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Transkript der Morgenlektionen vom 27.01.2017
Vorbereitungslektion zum weltweiten Kongress von Kabbala laAm „Alle wie einer“ – 1
Vorleser: Shalom, wir sind in der Lektion zum Thema „Mancher erwirbt seine Welt in einer Stunde“, als Vorbereitung auf den weltweiten Kongress von Kabbala laAm „Alle wie einer“. Wir lesen Auszüge aus den Quellen zu diesem Thema.
Rav: Das ist wirklich etwas erstaunlich. Das Ziel der Schöpfung, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun, kann man nämlich nur unter einer Bedingung erreichen: Wir müssen am ganzen zerbrochenen System von Adam haRishon Korrekturen machen. Gemeint ist das ganze System der Schöpfung aus Unbelebtem, Pflanzlichem, Belebtem und Sprechendem. Es ist durch das Zerbrechen gegangen. Danach fielen alle seine Teile, schlossen sich ineinander ein und vermischten sich. Sie gingen durch viele weitere Brüche und Teilbrüche, immer mehr, wie in einer Kettenreaktion, bis sie wirklich am Ende des Zerbrechens ankamen.
Danach fängt die Arbeit der Klärung an, in der das Höhere Licht zu wirken beginnt. Es wirkt weiter, um diese Teile wiederherzustellen und zur Verbindung aufzurichten, zur richtigen Verbindung. Auf den Stufen des Unbelebten, Pflanzlichen und Belebten erweckt das Höhere Licht sie zwangsläufig zum Leben. Es ruft ein schlechtes Gefühl durch die Trennung hervor und ein gutes Gefühl durch die Verbindung. Nach dem Zerbrechen fühlen sich die Teile als Gegensätze und kämpfen miteinander. Trotzdem müssen sie sich notgedrungen miteinander verbinden. So sehen wir, wie sich die Teile der Materie in ihren Grundbausteinen ansammeln: Elementarteilchen zu Atomen, Atome zu Molekülen und Moleküle zu komplexeren Körpern. So geschieht es in der ganzen Materie.
Danach wird diese Materie von der unbelebten Stufe zum Pflanzlichen. Das Pflanzliche hat schon eine gewisse Kraft des Schöpfers, die es entwickeln kann und schon von innen zu wirken anfängt. So wird das Unbelebte zum Pflanzlichen. Eine weitere Kraft des Schöpfers offenbart sich im Pflanzlichen und macht es zum Belebten. Noch eine weitere Kraft offenbart sich im Belebten. Sie heißt „Punkt im Herzen“ und drängt das Belebte, zum Sprechenden zu werden, zum Menschen, der dem Schöpfer ähnlich ist.
Der wesentliche Unterschied zwischen der unbelebten Materie und dem Pflanzlichen und Belebten ist folgender: Im Pflanzlichen und im Belebten wirkt die Kraft des Schöpfers zwangsläufig. Deshalb entwickeln sie sich aus zwei Kräften zwischen ihnen, Plus und Minus, sozusagen Empfangen und Geben. Im System des Sprechenden ist dagegen eine Kraft offenbart. Die zusätzliche Kraft, der Punkt im Herzen, ist verborgen. Sie offenbart sich und verlangt vom Menschen, außerdem die positive Kraft gegenüber der negativen Kraft zu offenbaren, also die Kraft des Gebens gegenüber der Kraft des Empfangens. Dann muss der Mensch aus beiden ein System aus drei Linien zusammensetzen und sich so entwickeln.
Im Unbelebten und Pflanzlichen wirkt die Kraft des Schöpfers ohne freie Wahl seitens des Geschöpfs. Auf der Stufe des Sprechenden gibt es dagegen eine Einwirkung von oben. Die höhere Kraft verpflichtet dieses Objekt, sich zu entwickeln, das Böse in seinem Zustand zu erkennen und zu suchen, wie es sich zur Offenbarung des Schöpfers in sich selbst entwickeln kann. Tut es das nicht, zieht es zusätzliche Leiden auf sich. Trotzdem wird es zwangsläufig dahin kommen, den Schöpfer in sich aus freier Wahl zu offenbaren. 5:33
Wir befinden uns in einem integralen, allumfassenden System, das die ganze Wirklichkeit einschließt. Insgesamt ist es ein einziges HaWaYaH, Yud-Hej-Waw-Hej: Unbelebtes, Pflanzliches, Belebtes, Sprechendes. Diese Wirklichkeit verändert und entwickelt sich ständig. In dieser Wirklichkeit, in diesem System, ist jeder Teil zwangsläufig mit allen Teilen verbunden. Er ergänzt sie vollständig, soweit er sie ergänzen kann. Die Endkorrektur bedeutet, dass alle einander in vollkommener, voller Form ergänzen. Dann offenbart sich zwischen ihnen, dass das Maß der Verdorbenheit dem Schöpfer entgegengesetzt ist und das Maß der Korrektur dem Schöpfer ähnlich. Wenn man die Kluft zwischen der verdorbenen und der korrigierten Form erkennt und versteht, erreicht man die Tiefe des Begriffs, der „Schöpfer“ heißt.
