Tägliche LektionNov 23, 2025(Morning)

Part 2 Baal HaSulam. Einführung zu Talmud Esser haSefirot, punkt 28

Baal HaSulam. Einführung zu Talmud Esser haSefirot, punkt 28

Nov 23, 2025
To all the lessons of the collection: Baal HaSulam. Einführung zu Talmud Esser haSefirot

Morgenunterricht 23.11.2025 - Rav Dr. Michael Laitman - nach Bearbeitung

Buch „Schriften von Baal HaSulam", S. 777, „Vorwort zu Talmud Esser HaSefirot", Buchstaben 28-35

Vorleser: „Schriften von Baal HaSulam", „Vorwort zu Talmud Esser HaSefirot", S. 777, Buchstabe 28.

Punk 28

„28. Die Quelle dafür wirst du im Traktat Pssachim finden (S. 119). Es steht geschrieben (Jesaja, 23): „Aber ihr Gewinn und Lohn wird dem Herrn geweiht werden. Man wird ihn nicht wie Schätze sammeln und aufbewahren, sondern ihr Erwerb wird denen zufallen, die vor dem Herrn wohnen, dass sie essen und satt werden und wohl bekleidet seien.“ Was ist „wohl bekleidet“? Das bedeutet, dass das bekleidet, verdeckt ist, was Atik Yomin verdeckte. Und was ist das? Die Geheimnisse der Tora. Und einige behaupten, das bedeute, das zu enthüllen, was Atik verbarg. Was ist das? Die Geschmäcker der Tora.

Und Rashbam erklärte: „Atik” ist der Schöpfer, wie es geschrieben steht: „Es thront Atik Yomin.“ Geheimnisse der Tora – das sind Maase Merkawa und die Handlung der Schöpfung, Maase Bereshit. Der Sinn des „Namens des Schöpfers“ steckt in den Worten: „Das ist mein Name für die Welt.“ „Verbergen“ bedeutet: nicht an jeden übergeben, sondern nur an denjenigen, dessen Herz unruhig ist. „Zu enthüllen, was Atik verbarg“, bedeutet, die Geheimnisse der Tora zu verbergen, die anfänglich verborgen waren, die Atik Yomin enthüllte und das Recht gab zu enthüllen. Und derjenige, der sie enthüllt, wird dessen gewürdigt, wovon in diesem Ausspruch die Rede ist."

Hier gibt es noch keine klare Frage und keine klare Antwort. Ich denke, es ist sinnvoll für uns, fortzufahren.

Punkt 29

„29. Daraus wird der riesige Unterschied zwischen den Geheimnissen der Tora und den „Geschmäckern” der Tora ersichtlich. Derjenige, der die Geheimnisse der Tora erkennt, bekommt eine riesige Belohnung dafür, dass er sie verborgen hält und sie nicht enthüllt. Umgekehrt bekommt derjenige, der die „Geschmäcker“ der Tora erkennt, eine riesige Belohnung dafür, dass er sie anderen offenbart. Beide Deutungen widersprechen sich nicht, weil jede den Sinn unterschiedlicher Teile des Ausspruchs erklärt. Die eine bezieht sich auf den letzten Teil des Ausspruchs „Atik verbergen“ und besagt, dass für die Verhüllung der Geheimnisse der Tora eine große Belohnung gegeben wird. Und die zweite Deutung bezieht sich auf den Anfang des Ausspruches „sich satt essen“, was die „Geschmäcker“ der Tora bedeutet, wie es geschrieben steht: „Und der Gaumen wird das Essen kosten“, weil die Lichter der „Geschmäcker“ (Taamim) als Speisung bezeichnet werden. So wird der Sinn des Erhalts einer großen Belohnung erklärt, von dem im Ausspruch über die Enthüllung der „Geschmäcker“ der Tora die Rede ist (zwischen diesen zwei Herangehensweisen gibt es keinen Widerspruch; es spricht einfach die eine von Geheimnissen der Tora und die andere von „Geschmäckern“ der Tora). Sowohl die eine als auch die andere nehmen aber an, dass es notwendig ist, die Geheimnisse der Tora zu verbergen und die „Geschmäcker“ der Tora zu enthüllen."

