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Morgenunterricht 11.11.2007
Baal HaSulam, Buch „Talmud Esser haSfirot", Band 1, Teil 2, S. 37, Punkte 1 – 2
Teil 1 – vom Anfang bis Minute 00:20:15 Dauer: 00:20:15
Teil 2 – von Minute 00:20:15 bis Minute 00:45:36 (Ende) Dauer: 00:25:21
Abschnitt 2
20:16
Vorleser: Kleiner Punkt 7, bezieht sich auf das Geschriebene „Anfang".
„7) Das ist die „Wurzel“ dieser neuen Ausbreitung, die Kav (Linie), genannt wird. In dieser neuen Schöpfung emaniert eine besondere Wurzel, die in ihr mit einer neuen Eigenschaft aufleuchtet, die Sefira Keter dieses Strahls genannt wird. Und aus diesem Keter dehnt sich das Or Ejn Sof entlang des Kav nach den vier bekannten Phasen aus. Die Bchina Alef wird Chochma genannt, die Bchina Bet – Bina, die Bchina Gimel nennt man Seir Anpin und die Bchina Dalet - Malchut. Und über diese Ordnung der Ausbreitung erklärte ARI bereits oben: „breitete sich langsam, langsam aus”, und meinte damit, dass sich zuerst Keter ausbreitete, danach Chochma, dann Bina, Seir Anpin und schließlich Malchut (siehe Fragen über die Bedeutung der Worte, Teil 1, P. 8, Bedeutung des Wortes „danach“)." 21:25
Rav: Gibt es Fragen, bitte. Das heißt, sie breiten sich so aus: Linie, Kreise, Linie, Kreise, Linie, Kreise – und die Linien füllen die Kreise. Weiter.
Ich will nicht so viel zeichnen, es gibt viele Möglichkeiten, das zu zeichnen. (Zeichnung) Linie, Kreis, Linie, Kreis, Linie, Kreis. Und wir sehen das auch in der Materie, in den Wegen der Materie, in allen möglichen Gesetzen, die wir in der Physik und in der Chemie haben: dass es diese zwei Formen des Aufnehmens und des Gebens gibt, und wo wir nach dem Gericht gehen müssen und wo nach der Barmherzigkeit, wo nach der Begrenzung und wo ohne Begrenzung, wo man sich nach der positiven Kraft verbindet und wo nach der negativen Kraft.
Das hat alle möglichen Auswirkungen auf alle unsere Gesetze in dieser Welt. Wir werden ein anderes Mal darüber sprechen, wie sich das zeigt. Das gehört zur männlichen und zur weiblichen Seite: Weiblich ist der Kreis, männlich ist die Geradlinigkeit, ja. Daraus ergibt sich später auch bei uns, dass der Jessod des Männlichen dünn und lang ist und der Jessod des Weiblichen breit und kurz, ja. Alles … Was schaust du mich an, stimmt es oder nicht? Du schaust, als ob …
Schüler: Ich habe eine Frage.
Rav: Du mit deiner Frage. In Ordnung. Das heißt also, daraus gehen später alle Dinge hervor. Denn das ist das Geben, ja (Zeichnung), und das ist das Empfangen. In dem Maß, wie der Kanal gibt, empfängt der Kreis. Da gibt es später noch viele Dinge: Das ist die positive Kraft und das ist die negative Kraft, und dieses nimmt nur auf und jenes ist das Gebende.
Ja.
23:19
Schüler: Wenn die Methode der Ausbreitung jetzt die der Linie ist, die des Massach und des Zurückkehrenden Lichts – was heißt es dann, dass es danach einen Kreis füllt? Die Methode ist die Erfüllungsmethode der Linie; wie kann sie mit einer Ausbreitungsmethode der Linie einen Kreis füllen?
Rav: In Wahrheit haben wir keine Kelim; vielmehr sind alle Kelim von der Seite des Schöpfers her Kelim der Kreise. Von der Seite des Schöpfers, der das Ejn Sof erschaffen hat, hast du ein Kli, das voll mit Licht ist, in Anhaftung, ganz gleich und ganz eins. Der Hausherr gibt dem Gast den ganzen Tisch, die ganze Bewirtung, und sagt: Nimm dir, ich liebe dich, ich habe dir gegenüber in nichts irgendeine Begrenzung, alles im Kreis. Der Gast sagt: Warte, warte, warte, machen wir hier Ordnung.
