Tägliche Lektion23. Apr. 2026(Morning)

Part 1 Rabash. Artikel 3 (1987) (28.10.2003)

Rabash. Artikel 3 (1987) (28.10.2003)

23. Apr. 2026

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Morgenunterricht 28.10.2003

Buch „Kitwei Rabash", Band 1, Artikel „Ganz Israel hat Anteil an der kommenden Welt"

Rav: Seite 44, „Ganz Israel hat Anteil an der kommenden Welt." Wenn Baal HaSulam uns erklärt, was „Ganz Israel" heißt, wer ist „Israel"? Das heißt, Israel ist derjenige, der einen Bund mit dem Heiligen – gepriesen sei Er – geschlossen hat. Was heißt „er hat einen Bund geschlossen"? Dass er zur Gleichheit der Form gekommen ist. Bund heißt Verbindung. Oder gemäß der Sehnsucht nach diesem Zustand wird er „Israel" genannt. So wird jeder einzelne Israel genannt gemäß seiner Sehnsucht; wenn er sie zum Schöpfer hat, dann wird er schon Israel genannt, sogar gemäß dem Ziel, auch wenn er noch nicht dort angekommen ist. Das ist die spirituelle Definition.

Natürlich leben wir außerdem, außer auf der spirituellen Ebene, auch auf der materiellen Ebene, und gemäß der materiellen Ebene, gemäß Zweig und Wurzel, hat Israel eine andere, materielle Definition. Gemäß dieser Definition wird derjenige, der von einer jüdischen Mutter geboren wurde, Israel genannt. In der Materialität. Aber wir sprechen über die Innerlichkeit des Menschen, über das, was von ihm abhängt, wo er wirklich ausführen, wo er die einzige freie Wahl verwirklichen kann, die er hat – sich durch seinen Willen, durch seine Anstrengung an den Schöpfer anzuhaften.

Und hier gibt es mehrere Stufen. Rabash erzählt uns über den Menschen, der nicht Israel sein will. Er versteht nicht, er will nicht, er denkt nicht, er ist abgetrennt. Danach, aus diesem völligen Abgetrenntsein, fängt er an zu spüren, dass er nicht will. Danach fängt er an zu spüren, dass es zwar wichtig ist, aber er hat keine Kraft – dann heißt das „Weiblich" (Nekewa). Und wenn er auf die Ratschläge der Kabbalisten hört, dann tritt er in eine Gemeinschaft ein, die ihm die Kraft geben kann, über den Verstand hinauszugehen. Das heißt, auch wenn er nicht will, bringt die Gemeinschaft die Wichtigkeit des Ziels in ihn hinein, über seinen Willen hinaus, den er hatte.

Und dann fangen schon Verlangen an, sich in ihm zu formen, durchaus zur Anhaftung an den Schöpfer zu kommen, das heißt zur Verbindung, zum Bund, und dann wird er statt „Weiblich" „Männlich" (Zachar) genannt. Und es kann sein, dass er auf diesem Weg auch von der Stufe „Männlich" zur Stufe „Weiblich" herunterfällt, dass er wieder keine Kräfte hat. Und die Zeit vergeht und wirkt, und die Gruppe wirkt auf ihn, und wieder wird er „Männlich". Manchmal gemäß seiner Anstrengung, manchmal – was der Verstand nicht schafft, schafft die Zeit. Und so schreitet er voran.

Das heißt, wer aus eigenen Kräften voranschreitet, wer jedes Mal dafür sorgt, dass das Ziel, die Wichtigkeit des Ziels, ihn vorwärts zieht, der wird „Jaschar-El", Israel, genannt. Denn das ist eigentlich seine Tendenz, und das bestimmt er als den Gang seines Lebens, einen Prozess, den er durchlaufen muss, den er im Laufe des Lebens ausführen muss.

Wie ich gesagt habe, gibt es in der Spiritualität, auf der spirituellen Ebene, spirituelle Definitionen, das heißt in der Wurzel, alle Aspekte (Bchinot), alle Wurzeln. Und es gibt in unserer Welt, auf der materiellen Ebene, auch Namen, Definitionen, Folgen aus den Wurzeln. Zwei Ebenen: die spirituelle Ebene und darunter, unter ihr, die materielle Ebene.

Baal HaSulam erklärt uns über Zweig und Wurzel in „Innere Betrachtung" (Histaklut Pnimit), Teil 1 der „Lehre der Zehn Sefirot", er sagt dort: „Es gibt kein Gras unten, das nicht einen Engel oben hätte, der es schlägt und ihm sagt: wachse." Dass es in dieser Welt kein einziges Objekt, keine Eigenschaft, keine Kraft, kein Verlangen gibt, egal wie wir darauf zeigen können, das in irgendeiner Form existiert – im Stummen, im Pflanzlichen, im Tierischen, im Sprechenden, im Gedanken, im Verlangen, in der Kraft, in der Tat, in der Materie – jedes Ding hat eine spirituelle Wurzel, aus der es geboren wird. Das ist seine Wurzel, und die Wurzel ist es, die ihn bestimmt, die ihn am Leben erhält, und wie man sagt: „schlägt ihn und sagt ihm: wachse." Dadurch, dass sie in ihn Mängel einbringt, jedes Mal auf andere, andersartige, gezielte Weise, dadurch erweckt sie ihn zum Wachstum.

Deshalb unterscheiden wir diese zwei Ebenen, und weil eigentlich alles durch die spirituelle Ebene bestimmt wird – die spirituelle Ebene, wo die Wurzeln sind, und von dort kommen alle Drücke der Vorsehung und der Lenkung, wie geschrieben steht: „schlägt ihn" – und unten muss er schon wachsen.

Die Weisheit der Kabbala beschäftigt sich damit, dass sie dem Menschen zeigen will, wie er das Schicksal ändern kann, wie er nicht auf den Schlagenden warten muss, sondern sich selbst erhebt und selbst diese Handlungen anstelle des Schlages ausführt, und so auf nützlichere, schnellere Weise wächst. Und diese eigene Teilnahme heißt Israel, weil er selbst sich „Jaschar-El" – direkt zum Schöpfer – zusehnt, denn so oder so wird er wachsen. Wenn er selbst will, dann geht er heraus aus dem Aspekt der Völker der Welt zum Aspekt Israel.