Weil wir alle mit einem System verbunden sind, gibt es hier eine ganz besondere Gelegenheit. Ich kann die Korrektur wirklich mit einer einzigen Handlung erwerben. Theoretisch kann man das so machen: „Mancher erwirbt seine Welt in einer Stunde“[Q1]. Wenn ich erfolgreich bin, wird meine Arbeit durch die anderen getan. Wie kann das sein? Es gibt doch die Sache mit der Scham, „Ich habe mich angestrengt und gefunden“ und „Ich habe mich nicht angestrengt, ich habe nicht gefunden“[Q2]. Es gibt das volle Maß der Anstrengung, das allem vorangehen muss, denn der Mangel ist notwendig, um die Erfüllung zu fühlen. Die Erfüllung ruht vollkommen vor uns, denn das Höhere Licht ist Ejn Sof, unendlich. Ob ich dieses Licht fühle, hängt allein von meinem Mangel danach ab. Wie kann es also sein, dass ich das in einer Stunde erreiche und meine Welt in einer Stunde erwerbe?
Die Antwort ist, dass wir miteinander verbunden sind, jeder mit jedem und mit jedem. Das betont, wie sehr wir eine gemeinsame Arbeit machen. Deshalb gibt es diese Möglichkeit, gerade weil die anderen Teile im System von Adam haRishon Gefäße für dich vorbereiten. Dir bleibt nur, etwas Kleines von dir aus zu tun, und das heißt „eine Stunde“.
Wirklich gilt: „Mancher erwirbt seine Welt in einer Stunde.“ Wenn ein Mensch die richtigen Handlungen und die Vorbereitung macht, erwirbt er seine Welt wirklich in einer Stunde. Unsere ganze Arbeit besteht darin, wie wir die Umgebung vorbereiten, und die Arbeit macht dann die Umgebung. Wenn man also alles schön und richtig ordnet, ist es sehr leicht. Alles hängt sozusagen von der Aufgabenverteilung ab. Wir sollten unsere Arbeit richtig darstellen können, in einem integralen System, in dem wir alle von allen abhängen und alle für alle arbeiten. Dann gibt es kein Problem. Jeder bekommt seine paar Gramm Arbeit, die er leicht machen kann.
Überhaupt liegt die Arbeit nicht in einer Anstrengung, wie wir sie uns vorstellen können, sondern in der Anstrengung der Verbindung, der Anstrengung der Verbindung. Wenn es schön und gut ist, brauchen wir also keinerlei Anstrengung zu fühlen. Fühle ich dagegen irgendeine Schwierigkeit in der Zeit oder bei der Ausführung, oder einen Misserfolg im Ergebnis, dann gilt: „Nicht mich hast du gerufen, Jakob“[Q3]. Dann arbeiten wir einfach nicht richtig. Denn auf die richtige Weise haben alle nicht nur die Gelegenheit, sondern es ist eine Notwendigkeit, dahin zu kommen, dass jeder „seine Welt in einer Stunde erwirbt“.
So bereiten wir den Ort der Korrektur auch für unsere Freunde vor, die inzwischen schwach geworden sind und sich irgendwo an der Peripherie befinden. Wir bereiten ihn auch für das ganze Volk Israel und für die ganze Welt vor. Wir hoffen sehr, dass wir wirklich alles für sie vorbereiten. Das ist auch nicht wichtig, denn wir wollen wirklich die ganze Arbeit für sie machen. Sobald sich bei ihnen das kleinste Verlangen offenbart, können sie sich dann schon in das System einschließen. Sie können sich uns mit all ihren Kräften und Fähigkeiten anschließen, ohne sich mit der vorherigen Arbeit abzumühen, die wir für sie vorbereiten.
