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Morgenunterricht 17.05.2001
Buch „Schriften von Baal HaSulam", S. 161, „Einführung in die Weisheit der Kabbala", Unterricht 7
Teil 1 – vom Anfang bis Minute 00:29:29 Zeiten: 00:29:29
Teil 2 – von Minute 00:29:29 bis Minute 01:07:36 Zeiten: 00:38:07
Teil 3 – von Minute 01:07:39 bis Minute 01:37:40 (Ende) Zeiten: 00:30:01
Teil 1
Rav: Wenn der Mensch zum Unterricht kommt und hört und liest und in eine Gemeinschaft eintritt, die über das Ziel der Schöpfung, das Ziel des Lebens spricht, dann fängt er entsprechend seiner Anstrengung, seiner Lernordnung an, das Umgebende Licht aus seiner Wurzel zu erwecken, aus seiner Seele – denn die Seele ist herabgestiegen und hat sich in einen Körper gekleidet, und jetzt gibt es einen Unterschied zwischen dem, wo sie sich jetzt befindet, und ihrer Quelle. Soweit der Mensch sich nach dieser Quelle sehnt, erweckt er in demselben Maß über sich das Umgebende Licht. Also das ist während des Lernens. Während des Lernens.
Und danach, in seinem gewöhnlichen Leben, wenn er schon aus dem Unterricht herausgeht, hängt es davon ab, wie er das fortführt. Das heißt, wieweit er sich Ordnungen festlegt. Die Kabbalisten lernen in der Regel gegen Morgen. Wenn ein Mensch von 03:00 bis 06:00 gegen Morgen lernt, zweieinhalb, drei Stunden, dann reicht das, um das Umgebende Licht für den Tag fortzuführen. Nur für diesen Tag, das ist in der Regel so.
Nun, das gilt nicht für Anfänger – nicht weil sie schwach sind oder sich erst nach und nach gewöhnen müssten und wir sie später hineinnehmen, sondern einfach weil am Anfang die Umgebenden Lichter – auch wenn ein Mensch einmal die Woche, zweimal die Woche lernt – je weiter er fortgeschritten ist, desto mehr muss er investieren, weil das Umgebende Licht am Anfang mit größerer Intensität wirkt, wie eine Kraft. Und danach wird es nach und nach sozusagen schwächer.
Nicht dass es schwächer wird, sondern es geht in die weiteren Einzelheiten hinein, die der Mensch nicht spürt. Deshalb sind die Anfänger sehr begeistert von dem, was geschieht. Und danach nimmt die Begeisterung nach und nach ab. Und es ist nicht unbedingt so, dass das Licht selbst abnimmt, sondern seine Arbeit im Inneren des Menschen wird mehr so punktuell, innerlich. Das heißt, das ist ein Abfall anderer Art, aber ich muss immer mehr und mehr investieren.
Letztlich, wer sich wirklich auf die richtige Weise einsetzen will – Baal HaSulam schreibt dort in der „Einführung in das Studium der Zehn Sefirot", ungefähr in Abschnitt 15, so etwas in der Art, oder sogar weniger, dass, wer nicht zur Göttlichkeit gelangt, das heißt zur Enthüllung der Höheren Welt, dies deshalb geschieht, weil er in der Anstrengung nachlässig ist, entweder in der Menge oder in der Qualität. Die Menge der Anstrengung können wir nach den Stunden messen. 3:29
Also wenn ein Mensch lernt, wie wir jetzt gesagt haben, drei Stunden gegen Morgen, und dazu seine freie Zeit am Abend, sagen wir, etwas in die Verbreitung investiert, sagen wir einmal die Woche unterrichtet und dazu übersetzt oder allerlei Artikel vorbereitet und so weiter, während der Woche, und am Schabbat ist er in dieser inneren Arbeit mit der Gruppe – dann deckt er quantitativ diese Stufe vollständig ab.
Anders die Qualität – die hängt schon davon ab, wieweit er mit größerer Tiefe und Genauigkeit in der Frage steht: Wozu lerne ich, was will ich vom Lernen? Außer dem Wissen und außer dem bloßen Aufnehmen des Stoffes. Und das Problem, schreibt Baal HaSulam, liegt weniger in der Menge, denn was die Menge angeht, halten Hunderte von Menschen durch, und trotzdem gelangen wenigstens Dutzende, wenige, zur Spiritualität, zur Stufe. Und das kommt daher, dass man in der Qualität der Anstrengung nachlässig ist.
Dass man sich beim Lernen nicht genug Mut gibt in der Frage: Wozu brauche ich das Lernen? Denn alle Dinge, die der Mensch hier macht, müssen nur einem einzigen Ziel dienen. Deshalb sorgen wir dafür, dass die Gruppe die ganze Zeit so arbeitet, dass sie in sich selbst die Frage weckt: warum, wozu? Und dafür gibt es allerlei verschiedene Mittel, Nebenmittel, in die wir ebenfalls viel Kraft investieren, und das gehört zur inneren Gruppenarbeit.
Was die Menge angeht, investiert jeder Menge. Die Qualität der Anstrengung hängt davon ab, wieweit die Menschen beim Lernen vereint sind. Wieweit ihre Gedanken sich einer dem anderen anschließen. Dazu müssen wir Gruppenhandlungen machen. Und so haben es die Kabbalisten von Generation zu Generation gemacht, das ist nicht extra für uns eine neue Erfindung. Der Rabbi hat erzählt, wie Baal HaSulam mit seinen Schülern spazieren ging, sagen wir. Wir sind gestern auch auf einen Ausflug gegangen. 6:30
Er machte mit ihnen viele Ausflüge dort in den Bergen Jerusalems oder auf dem Berg Karmel, er ging dort bei Haifa auch gern spazieren. Und das war's. Der Berg Tabor, und weitere Handlungen, hauptsächlich an Schabbatot. Deshalb sind Menge und Qualität Dinge, letztlich sind das die zwei Grundpfeiler, um die man sich kümmern muss. Das ist eigentlich nicht für Anfänger gesagt, Anfänger müssen lernen, so wie sie es können, bis sie wirklich hineinkommen. Aber letztlich, ich verstecke es nicht: Wer wirklich ernsthaft zur Spiritualität vorankommen will, der wird investieren müssen.
Du willst etwas, das nicht in dieser Welt ist, sondern das, was über dieser Welt ist. Das heißt, in dieser Welt: Wenn du der Reichste oder der Klügste sein willst, wie viel musst du da investieren? Und hier willst du noch klüger als alle Klugen sein und noch reicher an Reichtum und in allen Hinsichten als das, was es hier für alle gibt – nu, dann muss man dafür nicht arbeiten? Deshalb ist auch das Liebhaberische etwas Gutes, weil es den Menschen trotzdem zum Ziel voranbringt. Aber es hängt davon ab, wie viel Zeit er brauchen wird, um zum Ziel zu kommen.
Manche kommen in fünf, in zehn Jahren ans Ende, und manche in fünfzehn, zwanzig. Und es gibt solche, denen auch vierzig Jahre nicht reichen. Aber die Anstrengung, die ein Mensch aufbringt, geht nicht ins Leere, das bleibt, das wird in der Seele aufgenommen. Alle Unterscheidungen, die ein Mensch durchgemacht hat, alle Dinge, die er gelesen hat, all das geht in die Seele hinein. Das ist das Einzige, und das ist wirklich eine Realität, die nicht verschwindet. Was du hier lernst, das führst du in die Seele hinein, das heißt, es gibt eine ewige Truhe, wo das bleibt, das ist wirklich eine Bank, die ihresgleichen nicht hat. Und dann, auch wenn man sich neu verkörpert, verkörperst du dich schon mit einem Vermögen, das du vorher eigentlich aufgebaut hast.
Schüler: Das ist aus der Reshimo?
Rav: Das ist Reshimo, ja, das ist der Aspekt Reshimo, gewiss. Und dann führt man gewiss fort, auf einer ganz anderen Ebene als bei Menschen, die sich nicht mit Kabbala beschäftigt haben. Und auch diejenigen, die angefangen haben zu lernen, haben besondere Angelegenheiten, wie sie auch ohne Körper weiter vorankommen können, und danach wieder im Körper, das sind komplizierte Dinge.
Noch Fragen? Nu, alles ist den Leuten klar. 9:47
Gut, wir sind bei Unterricht Nr. 7, dessen Thema Azilut ist. Also die Welt Azilut. (Zeichnung) Wir haben mit euch gelernt, dass der Schöpfer das Kli durch vier Bchinot erschaffen hat, das Kli füllte sich mit Licht, das nennt man die Welt Ejn Sof (Unendlichkeit). Danach machte dieses Kli Zimzum Alef, es vertrieb das Licht. Und danach beschloss es, dass es mittels eines Massach zum Empfangen um zu geben gelangt – nicht dass die Angelegenheit des Empfangens wichtig ist, sondern wichtig ist die Angleichung der Form an den Schöpfer. Soweit es kann, wird es empfangen, um zu geben, das ist das Ziel.
Schüler: Rav, ... anfangen zu arbeiten.
Rav: Ah?
Schüler: Erst jetzt hat es angefangen zu arbeiten.
Rav: Nicht wichtig. Nun, was macht man weiter? Und dann dahin gelangen, dass mittels des Massach diese erschaffene Malchut sich füllt wie in der Welt Ejn Sof, das nennt man Gmar Tikun (das Ende der Korrektur). Das ist das Eine. Das Zweite, das wir erklärt haben: Wie macht man das? Man macht das mittels Parzufim, das heißt mittels Portionen, die man empfängt.
Diese Malchut (Zeichnung) zeichnen wir jetzt von ihrem Keter an, ja? Keter, Chochma, Bina, Chessed, Gwura, Tiferet, Nezach, Hod, Jessod, Malchut. Und man sagt, man kann diese Malchut bis Tiferet füllen, das nennt man Toch. Und hier gibt es den Parzuf Galgalta, ja? Der Parzuf AB ist ihre Chochma, der Parzuf SaG aus ihrer Bina, der obere Parzuf MaH, der obere Parzuf BoN.
