Tägliche Lektion18. Juni 2002

Rabash. Art. 16 (1987). The Difference between the Work of the General Public and the Work of the Individual

Rabash. Art. 16 (1987). The Difference between the Work of the General Public and the Work of the Individual

18. Juni 2002

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Morgenunterricht vom 18.06.2002

Aus dem Buch „Schriften des Rabash“, Band 1
Artikel: „Der Unterschied zwischen der Arbeit der Allgemeinheit und der Arbeit des Einzelnen“

Rav: Ein Artikel aus dem Wochenabschnitt „Emor", aus den Stufen der Leiter (Schlavej haSulam), Band 2, Seite 121: „Der Unterschied zwischen der Arbeit des Allgemeinen und der Arbeit des Einzelnen". Der Unterschied ist wirklich groß, buchstäblich wie zwischen Himmel und Erde. Wie zwischen — was ist ein Tier? Ein Tier, für das es kein Ziel der Schöpfung gibt. Es steigt nicht auf; so wie es geboren wurde, so stirbt es. Seine ganze Aufgabe ist es, dem Menschen zu dienen. So ist die Stufe des Tieres, auf der sich die ganze Welt befindet — sogar „Lo LiShma" befindet sich auf dieser Stufe. Das heißt: „Lo LiShma" ist schon ein Mensch, der Tora lernt und die Tora und die Gebote in all ihren Einzelheiten und Feinheiten erfüllt, wie es geschrieben steht — nur dass er weder beim Lernen noch beim Erfüllen der Gebote noch überhaupt, während er lebt und atmet, darum besorgt ist, dass dem Schöpfer daraus ein Nutzen entsteht. Das ist „Lo LiShma".

Das heißt: Bis zur eigentlichen Stufe „LiShma" durchläuft die Menschheit wirklich alle Zustände, in Tausenden von Jahren, in denen sie sich entwickelt, ganz ohne Wissen, was ein Schöpfer ist. Ab Awraham, unserem Vater, begann dann auch das äußere Erfüllen von Tora und Geboten — zusammen natürlich mit dem inneren Erfüllen von Tora und Geboten. Und in all diesen Jahren — Awraham, unser Vater, das ist etwa 1500 nach der Schöpfung, glaube ich, bis heute — gelten alle, die zwar Gebote erfüllen, aber ohne die Absicht zu geben, also ohne Schirm; alle, die noch nicht durch den Machsom in die geistige Welt hinausgehen, als „Tier". 02:36

Auch darin gibt es sicher viele Veränderungen, Zustände und Stufen. Dementsprechend sehen wir in der Tierwelt dieser Welt, wie viele Arten es gibt — von den Läusen, den kleinen Wesen, bis zu den großen Tieren, in allen möglichen Arten und Formen, ja. Und all diese Dinge sind wie eine Abbildung der Eigenschaften und Formen, die es im Inneren des Menschen gibt, der sich auf der Stufe des Lebendigen befindet. „Lo LiShma" heißt „Tier". Und die ganze Öffentlichkeit, einschließlich der heiligen Öffentlichkeit, gilt ebenfalls noch als Stufe „Tier". Den Unterschied bestimmt schon der Schirm: Entweder sind meine Absichten nach innen gerichtet — das heißt Ehrfurcht dieser Welt, Ehrfurcht der kommenden Welt, Ehrfurcht vor Lohn und Strafe. Oder es gibt eine Ehrfurcht darum, wie viel und wie ich Ihm geben kann — also eine Ehrfurcht, die nicht mehr nach innen gerichtet ist, sondern nach außen, außerhalb meiner; und außerhalb meiner, das ist nur „Es gibt niemanden außer Ihm". Und dann wird der Mensch von der Stufe des Tieres zur Stufe des Menschen geboren.

Alle hören durchaus, dass die Hauptsache das Lernen „LiShma" ist; das Problem ist nur, dass man nicht weiß, was „LiShma" ist. Ich erinnere mich: Als ich anfing zu lernen, bekam ich in Rechovot allerlei Unterricht in der Gemara, ich saß da und lernte auch abends. Damals erzählte man mir, der Unterschied zwischen „LiShma" und „Lo LiShma" sei, dass Nichtjuden „Lo LiShma" lernen — auch sie nehmen ja unsere heilige Tora und machen etwas Eigenes daraus, nicht wahr — und der Jude, der lernt, lernt „LiShma". Der Jude kann nicht „Lo LiShma" lernen. Und so steht es tatsächlich geschrieben. Ein Jude, der zu irgendeinem Maß der Vereinigung mit dem Schöpfer kommt, lernt gewiss „LiShma". Das ist sein Maß an „LiShma" — je nachdem, wie sehr er sich mit dem Schöpfer vereint, ja, durch einen Schirm. Und der Nichtjude befindet sich gewiss noch in „Lo LiShma", das war's. 05:29

Es geht darum, wie man es auslegt. Das Ziel — wirklich nur dieses Ziel, in „LiShma" oder „Lo LiShma" zu sein — kann uns tatsächlich die Wichtigkeit der Weisheit der Kabbala nahebringen. Denn ohne das Heranziehen des Oberen Lichts, das wir durch das Lernen der Kabbala während des Lernens erlangen, ohne das Heranziehen des Umgebenden Lichts, kann der Mensch nicht von der Stufe „Lo LiShma" zu „LiShma" kommen — einen Schirm zu erwerben, statt Tier ein Mensch zu sein. Und es gibt kein anderes Mittel. Das ist im Grunde der ganze Artikel, denke ich. Ja, Zion.

