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Transkript der Morgenlektion vom 02.06.2021
Vorbereitung auf den Kongress – ausgewählte Abschnitte aus den Quellen
Vorleser: Lektion zum Thema „Vorbereitung auf den Kongress, ausgewählte Abschnitte aus den Quellen“.
Rav: Ja. Der Kongress liegt vor uns, und es ist für uns sehr wichtig, in ihm neue Unterscheidungen zu machen: wie sehr wir die Verbindung zwischen uns brauchen. Das lernen wir jetzt aus den Abschnitten¹, die die Freunde für uns vorbereitet haben. Nur durch die Verbindung zwischen uns kommen wir in einen Zustand, in dem sich das Höhere Licht offenbaren kann, das heißt, in dem wir zur Offenbarung des Schöpfers kommen, zur Offenbarung des Höheren Systems. Das erwarten wir vom Kongress, in der Verbindung zwischen uns.
Das heißt nicht, dass wir außerhalb des Kongresses nicht dorthin kommen können. Aber der Rahmen des Kongresses bedeutet trotzdem, dass wir uns zusammen verbinden, enger aneinandergedrängt, einander helfen und dafür sorgen, dass wir alle mit demselben System verbunden sind. So können wir endlich zu dem kommen, was wir wollen, zum Ziel unserer Korrekturen: bis der Schöpfer sich in uns offenbart und sich an uns freut.
Also bemühen wir uns, alle diese Abschnitte durchzugehen und sie alle zu erfüllen. Und wir sind nicht enttäuscht, wenn es wieder verschwindet und wir es wieder empfinden, als wäre es neu, wie geschrieben steht: „Sie sollen in deinen Augen wie neu sein.“ Jeden Tag muss der Mensch von neuem anfangen, und es scheint ihm, als sei das, was er gestern gemacht hat, verschwunden, und heute ist er … Denn er ist wirklich neu: neue Unterscheidungen, die Gemeinschaft erscheint ihm neu, alles ist neu.
So müssen wir jeden Tag als neuen Tag annehmen: neue Unterscheidungen, neue Reshimot vom Zerbrechen. Entsprechend müssen wir morgen früh mit einem neuen Lied im Herzen aufstehen. Und so jetzt auch wir. Also lasst uns sehen und dieses Gefühl in uns wieder erneuern: Was heißt Kongress, was heißt Verbindung, was ist die Verbindung, die wir jeden Morgen machen müssen, also an jedem Tag, an dem wir uns versammeln. Und in den Lektionen und außerhalb der Lektionen: Wie wirkt unsere Versammlung auf die Korrektur des allgemeinen Gefäßes, unserer allgemeinen Seele, die bis jetzt zerbrochen ist?
Bitte, mein Herr.
3:54
Vorleser: Abschnitt Nr. 1.
„Wir versammeln uns hier, um eine Gemeinschaft zu gründen, damit jeder von uns in diesem Geist geht: ‚dem Schöpfer zu geben‘. Und um dahin zu kommen, dem Schöpfer zu geben, muss man vorher anfangen, dem Menschen zu geben, was ‚Nächstenliebe‘ genannt wird.
Und Nächstenliebe kann es nur durch Selbstannullierung geben. Jeder Einzelne muss einerseits in Niedrigkeit sein. Und andererseits müssen wir stolz darauf sein, dass der Schöpfer uns die Gelegenheit gegeben hat, in eine Gemeinschaft einzutreten, in der jeder von uns nur ein Ziel hat: ‚dass die Shechina unter uns weilt‘.“
(Rabash, Artikel Nr. 1, Teil 1, „Das Ziel der Gemeinschaft – 1“, 1984)
Vorleser: Noch einmal Abschnitt Nr. 1.
„Wir versammeln uns hier, um eine Gemeinschaft zu gründen, damit jeder von uns in diesem Geist geht: ‚dem Schöpfer zu geben‘. Und um dahin zu kommen, dem Schöpfer zu geben, muss man vorher anfangen, dem Menschen zu geben, was ‚Nächstenliebe‘ genannt wird.
Und Nächstenliebe kann es nur durch Selbstannullierung geben. Jeder Einzelne muss einerseits in Niedrigkeit sein. Und andererseits müssen wir stolz darauf sein, dass der Schöpfer uns die Gelegenheit gegeben hat, in eine Gemeinschaft einzutreten, in der jeder von uns nur ein Ziel hat: ‚dass die Shechina unter uns weilt‘.“
(Rabash, Artikel Nr. 1, Teil 1, „Das Ziel der Gemeinschaft – 1“, 1984) 6:13
Nu, es gibt nur eine Frage, hören wir. Kiew.
Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Ja, lieber Rav. Aber was bedeutet es, im Geist des Gebens an den Schöpfer zu gehen?
Rav: Wir müssen zur Gleichheit der Form mit dem Schöpfer kommen. Warum? Zuerst, weil das das Ziel der Schöpfung ist: zur Dwekut mit dem Schöpfer zu kommen. Der Schöpfer will den Geschöpfen das größte Gute tun, im Grunde das einzige, das es in der Wirklichkeit gibt: sie, die Geschöpfe, auf Seine Stufe zu bringen, in Seinen Zustand. Und Sein Zustand ist absolutes Geben. Deshalb müssen wir uns bemühen, anzufangen, ein paar Schritte darauf zuzugehen. Er hat uns erschaffen und die Verbindung zwischen uns zerbrochen. Aber in diesem Zerbrechen der Verbindung zwischen uns gibt es die Reshimot vom guten, richtigen Zustand, von der vollkommenen Verbindung. Das heißt, in uns sind schon Reshimot von unserem ganzen Weg, den jeder von uns und wir alle zusammen von hier bis zum Ende der Korrektur gehen müssen. Wir müssen diese Reshimot nur erwecken und uns bemühen, sie zu verwirklichen.
Das heißt, der Schöpfer macht das, aber entsprechend unserem Mangel. Alles, was wir zwischen uns finden müssen, sind Mängel für die Korrekturen. Die Korrektur macht der Schöpfer; die Mängel für die Korrekturen können wir aus dem Fehlen der Verbindung zwischen uns entdecken. Und auch hier enthüllt uns der Schöpfer alle Bedingungen: Einerseits wollen wir uns nicht verbinden, andererseits müssen wir uns verbinden, wenn wir das Ziel erlangen wollen. Und nur darauf stehen wir.² 8:35
Der Mensch richtet sein ganzes Leben aus, die Hauptsache im Leben, wofür er lebt: Er muss in der Familie sein, er muss bei der Arbeit sein, er muss leben, sich um die Gesundheit kümmern, um all diese Dinge – das stimmt. Aber wofür braucht er das alles? Damit er nach und nach versteht, dass er mit allen wirklich in einem Verlangen verbunden sein muss. Dieses allgemeine Verlangen, das sie verbinden und zwischen sich zusammensetzen, wird „Shechina“ genannt – das Verlangen, in dem sich die Höhere Kraft, der Schöpfer, offenbart.
Und wenn der Mensch sich bemüht, die Shechina zu bauen, ihre Teile zu verbinden – in jedem von uns ist ein Teil –, dann nähert er sich dem Zustand, in dem Hilfe zu ihm kommt, in dem ihm Hilfe zusteht. Denn er ist von unten her darauf ausgerichtet, die zerbrochenen Teile zu sammeln. Das geschieht durch die Verbindung mit den Freunden, die in ihren Zehnern jedes Mal mehr spüren, dass es nicht um eine physische Verbindung geht, sondern um eine innere: eine Verbindung in den Verlangen, in den Sehnsüchten, in den Absichten.
Dann gehen sie von den egoistischen Verlangen zu den Verlangen der Höheren Welt über: des Gebens, der Liebe, der Verbindung. Und entsprechend spüren sie, wie die Höhere Kraft ihnen hilft, sich zu verbinden. Soweit sie eine innerere Verbindung wollen, in diesem Maß spüren sie, dass der Schöpfer mit ihnen ist. So kommen sie nach und nach von den Mängeln zur Verbindung mit dem Schöpfer.
11:19
Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Wie kommt diese Bedingung zustande?
Rav: Ich habe nicht verstanden.
Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Sie sagen, dass durch die Verbindungen zwischen uns die Stufe der Verbindung mit dem Schöpfer kommt. Wie?
Rav: Wenn wir uns wirklich bemühen zu lesen, was die Kabbalisten geschrieben haben, uns jeden Tag bemühen, diese Schriften wie neu zu sehen, und in einen Zustand kommen, in dem wir das verwirklichen wollen. Das ist es: dass wir es verwirklichen wollen. Und dann geschieht es. Einfach noch und noch und noch – einige Tage oder einige Jahre, aber es geschieht.
Tel Aviv 3.
12:19
Schüler: Guten Morgen, Rav, guten Morgen, Freunde. Rav, was können wir zur Annullierung von unserer Seite hinzufügen?
Rav: Zur Annullierung? Nichts, außer gegenüber den Freunden.
Schüler: Ja, aber was kann man hinzufügen? Außer unserer Annullierung – was können wir noch von uns aus hinzufügen?
Rav: Mehr gibt es nicht. Annullierung gegenüber den Freunden, gegenüber unseren Lehrern Rabash und Baal HaSulam, gegenüber allen Gesetzen, von denen sie uns erzählen und auf denen die Weisheit der Kabbala steht, also das System der Höheren Welt: Geben, Liebe, aus sich herausgehen zu den anderen hin. Das brauchen wir, außer dem gar nichts.
Be’er Sheva.
13:20
Schüler: Rav, guten Morgen. „Dass die Shechina unter uns weilt“ – was bedeutet „weilt“?
Rav: Wir sind Teile aus dem Zerbrechen, aus dem Zerbrechen der Shechina. Die Shechina ist das Feld, in das der Schöpfer sich einkleidet, in dem Er sich offenbart. Also müssen wir verbunden sein. Obwohl wir alle Egoisten sind und einander abstoßen, müssen wir uns als verbunden entdecken. In der Verbindung zwischen uns bringen wir die Verbindung zu einer solchen Stärke und zu einem solchen Charakter, dass der Schöpfer sich offenbaren kann – gerade weil wir einander von Natur aus abstoßen und uns darüber hinaus zur gegenseitigen Verbindung hinneigen.
Der Abstand zwischen Abstoßung und Verbindung, zwischen dem Vorhandenen und dem Erwünschten, heißt insgesamt die Stärke der Verbindung. Er entsteht in dem Maß, in dem wir uns bemühen, es versuchen und den Schöpfer bitten, uns zu helfen, verbunden zu sein, obwohl wir einander abstoßen, bis wir sogar in einen Zustand kommen, in dem wir einander hassen. Danach kommen wir zur Offenbarung des Schöpfers. Insgesamt kommen wir zu einer gewissen Stärke der Kraft des Gebens zwischen uns, die sich auch über die Kraft des Empfangens zwischen uns erhebt, sodass der Schöpfer anfängt, sich zu offenbaren. Und wenn Er anfängt, sich zu offenbaren, verstehen wir immer mehr, wie wir die Kraft des gegenseitigen Gebens über der Kraft der gegenseitigen Abstoßung vergrößern müssen. Auch diese Abstoßung offenbart sich, um uns zu helfen, die Kraft des gegenseitigen Gebens zu entwickeln. So kommen wir voran. Das war’s.
Schüler: Und wie reguliert man (?) die Abstoßung, die … zwischen uns?
Rav: Wir wollen und müssen die Abstoßung zwischen uns nicht erwecken; sie kommt in dem Maß, in dem wir einander näherkommen wollen. Um die Abstoßung, um die Ablehnung, um unser Ego müssen wir uns nicht kümmern, darum kümmert sich der Schöpfer. Er sagt: „Ich habe den bösen Trieb erschaffen.“ Und von jetzt an bis zum Ende der Korrektur sorgt Er die ganze Zeit dafür, dass wir immer ein Ego haben, damit wir über unseren Abstoßungen arbeiten können, denn „alle Vergehen deckt die Liebe zu“. So kommen wir zur Korrektur.
Schüler: Dann bleibt uns nur, uns zu vereinen, der Shechina Platz zu geben, zu verbinden, das ist alles – und uns darum zu kümmern.
Rav: Nur darum müssen wir uns kümmern, richtig.
Florida.
16:42
Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Danke, Rav. In letzter Zeit bemühen wir uns, im Zehner eine richtige Absicht und ein richtiges Gebet aufzubauen. Wird uns das dabei helfen …
Rav: Natürlich hilft uns nur das. Nur die richtigen Zustände, die richtigen Beziehungen zwischen uns helfen uns, die Shechina zu bauen, wie es heißt: eine solche Beziehung zwischen uns zu bauen, dass der Schöpfer sich offenbart.
Italien 1.
17:30
Schüler (Übersetzung aus dem Italienischen): Wenn wir jetzt in der Vorbereitung auf den Kongress Verbindung spüren, wie können wir handeln, um zur nächsten Stufe aufzusteigen?