Sie füllen die Galgalta mit fünf Parzufim, das nennt man die Welt Adam Kadmon, die die Galgalta von ihrem Pe bis zum Tabur füllt. Ja? Aber unten, das heißt ein Teil der Malchut, füllt sich offenbar – wenn wir diese Malchut nehmen und sie teilen, dann füllt sich ein Teil, der Toch genannt wird, und der Teil des Sof bleibt noch leer. Und ihr Ziel ist es, wie man den Sof füllt. 13:23
Dafür haben wir im Parzuf SaG die Möglichkeit, in seinen Punkten nach unten hinabzusteigen (siehe Zeichnung). Der Parzuf SaG steigt nach unten, das heißt in denselben Teil des Kli, den man nicht auf direkte Weise mit Or Chochma füllen kann, und er gibt dorthin, das nennt man den Parzuf Nekudot, Nekudot de SaG, und er gibt dorthin Or Chassadim. Dieses Or Chassadim füllt hier diese ganze Strecke, aber danach geschieht diesem Parzuf, der den ganzen Raum mit Or Chassadim füllt, ein Zimzum.
Wir nennen das Zimzum Bet. Und dann kann Or Chassadim nur an einem bestimmten Ort erscheinen, der Parssa genannt wird. Es kann auch unten erscheinen, aber dort hat es schon kein ... Wo befindet sich die Parssa? Wenn wir diesen Parzuf, Nekudot de SaG, teilen in Keter, Chochma, Bina, Chessed, Gwura, Tiferet, Nezach, Hod, Jessod, Malchut. Dann befindet sich genau in Tiferet dort die Parssa, dort enden die Gefäße des Gebens.
Und danach kommt noch ein Parzuf, der Nekudot de SaG genannt wird, in Katnut, bis hierher, Nekudot, Katnut, Nekudot de SaG.. Entschuldigung, Entschuldigung, das ist nicht Nekudot de SaG, das ist die Welt Nekudim.
Die Welt Nekudim, und sie breitet sich nur bis zur Parssa aus, und dann macht sie hier eigentlich nichts Besonderes, an diesem Ort. Aber wenn sie in die Gadlut hinausgehen will, dann überquert sie die Parssa, und hier geschieht ein Zerbrechen. Und wir haben gelernt, wozu wir dieses Zerbrechen brauchen, warum die Höheren Kräfte es so eingerichtet haben, dass hier das Zerbrechen der Gefäße stattfindet. 16:15
Und wir haben darüber gesprochen, dass es hier Kelim gibt (siehe Zeichnung): Chessed, Gwura, Tiferet, Nezach, Hod, Jessod, Malchut. Chessed, Gwura, Tiferet sind Gefäße des Gebens, und Nezach, Hod, Jessod, Malchut, das sind Gefäße des Empfangens. Die Gefäße des Gebens können wir benutzen, damit haben wir kein Problem, aber die Gefäße des Empfangens können wir nicht benutzen. Das heißt, wir haben hier gleichsam noch einen Kummer gemacht, am Ende: Bis zur Parssa füllen zu können, diesen Ort, das können wir auch füllen.
Aber wie füllt man diese Kelim von der Parssa und abwärts bis zum Sium, diesen Teil (siehe Zeichnung)? Das ist das Problem. Um das zu machen, müssen wir auch dort unten ein paar Gefäße des Gebens haben, durch die man auch die Gefäße des Empfangens füllen kann. Wie macht man das? Also man kann das mittels des Zerbrechens machen. Was heißt das? Dass sich die Kelim CHaGaT mit den Kelim NeHJ vermischen. Wie kann es eine Vermischung geben, diese Kelim sind doch sehr, sehr verschiedene Kelim voneinander?
Also wir haben gesprochen, dass man sie mittels des Zerbrechens vermischen kann: dass ein Licht von oben kommt, ein sehr großes Or Chochma, und dann macht es aus diesen beiden Arten von Kelim, oberhalb der Parssa und unterhalb der Parssa, einen Parzuf, es tritt in sie ein wie ein einziges Licht, und dann vermischen sich diese Kelim und verlieren den Massach. Und dann geschieht ein Zerbrechen. Das war's. Und sie vermischen sich so sehr, dass alle Kelim, all diese sieben Kelim, in allen sieben Kelim enthalten sind. 18:43
Also danach haben wir irgendeine Hoffnung, die Korrekturen einzurichten, denn da jedes Kli aus allen Kelim zusammengesetzt ist, haben wir gewiss in jedem Kli von Nezach, Hod, Jessod, Malchut, in allen Gefäßen des Empfangens, immer irgendein Gefäß des Gebens, durch das man das Gefäß des Empfangens korrigieren und füllen kann. Das heißt, nachdem sich all diese Kelim durch das Zerbrechen verbunden haben, gibt es Hoffnung auf die Korrektur eines jeden einzelnen Kli. Ohne das Zerbrechen geht es nicht, gerade mittels des Zerbrechens treten Gefäße des Gebens in die Gefäße des Empfangens ein.
Allerdings ist dieser Zustand selbst ein sehr schwerwiegender Zustand, weil man den Massach verloren hat, sie wurden zu Klipot, sie wurden zu Verlangen, nur zu empfangen, fern von der Heiligkeit. Aber im Grunde gibt es trotzdem eine Verbindung zwischen der Göttlichkeit und den Geschöpfen. Zwischen den Eigenschaften des Schöpfers, das nennt man Gefäße des Gebens, und den Eigenschaften des Geschöpfs, das nennt man Gefäße des Empfangens. 19:55
Was macht man weiter? Wenn wir jetzt mittels der Kelim von CHaGaT die Kelim von NeHJM korrigieren, sodass man sie mit den Lichtern füllen kann, die sie fassen können, die sie wollen, dann füllen wir damit die Malchut de Ejn Sof in ihrem Teil, den man vorher nicht füllen konnte, weil es hier nur Gefäße des Empfangens gab. Jetzt, weil hierher auch Gefäße des Gebens herabgestiegen sind, korrigieren wir die Gefäße des Empfangens mittels der Gefäße des Gebens, dann wird es möglich sein, die Malchut de Ejn Sof zu füllen und dann zum Gmar Tikun der ganzen Malchut zu gelangen. Das nennt man den End-, den Zielzustand, vorläufig für das gesamte System der Realität.
Nachdem diese Malchut mit einem Massach korrigiert ist und alle Lichter empfangen und sich mit dem ganzen Licht von oben füllen kann, dem ganzen Licht, dann wird sie ihren Eigenschaften nach dem Schöpfer gleich sein, dem Licht, denn sie wird empfangen, um zu geben. Das heißt, ihre Handlung wird genau dem Licht gleich sein, dem Schöpfer gleich, das heißt, das Licht wird sie füllen. Das heißt, das Geschöpf, das ist die Malchut de Ejn Sof, das Geschöpf oder die allgemeine Seele, von der wir Teile sind, wird zu einem Zustand wie der Schöpfer in jeder Hinsicht gelangen. Wirklich mit denselben Eigenschaften, im selben Zustand, in der Ewigkeit, in der Vollkommenheit, in allem, nur so, wie man es nach unserer Sprache sagen kann.
Nachdem das Kli korrigiert ist und alle Kräfte in sich hat, um wie der Schöpfer zu sein, danach gibt es noch Möglichkeiten des Aufstiegs und der Verbesserung im Zustand. Über diese Dinge, das, was über die Korrekturen hinausgeht, sprechen wir nicht, weil das schon zu dem gehört, was man „Geheimnisse der Tora" nennt. Das ist nicht für uns, weil wir noch nicht einmal verstehen, in welcher Sprache man sich dort ausdrücken kann, wie man überhaupt den Zustand beschreiben kann, der über den Zustand hinausgeht, in dem ein Kli mit Lichtern gefüllt ist und ganz empfängt, um zu geben, und dem Schöpfer gleich ist. Was kann mehr sein als das? Aber es gibt noch Stufen und noch Dinge. Nicht umsonst wird dieser Zustand nur „das Ende der Korrektur der Kelim" genannt. Dass nur das Kli jetzt fertig ist, sich selbst zu korrigieren. Und von jetzt an fängt man wirklich etwas Besonderes an. Aber über dieses Besondere ist in keinem Buch irgendetwas geschrieben. 22:48
Die Kabbalisten schreiben uns nur, wie man zu den Korrekturen gelangt, wie man sich selbst korrigiert, weil die Weisheit selbst sehr praktisch ist. Was wir machen müssen, so und so. Was für unsere Arbeit vorerst von Belang ist, das erzählen sie uns und erklären es, und das.. deshalb sind Kabbala-Bücher überall verkäuflich, alle können sie lernen, weil dieser Teil ein Teil ist, der allen offensteht. Korrekturen – komm und mach sie. Und danach: „Maasse Merkawa", „Maasse Bereschit" – darüber wird an keiner Stelle gesprochen. Das ist schon nach dem Gmar Tikun, darüber steht an keiner Stelle etwas. Deshalb ist der verborgene Teil, von dem man in der Kabbala spricht, ein Teil, der wirklich verborgen ist und an keiner Stelle geschrieben steht. Deshalb gibt es kein Problem, all die Bücher aufzuschlagen und sie zu lernen, und sie auf sehr, sehr einfache Weise zu lernen, mit einem geraden Zugang für alle.
Ja.
23:58
Schüler: Diese Korrektur, geschieht die nur mittels Lernen oder ... die Korrektur der Kelim.
Rav: Die Korrektur geschieht mittels der Lichter. Wie wir vorher gelernt haben, dass sich das Kli nicht ändern kann, außer das Licht, das kommt, ändert es. Wie? Wir haben gelernt, dass wir Bchina Alef haben, die ein Wille zu empfangen ist, das Or Chochma füllt sie, dann will sie geben, verstehst du, und so weiter. Das heißt, die.. unsere Veränderung kann nur mittels des Lichtes von oben geschehen. Und überhaupt ändert sich in dieser Welt nichts, denn wenn.. wenn du irgendeine Veränderung in dieser Welt bestellen, herbeiführen willst, musst du eine Veränderung oben herbeiführen, sodass dann von oben ein Zusatz an Licht kommt und das.. und es alles ändert. 25:08
Alle Programme, all die Dinge, die Korrekturen durchmachen, alle Pläne, sie sind alle von oben. Alles wird oben fertiggemacht und steigt danach in unsere Welt herab, nur aus Befehlen. Und deshalb sind wir wirklich Marionetten in jeder Hinsicht. Wir haben hier keinerlei Möglichkeit, irgendetwas zu machen, zu geben. Deshalb können wir auch das Morgen nicht sehen, auf es in kritischer Weise einwirken, wir haben darin keinerlei.. Nur wenn du wirklich Herr über das Morgen sein willst, musst du auf eine Stufe aufsteigen, die eigentlich dein Morgen bestimmt, dort Korrekturen machen, und dann siehst du, wie.. wie sich das verwirklicht, herabsteigt und sich in dieser Welt verwirklicht. Deshalb ist die Weisheit der Kabbala darin wirklich eine Weisheit, die Wissenschaft, sagen wir, die praktischste. Der Mensch, der einen Massach erwirbt, kann diesem Massach entsprechend auf das einwirken, was geschieht, und auf das, was geschehen wird.