Zuerst einmal: wie viel ist das, was ist das, wozu, und so weiter. Und er fängt an, die Dinge zu filtern und sie gemäß der Geradlinigkeit zu empfangen, gemäß den Massachim. Es ist also dasselbe Ejn Sof, das ganz rund ist und Zehn Sefirot der Kreise hat, und das jetzt durch die Kanäle gefüllt wird. Was schaust du schon wieder? Du hast heute einen Blick, den ich nicht verstehe, einen inneren, ja.
Wir müssen an dasselbe Kli des Ejn Sof herangehen, an die Zehn Sefirot der Kreise, außer denen es nichts gibt – herangehen mit der Erfüllung nach der Methode der Geradlinigkeit. Nu? Es ist also nicht so, dass wir zweimal Kelim haben: Kelim der Kreise, und dieselben Kelim haben wir verdoppelt und haben Kelim der Geradlinigkeit. So etwas gibt es nicht; sondern die Methode, wie wir die Kreise jetzt füllen, geht nur über die Geradlinigkeit.
Ich muss zu derselben absoluten Liebe kommen, ohne jede Begrenzung, so kreisförmig wie möglich, aber in der Geradlinigkeit. Denn die Geradlinigkeit spricht von meinen Begrenzungen, von meinem Verhältnis, von meiner Anstrengung. Die Kelim, in denen ich mich mit ihnen identifiziere und mich mit dem Schöpfer verbinde, das sind Kelim der Kreise. Ich muss zu einer Liebe wie der Seinen kommen, aber mich kostet das Anstrengung, bei jeder einzelnen Einzelheit, in der Geradlinigkeit. 26:03
Am Ende muss ich all diese Dinge ohne jede Begrenzung ausdrücken, so wie es bei Ihm in den Kreisen ist. Die Kelim der Kreise sind mein Zugang zu … Nein, nein, Entschuldigung. Die Kelim der Geradlinigkeit sind mein Zugang zur Erfüllung der Kelim des Schöpfers, der das Ejn Sof erschaffen hat. Ich sehe, dass es mir schwerfällt, das zu vermitteln.
Wir haben nichts außer Kelim der Kreise, aber es gibt zwei Zugänge. Kelim der Kreise sind das, was der Schöpfer erschaffen hat. Ich will nicht, dass hier ein Fehler entsteht, denn meistens – und ich habe es in vielen Büchern so gesehen, nicht ganz richtig … (Zeichnung) Der Schöpfer erschuf die Welt Ejn Sof, mehr nicht. Die Welt Ejn Sof, und Er füllte sie mit dem Or Ejn Sof. Das ist Sein Zugang, ja, und damit ist das Geschöpf erschaffen.
Dieses Geschöpf muss sich jetzt zu demselben Zustand verhalten, zu demselben Ort, wo es dem Schöpfer im Ejn Sof begegnet. Es will sich dazu verhalten, es durch die Geradlinigkeit füllen, durch den Kanal, den Massach, egal. Aber so, dass diese Erfüllung am Ende ebenfalls unendlich sein wird. Unendlich aber deshalb, weil auf jeder einzelnen Einzelheit ein Massach sein wird, ein Kanal sein wird – aber ein Massach und ein Kanal, die schon keine Begrenzungen mehr sind.
