um ein Gefäß für das Empfangen der Fülle zu sein, dessen, was der Ausströmende Seinen Geschöpfen zu genießen geben wollte. Dieses Gefäß wird ‚Malchut' genannt.
Und die Ordnung war: Zuerst war das Gefäß ein Empfangen mit der Absicht zu empfangen. Und danach wurde eine Korrektur gemacht, dass es verboten ist, in diesem Gefäß zu empfangen — nur unter der Bedingung, dass man mit der Absicht zu geben ausrichten kann. Und dann zog sich die Fülle zu diesem Gefäß. Und diese Korrektur wurde gemacht, damit die Fülle, die zu den Geschöpfen kommt, keinerlei Mangel in ihnen hat, der ‚Brot der Scham' (Nehama de Kissufa) genannt wird.
Sondern sie könnten die Fülle ohne Grenzen empfangen, weil keine Scham in ihnen sein würde beim Empfangen der Fülle. Sondern alles, was sie Gutes und Angenehmes empfangen, richten sie nur zum Wohl des Schöpfers aus. Dann zwangsläufig ziehen sie immer mehr Fülle, aus dem Grund, dass sie nicht sagen können, dass sie dem Schöpfer schon genug gegeben haben und nicht mehr an Ihn geben müssen. Deshalb haben sie immer einen Grund, Fülle anzuziehen.
Anders ist es, wenn sie die Fülle für den eigenen Bedarf empfangen, das heißt aus Grund der Selbstliebe — dann sind sie zwangsläufig begrenzt aus Grund der Scham. Und sie wären gezwungen zu sagen, dass uns das Gute und Angenehme genügt, das Er uns gegeben hat. Und deshalb wurde die Korrektur gemacht, die ‚Zimzum' genannt wird, dass sie kein Licht in das Gefäß Malchut empfangen, nur unter der Bedingung, dass man mit der Absicht zu geben empfangen kann.
Und nun, aus der Wurzel von Malchut zieht es sich nach unten, in den materiellen Zweig, die Erde, die ein Zweig für die obere Malchut ist. Und diese Erde heißt ‚das Heilige Land'. Deshalb gibt es hier, im Heiligen Land, besondere Korrekturen. Das heißt, die vom Land abhängigen Mizwot, Abgaben und Zehnte und dergleichen. Anders ist es in den übrigen Ländern.
Und ebenso gibt es eine besondere Wurzel für das Jenseits des Jordan. Und eine besondere Wurzel für Syrien. Und eine besondere Wurzel für Babel. Und eine besondere Wurzel für die übrigen Länder (siehe Tees, Teil 16, Blatt 1930).
Deshalb, vom Aspekt von Zweig und Wurzel her, ist der Ort des Tempels gerade im Heiligen Land, das Land Israel ist. Und das ist, nachdem es geheiligt wurde. Anders war es, bevor das Volk Israel in dieses Land kam — es war ein Ort für ein Land von sieben Völkern, die gegen die sieben heiligen Sefirot stehen.
Und sie waren die Gegenseite der Heiligkeit, die aus dem Aspekt der Malchut gezogen wird, wo es keine Korrektur des Massach gibt, die der Aspekt der Absicht mit der Absicht zu geben ist. Deshalb kamen zuerst die Völker der Welt dorthin, denn so war die Ordnung in der Spiritualität:
1. Der Wille zu empfangen kam,
2. Korrektur, dass es mit der Absicht zu geben sein soll.
Deshalb im Heiligen Land:
1. Zuerst mussten die Völker der Welt kommen, die zur Malchut gehören, bevor sie im Massach korrigiert ist, sodass alles zum Geben ist.
2. Und danach sollen Israel kommen und sie erobern.
Demnach zeigt sich, dass aus der Malchut der Aspekt ‚das Heilige Land' gezogen wird. Und ebenso wird aus der Malchut der Aspekt ‚Der Wille zu empfangen im Menschen' gezogen. Deshalb waren:
1. Zuerst die Völker der Welt im Land.
2. Und danach kam das Volk Israel.
Und ebenso im Herzen des Menschen:
1. Zuerst kommt der böse Trieb,
2. Und danach kommt der gute Trieb.
Alles wird aus den höheren Wurzeln gezogen.
Aber es gibt einen Unterschied zwischen dem Herzen des Menschen, das von der Malchut gezogen wird, und dem Land Israel, das von der Malchut gezogen wird. Denn man muss zwischen Innerlichkeit und Äußerlichkeit unterscheiden. Denn in der Äußerlichkeit muss es gerade am Ort des Zweigs sein, der auf die Wurzel ausgerichtet ist, aber in der Innerlichkeit ist es nicht unbedingt am Ort des Zweigs, der auf sie ausgerichtet ist.
Denn im Aspekt des Landes Israel, der auf das Herz des Menschen ausgerichtet ist, das aus der Wurzel der Malchut gezogen wird, muss der Mensch nicht unbedingt im Land Israel sein, um den Aspekt des Himmelreiches zu verdienen, das ‚Land Israel' genannt wird. Denn in der Innerlichkeit kann der Mensch das Weilen der Schechina und die größten Erkenntnisse auch außerhalb des Landes verdienen, wie alle unsere Großen, die außerhalb des Landes waren.