Schüler: Der Erwerb, geschieht der nur mittels Lernen oder..
Rav: Einen Massach zu erwerben nur mittels Lernen und Arbeit in der Gruppe. Und dafür lernt man eigentlich. Wir machen hier nichts.. weißt du, niemand muss hier einfach so sitzen, es gibt außer dem noch Angelegenheiten. Sondern weil wir unseren Zustand ändern wollen, deshalb lernen wir, wie man das macht. Das ist die einzige Wahl, die der Mensch hat. Außer dem gibt es nichts in unserer Welt, das der Wahl überlassen ist. Auf keinerlei Weise trifft irgendjemand von sich aus eine Entscheidung und führt dieser Entscheidung entsprechend etwas aus. Sondern diese Entscheidungen wecken sich in dir, weil es das Hervortreten der Reshimot gibt.. Du hast schon davon gehört. Und diesen Reshimot entsprechend, die dir ein neues Verlangen bringen, springt etwas von innen, und du führst es aus, es springt etwas von innen, du rennst dahin, immer weiter, und das. Und so ist es.
Früher zu sein als das Hervortreten der Reshimot und festzulegen, was ich will und wie ich will, dass es sei – dafür muss man auf einer höheren Stufe arbeiten, als du jetzt bist, und dann legst du dir das von unten nach oben fest. Dafür musst du in beiden Welten sein. In der Welt, wo man festlegt, und in der Welt, wo man ausführt.
27:50
Schüler: Wo man festlegt, das ist die Wurzel?
Rav: Wo man festlegt, das ist die Wurzel, das ist die Höhere Welt. Das war's. Noch Fragen? Ja.
Schüler: ...
Rav: Es gibt keinen Raum für Spontaneität, es gibt eine sehr klare, entschiedene Ordnung, wie sich ein Mensch Schritt für Schritt entwickeln muss. Für jede einzelne Seele gibt es dieselben Wege, niemand kann hier Stufen überspringen, sondern eine nach der anderen so auf schrittweise Weise durchlaufen. Und niemand kann dem entkommen.. das heißt, davor davonlaufen, sondern jeder Einzelne kann nur seine Entwicklung beschleunigen. Darin liegt eigentlich unsere Wahl. Jeder von uns befindet sich jetzt in einem bestimmten Zustand und muss zu einem bestimmten Zustand gelangen. Und das hängt nicht nur von ihm ab, das hängt von der Seelenwurzel ab, die schon in ihm verborgen ist, ja.
Und dann, vom Anfangszustand und vom Endzustand her, ist klar, welchen Prozess er durchlaufen muss, ja. Also diesen Prozess schnell zu durchlaufen, im guten Zustand, oder ihn mit Leiden in den schlechten Zuständen zu durchlaufen, das hängt von unserer Wahl ab. Aber weder den Anfang noch das Ende legen wir fest, das ist Er. Wir haben darin keinerlei.. das ist vor der Schöpfung, das ist überhaupt vor der Aufteilung der Seelen. Schon beim Zerbrechen von Adam HaRischon wurde das beschlossen. Wir kommen gleich dazu. Noch. Ja.
Bis hier – Minute 00:29:29
Teil 2
29:30
Schüler: In der ersten Woche haben wir gelernt, dass es nach dem Kreislauf der körperlichen Welt diese Welt gibt, die Welt Assija, Bnija, Yezira, Azilut, und Adam Kadmon.
Rav: Nu.
Schüler: Warum lernt man gleichsam von oben nach unten und nicht von unten nach oben?
Rav: Wir lernen die Entwicklung von oben nach unten, und danach lernen wir die Entwicklung von unten nach oben. Das ist die Ordnung der Herabkunft vom Schöpfer zum Geschöpf, der Realität, die wirklich so geschieht, vom Vollkommenen zum Unvollkommenen, bis man in diese Welt herabsteigt. Und danach lernen wir, wie wir aus dieser Welt nach und nach zu jenem Zustand aufsteigen müssen, zu jener Wurzel, aus der wir herabgestiegen sind. Diese beiden Richtungen sagen wir: Die eine sagen wir jetzt im Lernen, von oben nach unten, und die andere durchlaufen wir schon mit unserem Körper, mit unserer Seele.
Ja.
30:28
Schüler: Woher weiß ich, dass die Kabbala der richtige Weg ist, und dass, wenn schon Kabbala, dann hier der Ort ist, das der richtige Weg ist?
Rav: Sehr schön. Du fragst nach mir, ich habe keine Antwort. Der Mensch muss dort lernen, wo sein Herz spürt, dass das die Wahrheit ist. Es gibt viele Menschen, die sich in allerlei Kreisen und Methoden und Sekten und Weisheiten wiederfinden, ich verwerfe nichts. Ich sage dem Menschen nur, wenn man mich fragt: Prüf bis zum Ende. Sei nicht irgendwie einverstanden, gleichsam schmier dort drinnen nichts hin. Sei wirklich ehrlich mit dir selbst. Scharf bis zum Ende, ob es wirklich, wenn hier von Einheit die Rede ist, von Schärfe, sagen wir, ob du dem zustimmst und es annimmst. Und sei nicht an einem Ort, dem du verzeihst, äh.. irgendwie ist es wohl in Ordnung oder irgendwie so.
Das heißt, es gibt Orte, wo ein Mensch, dessen Seele noch nicht zur Reife gelangt ist, es gut hat, an einem anderen Ort zu sein, sagen wir, nicht hier. Hier spricht man zu direkt, zu grob, zu entschieden. Er will ein wenig den Wochenabschnitt hören, jalla, verstehst du, so eine Art süße Dinge aus der Tora. Verstehst du, irgendwelche Geschichten. Er befindet sich noch wie ein Kind in irgendeiner Entwicklung, aber auf dem Weg.
Es gibt solche, die der Sache etwas näher sind, und sie kommen für ein paar Monate hierher, oder sogar ein, zwei Jahre, danach gehen sie zurück, danach können sie wieder dorthin zurückkehren. Das heißt, der Mensch kommt immer, um seine Seele zu füllen, soweit sie sich entwickelt hat und Göttlichkeit, Ewigkeit fordert, entsprechend der Frage „Wozu lebe ich?", soweit diese Frage in ihm tobt. Dem entsprechend lernt er.
Also mit dieser Frage, soweit sie wirklich in dir steht, sei ehrlich, und dann wähle dem entsprechend einen Ort. Es gibt keine andere Antwort, warum? Was kann ich dir jetzt sagen? Bei mir ist es ein wahrer Ort? Wonach willst du dann prüfen und glauben? Zu glauben.. niemandem.. man darf niemandem glauben. Prüf – was für Werkzeuge hast du zum Prüfen? Siehst du schon, wohin du in meiner Methode nach einem Jahr gelangst, oder in einer anderen Methode nach einem Jahr? Du kannst nicht vergleichen.
Also welches Werkzeug hast du überhaupt? Zu fragen, ja, aber mit welchem Werkzeug kannst du Methoden vergleichen? Nur nach dem Gefühl des Herzens im gegenwärtigen Zustand. Das entspricht mir mehr oder nicht. Und ich sage dir: Nicht schlimm, wenn du an irgendeinen Ort gehst, und dort prüfst, und an ein paar weiteren Orten. Ich habe meinen Rav gefragt, er antwortete mir auf diese Weise: „Geh und prüf." Ich bin wirklich an ein paar Orte gegangen, danach kam ich zu ihm zurück und erzählte ihm alles, wie ich es sah, ich wollte Kritik von ihm hören, warum ich so gedacht habe und warum das. Er half mir, gleichsam jeden Zustand und jedes Gefühl auseinanderzunehmen, und so habe ich wirklich gelernt. Unterm Strich ist es wirklich so, nur nach dem Gefühl des Herzens, wie du fühlst. Es gibt keine andere Antwort.
Ja.
34:16
Schüler: Ich wollte zu diesem Zustand des Gmar Tikun fragen, den Sie hier erwähnt haben – kann man dahin in dieser Verkörperung und noch in diesem Körper gelangen?
Rav: Wo ist „Matan Tora (Die Gabe der Tora)" in unseren Büchern, habt ihr das?
Schüler: Nein, nein, danke.
Rav: Ah, also es gibt ein neues Buch, in dem alles ist, wirklich alles, „Kabbala für Anfänger". Sehr empfehlenswert, wir haben es hier, ja, 50 Schekel, und du hast alle Bücher in einem Buch. Nun, er schreibt so, „Das Wesen der Weisheit der Kabbala", Seite 21, also schreibt er so: „Diese Weisheit ist, nicht weniger und nicht mehr, nur eine Ordnung von Wurzeln, die sich auf dem Weg von Ursache und Folge herabziehen, nach festen und absoluten Gesetzen, die sich verbinden und auf ein einziges, sehr erhabenes Ziel ausrichten." Was für ein Ziel hat die Weisheit, kurz gesagt? Die Enthüllung Seiner Göttlichkeit an Seine Geschöpfe in dieser Welt.
Das heißt, du musst mittels dieser Weisheit die Göttlichkeit hier enthüllen, während du in dieser Verbindung bist, in Körper und Seele zusammen. Was in der Seele ohne Körper geschieht, darüber sprechen wir ein wenig, allerdings wird auch darüber an keiner Stelle gesprochen, aber im Grunde muss jeder Einzelne im Laufe einiger Jahre zu einem Zustand gelangen, in dem er in zwei Welten lebt, und für ihn existiert überhaupt kein Übergang zwischen Leben und Tod. Er identifiziert sich so mit seiner Seele, dass er überhaupt nicht spürt, dass er diesen Körper auszieht, einen anderen Körper bekommt, sondern diese Verkörperungen sind für ihn einfach Stufen der Entwicklung. Noch.
Ja.
36:07
Schüler: Sagen Sie mir, wieweit wirkt der Körper auf die Seele und auf all die Verkörperungen ein?