Soweit Buchstabe 29.

Schüler: Was ist gemeint mit Bedeckung und was ist gemeint mit Enthüllung von Worten der Tora?

Das müssen wir klären. Worte der Tora zu enthüllen oder zu bedecken, darum drehen wir uns die ganze Zeit, nur können wir dem noch keinen Nachdruck, keine Betonung geben.

Schüler: Wer ist der Bedeckende oder der Enthüllende, ist es das Geschöpf?

Atik Yomin.

Schüler: Was ist die Arbeit von unserer Seite in dieser Sache?

Anscheinend solche Handlungen zu tun, durch die wir ihn dazu verpflichten zu enthüllen.

Schüler: Warum bitten wir zu enthüllen, oder warum bitten wir zu bedecken?

Weil es so von vornherein im Aufruf des Verborgenen und des Enthüllten angeordnet ist, und wir können hier nichts anderes tun. Wir müssen lernen, um Dinge zu enthüllen, die Atik Yomin verschlossen hat, versteckt hat, und umgekehrt. So lehren uns unsere Lehrmeister die Tora.

Schüler: Was ist die Verbindung zwischen uns und Atik Yomin?

Atik Yomin ist der Höhere, sagen wir, dass es unsere höhere Verbindung zum Schöpfer ist.

Schülerin: Es steht geschrieben „er übergibt sie nicht jedem Menschen, sondern nur demjenigen, dessen Herz sich sorgt". Wer ist derjenige, dessen Herz sich sorgt?

Ich weiß nicht, wer das ist. Es kann jeder Mensch sein, der in seinem Herzen Sorge fühlt, die höhere Kraft zu enthüllen, und so verändert er sich.

Punkt 30

„30. Hier hast du eine klare Antwort auf die vierte und die fünfte Frage, die zu Anfang dieses Vorworts angeführt wurden. In den Reden der Weisen und in heiligen Büchern wirst du Aussprüche darüber finden, dass man die Tora nur an diejenigen weitergibt, deren Herz unruhig ist. Die Rede ist von demjenigen Teil, der als die „Geheimnisse der Tora“ bezeichnet wird und die ersten drei Sefirot und den Rosh [Kopf] darstellt. Man übergibt ihn nur an die Bescheidenen und unter bekannten Bedingungen; und in allen Büchern zur Kabbala, die verfasst und abgedruckt sind, wirst du sie noch nicht einmal erwähnt finden, weil dies das ist, was Atik verbarg, wie es in der Gemara geschrieben steht.

Mehr als das: Sage selbst, ob man an den Gerechten zweifeln kann, welche die größten Männer der Nation sind, die Auserwählten unter Auserwählten – solche wie die Verfasser der Bücher „Yezira“ und „Sohar“ und Rabbi Ishmael, der Verfasser des Buches „Barajta“, und Rav Chaj Gaon und Rabbi Chamaj Gaon und der Rabbi aus Garmiza und andere Rishonim bis hin zu RAMBAN und Baal Turim und Baal Shulchan Aruch, bis zum Gaon aus Vilna und Gaon aus Liadi und anderen Gerechten (seligen Andenkens), von welchen für uns die ganze offene Tora ausgeht, aus dem Munde welcher wir leben und von den Taten erfahren, die dazu aufgerufen sind, Gnade in den Augen des Schöpfers zu finden. Denn sie alle schrieben und gaben Bücher über die Wissenschaft der Kabbala heraus, weil es keine größere Offenbarung als das Verfassen eines Buches gibt. Derjenige, der ein Buch schreibt, weiß nicht, welche Menschen es studieren werden. Vielleicht werden ausgemachte Sünder hineinschauen – und in diesem Fall gibt es keine größere Offenbarung der Geheimnisse der Tora.

