Tägliche Lektion31. Aug. 2026(Morning)

Part 1 Rabash. Artikel 39 (1989) (29.10.2002)

Rabash. Artikel 39 (1989) (29.10.2002)

31. Aug. 2026

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Morgentranskript 29.10.2002

Buch „Schriften des Rabash", Band 2, S. 955, „Was bedeutet „Die Tora spricht einzig gegen den bösen Trieb“ in der Arbeit?"

Rav: Wir haben einen Artikel aus „Shlavej haSulam", Band 3, Buch „Dwarim", Wochenabschnitt „Ki Teze" gehört: „Was bedeutet „Die Tora spricht einzig gegen den bösen Trieb“ in der Arbeit?". Auch gestern haben wir über einen Artikel aus dem Buch „Dwarim", Wochenabschnitt „Ki Teze", gesprochen; dort war es der Artikel „Was ist der Sohn der Geliebten und der Gehassten, in der Arbeit".¹ Und auch hier haben wir darüber gesprochen: Was heißt das, dass die Tora nur gegen den bösen Trieb sprach? Es gibt einen Trieb, den der Schöpfer erschaffen hat: den Willen zu empfangen, der sich nicht verändert. Er hat ihn einfach als Willen zu genießen erschaffen. Und dieser Wille zu genießen kann in der Form, in der er erschaffen wurde, nur existieren — seine Lebendigkeit nur auf sehr, sehr eingeschränkte, kleine, winzige Weise spüren.

Das nennt man auch sozusagen gut, sagen wir wie Bchina 1 von den 4 Bchinot des Or Yashar. Aber woran kann man Genuss haben, wenn es keine Sehnsucht gibt? Deshalb beginnt von Bchina 1 aus — durch die Sehnsucht, schon irgendetwas ähnlich zu sein, damit ein Wille von innen da ist — ein größerer Wille zu entstehen, über Bchina 2. Denn Bchina 4 ist größer als Bchina 1, weil sich in ihr ein Wille zu empfangen hinzugefügt hat: daraus, dass sie auch Genuss vom Geben an den Schöpfer empfangen will. Nicht vom Empfangen vom Schöpfer, sondern vom Geben an den Schöpfer.

Und danach sehen wir trotzdem, dass der Wille zu empfangen, der in Ejn Sof ist, sich auf diese Weise selbst als das Gegenteil des Schöpfers fühlt. Er hat das Gefühl der Scham, aber er versteht noch nicht, wie sehr er das Gegenteil ist, und weiß nicht, was er mit seiner Gegensätzlichkeit machen soll. Und um ihn dann wirklich als schlecht festzustellen — denn die Gegensätzlichkeit ist noch nicht schlecht; vom Zimzum sagen wir, das ist eine Handlung der Kedusha, und Malchut befindet sich sogar in der Welt des Zimzum in Dwekut mit dem Schöpfer, ein sehr hoher Zustand.

Das heißt: Zwar fühlt er sich selbst als das Gegenteil, aber das trennt ihn noch nicht vom Schöpfer, trennt ihn nicht von der Kedusha. Denn es gibt noch keine Absicht „um zu empfangen" oder „um zu geben"; er hat sich nur als Empfangenden gefühlt und den Schöpfer als den Gebenden. Und um dem Geschöpf zusätzliche Unterscheidungen zu geben, verdirbt Bina — der Schöpfer — sich selbst, geht in Malchut hinein und gibt Malchut die Möglichkeit, ihn einzuschränken; der Schöpfer, gemeint ist Bina. Und schon gibt es eine Verbindung zwischen ihnen: das Zerbrechen der Eigenschaften der Bina, das Zerbrechen des Massach in Malchut. Und so beginnt Malchut, eine Absicht zu bekommen, von allen Handlungen, die es nur gibt, zu genießen — mit der Absicht, um zu empfangen. 4:21

Und dann kann man sagen, dass wir einen bösen Trieb und einen guten Trieb haben. Vorher gab es nur einen Trieb, einen Willen, den Willen zu empfangen. Zwar wurde über ihm ein Zimzum gemacht, aber wir sagen trotzdem: Das ist noch kein Geschöpf. Der Zimzum liegt nur auf der Handlung des Empfangens selbst. Und als sich zu dieser Handlung dann die Möglichkeit der Absicht hinzufügte, konnte die Handlung auch koscher werden. Denn wäre der Wille zu empfangen geblieben, ohne dass eine Absicht hinzukommt, könnte man ihn niemals benutzen. Er ist Wille zu empfangen, der Schöpfer ist Wille zu geben — fertig, es wurde ein Zimzum gemacht, und mehr kann man nichts machen.

Dadurch, dass es jetzt außer dem Willen zu empfangen auch die Möglichkeit gibt, die Handlung auszurichten, kann die Absicht die Beschaffenheit der Handlung verändern. Man kann mit der Absicht zu geben ausrichten und empfangen, und dieses Empfangen wird dann ein vollständiges Geben sein. Das heißt: Der Trieb bleibt Trieb, Wille zu empfangen, Wille zu genießen. Und die Absicht kann sein: um sich selbst genießen zu lassen, oder um den Schöpfer genießen zu lassen — und das verändert alles.² Das heißt, nach Zimzum Alef entsteht eine Möglichkeit, obwohl es Zimzum Alef gibt und er bestehen bleibt.