Die Weisheit der Kabbala spricht also über diese Eigenschaften auf der spirituellen Ebene. Aber natürlich haben wir auch auf der materiellen Ebene, als Folge davon, in der Materie dieselben Unterscheidungen. Dass man zuerst die Gefäße von Galgalta we Ejnaim korrigiert, die Israel genannt werden, Minderheiten aus den Völkern, und danach ACHaP de Alija, und danach erst den echten ACHaP. Dass Israel sich selbst korrigieren, Galgalta we Ejnaim, aus allen zerbrochenen Gefäßen, dann müssen sie aus der Gesamtheit aller Gefäße heraustreten, und diese Handlungen heißen Heiligkeit und Reinheit, dass sie einen Bund schließen.

Bund heißt, dass sie sich von den Gefäßen des Empfangens abtrennen und sich der Eigenschaft des Schöpfers angleichen, Galgalta we Ejnaim, den Gefäßen des Gebens. ACHaP de Alija, den man sich bemüht aus den Gefäßen des Empfangens herauszuziehen – ihre Teilnahme: Malchut in Bina. Das ist ähnlich zum ACHaP von Bina, die danach beabsichtigt, in Malchut zu wirken. Wenn der ACHaP von Bina stark sein wird, mit einer Kraft, die das ganze Licht von oben zu Malchut hindurchleiten kann, dann heißt das, dass man den ganzen ACHaP de Alija korrigiert hat.

Nachdem man ihn korrigiert hat – korrigierte –, dann können Galgalta Ejnaim und ACHaP de Alija, das ist wie GaR von Bina und ZaT von Bina, zusammen Malchut selbst korrigieren. Und Malchut wird nicht durch einen Bund korrigiert, durch Korrekturen, wie sie der Aspekt Galgalta Ejnaim und ACHaP de Alija im Aspekt Israel gemacht haben. Sie wird an ihrem Ort korrigiert, wie man sagt, dass das Licht von oben kommt und Malchut heiligt, so wie sie ist. Wie geschrieben steht: Der Engel des Todes wird zum heiligen Engel werden, das Schwein wird heilig sein, das heißt, koscher.

Also was, haben sich die Gesetze der Natur verändert? Wird das Schwein plötzlich nicht mehr dieselben Zeichen haben wie ein unreines Tier, sondern außer den Hufen plötzlich auch Wiederkäuen haben, wird es essen wie eine Kuh, sagen wir mal? Sicher sind das solche Dinge – der Schöpfer verändert nicht den Akt der Schöpfung (Maase BeReshit), die Gesetze der Natur sind absolute, feststehende Gesetze. Sondern ACHaP de Alija wird das Seine tun, und Malchut wird an ihrem eigenen Platz korrigiert werden, sodass es keine Veränderungen beim Zusammenschluss von Malchut mit Bina geben wird, sondern die Kraft der Korrektur wird von Bina zu Malchut kommen.

Und dann werden sie korrigiert – nicht aus dem Aspekt Israel, sondern aus dem Aspekt der Völker der Welt. Und dann wird es keinen Unterschied mehr geben zwischen der kommenden Welt und dieser Welt. Dass man in der Zeit der Korrektur sagt: Israel hat Anteil an der kommenden Welt – dass sie, wer sich an die Spiritualität anhaftet, Israel genannt wird, und er hat dann nicht nur Anteil, sondern nur einen Anteil an diesem Ort, in diesem Zustand, der kommende Welt heißt, im Bund mit dem Schöpfer, in Verbindung, in Gleichheit der Form, in Anhaftung mit dem Schöpfer.

Was hingegen in der Zukunft, in der Endkorrektur und in der Zukunft, dann steigt die kommende Welt herab und wird in diese Welt eingeschlossen, ohne irgendeinen Unterschied. Dann heißt es schon nicht mehr „der Aspekt Israel hat Anteil an der kommenden Welt", ohne irgendeinen Anteil: der gesamten Schöpfung hat denselben Zustand der Anhaftung am Schöpfer.

Gibt es Fragen? Ja.

Schüler: Die Völker der Welt, die korrigiert werden ohne diesen Prozess, der Bund heißt – Malchut, die an ihrem Platz korrigiert wird, wie Sie gesagt haben, wie schafft sie es, der Scham zu entgehen?

Rav: Die Völker der Welt sind Aspekte von Malchut, und diese Aspekte sind von vornherein nicht fähig, durch Teile der Bina korrigiert zu werden, die nicht einmal in sie eintreten können. Was heißt es, dass der Schöpfer sich an alle Völker der Welt gewandt hat und keiner die Tora annehmen wollte? Das heißt, du hast Verlangen, die nicht fähig sind – wegen der fehlenden Teilhabe der Bina an ihnen nach dem Zerbrechen der Gefäße –, nicht fähig, in der Idee des „um zu geben", im Verständnis des „um zu geben", in der Arbeit des „um zu geben" zu sein, sondern nur durch eine besondere Korrektur, dass sie das einfach von oben empfangen.

Aber du kannst sagen, was für eine Art von Teilnahme gibt es von ihrer Seite im Prozess der Korrektur? Darüber werden wir sprechen, bis jetzt gibt es sie nicht. Der Prozess der Korrektur liegt in den Händen von Israel, auf Israel allein. Es gibt nichts, worauf man warten könnte, und nichts, was man beschuldigen könnte, sagen wir, die Völker der Welt in der Materialität, oder auf die Teile von Malchut in der Spiritualität zu warten, dass sie sich selbst werde korrigieren können. Wenn sie die Eigenschaften der Bina nicht hat – vom Zerbrechen der Gefäße sind sie nicht in sie eingedrungen –, und wenn sie demgegenüber für die Teile der Bina, die in ihr sind, sagen wir, umgebendes Licht (Or Makif) spürt – so etwas gibt es nicht.

Wie kann man dann diese Teile korrigieren? Es gibt Teile, die wohl ineinander enthalten sind, Galgalta we Ejnaim im ACHaP, ACHaP in Galgalta we Ejnaim, das heißt Israel und die Völker der Welt, wie geschrieben steht: Die Kinder Israels sind nicht ins Exil gegangen, außer um sich die Seelen der Konvertiten (Gerim) anzuschließen – dass es eine solche gegenseitige Einschließung gibt. Aber das ist nur, um den Aspekt Israel zu einer solchen Kraft wachsen zu lassen, dass sie das ganze Licht anziehen können, das den ACHaP korrigieren wird, um ein „Licht für die Völker" zu sein, wie man sagt.