Rav: Das ist eigentlich die Frage: wie wir handeln können, um zur nächsten Stufe aufzusteigen, zur Offenbarung des Schöpfers gegenüber dem Geschöpf. Das ist im Grunde der Anfang der Leiter der Stufen. Von diesem ersten Zustand der Offenbarung des Schöpfers an fangen wir an, immer weiter über alle Stufen der Leiter aufzusteigen, bis zum Ende der Korrektur.
Diese Leiter hat 125 Stufen, darüber ist viel geschrieben. Aber das Wichtigste für uns ist, in die erste Stufe einzutreten. Was ist die erste Stufe? Bei jeder Stufe, auf die ich aufsteige – was heißt es, dass ich auf sie aufsteige? Es heißt: wie sehr mein Verlangen zu empfangen jetzt offenbart ist und wie sehr ich im Verlangen zu geben über dem Verlangen zu empfangen bin. Das heißt, dass ich auf diese Stufe aufsteige.
Danach offenbart sich mir ein größeres Verlangen zu empfangen, und ich erhebe mich auch darüber im Verlangen zu geben. Und so bei jeder Stufe. Die Awiut, das Verlangen jeder Stufe, hilft mir, einen Aufstieg darüber zu bauen: Ich benutze es, um genau das Maß des Gebens zu bauen, das Bedürfnis nach Geben, die Form, … des Gebens. So mache ich es. Deshalb müssen wir in all diesen Zuständen, in denen es uns schwerfällt, in denen man uns abstößt, in denen sich uns jeden Tag, jeden Morgen, mehrmals am Tag zeigt, dass wir die Verbindung nicht brauchen, gerade eine Hilfe sehen. Denn jedes Mal, wenn Kräfte erscheinen, die uns stören, sind das in Wirklichkeit Kräfte der Hilfe.
Türkei 7.
20:17
Schüler (Übersetzung aus dem Englischen): Wenn wir den Freunden geben, womit können wir etwas zum Geben an den Schöpfer hinzufügen?
Rav: Durch das Geben an die Freunde können wir all unser Geben zwischen uns sammeln – das heißt dann schon Zehner. Wenn jeder Einzelne den anderen geben will, ist das noch kein Zehner, das sind noch einzelne Menschen. Aber wir fangen an, durch das gegenseitige Geben zwischen uns dem Schöpfer zu geben, wir wollen dem Schöpfer geben. Wie gebe ich dem Schöpfer? Vor allem dadurch, dass ich den Freunden helfe, sich an Ihn zu wenden, dass ich dafür sorge, dass sie sich alle an den Schöpfer wenden. Das ist es. Ich sorge dafür, dass sie sich an den Schöpfer wenden, sich um die Verbindung mit Ihm kümmern und Ihn bitten, dass wir das zusammen machen, und dass sich, soweit es geht, jeder um den anderen kümmert. Denn gerade dadurch verbinden wir uns.
So verbinden wir uns alle wie ein Mensch, wirklich als wären wir ein Mensch. Denn ich kümmere mich um all diese Teile in den Freunden, die meine Teile sind. Und wir alle kümmern uns darum, dass die Verbindung zwischen uns auf den Schöpfer ausgerichtet ist, dass wir unseren Mangel zum Schöpfer erheben. Dann sind wir in einem Zustand, in dem wir schon einen Mangel gebaut haben, der aus unseren privaten Mängeln besteht, weil sich jeder um die anderen sorgt. Das heißt: Wir legen im Zehner nicht die zehn Mängel zusammen. Nein, das sind nicht zehn Mängel zusammen, sondern jeder sorgt dafür, dass die anderen verbunden sind und sich dem Schöpfer nähern. Das ist eine völlig andere Verbindung als in irgendeiner gewöhnlichen Gruppe. 23:05
Die Verbindung zwischen uns besteht also darin, dass jeder dafür sorgt, dass die anderen sich verbinden und sich an den Schöpfer wenden, und er unterstützt das, wie Rabash in den Artikeln über die Gemeinschaft schreibt. So bauen wir in dieser gegenseitigen Sorge unser gemeinsames Verlangen, unseren gemeinsamen Mangel und unsere gemeinsame Hoffnung, und das alles verbindet sich immer mehr, bis wir wie einer werden. In dem Moment, in dem wir uns wie einer verbinden, kommt der Schöpfer und offenbart sich zwischen uns. Das ist es, dann spüren wir, dass Er sich offenbart: genau in der Verbindung zwischen uns, in der jeder dafür gesorgt hat, dass die anderen sich verbinden und sich an den Schöpfer wenden, sodass das sein ganzes Verlangen ist.
Ja: Ich sorge mich um die Freunde, dass sie sich verbinden und sich mit dem Schöpfer verbinden, und so sorgt sich jeder darum, dass die anderen sich mit dem Schöpfer verbinden. Er unterstützt das, er macht das, und es tut ihm weh, er ist richtig krank davon. So bewirken wir die Verbindung dieser Mängel, die auf den Schöpfer gerichtet sind, und wir kommen zu einem Herzen, wie es heißt. Sobald wir zu einem solchen Zustand kommen, offenbart sich darin der Schöpfer. Das ist es. Dann spüren wir Ihn. Und Er sagt uns: „Nu, wo seid ihr? Ich habe so lange auf euch gewartet – wo seid ihr endlich?“ Und so weiter, man wird des Empfangs³ gewürdigt.
Latin 11.
25:26
Schüler (Übersetzung aus dem Spanischen): Meine Frage: Wenn wir geboren werden, sind wir dann schon Egoisten und schon von der Höheren Kraft getrennt, oder sind es die Erziehung und Kultur unserer Familie und die formale Bildung, die unsere Trennung verursachen?
Rav: Noch einmal.
Schüler (Übersetzung aus dem Spanischen): Werden wir schon als Egoisten geboren und sind schon bei der Geburt von der Höheren Kraft getrennt, oder sind es die Familie und die Kultur, die uns von der Höheren Kraft trennen?
Rav: Alles ist so eingerichtet, dass alle Kräfte der Anziehung und der Abstoßung uns helfen, das spirituelle Gefäß zu bauen. Wir sehen zwar, dass es auf dem Weg viele störende Kräfte gibt – wozu brauchen wir das? Sagen wir, wir wären wie im Garten Eden, wo uns nichts stört, wo alles geordnet ist, wo wir weder Essen noch Schlaf noch irgendetwas brauchen, wo wir alle wach sind, mit freiem, sauberem, offenem Kopf, und nur spüren, wie bereit wir sind und die Offenbarung des Schöpfers wollen und uns wirklich so nach Ihm sehnen. Das ist nicht gut, nicht gut.
Der Schöpfer hat das Verlangen zu empfangen absichtlich erschaffen. Das ist Seine einzige Schöpfung; außer dem Verlangen zu empfangen wirkt Seine Kraft. Deshalb müssen wir verstehen, dass alles, was in unserer Welt, in unserem Gefühl erwacht, zu unserem Besten ist. Gerade mit all diesen Störungen – wir brauchen sie, um zu den richtigen Korrekturen zu kommen. Sonst würde uns die Stärke des Verlangens fehlen, die Stärke der Verbindung, die wir brauchen, um sie zu überwinden⁴ und dann in Kontakt mit dem Schöpfer zu kommen.
Petach Tikwa 10.
28:18
Schüler: Wie werden die Sorgen jedes Einzelnen um das Vorankommen der Freunde zu etwas Gemeinsamem, zu etwas Einem?
Rav: Indem ich mich um alle Freunde sorge, nicht um mich selbst, sondern um alle Freunde, wie ein Vater um seine Kinder: dass sie zurechtkommen, sich verbinden, es schaffen, den Schöpfer zu offenbaren und sich von Ihm zu füllen, ja, in Gleichheit der Form. Und so jeder Einzelne. Gerade in dieser Sorge verbinden wir uns.
Schüler: Aber wie wird diese Sorge zu einem?
Rav: Weil jeder sich um die anderen sorgt. Er geht aus sich heraus und entdeckt, dass er sich in der Sorge um die anderen eigentlich um das Wesen des Zehners selbst sorgt, um die Essenz der Zehn. So verbinden wir uns, alle verbinden sich in der Mitte des Zehners.
Schüler: Wird dieses Eine von allen gespürt?
Rav: Das ist auf dem Weg, ja. Beim Übergang zur nächsten Stufe wird es als eins gespürt werden.
Petach Tikwa 31.
29:46
Schüler: Wie beschreibt man einen Zustand, in dem der Zehner jetzt für den Kongress bereit ist? Wohin müssen wir kommen?
Rav: Darüber sprechen wir. Was heißt bereit? Niemand ist bereit. Und wenn einer in diesem Moment bereit ist und entdeckt, dass er bereit ist, entdeckt er im nächsten Moment, dass er nicht bereit ist, dass noch etwas fehlt, noch etwas fehlt. So ist es bis zum Ende der Korrektur. Wir müssen uns die ganze Zeit sehnen. Es gibt vor dir nichts Klares, zu dem du kommen musst, und das war’s, nicht mehr. Sagen wir, ich muss zu zehn Kilo gemeinsamen Mangels zwischen uns Freunden kommen – so etwas gibt es nicht, in der Spiritualität funktioniert das nicht so. In der Spiritualität stehst du immer Ejn Sof⁵ gegenüber, dem abstrakten Höheren Licht. Das Geben hat keine Grenze. Sondern jeder von uns muss so viel geben, wie er von sich aus geben kann, und so Korrekturen machen.
Schüler: Ist es richtig, wenn wir das Wissen einbringen, dass es der ganzen Menschheit in ihrem Zustand hilft, wenn uns die Handlung der Verbindung gelingt – dass wir das miteinander verknüpfen?
Rav: Natürlich. Denn wir sind mit der ganzen Menschheit, mit allen Menschen, allen Seelen in einem Gefäß. Deshalb wirkt jede unserer Handlungen auch auf die ganze Menschheit. Ja.
Tel Aviv 4.
31:44
Schüler: Rav, was bedeutet es, dafür zu sorgen, dass die Freunde sich an den Schöpfer wenden?
Rav: Dafür zu sorgen, dass sie alle verbunden sind, und du willst nur das, nur die Verbindung zwischen ihnen, wie eine Kindergärtnerin für die kleinen Kinder. Diese „Sorge im Herzen eines Mannes“ erhält eigentlich diese Verbindung. So muss jeder von uns dafür sorgen, dass seine Freunde sich so sehr verbinden, dass sie im gegenseitigen Geben dem Schöpfer schon in irgendeiner Form, in irgendeinem Maß gleichen: auf der ersten spirituellen Stufe, im gegenseitigen Geben.
Wir müssen uns klarer vorstellen, was die Bedingungen für den Aufstieg auf die erste spirituelle Stufe sind: dass wir einander gegenseitig geben, einander zugeneigt sind, in Verbindung, in gegenseitiger Hilfe, so sehr, dass die Kraft des Gebens wirklich in gewissem Maß zwischen uns weilt, oder wenigstens der Mangel danach zwischen uns weilt. Dann gibt das Höhere Licht entsprechend unserem Mangel, gegenseitig miteinander verbunden zu sein, und hilft uns. Es macht seine Handlung, unsere Verbindung. Das heißt „Der Schöpfer wird es für mich vollenden“: Er stabilisiert uns dieses Gefäß, und danach kleidet Er sich ein und offenbart sich.
Was heißt, Er offenbart sich? Wir sind von Seiten des Gefäßes in einen Zustand gekommen, in dem wir eine solche Verbindung, ein solches Miteinander, gegenseitiges Geben und gegenseitige Hilfe entdecken, die schon im Maß des Schöpfers sind – im kleinsten Maß, aber trotzdem in gewissem Maß.
Schüler: Und das heißt, sich an den Schöpfer zu wenden?
Rav: Ja … nein. An den Schöpfer wenden wir uns um Hilfe; hier ist schon von der Offenbarung des Schöpfers die Rede.
Spanien 2. Man hört nichts.
34:28
Schüler (Übersetzung aus dem Spanischen): Rav, was sind innerere Verbindungen, und was bewirkt diese Verbindungen in der Gruppe?
Rav: Es gibt keine innereren oder äußereren Verbindungen. Alle Verbindungen sind Verbindungen, wir fangen jetzt nicht an, sie zu sortieren. Das war’s. Wir wollen solche Verbindungen, durch deren Stärke und Charakter wir uns sozusagen zu einem Verlangen verbinden, und in ihm offenbaren wir den Schöpfer, der Einer ist. Das ist alles. Das heißt, alle Verbindungen zwischen uns sind dazu da, ein Verlangen zu offenbaren.
Das war’s. Gilad.
35:26
Vorleser: Abschnitt Nr. 2.