Schüler: Der Rav hat gerade gesagt, dass ein Mensch erst, nachdem er den Machsom überschreitet, anfängt, ein Mensch zu sein. Er fängt also an zu sein…

Rav: Ein Mensch, der den Machsom überschreitet — das heißt, er hat eine Absicht zu geben erworben, wenn auch vielleicht die allerkleinste, aber das nennt man „den Machsom überschritten". Es ist kein Machsom wie eine Schranke, an der du auf der Straße vorfährst und siehst „noch 200 Meter" — oder wann das Schild dort steht, weiß ich nicht mehr, ich habe vor vierzig Jahren den Führerschein gemacht — und dann hebt sich die Schranke und du fährst durch. In der Geistigkeit erwirbst du das Maß von „Lo LiShma" zu „LiShma", ja, das allerkleinste Maß an Absicht zu geben. Diese Umkehr nennt man „du hast den Machsom überschritten", das war's. Also, was fragst du?

07:30

Schüler: Im letzten Abschnitt schreibt er, dass es am Anfang, wenn man gerade geboren ist, noch ein Zustand der Verhüllung ist und man einen umgekehrten Wert sieht — dass man eigentlich rückwärts geht. Das heißt, all das, wovon wir in unserem jetzigen Zustand sprechen — er sagt, das gilt schon als „Mensch".

Rav: Das ist der Anfang von „LiShma", das, was wir vor dem Machsom durchmachen — das nennt man „Zeit der Vorbereitung". Sieh mal: Von einem Schirm kann noch keine Rede sein, aber es gibt trotzdem schon ein Verhältnis — es beginnt schon ein Verhältnis zu meinem Zustand aus einem Punkt im Herzen heraus. Was heißt der Eintritt in die Zeit der Vorbereitung? Tausende von Jahren war ich in Wiedergeburten, ein Tier in jeder Hinsicht. Jetzt habe ich ein Erwachen von oben empfangen — das heißt, es ist ein „Punkt im Herzen" in mich eingetreten, ein „Punkt im Herzen" hat sich in mir enthüllt. Das heißt: Außer dem Herzen — das ist der Wille zu allen möglichen Genüssen in dieser Welt — habe ich jetzt auch einen Willen, an der Geistigkeit Genuss zu haben.

Zwar ist der Wille zur Geistigkeit noch egoistisch, eingekleidet in die Absicht zu empfangen, aber er kommt schon aus der Geistigkeit. Und in ihm gibt es auch eine Art Empfindung des Umgebenden Lichts, die schon eine Anmut der Heiligkeit mit sich bringt — das heißt, die schon etwas mit sich bringt, dass es etwas von „um zu geben" gibt. Ich weiß nicht, was „um zu geben" ist, ich weiß überhaupt nichts, aber es gibt mir eine Art Empfindung von Wahrheit und Lüge, so etwas. Und wenn ein Mensch früher nur aus seinem Herzen heraus auf die Welt geblickt hat — wie er ergreifen und genießen kann —, so blickt er jetzt auch manchmal aus dem Herzen, manchmal aus dem Punkt im Herzen; und dann wird er mal hierhin, mal dorthin geworfen, ja: ein Wechsel der Zustände, ein Wechsel der Stimmungen.

Wenn er nun aus dem Punkt im Herzen blickt und anfängt, sich selbst zu kritisieren, dann denkt er schon von sich, dass er ein Tier ist; und aus dem Punkt im Herzen versteht er schon ein bisschen, ansatzweise, was ein Mensch ist — aber das ist noch keine Geburt. Eine Geburt beginnt erst mit dem tatsächlichen Erwerb des Schirms, mit einer Grobheit des Verlangens der Wurzel, die zu entstehen beginnt. Bei uns aber beginnt schon die Vorbereitung darauf. Auch die Zeit der Vorbereitung hat viele Phasen. Man kann sie nicht klar in einzelne Phasen aufteilen, wirklich Phase für Phase — nur ungefähr, ja. Aber das ist noch keine Geburt. Das ist Vorbereitung.