Rav: Der Körper wirkt auf die Seele damit ein, dass er ihre Entwicklung stört, gleichsam stört. Durch den Körper kommen zu uns allerlei Verwirrungen, allerlei Begierden, allerlei Schwächen, und hier gibt es einfach mittels des Körpers die Möglichkeit, die Kraft des Strebens nach oben zu verstärken, die Kraft des Verlangens, die Kraft des Massach. Er sagt hier auch so – das gibt es auch in den Briefen, in Wahrheit weiß ich nicht, wo das hier ist, allerdings habe ich die Nachricht bekommen.
Er schreibt in „Pri Chacham", es gibt so ein Buch, von dort gibt es einen Brief auf Seite 63. Er schreibt, dass.. er schreibt so, er sagt so: „Das Geheimnis der Seele ist bekannt, dass sie ein göttlicher Teil von oben ist, dass sie vor ihrem Kommen in den Körper anhaftet wie ein Zweig an der Wurzel." Kurz, ich finde es, ich sehe heute nicht so gut.. ich habe jetzt gearbeitet.. das.
Die Seele war innerhalb der einen Einheit mit allen Seelen, die Seele eines jeden Einzelnen, und diese Gesamtheit der Seelen wird Adam genannt, Adam HaRischon oder Adam, nicht wichtig. Dieses Kli teilt sich in Tausende Teile, diese Teile kleiden sich in die physiologischen Körper und steigen auch von ihrer Stufe der Göttlichkeit herab, um allerlei niedrige Dinge zu wollen, sagen wir, allerlei Genüsse, in den Körper kommen allerlei Störungen.
Wenn die Seele, das heißt der Mensch, sich mit der Seele identifiziert und all diese Störungen überwindet, sodass diese Störungen ihn gleichsam nicht daran hindern, an der Göttlichkeit anzuhaften, zur Göttlichkeit voranzukommen, die Göttlichkeit zu erlangen. Diese Störungen sind so gebaut, dass ein Mensch, der sie überwindet, mehr Göttlichkeit enthüllt. Und dann, wenn du zu jenem Punkt zurückkehrst, aus dem die Seele herabgestiegen ist, hat dir der Widerstand des Körpers auf negative Weise geholfen, die dich gestört hätte, hilft dir dabei, dass du zu jenem Ort gelangst und das 620-Fache empfängst, 620, 620-mal mehr Lichter, mehr Zustand, mehr Enthüllung als ohne die Störung des Körpers. 39:52
Das heißt, der Abstieg in diese Welt und der Aufstieg zurück ist dazu da, die Seele eigentlich zur unendlichen Entwicklung zu bringen, das 620-Fache wird Unendlichkeit genannt, dem Aufbau der Seele nach kommt das so heraus. Das war's. Nun, warum das 620-Fache? Weil eine Seele, die zurück aufsteigt, 620 Stufen durchläuft, die Mizwot genannt werden. Auf jeder Stufe überwindest du eine Störung, erwirbst über sie einen Massach und empfängst Licht.
Dass du einen Massach erwirbst, das nennt man, dass du eine Mizwa gemacht hast. Dass du Licht empfängst, nennt man, dass du Tora hältst, Tora empfängst. Das Licht wird Tora genannt, die Handlung wird Mizwa genannt. Und so 620-mal, was 613 Mizwot der Tora und sieben Mizwot der Rabbanan genannt wird. Rabbanan, das nennt man schon Gadlut, über die 613 hinaus, Rav wird das Große genannt. Das hat nichts mit Rabbanan zu tun, ganz andere Bedeutungen, seid überhaupt nicht mit dem verbunden, was ihr einmal gehört habt.
Noch. Ja.
41:03
Schüler: Ich nehme an, dass alles, was wir hier lernen, über den Weg der Tora ist.
Rav: Ich weiß nicht, was der Weg der Tora ist.
Schüler: Die Tora, die wir am Berg Sinai empfangen haben.
Rav: Ah, Sie glauben daran, ja?
Schüler: Ja.
Rav: Sehr gut.
Schüler: Also glaube ich, dass das, was wir hier lernen, zumindest ein Teil davon ist.
Rav: Wieweit sind Sie bereit zu glauben, ob es ein Teil ist oder nicht?
Schüler: Ich glaube heute, dass es ein Teil ist. Nur meine Frage ist: Wie kommt es, dass die allergrößten Rabbiner gleichsam gegen jede solche Methode sind?
Rav: Ich sage dir warum, also frag auf direkte Weise. Warum bist du..? Ob ein Teil oder nicht? Was wir eigentlich von oben empfangen haben, haben wir mittels der Kabbalisten empfangen. Wer waren Abraham, Izchak, Jaakow, Mosche – wer mit der Göttlichkeit spricht und wer die Enthüllung der Göttlichkeit aufschreibt, das ist ein Kabbalist. Das ist nicht einfach irgendjemand, so ein Kluger, der ein paar Bücher gelesen hat. Wer sich auf der göttlichen Stufe befindet, wer die Kommende Welt spürt, wer die Höhere Kraft spürt, das nennt man, dass er von ihr empfängt.
Und was er spürt, das schreibt er, nur schreibt er in mehreren Sprachen. Es gibt eine Sprache, die man schreibt wie die Sprache der Gemara, die für uns gleichsam so aussieht, als seien es Gesetze in dieser Welt, so sieht es für uns aus, es sind eigentlich spirituelle Gesetze. Deshalb gibt es in der Gemara so viele Dinge, die überhaupt nicht rational sind, oder das ist geschrieben wie ein Geschichtsbuch, wie die Tora, also Geschichten über unsere Geschichte. Oder das ist als Aggada geschrieben, die überhaupt nicht verständlich ist, solche Dinge dort, solche fantastischen Bilder, oder das ist in der Sprache der Propheten geschrieben, die sie auch in einer Sprache schreiben, sehr zwischen der Sprache der Aggada und der Sprache der Tora.
Es gibt vier Sprachen. Warum vier? Weil das allgemeine Kli auch in vier Teile geteilt ist, weil es auch vier Exile und vier Erlösungen geben muss und so weiter. Das hängt alles vom Aufbau des Kli ab.., das in seiner Grundlage HaWaYaH ist, vier Teile. Also gewiss, von wem haben wir die ganze Tora? Von den Kabbalisten. Die Kabbalisten haben das geschrieben, im Grunde ist die ganze Tora für die Tage des Messias geschrieben, für die Zeit, in der wir wirklich schon anfangen müssen, die Göttlichkeit kennenzulernen und nicht einfach in dieser Welt wie Tiere zu leben.
Die Zeit, in der wir in dieser Welt ohne Erkennen der Göttlichkeit leben, ist eine bestimmte Zeit, bis zum Ende der 6000 Jahre. Dass am Ende der 6000 Jahre das ganze Volk und danach die übrigen Völker, nicht nur wir – wir sind besonders (Segula) darin, dass wir anfangen, und sie.. wir sind ein besonderes Volk darin, dass wir als Erste anfangen, und danach kommen sie nach uns, zu einem Zustand gelangen, in dem sie die Höhere Welt enthüllen, anfangen, Herren über beide Welten zu sein. Wirklich groß, erwachsen auf solche Weise, entsprechend dem, wieweit wir dem Schöpfer ähnlich sind, übernehmen wir von Ihm die ganze Lenkung und Vorsehung über die gesamte Realität. 44:42
Nun, im Laufe der 6000 Jahre, so wie der Sohar geschrieben und verborgen wurde, und all die Bücher der Kabbalisten, die geschrieben waren und die die Kabbalisten nur einer dem anderen übergaben, von Generation zu Generation, so in aller Stille, und es war verboten, Kabbala zu lernen, wirklich verboten – und das haben die Kabbalisten selbst diktiert, all diese Dinge, bis zum Anfang unseres Jahrhunderts war jeder große Rav ein Kabbalist. Jeder Rav. So sagte es mir zumindest der Rabbi, und so verstehe ich es auch von heute her. Und bis zum heiligen Rav Ashlag, all die Bücher, die geschrieben sind, sind wirklich im Ruach haKodesch (heiliger Geist) geschrieben. Was heißt im Ruach haKodesch? In spiritueller Erlangung. Nicht einfach, dass jemand irgendwelche Schlaumeiereien aus sich hervorbringt, sondern damit, dass er die Höhere Welt erlangt und daraus schreibt.
Also dass man sich nicht mit Kabbala beschäftigt hat, das war wegen des Gebots der Kabbalisten, weil die Seelen nicht so entwickelt waren, so weit, und die ganze Entwicklung durchlaufen mussten, um zu einem Zustand zu gelangen, in dem man schon aus dem letzten Exil hinausgeht. Es gibt vier Exile; dass man aus dem letzten Exil physisch hinausgeht, man muss auch aus dem letzten Exil auch seelisch, spirituell hinausgehen, und dann braucht man Kabbala.
Und das fällt genau auf unsere Zeit, hier, jetzt. Unsere jetzige Verkörperung – die vorherigen Verkörperungen kennen wir nicht so gut, erinnern uns nicht, verstehen sie nicht, ja? Unsere Verkörperung fällt genau auf die Zeit, in der wir aus dem letzten Exil hinausgegangen sind, und wenn wir jetzt nicht auch spirituell in die Erlösung eintreten, nachdem man uns das Land Israel gegeben hat, wenn wir nicht zum spirituellen Land Israel gelangen, so wie wir zum körperlichen Land Israel gelangt sind, dann werden wir wirklich in Nöten sein. Das heißt, dann wird die äußere Kraft, die äußere Realität uns wirklich mit Gewalt, mit Blut zwingen, das zu machen, und wir werden nicht entkommen können. Und das wird mittels der Araber sein, mittels allerlei Problemen und Nöten, auf die ich nicht eingehen will, um sie nicht zu wecken. Das war's.
Deshalb haben all die vorherigen Jahre und Generationen und Tausende Jahre keine Kabbala gelernt, und das ist wirklich so richtig. Und in unserer Generation muss man sehr wohl Kabbala lernen, und die Kabbalisten – so wie man damals sagte, dass man es nicht braucht, so schrien sie in den letzten Generationen, dass man es sehr wohl braucht – und du kannst dieses Buch nehmen, hier gibt es ein besonderes Kapitel „Kabbalisten bis zu unserer Zeit", vom ARI und Rabbi Schimon an, der schrieb, wann der Sohar sich enthüllen muss und wann man anfangen muss, in ihm zu lernen, und all die Generationen von Rabbi Schimon bis zu unserer Zeit, wie die Kabbalisten gerade über unsere Zeit schreiben, und über die letzten Kabbalisten der letzten, sagen wir, 200 Jahre, die schon schreiben, dass man in der Praxis anfangen muss, das zu lernen.