Zimzum Alef bleibt bestehen, und trotzdem kann man mit dem Willen zu empfangen arbeiten, ohne dabei den Zimzum zu verletzen. Der Zimzum bleibt, denn der Wille zu empfangen empfängt nichts für sich selbst, auch wenn man mit ihm arbeitet. So sehr verändert die Absicht die Art des Genusses. Und außerdem: Dadurch, dass Bina in Malchut hineingegangen ist, gibt sie Malchut nicht nur die Möglichkeit, Absichten zu machen — entweder um zu empfangen oder um zu geben. Dass Bina in Malchut hineingeht, gibt Malchut Volumen, Wucht, Leistung: statt in der Form von Nefesh zu genießen, zu einem Genuss in der Größe von NaRaNCHaY zu kommen.

Denn Malchut empfängt entweder mit der Absicht zu empfangen oder mit der Absicht zu geben — sie arbeitet also schon mit der Absicht. Und dann hängt ihr Genuss von der Größe des Schöpfers ab: entweder die Größe des Schöpfers in der negativen Form, dass ich von seiner ganzen Höhe genieße, oder die Größe des Schöpfers in der positiven Form, dass ich seiner ganzen Höhe gebe. Und so ergibt sich für uns, dass die Absicht uns eigentlich alles gibt. Sie vergrößert uns das Kli von einem einzigen schwarzen Punkt der Malchut auf eine ganze Höhe des Schöpfers. 8:24

Und die Absicht bringt den Menschen, die Seele, auch zur vollen Übereinstimmung, zur Dwekut mit dem Schöpfer. Denn dieser Genuss, den man empfängt, und dieser Genuss, den man gibt — letztlich bringen diese beiden Lichter, Or Yashar und Or Choser, die den inneren Parzuf füllen, dem inneren Parzuf den Zustand des Schöpfers. Deshalb ergibt sich, wie der Rabash³ schreibt, dass es praktisch überhaupt kein Verbot gibt. Auf den Willen zu empfangen selbst, darauf, dass er empfängt, gibt es kein Verbot: Mach, empfange, empfange gemäß der Handlung. Sondern alles hängt von der Absicht ab.

Was ist dann das Problem, dass es trotzdem Mizwot gibt, die verbieten, und Mizwot, die umgekehrt festlegen, dass wir sehr wohl empfangen, tun müssen? Es geht nur darum, den Willen zu empfangen zu läutern, ihn nur zu korrigieren. Denn vorläufig gibt es Handlungen, die wir machen, die wir mit der Absicht zu geben ausführen können, und es gibt solche, bei denen das noch nicht geht. Aber wenn man nach und nach Massachim hinzufügt, dann wird sicher jede Sache, die im Willen zu empfangen ist und im Willen zu empfangen war — und ist und sein wird, und daran ändert sich nichts —, jede Sache wird erlaubt sein in dem Maße, in dem die Absicht dazukommt.

Und im Gmar Tikun wird über allen Verlangen, die im Willen zu empfangen sind, die Absicht „um zu geben" liegen, und dann wird es überhaupt kein Verbot auf die Handlung geben. Vorläufig gibt es auf die Handlung ein Verbot, und zwar für jeden Einzelnen und jede Einzelne danach, ob er für diese Handlung einen Massach hat oder nicht, um mit ihr in der Absicht zu geben zu arbeiten. Wir können noch nicht sagen, wie es sein kann, dass ich töte, um zu geben; eine verheiratete Frau, um zu geben; eine Frau von schöner Gestalt, wie er sagt, um zu geben. Alle möglichen solchen Dinge.

Wir wissen nicht, was das in der korrigierten Form ist, was diese Unterscheidungen und diese Handlungen in der Spiritualität mit der Absicht zu geben sind. Aber noch einmal: Die Verlangen ändern sich nicht, die Absicht ändert sich. Der Wille bekommt eine völlig, völlig andere Gestalt, man arbeitet mit ihm. Und gerade durch die schlimmsten Verlangen kommt man zum Erreichen der vollen Höhen. Das heißt, wir müssen uns nur um die Klärungen in unseren Absichten kümmern.

Ja.

11:49 Schüler: Ich verstehe nicht, wie man anfangen kann, mit Absichten zu arbeiten.

Rav: Du verstehst nicht, wie man mit Absichten anfangen kann? Mit Absichten zu arbeiten heißt, dass du die ganze Zeit schon denken musst: ich oder der andere, oder jemand außerhalb von mir. Außerhalb von mir kann ein Freund sein, die Gruppe, der Schöpfer — also für wen. Weißt du, wenn zum Beispiel dort in der Politik irgendetwas passiert ist, ja? Irgendeine Tat wurde getan, dann fängt man an — oder bei der Polizei, ja? Jemand hat jemanden getötet, dann gibt es die Frage: „Wem hat es genützt?" Und von diesem Punkt aus rollt man dann die ganze Ermittlung auf.

Genauso hier: Du fängst bei deiner Handlung an, die du machen willst, und fängst an zu denken: Für wen will ich das machen, und für wen lohnt es sich, das zu machen.

Schüler: Sagen wir, ich mache etwas für einen Freund, und wenn ich in dieser Handlung sozusagen meinen Punkt nicht finde ...

Rav: Nun, es gibt Handlungen, bei denen es dir zwar so scheint, als wolltest du sie mit der Absicht zu geben machen — aber man sagt euch von vornherein, dass diese Handlungen verboten sind, dass man sie bis zum Gmar Tikun nicht mit der Absicht zu geben machen kann. Und wenn du denkst, dass du es doch kannst, dann ist das einfach eine Illusion. Du irrst dich, du siehst nicht — es ist wirklich vor dir verborgen —, dass du nicht fähig bist. Sagen wir: Schweinefleisch essen, um zu geben, kannst du nicht. Ich sage das einfach so, das Beispiel ist nicht ganz genau. Warum? Einfach so. Im Gmar Tikun ja. Verstehst du, jetzt nicht.

