Baal HaSulam. Willensfreiheit -Wahlfreiheit- Zusammenfassung

Baal HaSulam. Willensfreiheit -Wahlfreiheit- Zusammenfassung

13. úno 2011
To all the lessons of the collection: The Freedom 2011 (full version)
In unserer Welt hat der Mensch praktisch keine Willensfreiheit. Die Natur der Schöpfung ist der Wunsch, sich zu erfreuen, er bestimmt all unsere Handlungen. Wir bewerten alle Umstände in Bezug auf größeres oder geringeres Vergnügen und treffen dann eine Wahl zugunsten der maximalen Befriedigung unseres Egoismus. Wir kalkulieren einfach die Optionen und wählen diejenige, die uns optimal erscheint. Worin besteht die Willensfreiheit des Menschen, wenn ein Teil von Eigenschaften vererbt, ein weiterer Teil im Erziehungsprozess geformt und die restliche Werteskala uns von der Gesellschaft geliefert wird? Es scheint, dass wir funktionieren wie ein Ausführungs-mechanismus. Schließlich basiert unsere Wahl immer auf unseren innewohnenden, natürlichen Eigenschaften und auf dem, was die Umwelt uns aufzwingt. Willensfreiheit entsteht erst dann, wenn neben dem Wunsch, sich selbst Genuss zu bereiten, der Keim für den Wunsch entsteht zu geben und zu schenken. Diese Eigenschaft gehört nicht zur Natur unserer Welt und schließt auch nicht das egoistische Geben auf materieller Ebene ein. Ein prägnantes Beispiel dafür ist das Verhalten einer Mutter gegenüber ihrem Kind. Wenn im Menschen neben der egoistischen Eigenschaft des Empfangens die wahre Eigenschaft des Gebens entsteht, befinden wir uns zwischen zwei Kräften bzw. zwischen zwei Welten. Dadurch haben wir die Möglichkeit, diese richtig zueinander in Beziehung zu setzen. Das Gleichgewicht zwischen den Eigenschaften des Schöpfers und der Schöpfung, des Empfangens und Gebens, der Liebe und des Hasses stellt uns vor eine Wahl und ermöglicht es uns, diese beiden Eigenschaften richtig zu nutzen. Die richtige Wahl, die die Eigenschaft des Gebens über die Eigenschaft des Empfangens erhebt, wird mit Hilfe der Gruppe getroffen. Die Gruppe ist der Teil, der jedem von uns fehlt und den wir aber benötigen. Indem wir uns um die Verbindung mit der Gruppe bemühen, erhalten wir von ihr die Kraft, die es uns ermöglicht, unsere erste freie Bewegung, unsere erste freie Wahl zu treffen. Die Bemühungen, die Eigenschaften des Empfangens und Gebens zu vergleichen und sie richtig in uns zu verbinden, führen zur Verwirklichung der Willensfreiheit. Es ist jedoch nicht einfach, dieses in der Praxis umzusetzen. Denn im Laufe der spirituellen Korrektur lehnt sich unser Egoismus gegen die Verbindung mit den Freunden in der Gruppe auf. Sie erscheinen uns zunächst als ungerecht, verlogen, stur. Es vergeht daher viel Zeit, bevor wir zu verstehen beginnen, dass der Schöpfer mit uns spielt, dass er absichtlich solche Situationen schafft und negative Gedanken über die Gruppe sendet. Trotz der Ablehnung beginnen wir, an uns selbst zu arbeiten, und versuchen, unsere Freunde zu rechtfertigen, indem wir gegen den Schöpfer "spielen" - und hinter diesem Spiel spüren wir nach und nach Seinen Charakter und Seine Handlungen. Er offenbart sich uns als gütig, liebevoll, fürsorglich mit dem Wunsch, uns auf einer höheren Ebene zu vereinen.