Was heißt Geburt? Selbst das, was ich „nach dem Machsom" nenne, ist auch noch keine Geburt: Dort gibt es nur den Eintritt des Samens in den Schoß der oberen Mutter (Ima Ila'a), die sogenannten drei Tage der Aufnahme, und so weiter. Dort beginnen die neun Monate der Schwangerschaft, in denen der Mensch sich selbst so empfindet, dass er sich in der Welt des Schöpfers befindet, und anfängt, einen Schirm zu erwerben, um sich diesem gegenüber aufzuheben. Das heißt, dass alles, was er empfängt, um zu geben sein wird, ohne seinen Willen zu empfangen zu berühren. Aber trotzdem geben wir auch den früheren Zuständen — die der Geistigkeit gegenüberstehen, ihr ähneln — solche Namen. Das ist trotzdem die Entwicklung des Punktes im Herzen, der später, am Machsom, einen Schirm empfängt. Nun…

11:25

Schüler: In der Phase der Vorbereitung jetzt — gibt es die Momente, in denen der Mensch wirklich, sein Wille ist quasi zur Geistigkeit hin, oder sogar mit einer Hülle … mit dem Schöpfer — ist das die Anmut der Heiligkeit?

Rav: Der Wille zur Geistigkeit teilt sich in der Zeit der Vorbereitung in zwei Willen. Es gibt dort den Willen, in der Geistigkeit für mich selbst zu genießen, und es gibt trotzdem einen Willen, dem Schöpfer Genuss zu bereiten. Ein kleines bisschen, das gibt es auch. Das heißt — nein — sagen wir: neunundneunzig Prozent „Lo LiShma" und auch ein Prozent „LiShma". Zwar ist das kein „LiShma" durch einen wirklichen Schirm, aber etwas, ja. Das geht noch alles auf Kosten des Oberen. Der Obere hält mich in einem solchen Zustand. Nicht dass ich schon einen Schirm hätte. Hätte ich einen Schirm, könnte ich diese Eigenschaft schon wirklich benutzen. So aber verschwindet sie, so… Ja.

12:23

Schüler: In jeder Phase eigentlich, aber wenn man das noch einmal durchläuft, verschwindet es und kommt wieder, es verschwindet und…

Rav: Jedes Mal ändern sich diese Unterscheidungen — LiShma und Lo LiShma, dem Schöpfer gegenüber und dieser Welt gegenüber — ständig, je nach den Umgebenden Lichtern, die aus der Welt Azilut auf mich herabkommen. In der Welt Azilut befinde ich mich sowohl in einem korrigierten Zustand als auch im verdorbenen Zustand und in allen Zuständen dazwischen. Dort befinde ich mich im Potenzial. Das Obere Licht, das aus der Unendlichkeit durch die Welt Azilut herabkommt, macht darin gleichsam ein Scanning, eine Art Abtastung — wie soll ich sagen?

Schüler: Abtastung.

Rav: Abtastung. Verstehst du? Durch all diese Zustände hindurch, meine Wurzeln in der Welt Azilut, vom kleinsten Zustand nach und nach bis zum größten. Und dementsprechend empfange ich Umgebende Lichter, die sich verändern. Und jedes Mal, je nachdem, was es dort durchläuft, durch welche meiner potenziellen Zustände, verändere ich mich hier tatsächlich — und ich weiß nicht, wie ich mich verändern soll. Ich verändere mich, das war's.

Nach dem Machsom beginnt der Mensch, der einen Schirm zu erwerben beginnt, sich mit diesen Veränderungen zu identifizieren. Er will sie. Er beginnt, sie zu verstehen und zu erkennen. Er beginnt sogar, sie zu erwarten — so sehr, dass er schon im Voraus gleichsam denkt: „Jetzt will ich es so machen", und es dann tatsächlich so macht. Er beginnt so sehr, die Gedanken des Heiligen, gesegnet sei Er, zu erkennen und sich mit ihnen zu identifizieren, sodass sein Gedanke, sein Wille und der Wille des Schöpfers wirklich als eins kommen. Das nennt man wirklich „LiShma". In unserem jetzigen Zustand wissen wir also gewiss nicht, wie wir uns verändern, aber wir müssen glauben, dass wir uns entsprechend unserer Wurzel in der Welt Azilut verändern.

Das Tempo hängt von uns ab. Es hängt von unserer Erkenntnis ab, von unserem Zustand. Das hängt von uns ab. Aber die Veränderung der Zustände selbst hängt nicht von uns ab. Doch meine Erkenntnis verändert auch meine innere Empfindung. Verstehst du? Entweder bekomme ich Schläge, oder ich empfinde diese Schläge nicht als wirkliche Schläge, sondern als eine Kraft, durch die ich in die Korrektur eintrete. Verstehst du? 15:29