Und ebenso können jene Menschen, die im Land Israel wohnen, vollständige Verbrecher sein. Und das Land Israel, das ‚das Heilige Land' genannt wird, verpflichtet sie zu gar nichts, dass sie Tora und Mizwot einhalten sollen. Denn was den Aspekt der Innerlichkeit betrifft, verpflichtet die Äußerlichkeit sie zu gar nichts. Denn die Sache der Innerlichkeit ist der Aspekt der Arbeit im Herzen, und sie hat keinerlei Verbindung zur Äußerlichkeit." 01:19:27
Frage: Wie kann es sein, dass gerade in der Innerlichkeit keine Verbindung zwischen Zweig und Wurzel besteht? Man würde erwarten, dass nicht in der Äußerlichkeit eine Verbindung zwischen Zweig und Wurzel besteht, und er sagt hier — gerade in der Innerlichkeit gibt es keine Verbindung zwischen Zweig und Wurzel.
Rav: Nun, denk nach — wie erklärst du dir das, was ist Innerlichkeit und was ist Äußerlichkeit?
Schüler: Er sagt selbst, dass Innerlichkeit das Herz des Menschen ist.
Rav: Ja.
Schüler: Richtig? Was im Herzen des Menschen geschieht...
Rav: Was ist das Herz des Menschen?
Schüler: Der Wille.
Rav: Der Wille. Gibt es im Herzen des Menschen, in diesem Willen, eine Verbindung zur Wurzel?
Schüler: Im Moment nicht, sollte es geben. Das heißt...
Rav: Sollte es geben. Ja.
Schüler: Er sollte zu diesem Zustand gelangen.
Rav: Ja.
Schüler: Das fängt an, wie er erklärt — das fängt an im Willen zu empfangen für sich selbst, und dort soll er sozusagen vom Willen zu geben erobert werden.
Rav: Ja.
Schüler: Dann...
Rav: Vielleicht lesen wir nochmal. Ich fühle, dass sie den Artikel nicht aufgenommen haben. Wir haben noch Zeit. „Die Sache von Zweig und Wurzel".
Vorleser: Seite 67, Artikel: „Die Sache von Zweig und Wurzel".
Die Sache von Zweig und Wurzel
„Die Sache von Zweig und Wurzel. Nun, ‚Land Israel' ist ein Zweig der Sefira Malchut. ‚Malchut' wird das Gefäß genannt, das auf der Seite des Ausströmenden emaniert wurde, um ein Gefäß für das Empfangen der Fülle zu sein, dessen, was der Ausströmende Seinen Geschöpfen zu genießen geben wollte. Dieses Gefäß wird ‚Malchut' genannt.
Und die Ordnung war: Zuerst war das Gefäß ein Empfangen mit der Absicht zu empfangen. Und danach wurde eine Korrektur gemacht, dass es verboten ist, in diesem Gefäß zu empfangen — nur unter der Bedingung, dass man mit der Absicht zu geben ausrichten kann. Und dann zog sich die Fülle zu diesem Gefäß. Und diese Korrektur wurde gemacht, damit die Fülle, die zu den Geschöpfen kommt, keinerlei Mangel in ihnen hat, der ‚Brot der Scham' genannt wird.
Sondern sie könnten die Fülle ohne Grenzen empfangen, weil keine Scham in ihnen sein würde beim Empfangen der Fülle. Sondern alles, was sie Gutes und Angenehmes empfangen, richten sie nur zum Wohl des Schöpfers aus. Dann zwangsläufig ziehen sie immer mehr Fülle, aus dem Grund, dass sie nicht sagen können, dass sie dem Schöpfer schon genug gegeben haben und nicht mehr an Ihn geben müssen. Deshalb haben sie immer einen Grund, Fülle anzuziehen.
Anders ist es, wenn sie die Fülle für den eigenen Bedarf empfangen, das heißt aus Grund der Selbstliebe — dann sind sie zwangsläufig begrenzt aus Grund der Scham. Und sie wären gezwungen zu sagen, dass uns das Gute und Angenehme genügt, das Er uns gegeben hat. Und deshalb wurde die Korrektur gemacht, die ‚Zimzum' genannt wird, dass sie kein Licht in das Gefäß Malchut empfangen, nur unter der Bedingung, dass man mit der Absicht zu geben empfangen kann.
Und nun, aus der Wurzel von Malchut zieht es sich nach unten, in den materiellen Zweig, die Erde, die ein Zweig für die obere Malchut ist. Und diese Erde heißt ‚das Heilige Land'. Deshalb gibt es hier, im Heiligen Land, besondere Korrekturen. Das heißt, die vom Land abhängigen Mizwot, Abgaben und Zehnte und dergleichen. Anders ist es in den übrigen Ländern." Entsprechend dem, wie sehr wir und was wir Korrekturen an der Malchut machen müssen, an unserem Willen, erklären sie uns das nur in der Arbeit im Land. Weiter.
„Und ebenso gibt es eine besondere Wurzel für das Jenseits des Jordan. Und eine besondere Wurzel für Syrien. Und eine besondere Wurzel für Babel. Und eine besondere Wurzel für die übrigen Länder (siehe Tees, Teil 16, Blatt 1930)." In jedem einzelnen Land haben wir anscheinend besondere Gesetze, wie wir darin bestehen müssen. Und wir kommen aus dem Ausland, aus den schlechtesten, ägoistischsten Willen, zurück. Aus Babel sind wir gekommen, ja? Babel ist das letzte Land vor dem Land Israel. Und davor Syrien, Libanon, das Jenseits des Jordan, Israel. So kommen wir in der Korrektur unseres Willens. Und wenn du dann fragst: Welche Abgaben und Zehnten haben wir im Jenseits des Jordan? Es gibt. Es waren dort sogar Stämme, die sich korrigiert haben. Du kannst fragen: Was ist das, wer sind die Stämme, das heißt der Teil der Seele, der nicht im Land Israel leben kann, sondern jenseits des Jordan? Warum heißt es dann dort nicht auch Land Israel? Es gibt viele Fragen dazu, aber versteht nur, dass es um die Stufen in der Korrektur unseres Willens zu empfangen geht.