Also sagt man dir ein Gesetz: Es gibt Dinge — sagen wir, zu stehlen, um zu geben, dazu bist du nicht fähig. Eine verheiratete Frau, um zu geben, dazu bist du nicht fähig. Und alle möglichen solchen Dinge, „er soll getötet werden und nicht übertreten" — das war's, du bist nicht fähig. Und alle Verbots-Mizwot, die in der Tora stehen, in der Spiritualität, was man uns sagt, ja? Das sind trotzdem all die Gefäße; alle Verbots-Mizwot, das sind all die Gefäße vom Tabur bis zum Sium Raglin des Parzuf. Das sind sozusagen die 248 Organe und die 365 Sehnen, ja. 14:43

Du hast also 365 Verbots-Mizwot, das sind 365 Verbote. Das heißt: Bis zum Gmar Tikun bist du nicht fähig, mit ihnen zu arbeiten, diese Verlangen mit der Absicht zu geben zu korrigieren. Ob du es denkst oder nicht denkst — man hat dir das als genaue Unterscheidung gegeben: Denk nicht, dass du hier fähig bist. Das war's. Damit du nicht zu Fall gebracht wirst. Darauf musst du nur einen Massach bauen: dass ich nicht anrühre, dass ich nicht tue. Es mit der Absicht zu geben zu tun, das wird später möglich sein. Das war's.

Nachdem man alle Korrekturen an den Verlangen der 248 Verlangen gemacht hat, ja? — dort kann man tatsächlich mit ihnen arbeiten, an diesen Verlangen mit der Absicht zu geben, das ist Galgalta we Ejnaim, ja? — und das Anschließen des ACHaP an Galgalta we Ejnaim. Am ACHaP selbst, an den 365 Verlangen, arbeitet man nicht direkt; man erwirbt nur einen Massach, um nicht zu arbeiten, sich von ihnen zu enthalten. Man kommt zu diesem Gmar Tikun, den wir machen können. Danach gibt es schon die Korrektur des ACHaP de Jerida, des Lew haEwen, und dann arbeitet man auch mit all diesen Verlangen, mit den 365 Verlangen, mit der Absicht zu geben.

Das gilt für die Verlangen, die wir von vornherein in der Seele haben. Das heißt: Es gibt kein Verlangen, das vorher erschaffen wurde und danach trotzdem so bleibt, dass du mit ihm nicht mit der Absicht zu geben arbeiten kannst. Alle Korrekturen sind Korrekturen des Einrichtens der Absichten auf jedes einzelne Verlangen.

16:24 Schüler: Ich frage: Kann ich zum Beispiel irgendetwas für einen Freund machen ...

Rav: Nun, das Tun, worüber wir sprechen, ist auch kein Tun, bei dem ich ihm etwas von Hand zu Hand gebe. Das Tun, gemeint ist mein Wille — Arbeit in meinem Willen, von meinem Willen zu seinem Willen.

Schüler: Aber wie prüfe ich, ob, wenn ich etwas für ihn mache, mein Punkt nicht darin ist, ich selbst nicht darin bin, mein eigener Nutzen nicht darin ist?

Rav: Wie prüfst du, ob dein Tun mit der Absicht sein wird, ihm zu geben und nicht dir? Die Prüfung ist nicht einfach. Du musst irgendwie zuerst einen Zimzum machen, Chafez Chessed sein, und danach die Handlung machen. Wie lernen wir? Ja, man kann keine Handlung des Gebens machen — das heißt schon Gadlut, das heißt: empfangen, um zu geben. Man kann keine Handlung des Gebens machen, wenn du nicht zuerst ein Verlangen aufdeckst und aufdeckst, dass es ganz und gar „um zu empfangen" ist, und danach einen Zimzum darauf machst und anfängst, darauf einen Massach großzuziehen. Du machst zuerst Katnut und danach Gadlut. Auf einmal geht es nicht.

Schüler: Wie fordere ich dann diesen Mangel ein?

Rav: Wenn du von der spirituellen Handlung sprichst ... Wenn du von einer materiellen Handlung sprichst, dann machen wir eine Handlung und denken im Materiellen daran, dass es ihm gut geht, dass ich beabsichtige, dass es dem Freund gut geht. Sicher sind all diese Handlungen noch nicht in der Absicht und auch nicht wirklich die richtige Handlung, die spiri... in der spirituellen Form. Aber das bringt mich von einem solchen Lo liShma zu liShma.

Schüler: Und dann kann ich, ein Mangel ...

Rav: Du fragst ganz praktisch: In deinem Zustand — wie prüfe ich? Ich schaue einfach: Werde ich ihm damit eine gute Stimmung bereiten? Das war's. Ganz einfach: Wird er gute Stimmung haben oder nicht. Die Prüfung ist einfach, nur im Hinblick auf die Stimmung. Das war's. Und darin sind wir ähnlich. Es kann nicht sein, dass bei ihm Freude, Sicherheit, ein Gefühl der Behaglichkeit, ein gutes Gefühl aus anderen Dingen kommen als bei dir. Letztlich ist das nicht so. Außerdem kennst du ihn mehr oder weniger.

19:25 Schüler: Und jetzt zur Arbeit parallel dazu, sozusagen zum Schöpfer hin. Sagen wir, wir führen die praktischen Mizwot aus, Tefillin und solche Dinge — kann man auch dort auf den Schöpfer ausrichten? Wir würden ja gar nichts machen, wenn ...