„Diese Menschen, die zugestimmt haben, sich zu einer Gruppe zu vereinen, um sich mit der Liebe zu den Freunden zu beschäftigen, tun das, weil jeder von ihnen spürt, dass sie ein Verlangen haben, das alle ihre Meinungen vereinen kann, damit sie die Kraft der Nächstenliebe empfangen. Denn bekannt ist der Ausspruch unserer Weisen: ‚So wie die Gesichter einander nicht gleichen, so gleichen ihre Meinungen einander nicht.‘
Deshalb haben diese Menschen, die untereinander übereingekommen sind, sich zu einer Gruppe zu vereinen, verstanden, dass zwischen ihnen keine so große Entfernung der Meinungen besteht, insofern sie die Notwendigkeit der Arbeit in der Nächstenliebe verstehen. Deshalb wird jeder fähig sein, Zugeständnisse zugunsten des Nächsten zu machen, und dadurch werden sie sich vereinen können.“
(Rabash, Artikel Nr. 8, „Mach dir einen Rav und erwirb dir einen Freund – 2“, 1985) 36:47
Es ist uns verständlich: Nur unter der Bedingung, dass jeder sich selbst verkleinert und sich gegenüber den anderen annulliert, bereitet er sich dadurch für die Spiritualität vor. Soweit er seinen Kopf beugt, bereit ist, den anderen zu helfen, wirklich bereit ist, wie ein Teppich vor ihnen zu liegen, damit sie auf ihn treten – Hauptsache, sie steigen zur Spiritualität auf. Soweit ein Mensch dazu gegenüber den Freunden bereit ist – und das gilt sowohl für das äußere Geben, für äußere Handlungen in dieser Welt, als auch dafür, wie sehr er sich im Gefühl um innere Hingabe bemüht –, entsprechend bringt er sich dem spirituellen Gefäß näher, der Annullierung. Denn das spirituelle Gefäß zeigt sich ganz in Annullierung gegenüber allen. Das liegt in den Handlungen von Zimzum, Massach, Or Choser und so weiter, im Geben über der Kraft des Empfangens.
Soweit ein Mensch sich im Geben an die Freunde über seine Kraft des Empfangens erheben kann, das ist eigentlich seine spirituelle Anstrengung; danach baut er das spirituelle Gefäß. Und natürlich wird er jedes Mal größere Störungen entdecken, um über ihnen eine noch größere Neigung zur Spiritualität zu bauen. Und so immer weiter, bis er zur Schwelle kommt, zur ersten spirituellen Bedingung: wenn er bis hierher, sagen wir, eine bestimmte Menge an Störungen bekommen hat, die „Sea“⁶ genannt wird, und sie überwindet und es trotzdem vorzieht, im Geben über dem Empfangen zu sein. Dann heißt es, dass sich ihm der Eingang in die Höhere Welt öffnet.
MAK 6.
39:44
Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Guten Morgen, Lehrer. Zur Mitte des Zehners: Welches Verlangen wollen wir dort zuerst entdecken – das Verlangen, dass sich jeder um alle kümmert, oder den Schöpfer zu offenbaren?
Rav: Dort entdecken wir alle Verlangen: auch das egoistische Verlangen jedes Einzelnen, Verlangen nach Abstoßung, nach Verbindung, nach gegenseitiger Verbindung zwischen uns, nach allen möglichen Berechnungen. Wir müssen all diese Verlangen sortieren und eines dem anderen vorziehen, nach dem Maßstab, nach der Rangordnung: was wichtiger ist und was weniger. So bauen wir eigentlich diesen Maßstab der Werte: was wichtiger und was weniger wichtig ist. Und so wird es bis zum Ende der Korrektur die ganze Zeit sein. Das ist die Sache der Stufen: Ich muss immer die Kraft des Gebens der Kraft des Empfangens vorziehen. So kommt man voran.
In Ordnung? Petach Tikwa 10.
41:19
Schüler: Gibt es einen Unterschied zwischen einer freiwilligen Handlung der Annullierung und einem Versuch der Annullierung gegen den eigenen Willen?
Rav: Das ist dasselbe, nicht, Arik?
Schüler: Genau das ist der Punkt. Denn sie sagen „Handlung der Annullierung“, aber ich kann mich nie annullieren, ich versuche nur, mich zu annullieren.
Rav: Ja, aber du versuchst es. Natürlich kannst du es nicht allein, du brauchst den Schöpfer, der es für dich macht. Aber trotzdem ist die Arbeit deine Arbeit, deine Anstrengung. Du hast nie eine Kraft des Gebens, eine Kraft, dich zu überwinden. In unserer Welt scheint es uns, dass wir eigene Kräfte haben, aber in der Spiritualität nicht. In der Spiritualität bleiben wir immer ein Punkt, und auf diesem Punkt offenbart sich einerseits ein egoistisches Verlangen zu empfangen und andererseits ein, wie es heißt, altruistisches Verlangen zu geben. So bauen wir uns in der richtigen Kombination zwischen dem Verlangen zu empfangen und dem Verlangen zu geben.
Nu, Kiew.
42:42
Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Ja. In dieser Annullierung des einen vor dem Freund, sagten Sie, bauen wir ein spirituelles Gefäß und erheben uns jedes Mal über das Verlangen zu empfangen, das uns gegeben wurde. Schließt dieses spirituelle Gefäß das egoistische Verlangen ein, oder ist es etwas, das wir darüber bauen?
Rav: Nein, das spirituelle Gefäß schließt auch das egoistische Verlangen ein, die Abstoßung zwischen uns, und dass ich über der Kraft der Abstoßung die Kraft des Gebens und der Verbindung erbitte, verlange und finde. Und beides – als Awiut, Zimzum, Massach und Or Choser – geht alles in ein spirituelles Gefäß ein. Ich stehe gerade über der Awiut, über meinem egoistischen Verlangen, und aus ihm heraus mache ich einen Zimzum und erhebe mich zum Verlangen zu geben.
Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Ich erhebe mich zum Verlangen zu geben, wie Sie sagen – und wie genau geschieht die Offenbarung des Schöpfers in diesem Gefäß?
Rav: Darüber sprechen wir nicht. Über das Wie sprechen wir nicht. Wenn du es machst, wirst du es entdecken, das war’s. Ich mag es nicht, mich mit Fantasien zu beschäftigen. Wir sprechen nur von Seiten des Gefäßes: was wir tun müssen, damit wir zur Offenbarung des Schöpfers kommen. Das ist unsere ganze Arbeit.
Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Ich versuche einfach von den Begriffen her zu verstehen. Wir sagen, dass wir Zimzum, Massach und Or Choser machen – was ist in dieser Sprache die Offenbarung des Schöpfers? Ist das Or Pnimi, was ist das?
Rav: … … Als ob du wüsstest, was Or Pnimi ist. Du hast solche Fantasien, und ich will nicht, dass du darin bist. Ich will, dass du gerade bei der Vorbereitung der Gefäße bist und nicht bei den Lichtern. Glaub mir, das bringt dir vorerst Verwirrung.
Gut. Gilad.
44:58
Vorleser: Abschnitt Nr. 3.
„Ohne Annullierung der Eigenliebe kann man nicht zur Dwekut mit dem Schöpfer kommen, was die Sache der Gleichheit der Form ist. Und da das gegen unsere Natur ist, braucht man eine Gemeinschaft, damit alle zusammen eine große Kraft sind, sodass wir gemeinsam arbeiten können, um das Verlangen zu empfangen zu annullieren, das ‚böse‘ genannt wird, weil es das ist, was verhindert, zum Ziel zu kommen, für das der Mensch erschaffen wurde.
Deshalb muss die Gemeinschaft aus Einzelnen bestehen, die alle einer Meinung sind, dass man dazu kommen muss. Dann wird aus allen Einzelnen eine große Kraft, die mit sich selbst kämpfen kann, weil jeder alle in sich enthält. Es ergibt sich, dass jeder auf einem großen Verlangen gegründet ist, dass er zum Ziel kommen will.
Und damit es eine Hitkalelut⁷ des einen im anderen gibt, muss sich jeder gegenüber dem anderen annullieren. Und das geschieht dadurch, dass jeder die Vorzüge seines Freundes sieht und nicht seine Mängel. Wer aber denkt, dass er ein wenig höher ist als die Freunde, der kann sich schon nicht mehr mit ihnen vereinen.“
(Rabash, Artikel Nr. 1, Teil 2, „Das Ziel der Gemeinschaft – 2“, 1984) 46:52
Ja. Das heißt, wir müssen hier verstehen, dass Hingabe an die Verbindung der Freunde das ist, was ich geben muss: nur darauf ausgerichtet sein und nur darin investieren. Und die Bedingungen, die wir heute haben – dass wir unsere Freunde verstreut auf den Computerbildschirmen jedes Einzelnen sehen, so wie wir sie jetzt sehen –, genau das müssen wir so annehmen: dass es uns zusteht, es so zu sehen. Ja, ich sehe vor mir so viele Gruppen, so viele Formen und so weiter. All das, damit es für uns leichter und richtiger ist, uns selbst auf die Verbindung zwischen uns auszurichten, wirklich so.
Gerade so, wenn ich so viele Freunde sehe und sie nicht neben mir sind, sodass ich irgendwelche materiellen Dinge zwischen uns annullieren muss⁸ – vielmehr kann ich mich auf die innere Verbindung zwischen uns ausrichten, mehr von Herz zu Herz. Auf diese Weise bin ich der spirituellen Verwirklichung näher.
Lies bitte noch einmal.
48:28
Vorleser: Noch einmal Abschnitt Nr. 3.
„Ohne Annullierung der Eigenliebe kann man nicht zur Dwekut mit dem Schöpfer kommen, was die Sache der Gleichheit der Form ist. Und da das gegen unsere Natur ist, braucht man eine Gemeinschaft, damit alle zusammen eine große Kraft sind, sodass wir gemeinsam arbeiten können, um das Verlangen zu empfangen zu annullieren, das ‚böse‘ genannt wird, weil es das ist, was verhindert, zum Ziel zu kommen, für das der Mensch erschaffen wurde.
Deshalb muss die Gemeinschaft aus Einzelnen bestehen, die alle einer Meinung sind, dass man dazu kommen muss. Dann wird aus allen Einzelnen eine große Kraft, die mit sich selbst kämpfen kann, weil jeder alle in sich enthält. Es ergibt sich, dass jeder auf einem großen Verlangen gegründet ist, dass er zum Ziel kommen will.
Und damit es eine Hitkalelut des einen im anderen gibt, muss sich jeder gegenüber dem anderen annullieren. Und das geschieht dadurch, dass jeder die Vorzüge seines Freundes sieht und nicht seine Mängel. Wer aber denkt, dass er ein wenig höher ist als die Freunde, der kann sich schon nicht mehr mit ihnen vereinen.“
(Rabash, Artikel Nr. 1, Teil 2, „Das Ziel der Gemeinschaft – 2“, 1984) 50:16
Was haben wir heute? Tel Aviv 2.
50:25
Schüler: Schalom, Rav. Zu dem, was Sie vorhin gesagt haben, dass wir uns um die innere Verbindung zwischen uns von Herz zu Herz kümmern müssen: Es klingt, als gäbe es dafür nicht viele Worte, aber trotzdem – was genau verbindet sich in uns? Worum genau müssen wir uns kümmern?
Rav: Zwischen uns verbinden sich die Reshimot aus dem zerbrochenen Gefäß, das „Adam haRishon“ genannt wird. „Der Erste“ heißt er, weil dieses System einmal vollkommen war und danach zerbrochen ist. Wir müssen diese Reshimot wieder zu einem System zurückbringen, in dem wir alle zusammen verbunden sind. Das war’s.
Dieses System, das zurückkehrt, diese Verlangen, die wieder zusammen sind, werden „Shechina“ genannt: ein Ort, zerbrochene Verlangen, die verbunden sind, und in der Verbindung zwischen ihnen offenbart sich dann der Schöpfer. Entsprechend der Stärke der Verbindung zwischen den zerbrochenen Verlangen, die sich über den Bruch zwischen ihnen hinweg verbinden wollen, offenbart sich der Schöpfer: entsprechend der Stärke der egoistischen Verlangen und entsprechend der Stärke der Verbindung über ihrem Ego, wie sehr es ihnen gelungen ist, sich zu verbinden.
Also: Entsprechend dem Abstand zwischen Bruch und Korrektur offenbart sich das Höhere Licht. Das sind Gesetze wie in der Physik. Wie viel Widerstand gegen die Verbindung es gibt und wie viel Verbindung trotzdem darüber besteht – aus dieser Spannung kommt die Offenbarung, die Offenbarung des Schöpfers. Wie bei der Elektrizität. Einfache Gesetze.
Karmiel. Karmiel.
53:00
Schüler: Guten Morgen. Woran zeigt es sich, dass ein Freund sich höher sieht als die Freunde, und wie kann man ihm als Zehner helfen?
Rav: Nu … Die egoistischen Formen können wir bei jedem erkennen, weil wir sie aus unseren eigenen Formen kennen, von uns selbst – und wissen, wie sehr wir sie hassen, sie nicht mögen.
Und vielleicht schauen wir schon gar nicht mehr darauf, sondern darauf, dass diese Formen uns in der Verbindung zwischen uns stören, weil sie uns daran hindern, den Schöpfer zwischen uns im gegenseitigen Geben zu offenbaren.