Und hier geschah ein besonderes Paradox: Weil die charedische Welt eine Erziehung bekommt, die sie vervollständigt, ihr das Gefühl der Vollkommenheit gibt, dass sie gleichsam alles ausführt, was man braucht, deshalb will sie eigentlich nicht anfangen, in der Kabbala zu arbeiten. Das schreibt Baal HaSulam am Ende des „Vorworts zum Buch Sohar", ihr könnt es lesen, auch hier ist es gerade in diesem Buch hervorgehoben. Und um trotzdem eine ausreichende Menge an Menschen einzuladen, die die Erziehung überspringen kann – denn aus der Erziehung kann man nicht hinaus, sondern nur dadurch, dass ein Mensch die Erziehung umgehen kann und zur Weisheit der Kabbala gelangt –, muss er nicht religiös sein.
Und deshalb geschah vor ein paar Jahrhunderten die Zeit der Haskala (der Aufklärung), in der eine Menge Menschen aus dem religiösen Rahmen hinausgingen, und jetzt gelangen sie zur Kabbala. Und sie sind es wirklich, die die Korrektur anfangen müssen. Und nach ihnen werden hoffentlich auch die religiösen Menschen kommen, und nach ihnen die ganze Welt. So ist die Ordnung. Ich spreche hier über Tatsachen und darüber, was an der Oberfläche geschieht. Ich verstecke hier nichts, es gibt auch nichts zu verstecken, die Sache hängt.. davon hängt unser Leben ab, hier gibt es kein.. das ist kein Spiel. Das war's.
Ja.
49:57
Schüler: Über welche Zeiträume spricht man bei der Erlösung, welche Jahreszeiträume?
Rav: Die Erlösung fängt in der Praxis an, die physische Erlösung fing am Anfang des vorigen Jahrhunderts an, das war mit diesen ersten Einwanderungswellen. Neunzehnhundert und irgendetwas, etwas davor. Ihr wisst es, aus der Geschichte. Hast du das Abitur gemacht? .. Das lernt man gut. Nun, die spirituelle Erlösung, alle denken, dass die 1995 anfängt, 5755, die spirituelle Erlösung.
Das heißt, die Zeit, in der in der Praxis die Massen anfangen müssen, sich mit Kabbala zu beschäftigen, 1995. Nu, wir sind ein paar Jahre danach. Das heißt, unsere Zeit befindet sich schon innerhalb der Zeit, in der es notwendig ist, sich mit Kabbala zu beschäftigen. Deshalb habe ich das auch so von meinem Rav bekommen, und ich führe das fort.
Ja.
51:08
Schüler: Die Welten, die wir jetzt lernen, Nekudot de SaG, Zimzum Bet, das ist ein Teil der Welt SaG, das ist ... Am Anfang haben wir gelernt, dass es 125 Stufen gibt, und sie sind in fünf Welten aufgeteilt, das ist Adam Kadmon..
Rav: Ja ja ja.
Schüler: Und innerhalb des Adam Kadmon gibt es fünf Welten, das ist Galgalta, AB, SaG ...
Rav: Innerhalb der gesamten Realität, vom Schöpfer bis zu dieser Welt, haben wir gelernt, dass es fünf Welten gibt. Diese fünf Welten, das sind 125 Stufen. Also die erste Welt, das ist Adam Kadmon, danach Azilut, Brija, Yezira, Assija. Was wir lernen, wir lernen, was in ihnen ist, wie diese Welten wirken, wie der Schöpfer diese Welten im Abstieg von oben nach unten erschaffen hat, die gesamte Realität.
Und unsere Welt, die letzte, und die Seele innerhalb dieser Welt, die von oben herabgestiegen ist, und wie die Seele durch all diese Stufen, diese 125 Stufen, zurück nach oben aufsteigt, von unten nach oben. Das war's. Also alles, was wir lernen, wir lernen innerhalb dieser fünf Welten, innerhalb der 125 Stufen.
52:33
Schüler: Was an der Tafel ist, das sind eigentlich Stufen innerhalb der..
Rav: Und diese Stufen lernen wir, ja. Sie sind an der Tafel. Das sind die Stufen. Das ist alles, was drinnen ist.
Schüler: Das befindet sich zwischen.. was ich meinte, das befindet sich eigentlich zwischen SaG und MaH, diese Welten ...?
Rav: Nein nein nein. Wir können aufzeichnen, dass wir haben (Zeichnung): den Schöpfer, danach vier Bchinot des Or Jaschar (direktes Licht), des Or Jaschar, danach gibt es Malchut de Ejn Sof, Zimzum Alef. Das heißt, die eingeschränkte Malchut. Danach die Welt Adam Kadmon, Azilut, Brija, Yezira, Assija, der Machsom und diese Welt.
Was wir brauchen: aus dieser Welt durch all die Welten zu gelangen, zunächst einmal, zum Machsom. (Zeichnung) Hier haben wir am Anfang des Unterrichts über Menge und Qualität der Anstrengung gesprochen, hier muss man eine ausreichende Menge und Qualität der Anstrengung geben, um den Machsom zu überqueren. Wenn man den Machsom überquert, empfängt man einen Massach, und mittels des Massach steigt man auf die 125 Stufen auf, 25 in jeder Welt.
25, 25, 25, 25, 25. Bis man Zimzum Alef überspringt und in die Malchut de Ejn Sof eintritt. Und das, dieser Zustand, in dem man von unten nach oben aufsteigt, wird „Gmar Tikun" genannt. Also hier ist es so. Wir lernen in der Weisheit der Kabbala zunächst einmal die Ausbreitung von oben nach unten. Das nennt man „die Ordnung der Ausbreitung der Welten und der Parzufim" von oben nach unten, und danach lernen wir die Ordnung des Aufstiegs der Seele von unten nach oben. 55:16
Sowohl das als auch das. Nun, der Hauptteil unseres Lernens, der Hauptteil unseres Lernens ist in der Welt Azilut, (Zeichnung) weil hier das ganze System der Lenkung und Korrektur und des Gebens und der Vorsehung ist, alles hier, in der Welt Azilut. Denn die Welt AK, das ist Keter, und Azilut, das ist Chochma, und Brija, das ist Bina, und Yezira, das ist Seir Anpin, und Assija, das ist Malchut. Also Keter ist gleichsam der Plan, aber Chochma ist die Ausführung. Und deshalb ist die Welt Azilut die Welt, praktisch die wichtigste.
56:17
Schüler: Wo ist ... die Spitze des Jud, in Keter oder in..?
Rav: Die Spitze des Jud, das ist Keter.
Schüler: Keter.
Rav: Also wir lernen, besonders lernen wir die Welt Azilut. Sagen wir, im „Talmud Esser haSefirot" – dort sind zweitausend Seiten, mehr als tausendzweihundert, tausenddreihundert Seiten über die Welt Azilut. Denn das ist eigentlich das, was wir wissen müssen. Wer ist unser Herr, wer betreibt mich, wie betreibt er mich, wie kann ich in ihm allerlei Veränderungen herbeiführen, mittels welcher Handlungen und so weiter.
In Ordnung? Noch Fragen. Ich denke, das ist nicht überflüssig. Ja. Ja.
57:06
Schüler: Wir haben damit angefangen, dass wir eigentlich die vier Bchinot des Or Jaschar hatten, die auch dort in die Parzufim übergingen, wo wir in jedem Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin und Malchut hatten. Im Seir Anpin haben wir es eigentlich umgewandelt, ... Punkt ...
Rav: ... Frage.
Schüler: Nun, wenn wir schon zu diesen Parzufim gelangen, beziehen wir uns eigentlich auf die Parzufim, auf diese Sefirot als eine ganze Sefira und nicht als ein Zehntel einer Sefira, auch wenn wir zu ... gelangen. Das heißt, wir sagten, wir machen das, weil..
Rav: Du fängst schon an, mit den kleinen Dingen zu spielen. Ich sage dir eine kurze Antwort, vielleicht wird sie dich zufriedenstellen. Seir Anpin, in ihm gibt es auch zehn Teile, nur sind sie klein, jeder einzelne in ihm, im Vergleich zu den übrigen Parzufim, weil er nichts entscheidet. Sein Rosh befindet sich in den SaT de Bina, in Bina.
So wie wir es in den vier Bchinot des Or Jaschar lernen. Bina denkt, dass sie will, außer dem Schöpfer zu geben, außer Or Chassadim, auch zu empfangen, dass sie Or Chochma habe. Wenn sie anfängt, darüber nachzudenken, gebiert sie diese Handlung, die „Seir Anpin" genannt wird. Das heißt, wo ist der Rosh dieser Handlung, die „Seir Anpin" genannt wird? Innerhalb von Bina.
Wo ist die Ausführung? Die Ausführung wird „Seir Anpin" genannt. Deshalb: zu spüren, dass dieser Parzuf insgesamt kein Parzuf für sich, ein vollständiger, ist, sondern dass es in ihm zehn Sefirot gibt, aber man denkt über ihn oben. Deshalb wird er „Sohn" gegenüber Bina genannt, die wie eine Mutter über ihn denkt und ihm alles gibt, und er empfängt nur, sowohl Or Chassadim als auch Or Chochma.
Wir werden darüber lernen. Stell dir vor, tausendzweihundert Seiten über die Welt Azilut, davon, glaub mir, dieselben tausendzweihundert Seiten, über den Parzuf Seir Anpin selbst. Er wird „der Heilige, gepriesen sei Er (Kadosch Baruch Hu)" genannt, um ein wenig zu verwirren. Weil er auf uns wirkt, der Parzuf Seir Anpin de Azilut, er wirkt auf uns. Er wird „der Heilige, gepriesen sei Er" genannt, und Malchut der Welt Azilut wird „Schechina" genannt.
Ja.
59:27
Schüler: Sie haben vorhin erwähnt ... dass sich gerade nicht-religiöse Menschen zum Lernen der Weisheit der Kabbala hingezogen fühlen.
Rav: Ja.
Schüler: Mir stellt sich eine Frage: Kann ein Mensch, der die Mizwot nicht hält, auch in der mündlichen und schriftlichen Tora, sich nur durch das Lernen entwickeln? Gleichsam ohne zu halten, ohne Mizwot zu halten?