Die Einschränkungen können angenehme Einschränkungen sein. Wenn das Ziel vor mir ist, dann trete ich mit Kraft in diese Röhre ein, aber mit Freude, dass ich zu etwas komme. Und wenn ich das Ziel nicht vor mir sehe und man mich in irgendeine Röhre steckt, dann ist das für mich der Tod. Verstehst du? Das heißt: Die Erkenntnis, die Eigenarbeit des Menschen, verändert dieselbe Handlung, die man von oben mit ihm macht, in der Empfindung von einem Ende zum anderen. Aber als Folge davon ist es nicht nur meine innere Empfindung — also ob ich mich gut oder schlecht fühle — und nicht nur das Tempo. Auch der Inhalt verändert sich, denn dann empfange ich aus diesen Zuständen Lichter, verstehst du? Für mich wird die Welt dadurch eine andere. Es ist schwer zu erklären, wie sehr unser verständiges und eigenständiges Eingreifen darin — dass auch wir es wollen — das ganze Bild verändert. Zwar kommt bei den Zuständen von oben quasi dasselbe herab. Von unten aber bestimmst du wirklich alles. Ja.

16:59

Schüler: Wie kann man „LiShma" in unserem Zustand einbinden, wenn wir sagen, dass wir zum größten Zustand von „Lo LiShma" kommen sollen — der „mich nicht schlafen lässt", der ganze…? In diesem Zustand wird man ja hinübergeführt.

Rav: Wie führt man uns von Lo LiShma zu LiShma hinüber? Das ist „Ich habe mich gemüht und gefunden". Ich weiß nicht, wie. Das besondere Obere Licht kommt und führt hinüber. Alles hängt vom Licht ab. Bis jetzt kommen die Umgebenden Lichter; dann kommt das erste Innere Licht zusammen mit dem Schirm, zusammen mit allem — es gibt dir einen Schirm und gibt dir die Kraft dazu. Alles zusammen.

Schüler: Ich frage nach dem Menschen: Wie kann er vor dem Machsom die Absicht LiShma haben?

Rav: Wirklich die Absicht LiShma vor dem Machsom zu haben, kann man nicht, aber es gibt die sogenannte „Anmut der Heiligkeit" — dass ich es wollen würde. Warum? Einfach so. Warum so? So eben. Das ist Anmut (Chen). Weißt du, was Chen ist? Etwas, das man nicht erklären kann. Warum kann ich es nicht erklären? Weil es Umgebendes Licht ist. Es tritt nicht in meine Gefäße ein. Es gibt mir kein Wissen. „Wissen" nennt man ein Licht, das sich in den Gefäßen befindet. Dieses aber leuchtet von außen. So ist das. Verstehst du? Deshalb heißt es „Chen", etwas, das man nicht erklären kann. „Ich will. Es zieht mich." Aber warum? Unterm Strich, was passiert hier? Was hast du davon? Warum willst du das? Das ist doch alles gegen diese Welt und…? So ist das eben. Das alles liefert uns das Licht, das Umgebende Licht. Deshalb heißt es „umgebend". Ja, Oren.

18:57

Schüler: Kann man sagen: Wenn ein Mensch den Schöpfer suchen soll nach all den Bildern, die ihm im Leben kommen, dann richtet es der Schöpfer am Anfang so ein, dass Er das Bild gleichsam versüßt. Dadurch, dass er Ihn findet, versüßt Er es ihm. Sagen wir, das wäre die Ehrfurcht dieser Welt. Was ist demnach die Ehrfurcht der kommenden Welt?

Rav: Die Ehrfurcht der kommenden Welt ist die Ehrfurcht vor dem Schöpfer. Dass ich Angst habe… Angst ist immer im Menschen. Die Angst des Menschen entspringt seinen leeren Gefäßen. Wenn ich Angst habe — werde ich meine leeren Gefäße füllen? Wenn ich einen Schirm erworben habe, um nicht an mich selbst zu denken, obwohl ich leer bin, und um Chafetz Chessed zu sein, obwohl ich leer bin, um Vollkommenheit zu empfinden, sogar darin, dass ich leer und Chafetz Chessed bin, ja — danach kann ich daran denken, wie ich Ihn fülle. Davor kann man überhaupt nicht daran denken. Das heißt, ich freue mich dann, dass ich leere Gefäße habe — denn jetzt, wenn ich esse, dann wird Er Genuss haben.

Das heißt, wir sehen daraus, dass die Korrektur schrittweise sein muss: Zuerst denke ich nur an mich selbst, danach denke ich in gewissem Maß darüber nach, ob das mich von der Geistigkeit entfernt oder nicht. Auch beim Denken an mich selbst gibt es viele Unterscheidungen, ja: womit in dieser Welt ich mich füllen will, ob mit kleinen oder großen Begierden, ob ich nur an mich selbst denke und mir die anderen gleichgültig sind — sodass ich sie töten und aus ihnen herauspressen könnte —, oder ob ich schon an sie denke, auf sie Rücksicht nehme, und so weiter; es gibt allerlei Zustände, ja, Stufen. Und danach beginne ich zu denken: Nein, aus dieser Welt lohnt es sich nicht zu genießen, es gibt die kommende Welt, aus der Geistigkeit will ich genießen. Und dann — wann ist das? Wenn es etwas von der Geistigkeit gibt, das heißt, wenn ein Punkt im Herzen beginnt — dann gehe ich statt zu diesen Genüssen zu den Genüssen der kommenden Welt, will von ihnen empfangen.