Das heißt, wir müssen einander helfen. Gewöhnlich geschieht die Hilfe durch das Beispiel. Durch das Beispiel, sogar ohne Worte. Jeder muss dem anderen zeigen, wie sehr er sich bemüht, sich in den Zehner einzubringen. Das geht nicht immer; es hängt sehr vom Charakter des Menschen ab und von der Art seiner Teilnahme an der Gemeinschaft. Aber trotzdem muss man seine Bereitschaft zeigen, in der Gemeinschaft mit ihnen verbunden zu sein. Ja.
Petach Tikwa 4.
54:49
Schüler: Ja. Schalom, Rav. Wir lernen immer, dass es keine Rolle spielt, ob ein Freund, sagen wir, ein halbes Jahr oder ein Jahr dabei ist oder schon viele Jahre. Wir sind im Zehner immer alle gleich.
Rav: Weil …
Schüler: Im Anschluss an den Abschnitt …
Rav: Weil die Seelen nicht gleich sind, deshalb ist von oben berechnet, dass Menschen immer weiter vorankommen und Seelen in dieselbe kleine Gruppe eintreten, die sozusagen die Vorhut ist: Pioniere, die zur Dwekut mit dem Schöpfer kommen müssen, um der ganzen übrigen großen Masse der Menschheit den Punkt der Verbindung mit dem Schöpfer zu geben, einen Berührungspunkt.
In diese Gruppe treten jedes Mal neue Seelen ein, manche fallen wieder heraus, und manche kommen zusammen voran. Das hängt, würde ich sagen, vom Wesen der Seele jedes Einzelnen ab, vom Wesen der einzelnen Seele.
Ja.
56:12
Schüler: Ja, aber im Anschluss an diesen Abschnitt: Man muss doch zu einer kritischen Masse kommen. Wie kann es dann sein, dass man nicht⁹ zu einer kritischen Masse eines Zehners kommt, in dem wirklich alle bereit sind, gegen sich selbst zu gehen, wenn noch nicht alle im Zehner dahin kommen? Nicht, dass wir dieses Problem in unserem Zehner hätten, ich spreche allgemein über das Thema selbst. Wenn … also, ja. Sagen wir, Sie würden die Auserlesensten für einen Zehner auswählen …
Rav: Du kannst überhaupt nichts auswählen. Das ist Unsinn. Unsinn. Man kann niemanden und nichts auswählen. Wir wissen es nicht, und es ist uns verboten, das zu tun. Verboten. „Der Schöpfer bringt den Menschen zum guten Los und sagt: ‚Nimm dir.‘“ Gott bewahre, dass wir jetzt anfangen zu sortieren: diese ja, die sollen unsere Freunde sein, und andere nicht. Nur, dass er nicht stört, nicht verdirbt, nicht wirklich in der Tat geringschätzt.
Aber wir können nicht sortieren: das ist besser und das ist weniger gut. Woher weißt du bei jeder Seele, welche Form ihr Vorankommen hat? Du musst nur jedem Einzelnen die Möglichkeit geben, voranzukommen, so wie die Kabbalisten es uns schreiben, und das war’s.
Und wenn es dir scheint, dass er der Störende ist, dann musst du ihm mit allen dir möglichen Beispielen zeigen, wie sehr auch … – nicht, dass du allein bist, sondern dass du in Verbindung mit den anderen bist und ihr miteinander redet – wie sehr ihr dem Freund helfen könnt, sich zu erholen, aufzuwachen, in die gegenseitige Arbeit einzutreten.
Aber wisse nur: Gerade die großen und hohen Seelen kommen sehr langsam voran. Sie spüren die Sache nicht sofort; es dauert Jahre und Jahrzehnte, bis eine Seele anfängt zu verstehen, wo sie überhaupt ist.
Ich habe solche gesehen, bei denen ein Mensch sogar erst nach zwanzig und dreißig Jahren anfängt zu verstehen, worum es geht. Und es ist nicht so, dass diese dreißig Jahre einfach so an ihm vorübergegangen sind. Nicht einfach so. So etwas gibt es nicht. Der Schöpfer kümmert sich um ihn. Sondern in ihm sind so viele Verlangen, so schwere Schichten, die er sortieren und in Phasen ordnen muss, ohne zu wissen, worum es geht. Wie ein kleines Kind. Wie ein kleines Kind.
Es gibt also solche, die sozusagen Probleme haben und nicht schnell vorankommen. Und darüber steht geschrieben: „Gebt acht auf die Söhne der Armen“¹⁰ – die noch gar nichts haben –, „denn von ihnen geht die Tora aus“. „Gebt acht auf die Söhne der Armen, denn von ihnen geht die Tora aus.“ Gerade sie werden es sein: „Dieser Kleine wird groß werden.“
Deshalb sind all diejenigen, die schnell vorankommen, schnell gehen und so glänzen, nicht unbedingt diejenigen, die am Ende erfolgreich sein werden. Und deshalb ist es uns verboten, eine Rechnung zu machen, wer im Zehner mehr und wer weniger nützlich oder nicht nützlich ist, nach dem, wie es uns scheint. So ist das.
60:23
Schüler: Ja, Rav. Das ist mir völlig klar. Noch eine kleine letzte Sache. Ich meinte: Wenn es einen Zehner gibt und alle in den Zustand kommen müssen, in dem sie gegen sich selbst gehen – wie kann das in einem Zehner geschehen, in dem jeder noch an einem ganz anderen Ort ist?
Rav: Jeder ist an einem anderen Ort, weil ihr euch noch nicht zu einem Gefäß verbindet. Und auch wenn ihr euch zu einem Gefäß verbindet, wird jeder Einzelne seinen eigenen Platz haben. Dann werdet ihr anfangen zu spüren, wie verschieden ihr seid, noch mehr als vorher.
Vorher wart ihr wie Säuglinge. Kannst du sagen, was zwischen Säuglingen so verschieden ist? Anders ist es, wenn sie wachsen: Dann werden der Charakter jedes Einzelnen, seine Neigungen und inneren Eigenschaften klarer, deutlicher. Deshalb ist es nicht so, wie du … Das Wichtigste für uns ist, weiterzumachen und nicht anstelle des Schöpfers ins Sortieren und Korrigieren einzusteigen. Das war’s. Jeden Tag … sagt.
Asien.
Schüler (Übersetzung aus dem Englischen): Ist echte Annullierung ein Geschenk des Schöpfers, und wenn ja, welche Handlungen müssen wir ausführen, um sie von Ihm zu bekommen?
Rav: Echte Annullierung ist wirklich eine spirituelle Handlung. Wie für alle spirituellen Handlungen müssen wir Hilfe von oben bekommen. Denn in uns ist nichts von einer spirituellen Handlung, vom Geben, von der Verbindung. Das sind Dinge, die zur Spiritualität gehören. Das gehört zum Schöpfer. Nur der Schöpfer kann dafür Kräfte geben: uns zu annullieren, uns über unser Ego zu erheben, uns miteinander zu verbinden.
Wenn wir denken, dass wir das allein tun müssen, tun können, ist alles noch auf der egoistischen Ebene. So muss man es entdecken, verstehen und dann Kräfte verlangen, damit der Schöpfer uns den wahren Zustand zeigt: dass wir keine Kräfte haben, die richtigen Handlungen in der Verbindung auszuführen, und damit wir verstehen und wissen, wie der Zustand vor der Verbindung war und wie er jetzt ist.
Afrika 1.
63:34
Schüler (Übersetzung aus dem Französischen): Wenn wir die Absicht erheben, zu geben – können wir sagen, dass das Geschöpf mehr Erfahrung hat als der Schöpfer, weil der Schöpfer nur im Geben ist und kein Empfangen hat?
Rav: Nein. Der Schöpfer leitet auch …¹¹ Seinen Willen zu geben, das ist Er, und Sein Verlangen zu empfangen, das Er leitet und das Er erschaffen hat. Es gibt außerhalb des Schöpfers nichts, was Seiner Herrschaft entzogen ist. So etwas gibt es nicht. Sondern alles ist unter der Kraft des Schöpfers.
Der Schöpfer ist aber, nachdem Er die Schöpfung erschaffen hat, sozusagen zur Seite getreten und hat uns einen Bereich gegeben, in dem wir existieren können. In diesem Bereich müssen wir uns selbst finden: wer wir sind, was wir sind, was wir wollen. Nicht, dass der Schöpfer uns völlig verlassen hat. Er lenkt uns, aber in einem Zustand, als wäre Er nicht da. So wie wir uns um kleine Kinder kümmern: Sie denken, dass wir nicht bei ihnen sind, und dann können sie tun, was sie wollen. Und wir schauen ihnen zu und wissen, wie sie sich gut oder nicht gut benehmen. Dasselbe hier mit uns: Der Schöpfer hat uns sozusagen verlassen, Er hat einen sozusagen eingeschränkten Ort geschaffen, einen Zimzum, und in diesem Zimzum können wir existieren.
Unsere Existenz ist ausschließlich durch unser Ego, ja. Das heißt, Er ist gegangen, also ist nur die Kraft des Empfangens geblieben. Und dadurch, dass wir in dieser Kraft des Empfangens sind, fangen wir nach und nach an zu spüren – jeder entsprechend seiner Entwicklung –, wie sehr uns die Kraft des Gebens fehlt. Sonst sind wir in einem geschlossenen, niedrigen Zustand, ohne die Fähigkeit, uns selbst zu orten, zu verstehen, wo wir sind und wie wir existieren. Deshalb, das war’s …
Unsere Arbeit ist es, die Kraft des Schöpfers auch in unseren finsteren Zustand zu ziehen. Das geschieht dadurch, dass wir mit unseren Handlungen darstellen, als wären wir schon in den Handlungen des Schöpfers. Deshalb „Jeder hilft seinem Nächsten“, „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, Verbindung im Zehner und so viel gegenseitiges Geben wie möglich. Durch diese Kräfte ziehen wir den Schöpfer zuerst ein wenig an, bringen Ihn, Sein Geben, uns näher. Das heißt „Maor haMachsir leMutaw“¹², „Or Makif“, das von fern auf uns wirkt, bis wir entdecken, dass es geschieht.
Nord 2.
67:15
Schüler: Was ist die innere Handlung in uns, die Gleichheit der Form genannt wird?
Rav: Nur Verbindung und … nur Verbindung, nur Verbindung und Liebe, aber Verbindung, mehr nicht. Wir haben nichts weiter zu tun, nichts weiter zu erlangen. Wenn dir klar ist, dass es ein vollständiges Gefäß gab, das zerbrochen ist, und dass wir es wiederherstellen müssen, was gibt es dann zu fragen? Nur uns miteinander zu verbinden, da wir Teile des zerbrochenen Gefäßes sind, und zu suchen, wodurch, durch welche Handlungen, durch welche Bitten wir diese Teile zur Verbindung bringen können.
Schüler: Was ist der beste spirituelle Klebstoff dafür?
Rav: Nachgeben, vor allem Nachgeben.
Petach Tikwa 23.
68:20
Schüler: Rav, Sie haben von Freunden gesprochen, um die sich der Schöpfer kümmert und die durch Zustände gehen. Warum steht eigentlich „Gebt acht auf die Söhne der Armen“, warum nicht: Liebt sie, umarmt sie? Worauf muss man achtgeben?
Rav: Gebt acht auf Menschen oder auf uns selbst, auf unsere Verlangen, in denen ein großes Verlangen zu empfangen ist. Das heißt „Söhne der Armen“: Sie spüren sich leer, als hätten sie nichts. Und warum? Weil gerade durch diese großen Verlangen, die arbeiten, die Tora daraus hervorgeht, ja. Dadurch kann man das Höhere Licht erlangen, die Offenbarung des Schöpfers, das Verständnis Seiner Wege, Ihm Zufriedenheit bereiten – gerade durch die „Söhne der Armen“. Das heißt: die Verlangen, die wir über Jahre, viele Jahre in uns spüren, und wir können mit ihnen nichts anfangen. Tag für Tag sind wir so in unserem Leben schon in einem armen Zustand. Und gebt acht auf sie, denn gerade diese Verlangen gehen in die großen Korrekturen ein. Gerade sie berücksichtigt der Schöpfer, Er liebt sie, diese Armen.
Schüler: Und wie kann man einem solchen Freund helfen, der durch Zustände geht? Er geht weg, kommt zurück – wie nimmt man ihn auf?
Rav: Was heißt das? Ich verstehe nicht – von was für einem Freund, der weggeht und zurückkommt, sprichst du?
Schüler: Wir haben einen Freund, der durch Zustände geht. Er ist ein bisschen weggegangen, und in unseren Augen sieht es so aus, als sei er schwächer geworden. Wie nehmen wir ihn wieder auf? Wenn er zurückkommen will, wie müssen wir uns ihm gegenüber verhalten?