Denn wenn nicht … schau, sagen wir so: Vor dem Zerbrechen waren Galgalta we Ejnaim in der Heiligkeit und ACHaP in der Heiligkeit. In Galgalta we Ejnaim siehst du, dass sie voll sind, sie benutzen alle Galgalta we Ejnaim, Gefäße des Gebens, Chafez Chessed, sie brauchen nichts – Aspekt Israel oberhalb der Parssa. ACHaP befindet sich unterhalb der Parssa, sie können nicht anders teilnehmen, als dass auf ihnen Zimzum Alef liegt, in ihrem Willen. Also ist sozusagen alles in einer Form korrigiert, besser kann es gar nicht sein.

In der Endkorrektur, vor der Endkorrektur, was für ein Zustand – nach unserer ganzen Arbeit, in dem Galgalta we Ejnaim korrigiert sind, auf dem ACHaP liegt Zimzum Alef gemäß unserer Wahl, und es gibt auch ACHaP de Alija, diese Funken, diese Teile vom ACHaP, die korrigieren können, dort wo Bina und Malchut zusammen eingeschlossen sind – die fügen wir der Bina bei, Galgalta we Ejnaim. Das heißt Seelen der Konvertiten.

Was bringt uns dann dieser ganze Prozess, wegen dem das Zerbrechen und das ganze Exil und alle Korrekturen geschehen sind, und wir kommen letztendlich in diesen Zustand, dass wir korrigierte Galgalta we Ejnaim haben, einen korrigierten ACHaP, so wie sie vorher waren, und dazu noch ACHaP de Alija? Hier gibt es viele Unterscheidungen der Wahrheit, die sich von vorher unterscheiden. Denn vor allem – Galgalta we Ejnaim und ACHaP – der Mensch unterscheidet schon, und er teilt ein und er korrigiert und er führt das ganze Gebilde aus, er baut es selbst aus dem Zustand des Zerbrechens heraus auf, entsprechend dem, was vorher war. Das heißt, er hat hier schon Ausführung, er macht schon, er verwirklicht seine freie Wahl. Das heißt, er baut sich selbst in Galgalta we Ejnaim und ACHaP auf. ACHaP befindet sich in Einschränkung (Zimzum), Galgalta we Ejnaim in Verwirklichung, in Anhaftung mit dem Schöpfer, und auch ACHaP de Alija.

Durch diesen ACHaP de Alija korrigiert der Mensch auch den echten ACHaP. Denn dadurch, dass er insgesamt aus diesen Gefäßen des Empfangens, die sich den Gefäßen des Gebens anschließen können, herauszieht, bestimmt er, dass er den echten ACHaP nicht benutzen will, gerade weil man ihn nicht in „um zu geben" korrigieren kann. Wäre es möglich, ihn in „um zu geben" zu korrigieren, würde er ihn sicher benutzen. Das heißt, er drückt damit seinen Willen aus, ihn wohl zu benutzen, aber aus fehlender Ausführbarkeit, weil das nicht von ihm abhängt, weil sie nicht in den echten ACHaP eindringen – die Funken der Bina. Sie sind nicht einmal durch das Zerbrechen der Gefäße dorthin eingedrungen, also benutzt er nicht.

Also stellt sich heraus, dass unsere Arbeit besonders auf der ganzen Verbindung liegt, die zwischen Bina und Malchut besteht. Denn das ist eigentlich eine Folge des Zerbrechens, dass alle Aspekte von Bina und Malchut sich ineinander vermischt haben, in einer Form, die man nicht unterscheiden kann, und in jedem Aspekt gibt es alle Aspekte. Das heißt, als Folge davon haben wir auch in unserer Welt immer nicht nur mit uns selbst zu tun. Wir können nicht nur mit uns selbst arbeiten, sondern wir müssen die ganze Zeit – und werden noch – vor der ganzen Welt arbeiten müssen. Vor den Augen der ganzen Welt, nicht gegen – vor den Augen der ganzen Welt. Denn um auch den Aspekt Israel hervorzubringen, müssen wir dafür alle Gefäße benutzen, die in der Wirklichkeit existieren.

Und deshalb, was soll ich dir sagen, ich denke, dass sowohl der Teil Israel als auch der Teil der Völker einer gegenüber dem anderen steht, und auch in unserer Welt wird man verstehen müssen, was das allgemeine Ziel ist, was Israel obliegt, warum es in allen Völkern den Drang gibt, Israel zu beschuldigen – einen natürlichen Drang aus der höheren Wurzel. Und dass Israel seine Pflicht anerkennen wird. Und dann, gerade weil wir nach dem Zerbrechen der Gefäße ineinander enthalten sind und wir eine Folge des Zerbrechens der Gefäße sind, werden wir gegenseitige Hilfe brauchen, ich würde sagen, wirklich in einem gegenseitigen Gang, um die Korrekturen in den Seelen zu machen. Das heißt, in ihren Verlangen, durch Verständnis, durch Gedanken und Absicht. Und ich denke, dass sich das bald enthüllen wird.

Ja.

Schüler: … Kommt als Folge im echten ACHaP irgendeine innere Zustimmung, am Ende korrigiert zu werden, oder wird er ohne seine Zustimmung am Ende korrigiert? Was war …

Rav: Ob auch im echten ACHaP die Zustimmung kommt, korrigiert zu werden?

Schüler: Am Ende des Weges.

Rav: Ja, aber diese Zustimmung, korrigiert zu werden, kommt daraus, dass das Licht dem echten ACHaP gegeben wird, der nicht selbst kann, das Licht herbeirufen, das Licht anziehen. Deswegen heißt es, dass Israel ein Licht für die Völker ist. Denn wenn Galgalta we Ejnaim die Lichter anziehen und sich selbst klären, dann spüren demgegenüber auch die Teile, die sich nicht auf solche Weise korrigieren können, in welcher Form sie doch korrigiert werden können. Es gibt Teile, die die Lichter anziehen, und es gibt Teile, die wirklich diese angesammelten Lichter korrigieren werden. Galgalta we Ejnaim, Israel, ziehen die Lichter an, und die Lichter, die sich ansammeln, korrigieren den ACHaP. Das war's.