Rav: Wenn du die „Einführung in das Studium der Zehn Sefirot" aufschlägst, das ernsthafteste Buch in der Kabbala, und das sehr schwere – es ist nicht so, dass es sich um, quasi, ein Buch trockener Wissenschaft handelt –, wirst du sehen, dass er die „Einführung in das Studium der Zehn Sefirot" so beginnt: Wer muss mein Buch lernen. Das ist ein Buch, das sind sechs solcher Wälzer, eine Wucht. Also er schreibt: Lernen müssen sie diejenigen, die fragen: Was ist der Sinn in meinem Leben? Wozu lebe ich? So eine trockene und schwere Wissenschaft, wer muss die lernen? Wer wirklich brennt: Wozu lebe ich.
Wozu lebe ich – das kann auch bei einem religiösen Menschen brennen wie bei einem säkularen, aber der religiöse Mensch löscht, weil er eine Erziehung bekommen hat, diese Fragen, er unterdrückt sie. Er hat gleichsam etwas, womit er sich abfinden kann: Ich mache jetzt, obwohl es mir schlecht geht, aber ich halte Mizwot, ich mache allerlei Handlungen, und dafür habe ich eine schöne Belohnung in dieser Welt, in der Kommenden Welt, der Schöpfer ist gut und Gutes tuend, er glättet irgendwie die ganze Angelegenheit.
Anders ein säkularer Mensch, der diese Antworten nicht hat, die er aus der Erziehung bekommen hat, und der nicht, sagen wir, hat: Ich bin mehr als alle – der befindet sich also eigentlich in der Hilflosigkeit und gelangt deshalb zur Kabbala. Und deshalb habe ich gesagt, dass der Auszug aus der religiösen Erziehung in der Zeit der Haskala eigentlich dazu da war, dass jetzt die Menschen zur Kabbala gelangen.
Und wirklich, wer die religiöse Erziehung bekommt, hat es schwer, hat es einfach schwer. Das ist die Erziehung der Religion, das gilt überhaupt für jede Religion, nicht gerade nur unsere Religion und die übrigen Religionen – die Erziehung jeder Religion kommt, um dem Menschen etwas zu vervollständigen, ihm eine Art, verstehst du, Wohltat auf die Wunde zu geben.
Aber die Wunde kommt, um ihn zu höheren Erlangungen zu reizen, und diese Medizin kommt, um so die Schmerzen zu verschmieren und vergessen zu machen, sodass er das Problem vergisst.
62:13
Schüler: Das Halten der Mizwot, das Ziel..
Rav: Das Halten der Mizwot ist eine Sache, bei der ein Mensch, der anfängt, Kabbala zu lernen, nach und nach zu sehen anfängt, dass diese Sache eine Folge der spirituellen Handlungen ist. Denn Mizwot sind eine spirituelle Sache, in unserer Welt gibt es so etwas nicht. Was ist das in dieser Welt? Es steht geschrieben: „Es kümmert den Heiligen, gepriesen sei Er, nicht, ob man ein Tier vom Hals oder vom Nacken schlachtet." Weißt du, wie schlachtet man ein Tier? Man schlachtet von hier (Rav führt es vor), ja? Also es steht geschrieben, es kümmert den Schöpfer nicht, wie du das Tier schlachtest, sondern man gab Mizwot, um den Menschen zu läutern, ihn spirituell reiner zu machen.
Die Angelegenheit der Mizwot, das sind spirituelle Handlungen. Spirituelle Handlungen. Wovon die Rede ist wie das, was wir lernen, über Handlungen mit dem Verlangen mittels des Massach. So wie wir jeden einzelnen Parzuf lernen: Es gibt ein Verlangen, es gibt einen Massach, dem Maß des Massach entsprechend betreibt man das Verlangen, indem man es um zu geben benutzt. Und das nennt man „Mizwa". Wir lernen, dass dieses System insgesamt aus 620 Handlungen gebaut ist, 620 Handlungen, die Mizwot genannt werden, und in der Spiritualität, in der Spiritualität, das ist ein spirituelles System, muss der Mensch sie korrigieren.
Mit anderen Worten kann man so sagen: Unsere Seele teilt sich in 620 Felder, Teile, Verlangen. Dass du ein Verlangen nimmst und es korrigierst, nennt man, dass du eine Mizwa machst. Dass du es mit den Lichtern füllst, nennt man, dass du Tora empfängst. Sodass, wenn du deine ganze Seele nimmst, du alle 620 Mizwot gemacht und die ganze Tora empfangen hast, das ganze Licht aus diesen Handlungen. Und das hat nichts mit den körperlichen Handlungen in dieser Welt zu tun.
Sondern, weil wir vorläufig sowohl im Körper als auch in der Seele in dieser Welt sind, hat derjenige, der anfängt, die Spiritualität zu erlangen, oder sogar keine Spiritualität erlangt, irgendeinen Drang, es gibt eine Art innerer Erweckung aus ihm heraus, in etwas auch äußere Handlungen auszuführen. Allerdings gibt es gleichsam keine Verbindung und keine Einwirkung von dieser Welt auf die Spiritualität.
Dass du, wie es geschrieben steht, ein Tier so oder so schlachtest – du machst gar nichts, aber weil du in deinem Körper dich der spirituellen Wurzel anpassen willst, deshalb hältst du das, und das läutert dich, macht dich reiner. Auch weil du sogar auf körperliche Weise der Spiritualität ähnlich werden willst.
Diesem Tier machst du gar nichts, und dir selbst, dass du irgendein Stück Fleisch, koscher oder nicht koscher, hineinführst, deinem Tier machst du auch gar nichts. Dein Herz nimmt an dieser Handlung teil, und hier liegt die ganze Angelegenheit des Haltens der Mizwot. Das ist eine sehr feine Angelegenheit, das geht nicht auf einmal, man muss noch einmal hören, noch einmal, bis das durchsickert und man diesen feinen Punkt spürt. Sie ist nicht einfach.
65:46
Schüler: Wenn Rav Ashlag über Tora und Mizwot spricht, dann meint er..
Rav: Alle Kabbalisten, die über Tora und Mizwot sprechen, meinen, der Definition nach, die du in der Kabbala lesen kannst, dass Tora und Mizwot spirituelle Handlungen genannt werden, das, was die Seele mit dem Massach macht. Man kann Tora und Mizwot nicht halten, außer jenseits des Machsom, so wie es geschrieben steht, dass man Tora und Mizwot nicht halten kann, außer im Land Israel. Ihr wisst es, ja? So steht es geschrieben, dass ein Mensch außerhalb des Landes im Willen zu empfangen ist, dann hat er nichts zu empfangen, womit soll er die Mizwot halten.
Ja.
Schüler: Wann fangen wir an, irgendeine spirituelle Handlung zu lernen, die ich mache..
Rav: Wann fängst du an, eine spirituelle Handlung zu lernen, die du machst und die sich enthüllt? Also bitte: Netilat Jadaim (das Händewaschen). Du musst von oben eine Kraft bekommen, die Licht genannt wird, die deine Hände wäscht – die Hände werden Gefäße des Empfangens genannt, ja, mit denen du die ganze Welt fassen willst, nicht wahr? Also musst du von oben eine Kraft bekommen, die Wasser genannt wird, das ist die Kraft von Bina, das muss man im Sohar lernen, was Wasser ist, Mem-Jud-Mem, was diese Kraft symbolisiert, worauf sie bei deinem Willen zu empfangen wirkt, bei deinem Ego, dass sie sich über deinen Willen zu empfangen ergießt, dass sie dem Willen zu empfangen eine Eigenschaft gibt, sodass er, statt zu empfangen, geben will. Das nennt man Netilat Jadaim.
Weißt du, was „notel" (nehmen/erheben) bedeutet?
Schüler: Ja. ...
Rav: Ah?
Schüler: ... das ist „notel".
Rav: Ja. Also bitte, das ist, was wir lernen. Wenn du eine solche Handlung machen willst, wirst du dazu gelangen.
Bis hier – Minute 01:07:36
Teil 3
01:07:39
Rav: Gut. Also wir gehen jetzt zur Welt Azilut über. Uns bleibt nicht viel Zeit, also gehen wir heute im Allgemeinen durch, was die Welt Azilut ist, und das nächste Mal lernen wir sie schon für sich.
Ich schreibe vorerst, ohne zu erklären, wie der Aufbau der Welt Azilut ist. (Zeichnung) Der erste Parzuf, Galgalta, Tabur, Pe, Tabur, Sium. Der zweite Parzuf, AB, der dritte Parzuf, SaG, Nekudot de SaG und so weiter. Nachdem wir Nekudot de SaG haben, danach gibt es Zimzum Bet, die Parssa, und die Katnut der Welt Nekudim und die Gadlut der Welt Nekudim, das Zerbrechen. Und dann steigen alle Reshimot wieder zum Rosh de SaG auf. Der Rosh de SaG, so wie er einen Siwug de Hakaa auf Bet/Alef machte, plus Zimzum Bet, um die Welt Nekudim hervorzubringen, macht jetzt einen Siwug auf Alef/Wurzel plus Zimzum Bet und bringt die Welt Azilut hervor, nach dem Zerbrechen der Gefäße.
70:18
Schüler: ...
Rav: Ah?
Schüler: BoN ...
Rav: Ja. Das erwähnen wir nicht, den oberen MaH und den oberen BoN erwähnen wir in der Regel nicht, weil das Parzufim sind, die automatisch herauskommen müssen, und sie sind da.
(Zeichnung) Die Welt Azilut kommt heraus, wird geboren und umfasst Parzufim von Anfang bis Ende. Ihr erster Parzuf, das nennt man Atik. Atik, Zimzum Alef. Und auch Atik, Zimzum Bet. Zeichnen wir es auf andere Weise. (korrigiert in der Zeichnung) Zimzum Alef, Zimzum Bet, Atik. Vom Pe de Atik an, wie üblich, wie vom Pe des Rosh de Galgalta an und abwärts, breitet sich der Parzuf Arich Anpin aus. Atik ist Keter, Arich Anpin Chochma. Bis zur Parssa, das ist die Parssa.
Vom Pe de Arich Anpin bis zu seiner Brust breitet sich der Parzuf Aba we Ima aus. Von der Brust, das ist Bina. Bina, nun, sagen wir so, GaR de Bina. Von der Brust bis zum Tabur de Arich Anpin breitet sich der Parzuf aus, der ISHSuT genannt wird, das sind die SaT de Bina. Und vom Tabur bis zum Sium von Azilut breitet sich Seir Anpin aus, und von der Brust de Seir Anpin bis zum Sium der Parzuf Malchut. All das, das ist die Welt Azilut. 73:48
Manchmal werdet ihr in den Büchern sehen, dass Aba we Ima sich bis zur Parssa ausbreiten, und auch ISHSuT sich bis zur Parssa ausbreitet. Wenn sie es brauchen, machen sie das. Jeder Parzuf, der sich auf irgendeiner höheren Stufe befindet, kann sich gewiss auch nach unten ausbreiten, um die Unteren zu korrigieren, um ihnen zu helfen. Also kann es sein, dass ihr es so sehen werdet (in der Zeichnung).