Rav: Wenn er nicht stört, sondern in ihm selbst solche Schwankungen sind, dann meinetwegen, man nimmt ihn wieder auf. Aber wenn er alle möglichen Wellen macht, sagen wir, alle möglichen Wellen in unserem Zehner auslöst – in eurem, meine ich, ja –, dann müssen wir prüfen, ob wir das brauchen oder nicht. Nicht alles müssen wir verzeihen. Es kann sein, dass er uns solche Schäden zufügt, dass wir diese Dinge nicht in uns aufnehmen und uns darüber erheben können, sondern es kann umgekehrt sein.
Schüler: Wie entscheidet man, was eine Welle ist, die man nicht aufnehmen kann, und was nicht?
Rav: Ihr entscheidet das unter euch. Versucht es, sagt es ihm auch. Er muss … er muss sich mit dem verbinden, was die Gemeinschaft durchmacht, und verstehen, was er auslöst.
Gut, Kaukasus.
71:51
Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Es ist nicht klar: Heißt „achtgeben“, dass man meiden soll?
Rav: Ich kann über solche Dinge nicht klar sagen, was das Gesetz ist und wie man sich verhalten muss, weil das in jedem Zustand spezifische Dinge sind. Deshalb sprecht darüber. Wenn ihr trotzdem ein großes Problem habt, über das ihr euch nicht erheben könnt, dann sprechen wir einmal darüber. Aber das ist sehr schwer, sehr schwer, denn niemand kann von außen verstehen, was bei euch geschieht, so viel ihr auch erzählt. In Ordnung?
Gut, Latin 11. Ich habe keine Wahl, ich muss fragen.
72:49
Schüler (Übersetzung aus dem Spanischen): Danke, lieber Rav. Die Frage ist: Wie können wir das Kommen der Reshimot für die Korrektur erkennen, sowohl persönlich als auch … auch im Zehner?
Rav: Was ist also die Frage? Ja, man kann …
Schüler: Wie kann man erkennen, dass die Reshimot …
Rav: Ja, ja, ja, wir können erkennen, ob dieser Zustand zum persönlichen Zustand jedes Einzelnen im Zehner gehört und wie er insgesamt auf den ganzen Zehner wirkt.
Gilad, vielleicht singen wir, und danach machen wir weiter.
Lied – 73:39 – 76:58
Vorleser: Ja. Wir sind bei Abschnitt Nr. 4.
Rav: Ja, wir machen weiter.
„Es gibt eine besondere Eigenschaft¹³ in der Anhaftung der Freunde: Da die Meinungen und Gedanken durch die Dwekut zwischen ihnen von einem zum anderen übergehen, wird jeder in die Kräfte des anderen einbezogen. Dadurch hat jeder die Kraft der ganzen Gemeinschaft. Deshalb hat jeder Mensch, obwohl er einer ist, alle Kräfte der Gemeinschaft.“
(Rabash, Artikel Nr. 14, „Die Notwendigkeit der Liebe zu den Freunden“, 1988) 77:43
Das ist etwas Besonderes, das es in keiner anderen materiellen Erscheinung gibt: Dadurch, dass wir uns verbinden, ist jeder in jedem einbezogen, und alle zusammen sind in jedem einbezogen – in der Spiritualität ist es so. Das heißt, jeder wird wie Adam haRishon, jeder. Und das ist das besondere Ergebnis des Zerbrechens des Gefäßes von Adam haRishon. Warum hat der Schöpfer es zerbrochen? Weil durch das Zerbrechen, wenn wir uns über unser Ego hinweg zusammen verbinden, jeder Stärke, Verbindung, Intellekt, Gefühl, alle Erscheinungen von allen erwirbt.
Jeder Teil des zerbrochenen Gefäßes wird wie das ganze zerbrochene Gefäß und wie das ganze korrigierte Gefäß. Das heißt, jeder Teil erwirbt sowohl den Bruch als auch die Korrektur und wird wie Adam haRishon, jeder, aus dem ganzen zerbrochenen Gefäß. Das kann uns eigentlich ein wenig erklären, warum es nötig ist, das Gefäß zu bauen, es zu zerbrechen und danach zu korrigieren. Denn dann wird jede einzelne Seele wie das ganze Gefäß, wie die allgemeine Seele, und so haben wir darin eine integrale Stärke, ja, insgesamt des ganzen Gefäßes, das der Schöpfer in vollkommener Form erschaffen hat. Das kann man nicht beschreiben, denn jeder von uns empfängt ein Verlangen, einen Mangel, die Fähigkeit, den ganzen Schöpfer zu offenbaren, und erlangt das wirklich. Das liegt am Ende der Korrektur vor uns.
Tschechoslowakei.
80:12
Schüler (Übersetzung aus dem Englischen): Lieber Rav, Sie haben eben geantwortet, aber wie kann man sich vorstellen, dass in der spirituellen Welt alles verbunden ist, und vor allem: Wie sieht man die Verbindung der Freunde im Zehner?
Rav: Wir werden entdecken, dass wir alle verbunden sind, und wir müssen dafür nichts tun, außer unser Ego zu entfernen, das uns hindert, das vollständige Bild zu sehen, die vollständige Verbindung. Sonst brauchen wir nichts. Nur das Ego entfernen, das uns hindert, die wahre Form zu sehen: dass wir alle schon von vornherein zusammen verbunden sind. Das ganze Zerbrechen geht insgesamt, würde ich sagen, auf psychologische Weise über uns hinweg. So ist unser Ego erschaffen worden, damit wir verstehen und unterscheiden, „denn der Vorzug des Lichts kommt aus der Finsternis“. Wir sind im Zustand der Verbindung, und es gab nie einen zerbrochenen Zustand, und nichts von all dieser Schwierigkeit und all diesen Problemen gab es. Das alles ist ausschließlich dazu da, dass wir besser verstehen und stärker spüren, in welchem vollkommenen Zustand wir sind.
Petach Tikwa 20.
Schüler: Rav, wie wichtig ist es für die richtige und tiefe Absicht, im Zehner sichtbare physische Handlungen hinzuzufügen?
Rav: Es ist in dem Maß wichtig, in dem Menschen, Freunde davon beeindruckt sein können. In diesem Maß ist es für uns wichtig, das hinzuzufügen und so die Gemeinschaft zu erwecken. Wir sind noch in Zuständen, in denen sichtbare physische Handlungen sehr auf uns wirken.
01:22:41
Bis hier¹⁴
In Ordnung? Petach Tikwa 30.
Schüler: Ja, im Anschluss an die physischen Handlungen: Das Gesundheitsministerium hat ja die Corona-Beschränkungen aufgehoben. Vielleicht könnten wir uns während des Kongresses als Zehner im Lernsaal versammeln?
Rav: Wir werden das besprechen. Nein, beim Kongress weiß ich nicht, ob wir das so machen. Ich bin nicht sehr dafür, sofort alle, die in Israel in unserer Nähe sind, zusammen hereinkommen zu lassen. Auch nicht alle, denn viele unserer Freunde wohnen sogar in unserem kleinen Land weit weg. Hier einen Kongress zu machen … ich weiß nicht. Ihr müsst darüber diskutieren und entscheiden: wie weit wir in der Lage sind, allen den Zutritt zu ermöglichen und vielleicht Essen, Mahlzeiten und so weiter. Das ist nicht einfach. Ihr wisst das. Ihr macht das gewöhnlich. Ihr habt es früher gemacht. 24:07
Ich habe auch Bedenken. Ich sehe Menschen, die hier sind: Tschechoslowakei, Wien, Türkei, Latin, Kiew, MAK, Almaty, noch einmal MAK, Toronto, Toronto und so weiter, sogar solche wie Rechovot, Galiläa, Karmiel und so weiter. Ich glaube nicht, dass sie zu uns kommen können. Sogar aus Israel zu uns zu kommen … Deshalb habe ich Angst, etwas in unsere Gruppe hineinzubringen, die mir heute homogen erscheint, so einheitlich, dass wir uns alle gleich fühlen. Es ist nicht wichtig, ob das Brasilien ist oder, sagen wir, Asien oder Israel oder Russland oder Europa oder Amerika.
Und wenn wir das hier bei uns als physischen Kongress machen, gibt das schon eine Art Ungleichgewicht (misbalance), eine Ungleichheit zwischen denen, die hier sind, und denen, die in der ganzen Welt sind. Deshalb habe ich große Angst, das zu machen. Innerlich hätte ich noch große Bedenken und wäre vorsichtig. Ich weiß nicht, was zu tun ist. Ich sage euch das, weil ich denke, dass auch ihr in dieses Gefühl einbezogen werden und richtig entscheiden müsst, ob wir das machen sollen oder nicht. Denn das Wichtigste für uns ist, zur Verbindung zu kommen. Es kann sein, dass jetzt ein paar Hundert Menschen kommen, sagen wir dreihundert, vierhundert, und sich bei uns im Lernsaal versammeln. Das wäre eine Ungleichheit zwischen dem, was hier ist, und dem, was es bei jedem Zehner gibt. Und ich glaube nicht, dass das zu einem einzigen, vereinten Gefäß führt.
Also lasst uns gut darüber nachdenken. Ihr könnt inzwischen abstimmen, ob es sich lohnt, das zu machen, oder nicht, in welcher Form es sich lohnt und in welcher nicht. Man muss dazu Fragen zusammenstellen und sich so bemühen zu verstehen, wo wir sind. Diese Fragen selbst sind gut, wenn wir darüber nachdenken. Aber ich sorge mich vor allem um die Vollständigkeit des allgemeinen Gefäßes. Für mich sind die, die dort in Patagonien am Ende der Welt sind, in China, Japan und Alaska – wir haben Freunde an all diesen Orten –, für mich sind sie zusammen mit mir. Aber wenn trotzdem einige Freunde physisch möglichst nah sind – und es sind nicht einige, das sind, sagen wir, vierhundert Menschen – und andere nicht, dann ist das schon eine Festlegung des Zustands in dieser Welt.
In Ordnung? Also denkt nach. Denkt nach. Ich will, dass ihr entscheidet und diese Zustände klärt, dass ihr darüber diskutiert, sodass jeder Einzelne in alle einbezogen wird. Diese Diskussionen bringen uns trotzdem einander näher, und wir brauchen die Annäherung. Nichts anderes brauchen wir, weder Intellekt noch alle¹⁵. Eine herzliche Annäherung, immer enger zwischen uns – das brauchen wir, bis sich der Schöpfer in der Verbindung, in dieser Verbindung offenbart.
Bis hier
—------------------------------------------------------------------------------------------------
In Ordnung? Wolltest du etwas sagen, Gilad?
88:37
Vorleser: Ich weiß nicht, wie Sie gespürt haben, dass ich etwas sagen will, aber rein technisch: Auch in Israel gilt noch das Gesetz, dass man in geschlossenen Räumen Masken tragen und Abstand halten muss. Es werden also sicher nicht dreihundert oder vierhundert Menschen sein, und es wird auch Beschränkungen geben.
Rav: Ja? Doktor. Aha … Nu …
Vorleser: Also, bei allem, was Sie gesagt haben, gibt es auch noch dieses Hindernis, aber …
Rav: Aha. In Ordnung. Gut. Wir werden sehen. Ich glaube nicht, dass das so schnell vorbeigeht. Ich glaube nicht, dass dieses Virus sich von uns trennen will. Wir haben genug solcher inneren Viren, die wir in uns leben lassen.
Gut. Kaukasus.
Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Bei Kongressen versammeln sich gewöhnlich viele physisch, zum Beispiel in Wohnungen, man macht Picknicks. Vielleicht kann man das irgendwie unterstützen.
Rav: Ohne Zweifel, du hast recht. Wenn ihr euch in den Zehnern zu einem Picknick verbinden könnt, ein Zehner hier, ein zweiter dort und so weiter – wenn ihr auf diese Weise auch materiell eine Verbindung für euch machen könnt, entsprechend den Beschränkungen des örtlichen Gesundheitsministeriums, dann freue ich mich nur, von so etwas zu hören. Das ist sehr wichtig. Aber unter der Bedingung, dass ihr euch wirklich über alle Störungen hinweg um die Verbindung zwischen euch kümmert.
PT 19.
90:41
Schüler: Guten Morgen, Rav, guten Morgen, Freunde. Es gibt doch schon Fußballspiele, da sind 5000, 10 000 Menschen. Ich weiß nicht, was noch der Grund ist, nicht in Petach Tikwa zu lernen, aber das ist nicht das Thema. Ich wollte Sie etwas anderes fragen.
Rav: Wir, wir machen alles ausschließlich nach den Anweisungen des Gesundheitsministeriums. Punkt. Es ist mir egal, was auf den Sportplätzen und in den Flugzeugen gemacht wird, das ist mir nicht wichtig. Mir ist nur wichtig, es nach dem Gesetz zu machen, nach dem Gesetz. Und Rabash hat uns immer so gelehrt: Das Gesetz, das im Staat festgelegt ist, müssen wir wirklich einhalten. Warum? Das ist eine Führung, so ist die Führung von oben. Wenn der Schöpfer etwas anderes machen wollte, würde Er unseren Führern etwas anderes in den Kopf geben, den Ärzten dort, dem Gesundheitsministerium und so weiter. Wir müssen die Gesetze des Staates einhalten, jedes Staates, in dem ein Mensch lebt.