Du fragst, ob hier Platz für gegenseitige Arbeit ist. Ich denke, ja. Aber was heißt gegenseitige Arbeit? Es kann sein, dass wir diese Arbeit so sehen, wie an uns selbst: Wir sehen im Widerstand des Willens zu empfangen gegen unseren inneren Prozess. Und genauso sehen wir in der Äußerlichkeit, auf der materiellen Ebene, dass die Völker der Welt sich der Existenz Israels widersetzen und seine Existenz nicht wollen, und sie sehen in Galgalta we Ejnaim den wirklich überflüssigen Teil, der über sie herrscht, der nicht zu ihrem Vorteil wirkt – und daraus kommen die Klärungen.

Ja.

Schüler: Wie kann es so etwas geben, dass – wenn alles in allem enthalten ist – es solche Verlangen gibt, die keinen Anteil an Bina haben?

Rav: Weil die Korrektur von den groben Gefäßen gefordert wird, von den Gefäßen des Empfangens, und sie spüren den Mangel an Korrektur mehr als Israel. Also kommt der Druck sicher von ihnen. Nur das Problem in unserer Welt ist, dass sie verstehen und erkennen sollen, was wirklich geschieht, die Wirklichkeit richtig zu lesen und auf die richtige Weise am Prozess teilzunehmen, Israel zu verpflichten, das zu tun, was ihnen obliegt. Das ist eigentlich das, wozu die Völker der Welt jetzt in Bewegung gesetzt werden.

Ja.

Schüler: Wie kann es sein, dass die Parssa zerbrochen wird und das Licht kommt …

Rav: Die Parssa wird nicht zerbrochen, und das Licht wird von Galgalta we Ejnaim zum ACHaP nach unten kommen. Sie wird nicht zerbrochen, sie wird einfach aufgehoben: Zimzum Bet wird aufgehoben, und alle kehren zu Zimzum Alef zurück. Wie machen wir das? Wir wissen es nicht. Das geschieht durch ein besonderes Licht, das den ACHaP an seinem Platz korrigieren wird. Ich erinnere mich, da gab es damals eine Frage: Werden alle die Beschneidung (Brit Mila) machen müssen? Werden alle Juden werden müssen? Alle werden Vereinigungen sein – vom Wort „Mila" her die Vereinigung mit dem Schöpfer –, aber nicht durch die Korrekturen, die Galgalta we Ejnaim benötigen, um aus dem ACHaP auszutreten, sondern der ACHaP wird an seinem Platz korrigiert werden. Das heißt, das Schwein wird ein Schwein bleiben und wird koscher sein.

Das heißt, alle Gefäße des Empfangens werden an ihrem Platz bleiben, so wie sie sind, und werden empfangen können, um zu geben. Das heißt, dass Zimzum Bet aufgehoben wird und es möglich sein wird, die echten Gefäße des Empfangens ohne irgendeine Veränderung in ihnen in „um zu geben" zu benutzen. Und all die Korrekturen von dem, was wir lernen, sagen wir, im „Beit Schaar HaKawanot", nach Baal HaSulam, der dort erklärt – ja, Mila, Pria und Atifat Dama, all die Korrekturen, die man bei der Klärung zwischen ACHaP und Galgalta we Ejnaim machen muss, die Korrektur von Galgalta we Ejnaim, sich vom ACHaP zu trennen – das sind alle Mizwot, ja?

All diese Mizwot sind also Handlungen der Korrekturen bis zur Endkorrektur. Weil du keine Kraft hast, mit dem ACHaP zu arbeiten, sagt man dir, in welcher Form du alle Teile des Willens zu empfangen unterscheiden kannst, bei denen es überhaupt möglich ist, in „um zu geben" zu arbeiten, und darin gibt es eine Klärung und Korrektur dieser Verlangen, ja? Das sind alle 613 (Tarjag) Handlungen. Aber nachdem sie korrigiert werden, wird der ACHaP als Folge dieser Handlungen von selbst korrigiert werden, und dann braucht man keine Einschränkungen und keine besonderen Handlungen, sondern einfach: der Wille zu empfangen arbeitet in „um zu geben", er hat eine solche Natur erhalten, und das war's. Und dann gibt es keine besonderen Handlungen, um mit dem Willen zu empfangen zu arbeiten, dass es eine besondere Mizwa gäbe – nur „um zu geben", Absicht (Kawana), und das war's. Das heißt, der Wille zu empfangen braucht nicht die Form Israel, er wird diese Form, Israel, erhalten, ohne sich in sich selbst zu verändern.

Ja.

Schüler: Kann man sagen, dass zur Endkorrektur, sagen wir so, zuerst eine gewisse innere Korrektur in der Natur der Klipot stattfindet, also anstatt das Licht zu beherrschen …

Rav: Ich habe auch von Leuten, gerade aus den Sitri'in auch, gehört, dass es irgendein Missverständnis gibt. „Ihr, Israel, ihr seid etwas, das gehört euch, wo sind wir hier?" – solche gab es, das ist ein Missverständnis. Man muss wirklich klären – hier gibt es nichts, worin etwas ist, wie … alles lässt sich erklären. Ich weiß nicht, warum das schwer zu fassen ist. Alles, was in der Spiritualität ist, ist schwer zu fassen, solange es keine inneren Unterscheidungen im Menschen dagegen gibt, ja? Wir sehen: Wir lernen jedes Ding, wir verstehen nicht, danach immer mehr und mehr, und dann entstehen innen irgendwelche Vorbereitungen, Gefäße, Unterscheidungen, irgendetwas außer Wissen, auch ein gewisses Gefühl, und damit zusammen kommt die Aufnahme des Stoffes.

Ja.