Deshalb ist der Kongress, auf den wir uns jetzt vorbereiten, etwas ganz Besonderes. Wir müssen uns auf die Menschen vorbereiten, die sich uns anschließen werden. Vielleicht sind sie nicht Tag für Tag mit uns beim Lernen, bei den Aktivitäten und bei allen möglichen Handlungen. Aber wir wollen sie von ganzem Herzen und ganzer Seele in unseren Reihen aufnehmen. Ohne jede Berechnung außer Liebe und Verbindung sollen wir sie bei uns sehen, als unsere Freunde in jeder Hinsicht. Der Schöpfer berücksichtigt die kleinen oder großen Teile nicht, denn in der Endkorrektur sind alle gleich, und von der Endkorrektur aus blickt Er auf uns. Genauso müssen wir uns zu allen verhalten.
Deshalb ist uns auf dem Kongress jeder Einzelne wichtig, der kommt. Es ist nicht wichtig, wie viel er versteht, fühlt oder wie sehr er in der Verbreitung, im Lernen oder in den Vorbereitungen dabei ist. Wenn er sich uns auch nur für einen Moment anschließt, reicht uns das schon, um ihn in diese große Korrektur einzuschließen. Vielleicht gilt diese Korrektur nur für die Zeit des Kongresses, und auch innerhalb des Kongresses nur für einige Minuten. Trotzdem existiert sie schon für die Ewigkeit, und durch dieses Ereignis erreichen wir schon alles.
Deshalb müssen wir uns darauf vorbereiten, unsere Freunde aufzunehmen. Das gilt auch für Menschen, die nicht so sehr Freunde sind, sogar für Fremde. Wenn der Schöpfer sie zu uns schickt, freuen wir uns auf jeden Fall und sind bereit, sie aufzunehmen und mit ihnen zusammen einen großen Zehner zu bilden.
Gibt es dazu Fragen? Bitte. Am meisten sehne ich mich nach Fragen aus den Gruppen in Israel. Viele Freunde sind von hier zu allen Gruppen gefahren, und diese Gruppen sind jetzt mit uns zusammen. Hoffen wir, dass wir ihre Fragen hören und darüber sprechen.
Gibt es inzwischen Fragen von hier?
Ja.
15:58
Schüler: Man spürt wirklich eine ganz besondere Haltung. Sie sagen, dass die Arbeit der Vorbereitung etwas ist, wodurch man alles erreichen kann. Gemeint ist die Arbeit, uns darauf vorzubereiten, die Freunde und sogar die Fremden auf dem Kongress aufzunehmen. Das soll auch dann gelten, wenn ein Mensch nur für fünf Minuten gekommen ist, wenn er gar nicht da war, sogar wenn er ein Fremder ist. Woher kommt diese Haltung?
Rav: Stell dir vor, ich war ein paarmal in einem zerbrochenen Körper, in allen möglichen Formen: Rippen, Leber, Bauchhöhle, Beine und noch mehr. Wenn der Arzt dann sagte: „Oh, jetzt fängt da etwas ein bisschen an zu arbeiten“, zum Beispiel die Leber, die nach dem Unfall nicht gearbeitet hatte, dann war das schon eine große Freude über ein bestimmtes Organ. Im ganzen Körper ist es nicht wichtig, ob es dieses eine kleine oder ein großes Organ ist, wirklich nicht wichtig. Denn Vollkommenheit ist Vollkommenheit, und Unvollkommenheit ist Mangel. In unserer Physiologie ist das anders, dort kann man ohne Hand und ohne Bein sein und …
Im spirituellen Körper ist es dagegen eine große Korrektur, wenn sich auch nur eine Zelle anschließt, anfängt zu leben und das Leben des allgemeinen Körpers zu erleben. Das ist wie ein großes Organ, wie der ganze Körper. Das ist sehr interessant: Vollkommenheit duldet keinen Mangel, ob es um ein Gramm oder eine Million Tonnen geht, das ist nicht wichtig. Es geht nicht nach der Menge, sondern nach der Qualität. Gibt es einen Mangel, ist Schluss. „Aber nur ein bisschen, was ist schon …“ Nein, Mangel ist Mangel. Verstehst du?
Er sagt da etwas, ich erinnere mich nicht, wie genau: dass gerade der letzte Tropfen das Maß voll macht. Er spricht darüber. Genau: Gerade die letzte Anstrengung ist sehr wichtig, um das Ziel zu erreichen.
Schüler: … …
Rav: Girumin …? Wie? Nu, sag.