Und dann beginnt die Zeit der Vorbereitung, in der ich anfange, Genüsse zu empfangen — sozusagen geistige Genüsse; ich will sie, ich beginne, im Umgebenden Licht zu sein, das mir leuchtet, dass es dort Genüsse gibt, in der Geistigkeit — und ich erfasse auch ein wenig von seiner Natur des Gebens. Immer wenn ein Licht leuchtet, gibt es auch ein wenig seine Natur des Gebens mit. Also innerhalb meines „Lo LiShma" — „Lo LiShma" heißt ja nicht einfach, dass ich lebe, in dieser Welt bin; „Lo LiShma" heißt, dass ich Genüsse vom Schöpfer, aus der Geistigkeit, für mich selbst will. Das nennt man „Lo LiShma". Ja? Das war's. Also schon in diesem „Lo LiShma", in dem ich vom Umgebenden Licht ein wenig von seinem Leuchten erfasse, erfasse ich auch ein bisschen „LiShma". Das Licht, das leuchtet — ob als inneres oder als umgebendes, egal — gibt zusammen mit dem Genuss auch die Empfindung seiner Natur. Aus dieser Natur, die ich erfasse, beginne ich schon… das nennt man „Anmut der Heiligkeit": Ich beginne schon zu fühlen, dass es etwas ganz anderes gibt, sodass es gut wäre, wenn ich in diesem Punkt der Anmut der Heiligkeit ohne all das Übrige wäre. Warum wäre es gut? Weil das Licht mir die Empfindung gibt, dass dies das Allerbeste ist, losgelöst von allen Problemen, von allen Nöten. Vorläufig ist alles in „Lo LiShma", aber schon Anmut der Heiligkeit. Auch darin gibt es viele Zustände. Und danach, das war's, danach „LiShma". Nun.

23:08

Schüler: Nein, ich glaube nicht, dass ich es verstanden habe.

Rav: Vielleicht habe ich gar nicht auf deine Frage geantwortet.

Schüler: Noch einmal: Angenommen, ein Mensch flieht zum Schöpfer, damit Er ihm die Nöte versüßt…

Rav: Ja.

Schüler: Dann heißt er in diesem Zustand die erste Ehrfurcht. Die erste, ja, aus Angst vor dieser Welt. Was ist die Ehrfurcht aus Angst vor der kommenden Welt?

Rav: Es gibt eine Ehrfurcht vor dieser Welt — dass ich keine Genüsse aus dieser Welt empfangen werde —, und es gibt eine Ehrfurcht vor der kommenden Welt, ob in der Zeit der Vorbereitung oder davor, dass ich vielleicht keinen Lohn aus der kommenden Welt empfangen werde.

Schüler: Das ist es, was ich frage: Was ist der Lohn der kommenden Welt?

Rav: Der Lohn der kommenden Welt? Frag jeden Menschen, jeden Juden, er wird dir sagen, was der Lohn der kommenden Welt ist. Wofür müht er sich in dieser Welt? Diese Welt gleicht einem Vorraum, und wenn man in die kommende Welt eintritt, empfängt man dort alles, was man in dieser Welt verdient hat. Bereite dich jetzt vor, empfangen wirst du später — was ist das? So steht es überall geschrieben. In dieser Welt kann man keinerlei Lohn empfangen, ja, es gibt keinen Lohn in dieser Welt, nur in der kommenden Welt. So steht es geschrieben: „Den Lohn für ein Gebot gibt es in dieser Welt nicht" — nur, wie man auslegt, was diese Welt und die kommende Welt ist, das ist das Problem. „Diese Welt" heißt, dass du dich in Absichten „um zu empfangen" befindest; „kommende Welt" heißt, dass du dich in Absichten „um zu geben" befindest. Und beide — Baal HaSulam schreibt es dort in einem Brief, ja — beide, sowohl diese Welt als auch die kommende Welt, erlangt der Mensch, während er in dieser Welt lebt, zu seinen Lebzeiten; es sind nur zwei Zustände: ohne Schirm und mit Schirm. Ja.

25:24

Schüler: Soweit ich verstanden habe, gibt es ein unterschiedliches Lernen vor dem Machsom und nach dem Machsom.