Schüler: Kann man dann sagen, dass zur Endkorrektur, zum Moment der Endkorrektur, zuerst eine innere Veränderung in der Natur der Klipot stattfindet – anstatt über das Licht zu herrschen, sind sie bereit, um jeden Preis korrigiert zu werden, oder …

Rav: Nachdem man alle Galgalta we Ejnaim klärt und den ganzen ACHaP klärt, bleibt der echte ACHaP übrig. Der echte ACHaP bleibt nach der Klärung, dass der Mensch ihn zu hundert Prozent ablehnt in seiner Form von „um zu empfangen", und dadurch, dass der Mensch ihn ganz, zu hundert Prozent ablehnt, hebt er sich schon in den Augen des Menschen auf, ja, er hat schon keinen Halt mehr aus Galgalta we Ejnaim im ACHaP und aus ACHaP gegenüber Galgalta we Ejnaim. Und deshalb verändert sich dieser ACHaP schon von selbst dadurch, dass man an ihm alle Klärungen gemacht hat. Das ist seine Korrektur, dass man ihn unterscheidet und sagt, dass er in einer solchen Form nicht akzeptabel ist.

Und dann – das heißt, damit erwirbt man einen Massach, um mit diesem echten ACHaP in „um zu geben" zu arbeiten. Dann kommt das Licht „Raw Peulim MiKawziel", das all diese Unterscheidungen, all diese Entscheidungen des Menschen sammelt und dem Menschen Kraft gibt, mit dem echten ACHaP zu arbeiten. Das heißt, man geht hindurch: Zimzum Bet wird aufgehoben, es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Malchut und Bina, sondern ganz Malchut empfängt auch die Eigenschaften der Bina und arbeitet in „empfangen um zu geben", das heißt, sie hat ihre eigenen Eigenschaften und die Eigenschaften der Bina zusammen.

Ja.

Schüler: Bleibt ihm dann kein Funken des Lichts mehr in den Klipot, sozusagen?

Rav: Und die Klipot heben sich auf. Ja, alle Klipot heben sich auf, wie kann das sein? Denn die Klipot – das ist alles in Bezug auf den Menschen, ja, denn wir befinden uns ohnehin in Ejn Sof und in der Endkorrektur, aber wir befinden uns in unserem Empfinden nicht darin. Wenn wir also den ganzen Weg gehen, wenn wir unseren Zustand klären und jedes Mal uns selbst, jeden einzelnen Zustand, dem korrigierten Zustand zuordnen wollen, der Endkorrektur, ja – dann heben sich damit sicher alle Klipot auf. Du hebst sie in jeder einzelnen Handlung auf, einen bestimmten Teil von ihnen.

Schüler: Rav, wie kann es sein, dass es solche Verlangen gibt, die nicht in den Verlangen der Bina enthalten sind? Wenn alles in allem enthalten ist? Was sind das für Verlangen?

Rav: Wir sehen, dass das Licht aus dem Aspekt Wurzel der 4 Aspekte des direkten Lichts (Or Jaschar) hervorkommt. Es baut Aspekt Alef auf. Aspekt Alef, die das Licht empfängt, fühlt Genuss, innerhalb des Genusses enthüllt sie den Gebenden des Genusses – Aspekt Wurzel –, will wie er sein, weil das ein höherer, größerer, wichtigerer Aspekt ist. Sie verwandelt sich und wird wie Aspekt Wurzel – das heißt, sie verwandelt sich in Aspekt Bet, die überhaupt nichts empfangen will. Dadurch, dass sie nichts empfangen will und Aspekt Wurzel ähnlich ist, fängt sie an, den Willen zu verstehen, der in der Wurzel ist. In der Wurzel ist es nicht so, dass sie nicht empfangen will – in der Wurzel gibt es so einen Willen, nicht zu empfangen, gar nicht, sondern die Wurzel will geben, schenken.

Und Aspekt Bet, kann sie geben, will sie geben? Nein. Wie wird sie also jetzt geben wollen? Sie empfängt diesen Willen wieder in sich aus der Enthüllung des Schöpfers, und dann versteht sie, dass sie nur deshalb geben kann, weil der Schöpfer einen Mangel hat – er will geben. Und wenn ich empfange, weil er geben will, dann bereite ich ihm den Genuss, das heißt, dass ich geben werde, dass ich gebe. Und dann baut Aspekt Bet den Aspekt Gimel auf, ja?

Was ist also der Aspekt Gimel? Aspekt Gimel ist genau der Handlung der Wurzel ähnlich. Aspekt Bet will nicht empfangen, wie Aspekt Wurzel nicht empfängt; Aspekt Gimel gibt, erwidert wie Aspekt Wurzel. Damit ist eigentlich alles abgeschlossen. Mehr braucht man nicht, ja? Was enthüllt Aspekt Gimel, der in ihr ist?

Schüler: Dass das so nicht ihr Ziel ist.

Rav: Dass … nein. Nachdem sie jetzt dem Schöpfer ähnlich ist, dass sie gibt wie der gebende Schöpfer, was fehlt ihr noch? Jetzt fehlt ihr, auf seiner Stufe zu sein – das heißt „aus Deinen Taten haben wir Dich erkannt". Sie hat genau das getan, was er, der Schöpfer, das Licht, gemacht hat, wie Aspekt Wurzel hat sie gehandelt, und jetzt will sie auf derselben Position sein. Dieser Aspekt Dalet, die auf derselben Position sein will – ihr Wille kommt nicht auf direkte Weise vom Schöpfer, dieser Wille entstand dadurch, dass sie sich ihm ähnlich gemacht hat, und dadurch hat sie seine Innerlichkeit verstanden. Deshalb ist Aspekt Dalet ein besonderer Aspekt.

Und wenn die drei vorhergehenden Aspekte direkt vom Schöpfer kommen, Aspekt Dalet ist – so sagen wir – nein, das ist Geschöpf, das ist ein besonderer, neuer Wille, der nicht auf direkte Weise kommt, ja, nicht auf dem geraden Weg. Und auf diesen Aspekt Dalet beziehen wir uns schon wie auf die Wurzel des Geschöpfes, noch nicht Geschöpf, weil er trotzdem noch sehr stark mit dem Schöpfer verbunden ist, aber schon die Wurzel des Geschöpfes. Und deshalb, dieser Aspekt, der weiter sucht, was er mit sich selbst machen soll – in Folge dessen, was er enthüllt: „Und was habe ich davon, dass ich wie er sein will?", ja? Und dann enthüllt sie, dass sie dieses ihr großes Verlangen nicht verwirklichen kann, ja, und dem gegenüber hat sie Scham, dass sie nicht wie er ist. Scham gegenüber dem Hausherrn selbst. Und dann fängt sie an, alle möglichen Handlungen zu machen.