„Deshalb, vom Aspekt von Zweig und Wurzel her, ist der Ort des Tempels gerade im Heiligen Land, das Land Israel ist. Und das ist, nachdem es geheiligt wurde. Anders war es, bevor das Volk Israel in dieses Land kam — es war ein Ort für ein Land von sieben Völkern, die gegen die sieben heiligen Sefirot stehen.
Und sie waren die Gegenseite der Heiligkeit, die aus dem Aspekt der Malchut gezogen wird, wo es keine Korrektur des Massach gibt, die der Aspekt der Absicht mit der Absicht zu geben ist. Deshalb kamen zuerst die Völker der Welt dorthin, denn so war die Ordnung in der Spiritualität:
1. Der Wille zu empfangen kam,
2. Korrektur, dass es mit der Absicht zu geben sein soll.
Deshalb im Heiligen Land:
1. Zuerst mussten die Völker der Welt kommen, die zur Malchut gehören, bevor sie im Massach korrigiert ist, sodass alles zum Geben ist.
2. Und danach sollen Israel kommen und sie erobern." Dass der Wille zu empfangen im Menschen alle möglichen Zustände durchgeht, von den Völkern der Welt bis zu Israel, und entsprechend dem einen zum anderen kommt man durch Babel in das Land Kanaan, und man verwandelt es in das Land Israel. Das ist alles in der Innerlichkeit.
„Demnach zeigt sich, dass aus der Malchut der Aspekt ‚das Heilige Land' gezogen wird. Und ebenso wird aus der Malchut der Aspekt ‚Der Wille zu empfangen im Menschen' gezogen. Deshalb waren:
1. Zuerst die Völker der Welt im Land.
2. Und danach kam das Volk Israel.
Und ebenso im Herzen des Menschen:
1. Zuerst kommt der böse Trieb,
2. Und danach kommt der gute Trieb.
Alles wird aus den höheren Wurzeln gezogen.
Aber es gibt einen Unterschied zwischen dem Herzen des Menschen, das von der Malchut gezogen wird, und dem Land Israel, das von der Malchut gezogen wird. Denn man muss zwischen Innerlichkeit und Äußerlichkeit unterscheiden. Denn in der Äußerlichkeit muss es gerade am Ort des Zweigs sein, der auf die Wurzel ausgerichtet ist, aber in der Innerlichkeit ist es nicht unbedingt am Ort des Zweigs, der auf sie ausgerichtet ist.
Denn im Aspekt des Landes Israel, der auf das Herz des Menschen ausgerichtet ist, das aus der Wurzel der Malchut gezogen wird, muss der Mensch nicht unbedingt im Land Israel sein, um den Aspekt des Himmelreiches zu verdienen, das ‚Land Israel' genannt wird. Denn in der Innerlichkeit kann der Mensch das Weilen der Schechina und die größten Erkenntnisse auch außerhalb des Landes verdienen, wie alle unsere Großen, die außerhalb des Landes waren.
Und ebenso können jene Menschen, die im Land Israel wohnen, vollständige Verbrecher sein. Und das Land Israel, das ‚das Heilige Land' genannt wird, verpflichtet sie zu gar nichts, dass sie Tora und Mizwot einhalten sollen. Denn was den Aspekt der Innerlichkeit betrifft, verpflichtet die Äußerlichkeit sie zu gar nichts. Denn die Sache der Innerlichkeit ist der Aspekt der Arbeit im Herzen," Und ebenso ist das in jedem einzelnen Menschen — Äußerlichkeit und Innerlichkeit können ganz und gar nicht zusammengehören und einander nicht entsprechen, „denn die Sache der Innerlichkeit ist der Aspekt der Arbeit im Herzen, und sie hat keinerlei Verbindung zur Äußerlichkeit."
Gut, das ist nicht ganz... Das gehört zur Unabhängigkeit, aber in einer Form, die wir noch klären müssen. 01:29:09
Was ist, Benzi? Aber schnell, sofort.
Frage: Welche Botschaft muss man aus diesem Artikel mitnehmen? Denn Baal HaSulam sagt, dass wir hierher gekommen sind, um die Gelegenheit zu bekommen, zur inneren Korrektur zu kommen gerade innerhalb des materiellen Landes Israel.
Rav: Ja.
Frage: Also, dieser Artikel kommt, um das gewissermaßen zu widerlegen?
Rav: Warum? Nein.
Frage: Denn er sagt, dass die Innerlichkeit nicht von der Äußerlichkeit abhängt.