Es kann sein, dass ihr sehen werdet, dass insgesamt Aba we Ima de ISHSuT ein Parzuf ist. GaR de Bina und SaT de Bina verbinden sich einfach zusammen zu einem Parzuf. Und dieser Parzuf wird dann nach seinem oberen Teil, Aba we Ima, genannt, der schon Aba we Ima und ISHSuT umfasst. Das geschieht dann, wenn er Or Chochma an Seir Anpin und Malchut geben muss, Seir Anpin und Malchut werden zusammen SoN genannt, Seir Anpin und Nukwa, SoN. 75:25
Also wenn Aba we Ima und ISHSuT Or Chochma geben müssen, dann verbinden sie sich, GaR de Bina und SaT de Bina zusammen, und dann liefern sie Chochma an Seir Anpin. Was in SoN de Azilut empfangen wird, wird durch die Welten Brija empfangen – wir werden danach lernen, wie sie hier werden (Zeichnung), Yezira und Assija und hier diese Welt. Es wird durch all diese und in dieser Welt empfangen.
Von Malchut geht es durch all diese hindurch. Das Wichtigste für uns sind diese Parzufim, SoN de Azilut. Was in ihnen ist, das geht zu uns über. Die Welten Brija, Yezira, Assija haben überhaupt keinerlei Wichtigkeit. Diese, in ihnen gibt es keine Funktion. Das ist wirklich.. die Hauptsache für uns ist SoN de Azilut.
Wenn wir Licht in SoN de Azilut herbeiführen, ergießt es sich zu uns. Nehmt all unsere Handlungen, mittels allerlei Handlungen, die das Erheben von MaN genannt werden, hier (Zeichnung), wo wir uns befinden, wie wir oben MaN herbeiführen. MaN, das nennt man Mejn Nukwin. Ein Mangel in der Welt, im Parzuf SoN de Azilut, der Or Chochma empfangen soll.
Wenn wir hier (Zeichnung) einen Mangel herbeiführen können, bittet er, dieser Parzuf fordert von Aba we Ima und ISHSuT Chochma, sie bekommen diese Chochma vom Parzuf Arich Anpin, er ist der Parzuf Chochma, er hat immer Chochma, und dann steigt in unsere Welt Überfluss herab, und wir befinden uns wirklich im guten Zustand.
Wenn wir nicht imstande sind, einen Mangel nach Or Chochma in SoN de Azilut zu wecken, schließt er sich so sehr, dass wir empfangen, sogar weniger, als um zu leben. Es muss immer irgendeine Art Anzahl von Bitten, Erweckungen aus unserer Welt nach oben geben, in ausreichender Weise, damit wir wenigstens einen Fortbestand haben, einen Fortbestand in dieser Welt, sagen wir.
78:05
Schüler: Ist das, was man „Gebet" nennt? Das ist das..?
Rav: Das Erheben von MaN wird Gebet genannt, aber Gebet nicht im.. weißt du, ja? Nicht das, was man lernt, sondern eine besondere spirituelle Handlung wird Gebet genannt. Das war's. Das ist der Aufbau der Welt Azilut. Wie ist die Welt Azilut gebaut? Etwas weiter. Der Parzuf Arich Anpin ist so gebaut – obwohl er der Parzuf Chochma ist, dass sich Chochma bei ihm nur hier befindet (Zeichnung). Chochma. Nur in seinem Rosh, bis zum Pe.
Und unterhalb des Pe hat er nur Chassadim. Nur Chassadim. Deshalb sind Aba we Ima, die sich auf diesen Teil vom Pe bis zur Brust des Parzuf Arich Anpin kleiden, voll mit Chassadim und brauchen keine Chochma. Deshalb wird dieser Teil in Aba we Ima „Chafez Chessed" genannt. Weil er eine solche Zufuhr bekommt, eine solche Korrektur von Arich Anpin. Und ISHSuT befindet sich in einem Zustand, in dem er wirklich Chochma will, ISHSuT.
ISHSuT will Chochma. Will Chochma entsprechend der Bitte von SoN. Wie SaT de Bina. Er selbst will keine Chochma, aber wenn SoN bitten, fordert er sofort von Bina, und sie von hier (Zeichnung), und dann ergießt sich Chochma nach vorn. Mehr.. wir haben hier aufgezeichnet, wodurch eigentlich eine Bitte da ist. Die Bitte kommt aus dieser Welt, aber aus dieser Welt – wer sich in dieser Welt befindet, dessen Bitte ist eine nicht-bewusste Bitte.
Dass wir schreien, dass wir in unserem Herzen oder mit dem Mund bitten. Das wirkt nicht so sehr. Die Bitte kommt hauptsächlich von denen, die den Machsom schon überquert haben, dort (Zeichnung) ist der Machsom, sie haben den Machsom überquert und befinden sich in den Welten Brija, Yezira und Assija, das nennt man BYA. In den Welten BYA. 80:51
Wer sich in den Welten BYA befindet, wird die Seelen der Gerechten genannt. Und sie können sehr wohl das SoN de Azilut wecken, nach unten Or Chochma zu ergießen. Wie? Diese Seelen der Gerechten sind eigentlich zerbrochene Gefäße aus dem Zerbrechen der Gefäße. Zerbrochene Gefäße. Wie wecken sie sich, um Spiritualität zu bitten? Sie wecken sich mittels des Parzuf Atik.
Chessed, Gwura, Tiferet.. nein, das ist.. Moment Moment Moment. Chochma, Bina, Daat, Chessed, Gwura, Tiferet, Nezach, Hod, Jessod, Malchut. Das sind die Sefirot des Parzuf Atik. Chessed und Hod werden Dadei Behema genannt. Dadei Behema. Weil Nezach und Hod Beine genannt werden, gibt es in ihnen einen besonderen Teil, der Dadei Behema genannt wird, zwischen den Beinen des Viehs, so wie es Euter gibt.
Und von hier (Zeichnung) geht die besondere Erleuchtung an die Seelen der Gerechten hinaus, und diese Erleuchtung weckt sie, MaN zu erheben, Korrekturen zu erbitten, sodass es mehr Licht in SoN de Azilut und für die ganze Welt gibt. Dadei Behema. Das ist eine sehr, sehr wichtige Sache. All die zerbrochenen Gefäße, die sich in den Klipot befinden, können sich nur durch sie wecken.
83:22
Die Reshimot, die in uns sind, reichen nicht, sondern man muss die Reshimot wecken. Und Dadei Behema wecken die Reshimot, das Licht aus Dadei Behema. Das sind die fünf Parzufim der Welt Azilut. Ihr könnt.. was in den Welten Brija, Yezira, Assija ist, das lernen wir nicht. Das ist so sehr dort..
Das sind dort einfach Gefäße, die die Handlungen ausführen, und das war's. In ihnen gibt es nichts Besonderes. Nur das System Azilut müssen wir lernen. Nur diese Welt. Nun, Atik in Zimzum Alef, ihr seht, dieser Parzuf ist besonders in den Zustand von Zimzum Alef gelangt – wir werden lernen, warum –, um sich unterhalb der Parssa auszubreiten, um in Verbindung mit den zerbrochenen Gefäßen zu sein, die sich unterhalb der Parssa befinden, um ihnen eine Erweckung zu geben, damit sie um MaN bitten und so korrigiert werden.
Alles fängt bei Atik in Zimzum Alef an. Atik in Zimzum Bet existiert nur gegenüber allen übrigen Parzufim von Azilut, um ihnen Korrekturen zu geben. Er gibt sowohl Lichter von Chochma als auch Lichter von Chassadim an alle übrigen Parzufim. Deshalb wird er Keter genannt. Und danach gibt es schon in jedem einzelnen Parzuf eine eigene Aufgabe. Arich Anpin Chochma, AA Bina, GaR de Bina Ejn Sof, SaT de Bina Seir Anpin. 85:23
Ihr werdet sehen, wenn ihr euch die Bilder, die Zeichnungen anschaut, wieweit es sehr viele allerlei, wie soll ich sagen, allerlei Zustände für jeden einzelnen Parzuf gibt, der in der Welt Azilut ist. Manchmal steigen sie herab, und manchmal steigen sie herab, manchmal wird nur Arich Anpin gerechnet, und ganz Atik wird überhaupt in gar nichts gerechnet. Aba we Ima und ISHSuT teilen sich in noch ein paar kleine Parzufim im Inneren. Seir Anpin und Malchut teilen sich in zwei Paare, noch die großen SoN und die kleinen SoN. Kurz, die Welt Azilut ist sehr, sehr flexibel. Nehmt sie nicht auf starre Weise. Sondern allerlei Formen können in ihr sein, entsprechend den Seelen, die man korrigieren muss. Sie selbst ist wirklich universal – was man unten ändern muss, um sie zu korrigieren, dem entsprechend nimmt sie eine solche Form an, sie passt sich ihnen an, und dann tritt sie mit ihnen in Berührung, gibt und hilft ihnen und macht alles.
Deshalb gibt es in ihr allerlei Möglichkeiten, sich zu bewegen und allerlei Formen anzunehmen in Bezug auf die Seelen. Also schaut nicht, er ist so, wieso ist er so, wieso hat sich das bewegt. Er kann sich bewegen, wie er will. Wir sehen und lernen nur, in welchen Zuständen er allerlei Formen annimmt, wie er das machen kann, wie wir aus uns heraus auf ihn einwirken müssen, um gerade bestimmte besondere Formen in ihm für uns zu bestellen, und das ist eigentlich unser ganzes Lernen im System, das uns lenkt, das einwirkt, das in uns das Morgen aufbaut und so weiter.
Wer in Verbindung mit der Welt Azilut ist, sieht, was morgen geschehen wird. Wer die Fähigkeit hat, auf sie einzuwirken, bestimmt, was morgen geschehen wird. Ganz einfach. Also unser ganzes Lernen ist hierher gerichtet (zeigt auf die Tafel), auf SoN de Azilut, hier ist die Tastatur, in die der Mensch wirklich Daten eingibt und sie danach empfängt. Es gibt.. nur so.
87:53
Schüler: ...
Rav: Hä?
