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19 - 20 Mai 2026

Lesson 119. Mai 2026

Rabash. Artikel 24 (1986) (15.10.2002)

Lesson 1|19. Mai 2026
To all the lessons of the collection: Rabash. Artikel 24 (1986). 24 (1986)

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Morgenunterricht 15.10.2002

Buch „Schriften Rabashs", Band 1, Artikel „Der Unterschied zwischen Wohltätigkeit und Geschenk"

Rav: Wir haben den Artikel „Der Unterschied zwischen Wohltätigkeit und Geschenk" gelesen, „Schlawej HaSulam", Band 3, Wochenabschnitt „Dwarim", „Ki Teze", Seite 155.

Die ganze … ist, wie baut sich der richtige Mangel auf? Der richtige Mangel baut sich durch die Anstrengung auf. Das heißt, dass am Anfang sogar kein Mangel da ist, und die Hauptsache ist nicht, dass kein Mangel da ist – vielleicht gibt es einen, aber nicht den richtigen Mangel für die wahre Sache, für das, wonach man sich wirklich sehnen muss, ja? Langsam, langsam durch die Anstrengung, dass der Mensch Kräfte investiert – wenn er die Kräfte gibt und gerade keinerlei Gegenleistung bekommt, die Investition und keine Gegenleistung, noch eine Investition keine Gegenleistung, und noch eine Investition und keine Gegenleistung, jedes Mal ändert sich der Charakter, die Art der Investition, und die Art der ausbleibenden Reaktion ändert sich, bis der Mensch einen richtigen Mangel zum richtigen Ziel hin spürt. Und das nennt man, dass sich in ihm MaN ausgestaltet hat.

Am Anfang war er „sehnsüchtig nach Spiritualität" in Anführungszeichen sozusagen, ja? Er wusste nicht, was Spiritualität ist, und die Sehnsucht war dementsprechend auch so allgemein, lose, unbekannt. Plötzlich wird er von hier, von dort geworfen, von Zustand zu Zustand, von Gedanke zu Gedanke, er hat die Körperlichkeit und die Spiritualität an alle möglichen Dinge gehängt, es änderte sich, was Spiritualität heißt, was Körperlichkeit ist.

Und so, langsam, langsam, durch eine ganz reale Instabilität, durch Bemühungen, dadurch, dass er entschieden hat, dass er es nicht weiß, aber „alles, was in deiner Hand ist zu tun, das tue" – er macht die Bemühungen, langsam fangen sie an, klarer zu werden. Der Blickwinkel wird schärfer auf irgendein Konzept von „um zu geben", oberhalb dieser Welt, das wirklich zum Geben gehört, zum Schöpfer, zum Gegenteil dessen, was er hat. Stattdessen – vorher war das gar nicht da, es ist nicht wichtig, dass es das Gegenteil war, und das… einfach er will, nicht Spiritualität. Er spürt noch nicht, dass hier irgendein Widerspruch ist zwischen Spiritualität zu wollen und so zu sein wie er jetzt ist, sondern er will Spiritualität, und das war's. Er verbindet die Spiritualität noch überhaupt nicht mit der Eigenschaft des Gebens, die das Gegenteil von ihm ist. 3:41

Und dann, langsam, langsam, bis dieser Mangel die richtige Gestalt bekommt – das sind Jahre, bis es MaN wird. Und wenn es MaN wird, dann bekommt er sicher gleich die richtige Antwort, das heißt, der Höhere hebt ihn so „auf Adlerflügeln", wie man sagt, auf eine wirklich höhere Stufe. Die Vorbereitungszeit ist beendet, er hat sich an ACHaP des Höheren angepasst, und dann tritt er ins Gefäß ein, das MaN erhebt, und das war's, weiter passieren mit ihm spirituelle Handlungen.

Also diese ganze Zeit, in der er sich damit beschäftigt hat, Kraft und Energie und Gedanken zu investieren, um zur Spiritualität zu kommen – das ist nicht eine Zeit, die er einfach so verschwendet hat, sondern das war für ihn notwendig, um zu klären, wonach er sich genau sehnen muss.

Ja.

5:19

Schüler: Also was bedeutet das, kann man sagen, dass das die Methode ist, dort zu investieren, wo es keine Gegenleistung gibt?