Rav: Ein unterschiedliches Lernen der Kabbala vor und nach dem Machsom: Vor dem Machsom lernen wir Kabbala, weil wir mit ihrer Hilfe einen Schirm erwerben können, eine Absicht LiShma — nur das ist der Grund. Sonst — gib mir irgendein anderes Buch, irgendein Kinderbuch, egal, worüber du willst, mir ist egal, worüber, ja, Hauptsache, es bringt mich zu LiShma; ich brauche ein Mittel dafür. Deshalb brauchen wir Kabbala. Er erklärt, dass das Lernen der Kabbala das größte Umgebende Licht erweckt, größer als alle übrigen heiligen Bücher. Durch alle übrigen heiligen Bücher kann ich Umgebende Lichter auf mich erwecken, ja, denn alle heiligen Bücher sind Bücher, die aus einer geistigen Stufe geschrieben wurden, ja; und wenn ich mich mit ihnen verbinde, in der Absicht, durch sie zu LiShma zu kommen, zu etwas Geistigem, dann leuchtet mir von jener Stelle ein Umgebendes Licht. Von allen heiligen Büchern also — vom „Tanach", von der „Gemara", von Rechtssätzen und Halachot, Aggadot, Propheten, was du auch nennst, egal — die Sprache der Kabbala und die Kabbala-Bücher, die auf solche Weise geschrieben wurden, erwecken das größte Umgebende Licht; deshalb benutze ich dieses Mittel.

Im Grunde brauche ich nicht die Kabbala — ob Kabbala oder nicht Kabbala —, ich brauche ein Mittel für das Umgebende Licht. Warum? Das Umgebende Licht bringt einen Schirm, bringt eine Absicht LiShma. Und alle wissen und alle verstehen, dass man zu LiShma kommen muss. Wer nicht zu LiShma kommt, ist geradezu… er ist ein Übertreter oder ein Tier, so steht es überall. Sprich mit allen, alle verstehen es; das Problem ist, wie man auslegt, was Lo LiShma und LiShma ist, das ist alles. So wie ich es gehört habe: Ich fragte damals meinen Gemara-Lehrer — als ich noch in Rechovot wohnte —: „Lernst du LiShma oder Lo LiShma?" Er sagt: „Bin ich Jude? Ja, Jude. Lerne ich Gemara? Ja, Gemara. Dann lerne ich gewiss LiShma."

Schüler: Was ich nicht verstanden habe, ist: Muss sich das Lernen selbst, wirklich der Lernstoff selbst, in dem Moment, in dem du den Machsom überschreitest, ändern? Weil das schon… das ist schon nicht mehr…

Rav: Der Lernstoff selbst wird nach dem Machsom zur Wirklichkeit. Denn was heißt das? Nach dem Machsom hast du einen Schirm, egal welcher Größe — sagen wir, du hast einfach einen Schirm über allem —, dann liest du, und während du liest, arbeitet dein Machsom¹ im Inneren entsprechend dem, was du liest, denn du bist mit dem Buch verbunden, mit jenem Licht, mit jenem Licht von der Stufe, auf der das Buch geschrieben wurde. Dieses Licht kommt zu deinem Schirm, und mit deinem Schirm führt es die Handlungen aus, führt sie wirklich aus — das, was du liest. Und dann bist du dabei so präsent, dass es nicht so ist, dass du wüsstest, wie man es ausführt, und danach suchst — alles ist einfach, es geschieht, es geschieht in dir, und du bist gleichsam… ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, wie im Theater: das, was du liest… Weißt du, es gibt ein Zauberbuch — ich habe es einmal in einem Film gesehen —, in dem man liest, und sofort hast du auf der Seite Schauspieler, und so spielen sie, ein schönes Bild, und es bewegt sich, und alles, ja, so ist das. So ist es, sagen wir: Du lebst sofort diese Wirklichkeit, über die du liest.

Schüler: Erlangst du sie sofort?

Rav: Gewiss erlangst du sie sofort, denn jetzt erlangst du Licht… Wenn du jetzt beim Lernen die richtige Absicht hast, erlangst du Umgebendes Licht. Du fühlst es nicht so sehr, und auch nicht, wie es dir leuchtet, und du fühlst nicht, wie sehr es bei einem Satz gegenüber einem anderen leuchtet, bei dem, was du hier liest, gegenüber dem, was du dort liest, verstehst du. Du kannst jetzt eine ganze Seite Talmud Eser Sefirot durchgehen, und das Umgebende Licht wird sich auf alle möglichen Weisen verändern, und du fühlst es nicht. Mir ist aufgefallen — wir haben uns mit Krupnik mit Musik beschäftigt, den Melodien der kommenden Welt —, und seine Katze lag einfach da, und es war ihr alles gleichgültig, sie hörte nicht einmal hin. Das ist… eine andere Stufe. Er hat dort so richtig losgelegt, weißt du… und der Kater sitzt da, fühlt es überhaupt nicht. Was ich also sagen will: Wenn ein Licht kommt, das nicht mehr als umgebendes, sondern als inneres in den Schirm eintritt, dann führen die beiden zusammen die Handlung aus. Diese Handlungen haben eine sehr große Ordnung. Man gibt dir ein Beispiel, wie man es ausführt, und danach führst du es aus und… Ja.