Kann man sich aber etwa vorstellen, diese reinen Weisen würden sogar gegen eine Kleinigkeit von dem verstoßen, was Mishna und Gemara eindeutig zu offenbaren verbieten, wie es im Traktat „Chagiga“ in „Ejn Dorschin“ heißt?

Umgekehrt gilt unumstößlich, dass alle verfassten und abgedruckten Bücher in ihrem Wesen die „Geschmäcker“ der Tora sind, die Atik ursprünglich verbarg und dann offenbarte, wie es heißt: „Der Gaumen wird das Essen schmecken.“ Und es ist nicht nur nicht verboten, diese Geheimnisse zu offenbaren, sondern ganz im Gegenteil ist es eine große Mizwa, sie zu offenbaren (wie es weiter oben im Traktat Pssachim, S. 119, gesagt wurde). Die Belohnung desjenigen, der sie zu offenbaren vermag und sie offenbart, ist sehr groß. Denn von der Offenbarung dieses Lichts an viele hängt die Ankunft des gerechten Erlösers ab, bald, in unseren Tagen, Amen."

Schüler: Was ist der Unterschied zwischen Geheimnissen der Tora und Geschmäcker der Tora?

Auch das werden wir verstehen, indem wir mehr lesen und in die Tiefe eindringen, zum tiefen Verständnis der Tora, zur Innerlichkeit der Tora.

Schüler: Er schreibt, dass es Geheimnisse der Tora und Geschmäcker der Tora gibt. Gibt es einen Unterschied in der Arbeit gegenüber Geheimnissen der Tora und Geschmäckern der Tora in ihrer Erreichung?

Wie ich verstehe, sind beide verschlossene, verborgene Dinge vor uns, und deshalb haben wir darüber nicht zu urteilen.

Schüler: Aber er schreibt, dass wer Geheimnisse der Tora zu enthüllen weiß, sein Lohn sehr groß ist.

Ja.

Schüler: Was ist mit Gründen der Tora, ist sein Lohn nicht sehr groß?

Ich weiß nicht. Soweit man weiß, weiß man.

Schüler: Wie erreicht man die Geheimnisse der Tora?

Darüber haben wir jetzt angefangen zu lernen, und wir hoffen, dass es uns im Laufe unseres Studiums klarer wird.

Schüler: Wenn wir die Quellen lesen, wie stellen wir sicher, dass wir nicht wie die Bösewichte sind, von denen Baal HaSulam spricht?

Die Bösewichte von Baal HaSulam, die er Bösewichte nennt, sind große Menschen, die sich sehr bemüht haben zu verstehen, die Geschmäcker der Tora zu erreichen. Wir hoffen, dass auch wir dazu kommen und tiefer verstehen, was gegenüber ihnen gemeint ist.

Schüler: In Punkt 30 spricht Baal HaSulam darüber, dass die Geheimnisse der Tora demjenigen enthüllt werden, dessen Herz sich sorgt. Was ist diese Sorge, die der Mensch im Herzen fühlen muss? Wie erreicht man diese Eigenschaft, dieses Gefühl?

Ich denke, wenn ein Mensch mit der Absicht lernt, sein Herz zu verbessern, dann kommt er letztendlich zu einem Zustand, wo sein Herz sich öffnet, und dann fühlt er in seinem Herzen das, worüber hier geschrieben wird, Geheimnisse der Tora zu enthüllen und Geschmäcker der Tora zu bedecken, und so wird er voranschreiten.

Schüler: Es wird hier gesagt, dass Atik Yomin zuerst die Geschmäcker der Tora verborgen hat und sie danach enthüllte. Womit hängt das zusammen, mit der Entwicklung der Generationen? Was ist diese Handlung?

Ein Mensch, der die Tora richtig lernt, durchläuft zwei solche Zustände, dass Atik Yomin vor ihm verborgen ist und sich ihm danach enthüllt. Was genau ist das? Wir müssen es enthüllen und dann werden wir verstehen.

Schüler: Er schreibt, dass man die Geheimnisse der Tora in Bescheidenheit empfangen soll. Die Kabbalisten geben uns hier schriftlich all die Bedingungen, die wir empfangen müssen. Was bedeutet es, diese Bedingungen in Bescheidenheit zu empfangen?