In diesem Verlangen, das Aspekt Dalet fühlt – ich bin vielleicht nicht so genau in den Unterscheidungen, weil das wirklich ein Thema ist, bei dem man jedes Mal alles hinzufügen kann. Also, dieser Aspekt Dalet kann gegenüber diesem Verlangen, das sich nun in ihr formt, keine Kraft von oben erwerben; es kommt zu ihr keine Kraft von oben gemäß genau diesem Verlangen, um sofort das Verlangen auszuführen, wie es im Übergang von Wurzel zu Alef, von Alef zu Bet, von Bet zu Gimel, sogar von Gimel zu Dalet war. Warum? Weil das Licht, das sie versorgt, das sie erschafft, das ihr Kraft, Füllung bringt, dafür nicht bestimmt ist; es kann ihr Kräfte nur für die ersten drei bringen, und nicht in Aspekt Dalet selbst.

Also hat Aspekt Dalet ein Problem: Was soll ich mit mir selbst machen? Dieses Verlangen erhält von oben keine Deckung, wie man sagt, es gibt ihm gegenüber keine Kräfte, die ich benutzen und mit denen ich in diesem Verlangen irgendetwas ausführen kann. Was ich kann: Aus Scham, aus der Erkenntnis, dass ich nicht er bin, kann ich mich einschränken und es nicht benutzen – die Scham gibt mir diese Kraft, aber darüber hinaus kann ich nichts damit machen. Und dann stell dir selbst in einem Zustand vor, in dem es nichts zu tun gibt, verstehst du? Das war's.

Und dann versteht man, dass man solche Handlungen machen kann, bei denen dieses Verlangen trotzdem bleibt, aber die Entscheidung gegenüber diesem Verlangen wird sein, wirklich wie der Schöpfer zu sein. Wie kann diese Entscheidung sein? Ich muss gegenüber diesem Verlangen in seiner Fülle arbeiten und bei allen Verlangen, die in ihm sind, bei seinem ganzen Selbst entscheiden, dass ich – obwohl ich nicht fähig bin, mit ihm zu arbeiten, wie es ist – das ist mein Ich, ich will von meinem Ich her wie der Schöpfer sein. Wie macht man das? Indem ich in ihn Bina aus dem Zerbrechen der Gefäße einbeziehe und in all meinen Unterscheidungen entscheide, dass ich bei jedem einzelnen Verlangen, das ich in diesem Aspekt Dalet habe, trotzdem will, dass es wie der Schöpfer sein soll.

Wie entscheide ich das? Dadurch, dass ich mit allem Übrigen, außer ihm, mich anhafte, Anhaftung (Dwekut) am Schöpfer mache. Und dadurch, dass ich nicht fähig bin, mit ihm zu arbeiten, entscheide ich, dass ich einfach nicht mit ihm sein will – das bin nicht ich. Das heißt, der Mensch tritt auf sein Ich, und er arbeitet mit dem, was fähig ist, sich an den Schöpfer anzuhaften. Das heißt im Glauben über dem Verstand, in einem Gefäß, das er aufbaut, in der Absicht „um zu geben" – über dem Aspekt Dalet und so weiter.

Und nachdem er all diese Unterscheidungen gemacht hat – das heißt, wie man in Ejn Sof sozusagen alles lernen kann, in Ejn Sof, was er tut. Dann hat dieses ganze Verlangen in Aspekt Dalet eigentlich entschieden, dass er sich nicht nur einschränkt, dass sein Ganzes sozusagen zu den ersten drei übergeht, er will wie der Schöpfer selbst sein, auf seiner Position. Und diese Arbeit hat er aus freier Wahl heraus gemacht, aus der Dunkelheit heraus, aus allen Möglichkeiten, die er nur hatte, ja? Das heißt, er hat damit sich selbst wirklich entsprechend dem Schöpfer gemacht, als Jesch miAjn (Existierendes aus Nichts), weil er all diese Arbeiten aus der völligen Abtrennung vom Schöpfer heraus gemacht hat. Das war's.

Du fragst also, wie dieser Aspekt Dalet korrigiert werden kann. Man sieht, dass sie nur auf diese Weise korrigiert werden kann, nur wenn sie mit Bina vermischt sein wird, und diese Vermischung wird auf der Stufe von Aspekt Dalet sein, das heißt in „um zu empfangen", auf der niedrigsten Stufe, in der Dunkelheit und völligen Abtrennung und Entfernung, ja? Vom Schöpfer, und dann wird sich Aspekt Dalet aus diesen Klärungen heraus über sich selbst entscheiden, dass sie durchaus sie selbst ist, in ihrer freien Wahl will sie auf der Stufe, auf der Position des Ausströmenden (Maazil) sein. Das war's. Dann verschwindet die Sache mit der Scham, und diese Position wird wirklich durch eigene Anstrengung erworben und so weiter.

Schüler: Vermischt sie sich also doch mit Bina? Das ist nicht klar.

Rav: Ob dieser Aspekt Dalet, um all diese Unterscheidungen zu machen, sich mit Bina vermischt? Sicher vermischt sie sich mit Bina. Dass sie Scham fühlt – von Anfang an ist sie auch mit Bina vermischt, sozusagen in den Kräften des Gebens, aber vermischt nur, um zu fühlen, dass sie die Entgegengesetzte ist, und nicht, um daraus Kräfte des Gebens zu erwerben. Wenn sie Kräfte des Gebens erwerben kann, ist das ein Zeichen, dass das nicht in dem echten, reinen Aspekt Dalet geschieht, ist das ein Zeichen, dass es dort trotzdem irgendeine Verbindung mit dem Ausströmenden gibt. Was heißt, dass es keine Verbindung mit dem Ausströmenden gibt – dass sie völlig entgegengesetzt zu ihm ist, dass die Form des Gebens ihr niemals anhaftet? Das kann in unserer Natur nicht sein.