Rav: Ja, aber trotzdem, wer im Land Israel ist, hat trotzdem eine Neigung dazu, denn die Äußerlichkeit wirkt auf die Innerlichkeit, und die Innerlichkeit wirkt auf die Äußerlichkeit. Und nicht, dass es keine Verbindung gibt. Trotzdem gibt es eine Verbindung, aber nicht, dass das eins zu eins übereinstimmt. Dass ich, wenn ich auf einer bestimmten spirituellen Stufe bin, jetzt in Syrien sein muss. Und danach bin ich um eine Stufe aufgestiegen, muss ich im Jenseits des Jordan sein. Und nochmal eine Stufe aufgestiegen, bin ich schon im Land Israel. Dass ich auf der Erde wandere, auf der geographischen Karte entsprechend meiner inneren Eigenschaften, der Korrektur des Willens. So etwas gibt es nicht. Das heißt — und umgekehrt, dass ich von Ort zu Ort fahre, nehme jetzt den Zug sagen wir von hier nach Babel, und dann durch all diese Länder, und dann steige ich nach Babel hinab. Und umgekehrt, dass ich aus Babel zurück nach Israel fahre, dann steige ich die Leiter der 125 Stufen hinauf. So etwas gibt es nicht — aber gegenseitiger Einfluss existiert trotzdem.
Frage: Und um zur Spiritualität zu gelangen — besteht eine Verpflichtung, im Land Israel zu sein?
Rav: Diejenigen, die in irgendeinem Verhältnis zur Spiritualität stehen, haben eine Neigung zum Land Israel. Aber keine Verpflichtung, dass du hier sein musst. Nein. Du kannst im Ausland sein, wie wir viele unserer Freunde haben, die im Ausland sind, und wir sagen ihnen nicht: „Kommt, kommt, kommt, hier ist es leichter". Gerade nicht leichter — hier ist es viel schwerer. Auch nach Zweig und Wurzel ist es hier schwerer als im Ausland.
Frage: Dann was bedeutet der Akzent darauf, dass der Staat Israel gegründet wurde, dass wir die Unabhängigkeit feiern — was ist das...?
Rav: Denn wir wollen alles in eine einzige Form zurückführen, in eine einzige Form. Dass sowohl die Äußerlichkeit als auch die Innerlichkeit der Welt sich als eins verbinden. Jetzt hast du eine Frage zur Sache gestellt.
Ja.
Vorleser: Denn er sagt: „Jene Menschen, die im Land Israel wohnen, können vollständige Verbrecher sein. Und das Land Israel, das ‚das Heilige Land' genannt wird, verpflichtet sie zu gar nichts, dass sie Tora und Mizwot einhalten sollen." Und das ist auch heute unsere Lage.
Rav: Ja.
01:32:09
Schüler: Es gibt keine Verbindung zwischen dem Land und...
Rav: Wir gehen zu den „Schriften von Rabash" Band 1.
Vorleser: „Schriften von Rabash" Band 1, Seite 52.
Rav: Das heißt einige Seiten zurück.
Vorleser: Nochmal, wir fahren fort in demselben Buch „Schriften von Rabash" Band 1, Seite 52, Artikel: „Und es wird sein, wenn du in das Land kommst, das der Schöpfer, dein Gott, dir gibt".
Rav: Nun nun.
Vorleser: Seite 52, Artikel: „Und es wird sein, wenn du in das Land kommst, das der Schöpfer, dein Gott, dir gibt".
Und es wird sein, wenn du in das Land kommst, das der Schöpfer, dein Gott, dir gibt
„Nun, die Kommentatoren erhoben eine Schwierigkeit zum Vers, wo geschrieben steht: ‚Und es wird sein, wenn du in das Land kommst, das der Schöpfer, dein Gott, dir als Erbe gibt, und du es besitzen und darin wohnen wirst'. Und sie fragten: Was ist die Genauigkeit ‚das der Schöpfer, dein Gott, dir gibt'? Doch das Volk Israel eroberte es durch Kriege. Und sie erklärten: Der Mensch soll in seinem Herzen wissen, dass er nicht durch seine Kraft und nicht durch die Stärke seiner Macht kam, um das Land zu beerben, sondern dass es ein Geschenk des Schöpfers ist." Das heißt, ich bitte, alles auf den Stufen zu erklären — darin, dass wir jetzt einen neuen Willen erwerben werden. Das sind die Kriege, die wir durchmachen müssen, um den neuen Willen zu erobern. Bitte. „Und das ist, was er sagt: ‚Das der Schöpfer, dein Gott, dir als Erbe gibt, und nicht meine Kraft und die Stärke meiner Hand'.
Und nun, um das Obige auf dem Weg der Arbeit zu verstehen, muss man wissen, dass ‚Land' Wille genannt wird. Das heißt, der Wille, der im Herzen des Menschen ist, wird ‚Land' genannt. Und in diesem Land, das ‚Herz' des Menschen genannt wird, sind — das heißt, dort wohnen — ‚Völker der Welt', und auch dort wohnt ‚Volk Israel'. Aber man muss wissen, dass beide zusammen dort nicht wohnen können — das Volk Israel und die Völker der Welt können nicht gemeinsam herrschen. Entweder herrscht dort die Herrschaft der Völker der Welt, oder die Herrschaft Israels.
Und man muss verstehen — wirklich, was ist der wahre Grund, dass beide nicht an einem Ort sein können. Und die Sache ist: Es ist bekannt, dass die Erschaffung der Welt aus dem Grund war, dass Sein Wille war, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Und aus diesem Grund erschuf Er den Willen, Genuss und Vergnügen zu empfangen — das heißt, Er erschuf in den Geschöpfen den Aspekt des Mangels, um immer nach Vergnügen zu streben. Denn wir sehen: Entsprechend dem Maß seines Strebens fühlt das Geschöpf in diesem Maß das Vergnügen. Und das ist das Gefäß, das auf der Seite des Schöpfers erschaffen wurde. Und das ist der erste Aspekt, den wir in den Geschöpfen unterscheiden. Und wenn es in den Geschöpfen diesen Willen nicht gibt, gelten sie noch nicht als Geschöpfe. Demnach zeigt sich, dass es keinen Platz gibt, um von irgendeinem Aspekt zu sprechen, wenn es keinen Willen zu empfangen gibt. Und das ist die ganze Schöpfung, von der wir sprechen, die das Gefäß für das Empfangen des Vergnügens ist.