Rav: Dass der Mensch die Kräfte investiert, und es scheint ihm, dass es darauf keine Gegenleistung gibt – gerade das, dass es darauf keine Gegenleistung gibt, aber er fühlt, dass es keine Gegenleistung gibt. Wenn er fühlen würde, dass er sozusagen vorankommt und es gut ist und alles ganz in Ordnung ist – wenn er so fühlt, ist das wirklich kein gutes Zeichen. Das ist kein gutes Zeichen, das heißt, dass er keine Anstrengung gibt.

Bei wahrer, richtiger Anstrengung, dass er wirklich zum Ziel kommen will, in Richtung des Ziels – er weiß es nicht, aber er drückt sozusagen an der richtigen Stelle, das heißt, dass er keine Gegenleistung bekommt: in Ehre, in Herrschaft, in Geld, in irgendwelchen Verlockungen, egal worin, in irgendwelchen Geschenken, in irgendeiner Bezahlung dieser Welt. Wenn er wirklich Anstrengung in Richtung des Ziels macht, und nicht darauf, in dieser Welt etwas mehr zu verdienen, dann bekommt er das Gefühl, dass er keine Gegenleistung für seine Anstrengung hat.

Und das ist das beste Zeichen – dass man ihm das ganz bestimmt gibt, um ihn noch schärfer, noch genauer auf das Ziel auszurichten, in ihm das Verständnis der Definition zu wecken, was Spiritualität ist, was das Ziel ist, an das er denken soll. Das heißt, die richtige Antwort auf Anstrengung, die gute Antwort auf Anstrengung ist Verzweiflung, Kraftlosigkeit, Orientierungslosigkeit.

Denn Verzweiflung, Kraftlosigkeit und Orientierungslosigkeit – wann kommen die zum Willen zu empfangen? Wenn er in einen fortgeschritteneren Zustand kommt, wenn er keine Erfüllung bekommt. Und er bekommt noch weniger Erfüllung als er dachte zu bekommen – dann ist das ein Zeichen, dass er aus seinem Zustand noch ein Tröpfchen Richtung Spiritualität vorangekommen ist. Wenn ich im Willen zu empfangen von Zustand zu Zustand fühle, dass es immer schlimmer und schlimmer wird, ist das ein Zeichen, dass ich Richtung Spiritualität vorankomme, dass der Wille zu empfangen immer weniger zufrieden damit ist.

8:24

Schüler: Warum kann es nicht so sein, es gibt viele Menschen, die so nicht leben, sondern…

Rav: Es gibt viele – oh schön, warum bin ich mir so sicher – es gibt viele Menschen, die sich jedes Mal, jeden Tag selbst kaputter fühlen, ja? Ich bin mir nicht so sicher. Das schöne Zeichen liegt darin, dass das kommt, erstens, als Gegenleistung für die Anstrengung, und zweitens, wenn es mich nicht verzweifeln lässt und ich die Handlung fortsetze.

Schüler: Wie der Tod.

Rav: T-t… woher weiß ich, dass die Verzweiflung, die Kraftlosigkeit, mir reicht's und Verärgerung und ich bin wirklich in einem Zustand, du weißt schon, entweder völlig tot, oder dass ich tot bin und gleichzeitig den Schöpfer beschuldige? Woher weiß ich, dass dieser Zustand als Ergebnis der Investition der Kräfte fürs Ziel kommt? Wenn meine Verzweiflung zielgerichtet ist. Dass ich mit ihr zusammen trotzdem weitergehen kann, mich an den Schöpfer wenden kann, und ich mit ihr zusammen mehr spüre, was Spiritualität ist, in welchem Maße ich das Gegenteil von ihr bin.

Das heißt, jeder unserer Zustände besteht aus zwei Gegebenheiten – aus dem Gefäß und aus dem Licht. Also, wenn ich in den schlechten Zuständen diese beiden auf die richtige Weise spüre, ist das ein Zeichen, dass ich auf dem Weg bin, dass meine Verzweiflung nicht einfach nur Faulheit ist, und es ist nicht so, dass ich etwas aus dieser Welt nicht bekommen habe, deshalb bin ich verzweifelt – warum habe ich nichts von Ehre, warum habe ich nichts von Herrschaft – sondern dass meine Verzweiflung wirklich daher kommt, dass ich das Ziel nicht erlangt habe, und das Ziel heißt „um zu geben", und ich habe entdeckt, dass ich noch viel weiter davon entfernt bin, und der Schöpfer ist wirklich noch viel mehr „um zu geben" als ich dachte.