Schüler: Innerhalb wie vieler Stunden (?)?
Rav: Ah, auch das bestellst du.
Schüler: ... nach Chochma, Bina?
Rav: Chochma, Bina, Daat.
Schüler: Daat?
Rav: Ja, Chessed, Gwura, Tiferet.
Schüler: Davor ...
Rav: Nein. Daat, das werden wir lernen. Daat ist keine Sefira für sich, sondern das ist aus Zimzum Bet eine Verbindung von Chochma und Bina mittels der Unteren.
Schüler: Und wo ist Keter verschwunden?
Rav: Keter.. Daat ist anstelle von Keter. Nur Keter gehört nicht zur Ausbreitung der Parzufim. Sondern soweit Chochma und Bina zusammen teilnehmen, um an die Unteren zu geben, das nennt man „Daat". Also jede Welt von Daat ist anstelle von Keter. Verständlich?
Ja.
Schüler: Also wer einen Massach hat, der weiß wirklich ... den Zustand jetzt, was dort ist?
Rav: Dem Massach entsprechend weiß der Mensch alles. Der Größe des Massach entsprechend. Und dieser Größe des Massach entsprechend weiß er zu geben. Und dem Massach entsprechend sieht er. Warum siehst du jetzt gar nichts? Weil du keinen Massach hast. Hast du einen Massach von, sagen wir, zehn Gramm, wirst du zehn Zentimeter von dir sehen. Hast du einen Massach von einem Kilo, wirst du einen Meter von dir sehen, und so weiter. Was ist ein Massach? Ein Massach, der Or Choser macht. Weißt du, wie wir hören, wie wir sehen, alles durch Or Choser (zurückkehrendes Licht), verstehst du, Zurückweisung, ja. Wir haben hier ein Trommelfell, wir haben irgendeine Reaktion vom Auge. Von all unseren Sinnen gibt es Reaktionen. Woher spüre ich, dass ich jetzt drücke und es zurückdrückt? Ich mache Druck, ja, eine Reaktion auf das, was auf mich drückt, ja, und so ist es bei jedem einzelnen Sinn. Dasselbe.. das ist wie, wie ein Massach. Zu mir kommt Licht, soweit ich bereit bin, es von mir zurückzustoßen, ja, mache ich damit Or Choser. Soweit ich Or Choser mache, von mir zurückstoße, in diesem Zwischenraum des Or Choser sehe ich hinein, in die Göttlichkeit. Verstehst du. 90:09
Also es gibt gute und schlechte Dinge, die ich einen Meter von mir sehen kann, und danach sehe ich nicht mehr und verwirre mich und weiß nicht, was mit mir geschieht. Und es gibt Dinge, die ich hundert Meter von mir sehen kann, und sie sind einen Kilometer von mir entfernt. Und dem entsprechend kann ich auch einwirken und mich verteidigen und machen, alles ändern. Verstehst du. Und in welchem Zustand bist du jetzt? Du weißt nicht, was in einem Moment ist, du weißt nicht, was mit dir geschieht. Verstehst du, was für ein..
Schüler: ... ich bin hier (?)
Rav: Ich beschuldige dich nicht, ich sage nur, wisse nur bei dir selbst, was ohne Massach geschieht. Jetzt verstehst du, wie sehr diese Weisheit für den Menschen am nötigsten ist. Ohne sie sind wirklich alle blind.
Schüler: Sie haben gesagt, dass ich das Licht zurückstoße. Wie kann ich das Licht zurückstoßen, ich will es doch nur empfangen, ich bemühe mich, so viel wie möglich zu lernen, ich will es noch mehr empfangen. Wie gelange ich zur Stufe der Zurückweisung?
Rav: Das wird kommen, bete. Nach und nach kehrt sich das um.
Ja.
Schüler: Was nennt man, dass du siehst ... du siehst doch nicht mit dem Auge.
Rav: Du siehst Kräfte, die die Realität betreiben.
Schüler: Sieht man wirklich mit dem Auge?
Rav: Was heißt, man sieht nicht? Wenn du auf das Kind schaust und du es davon abhältst, etwas zu machen – das Kind sieht nicht, was es machen könnte, welchen Schaden es sich selbst oder etwas zufügen könnte. Es sieht nicht. Du siehst, warum? Du siehst das Geborene, du siehst die Ursachen, du siehst die Gesetze, du kennst die Gesetze, und du siehst, was aus seinen Handlungen herauskommen kann, und es sieht das nicht. Das nennt man „Sehen". Dasselbe so in der Spiritualität. Du spürst spirituelle Kräfte, und dann verstehst du, wie sie sich jetzt verbinden, um nach unten einzuwirken. Und wie du in ihnen eine Veränderung zum Guten herbeiführen kannst. Aus der Erlangung, das ist, was geschieht. Und der Erlangung entsprechend siehst du dann, und der Erlangung entsprechend kannst du einwirken und ändern.
Ja.
92:38
Schüler: Was ist die Angelegenheit..
Rav: Nu nu.
Schüler: ... baut man einen Massach.
Rav: Ich höre nicht.
Schüler: Wie baut man einen Massach? ...
Rav: Das, das ist die besondere Arbeit, die wir in der Gruppe machen. Bitte schließt euch an, schließt euch bitte an. Das ist, was.. das ist wirklich, was unser Ziel ist, das ist, was wir machen. Das ist, was wir.. jeder, der unter uns ist.. das kannst du nur machen, wenn du in der Gruppe bist. Aus der Gruppe bekommst du mehr Kräfte, um vorwärts zu rücken, aus der Gruppe bekommst du eine Erweckung in dem Moment, in dem du fällst, in dem dir nicht danach ist, aus der Gruppe bekommst du die Verlangen aller, die Erweckung aller. Ohne Gruppe.. wir haben Artikel, du kannst sie lesen, in demselben Buch wirst du sie finden. Ohne Gruppe geht es nicht. In jedem Einzelnen von uns ist eine sehr kleine Kraft. Warum? Von vornherein sind wir verbunden zusammen gekommen, einst, als wir in einem Kli waren. In korrigierter Form müssen wir zusammen sein. Und in verdorbener Form sind wir zerlegt, getrennt voneinander.
Also wenn du deine Korrektur herbeiführen willst, musst du dich mit noch ein paar Seelen verbinden, verstehst du. Und dann wird diese allgemeine Kraft, mit der du dich verbunden hast, in deine Richtung wirken, weil jede höhere Stufe mehr verbunden ist, sie kommt von mehr verbundenen Seelen. Bis man zu einem Zustand gelangt, in dem alle Seelen wie ein Kli sind. Deshalb.. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, das ist die große Regel in der Tora." Die große Regel, das heißt die allgemeinste, wo alle Seelen zusammen verbunden sind. Deshalb, ohne eine Gruppe, in der man sich wenigstens in äußeren Verlangen verbindet, in den Verlangen, die Göttlichkeit zu erlangen, in gemeinsamer Anstrengung, im gemeinsamen Lernen – ohne Gruppe gibt es überhaupt keine Möglichkeit, zu irgendeiner Erhebung zu gelangen.
Ja.
Schüler: Hat die Gruppe eine Bedeutung für die körperliche Nähe? Oder in einer Gruppe, die auch.. sein kann..
Rav: Was ist körperliche Nähe?
Schüler: Gleichsam allein das, dass man zusammen im selben Raum sitzt..
Rav: Allein das, dass man zusammen sitzt..
Schüler: Hat das eine zusätzliche Bedeutung für die..
Rav: Man sitzt zusammen und isst zusammen und schläft während des Unterrichts zusammen, ja. Und, sagen wir, so wie wir gestern zusammen zu einer Aktion hinausgegangen sind, und am Schabbat, wo wir hier wirklich vielleicht fünfzehn Stunden zusammen sind, das ist alles, ja, es gibt keine andere Möglichkeit.
95:14
Schüler: Ich habe noch nicht verstanden, ob das die.. sagen wir, wenn ich.. jeder würde in einem Raum mit einem Computer sitzen, und wir würden untereinander kommunizieren.
Rav: Nein, nein nein nein. Es gibt keinerlei.. ich sage dir aus der Erfahrung. Wir betreiben schon seit fünf oder sechs Jahren das Internet. Ich habe Schüler, mit denen ich in Korrespondenz stehe, es gibt solche, die ich schon aus diesem Jahr oder vorm Jahr gesehen habe. Aber es gibt Schüler, mit denen ich in Korrespondenz stehe. Es ist wirklich unglaublich, wieweit ein Mensch hier im Laufe eines Monats gewinnt, verglichen mit einem Menschen, der ein paar Jahre dabei ist. Der.. gleichsam, wer in der Spiritualität sieht, kann sagen: „Was für eine Entfernung, was für eine körperliche Berührung kann da einwirken." Aber wir, wir existieren im Körper, wir bekommen durch den Körper die Füllung. Es hilft gar nichts.
Wenn ich dem Rav nicht nahe gewesen wäre, wenn ich ihn nicht gewaschen hätte und ihn nicht gepflegt hätte und nicht wirklich so an seiner Seite gelebt hätte, hätte ich gar nichts bekommen. Wenn ich einfach nur gekommen wäre, um sogar bei ihm zu lernen. Und erst recht.. wenn nicht, wenn nicht im selben Raum, und wenn nicht vom selben Ort, und was das Ausland angeht, tun sie mir gleichsam wirklich leid. Aber was ich sagen kann: Ein Mensch bekommt auf solche Weise trotzdem viel Wissen und viele Kräfte, die sich danach enthüllen werden. Das heißt, man wird ihn an den richtigen Ort schieben, und dann wird sich das sehr schnell enthüllen. Sagen wir, wenn er nach ein paar Jahren, in denen er an irgendeinem Ort gelernt und investiert und gewollt und alles hat, und plötzlich hierherkommt – allerdings ist er in dem Moment, in dem er kommt, null Komma nichts. Und dann fängt man ein paar Monate lang an zu entdecken, dass er in Verwirrung ist und falsch verstanden hat und überhaupt. Aber im Laufe ein paar Monate gelangt er dazu, dass die ganze Investition herauskommt, herauskommt. Weil er sich mit der Gruppe verbindet. Aber bis er sich verbunden hat, null Hoffnung, wirklich.
Keine Sorge, wir werden dich näher heranbringen.
97:31
Schüler: ... Massach?
Rav: Hä?
Schüler: Gibt es einen Plan ...
Rav: Es gibt, es gibt, keine Sorge. Gut, Leute.
(Ende des Unterrichts)