In Bescheidenheit, wie ich verstehe, bedeutet das in der Absicht zu geben, nicht zu seinem eigenen Nutzen, sondern zum Nutzen der gesamten Allgemeinheit.

Schüler: Ich habe gehört, dass Bösewichte große Menschen sind, die sich sehr bemüht haben, die Geschmäcker der Tora zu erreichen. Warum sollen gerade die Bösewichte die Geschmäcker der Tora empfangen, und hier ist es in Bescheidenheit?

Ich denke, das wird sich uns offenbaren.

Schüler: Es steht hier geschrieben, dass es Lohn gibt für den, der zu enthüllen weiß. Wie ist es richtig zu enthüllen oder zu bedecken für die Schüler oder für diejenigen, mit denen wir zusammen lernen?

All das auf uns zu nehmen, was sich enthüllt und all das, was verborgen ist, zu versuchen einzuschließen, es in dir zu platzieren, und dank der Verbindung mit den Freunden in der Hoffnung zu sein, dass es sich vor allen offenbaren soll.

Schüler: Es steht geschrieben: „Und wer weiß zu enthüllen und sie enthüllt, sein Lohn ist sehr groß, denn in der Enthüllung dieser Lichter für viele, und speziell für viele, hängt die Sache der Ankunft des Messias ab." Wer sind „die Vielen"?

„Die Vielen", das bedeutet, wer durch unser Studium, durch unsere Arbeit enthüllen will. Das ist es, was wir brauchen.

Schüler: Wenn die Geheimnisse der Tora überhaupt nicht in den Kabbala-Büchern erscheinen, wie sie beschreiben.

Warum?

Schüler: Er schreibt, dass sie nicht in den Büchern sind, man erreicht sie danach.

Ja.

Schüler: Wie erreicht man die Geheimnisse der Tora?

Wir müssen nur voranschreiten, um all die Teile zu erreichen, die die Tora uns enthüllt, und wir hoffen, dass es so sein wird.

Schüler: Kann man die Gründe der Tora durch Bücher, durch Anleitung eines Rav enthüllen? Wie enthüllt man die Geschmäcker der Tora?

Ich denke, sie können sich enthüllen. Man kann sie in einer Gruppe enthüllen, die die Bedingungen erfüllt, über die wir lernen.

Schüler: Ist aus dem Zehner heraus die Enthüllung des Schöpfers gruppenbezogen oder geschieht sie jedem Menschen einzeln?

Es ist eine Handlung, die zu jedem Menschen gehört, für jeden notwendig ist.

Schülerin: Wie wissen wir, wann die Zeit ist, die Geheimnisse der Tora zu verbergen und wann die Zeit ist, die Geschmäcker der Tora zu enthüllen?

Wir empfangen das gleichzeitig mit der Enthüllung der Aufgabe, die vor uns liegt.

Schülerin: In unserer Arbeit im Zehner, was sollen wir bedecken und was sollen wir enthüllen?

Ich weiß es nicht. Ich denke, wir müssen einfach voranschreiten, weiter lesen und all diese Nuancen klären, die in jedem Satz sind, und so der Erkenntnis näher kommen.

Schülerin: Der Unterschied zwischen Geheimnissen der Tora und Geschmäckern der Tora ist wie der Unterschied zwischen Rosh und Guf. Der Untere verbindet sich mit dem Höheren und dann enthüllt er Geschmäcker nur durch den Guf, er erreicht nicht den Rosh, aber er erreicht den Prozess selbst, und das ist eigentlich sein Genuss. Wie ist es richtig, sich mit dem Höheren zu verbinden?

Noch ein bisschen und wir werden darüber lesen, und dort werden wir enthüllen, wann wir fühlen können, was im Rosh des spirituellen Parzuf geschieht.

Schülerin: Wenn alles vom Schöpfer kommt, ist es überhaupt möglich, dass die Geheimnisse der Tora sich in einer nicht korrekten Weise enthüllen?