Schüler: Er schreibt im Brief 38[Q4]: „Und die Hauptsache ist die Anstrengung, das heißt zu begehren, wie man sich in Seiner Arbeit anstrengt. Denn die gewöhnliche Arbeit zählt überhaupt nicht, außer den Girumin¹, die über das Gewöhnliche hinausgehen und Anstrengung heißen … Aus jeder einzelnen Arbeit schöpft der Schöpfer nur die Girumin, die über das für ihn Gewöhnliche hinausgehen, und sie werden die Buchstaben und Gefäße für den Empfang des Lichts Seines Angesichts sein.“
Rav: Aha. Ja.
(Es gibt Fragen aus mehreren Gruppen) Oh, Rishon, Chadera, Toronto. Moment. Zuerst Toronto. Wer fern ist, ist nah. Bitte, Toronto.
19:47
Schüler (Übersetzung aus dem Englischen): Warum nennen wir eine Umgebung „vorbereitet“, die den richtigen Einfluss² auf mich hat?
Rav: Bei einer richtigen Umgebung gibt es viele Aspekte dessen, was „richtig“ heißt. Im Grunde ist eine richtige Umgebung eine, die mich so aktiviert, dass ich mich ihr anschließe, zwangsläufig und aus freiem Willen, indem sich mein Mangel und meine freie Wahl offenbaren. Ich schließe mich ihr an, um den Schöpfer für sie und um ihretwillen zu offenbaren.
Die richtige Gemeinschaft kümmert sich darum, immer mehr ihrer verkümmerten Glieder mit sich zu verbinden. Kommt ein weiterer Teil dazu, etwa eine weitere kleine Seele, also ein Mensch, der zur Gemeinschaft kommt, dann sorgt die Gemeinschaft dafür, dass er verbunden ist. Durch diese Verbindungen können sie den Schöpfer noch stärker offenbaren, in mehr Aspekten und mit mehr Klarheit. Dadurch geben sie dem Schöpfer die Möglichkeit, sich gemäß ihren Gefäßen zu offenbaren, die detailliert, verbunden und auf unterschiedlichste Weise verknüpft sind. So bereiten sie dem Schöpfer Freude, denn Sein Wille ist es, sich im Geschöpf zu offenbaren. Er freut sich in dem Maß, in dem die Geschöpfe Ihn fühlen und Ihn als groß, als Gebenden, als gut und als vollkommen erreichen. Das liegt nicht daran, dass Er so ist oder dass sie so über Ihn denken, sondern daran, dass sie Ihn in diesen Eigenschaften erreichen.
Chadera.
22:13
Schüler: Ja. Guten Morgen. Wir sind hier in Chadera zusammen mit dem Zehner aus Petach Tikva. Wir sind sehr, sehr froh und sehr, sehr bewegt und fühlen das ganze weltweite Gefäß zusammen in überschäumender Freude.
Wir wollten zum Kongress fragen: Wie sollen wir uns wirklich auf die Quelle³ ausrichten? Eher freudig, in Dankbarkeit oder im Überschwang, oder eher in Richtung konzentrierter innerer Arbeit?
Rav: Verbindung der Herzen. Ich habe keine andere Antwort. Wir müssen uns auf die Verbindung der Herzen vorbereiten. Überhaupt wird die ganze Kabbala im Herzen erreicht, im Gefühl des Herzens. Gemeint ist nicht das Gefühl eines einzelnen Herzens, sondern das Gefühl, das aus der Verbindung zwischen den Herzen geboren wird, im Schnitt zwischen den Herzen. Zwischen den Herzen liegen Dunkelheit und ein Abgrund, dort war die Abstoßung⁴. Danach haben wir eine Brücke: „Alle Vergehen deckt die Liebe zu.“ In dieser Verbindung zwischen den Herzen, über der Entfernung zwischen den Herzen, erreichen wir die allgemeine Kraft der Verbindung, und das ist der Schöpfer. Damit bereiten wir Ihm Freude. Das ist insgesamt unsere Arbeit und auch unsere Vorbereitung auf den Kongress.
Es geht also darum, die Herzen vorzubereiten. Wenn wir von der Weisheit der Kabbala sprechen, sprechen wir überhaupt nur vom Gefühl im Herzen. Der Verstand hilft nur dem Herzen, er hat keine eigene Existenz. Ist das Herz leer, ist auch der Verstand leer. Wenn wir also zum Publikum sprechen und ihm etwas bringen wollen, müssen wir darauf achten, es ihm auf emotionale Weise zu bringen. Emotional. Es ist gut, von der Seite der Weisheit zu sprechen, aber was im Grunde wirkt, ist das Gefühl und nicht der Verstand. Das Herz versteht. Das Herz ist richtig geordnet, nach der Wissenschaft, nach der Weisheit. Wenn es geordnet ist und seine Verlangen richtig aktiviert, dann wirkt gerade das Herz im Menschen. Es erweckt den Menschen dazu, aus dem Herzen zu sprechen, und dann werden seine Worte aufgenommen.