Rav: Der Schöpfer — er schreibt hier, dass es auf die Handlung kein Verbot gibt: Alles muss auf den Schöpfer ausgerichtet sein. Und wenn alles auf den Schöpfer ausgerichtet ist: Der Schöpfer berücksichtigt nur deine Absichten, er schaut nicht auf den Körper, auf das, was du tust. Die Absicht. Das ist es, was bei ihm ankommt. Das heißt, was ist die Absicht? Dass du Genuss hast, und dieser Genuss kommt daraus, dass du ihm gibst, ja? So wie du eine Absicht und Or Choser hast, und nach dem Or Choser machst du einen Siwug de Hakaa und empfängst schon, und dann kommt dieses Empfangen als „um zu geben" heraus.

Du empfängst nicht zuerst und denkst dann: Ich will, dass das um zu geben ist. Das kann niemals sein. Zuerst musst du im Rosh das Or Choser in Gang setzen, die Absicht, prüfen, was du tust, den Schöpfer fühlen — wie du ihm Nachat Ruach gibst, ob das wirklich so ist, ob er wirklich genießt. Und im Rosh haben wir das so, deshalb Ejn Sof.⁴ Du stehst dort wirklich in Verbindung mit dem Schöpfer, vor der Handlung. Im Rosh hast du sowohl Or Yashar als auch Or Choser zusammen. Das heißt, du hast dort sozusagen das Gefühl des Schöpfers, sein Wille ist dort enthüllt: dass er dir geben will. Und diesem Willen, dem Willen, dir zu geben, diesem Willen willst du geben. Verstehst du?

Du fühlst den Willen einer Mutter, die dir Gutes geben will, und diesem Willen, mit dem sie dir Gutes geben will, gibst du. Dein Wille und ihr Wille sind zusammen. Das ist es, was im Rosh des Parzuf passiert. Und nachdem du alle diese Vorbereitungen gemacht hast und dir bekannt ist, dass es so geschehen wird, dass ihr zusammen seid, in der Absicht, zuerst in der Planung — dann machst du die Handlung. Du empfängst vom Pe abwärts, um zu geben.

21:45 Schüler: Und wenn ich zum Beispiel sehe, dass ich nicht ...

Rav: Wenn du noch kein Gefühl des Schöpfers hast — und das kann es nicht geben, bevor du einen Massach hast, das eine hängt mit dem anderen zusammen, sonst würdest du sofort anfangen, für dich selbst zu empfangen, und damit Schaden anrichten —, wenn du kein Gefühl des Schöpfers hast, dann hast du wirklich keine Möglichkeit, ihm wirklich zu geben. Aber diese Dinge irgendwie zu planen und sie sich vorzustellen, das lohnt sich. Mach das.

Schüler: Und jetzt: Der Zustand, dass ich überhaupt nicht machen will, überhaupt nicht will, und es sozusagen trotzdem mache — gibt es dafür irgendeine spirituelle Wurzel?

Rav: Du fragst so: In welchen meiner Gedanken und Verlangen, meiner Antriebe gibt es einen spirituellen Anfang. Ich würde so sagen: in denen, bei denen du unterscheidest, dass sie zu deinem Verhältnis zum Schöpfer gehören. Bei denen du unterscheidest. Denn wenn du nicht unterscheidest, dann gibt es niemanden, über den man sprechen könnte. Denn von Seiten des Schöpfers bist du im ... korrigierten Zustand. Von Seiten des Schöpfers sprechen wir nicht, nur von deiner Seite. So, wie du es festlegst.

Ja.

23:24 Schüler: Es gibt hier etwas, das ich überhaupt nicht verstehe. Auf Seite 186 spricht er über eine Sache der Mizwa, eine Sache der Erlaubnis und eine Sache des Verbots. 1, 2 und 3. Und gleich danach schreibt er: „Bei einer Sache der Mizwa und der Übertretung muss man vorsichtig sein, sogar im Aspekt der Handlung ohne Absicht." Das heißt: Auch wenn man nicht beabsichtigt — was die Tora im Aspekt der Handlung geschrieben hat, so verstehe ich es, wirklich eine physische Handlung, die muss man machen, auch wenn wir dort keinerlei Absicht machen können; das hat damit nichts zu tun. Das ist zumindest, was ich verstehe.

Erst auf Seite 187, wo er über die Sache der Erlaubnis spricht, sagt er: „Da es kein Verbot auf die Handlung gibt." Das heißt: nur bei der Erlaubnis. Müssen wir also die Mizwot der Tora, die 248 und die 365, in der Handlung erfüllen, ohne jede Absicht? Nach dem, was er hier schreibt, ist das die Sache. Nach dem, was ich zu verstehen schaffe.

Rav: So, wie du es verstehst, so muss man es machen. Er sagt Folgendes:

„Und wir sehen, dass man in der Tora allgemein 3 Aspekte unterscheiden muss:" — das ist auf Seite 186. „1. eine Sache der Mizwa, 2. eine Sache der Erlaubnis, 3. eine Sache des Verbots."

Er schreibt hier „man muss in der Tora unterscheiden". Ich weiß nicht, was er mit „in der Tora" meint, auf welcher Ebene er spricht, zu wem er spricht. Er spricht davon, in der Tora zu unterscheiden. Das ist also ein kleines Problem. Aber was sagt er?

„Bei einer Sache der Mizwa und der Übertretung muss man vorsichtig sein, sogar im Aspekt der Handlung ohne Absicht, denn es gibt eine Sache der Mizwa in der Handlung, auch wenn er keine Absicht hat. Und ebenso gibt es bei einer Sache des Verbots eine Übertretung im Aspekt der Handlung, auch ganz ohne Absicht." Das heißt, es gibt noch immer Dinge, die in der Handlung erlaubt oder verboten sind, ja? Es gibt nicht einfach etwas, das du tun kannst, oder es gibt ... ja? Er spricht jetzt von Handlungen. Im Hinblick auf die Handlungen, ja? Es gibt also eine Mizwa, es gibt eine Übertretung und es gibt die Erlaubnis.