Es scheint uns ja, dass ein Kanal eine Begrenzung ist; aber es wird alles so korrigiert sein, dass es zwar Tausende von Milliarden Massachim geben wird, auf jeder einzelnen Einzelheit, auf jeder einzelnen Sefira, dass es aber ohne jede Begrenzung sein wird. Durch die Vielzahl der Handlungen kommt man zu einem Zustand, in dem der Massach trotzdem ebenfalls unendlich ist. Und dann hast du sehr, sehr, sehr viele Kanäle, wie die Fibrillen im lebendigen Körper, ja, die den ganzen Körper füllen; und der ganze Körper lebt, als wäre er ein Kreis, aber er ist Geradlinigkeit. Er lebt, atmet und besteht durch die Geradlinigkeit – obwohl er ganz und gar wie ein Kreis ist, vollkommen. 29:21
Nu, helft mir, die Sache auszudrücken. Das heißt: Vollkommenheit kann durch den Kreis sein (Zeichnung), das ist seine natürliche Form, und durch den Massach, der nicht begrenzt ist. Das ist also der Zugang des Schöpfers: der Kreis. Und das Geschöpf sagt: Nein, warte, ich mache das in so und so vielen Handlungen durch den Massach. Ich nehme nichts vom Tisch, ich will nach und nach dorthin kommen und es um zu geben empfangen, auf unbegrenzte Weise: So wie du mir geben willst, will auch ich dir geben. Das war's.
Das heißt: Wir haben nicht zweimal Kelim, das ist es, was ich sagen will; das sind die Kelim des Ejn Sof (siehe Zeichnung). Wir haben nicht zweimal Kelim, sondern das sind zwei Formen des Zugangs, wie man sie füllt: ohne Begrenzung, das war vor dem Zimzum; nach dem Zimzum durch den Kanal, durch den Massach. Denn meistens verwirrt man sich, als gäbe es solche Kelim und solche Kelim, und dann gibt es darin ein Unverständnis dessen, was geschieht.
Das heißt (Zeichnung): Wenn wir diese Dinge so zeichnen, dass ein Kanal kommt und danach ein Kreis, und noch ein Kanal und danach ein Kreis, dann wollen wir damit zeichnen, dass wir zu derselben Form der Vollkommenheit kommen, teilweise, in etwas, ja – durch die Linie. Wir haben etwas gemacht, wir haben irgendein Ejn Sof vervollständigt, das Mini-Ejn-Sof hier; dahin sind wir durch die Linie gekommen. Ich habe noch irgendeine Arbeit im Kanal gemacht, ich habe noch etwas im Ejn Sof gemacht. Verstehst du, in etwas, ja? Das war's, genug. Ich hatte so ein kleines Kli, in ihm habe ich wenigstens den Teil von diesem großen Ejn Sof gemacht; das heißt, dass ich es durch die Linie gefüllt habe. Das ist insgesamt Linie, ja? Das war's, ich habe es durch die Linie gefüllt.
Was, wollte jemand …? Wer?
32:02
Schüler: Nein, …, ich dachte, das … …
Rav: Hilfe?
Schüler: Nein, wie man das auslegt.
Rav: Nu, bitte.
Schüler: Es ist, als gäbe es ein abstraktes Kli, und wir machen eine Begrenzung, und jedes Mal mit einer solchen Begrenzung, und noch eine Begrenzung, und noch eine Begrenzung, erzeugen wir die Verbindung und … sozusagen eine Auflösung³, wir bringen das in die Einzelheiten hinein; und vorher war alles einfach abstrakt von Seiner Seite, von der Seite des Schöpfers.
Rav: Ja, ja, kann man sagen.
32:36
Schüler: Kann man es auch noch anders versuchen, etwas dazu? Dass wir vielleicht in unserer Wahrnehmung Vollkommenheit als Bewegungslosigkeit auffassen, also wir … Vielleicht kann man sagen, dass wir zur Vollkommenheit mit irgendeiner Bewegung … Die Vollkommenheit …
Rav: Du willst so sagen: Vollkommenheit heißt Bewegungslosigkeit – und durch die Vielzahl der Bewegung in unendlicher Geschwindigkeit, sodass ich an jedem Ort auf einmal bin, ist das ebenfalls wie Bewegungslosigkeit. In Ordnung.
Das war's? Ja.
33:19
Schüler: Das Maß meines Erwachens gegenüber dem vollkommenen Zustand, gegenüber dem Ejn Sof – ist das die Geradlinigkeit, sind das die Kanäle?
Rav: Ja.
Schüler: Dass ich gegenüber der Vollkommenheit erwache, dann ist das schon …
Rav: Ja, das Maß des Erwachens im Maß der Geradlinigkeit.