Schüler: Okay. Das Gesundheitsministerium hat alle Beschränkungen aufgehoben, außer den Masken im Saal.
Rav: Ich will jetzt nicht darauf eingehen. Wir machen das im Moment nicht, das ist noch zu früh.
92:06
Schüler: *Okay. Dann gibt es hier eine Frage zu „jeder ist in die Kräfte einbezogen“: Was bedeutet es dann, dass jeder in die Kräfte des anderen einbezogen ist?*¹⁶
Rav: Dadurch, dass wir uns verbinden, werden unsere Seelen nach und nach zu einem System, sie nähern sich einander an. Und so wird das, was ich fühle, und was der Zweite, Dritte, Vierte denken und fühlen, wirklich so wie in unserer Welt bei Menschen, die zusammen leben: Sie fangen an, einander zu fühlen, einander besser zu verstehen, sogar ohne zu sprechen. So auch wir, auf eine spirituellere, innere Weise.
Schüler: Dass es eine besondere Eigenschaft zwischen den Freunden gibt?
Rav: Ja.
Schüler: Was ist diese Eigenschaft?
Rav: Die Eigenschaft, dass wir zu einem Gefäß werden, in dem der Schöpfer sich schon offenbaren kann.
Schüler: Genau das frage ich: Wie arbeitet man in einem Gefäß mit so vielen Menschen auf der Welt?
Rav: Das ist nicht wichtig. Was heißt so viele? Wie viele haben wir? Tausende? Wir sprechen von Milliarden, die sich so verbinden müssen, das ist nicht wichtig. Wenn alle verbunden sind, sich verbinden wollen, dann verbindet die Höhere Kraft, „denn in Ihm freut sich unser Herz“. Und dann, keine Sorge, das wird sich regeln.
Schüler: Sie sagen also, dass alles über das Internet geschehen kann? Über diese Bildschirme?
Rav: Ja. Ja. Ja. Hast du vor 20 oder 30 Jahren gedacht, dass es so etwas geben kann, eine solche Verbindung zwischen uns? Du siehst French, San Diego, Brasilien, ITA, Piter, Almaty, Toronto – schau, was auf dem Bildschirm passiert, nu?
Schüler: Im Leben hätte ich nicht davon geträumt. Ich sage nur, es war leichter, weil vorher die Idee aufkam, dass es sich lohnt zu lernen, dass wir eine Fackel von 300–400 Menschen in einem Saal sein werden, das haben die Freunde gesagt. Das heißt nicht, dass wir uns von der Welt abschneiden, verstehen Sie? Darum geht es.
Rav: Gut, ich beneide dich darum, dass du reden kannst.
Bulgarien 1.
94:16
Schüler (auf Russisch): Schalom, Rav.
Rav (auf Russisch): Schalom.
Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Wie kann es sein, dass man das Ego annullieren muss, um zu entdecken, dass wir verbunden sind, und gleichzeitig sagt man, dass das Ego und der Bruch bleiben?
Rav: Wir annullieren die Absicht zu empfangen. Das ist es. Und wir wollen das Verlangen zu empfangen neutral machen oder sogar in der Absicht zu geben. Ganz im Gegenteil. Das ist es, was wir machen. Das Verlangen zu empfangen selbst verschwindet nicht, das ist die Schöpfung. Du kannst es nicht annullieren, das Verlangen zu empfangen selbst, sondern nur die Absicht, mit der du es zu deinem eigenen Nutzen benutzt und nicht zum Nutzen des Nächsten.
Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Wenn es dann schon nicht Ego heißen muss – das Verlangen ist neutral –, warum sagen wir dann, dass das Ego bleibt?
Rav: Nein. Das Verlangen zu empfangen ist das Verlangen zu empfangen. Wird darauf eine Absicht für sich selbst gemacht, in der Absicht zu empfangen, wird das Klipa genannt. Aber das Verlangen zu empfangen ist meine Natur. Wenn es verschwindet, werde ich mich selbst nicht fühlen, ich werde die Wirklichkeit nicht fühlen, ich werde gar nichts fühlen. Das Verlangen zu empfangen hilft mir, mich selbst zu fühlen und die Welt und sogar den Schöpfer, alles. Was in mir und außerhalb von mir ist, fühle ich in meinem Verlangen zu empfangen.
Jetzt ist die Frage: Wie nehme ich das, was ich im Verlangen zu empfangen fühle, innerlich und äußerlich wahr? Wie werde ich davon beeindruckt? Um selbst zu genießen oder um dem Nächsten Genuss zu bereiten? Hier ist der Unterschied zwischen Geschöpf und Schöpfer: Das Geschöpf will von vornherein selbst genießen, und der Schöpfer will dem Nächsten Genuss bereiten. Und hier müssen wir uns bemühen, uns von der Absicht zu empfangen, wie es heißt, zur Absicht zu geben zu verändern. Das ist die ganze Weisheit der Kabbala: insgesamt eine Reihe von Mitteln, die uns helfen, die Absicht zu verändern – davon, auf uns selbst zu schauen und auf uns ausgerichtet zu sein, dazu, auf das Wohl des Nächsten zu schauen und darauf ausgerichtet zu sein. Das ist alles.
97:43
Schüler: Ein weiterer Freund möchte fragen, geht das?
Rav (auf Englisch): Bitte.
Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Muss es in der Sorge um den Freund noch etwas anderes geben außer dem Gebet für die Verbindung mit dem Zehner?
Rav: Die Sorge um den Freund muss sich nur darin ausdrücken, dass wir ihm helfen zu spüren, dass wir zwei Dinge haben: uns im Zehner zu verbinden und den Schöpfer im Zehner zu offenbaren. Das heißt, das Gefäß zu korrigieren – uns im Zehner zu verbinden – und den Schöpfer im Zehner zu offenbaren, das Licht zu empfangen. Das ist alles, insgesamt brauchen wir zwei Handlungen. Und dabei muss jeder den anderen helfen.
PT 6.
98:54
Schüler: Auf die Anhaftung an die Freunde im Zehner muss ich mich konzentrieren, und dadurch komme ich zur Anhaftung an die ganze Kraft der ganzen Gemeinschaft? Und auch die Kraft der ganzen Gemeinschaft werde ich durch meinen Zehner spüren?
Rav: Ja. Nur durch deinen Zehner. Was auch immer es sein wird – auch das Ende der Korrektur wirst du durch deinen Zehner empfangen.
Schüler: Dann kann ich die Kraft nicht direkt von der Gemeinschaft empfangen?
Rav: Nein. Wie kannst du überhaupt ohne Zehner mit der Gemeinschaft verbunden sein? Erklär mir, wie das möglich ist. Das entspricht nicht dem Aufbau des Systems der Wirklichkeit. Du bist mit einem Teil davon verbunden. Du musst dich mit diesem Teil verbinden, ihn erwecken, ihn beleben, und dieser Teil muss anfangen, sich mit größeren Teilen zu verbinden, und sie mit noch größeren, bis du in einen Zustand kommst, in dem du das ganze System spürst. Nur so funktioniert es. Wir sind in einem System, und du kannst es nicht annullieren.
Schüler: Ist es in Ordnung, dass ich mich nur mit meinem Zehner beschäftige, und das war’s?
Rav: Vorerst ja, vorerst ja.
Italien 3.
100:31
Schüler (Übersetzung aus dem Italienischen): Was bedeutet es, in die Kraft der Freunde einbezogen zu werden? Wovon hängt das ab?
Rav: In die Kraft der Freunde einbezogen zu werden, hängt davon ab, wie sehr ich verstehe, dass das der Weg zur Korrektur meiner Seele ist – sogar auf egoistische Weise. Wenn ich meine Seele korrigieren muss: Meine Seele ist der Zehner. Der Zehner. Dann muss ich in ihn einbezogen werden und ihn überreichen, von mir aus dem Schöpfer überreichen. Dann offenbart sich der Schöpfer im Zehner mir gegenüber, und so offenbare ich den Schöpfer in der Shechina, im Gefäß, im Zehner. Es gibt keinen anderen Weg, sich mit dem Schöpfer zu verbinden, als durch den Zehner. Und jeden Tag müsst ihr euch wieder und wieder davon überzeugen, denn das sind neue Reshimot, die sich jeden Moment offenbaren, und wir müssen verstehen, dass das die Korrektur ist.
Gut. In Ordnung. Dann haben wir MAK 6.
Schüler: Guten Morgen, Rav, guten Morgen, Freunde. Rav, in den letzten Abschnitten, die wir gelesen haben, hieß es, dass wir die Kraft der Annullierung im Zehner durch die Verlangen jedes Freundes nehmen, sich vor einem Verlangen zu annullieren. Andererseits lernen wir, dass nur der Schöpfer helfen und diese Kraft geben kann. Es ist nicht wirklich klar, woher wir unterm Strich die Kraft nehmen: von den Freunden oder vom Schöpfer?
Rav: Es gibt keine Kraft außer dem Schöpfer, „es gibt nichts außer Ihm“. Aber den Mangel nach dieser Kraft müssen wir von uns selbst und von allen Freunden nehmen. Denn insgesamt waren wir einmal zusammen verbunden, und jetzt müssen wir in denselben Zustand zurückkehren: einen Mangel haben, wieder zusammen zu sein, den Zustand wiederherzustellen, in dem wir zusammen waren, und den Schöpfer anziehen, damit Er uns hilft, es macht und füllt.
Schüler: Sie sagen also eigentlich: Die Verbindung der Verlangen muss zu einem gemeinsamen Gebet werden, und dann gibt der Schöpfer die Kraft?
Rav: Natürlich. Endlich hast du etwas verstanden.
Kiew 1.
Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Rav, Sie sagten, dass ich den Zehner dem Schöpfer überreiche. Wie mache ich das?
Rav: Indem du sie unterstützt, sie verbinden willst, sie lieben willst, sie zum Schöpfer erheben, sie vorwärts schieben, nach oben. Das heißt, dass du dieses Gefäß von deiner Seite dem Schöpfer gibst, damit Er sich darin offenbart, sich darum kümmert, es korrigiert und so weiter. Neun Sefirot, und du bist die Malchut: neun Sefirot vor dir, und du bist die Malchut, die sich selbst annulliert und sie nur beleben will, damit der Schöpfer sich in ihnen offenbart.
Gilad.
Vorleser: Abschnitt Nr. 5.
„Bekanntlich weilt die Shechina in jeder Zehn, und sie ist eine vollständige Stufe¹⁷, wie bekannt. Und eine vollständige Stufe hat Kopf, Hände, Füße und Fersen, wie bekannt. Es ergibt sich: Wenn jeder Mensch sich in der heiligen Gemeinschaft als Nichts betrachtet, dann betrachtet er sich selbst als Ferse¹⁸ in Bezug auf die Gemeinschaft, und sie sind der Kopf, der Körper und die oberen Glieder. Und wenn jeder so über sich denkt, dann bewirken sie, dass sich ihnen die Tore der Fülle und alles Gute der Welt öffnen. Und hauptsächlich wird es durch den Menschen gezogen, der sich am meisten als Nichts und als Ferse betrachtet.“
(Maor waShemesh, Wochenabschnitt Ekew)
Noch einmal.
Vorleser: Noch einmal Abschnitt Nr. 5.
„Bekanntlich weilt die Shechina in jeder Zehn, und sie ist eine vollständige Stufe, wie bekannt. Und eine vollständige Stufe hat Kopf, Hände, Füße und Fersen, wie bekannt. Es ergibt sich: Wenn jeder Mensch sich in der heiligen Gemeinschaft als Nichts betrachtet, dann betrachtet er sich selbst als Ferse in Bezug auf die Gemeinschaft, und sie sind der Kopf, der Körper und die oberen Glieder. Und wenn jeder so über sich denkt, dann bewirken sie, dass sich ihnen die Tore der Fülle und alles Gute der Welt öffnen. Und hauptsächlich wird es durch den Menschen gezogen, der sich am meisten als Nichts und als Ferse betrachtet.“
(Maor waShemesh, Wochenabschnitt Ekew)
Keine Fragen. Schön. Dann gehen wir weiter. Ja, Gilad.
Schüler: Was heißt das, dass alles durch den Menschen gezogen wird, der sich am meisten als Nichts und Ferse betrachtet? Alle machen doch diese Arbeit.
Rav: Aber jeder, der sich mehr annullieren kann, wird als das Jessod betrachtet, als die Malchut der Gemeinschaft, und dadurch … Im Gegenteil, alle treten in einen Wettbewerb ein: wie sehr jeder niedriger sein, sich mehr gegenüber der Gemeinschaft annullieren wird. Dadurch kann die ganze Gemeinschaft gewinnen und wachsen. Darin gibt es Wettbewerb.
Schüler: Aber das Wort „Wettbewerb“ ist hier ein bisschen seltsam, weil alle sicher das Maximum dafür tun.