Wir werden noch darüber sprechen. Vorerst genug.

Ja.

Schüler: Darf ich etwas aus dem Artikel?

Rav: Hören wir.

11:57

Schüler: Das Gleichnis, das er über Hillel den Älteren mit dem Armen gibt, dass er ein Pferd nahm, um vor ihm zu reiten, und einen Diener, der vorlief, und ein Pferd, um darauf zu reiten, und einen Diener, der vor ihm lief – und wenn wir über die Sache der Arbeit sprechen, was heißt da „verarmter Sohn aus gutem Hause", und was heißt „Pferd, um darauf zu reiten", und was heißt „Stein", und die ganze körperliche Umgebung dieses Gleichnisses – aber wirklich…

Rav: Ich weiß nicht, die Körperlichkeit, die Spiritualität – das ist nicht so ein Unterschied, wie wir denken, dass es in der Körperlichkeit und in der Spiritualität ist. Körperlichkeit heißt „um zu empfangen", Spiritualität ist „um zu geben" – das ist der wahre Unterschied, ja?

Also was ist Körperlichkeit und Spiritualität? Er spricht über die Sache der Festlegung des Zustands, dass wenn es ein Mensch ist wie bei Hillel, der an irgendein bestimmtes Niveau gewöhnt ist – weniger als dieses Niveau heißt Leiden. Und wenn er nach seinem Niveau lebt, heißt das bei ihm Norm, und Erfüllung bis zum gewohnten Zustand heißt nicht, dass das Luxus ist, und… das heißt noch nicht Mangel.

Das heißt, den Mangel zu entdecken… ich habe es schon gesagt, nu.

Schüler: Wie bringen wir all diese Dinge…

Rav: Was kümmert dich das Gleichnis?

Schüler: Ich habe nicht… wie bringt man all diese Dinge hinein, denn auch in uns ist es nicht so, dass ich jedes Mal dasselbe spüre. Jedes Mal gibt es andere Dinge, die mir scheinen, dass ich sie brauche, und das… und einmal schien mir etwas anderes. Wie bringen wir all diese Dinge in uns hinein, wie sehe ich aus mir heraus wirklich verschiedene Zustände, in denen das jetzt so war und das jetzt Luxus ist, oder einmal ist es ein echter Mangel oder…

Rav: Der Mensch verändert sich jeden Augenblick, weil das Höhere Licht in absoluter Ruhe ist und auf das aktuelle Reshimo wirkt, und jedes Reshimo ist sehr großartig, es enthält in sich eine Menge an Einzelheiten. Was heißt eine Menge an Einzelheiten? Denn das Reshimo ist insgesamt all das Gegebene aus dem Zustand, der einmal war, vor dem Zerbrechen und nach dem Zerbrechen, in allen Eigenschaften des spirituellen Gefäßes.

Dass die kleinste Verbindung am kleinsten Schirm auch in sich 25 Parzufim enthält. Das heißt, auf jeder Unterscheidung gibt es noch fünf Parzufim, verstehst du? Auf jede Unterscheidung, was im Gefäß ist – das sind sozusagen fünf Dimensionen auf jeder Dimension. Und…

Das heißt, das ist eine so vollständige Sache, dass wenn du sie klärst, daraus ein Mensch geboren werden muss. Ein vollständiger Mensch mit allen Organen und Sehnen und dem ganzen System, das miteinander verbunden ist, wie auch immer, alles. Du klärst – es scheint dir, irgendein kleines Reshimo. Nein, du klärst schon ein System und wie es sich verhält. Kurz gesagt, es scheint uns, ach, der Eintritt in die Spiritualität – irgendein Punkt, man geht durch. Aber im Durchgehen ist alles enthalten. Sicher unterscheidest du nicht alle diese Unterscheidungen, aber das unterscheidest du nicht – im Unterbewusstsein müssen alle diese Unterscheidungen über dich gehen. Und deshalb ist unser Weg, diese Strecke, bis wir in die Spiritualität eintreten, so lang. Du gehst unbewusst über alle Unterscheidungen, die es im Körper der Seele gibt. Nur nicht auf klare Weise, so verborgen, aber du gehst sie durch.