Siehst du: Du hast die Beine von der Kamera weggezogen und bist klüger geworden.
33:46
Vorleser: Seite 38, „Or Pnimi", kleiner Punkt 8, bezieht sich auf die Worte des Geschriebenen „Kreisförmige Ausdehnung (Galgal)".
„8) Erklärt das Wort „Igul“ (siehe Teil 1 „Erklärung der Themen” Punkt 41, Teil 1, Überschrift 1, Punkt 100). Und weil das Licht, das sich auf Kav bezieht, sich in den Igul (Kreis) einkleidet, nennt es sich deshalb „Galgal“ bzw. "Kreisförmige Ausdehnung"." 34:05
Was ist ein Rad? Noch einmal.
34:12
„8) Erklärt das Wort „Igul“ (siehe Teil 1 „Erklärung der Themen” Punkt 41, Teil 1, Überschrift 1, Punkt 100). Und weil das Licht, das sich auf Kav bezieht, sich in den Igul (Kreis) einkleidet, nennt es sich deshalb „Galgal“ bzw. "Kreisförmige Ausdehnung"." 34:19
Das heißt: Der Kreis⁴ ist das leere Kli, das Rad ist voll mit dem Licht. Der Kreis zusammen mit dem Licht heißt „Rad".
Wo haben wir dieses Wörterbuch?
Schüler: …
Rav: In Ordnung.
Schüler: Seite 33.
Rav: (siehe Zeichnung) Also „Kreis" ist der Wille, das ist das Kli, ja, und das „Rad" ist der Kreis plus Licht.
Weiter … Wie Linie und Kanal, ja: Es gibt den Kanal, und mit dem Licht ist es die Linie. Es gibt den Kreis, und mit dem Licht ist es das Rad.
35:15
Vorleser: Seite 39, Punkt 3, Worte des Ari,
Punkt 3 Der Igul (Kreis) haftet sich nicht an Ejn Sof an, sondern verbindet sich mit ihm über einen Kav (Linie)
„3) Und dieser Igul (9) haftete sich nicht an das Or Ejn Sof an, das ihn von allen Seiten rundherum umgeben hat. Und wenn das Licht (10) an ihn angehaftet wäre, dann würde alles zu dem Zustand zurückkehren, der einst gewesen ist und alles würde sich im Or Ejn Sof annullieren, und Seine Kraft würde überhaupt nicht emanieren, sondern überall wäre nur das Or Ejn Sof vorhanden, wie einst vorher. Deshalb liegt dieser Igul am Igul von Ejn Sof an, haftet aber nicht an ihn an. Und im Wesentlichen entsteht ausgerechnet (30) mittels dieses Kav (20) die hauptsächliche Verbindung und Anhaftung dieses erschaffenen Igul an Ejn Sof, durch welchen das Or Ejn Sof hindurchgeht, herabsteigt, sich ausbreitet und in diesen Igul gelangt." 36:13
36:16
Vorleser: Noch einmal, Punkt 3.