31:10

Schüler: Darf ich eine Frage zur Arbeit während des Lernens stellen, die nicht mit dem Artikel zusammenhängt?

Rav: Gleich, vielleicht gibt es hier… Ja.

Schüler: Was bestimmt für den Menschen die Tiefe der Klärung, bevor er den Machsom…? Der Mensch ist ständig in Fragen: Wer gibt den Zustand, wozu muss ich kommen — das sind innere Klärungen; und die Tiefe der Klärung ist jedes Mal anders. Manchmal frage ich mich einmal pro Minute, aber ich könnte mehr fragen. Was also bestimmt dieses Tempo?

Rav: Was bestimmt mein Tempo in der Zeit der Vorbereitung? Ist das die Frage?

Schüler: Auch die Tiefe der Klärung.

Rav: Tempo und Tiefe — das ist nur Aufmerksamkeit, nur Aufmerksamkeit. Ich kann diese Dinge halb verschlafen durchgehen, und ich kann darin sehr sensibel sein — und zwar nicht verschlafen oder sensibel im Sinne meiner Nerven; denn es gibt hier solche, die gestern so aufgesprungen sind und heute so sind, ich sehe es, oder umgekehrt —, sondern die Schärfe, die Richtung, mein Verhältnis zum Lernen, was ich davon will. Das bestimmt sowohl die Tiefe als auch das Tempo des Fortschritts. Das Lernen nur als Mittel zu sehen: Ich muss nicht wissen, was auf der Seite steht, es ist mir gleichgültig. Ich will diese Dinge wissen und auslegen, tief und gut, damit es mir noch mehr Unterscheidungen gibt, noch mehr von allem Möglichen — aber das, um sie der Suche anzuschließen, der Suche nach der Geistigkeit, nicht der Suche nach Wissen.

Baal HaSulam schreibt, dass du die Definitionen tausendmal wiederholen und auswendig kennen musst und so weiter — warum schreibt er das? Damit dir nach und nach in den Kopf geht, dass du das, was du liest, anders entschlüsseln musst, auf geistige Weise. Sodass, wenn du liest, dass etwas in Form eines Kreises ist, dir statt des Wortes „Kreis" sofort präsent ist, dass es das ohne jede nebensächliche Unterscheidung ist — dass es dort keine Ecken gibt und keinerlei Unterscheidungen, vier Unterscheidungen, zehn Unterscheidungen, nichts. Sodass du dir sofort diese Eigenschaft vorstellst, was ein „Kreis" heißt, und nicht eine Form, die du dir vor Augen malst, was ein Kreis ist. Das ist es, was er will. Deshalb sagt er: Kenne es auswendig, damit es dich zu einer innerlicheren Auslegung drängt. Eine solche Vertiefung in das Lernen zu diesem Zweck und eine Forderung an das Lernen, um zu „LiShma" zu kommen — das ist es, was dir den Weg bahnt. Ja.

34:42

Schüler: Wir haben in den letzten anderthalb Wochen, in der letzten Zeit, viel darüber gesprochen, dass wir gleichsam versuchen sollen, daran zu arbeiten, dass mein Ich nicht die Quelle der Erkenntnis des Bösen, der Empfindung des Bösen ist — dass mein Ich nicht inmitten meiner Nöte ist, sondern an einem Punkt des Verstehens, der aus der Ferne auf das blickt, was vorgeht, und versucht zu erkennen, was in ihm vorgeht. Wenn ich nun vor dem Buch sitze, ja — so hast du es uns zumindest gesagt —, komme ich, um zu fordern. Um nun eine Forderung an das Buch zu stellen, muss ich gleichsam zu meinem Ich hinabsteigen, in die Empfindung des Bösen oder in meine Willen; sonst ist meine Forderung weniger tief, wenn ich sozusagen von der Seite zuschaue. Wie mache ich das also während des Lernens? Wie soll ich auch während des Lernens mein Ich beiseitelassen, versuchen, mein Ich beiseitezulassen?

Rav: Einerseits muss ich während des Lernens gleichsam in Vollkommenheit sein. Ich lerne Tora, Tora ist Licht, ein Licht, das mir als Umgebendes Licht leuchtet. Wenn ich will, dass es mir stark leuchtet, muss ich maximal in der Angleichung der Form sein. Es ist vollkommen, ganz, hoch, erhaben, „um zu geben", ohne jedes Verhältnis zu sich selbst, ein Geben. Also muss ich mich gleichsam von mir selbst lösen, nicht an mich selbst denken, so weit wie möglich zu Ihm hin sein. Dementsprechend wird das Licht mir näher sein — das richtet sich nach der Reinheit der Gefäße.