Rav: Das ist „Jeder hilft seinem Nächsten“, auf diese Weise: dass ich die anderen beneide, dass es mir scheint, dass die anderen viel größer sind, sich annullieren, allen geben – und wo bin ich? Das ist sehr … Das heißt „sie helfen“. Darüber gibt es viele Verse.
Petach Tikwa 9.
107:48
Schüler: Rav, Sie haben vorhin gesagt, das Besondere an der Spiritualität ist, dass jeder wirklich wie Adam haRishon wird und den Schöpfer vollständig offenbaren kann. Andererseits ist manchmal, wie in diesen Abschnitten, jeder anders: ein anderes Körperteil, ein anderes Puzzleteil. Wie bringt man diese beiden Formen zusammen? Einerseits ist jeder ein Puzzleteil, andererseits ist jeder das ganze Puzzle.
Rav: Zuerst: Dass jeder anders ist – so stellen wir uns während der Korrekturen alles vor Augen. Aber je mehr wir uns den wahren Korrekturen nähern, spürt jeder Einzelne, dass er wirklich alle in sich enthält und „der Mensch eine kleine Welt ist“. Und am Ende kommt er dahin, dass es nichts außer dem Schöpfer gibt und er nichts ist: Das ist „Israel, die Tora und der Heilige, gepriesen sei Er, sind eins“.
Wir können das jetzt mit unserem tierischen Intellekt nicht verstehen, der nur danach arbeitet, wie er definierte Dinge trennt und verbindet. Aber wenn wir zur Spiritualität kommen, werden wir verstehen, dass es so ist: Obwohl jeder von uns sich als einer gegenüber dem Schöpfer fühlt, und überhaupt in der Wirklichkeit, musste er sich gerade zugleich in alle einbeziehen und sich gegenüber allen annullieren, um zum Maß von Israel zu kommen. Überall, wo du siehst, dass Israel geschrieben steht, kannst du stattdessen deinen Namen sagen – so hat Rabash es mich gelehrt. Das war’s. So. „Höre, Michael: Der Schöpfer ist unser Schöpfer, der Schöpfer ist eins.“¹⁹ Das musst du dir selbst sagen. Und bei allem so, denn es gibt nichts außer dir und nichts außer Ihm, und du willst zur Identifikation mit dieser einen Kraft kommen.
Schüler: Wie passt das, dass jeder Mensch sich das sagen muss, zu dem, was Sie vorhin gesagt haben: dass man gerade die Freunde vorwärts schieben muss und dass das das Verlangen sein soll, gerade außerhalb von mir? Sie haben vorhin gesagt, jeder muss denken, dass alle Freunde sich miteinander und mit dem Schöpfer verbinden.
Rav: Das ist auf dem Weg. Ich habe dir gesagt, dass es einen Unterschied gibt zwischen dem Weg – wie wir uns die ganze Wirklichkeit vorstellen oder wie der Schöpfer sie uns darstellt – und dem Ende, wenn sich die Wirklichkeit als wahr offenbart. Es gibt einen Unterschied zwischen der integralen, vollständigen Wahrnehmung und der diskreten Wahrnehmung, wie soll man sagen?
Schüler: Getrennten.
Rav: Getrennten. So ist es. Aber sicher ist es so: Es gibt nicht mehr als einen Menschen. Wo schreibt er dort: „Und in Wahrheit gibt es in der Wirklichkeit nur einen Menschen“? So etwas gibt es, er erklärt es uns. Und so wird es sich nach und nach offenbaren. Unser Problem ist, dass wir mit unserem Intellekt nicht erfassen können, was Spiritualität ist. Nu, was kann man machen. Also spielt man damit, spielt man damit, bis man wächst und wächst, und nach und nach treten wir ein … Wir sind noch nicht einmal ein bisschen in die spirituelle Wahrnehmung eingetreten. Und dann fangen wir an zu verstehen, was diese Integralität heißt, was es heißt, dass alles eins ist und Allgemeines und Einzelnes gleich sind. Das sind Dinge, die nach unserem Intellekt, nach unserem Gefühl nicht aufgenommen werden. Nicht aufgenommen.
Gut, Gilad.
Vorleser: Es gibt diesen Abschnitt, aber gleich wird er an die Übersetzer weitergeleitet, dann können wir ihn lesen.
Rav: Bitte.
Vorleser: Also zu Abschnitt 6 übergehen, ja?
Rav: Ja.
Vorleser: Abschnitt Nr. 6.
„Man muss sich daran erinnern, dass die Gemeinschaft auf der Grundlage der Nächstenliebe gegründet wurde, das heißt, dass jeder Einzelne von der Gemeinschaft Nächstenliebe und Hass auf sein eigenes Selbst empfängt. Und dadurch, dass er sieht, dass sein Freund sich um die Annullierung seines Selbst und um Nächstenliebe bemüht, bewirkt das, dass jeder in die Absicht seines Freundes einbezogen wird. Es ergibt sich: Wenn die Gemeinschaft zum Beispiel auf zehn Freunden gegründet ist, dann wird jeder zehn Kräfte in sich einschließen, die sich mit der Annullierung des eigenen Selbst, mit Hass auf sich selbst und mit Nächstenliebe beschäftigen.“
(Rabash, Artikel Nr. 2, „Über die Liebe zu den Freunden“, 1984)
Noch einmal, bitte.
Vorleser: Noch einmal Abschnitt Nr. 6.
„Man muss sich daran erinnern, dass die Gemeinschaft auf der Grundlage der Nächstenliebe gegründet wurde, das heißt, dass jeder Einzelne von der Gemeinschaft Nächstenliebe und Hass auf sein eigenes Selbst empfängt. Und dadurch, dass er sieht, dass sein Freund sich um die Annullierung seines Selbst und um Nächstenliebe bemüht, bewirkt das, dass jeder in die Absicht seines Freundes einbezogen wird. Es ergibt sich: Wenn die Gemeinschaft zum Beispiel auf zehn Freunden gegründet ist, dann wird jeder zehn Kräfte in sich einschließen, die sich mit der Annullierung des eigenen Selbst, mit Hass auf sich selbst und mit Nächstenliebe beschäftigen.“
(Rabash, Artikel Nr. 2, „Über die Liebe zu den Freunden“, 1984)
Rav: Gibt es Fragen? Nein. Ausgezeichnet, dass es keine gibt – oder nicht gut, dass es keine gibt. Nu, gehen wir trotzdem weiter. Ja, Gilad.
114:31
Vorleser: Wir können den Abschnitt jetzt lesen, man sagt mir hier, er ist fertig.
Rav: Welchen Abschnitt?
Vorleser: Den Sie wollten, darüber, dass es auf der Welt nicht mehr als eine Seele gibt.
Rav: Ah, das soll der Professor beantworten.
Vorleser: Von Baal HaSulam, aus dem Artikel „600 000 Seelen“²⁰.
„Es gibt auf der Welt nicht mehr als eine Seele, wie geschrieben steht (Genesis 2,7): ‚Und Er blies in seine Nase den Odem des Lebens.‘ Und diese Seele ist in allen Söhnen Israels vorhanden, bei jedem Einzelnen in Vollständigkeit, wie bei Adam haRishon.“ 115:04 Hört jetzt zu: „Denn das Spirituelle kommt nicht in Abschnitte und Teilungen, das gehört gerade zu den Grenzen des Materiellen. Sondern wenn er sagt, dass es 600 000 Seelen und Funken von Seelen gibt, scheint es, dass sich das durch die Kraft des Körpers jedes Einzelnen teilt.“ 115:27 Im Verlangen zu empfangen. „Das heißt, am Anfang trennt der Körper und hält den Glanz der Seele völlig von sich ab, und durch die Kraft der Tora und der Mizwa wird der Körper verfeinert, und in dem Maß, in dem er verfeinert ist, im selben Maß leuchtet die allgemeine Seele auf ihn.“
Ja, schön, aber es gibt keine Worte dafür. Bis wir das erste Gefühl dafür bekommen, was Spiritualität heißt, können wir uns nicht vorstellen, wie das ist: viele Menschen und einer, vier (viele?) Seelen und eine, wie diese Integralität geschieht, dass sich alles zu einer Sache verbindet. Das können wir uns nicht vorstellen.
ITA 2.
Schüler (Übersetzung aus dem Italienischen): Ja, im vorigen Abschnitt – was bedeutet Hass auf sich selbst?
Rav: Hass auf sich selbst, das ist Hass auf sein Ego: dass der Mensch sein Ego schon hasst, weil es ihn vom Schöpfer trennt, ja. Das Ego steht zwischen uns, zwischen mir und dem Schöpfer, und ich muss es entfernen. Ich entferne es nicht, sondern ich neutralisiere es, damit es nicht in egoistischer Form ist, und danach gehe ich sogar dazu über, es in der Absicht zu geben zu benutzen. Dann arbeite ich nicht durch ein Glas, das mich vom Schöpfer entfernt, ja, durch diese Linse, sondern dadurch, dass ich den Schöpfer zu mir heranhole. Das ist wie bei einem Fernglas: Wir können es sozusagen umdrehen und nah oder fern sehen. Und so bemühen wir uns, es umzudrehen. Wenn wir vom Nahsehen zum Fernsehen wechseln oder umgekehrt, heißt das, dass wir durch den Zimzum gehen, und dann fangen wir an, nach der anderen Methode zu arbeiten: wie wir den Schöpfer uns näherbringen.
Das hängt alles von uns ab, denn der Schöpfer ist eine Kraft, die die ganze Wirklichkeit füllt, und alles hängt nur davon ab, wie wir diese Kraft empfangen.
Latin 3.
Schüler (Übersetzung aus dem Spanischen): Schalom, Rav. Was ist das Gefühl der Spiritualität?
Rav: Das Gefühl der Spiritualität: dass wir in einer Welt sind und alle zu einer Kraft gehören, dass es zwischen uns keinen Zusammenstoß gibt, sondern dass wir alle uns derselben einen Höheren Kraft zuordnen, die Schöpfer genannt wird, die uns erschaffen hat, uns hält und erhält. Das ist alles, damit fängt das spirituelle Gefühl an. Und natürlich verändert sich der Mensch als Folge davon sehr.
Stellt euch vor, wir nehmen jetzt als Tatsache an, dass es in unserem Gefühl so ist: Wir gehören alle zu einer Wurzel, die uns lenkt und über uns herrscht. Entsprechend fangen wir alle an zu spüren, wie nah wir einander sind, wie wir zueinander gehören, und können daraus unsere fortschreitenden spirituellen Zustände bestimmen.
So ist es, nu, was soll man machen. Wir haben Tel Aviv 4.
120:54
Schüler: Rav, wir haben heute über die Annullierung gelernt. Was bedeutet es, während des Kongresses in Annullierung zu sein?
Rav: Während des Kongresses ist es viel wichtiger als an jedem anderen Tag, in Annullierung zu sein, weil … ich sage dir: Das Besondere während des Kongresses ist, dass es trotzdem viel mehr Menschen sind als in der Verbindung der Morgenlektion. Das schließt Frauen ein, Männer, Fernstehende, solche, die bei unseren Lektionen dabei sind und nicht dabei sind. Es gibt trotzdem eine viel größere Stärke. Und es gibt auch äußere Menschen, die wir nicht sehen, nicht spüren und nicht einmal mitzählen, die aber aus sehr fernen Kreisen mit uns sind, und es gibt wirklich Verbindungen, Tausende und Abertausende zusätzlicher Verbindungen. Also gibt es eine große Stärke in unserem Gefäß. Und soweit wir, der innere Teil des Gefäßes, zusammen verbunden sind und in einem Gefäß sein wollen, wird dieses eine Gefäß auch die Form der Verbindung zu uns von allen Kreisen, von all unseren äußeren Kreisen, bestimmen, und wir werden der Welt auf sehr bedeutende Weise geben können.
Schüler: Das heißt, beim Kongress ist die Selbstannullierung innerlich, eine innerere Arbeit?
Rav: Ja, natürlich, eine viel innerere Arbeit, und wir müssen dafür bereit sein, das verstehen, und so kommen wir voran. Das war’s.
Gilad, wie viel Zeit haben wir hier noch? Lass uns damit schon weitermachen.
Vorleser: Gut, dann Abschnitt Nr. 7.
„Er ist gezwungen, die Liebe, die in seinem Herzen für die Freunde ist, zu offenbaren. Denn durch diese Offenbarung bewirkt er, dass er das Herz seines Freundes für die Freunde erweckt, sodass auch die Freunde spüren, dass sich jeder Einzelne mit der Liebe zu den Freunden beschäftigt. Und der Gewinn dabei ist, dass er dadurch eine stärkere Kraft empfängt, in der Liebe zu den Freunden mit noch mehr Kraft und Stärke zu handeln, weil die Kraft der Liebe jedes Einzelnen in seinen Freund einbezogen ist.“
(Rabash, Artikel Nr. 2, „Über die Liebe zu den Freunden“, 1984) 124:05
Ja, noch einmal.
Vorleser: Noch einmal Abschnitt Nr. 7.