Wie wenn du im Zug fährst mit einer Million Stationen, aber es ist dunkel, du siehst nicht, was draußen ist, aber du fährst und hältst, fährst und hältst, hältst, hältst. Was passiert? Du weißt es nicht. Wo? Weißt du nicht. Du fühlst nur, dass du fährst. Und du machst Anstrengung, um zu fahren, und nichts klärt sich, sozusagen derselbe Weg, nichts außerhalb des Zuges ändert sich, nur Dunkelheit und Dunkelheit und Dunkelheit und Dunkelheit. Aber du gehst über alle Stationen, über alle Einzelheiten. Verstehst du?

Ja.

17:33

Schüler: Worauf muss der Mensch sich ausrichten? Die Station – worauf muss man sich ausrichten…

Rav: Du musst dich jedes Mal auf das Ziel ausrichten, soweit du es mehr spürst, jedes Mal sozusagen genauer. Er weiß nicht genauer, weniger genau, aber wenn er es spürt, dann…

Schüler: Heißt das, „um zu geben" – ist das das Ziel?

Rav: Letztendlich ist es „um zu geben", ja. Aber er weiß nicht einmal, was es heißt „um zu geben" zu sein – er sieht sich nur jedes Mal niedriger, weiter entfernt, egoistischer, schwächer. Es reicht ihm mehr, keine Energie und Kraft, denn die Gefäße füllen sich nicht. Gerade das Gegenteil – er fühlt fehlende Erfüllung, er fühlt, dass es letztendlich weiter entfernt ist von der egoistischen Erfüllung, die er vorher dachte. Was heißt „und sie stöhnten von der Arbeit"? Auch vorher waren sie in dem Zustand, nur jetzt hat sich ihnen mehr enthüllt, dass das völlig Arbeit ohne Bezahlung ist mit den Gefäßen, die sie haben. Die Bezahlung wird in anderen Gefäßen kommen.

18:43

Schüler: Also bei einem Menschen sind das am Anfang sozusagen einfach Gedanken, alle möglichen Gedanken.

Rav: Langsam, langsam ändern sich die Gedanken und die Verlangen und die Definitionen, was bin ich und wer ist die Spiritualität, und alle Einzelheiten, die es in all diesen Unterscheidungen gibt – sie ändern sich. Die Unterscheidungen ändern sich. Ich, vor allem das „Ich" zu definieren und den Schöpfer zu definieren – jedes Mal definiere ich anders, richtiger, wahrer. Und wenn ich das wahrer mache, dann kommt zu mir eine solche Erkenntnis des Bösen – wo ich bin, und wo der Schöpfer ist, und was ich haben werde.

Das heißt, je mehr der Mensch investiert – die Formel ist einfach: je mehr ich investiere und das Gefühl habe, dass ich immer mehr nicht bekomme, entsprechend der Investition fühle ich, dass ich nichts bekommen habe, mehr Investition, mehr nicht bekommen – dann kommt als Folge davon ein richtigerer Mangel, der schließlich „MaN" heißt.

Schüler: Ist es nicht so, dass die ganze Arbeit innerhalb des Ziels, dass der Mensch versucht hineinzukommen, so viel wie möglich gegenüber seinen Freunden zu geben?

Rav: Gegenüber den Freunden – die Verzweiflung und die Investition der Kräfte und das Fehlen einer Gegenleistung – das ist noch schlimmer. Denn wenn er die Verbindung mit den Freunden tatsächlich erfolgreich durchführen würde, würde er sich damit begnügen. Kurz, letztendlich, der Mensch hat nichts, wovon er Gegenleistung bekommen kann, nur vom Schöpfer.

21:06

Schüler: Es gibt noch Freunde, kann ich etwas fragen? Wir sagen die ganze Zeit, dass der Mensch eine bessere Umgebung wählen soll. Ja? Das heißt, sagen wir, eine Umgebung zu wählen, die ihm mehr die Größe des Ziels beiträgt und das alles. Also einerseits denkt der Mensch, er muss die ganze Zeit Menschen wählen, die ihm so erscheinen, dass sie ihn dorthin bringen können, die ihm so erscheinen, dass sie fortgeschrittener sind, andererseits – was macht man mit Freunden, die sozusagen so wirken, als wären sie weniger fortgeschritten. Sagen wir, sie kommen, sagen wir, einen Tag in der Woche, oder solche, die man langsam unterstützen muss, also was, die lassen wir sagen wir, weil das sozusagen eine Wahl einer weniger guten Umgebung ist.