Ja. Denn von vornherein befindet sich die ganze Schöpfung in einer solchen Verbindung und durchläuft solche Zustände, dass sie letztendlich all das enthüllen muss, was von ihr gefordert wird.

Punkt 31

„31. Es existiert eine große Notwendigkeit zu erklären, warum die Ankunft des gerechten Erlösers von der Verbreitung der Kenntnisse der Kabbala in den Massen abhängig ist, was so gut aus dem Sohar und allen Büchern zur Kabbala bekannt ist. Die Massen selbst vernachlässigen das aber auf unerträgliche Weise.

Und die Klärung dieser Frage wird in Tikunej Sohar (30:5, Nativ Tinjana) angeführt. Es heißt dort: „Der zweite Pfad: ‚Und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.‘ Was ist ‚der Geist‘? Sicherlich, zu der Zeit, wenn die Shechina ins Exil absteigt, weht dieser Geist über denjenigen, die sich mit der Tora beschäftigen, weil die Shechina unter ihnen weilt. Alle Menschen gleichen dem Vieh, das Gras frisst. Und all ihre Barmherzigkeit ist wie eine Blume des Feldes (Jesaja 40). Alle Barmherzigkeit, die sie tun, tun sie für sich selbst. Und sogar diejenigen, die Tora studieren, tun alle Barmherzigkeit für sich.

Zu dieser Zeit weicht der Geist und kehrt nicht in die Welt zurück. Und das ist der Geist des Messias. Wehe jenen, wegen welcher der Geist des Messias aus der Welt weicht und nicht in die Welt zurückkehrt. Sie machen die Tora trocken und möchten keine Bemühungen in der Wissenschaft der Kabbala unternehmen. Diese Menschen führen dazu, dass die Quelle der Weisheit versiegt, das heißt so wie der Buchstabe Yud im Namen HaWaYaH. Und es wird sich der Geist des Messias entfernen, der Geist der Weisheit (Chochma) und des Verständnisses (Bina), der Geist des Gedankens und der Tapferkeit (Gwura), der Geist des Wissens (Daat) und der Ehrfurcht vor dem Schöpfer.

Das zweite Gebot: „Und der Schöpfer sagte: ‚Es werde Licht‘“ – das ist das Licht der Liebe, der Liebe der Barmherzigkeit. Wie es geschrieben steht: „Mit ewiger Liebe liebte ich dich.“ (Jeremia, 31:2) Und davon steht geschrieben: „Weckt die Liebe nicht auf und stört sie nicht, bis es ihr selbst gefällt […]“ (Hohelied, 3:5) Liebe und Furcht, das ist ihr Kern, sei es im Guten oder im Bösen. Und darum wird diese Liebe als Furcht und Liebe bezeichnet, um Belohnung zu empfangen. Und deshalb sagte der Schöpfer: ‚Ich habe euch beschworen, Töchter Jerusalems, bei den Heerscharen oder bei den Hirschen des Feldes, weckt nicht die Liebe, bis sie es will.‘ Das bedeutet Liebe ohne Belohnung, und nicht um eine Belohnung zu empfangen. Denn Furcht und Liebe, die um Belohnung empfangen werden, sind die der Magd. Unter drei Dingen erzittert die Erde …: unter einem Diener, der herrscht, und einer Magd, die ihre Herrin beerbt.“

Dieser Text verdeutlicht, dass die spirituelle Erlösung der Menschheit und die Ankunft des Messias durch das Verstehen und Verbreiten der inneren Weisheit der Kabbala ermöglicht werden. Wenn die Menschen nur die äußerliche Tora ohne die tiefe innere Weisheit studieren, wird die spirituelle Quelle des Wissens blockiert, und der Geist des Messias kann nicht zurückkehren."

Schüler: Was sagt Baal HaSulam hier?

Wir lesen jetzt und sehen. Er sagt: „Und wir beginnen zu erklären..."