Also Mizwa und Übertretung: Sogar ohne Absicht ist es erlaubt und verboten, ja. „Und ebenso gibt es bei einer Sache des Verbots eine Übertretung im Aspekt der Handlung, auch ganz ohne Absicht. Und die Hauptarbeit im Aspekt der Absicht liegt in der Sache der Erlaubnis. Das heißt, dass es in ihrem Tun keine Mizwa gibt und keine Übertretung, wenn er die Sache nicht tut. Und wenn er dann die Sache der Erlaubnis tut, das heißt, wenn er beim Tun der Sache der Erlaubnis auf den Namen des Himmels ausrichtet, tritt die Sache der Erlaubnis in die Kedusha ein.

Und das" — und dann wird es — „wird dann ‚Mizwa' genannt." Und vorher heißt das nicht Mizwot? Das heißt, Mizwot heißen nur „erlaubte" Dinge, die ich mit der Absicht zu geben mache? Wie heißt es dann vorher — das, was ich ohne Absicht mache oder ohne Absicht nicht mache, das heißt nicht Mizwa? Wie soll man sich dazu verhalten?

26:43 Schüler: Das heißt nicht Mizwa, aber er sagt, dass man es trotzdem erfüllen muss ...

Rav: Das heißt nicht Mizwa, aber man muss es erfüllen.

Schüler: Was ist der Grund? Das widerspricht doch eigentlich allem, was wir hier lernen.

Rav: Warum widerspricht es?

Schüler: Warum es widerspricht ...

Rav: Hat man dir gesagt, dass man alles machen darf?

Schüler: Man hat mir etwas Einfaches gesagt: Ich komme hierher, um mich nur um die Absichten zu kümmern, ganz ohne Verbindung zu irgendeiner Handlung und irgendwelchen Handlungen; alle äußeren Dinge haben mit meiner Arbeit nichts zu tun.

Rav: Ja.

Schüler: Und plötzlich sagt man mir hier jetzt — warum sind völlig physische Dinge mit meiner Arbeit verbunden? Wie geht das eine mit dem anderen zusammen? Wenn ich mich um Absichten kümmern soll, dann sind es Absichten. Wenn um Handlungen mit den Händen, dann auch um solche Handlungen. Das zu erklären, zu wissen, wo man steht.

Rav: Verstehst du? Er sagt dir, dass unsere innere Arbeit nur am Ort der Erlaubnis ausgeführt werden kann. Und die übrigen Dinge, am Ort der Mizwa und am Ort der Übertretung — dort musst du es ohne jede Erlaubnis machen. Die Absicht kann es nur bei der Erlaubnis geben. Und eine Absicht „um zu geben" bei der Erlaubnis heißt Mizwa. Damit beschäftigt sich die Kabbala, und dorthin will sie dich bringen. Und alle übrigen Dinge sind nicht das Gebiet der Kabbala. Denn die Weisheit der Kabbala erklärt dir, wie man die richtige Absicht entwickelt, am Ort der Erlaubnis.

28:24 Schüler: Das ist die Frage, die Frage ist einfach ...

Rav: Und du fragst mich nach Dingen, die nicht zur Kabbala gehören, da kann ich dir nichts sagen. Wenn du von einer Handlung sprichst, dann auch: Was heißt Handlung? Entweder heißt Handlung, Genuss zu empfangen — das heißt, auch ohne Körper empfange ich Genuss, ganz ohne körperliche Handlungen, ja? Oder Handlung heißt, dass ich es mit dem Körper mache, mit meinem biologischen Körper.

Ich weiß also nicht, auf welcher Ebene du sprichst. Er sagt, dass es sogar bei einer Handlung ohne Körper dort Mizwa, Übertretung und Erlaubnis gibt. Und bei der Erlaubnis, mit der Absicht zu geben, heißt es für dich Mizwa. Ich mache mich nicht über dich lustig, ich sage das ernst. Das kommt nach und nach.

Oder David wird uns gleich Dinge klären. Ja.

39:37 Schüler: Wie sehr wir es auch versuchen, wir können vor diesem Willen zu empfangen nicht fliehen. Ich gebe dir ein Beispiel: Ich höre, dass du dich nach etwas sehnst, nach irgendeinem Buch. Ich habe dir dieses Buch gekauft. Du hast Bedauern ausgedrückt und gesagt: „Nein, nein, David, du hättest das nicht bringen müssen." Und sozusagen ... aber du hast das Buch angenommen. Andererseits wolltest auch du mir etwas zurückgeben. Du hast gehört, dass ich mich nach etwas sehne. Du ... „du hättest nicht müssen". Ich habe auch Bedauern ausgedrückt, aber wir beide genießen diese beiden Dinge. Das ist trotzdem der Wille zu empfangen. Wo ist das ...?

Rav: Er gibt ein sehr schönes Beispiel. Er sagt: Du bringst mir ein Geschenk, damit drückst du deine Liebe aus, deinen Willen, mir zu geben. Schon dadurch, dass du es mir bringst, ohne dass ich empfange, füllst du mich schon mit Genuss. Ich sage: „Nein, nein, nein. Ich will das Geschenk nicht annehmen. Es ist sehr groß, es ist sehr teuer."