Aber aus Grund der Scham, in der Sprache unserer Weisen ‚Brot der Scham' genannt, wurde eine Einschränkung (Zimzum) gemacht. Das heißt, dass sie nicht mit der Absicht zu empfangen empfangen, sondern nur, wenn man mit der Absicht zu geben ausrichten kann, was Aspekt ‚Gleichheit der Form' genannt wird. Das heißt, wenn er die Vergnügen mit der Absicht empfangen kann, dem Schöpfer Zufriedenheit zu bereiten, dann empfängt er, sonst will er nicht empfangen. Und das wird Aspekt ‚Israel' genannt, das heißt Yashar-El. Das heißt, alles, was er denkt — alles ist, damit alles zu El (Schöpfer) gelangt. Und dann kommt er nicht in den Vordergrund, weil er überhaupt nicht an sich denkt, sondern alle seine Gedanken sind für den Schöpfer.
Und das wird ‚Land Israel' genannt. Das heißt, er hat einen Willen gerade — zum Schöpfer. Das heißt, er hat keine Willen der Selbstliebe, sondern der Nächstenliebe. Und was sich selbst betrifft — dass er vom Leben genießen soll —, gibt es keine Begierden. Und alle Begierden bestehen darin, dass er die Mittel hat, dem Schöpfer zu geben. Sondern alles, was er seinen Körper nährt, ist nur dafür, dass er Kräfte hat, sich mit der Absicht zu geben zu beschäftigen.
Und das ähnelt einem Menschen, der ein Pferd hat und es essen und trinken lässt. Das heißt, all die Verpflegung, die er dem Pferd gibt, ist nicht aus dem Grund, dass er Liebe zum Pferd hat, sondern weil er damit arbeiten muss. Deshalb, alles, was er denkt, um das Pferd zu erfreuen — das ist nicht aus Liebe, sondern er will einfach das Pferd zu seinem Wohl ausnutzen und denkt überhaupt nicht zum Wohl des Pferdes. Und das wird ‚Land Israel' genannt. Das heißt, alle seine Gedanken sind nur ‚Land' — Wille, dass alles Yashar-El sein soll.
Anders ist es beim Land der Völker," das heißt — die Leiden empfindet man nicht im Land, sondern im Schöpfer — inwieweit er das Pferd zum Wohl des Menschen benutzt. „das ‚Land' — Wille der Selbstliebe, das heißt ‚die Massen des Landes'. Das heißt, all ihre Willen sind nur zum Willen des ‚Volkes' (Am), dessen Absicht nicht auf den Willen des Schöpfers gerichtet ist, sondern auf den Willen des ‚Volkes', dessen Erklärung ist: Wille der Geschöpfe, die ‚Volk' genannt werden." Das heißt, dass er aus seinem Willen zu empfangen nicht heraustritt, und alles fühlt er nur in ihm, innerhalb des Willens — dann heißt es „dein Volk". Wer anfängt, in etwas zu fühlen, dass es zum Schöpfer gehört und für den Schöpfer gemacht wird, das ist schon in Richtung Israel. „Anders ist es beim Schöpfer — Er ist es, der das Volk erschaffen hat, ebenso (Ki Tavo) ‚Und alle Völker des Landes werden sehen, dass der Name des Schöpfers über dir gerufen wurde, und sie werden sich vor dir fürchten'. Und ebenso steht geschrieben (Chaje Sara): ‚Und Abraham stand auf und verneigte sich vor dem Volk des Landes, vor den Söhnen von Chet'. Das heißt, sie wissen und fühlen nichts außer dem Aspekt ‚Volk', das Aspekt der Selbstliebe ist, was nur Aspekt der Geschöpfe genannt wird.
Anders ist es beim ‚Volk Israel' — sie wollen die Aufhebung ihres Wesens und ihrer Existenz, und das ist der Aspekt des Willens zu empfangen, der aus dem Nichts erschaffen wurde. Und deshalb sagen wir im Kiddusch des Feiertags ‚der uns aus allen Völkern erwählt hat'.
Und nun, diese zwei Herrschaften können nicht zusammen sein: Entweder herrscht der Wille zu geben, oder der Wille zu empfangen herrscht. Und beide zusammen können nicht bestehen, weil jeder dem anderen widerspricht, und zwei Gegensätze können nicht in einem Gegenstand sein.
Und daraus wird der ‚Kampf des Triebs' gezogen. Das heißt, dass der Mensch mit sich selbst kämpfen muss, um das Herz zu unterwerfen, wo der Ort der Einkleidung dieser Willen ist, und um die Herrschaft des Willens zu empfangen zu vertreiben und die ganze Herrschaft dem Willen zu geben zum Schöpfer zu geben.