„Er ist gezwungen, die Liebe, die in seinem Herzen für die Freunde ist, zu offenbaren. Denn durch diese Offenbarung bewirkt er, dass er das Herz seines Freundes für die Freunde erweckt, sodass auch die Freunde spüren, dass sich jeder Einzelne mit der Liebe zu den Freunden beschäftigt. Und der Gewinn dabei ist, dass er dadurch eine stärkere Kraft empfängt, in der Liebe zu den Freunden mit noch mehr Kraft und Stärke zu handeln, weil die Kraft der Liebe jedes Einzelnen in seinen Freund einbezogen ist.“
(Rabash, Artikel Nr. 2, „Über die Liebe zu den Freunden“, 1984) 125:04
Ja, keine Fragen. Nu, wenn es keine Fragen gibt, gehen wir weiter. Ah, es gibt doch welche.
Aschkelon 2.
Schüler: Rav, reicht für die Liebe zu den Freunden die Annullierung, oder braucht man auch einen Massach?
Rav: Nein, das geht jetzt nach der Stufe. Alle spirituellen Gesetze fangen in dem Moment an, in dem wir in Beziehungen untereinander und mit dem Schöpfer eintreten wollen, und gelten bis zum Ende der Korrektur. Denk nicht, dass das aufhört. Denk nicht, dass dein Zehner ein paar Stufen sind: Du gehst durch die erste Klasse, und in der zweiten Klasse gibt es schon keinen Zehner mehr und so weiter. Das geht weiter und reicht bis zum Ende der Korrektur. Und im letzten Moment des Endes der Korrektur wirst du sehen, wie schwer es dir fällt, dich mit den Freunden zu verbinden. Du hast dir nicht vorgestellt, wie sehr jeder von ihnen Egoist ist und hinter deinem Rücken mit einem Messer steht, es so hält, und alle, alle denken darüber nach, wie sie dich umbringen können, und wie sie … wirklich ein Grauen.
Alle Klipot – wo offenbaren sie sich? Sie offenbaren sich zwischen den Freunden. Die ganze Welt der Klipot offenbart sich zwischen den Freunden, all die schlimmsten Dinge, Gehinnom²¹, alles ist zwischen den Freunden. Mehr gibt es nicht, es gibt keinen Ort für mehr Böses.
Ich sehe, dass Latin 8 sich sehr freut, ja, dass es so eine Gelegenheit gibt, den Freund zu schlachten.
In Ordnung.
Schüler: Darf ich noch etwas fragen, Rav?
Rav: Ja.
Schüler: Vielleicht habe ich die Frage einfach nicht richtig gestellt: Verbinden wir uns in der Annullierung? Entsteht in der Annullierung selbst Verbindung? Oder …
Rav: Annullierung ist keine Verbindung. Annullierung ist wie Zimzum: Ich annulliere mein Ego. Aber dann ist die Frage: Wodurch werde ich mich verbinden, außer dem Ego habe ich doch nichts? Also bitte ich um den Maor haMachsir leMutaw, dass er kommt und mir den Teil meines Egos ins Geben umwandelt. Das heißt schon Empfangen in der Absicht zu geben. Ich muss schon tatsächlich in Gefäßen des Gebens sein, um mich zu verbinden. Das wird kommen, das wird kommen. Wir müssen uns nur immer mehr in das einbeziehen, was wir jetzt lesen.
In Ordnung? Haifa 3.
128:10
Schüler: Guten Morgen. Was ist hier mit dem Wort „gezwungen“ gemeint, was bedeutet das Wort „gezwungen“?
Rav: „Gezwungen“ heißt verpflichtet. Er ist verpflichtet, die Liebe in seinem Herzen für die Freunde zu offenbaren. Verpflichtet, sie in der Tat zu offenbaren, das ist es. „Denn durch diese Offenbarung bewirkt er, dass er das Herz seines Freundes für die Freunde erweckt“ – für die anderen Freunde, ja –, „sodass auch die Freunde spüren, dass sich jeder Einzelne mit der Liebe zu den Freunden beschäftigt. Und der Gewinn dabei ist“, dass jeder spürt, dass die anderen sich mit der Liebe zu den Freunden beschäftigen, darin, „dass er dadurch eine stärkere Kraft empfängt, in der Liebe zu den Freunden mit noch mehr Kraft und Stärke zu handeln, weil die Kraft der Liebe jedes Einzelnen in seinen Freund einbezogen ist“. Das heißt, es gibt eine Hitkalelut – nicht der egoistischen Kräfte, wo jeder den anderen sieht und dadurch schärfer und grausamer wird, sondern im Gegenteil: Jeder sieht, wie die Freunde sich überwinden und die Beziehung, die Verbindung, die Liebe zu den anderen offenbaren wollen, und er wird ebenfalls darin einbezogen. Wenn wir uns jetzt in so minimaler Form miteinander verbinden könnten, dass jeder den anderen zeigt, wie sehr er in Liebe sein will, wie sehr es ihn dahin zieht, dass das seine ganze Hoffnung ist, sein ganzes … wie soll man sagen? Nu.
Schüler: Sein Sehnen.
Rav: Sehnen vielleicht, ja. Dann wären wir sofort im Gefühl der spirituellen Welt.
Fokusgruppe.
Schüler: Dieses Prinzip: Eine der Anweisungen, die wir von Ihnen in der Vorbereitung auf den Kongress gehört haben, ist, dass wir einander während des Kongresses auch zwischen den Zehnern erwecken müssen. Das heißt, die Verbindung ist innerhalb des Zehners, aber die Unterstützung, das Beispiel, auch der Neid sind zwischen den Zehnern. Die Frage …
Rav: Zwischen den Zehnern habe ich noch nichts gesagt, ich habe gesagt: innerhalb des Zehners. Zwischen den Zehnern ist das sehr schwer, das ist schon … Um anzufangen, sich zwischen Zehnern zu verbinden, müssen wir schon innerhalb des Zehners miteinander verbunden sein. Ich kann mich nicht selbst mit einem anderen Zehner verbinden, das wäre nur Verwirrung, das ist nicht richtig.
Stell dir vor, du bist in solchen Beziehungen in einer menschlichen Gemeinschaft²²: Wie verbinde ich, der ich in meiner Gemeinschaft bin, mich selbst mit etwas außerhalb von mir? Das ist nicht gut. Nur unter der Bedingung, dass ich mich mit dem Zehner verbunden fühle, so, dass ich mit ihnen schon in einem Rahmen wie einer bin, dann erwecke ich den ganzen Rahmen, uns alle zusammen, und wir alle zusammen verbinden uns mit einem anderen Zehner – nicht ich selbst, das ist nicht richtig.
Schüler: Ja, ja, natürlich nicht ich selbst, sondern aus dem Zehner heraus, so hat Ono es zumindest angewiesen. Was ist dann die Arbeit – gibt es überhaupt Arbeit zwischen den Zehnern während des Kongresses?
Rav: Nur ein äußeres Beispiel geben: jeder den anderen, jeder Zehner den anderen und jeder Mensch den anderen. Aber wirklich die Annäherung erwecken, die Zuneigung, die Dwekut in gewissem Maß, nur darin. Wir sind noch nicht in Zustände gekommen, in denen wir innerhalb des Zehners wirklich als eine Einheit verbunden sind. Deshalb können wir uns noch nicht zwischen den Einheiten verbinden. Wenn jede Einheit schon wie eins ist, zehn wie eins, dann können wir zwischen diesen Einsen, von denen jede aus einem Zehner kommt, ja, anfangen, uns zwischen Zehnern zu verbinden. Vorerst nicht, hütet euch davor.
133:15
Schüler: Und wie gibt man dieses Beispiel, von dem Sie sprechen, zwischen den Zehnern? Wie gibt man das Beispiel?
Rav: Was für ein Beispiel?
Schüler: Sie sagten, dass man jetzt zwischen den Zehnern ein Beispiel des Erwachens geben muss.
Rav: Also geben wir einander ein Beispiel, um ihnen ein gutes Beispiel zu geben, wie wir untereinander verbunden sind. Nicht, dass wir uns mit ihnen, mit irgendwelchen anderen Zehnern verbinden wollen, nein, sondern nur einander Beispiele geben, wie sehr wir innerhalb des Zehners verbunden sind.
Schüler: Danke.
Rav: Nicht springen, nicht über unsere Stufe hinausspringen. Wo wir sind, nur dort müssen wir an diesem Zustand haften. In Ordnung? Schön, klar.
Gut, wir haben trotzdem noch Hebrew 10, ja.
Schüler: Schalom, Rav. Warum gibt es, wenn wir TES lernen, das Gefühl der Verbindung im Zehner, und wenn wir damit aufhören, verschwindet es?
Rav: Weil du beim Lernen von TES keine richtige Reaktion aus dem Lernen bekommst, außer im Intellekt. Und in deinem äußeren Intellekt scheint es dir, dass du verbunden bist und mit allen zusammen denkst. Das ist eine Lüge.
PT 30.
Schüler: Ja, zu dem, was Sie vorhin gesagt haben, dass die Freunde mit einem Messer dastehen und einander umbringen wollen: Wenn es in meinem Zehner einen Freund gibt, bei dem ich es wirklich vorziehe, dass die ganze Menschheit zerstört wird, als mit ihm zusammen zu sein – muss ich dann den Zehner wechseln, damit die Menschheit deswegen keinen Schaden nimmt?
Rav: Berate dich mit den Freunden, berate dich mit den Freunden, in Ordnung?
Gut, jetzt machen wir einen Workshop. Wir haben noch eine Viertelstunde, wir machen einen Workshop.
Frage für den Workshop: Wie halten wir uns nach dem, worüber wir jetzt gesprochen haben – während des Kongresses, in der Vorbereitung auf den Kongress und während des Kongresses?
Bitte, inzwischen ein Lied.
136:00 Lied
139:00
Rav: Gut, dann gehen wir jetzt zum Workshop über. Wir haben noch 10 Minuten, und nach dem Workshop gibt es noch einige Mitteilungen, auf die wir eingehen müssen. Also bitte, Workshop. Gilad, vielleicht stellst du ein paar Fragen zum Kongress? Hier gibt es welche.
Vorleser: Ja, Sie haben die Frage gestellt, also hier ist sie.
Frage für den Workshop: Wie halten wir uns nach dem, worüber wir jetzt gesprochen haben – während des Kongresses, in der Vorbereitung auf den Kongress und während des Kongresses?
149:37
Vorleser: Ja, und wir gehen bitte zu den Infos über.
(Berichte)
Schüler: Was können wir eigentlich aus unserer gemeinsamen Zeit bekommen? Ich spreche besonders von diesem Treffen am Schabbat, das ein Treffen der Zehner ist, nur wir – nicht Sie, keine Versammlung der Freunde, sondern ein Treffen, bei dem wir einander aufrichten und stärken wollen. Was können wir eigentlich bekommen, das wir nicht von Ihnen bekommen?
Rav: Von mir bekommt ihr nur die Ausrichtung, die Richtung, genau so. Aber das ganze Vorankommen in diese Richtung führt ihr nur in der Verbindung zwischen euch aus. Deshalb ist es sehr wichtig, wie viel Wichtigkeit ihr dem gebt, zu hören, was der Rav sagt – denn das ist die Richtung auf dem Weg, so oder anders zu gehen. Aber die Handlungen auszuführen, die der Rav empfiehlt, ist nur mit Hilfe der Freunde möglich; dadurch kommt die Hilfe des Schöpfers, und so kommt man voran. Es gibt hier also zwei Dinge: Man muss die Ratschläge des Rav hören und sie in der Verbindung mit den Freunden ausführen.
Wer das versteht und es so macht, dass er nicht von diesem Pfad abweicht, dem gelingt es. Es gibt viele Störungen, besonders auch gegenüber dem Rav, aber besonders auch gegenüber den Freunden. Und wir müssen uns bemühen, uns wirklich über sie zu erheben. Uns zu erheben und zu spüren, dass wir vor allem auf dem Weg sind, im Vorankommen, in einem schönen, guten Vorankommen. Natürlich wollen wir mehr, aber wir verstehen nicht, wie schwer unsere Gefäße sind. Wir sind in der letzten Generation, Freunde, in der letzten Generation. Jeder Einzelne hat ein solches Ego, das er noch nicht angefangen hat zu erkennen. Deshalb müssen wir uns mit Geduld wappnen, und Tropfen für Tropfen sammelt sich zu einer großen Summe. Und so, „Jeder hilft seinem Nächsten“, werden wir ankommen. Aber: Ratschläge und Ausrichtung vom Rav, Verwirklichung zwischen den Freunden. Und wir werden Erfolg haben.
Deshalb empfehle ich euch natürlich, zu legen … Nachdem ihr die Richtung versteht und diese Direction, diese Ausrichtung von mir hört, führt sie nur mit den Freunden aus, nur zusammen, nur in gegenseitigem Einverständnis, nur in gegenseitiger Ausrichtung, und vorwärts, jeden Schritt. Viel Erfolg.
Gilad.
(Fortsetzung der Berichte)
(Ende der Lektion)