Rav: Und es gibt Menschen, die jeden Tag kommen, die sich selbst investieren, ich sehe ihre Investition – also will ich mich gerade mit ihnen verbinden. Es gibt Menschen, die weniger investieren, einmal in der Woche kommen – und lohnt es sich, sich mit ihnen zu verbinden? Was kann ich von ihnen bekommen, nur Schwäche, ich werde auch anfangen, einmal in der Woche zu kommen wie sie, oder was?

Was ich von den Freunden bekomme, von der Umgebung, von dieser Welt, vom Schöpfer – das hängt davon ab, wie ich mich zu all diesen Dingen verhalte, und nicht davon, was sie selbst sind. Wenn ich auf den Freund schaue, der einmal in der Woche kommt, aber ich schätze ihn so ein, dass das ist, was der Schöpfer ihm gegeben hat, und er kommt und ist trotzdem bereit und hat einen Willen und so weiter – wenn ich ihm das wenige schätze, das in ihm ist, dann kann das freilich nicht wenig sein.

Denn was – wenn ich die ganze positive Sache, die in ihm ist, so schätze, dass das ist, was der Schöpfer ihm gibt, der Schöpfer gibt ihm – das heißt, das ist eine Eigenschaft, die aus der Pflege des Schöpfers in ihm kommt, dann verhalte ich mich zum Anteil des Schöpfers in ihm und vergrößere diesen Anteil. Also das kann beim kleinsten Menschen sein, beim schwächsten oder beim neuesten in der Gemeinschaft, und davon begeistert sein kann ich. Das heißt, das hängt überhaupt nicht vom Menschen selbst ab. Das hängt davon ab, wie sehr ich in der Lage bin, die richtige Wertschätzung zu machen.

Aber sicher fängt man damit an, dass man Menschen sieht, die investieren, also schließt man sich ihnen an, will ein bisschen näher zu ihnen sein, weil das trotzdem leichter ist, das ist klarer, das ist sozusagen sicher. Aber die Größe der Begeisterung von jemandem hängt von der Größe deines Gefäßes ab, nicht von seiner wahren Größe. Wenn er irgendeinen Funken des Schöpfers hat, dass er ihn voranbringen will, dass er in ihn investiert, dann reicht mir das, um von ihm das zu bekommen, was ich brauche – Begeisterung und Erhebung.

24:27

Schüler: Also gibt es sozusagen keinen wirklich wahren Zustand, sondern nur im Verhältnis zu dir, wie du den Zustand siehst, und je mehr du verstärkst…

Rav: Das heißt, es gibt keinen wahren Zustand, den man nach irgendeinem konstanten, objektiven Maßstab messen kann, sondern alles wird gegenüber dem Menschen gemessen – dass der Mensch misst. Wer sagt denn, dass es so oder so ist? Der Mensch, immer der Mensch. Gibt es jemanden, der nicht ein Mensch ist, wenn er mir sagt, dass es so und so ist? Die Maßstäbe sind immer meine.

Aber wenn man in die Spiritualität eintritt, dann bin ich schon in der Erlangung, dass ich erlange – ich weiß schon, was ich erlange, wo ich bin, wo dieser Ort ist, wo ich jetzt bin, was dieser Ort ist, aus welchen Dingen er besteht, was in ihm ist. Dadurch, dass ich fühle, weiß ich auch, was ich fühle. Ich bekomme Definitionen, ich bekomme Verständnis, wie das heißt. Ich sehe alle möglichen Dinge, ich habe sie nie gesehen, aber sofort: „Oh, das ist das", „Ah, das ist das". „Oh, das ist das?" Ich weiß, wie das ist. Denn die Erlangung ist auch Verständnis. Das Verständnis des… Und dann offenbart sich mir auch… die Sprache der Zweige offenbart sich.

Ich brauche niemanden, der mir in der spirituellen Welt übersetzt, ja? Dass ich irgendeine Art Übersetzer habe – das neue Gefühl mit Sprache, das neue Gefühl in der spirituellen Welt mit alter Sprache in jener Welt, der körperlichen. Ich brauche das nicht. Brauche keinen Übersetzer.

Schüler: Also wird sozusagen das Bild des Zustands wirklich so, wie es ist – wahrhaftig, in diesem Zustand in der Spiritualität, dass man eintritt in… sogar…

Rav: Wahrheit heißt, dass ich mit meinen richtigen Gefäßen messe. Aber sie sind meine.

In Ordnung?

(Ende des Unterrichts)