Punkt 32

„32. Beginnen wir „Tikunej Sohar” vom Ende bis zum Anfang zu erklären. Es wird gesagt, dass Ehrfurcht und Liebe, die der Mensch in den Beschäftigungen mit der Tora und den Geboten empfindet, als Ziel den Erhalt der Belohnung verfolgen. Mit anderen Worten hofft der Mensch, dass er dank der Tora und dank der Arbeit ein gewisses Wohl erlangt. Darin besteht die Bedeutung der „Magd“, von der geschrieben steht: „Eine Magd, die ihre Herrin beerbt.“

Auf den ersten Blick ist das schwer zu verstehen. Denn es steht geschrieben: „Es soll sich der Mensch immerzu mit der Tora und den Geboten beschäftigen, selbst wenn er das lo liShma tut.“ Warum aber „wird das Land unruhig“? Und man sollte noch fragen, warum die Beschäftigungen in lo liShma eben zur Kategorie „Magd“ gehören. Aber auch der Ausdruck „beerbt ihre Herrin“ – von welchem Erbe kann hier die Rede sein?"

Ja.

Vorleser: Es gibt Fragen von den Freunden.

Aber was können sie fragen? Auch wir sind noch vor einer Frage.

Punkt 33

„33. Diese Frage kann man verstehen, wenn man sie mit all dem verbindet, was oben erklärt wurde. Denn die Weisen erlaubten die Studien in lo liShma nur aus dem Grunde, dass der Mensch von lo liShma zu liShma gelangt, weil „das Licht, welches sich in der Tora verbirgt, ihn zur Quelle zurückführt“. Und daher wird das Studium in lo liShma als eine helfende Magd gelten, die niedere Arbeit für ihre Herrin – die Shechina – ausführt. Denn im Endeffekt wird der Mensch zu liShma gelangen und des Leuchtens der Shechina würdig. In diesem Fall gilt auch die „Magd“, das heißt das Studium in lo liShma, als eine „gerechte Magd“, weil sie hilft und das Spirituelle vorbereitet, und wird als die „reine“ Welt Assija bezeichnet.

Wenn aber der Glaube des Menschen unvollkommen ist und er sich mit der Tora und der Arbeit nur aus dem Grunde beschäftigt, weil der Schöpfer es ihm aufgetragen hat zu studieren, dann wird sich in solch einer Tora überhaupt nicht das darin eingeschlossene Licht offenbaren, weil die Augen des Menschen beschädigt sind und das Licht in Dunkelheit verwandeln, wie bei einer Fledermaus. Ein solches Studium tritt bereits aus der Macht der „gerechten Magd“ heraus, weil der Mensch mit ihrer Hilfe nicht dessen würdig ist. Daher geht er in die Herrschaft der Klipa über, der „unreinen Magd“, die diese Tora und die Arbeit beerbt und sie für sich wegnimmt. Daher „wird das Land unruhig“ (bebt), denn bekannterweise wird die Shechina als das Land bezeichnet, und diejenige Tora und Arbeit, die in die Macht der Shechina hätten übergehen müssen, werden von der „schlechten Magd“ geraubt, indem sie diese nach unten in die Herrschaft der Klipot absenkt. Folglich beerbt die Magd die Herrin."

Hier brauchen wir eine zusätzliche Verbindung, zusätzliche Erklärung. Lass uns fortfahren, 34.