Schüler: Und warum sieht man nicht, dass das die Verlangen sind, anstatt dass wir sie selbst suchen? Kann es so etwas geben? Dass der Mensch diese Verlangen klären muss, sie nicht zu benutzen, sagen wir, es ist nicht möglich, dass … ein Kabbalist kann nicht kommen und sagen …

Rav: Der Mensch, der seine Verlangen benutzt, unterscheidet, welche Verlangen er benutzen kann, welche er nicht benutzen kann. Das heißt die Sache der Mizwot, der Gebote, wie man Korrekturen in jedem einzelnen Verlangen macht. Es gibt Verlangen, in denen du tatsächlich Korrekturen ausführen kannst – praktische Mizwot, wie man sagt. Es gibt Verlangen, die zum Aspekt Dalet gehören, in denen du nur die Handlung ausführen kannst, dass du sie nicht benutzt, ja? Verbotsgebote (Mizwot al Taase).

Schüler: Das sind alle Verbotsgebote?

Rav: Das sind alle Verbotsgebote. Du hast insgesamt 248 Gebotsmizwot und 365 Verbotsmizwot. 248 Hauptverlangen der Seele sind Verlangen, in denen man in „um zu geben" in allen möglichen Formen arbeiten kann, und 365 Verlangen, die zum ACHaP gehören, zum Aufbau des Körpers der Seele vom Tabur abwärts – mit diesen Verlangen kann man nicht in „um zu geben" arbeiten, man kann auf sie nur Zimzum machen. Das sind Mizwot, die bei uns „nicht tun" heißen: tu nicht, benutze nicht – diese Verlangen müssen nur Zimzum durchlaufen. Das heißt, dass du entscheidest, dass du sie nicht benutzen kannst, weil die Form des Gebrauchs in ihnen dich nicht an den Schöpfer anhaften kann.

Warum? Weil in ihnen kein einziger Funke des Gebens ist. Sie können die Eigenschaft der Bina nicht verstehen; du kannst nur Funken aus ihnen hervorziehen, durch die Funken, die in ihnen sind, verstehst du, dass in ihnen nicht mehr sein kann als deine Entscheidung, sie nicht zu benutzen. Du machst diese Untersuchung, den Unterschied zwischen Bina und diesem Aspekt Dalet und dem Aspekt Bet, zwischen Bina – und siehst, dass sie die Entgegengesetzte ist, und du entscheidest, dass du diese Verlangen nicht benutzt; mehr als das bist du nicht fähig.

Eine echte Bina kann sich nicht mit einer echten Malchut verbinden. Wir müssen nur verstehen, dass es so etwas nicht gibt, dass sich diese zwei Eigenschaften miteinander verbinden können, umso weniger so entgegengesetzte. Verstehst du? Das kann niemals sein. Sondern es kann zwischen ihnen eine Verbindung geben, die dir die Möglichkeit gibt zu entscheiden, wie sehr sie entgegengesetzt sind und wie man sich trennt.

Schüler: Und solange man nicht in die Spiritualität eintritt, hilft es ihm überhaupt nichts, dass er im Buch liest: das tue, das tue nicht – er hat dazu kein Gefühl, ja?

Rav: Bis der Mensch nicht in die Spiritualität eintritt, sieht er sicher nicht, welche Mizwot bei ihm „tue" sind, welche „tue nicht", das heißt, er unterscheidet nicht den Aufbau seiner Seele, diesen Parzuf, er unterscheidet nicht, welche Gefäße er oberhalb vom Tabur hat, welche unterhalb vom Tabur, welche Verlangen er in „um zu geben" benutzen kann, welche nicht. Er hat nicht …

Schüler: Auch wenn es im Buch steht, dass er wirklich lesen kann …

Rav: Was heißt, es steht im Buch? Im Buch kann alles stehen, aber du kannst dem gegenüber diese Unterscheidungen bei dir nicht wahrnehmen. In dem Moment, in dem du dem Buch gegenüber siehst, fühlst – du liest und du fühlst – oder du siehst plötzlich etwas in der inneren Sicht und nimmst diese Dinge bei dir wahr und dir fällt ein, dass im Buch auch in einer solchen Form geschrieben steht, dann heißt das schon „die Seele des Menschen wird ihn lehren", dass du schon in praktischer Kabbala gehst, wie man sagt, das heißt, du führst Korrekturen an deinem Willen aus.

Ja.

Schüler: Der Schöpfer … uns selbst zu irgendeiner Handlung … zu den nächsten Zuständen. Wie kann es in einen Zustand kommen, in dem er … wir verpflichten uns selbst völlig, dass wir danach in den nächsten Zuständen ihn verstehen werden, in ihm stehen können, in ganz anderen Zuständen. …

Rav: Bund ist eine Korrektur, Gefäße des Gebens und Gefäße des Empfangens zu unterscheiden und die Gefäße des Gebens zu benutzen, so weit es möglich ist, gemäß der Stufe, gemäß dem Zustand – das heißt Bund.

Schüler: Das ist eine Form der Arbeit?

Rav: Das ist die Form der Arbeit in jedem Zustand, in jeder Stufe, die kommt, ja. Nicht so, dass ich ein für allemal eine solche Korrektur habe. Jedes Mal, wenn ich Gefäße des Gebens aus dieser ganzen Vermischung der Gefäße heraushole, jedes Mal, wenn ich ihnen Gefäße von ACHaP de Alija hinzufüge und so weiter – all diese Korrekturen heißen eigentlich Bund.

Schüler: In jedem Zustand … Israel ist ein Zustand …

Rav: Israel ist dein innerer Zustand, den du aufbauen musst – jedes Mal klären und aufbauen, natürlich. Wolltest du fragen? Ja, du, nun.

Rav: Israel ist dein innerer Zustand, den du aufbauen musst – jedes Mal klären und aufbauen. Natürlich. Was wolltest du fragen? Ja, du, nun.

Schüler: Und bevor wir, bevor wir in die Spiritualität eintreten.

Rav: Ja.

Schüler: Was können wir mit unseren Verlangen machen, für welche Art von Klärung? Mit den Verlangen, die wir jetzt haben, welche …

Rav: Bevor wir in die Spiritualität eintreten und sich uns genau klärt, in welchen Verlangen wir gerade arbeiten können und was genau die Richtung der Arbeit mit jedem einzelnen Verlangen ist, müssen wir nur gehorchen, was uns die Kabbalisten sagen, und es gibt hier keine Arbeit, außer Arbeit in der Allgemeinheit. Es ist mir verboten, mich in irgendwelchen solchen Handlungen zu betätigen, die ich mir vorstellen kann, als ob ich schon in der Spiritualität wäre oder so etwas.