Ich weise es zurück, das Geschenk. Auch wenn ich es wirklich nicht annehme, habe ich den Genuss schon empfangen. Und ich habe dir diesen Genuss vielleicht zurückgegeben, dadurch, dass ich weiß, dass ich von dir den Genuss empfangen habe, dass du mich hast genießen lassen wollen. Das heißt: Der Gegenstand, der von dir zu mir kommt und zurück, den ich dir zurückgebe — nicht der Gegenstand ist das Problem.

Auch wenn ich dieses Geschenk nicht annehme, diese Schachtel — du hast schon Genuss bewirkt dadurch, dass du ihn mir bringen wolltest, und ich bewirke bei dir zurück Genuss, indem ich dir danke. Und dieses Gefühl, dass du mir geben wolltest, kommt schon bei mir an. Ich genieße das schon, also genießt du das. Das heißt, die Handlung ist schon geschehen.

Der Gegenstand selbst kann nichts sein, ein einziger Punkt. Verstehst du? Auf diesem Punkt können wir eine unendliche Liebe entwickeln. So wie Malchut ein schwarzer Punkt ist und alles von den ersten 9 abhängt. Wenn der Schöpfer groß ist, was macht es dann aus, wie groß Malchut ist? Was fragst du also danach?

32:13 Schüler: ...

Rav: Dass wir auch in unserem Leben die ganze Zeit eigentlich Gefühle weitergeben, also Genüsse oder fehlende Genüsse, Leiden.

Schüler: Ich bin auch im Willen zu empfangen.

Rav: Und das ist möglich, weil wir alle Wille zu empfangen sind, Wille zu genießen.

Schüler: Wie sollen wir dann trotzdem — dieser Wille zu empfangen, ich muss mich von diesem Willen zu empfangen fernhalten. Wie kann ich ...?

Rav: Ich muss mich in meinem Willen zu empfangen nicht vom Willen zu empfangen fernhalten. Wenn ich mich davon abhalte, den Willen zu empfangen zu benutzen, heißt das, dass ich mich selbst auslösche, mich selbst auslösche. Das darf ich nicht machen. Ich darf mich von nichts enthalten. Ich darf nur alle meine Genüsse prüfen, die ich jetzt will, entsprechend meinem Entwicklungsgrad, das, was ich jetzt will.

Und bei ihnen zu prüfen: Kann ich den Genuss mit der Absicht zu geben empfangen oder nicht? Bei denen, die ich mit der Absicht zu geben empfangen kann — im Gegenteil, benutze sie, und so viel wie möglich. Bei denen, die ich noch nicht kann, korrigiere. Aber so etwas gibt es nicht: den Willen zu empfangen auszulöschen. Du kannst ihn einschränken, bis du ihn korrigierst. Aber du schränkst ein und danach korrigierst du.

Wir dürfen den Willen zu empfangen nicht hassen, unseren Körper nicht, unser Leben nicht, unsere Antriebe nicht. Wir dürfen sie nicht hassen. Wir müssen uns nur so um sie kümmern, dass der Gebrauch von ihnen richtig ist. Sonst sagst du, dass der Schöpfer etwas Überflüssiges erschaffen hat.

34:08 Schüler: Jeder ... Stimmt es, dass ...

Rav: Es gibt nicht. Verstehst du? Wir verstehen nicht, wie man solche Dinge erschaffen konnte wie den Willen zu töten, zu vergewaltigen, zu erniedrigen, alle möglichen solchen Dinge — aber wir benutzen das. Doch wie hätte der Schöpfer das machen können? Er hat das nicht gemacht. Diese Dinge sind in uns als Folge des Zerbrechens entstanden. Im Willen zu empfangen selbst gibt es diese Dinge nicht. 34:46

Als Folge des Zerbrechens sind sie in uns entstanden. Und wir wissen nur nicht ... das heißt, sie sind in uns in einer Form, bei der wir nicht wissen, was ihre wahre Form ist. Wenn wir die wahre Form enthüllen — das Gegenteil von Vergewaltigung und das Gegenteil von Mord —, dann werden wir sehen, dass das wirklich die allerbesten Dinge sind. Das ist noch nicht enthüllt, weil wir aus dem Zerbrechen nicht herausgekommen sind.

Wir können kein wahres Bild davon sehen, was das ist. Und der Schöpfer hat das nicht erschaffen. Erst beim Zerbrechen der Gefäße hat sich so etwas enthüllt. Es kommt aus der Verbindung, die es gibt, von Bina und Malchut zusammen, in einer Form ohne Massach — dadurch hat der Wille zu empfangen eine solche Form bekommen. Aber im Willen zu empfangen selbst gibt es solche Dinge nicht.

Ja.

35:53 Schüler: Noch einmal, zur Sache des Triebes oder des Willens und der Absicht. Nehmen wir an, ein Mensch hat ein bestimmtes Verlangen. Jetzt weiß er, dass er jetzt ohne die Absicht ist⁵; er weiß von vornherein, dass wir in unserem Zustand keine richtige Absicht haben. Was soll man jetzt mit diesem Verlangen machen? Also einfach nicht mit ihm arbeiten? Da ist etwas, das ist nicht klar.

Rav: Nein. Wir als Anfängerschüler sind in einem Zustand, in dem alle unsere Verlangen und alle unsere Absichten nicht im spirituellen Gebrauch sind, sondern im materiellen Gebrauch. „Materiell" heißt: um zu empfangen. Das nennt man „Materialität". Nein — Materialität heißt nicht, dass ich Hände, Füße, meine körperlichen Sinne benutze.

Meine körperlichen Sinne sind einfach nur das: dass ich über die Haut oder über die Zunge oder über die Nase Genüsse spüre. Aber die Genüsse, die hereinkommen, sind Genüsse. Das ist eine spirituelle Sache. Dass es über den angenehmen Geruch kommt, ist einfach irgendeine Umhüllung über dem Genuss; auf diese Weise empfange ich ihn, auf diese Weise geht er zu mir über, und in der Form ...