Punkt 34

„34. Auf diese Weise wurde in „ Tikunej Sohar” das Geheimnis des Schwures erklärt: „Weckt die Liebe nicht auf und stört sie nicht, bis es ihr selbst gefällt.“ Es ist wichtig, dass das Volk Israel das Höchste Licht der Barmherzigkeit anzieht, welches auch als die „Liebe der Barmherzigkeit“ bezeichnet wird. Denn das ist jenes „Erwünschte“, was gerade mittels der Arbeit in der Tora und den Geboten nicht für eine Belohnung herangezogen wird. Durch das Licht der Barmherzigkeit im Volk Israel wird das Licht der Höchsten Weisheit (Chochma) angezogen, welches sich im Licht der Barmherzigkeit offenbart, welches Israel angezogen hat. Dieses Licht Chochma ist das Geheimnis des Gesagten: „Und es ruht auf ihm der Geist des Schöpfers; der Geist der Weisheit und des Verständnisses, der Geist des Gedankens und der Tapferkeit, der Geist des Wissens und der Ehrfurcht vor dem Schöpfer.“ (Jesaja, 11:2) Es heißt über den König Messias: „Und er wird den Völkern ein Zeichen bringen und die Vertriebenen Israels versammeln und die aus Judäa Zerstreuten von den vier Enden der Erde einsammeln.“ Denn nachdem das Volk Israel mithilfe des Lichts Chessed das Licht Chochma angezogen hat, offenbart sich der Messias und versammelt alle Vertriebenen Israels.

Es hängt alles von den Studien der Tora und der Arbeit in liShma ab. Dadurch ist der Mensch fähig, ein großes Licht Chessed heranzuziehen, in welches sich das darauf folgende Licht Chochma einkleidet. Und das ist das Geheimnis der Beschwörung: „Weckt nicht auf und stört nicht“. Denn das vollbrachte Exil und die Versammlung der Vertriebenen sind ohne das nicht möglich, weil so die Reihenfolge der Kanäle des Spirituellen ist."

Schüler: Was bedeutet es, dass ich die Handlung wegen des Gebots selbst ausführe?

Auch ich weiß es nicht, ich habe nichts zu antworten. Wir müssen weiterlesen und uns bemühen zu fragen.

Schüler: Baal HaSulam hat die ganze Verkettung beschrieben noch vom „Buch der Schöpfung" und dem „Sohar" und dann die Geonim und die Rischonim bis zum Gaon von Wilna und bis heute, wie Atik Yomin, so nannte er es, die Weisheit verbarg. Und in dem Punkt danach sagt er „Wehe und ach, wenn ihr enthüllt, selbst in unseren Tagen reicht es nicht aus, die Weisheit zu enthüllen, Gott bewahre, dass die Magd ihre Herrin beerbt" und so weiter. Wir sehen das heute, richtig?

Ja.

Schüler: Im letzten Punkt sagt er: „Wenn ihr erweckt und wenn ihr erregt die Liebe, bis sie begehrt". In der Vergangenheit hast du direkter, schärfer und größer gesprochen, dass es unsere Aufgabe ist, dies dem Volk Israel, der Welt zu enthüllen, und es scheint, dass du heute weniger dazu drängst und mehr ausrichtest „konzentriert euch auf die Arbeit zwischen euch". Man hat dich auch direkter in der Sendung „Gespräche auf dem Weg" mit deinem Zehner gefragt, und du hast gesagt, dass heute niemand zuhören will, man braucht viel mehr Feinheit. Haben wir den Zug etwas verpasst?

Nein. Wir haben nicht verpasst, und ich habe nicht verstanden, dass die Frage eine solche ist.

Schüler: Du meinst, dass ich nicht verstanden habe, dass es eine solche Frage im Text gibt?

Ich habe nicht verstanden, dass es eine solche Frage im Text gibt.

Schüler: Du sagst, dass meine Frage noch zu früh ist bezüglich des Textes, er spricht doch hier über das Kommen des Messias, du willst noch nicht so darüber sprechen?

Ja.

Schüler: In Punkt 33 schreibt Baal HaSulam, dass wenn ein Mensch keinen vollständigen Glauben hat und er sich mit der Tora nur aus dem Grund des Gebots des Schöpfers beschäftigt, dann wird er in solcher Tora das Licht, das in ihr verborgen ist, nicht enthüllen. Um voranzuschreiten, müssen wir uns mit der Tora beschäftigen und Gebote erfüllen, aber hier verstehe ich, dass die Erfüllung von Geboten nicht zum Fortschritt führt, oder habe ich nicht richtig verstanden. Kannst du das bitte erklären?