Ich muss genau der Methode folgen – das ist durch die Gruppe und durch das Lernen, umgebendes Licht (Or Makif) in einer so ausreichenden und nützlichen Form anzuziehen, dass ich anfange, meine wahre Wirklichkeit zu sehen: wo ich mich wirklich befinde, dass ich nicht in irgendeiner materiellen Welt bin, sondern dass es um mich herum eine spirituelle Welt gibt und ich in zwei Welten lebe. Und entsprechend dem, was sich mir enthüllt, werde ich anfangen, tatsächlich meine Beziehung zwischen der spirituellen Welt und dem materiellen Zustand zu klären – meine Beziehung zu beiden. Und das ist schon eine Arbeit der Klärung. Aber bevor der Mensch zu einer solchen inneren Sicht kommt, hat er sicher keine Möglichkeit zu wissen, was er überhaupt tut, wo er sich befindet.

Ja.

Schüler: Worauf genau muss man die Eigenschaft des Gebens erheben? … Schöpfer … dass er dort über mich herrscht und mir alle möglichen Dinge tun kann, das ist klar … dich, klar. Nur, worauf muss ich die Eigenschaft des Gebens erheben, was ist daran so besonders, das man erheben muss …?

Rav: Woher kommt es beim egoistischen Menschen, der einfach erschaffen wurde in der Prägung eines solchen großen Egoismus in allen möglichen Formen, die dem Geben entgegengesetzt sind – die Bina hat es in ihren ACHaP eingeprägt, in den Stoff des Willens zu empfangen eine Form, in der der Mensch sich nach Genüssen sehnt, und zwar nach den Genüssen, die sie in Bina hat, die sie vom Geben hat – aber er sehnt sich danach, um zu empfangen, um zu empfangen. Wir wissen nicht, dass wir, aber wir sehnen uns nach den Ergebnissen des Gebens. Das heißt, dass das Licht das Gefäß (Kli) gemacht hat. Hat es in umgekehrter Form eingeprägt, ja, wie bei einer Prägung.

Wie kann es also sein, dass wir in einer solchen Prägung, in der wir uns in „um zu empfangen" nach Genüssen sehnen, die aus dem Licht kommen – aus den Eigenschaften der Bina, aus dem ACHaP der Bina, der das eingeprägt hat, diese Form in Malchut gemacht hat – wir daraus diese Idee, diese Sehnsucht nach dem Geben erhalten? Weil diese Prägung wirklich eine Prägung aus Genüssen ist, die aus dem Licht kommen. Und wir sehnen uns nach diesen Genüssen, und sie kommen aus ihrer Quelle, aus ihrer Quelle, sie fangen langsam an, uns Anmut der Heiligkeit (Chen de Kedusha) zu bringen.

In welcher Form? Sagen wir einmal in einfacher Form: wie Aspekt Alef in den 4 Aspekten des direkten Lichts (Or Jaschar) langsam anfing, in ihren Genüssen zu enthüllen, dass innen der Gebende der Genüsse ist. Und wir enthüllen das langsam. Wir wissen es nicht, aber er enthüllt sich. Aber er enthüllt sich nicht in klarer Form. Und diese Enthüllung fangen wir an als Anmut der Heiligkeit (Chen de Kedusha) zu spüren, die zu uns kommt: ich weiß nicht warum, aber es gibt etwas in der Form des Gebens, das mich anzieht, es fängt an, anziehend zu sein. Das ist nach viel Zeit. Aber es ist so: es kommt zu mir, es gibt keine andere Antwort, es kommt zu mir.

Das ist, weil das Licht auf diese Weise im Willen zu empfangen wirkt, wenn man in der richtigen Form lernt – das heißt, dass die Tora zum Lebenselixier wird und nicht zum Todeselixier. Verstehst du, das war's. Und wenn man nicht in der richtigen Form lernt, dann gerät man noch mehr in Hochmut und Anspruch und … das war's. Das heißt, das umgebende Licht (Or Makif) bringt diese Wertschätzung, die „Chen de Kedusha" genannt wird, wie Baal HaSulam in Punkt 155 in der „Einleitung zur Lehre der Zehn Sefirot" schreibt. Oder er schreibt in Punkt 17 der „Einleitung zur Lehre der Zehn Sefirot", dass unser Ziel ist, zum Aspekt Bina, zum Aspekt des Glaubens zu kommen.

Schüler: Aber zu geben auf logische Weise ist nicht möglich. Was, was ist daran, am Geben, dass ich das mehr wertschätzen muss als das Empfangen?

Rav: Das heißt, du sagst so, wie kann es sein, dass der Wille zu empfangen plötzlich etwas wertschätzen kann, das ihm entgegengesetzt ist? Der Wille zu empfangen will genießen, das ist der Wille zu genießen. Und wenn er aus diesem höheren Leuchten heraus versteht, dass man vom Geben mehr genießen kann als vom Empfangen, fängt er an, das aufzunehmen, derselbe Wille zu empfangen. Hier gibt es kein Hokuspokus, keine Art von wirklich übernatürlicher Handlung. Für uns sieht es so übernatürlich aus, aber es ist nicht übernatürlich. Denn der Wille zu empfangen geht nun und geht, in einer Arbeit zu arbeiten, die „Lo Lischma" (nicht für ihren Namen) genannt wird – ich will Spiritualität, weil sie Genüsse hat, aber damit zieht er umgebendes Licht (Or Makif) an. Und dieses umgebende Licht wirkt langsam auf ihn ein, in seine Natur, dass es vom Gebenden kommt. Und dann fängt der Mensch an, den Gebenden als eine höhere Stufe wertzuschätzen.

Ja, Iti, nun.

Schüler: Auf Seite 50, im vorletzten Abschnitt, schreibt er hier über einen Zustand: „der sein Volk Israel erwählt".

Rav: Aha.

Schüler: „… dass alles, worauf er schaut und wonach das Herz sich sehnt – er bemüht sich, dass alles zum Guten und zum Nutzen des Schöpfers sei." Was ist dieser Zustand? Was ist diese Stufe, dass „er sich bemüht", sozusagen?

Rav: Wir müssen warten, bis diese Unterscheidungen kommen, über die Baal HaSulam schreibt, und dann werden wir verstehen, was in ihnen ist. Du verstehst. Ich habe nichts mehr zu sagen.

(Ende des Unterrichts)