Danach zieht er all diese Dinge aus und kommt bei mir im Gehirn schon in einer anderen Form an. Er geht durch sehr viele Umhüllungen: durch diese Moleküle, dann durch die Reaktion an meinen Nervenenden, sagen wir des Geruchs, dann durch elektrische Impulse, dann irgendwie chemisch im Gehirn und alle möglichen Dinge. Bis es sich völlig, völlig von allen möglichen Umhüllungen abtrennt und bei mir als Empfindung des Genusses ankommt. Als Empfindung des Genusses. 37:56

Das ist nach all dieser Elektrizität, und das war's. Das ist dann schon völlig, völlig nicht materiell, das ist spirituell. Und der ganze Weg dazwischen, das sind einfach Übergänge, solche Umhüllungen, die für mich „das Leben" heißen. Die spüre ich. Ich spüre die Umhüllungen auf dem Weg. Den Genuss am Ende spüre ich eigentlich nicht. Der Genuss am Ende ist dort wirklich schon ein spiritueller Genuss.

Gut. Entweder beziehen wir uns auf all diese Übergänge, auf all diese Umhüllungen, die sich über den Genuss kleiden, bis er zu uns kommt und bei uns als Genuss ankommt — Moleküle und elektrische Impulse und alle möglichen Dinge des Geruchs, sagen wir, wie es zu mir kommt —, oder ich beziehe mich auf das Thema selbst.

In unserem Leben fällt es uns schwer, das eine vom anderen zu unterscheiden. Schwer zu unterscheiden, denn ich bin an die Umhüllungen gebunden. An die innere Füllung bin ich nicht gebunden. Ich unterscheide sie nicht. Ich kann mit ihr nicht direkt arbeiten. Und dann haben wir ein Problem: Wir beziehen uns eigentlich nach den äußeren Umhüllungen auf die Handlung. Ich beziehe mich nicht auf den Genuss selbst, ob er „um zu empfangen" oder „um zu geben" ist.

Ich schaue auf die äußere Form. Ob die äußere Form schön ist oder nicht schön. Ob sie im Körper auf die für Körper übliche Weise durchgegangen ist oder nicht — und ich schaue nicht darauf, wie es in der inneren Form durchgeht, wo die Spiritualität ist. Verstehst du? Das ist der Unterschied. Ich habe nicht so richtig Worte, um das zu erklären, aber ein bisschen, ein bisschen schon.

Schüler: Bei Menschen wie uns, die auf irgendeine Weise anfangen zu versuchen, die Sache der Absicht zu klären, ja — wir sind noch keine Menschen, die hier ... Menschen, die auf der Straße sind und sich wirklich einfach ganz den Genüssen hingeben in allem ... wir hier versuchen, die Sache der Absicht zu bestimmen.

Rav: Ja.

Schüler: Es gibt also die Möglichkeit — noch einmal, ich versuche sozusagen zu klären —, es gibt eine Art Zustand, in dem du verstehen kannst, dass deine Absicht wirklich nicht in Ordnung ist. Du weißt nicht, welche es ist, du hast noch keine, du kannst die gute Absicht nicht erfassen, dafür braucht man die Hilfe des Schöpfers. Es kommt also heraus, dass du jetzt eine Handlung machst und weißt, dass du sie mit einer nicht guten Absicht machst — was musst du jetzt tun, aufhören, sie zu machen? Da kommt heraus, dass du gerade aus allen Richtungen danebenliegst.

Rav: Noch einmal. Bei uns gibt es körperliche Handlungen und es gibt spirituelle Handlungen. Was heißt bei mir vorläufig, auf meiner Ebene, körperliche Handlung und spirituelle Handlung, ja? Körperliche Handlung: Ich sitze jetzt und esse Fleisch. Wenn dieses Fleisch Schweinefleisch ist, dann begehe ich eine körperliche Übertretung. Wenn ich dieses Fleisch mit der Absicht esse, davon zu genießen, ja — das ist eine spirituelle Übertretung, ja? Du hast eine materielle Übertretung, und du hast eine spirituelle Übertretung.

Nun, es kann sein, dass ich im Gmar Tikun sitze, sagen wir, wir alle sind im Gmar Tikun, wo schon alles erlaubt ist, weil es auf jede Sache einen Massach gibt. Dann esse ich mit meinem Körper dasselbe Schwein und mache eine Mizwa, und meine Absicht „um zu geben" ist auch eine Mizwa. Dann mache ich zwei Handlungen, die beide Mizwot sind. 41:56

Jetzt gibt es hier eine Frage: Nun, eine Absicht „um zu geben" oder „um zu empfangen" kann im Hinblick auf die spirituelle Handlung richtig sein, dort wirkt sie. Aber im Hinblick auf den Körper — was ändert sich am Körper, ob ich heute Schwein gegessen habe oder zur Zeit der Korrektur Schwein esse? Der Körper ist doch derselbe Körper, das Schwein ist dasselbe Schwein, ja?

Deshalb schreibt der Rabash hier, auf Seite 186, dass es eine Sache der Mizwa, eine Sache des Verbots und eine Sache der Erlaubnis gibt: „Bei einer Sache der Mizwa und der Übertretung muss man vorsichtig sein, sogar im Aspekt der Handlung ohne Absicht, denn es gibt eine Sache der Mizwa in der Handlung, auch wenn er keine Absicht hat. Und ebenso gibt es bei einer Sache des Verbots eine Übertretung im Aspekt der Handlung, auch ganz ohne Absicht."