Und wenn der Mensch anfängt, die heilige Arbeit zu machen, die darin besteht, die ganze Arbeit darauf auszurichten, um des Schöpfers willen zu sein, dann beginnen die Kriege zwischen diesen zwei Willen. Und der Mensch kann durch große Anstrengung verdienen, sich zu überwinden, und er gewinnt den Kampf." Das heißt, nicht innerhalb des Willens zu empfangen befindet er sich, sondern innerhalb des Schöpfers. Das ist der Krieg, wo er sich selbst sieht. „Und dann tritt in sein Herz die Herrschaft des Willens zu geben zum Schöpfer ein. Und dann kann der Mensch sagen: ‚Meine Kraft und die Stärke meiner Hand haben mir diesen Reichtum gemacht'. Und nur durch das Verdienst seiner Arbeit hat er das Herz geerbt, das jetzt ‚Land Israel' genannt wird, weil sein Wille Yashar-El ist — gerade zum Schöpfer.
Und dazu kommt der Vers und sagt uns: ‚Wenn du in das Land kommst, das der Schöpfer, dein Gott, dir gibt'. Das heißt, nicht, dass du es durch deine eigene Kraft erobert hast, sondern ‚der Schöpfer, dein Gott, gibt dir'. Das heißt, nachdem der Mensch die notwendige Anstrengung geleistet hat, um das Herz zu erobern, durch die Kriege, die er die ganze Zeit mit den ‚Völkern der Welt' geführt hat, und er sie besiegt hat, hat er das Herz geerbt, das jetzt ‚Land Israel' und nicht ‚Land der Völker' genannt wird. Doch muss er glauben, dass nicht er ‚das Land' erobert hat, sondern ‚der Schöpfer, dein Gott, hat dir gegeben', ‚und nicht meine Kraft und die Stärke meiner Hand haben diesen Reichtum gemacht'.
Und damit lässt sich die Schwierigkeit verstehen, dass der Heilige, gepriesen sei Er, Abraham versprochen hat, wie geschrieben steht (Lech Lecha, siebter): ‚Und Er sagte zu ihm: Ich bin der Schöpfer, der dich aus Ur Kasdim geführt hat, um dir dieses Land zu geben, es zu besitzen'.
Wenn dem so ist, warum gab Er das Land zuerst den Völkern der Welt, und danach sollen Israel kommen, und sie müssen mit ihnen Kriege führen und sie aus ihrem Land vertreiben, und es wird von der ganzen Welt Ansprüche geben: Warum habt ihr ein Land erobert, das nie euer war. Und nur durch Eroberung, die ihr durch Kriege gemacht habt, sagt ihr, dass das euer Land ist.
Und alle verstehen, dass es sicher besser gewesen wäre, dieses Land nicht den Völkern der Welt zu geben. Dann hätte es den Völkern der Welt nicht an Orten gefehlt, wo sie sich niederlassen könnten. Danach entstanden ja andere neue Länder, und der Schöpfer hätte es machen können, dass sie sich nicht an diesem Ort niederlassen.
Aber so war es nicht, sondern zuerst ließen sich hier die sieben Völker und auch andere Könige nieder, und das Volk Israel musste mit ihnen kämpfen und sie vertreiben, und alle Völker der Welt werden gegen das Volk Israel schreien: Ihr seid Räuber, die die Länder der sieben Völker erobert haben. Und wozu die ganze Mühe? Wie Raschi die Erklärung unserer Weisen bringt (Bereshit 1): ‚Und was ist der Grund, dass sie mit „Bereshit" beginnt? Weil Er die Kraft Seiner Taten Seinem Volk verkündet hat, um ihnen das Erbe der Völker zu geben, sodass, wenn die Völker zu Israel sagen: Ihr seid Räuber, dass ihr die Länder der sieben Völker erobert habt, sie ihnen sagen: Die ganze Erde gehört dem Schöpfer, Er hat sie erschaffen und sie gegeben, wem es in Seinen Augen recht war. Nach Seinem Willen hat Er sie ihnen gegeben, und nach Seinem Willen hat Er sie ihnen genommen und uns gegeben'.
Demnach ist die Schwierigkeit: Wozu diese ganze Ordnung, die es gab — dass bevor es uns gegeben wurde, es zuerst den Völkern der Welt gegeben wurde, und erst nachdem sie sich niedergelassen hatten, sagte Er zu uns: Geht und vertreibt sie aus diesem Land, denn Ich habe es Abraham versprochen.
Und auf dem Weg von Zweig und Wurzel kann man die ganze obige Sache erklären. Denn es ist bekannt, dass ‚Land' Malchut genannt wird, die die Wurzel der Geschöpfe ist, die ‚Empfänger mit der Absicht zu empfangen' genannt wird. Und das ist die Wurzel, das heißt der erste Empfänger, genannt ‚Welt Ejn Sof'. Und danach wurden Korrekturen gemacht, das heißt, nicht aus Grund des egoistischen Empfangens zu empfangen, sondern aus Grund, dass der Untere dem Schöpfer geben möchte. Das heißt, dass er möchte, dass der Wille zu empfangen zum eigenen Bedarf bei ihm annulliert werde — das heißt, dass er nicht damit arbeitet, und alle seine Beschäftigung nur darin besteht, dem gesegneten Namen Zufriedenheit zu bereiten.
Und nach dem Obigen ergibt sich, dass auch in der Ordnung der Schöpfung der materiellen Welt es ebenso nach der Ordnung sein muss, wie es in der Spiritualität war — das heißt, dass zuerst dieses Land den Völkern der Welt gegeben wurde, und danach durch Überwindung und Kriege die Völker der Welt aus diesem Land zu vertreiben, sodass das Volk Israel es erobern und das Land der Völker der Welt beerben soll.