Und es gibt eine andere Sache: Wie werde ich es heranziehen? Wie werde ich es fordern, wenn ich nicht an mich denke, an meine Not, an das, was ich durch es korrigieren will, an den Zustand, in dem ich bin? Das heißt, ich muss gleichsam über die Grobheit des Verlangens des Gefäßes sprechen. Richtig? Also worüber denn — das eine oder das andere? Sowohl über das eine als auch über das andere. Wir lernen, dass es so ist: In jedem Zustand hast du Grobheit des Verlangens und Reinheit zusammen, zwei Enden, Malchut und Keter. Malchut zieht das Licht heran, Keter empfängt das Licht, und deshalb sagen wir, dass die Arbeit dafür stattfinden muss, bevor du an das Lernen herangehst. Du musst diese beiden Punkte vorbereiten. Du musst dir gut die Frage klären: Wozu brauche ich das überhaupt? 37:10 Was ist der Sinn in unserem Leben, ja, einerseits. Andererseits auch, dass die Antwort darauf lautet: „Schmecket und sehet, dass der Schöpfer gut ist"² — dass das Licht, das ich durch das Lernen heranziehen kann, mir alle Probleme lösen wird. Es hat mich zum Gipfel gebracht. Das heißt: Du musst zuerst sowohl an dich selbst denken als auch an die Erhabenheit des Gebenden, und dann gehst du an das Lernen heran. Das ordnet sich nach und nach, bis diese beiden Punkte eins werden, obwohl sie einander entgegengesetzt sind. Das geschieht in der Zeit der Verbindung zwischen dir und Ihm. Nur wenn du die Malchut wie den Keter benutzt, verbinden sie sich, und dann hast du diese innere Spaltung nicht mehr, diesen Widerstand als Polarität.

38:16

Schüler: Wie kannst du in der Phase der Vorbereitung dahin kommen, dass du die Malchut wie den Keter benutzt, dass du bist…?

Rav: Ah, aber sag dir selbst, dass du es doch kannst, dass du es doch willst, sag es so. Spiel damit, na was soll's.

38:28

Schüler: Aber für mich ist meine Grobheit des Verlangens Willen, die Lo LiShma sind, ja; und sagen wir, ich versuche, gleichsam von der Seite zuzuschauen — muss ich mir dann etwas anderes vorstellen, oder…

Rav: Ich antworte nicht mehr. Wir sprechen in ein paar Wochen weiter; in anderthalb Wochen hast du Erfahrung darin, in noch anderthalb Wochen. Gut, ich kann nicht sprechen. Nun, Schalom, ja.

38:55

Schüler: Im Artikel gibt es eine gewisse Lücke: Wenn ein Mensch anfängt, den Weg des Gebens zu gehen, sieht er immer — es steht immer geschrieben — einen umgekehrten Wert, sodass du nach all der Mühe siehst, dass du überhaupt nicht vorangekommen bist… Ich verstehe nicht: Wenn ich manchmal Befriedigung aus der Arbeit und Fortschritt empfinde³, ist das dann gleichsam ein Fehler?

Rav: Auch aus der Arbeit, in der wir uns befinden, müssen wir einerseits Befriedigung empfinden — sonst dankst du dem Schöpfer nicht, du verfluchst Ihn, behüte und bewahre, einerseits. Andererseits musst du verstehen, wo du dich befindest, um die Gefäße für den Fortschritt vorzubereiten, für die weitere Korrektur. In jeder Sache — Rabash schreibt es — schließt jede einzelne Unterscheidung, die wir haben, zwei polare, entgegengesetzte Zustände in sich ein, und man muss sich daran gewöhnen, dass es so ist. Und umgekehrt: sich nicht daran zu gewöhnen, sondern diese beiden Dinge zu suchen; und je mehr du beide klärst, eines gegen das andere, und sie noch größer und noch weiter voneinander entfernt werden — das heißt, dann hast du diese Dinge unterschieden und bist bereit voranzukommen. Und wenn du nicht darauf achtest und dir dort zwischen diesen Unterscheidungen kein Widerstand erscheint, dann hast du keinen einzigen Punkt in der Arbeit geklärt. Also lass dich nicht davon beeindrucken, dass wir in jedem Zustand, in dem wir sind, immer Widersprüche und Verwirrungen haben, und das eine gegen das andere stört und sich nicht fügt — das ist normal, das ist gerade richtig und gut. Das einfache Volk flieht vor diesen Zuständen, wir aber müssen ihnen nicht nur zustimmen, sondern darauf warten, dass solche Zustände kommen. „Von Zion geht die Tora aus." Das heißt: In dem Maße, wie man aus der Heiligkeit heraustritt, daraus kommt die Tora. Eine Sache und ihr Gegenteil, bis zum Abschluss der Korrektur.

40:58

Schüler: In dieser Klärung, und in einem neuen Mangel — das ist eigentlich Fortschritt, ja?

Rav: Gut.

(Ende der Lektion)