Punkt 3 Der Igul (Kreis) haftet sich nicht an Ejn Sof an, sondern verbindet sich mit ihm über einen Kav (Linie)
„3) Und dieser Igul (9) haftete sich nicht an das Or Ejn Sof an, das ihn von allen Seiten rundherum umgeben hat. Und wenn das Licht (10) an ihn angehaftet wäre, dann würde alles zu dem Zustand zurückkehren, der einst gewesen ist," vor dem Zimzum. Denn der ganze Unterschied ist … Ja, was macht der Zimzum? Der Zimzum unterscheidet dir das Ejn Sof, das vor dem Zimzum war, von jenem Bild, das du durch den Kanal bekommst – dass du jetzt, nach dem Zimzum, durch den Kanal das Ejn Sof füllen kannst. „und alles würde sich im Or Ejn Sof annullieren, und Seine Kraft würde überhaupt nicht emanieren, sondern überall wäre nur das Or Ejn Sof vorhanden, wie einst vorher. Deshalb liegt dieser Igul am Igul von Ejn Sof an, haftet aber nicht an ihn an. Und im Wesentlichen entsteht ausgerechnet (30) mittels dieses Kav (20) die hauptsächliche Verbindung und Anhaftung dieses erschaffenen Igul an Ejn Sof, durch welchen das Or Ejn Sof hindurchgeht, herabsteigt, sich ausbreitet und in diesen Igul gelangt." 37:31
Wie geschieht so etwas? Es kommt bei dir heraus, dass wir zweimal Ejn Sof haben, ja? (Zeichnung) Wir haben ein Ejn Sof, das hier voll mit Or Ejn Sof ist, und von hier geht uns dieser Kanal aus, durch den wir wieder ein Ejn Sof füllen. So kommt es heraus. Denn was haben wir gemacht? Wir nehmen die Lichter aus dem Ejn Sof, aus dem Zustand 1, und durch die Massachim, durch unsere Arbeit, wollen wir dasselbe Ejn Sof füllen, das eingeschränkt wurde, das wir eingeschränkt haben – wir wollen es mit dem Licht der Linie füllen. Es ist nicht so, dass wir zweimal Ejn Sof haben: Wir haben das Ejn Sof eingeschränkt, das von der Seite des Schöpfers her auf kreisförmige Weise erfüllt war, und jetzt nehmen wir durch die Linie von dort das verborgene Licht, das sich uns nur in dem Maß enthüllt, wie wir einen Massach haben, und füllen dasselbe Ejn Sof jetzt mit dem Licht der Linie.
Klar? Was?
38:57
Schüler: Mir scheint, dass die Arbeit, die du vorhin mit dem Massach gezeichnet hast, mit dem Direkten Licht und dem Zurückkehrenden Licht, und diese Arbeit hier – dass das zwei verschiedene Arbeiten sind.
Rav: Warum verschieden? Warum verschieden? (siehe Zeichnung) Ich habe hier ein Kli, in dem ich das Licht empfange. Wann? Wenn ich einen Massach habe, dann enthüllt sich mir das Licht aus dem Or Ejn Sof, denn es hat sich nur mir gegenüber eingeschränkt. Wenn ich einen Massach habe, enthüllt es sich, weil ich es um zu geben ziehen will; es hat sich nur gegenüber „um zu empfangen" eingeschränkt. Und dann bringe ich es in dasselbe Ejn Sof zurück. Was heißt, dass ich es ins Ejn Sof zurückbringe? Ich fülle mich selbst – ich bin ja dasselbe Kli des Ejn Sof.
Klar oder nicht? Wir haben nicht tausend Kelim, es gibt nur ein Kli im Ejn Sof, denselben Willen; wir haben nur ein Licht in demselben Ejn Sof, das Or Ejn Sof, das war's. Ich habe meinen Zustand gegenüber dem Hausherrn eingeschränkt und gesagt: Nein. Vor mir sind all diese Genüsse auf dem Tisch sozusagen nicht da, ich will sie nicht; und dich auch nicht, ich will dich nicht fühlen, weil ich mich schäme. Ich will diese Genüsse nicht, weil ich sie nicht um zu geben empfangen kann. Ja? Das war's. Es gibt nicht mehr … Aber es gibt nicht noch einen Hausherrn und noch einen Tisch, und noch einen Hausherrn und noch einen Tisch – gibt es nicht.
Jetzt kehre ich zu derselben Situation zurück und sage: Schön, jetzt habe ich Geld, einen Massach, Liebe, egal was; ich kann bezahlen, ergänzen, meine ich. Ja? Das war's. In dem Maß also, wie ich den Hausherrn ergänzen kann, enthüllt sich mir die Bewirtung. Denn das Gesetz des Zimzum wirkt: Es enthüllt sich mir nicht mehr an Bewirtung, als ich um zu geben empfangen kann. Und dadurch fülle ich dieses Vergnügen, meines und das des Hausherrn.
Ich nehme also von dem Bereiten, von dem, was war; ich füge dem nur mein Verhältnis hinzu, sodass es sich nur unter der Bedingung enthüllt, dass ich es zum Nutzen des Hausherrn tue. Aber es ist dasselbe Licht, es sind dieselben Verlangen – nur meine Absicht kommt jetzt hinzu.