Denn die Völker der Welt — ihre Wurzel ist der mittlere Punkt, über dem die Einschränkung war. Das heißt, da der erste Aspekt, der in der Welt herauskam, zuerst Aspekt ‚Empfänger mit der Absicht zu empfangen' sein musste — sonst kann man nicht sagen, dass er sich selbst einschränkt, um nicht zu empfangen. Denn die Sache der Überwindung lässt sich nur dort sagen, wo er einen Willen und ein Verlangen hat zu empfangen, sodass er sich über sein Streben überwindet und Gleichheit der Form möchte.
Daher mussten die Völker der Welt zuerst dieses Land empfangen, so wie die Wurzel, aus der der Wille zu empfangen zuerst herauskam, was die Hauptsache der Schöpfung ist. Und danach lässt sich sagen, dass man dort Korrekturen machen muss. Deshalb, nachdem die Völker der Welt dieses Land empfangen haben," das heißt — ein Mensch, der fühlt, dass er sich noch im Willen zu empfangen befindet, heißt „Völker der Welt". „kamen das Volk Israel und korrigierte das Land, dass alles um des gesegneten Namens willen sein soll. Und das wird ‚Land Israel' genannt, wie geschrieben steht (Ekev, siebter): ‚Ein Land, das der Schöpfer, dein Gott, immer darum bittet, die Augen des Schöpfers, deines Gottes, sind darauf vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres'.
Und man muss verstehen, was geschrieben steht, dass ‚Land Israel' ‚ein Land genannt wird, auf dem die Augen des Schöpfers, deines Gottes, sind, vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres'. Die Bedeutung ist, dass die Vorsehung des Schöpfers darin ist, das heißt gerade im ‚Land Israel'. Doch die Vorsehung des Heiligen, gepriesen sei Er, ist in der ganzen Welt, wie der Dichter sagt: ‚Die Augen des Schöpfers durchstreifen alles'. Und wie können wir sagen, dass Seine Vorsehung nur im Land Israel ist?
Und man kann erklären, dass die Erklärung ist: Was ist ‚Land Israel' — das ‚Land', das schon aus der Herrschaft der Völker der Welt herausgegangen ist und schon in die Herrschaft ‚Israels' eingetreten ist. Das möchte der Vers uns mitteilen und uns ein Zeichen geben, um zu wissen, ob sie sich im ‚Land Israel' befinden oder ob sie noch im ‚Land der Völker' sind.
Und das Zeichen dafür ist, wie geschrieben steht: ‚Ein Land, das der Schöpfer, dein Gott, immer darum bittet'. Der Vers sagt uns, was ‚Land Israel' ist. Dann sagt er, dass wir wissen müssen, dass der Schöpfer immer darum bittet. Und was ist das Ersuchen? Sagt der Vers weiter: ‚Die Augen des Schöpfers, deines Gottes, sind darauf vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres'. Die Sache der Vorsehung des Heiligen, gepriesen sei Er, wird ‚die Augen des Schöpfers' genannt. Deshalb, wenn der Mensch Seine Vorsehung vom Anfang der Zeit sieht, genannt ‚vom Anfang des Jahres', bis zum ‚Ende des Jahres', dessen Erklärung ist: ohne Unterbrechung sieht er die Vorsehung des Heiligen, gepriesen sei Er — das wird ‚Land Israel' genannt.
Anders ist es beim ‚Land der Völker' — das wird genannt, dass nur der Schöpfer weiß, dass Er die ganze Welt im Blick hält, aber die Völker der Welt sehen das nicht. Deshalb gab Er uns ein Zeichen, damit wir wissen, ob wir uns im ‚Land Israel' befinden, oder ob das Land, in dem wir sitzen, noch ‚Land der Völker der Welt' ist.
Demnach zeigt sich nach allem Obigen, dass zuerst die Völker der Welt in dieses Land kommen müssen — das ist ein Hinweis auf den Willen zu empfangen, er wird zuerst auf diesem Ort geboren." Und so müssen wir bei jeder einzelnen Handlung im Land der Völker sein und danach im Land Israel. Land der Völker, Land Israel, sonst unterscheiden wir das eine nicht vom anderen und können nicht verstehen, wo wir uns befinden, in welchem Zustand und welcher Stufe. „Und danach macht man Kriege mit dem Willen zu empfangen und unterwirft ihn der Herrschaft der Heiligkeit, das heißt, dass alles, was er macht, dem entsprechen soll, was der Heilige, gepriesen sei Er, fordert." Dass ich, obwohl ich innerhalb des Willens zu empfangen fühle, über dem an den Schöpfer angehaftet bin, an „es gibt keinen außer Ihm". „Und nun, damit haben die Kommentatoren erklärt, was geschrieben steht: ‚Und es wird sein, wenn du in das Land kommst, das der Schöpfer, dein Gott, dir gibt', dass die Absicht ist, dass der Mensch nicht sagen soll, nach all den Kriegen mit dem Trieb, die er sich jeden Tag überwinden musste — er soll nicht denken, dass es aus seiner eigenen Kraft ist, dass er zu dem gekommen ist, wohin er gekommen ist, sondern der Heilige, gepriesen sei Er, hat ihn diesen Krieg gewinnen lassen. Und das ist die Erklärung von ‚das Er dir gibt'." 01:52:02
Nun, Zvika?