Das heißt, ich beziehe mich ohne jede Absicht auf meine körperliche Handlung: Ist es mir jetzt erlaubt, dann ist es erlaubt; wird es verboten sein, dann ist es verboten. Und ich rechne nicht damit, was für diesen Körper ist. Und wirklich, für den Körper: Ist Schwein gesund oder nicht gesund? So kann man sich dazu nicht verhalten. Sondern es gibt ein Verbot und es gibt ein Erlaubtes. Warum? Einfach so. Danach fragen wir überhaupt nicht. Denn für den Körper gibt es das überhaupt nicht; dem Körper ist das verboten, was ihm verboten ist, was ihm in dieser Welt schadet. Und keine einzige Mizwa hat mit der Gesundheit zu tun, keine einzige Mizwa hat mit der Beschreibung dieses Körpers, dieses Fleisches, zu tun.

Erinnerst du dich, wie er sich in Kanada gewundert hat über das, was ich über den Lus-Knochen gesagt habe? Er sagt, ja: „Wie kann das sein, wir wissen doch, dass der Körper nicht verdirbt, der Körper eines Gerechten verwest nicht." Ich habe ihm gesagt: „Wenn ein Körper nicht verwest, ist das nicht gut, er muss verwesen — wie soll er sonst zur Wiederbelebung der Toten aufstehen?" Ah ja, der Körper verwest, aber einer nicht — verstehst du, aus ihm steht der Körper auf.

Stell dir irgendeinen Gerechten vor, dem man anstelle seines Lus-Knochens den Lus-Knochen von jemand anderem eingepflanzt hat, sagen wir, er ist in irgendeine Operation gekommen — aj ja jaj.

Ja.

44:20 Schüler: Ein Mensch macht eine Handlung und klärt, dass seine Absicht egoistisch ist. Was ist die nächste Stufe in der Klärung? Das zu klären ist kein Problem, nach einem Monat, in dem ein Mensch Kabbala lernt, kann er diese Klärung schon machen, das ist zu seinem Nutzen. Was kommt danach?

Rav: Wenn ich vor koscherem Fleisch sitze und es mir so richtig gut reinhaue, so ein gutes Steak, weißt du, so richtig saftig, so ein paar Zentimeter, ja? Mit Bier dazu, ja? Ein paar Freunde zusammen, na? Was ist daran schlecht? Du sagst, aber das ist „um zu empfangen", ja? Na, und was soll man machen, na was.

Schüler: Das ist klar, das muss man essen.

Rav: Das muss man essen.

Schüler: Klar.

Rav: Warum? Warum? Weil es zusammen mit Freunden ist, ja?

Schüler: *Nein, alles, was unsere Existenz erfordert, ist uns verboten, daran darf man nicht rühren.*⁶

Rav: Moment, was heißt unsere Existenz? Im notwendigen Maß, das heißt: „Brot mit Salz sollst du essen, und Wasser in Maßen sollst du trinken, und auf der Erde sollst du schlafen" — das ist erlaubt, darüber hinaus verboten, nicht? Oder was, habe ich einen Zettel vom Arzt, wie viel mir erlaubt ist?

Schüler: Jeder legt selbst fest, was sein „Brot mit Salz" ist, sagen wir mal so. Nein, aber es gibt Dinge, sagen wir hier ...

Rav: So etwas gibt es nicht, mein Herr. Es gibt Dinge, die sind so, es gibt Dinge, die sind so — du siehst doch, dass du dich jedes Mal veränderst und deine Entscheidungen sich verändern. Was heißt: Es gibt Dinge und es gibt Dinge.

Schüler: In meinem Beziehungssystem mit meinen Freunden hier, das ist sozusagen ...

Rav: Mit den Freunden ist alles erlaubt.

Schüler: Alles ist erlaubt.

Rav: Das ist es, was du sagst.

Schüler: Nein, das, was ich frage, ist viel interessanter. Denn ich habe vom Essen genossen — ich kann nicht, auch wenn ich mir ein Verbot auferlegen wollte: Was, soll ich verhungern? Aber ...

Rav: Ja, denn es steht geschrieben: „Und er soll durch sie leben und nicht durch sie sterben."

Schüler: Aber im Beziehungssystem mit den Freunden weiß ich nicht — hier gerade; hier sagen wir ja auch, dass das der Bereich ist, in dem wir unsere Klärungen mehr machen.

Rav: Das heißt, wir dürfen uns auf nichts beziehen, was in unserem Leben so fließt wie vorher. Ja, darüber steht geschrieben: „Die Welt geht ihren gewohnten Gang" — lebe darin weiter wie immer. Und das Lernen, die Absicht während des Lernens, das Licht, das zu dir kommt — die werden dir die ganze innere Ordnung einrichten. Fang nicht an, zwischen all diesen Dingen durcheinanderzukommen. Daraus baust du tausend neue Lehren, daraus wird für dich gar nichts herauskommen. Das war's.

Du fängst an, einen Ort für die Klärung dort zu suchen, wo du überhaupt keine Gefäße hast. Daraus wird nie etwas Gutes.

Schüler: Ich muss den Zustand nur erfassen, das war's.

Rav: Die ganze Zeit nur den Zustand erfassen — was heißt den Zustand erfassen? Was ich immer betone: Du musst fühlen, wie der Schöpfer an dir arbeitet. „An Deinen Taten haben wir Dich erkannt" heißt das, und das war's. Und wer anfängt, in sich selbst herumzuwühlen, verstrickt sich.

Gut, Leute, wir lernen in letzter Zeit sehr wenig TES. 47:38

(Ende des Unterrichts)