Ich verstehe davon nicht viel mehr als du. Einfach sich bemühen, mehr ins Innere des Tora-Studiums einzudringen, Ursache und Wirkung zu ordnen, und auf diese Weise werden wir dazu kommen, dass es uns klar sein wird, deutlich, was diese Verbindungen von Ursache und Wirkung ausdrücken, und wir werden zum Verständnis kommen, dazu, dass wir uns das Verständnis der Tora vorstellen.

Punkt 35

„35. Die Weisen deuteten auch den folgenden Vers: „[…] und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.“ (Genesis, 1:2). Was ist der „Geist Gottes“? Während des Exils, wenn Israel noch mit der Tora und den Geboten lo liShma beschäftigt ist – wenn sie sich so verhalten, denn von lo liShma kommt man zu lishma –, dann verweilt die Shechina unter ihnen, obwohl noch im Stadium des Exils, da sie liShma noch nicht erreicht haben.

Davon heißt es: Die Shechina befindet sich in der Verhüllung, aber am Ende werden sie der Offenbarung der Shechina würdig. Dann schwebt der Geist des Königs – Mashiach (Messias) – über jenen, die sich mit der Tora und den Geboten beschäftigen und erweckt sie dazu, zu liShma zu gelangen durch das Geheimnis des Gesagten: „Das Licht, welches die Tora birgt, führt sie zur Quelle zurück.“ Die Tora hilft und bereitet auf das Strahlen der Shechina, ihrer Herrin, vor.

Wenn jedoch diese Studien in lo liShma nicht würdig sind, zu liShma zu führen, dann jammert die Shechina und sagt, dass es in denen, die sich mit der Tora beschäftigen, keinen Geist des Menschen gibt, der nach oben emporsteigt, sondern sie geben sich mit dem Geist eines Tieres zufrieden, welcher nach unten hinabsteigt, und alle ihre Beschäftigungen mit der Tora und den Geboten dienen ihrem eigenen Gewinn und Genuss. Und solche Studien der Tora können sie nicht zu liShma führen, denn es weht nicht über ihnen der Geist des Messias, sondern er weicht unwiderruflich von ihnen, weil die unreine Magd ihre Tora wegnimmt und die Herrin beerbt – denn sie gehen nicht den Weg, der sie von lo liShma zu liShma führt.

Obwohl sie keinen Erfolg durch die Studien der offenen Tora haben, weil es in ihr kein Licht gibt und sie trocken ist – wegen der Begrenztheit ihres Verstandes –, können sie doch mittels des Studiums der Kabbala Erfolg erlangen, weil das Licht, welches sich in ihr birgt, in die Kleider des Schöpfers gekleidet ist, das heißt in seinen Namen und Sefirot. Dann könnten sie mit Leichtigkeit zu lo liShma gelangen, welches sie zu liShma führt, und der Geist des Schöpfers wird über ihnen schweben, was der Sinn des Gesagten ist: „Das Licht der Tora führt sie zur Quelle zurück.“

Dennoch wollen sie in keinerlei Form das Studium der Kabbala. Und daher bewirken sie Armut, Erniedrigung, Zerstörung, Mord und Vernichtung in der Welt, weil der Geist des Messias weicht, der Geist von Chochma und Bina."

Schüler: Wie können wir einerseits das Studium mit der richtigen Absicht verbinden und andererseits die Tora nicht in unrichtiger Weise verwenden, wie Baal HaSulam hier erklärt?

Wir müssen mehr und mehr uns Baal HaSulam nähern und mehr zwischen uns verbunden sein, und auf diese Weise mehr und mehr über denselben Quellen und Erklärungen sitzen, die er uns gibt. Letztendlich scheint mir das der Weg zu sein.

Schüler: Einerseits verstehen wir, dass wir zwischen uns verbunden sein müssen, und andererseits müssen wir über dieser Verbindung auch die Unterschiede zwischen uns enthüllen. Wie können wir zwischen den Unterschieden zwischen uns vereinen, da wir ein gemeinsames Ziel haben, und uns über all die Lücken erheben, die wir enthüllen?

Dafür müssen wir Ratschläge im Buch suchen.

(Ende des Unterrichts)