Wir können hier also tausend Kreise zeichnen, das ist nicht wichtig, aber es ist insgesamt dasselbe Kli des Ejn Sof. Ich kann sagen: Von einem Ejn Sof bringe ich es zu einem anderen Ejn Sof hinüber, denn das ist das Ejn Sof, das vor dem Zimzum war, und das ist das Ejn Sof, das in der Endkorrektur sein wird. Aber es ist dasselbe Kli, dieselben Verlangen – nur dass ich jetzt mit dem Massach an ihnen arbeite.
42:04
Schüler: Wenn das, was du jetzt gesagt hast, dass es nicht zwei Ejn Sof und drei Ejn Sof gibt – entspricht das demselben Gedanken, den wir lernen: dass es die erste Stufe gibt, das Ejn Sof, danach die Stufe der Arbeit, und am Ende …
Rav: Richtig, Zustand 1, ja (Zeichnung): Zustand 1, Zustand 2 und Zustand 3, sicher, so gehen wir hindurch, aber mit denselben Kelim. Hier fügen wir den Massach hinzu, die Absicht, nicht mehr. Das heißt: Es gibt Linien, es gibt Kreise, es gibt Geradlinigkeit, es gibt Rad und Kanal und Linie und was du willst, nicht wichtig – insgesamt ist es der Wille mit dem Massach und der Wille ohne Massach, das ist alles. Es gibt hier nichts, worin man sich verwirren könnte. Die Weisheit der Kabbala gliedert dir die ganze Schöpfung auf, teilt sie in Licht und Kli, und mehr gibt es nicht; der Massach kommt noch dazu, in der Mitte, zwischen ihnen. Das war's.
Schüler: … das Einzelne, ein einzelner Mensch – was ist dann in seiner Arbeit der Kanal? Der Kreis ist ja, wenn ich richtig verstanden habe, etwas Vollkommenes, also was …
Rav: Der Kreis kommt aus der Vollkommenheit des Schöpfers (siehe Zeichnung). Hier ist der Kreis vom Schöpfer, und hier muss er zu seinem eigenen Verhältnis kommen, ebenfalls zu einem Kreis vom Menschen. Aber er macht dasselbe: Er nimmt denselben Tisch mit derselben Bewirtung, mit demselben Hausherrn – nur nimmt er jetzt nicht alles, was der Hausherr ihm auf unbegrenzte, unendliche Weise gibt, sondern er nimmt auf unbegrenzte, unendliche Weise und fügt dem sein Verhältnis zum Hausherrn hinzu. Nichts wird hier, im Ejn Sof, hinzugefügt außer dem Verhältnis des Geschöpfs zum Schöpfer; und in diesem Verhältnis kommt er zur Gleichheit der Form, zur Angleichung des Verhältnisses zwischen ihm und dem Schöpfer. Dahin kommt er: zu derselben Liebe, die der Hausherr für ihn hat – so kommt er zu seiner Liebe für den Hausherrn.
Schüler: Wenn ein Mensch … in seiner Arbeit und zum Kreis kommt, was bewegt ihn dann sozusagen dazu, aus dem Kreis in die Geradlinigkeit hinauszugehen? So wie du gezeichnet hast, dass es hier Kreis, Geradlinigkeit, Kreis, Geradlinigkeit gibt.
Rav: Nein, wir … Wir werden schon nach den Kreisen geboren, wir werden in dieser Welt geboren, im Punkt im Herzen … Ich spreche nicht von unserer Tierhaftigkeit. Im Punkt im Herzen, und aus ihm müssen wir die Geradlinigkeit entwickeln. Einen Kanal, nur einen Kanal können wir entwickeln; Kelim der Kreise gibt es nicht. Kelim der Kreise sind die, die wir füllen, wenn wir einen Kanal haben – als wäre vor dir irgendeine Grube und du füllst sie mit einer Linie von Wasser. Und so ist es wirklich, er nennt die Fülle ja auch „Wasser".
Gut …
(Ende der Lektion)