Frage: Schau, er spricht hier... alles, was ich hier gespürt habe...
Rav: Ja. Ich habe gefühlt, dass du ihn so aufisst.
Frage: ...dass er hier viel spricht über die Vorsehung des Heiligen, gepriesen sei Er.
Rav: Sicher. Aber wir haben noch etwas — auch das, was wir machen müssen, ist nur die Vorsehung zu erlangen. Wir können am Schöpfer nichts verändern. Wir können nichts verändern, keine der Erscheinungen, die passieren. Wie Er sie über uns ergehen lässt, das lass. Du gehörst überhaupt nicht dazu, du kannst nichts am Leben verändern. Du bist schon alt genug, um das auch zu verstehen. Ja? Das ist es. Alles geht über dich hinweg.
Sondern, was man von dir verlangen, fordern, einfordern kann — nur wie du das Verhältnis dazu veränderst. Das ist es. Denn wie willst du die Vorsehung des Schöpfers verändern, wenn Er gut und Gutes tuend ist, ewig, es gibt keinen außer Ihm und Er ist vollkommen? Wie wagst du überhaupt zu sagen „Nein, das ist nicht in Ordnung. Ich will, dass es anders ist"? Sondern was ist anders? Dass ich mein Verhältnis verändere vom Unvollkommenen zum Vollkommenen, und dann komme ich zur Anhaftung.
Frage: Also habe ich verstanden, und habe nicht verstanden. Was heißt dann „Vorsehung"? Wirklich, was ist „Vorsehung"?
Rav: Dass der Schöpfer dich durch alle Zustände führt, und du musst die Zustände nur in einer immer mehr und mehr und mehr... dass du verstehst, dass du fühlst, dass du zustimmst, dass du angehaftet bist, dass du wirklich feststellst, dass das „gut und Gutes tuend" ist.
Frage: Ich muss dazu kommen?
Rav: Ja. Auf all deine Ansprüche und Beschwerden, die du jetzt anbringst, dass „nicht in Ordnung", das heißt, dass der Schöpfer nicht in Ordnung ist, wer ist denn sonst da? Es gibt keinen außer Ihm, und Er macht dir alle möglichen Sorgen aus allen Richtungen, aus allen Seiten, du bittest Ihn nur um eine Sache: „Ich bin ein Bösewicht, und ich bitte Dich, mach aus mir einen Gerechten". Was ist „Gerechter"? Dass ich, nicht weil es mir gut gehen soll, sondern weil ich Dich rechtfertigen möchte, dass ich Deine Vorsehung in einer guten Form sehe.
Frage: Das heißt, Er bringt mich auf dem Weg — diesen ganzen Weg bringt Er mich eigentlich, um mich zu überzeugen, dass Er eigentlich gut und Gutes tuend ist.
Rav: Sicher.
Frage: Durch...
Rav: Durch was? Durch Schläge. Bis du nicht offenbarst, dass Er gut und Gutes tuend ist, wirst du Schläge fühlen, und dann wirst du zu Ihm kommen und sagen: „Vielen Dank, dass Du mir all diese Schläge gegeben hast". Sie waren überhaupt nicht gegen mich, sondern gegen denselben Irrtum, den ich jedes Mal falsch gesehen habe.
Frage: ...kommt man wirklich dahin, dass ich mit meinem Einverständnis dahin komme, dass es — trotz dem, was Er mir im Leben angetan hat — gut und Gutes tuend ist?
Rav: Auch darin hast du keine Wahl, du musst dahin kommen.
Frage: Man kommt dahin?
Rav: Ja. Es gibt keine Wahl. Ja. Mach dir keine Sorgen. Alle stehen schon in der ewigen Form, aber sie müssen das in der Tat offenbaren.
Gut, wir... noch eine kleine Frage? Schnell. Lauf.
Frage: Die Kraft, die der Schöpfer gibt, um das Land zu erobern — ist das das Licht, das zum Guten zurückführt?
Rav: Ja.
Frage: Und das Zeichen, um zwischen Heiligem Land und gewöhnlichem Land zu unterscheiden — was ist genau dieses Zeichen, das unterscheidet? Er sagt, das ist das Zeichen, durch das du zwischen Land Israel... unterscheidest.
Rav: Im heiligen Willen fühlst du das Heilige, die Eigenschaft des Gebens und der Liebe, die „Schöpfer" genannt wird, die in der Welt weilt, die jetzt verhüllt ist. Das wird „verhüllter Schöpfer" genannt. Wir sagen der ganzen Welt: Wir müssen noch eine Kraft offenbaren außer der negativen Kraft, dass „Ich den bösen Trieb erschaffen habe", der in der Welt weilt, herrscht nur der böse Trieb. Kommt, wir bringen in diese Welt auch den guten Trieb, die Kraft des Gebens und der Liebe, die der Schöpfer ist. Uns fehlt gar nichts — nur diese eine zusätzliche Kraft zu bringen, und die beiden Kräfte werden sich ausbalancieren, und wir sind in beiden einbezogen — dann werden wir „Adam" (Mensch) genannt.
Das ist unsere ganze Arbeit, und so müssen wir unsere Unabhängigkeit sehen — darin, dass wir den ganzen Willen zu empfangen und den ganzen Willen zu geben erwerben und uns zwischen beiden befinden. Dann kommen wir wirklich zur Unabhängigkeit.
Ja. Und langsam gehen wir zum nächsten Teil über.
(Ende des Unterrichts)