So müssen wir uns vorbereiten, immer und überall. Wenn es kein Gefühl gibt … Ich gehe auch durch alle möglichen Zustände wie ihr, durch Aufstiege und Abstiege aller Art. Manchmal ist es sehr schwer, eine Lektion zu geben. Auch wenn ich auf einer Stufe bin und eine Lektion einige Stufen unter mir geben muss, ist es trotzdem schwer. Denn wenn das Herz völlig abgeschnitten ist, ist es wie in der Geschichte vom Baal Shem Tov: Du weißt nichts, alles verschwindet, sogar die Buchstaben. Ich vergleiche mich da nicht, ich bin nicht so groß wie der Baal Shem Tov. Aber das passiert jedem von uns in irgendeinem Maß. Daraus verstehen wir, dass die Hauptsache das Gefühl ist und dass wir aus dem Gefühl sprechen müssen. Wenn wir fühlen, ist es kein Problem, stundenlang zu sprechen, denn der Mensch schüttet dann sein Herz aus. Wenn das Herz verschlossen ist, ist es sehr trocken, schwer und nicht überzeugend, aus dem Verstand zu sprechen.
Toronto.
26:38
Schüler (Übersetzung aus dem Englischen): Jan aus New York fragt: Was ist der Unterschied zwischen der Arbeit im Zehner am Kongress und der Arbeit mit dem Zehner in der Gruppe?
Rav: Auf dem Kongress müssen wir trotzdem an die Versammlung denken, an die Verbindung, an die Gelegenheit. Wir sollen beeindruckt sein und beten, über das, worin wir uns befinden, und für das, was wir jetzt erleben und verwirklichen. Deshalb ist die Arbeit auf dem Kongress viel verantwortungsvoller und, würde ich sagen, viel, viel nützlicher. Dort gibt es sowohl Quantität als auch Qualität, und beide unterstützen einander. Man kann dort viel, viel mehr erreichen als in einer kleinen Gruppe oder in einer gewöhnlichen Lektion.
Gut, was? Rishon? Ich sehe nicht … Ja, es gibt eine Frage. Rishon.
28:06
Schüler: Eine Frage. Morgen Abend nehmen alle Gruppen Israels an einem Marathon der weltweiten Vereinigung teil, als Vorbereitung auf den großen Kongress. Welche Bedeutung hat eine solche Aktion als Vorbereitung auf den Kongress?
Rav: Das ist dasselbe wie bei allen unseren Aktionen, und noch mehr, denn jede Aktion hat ihren eigenen Charakter. Die Hauptsache ist aber, dass wir uns in den Eindruck einschließen. Warum kommen wir nicht so voran, wie wir gern vorankommen würden? Unser Hauptproblem ist, dass wir uns voreinander verschließen und den Einfluss der Umgebung auf jeden von uns geringschätzen. Wir sollten das Herz öffnen: „Aah, wie wirken sie auf mich? Warum nicht, warum doch?“ Ich muss über dem Verstand annehmen, dass sie auf mich einwirken, die ganze unendliche Welt⁵, und ich bin verschlossen, ich schlafe. Ich sollte ständig mit meinem Radar nach dem Einfluss der Umgebung auf mich suchen: Wo strahlen sie mir Erhebung aus, Erwachen, die Größe des Schöpfers, die Größe des Ziels? Dann würde ich das im Überfluss finden, und es wäre für mich sehr leicht voranzukommen. Mein Problem ist, dass ich das geringschätze. Ich schaue sie an: Sie schlafen, sie reden irgendwelche Sachen, so, so.
„Wer tadelt, tadelt mit seinem eigenen Makel.“ Ich sehe sie also so, weil ich mich ihnen gegenüber nicht erwecken und sie nicht wertschätzen will. Es sind diese Einzelnen, die der Schöpfer aus der ganzen Welt gesammelt und für mich gebracht hat, oder Er hat mich zu ihnen gebracht, das ist nicht wichtig. Es hängt also vom Erwachen des Menschen ab: wie sehr er das wertschätzt und wie sehr er sie wie seine Kinder ansieht, wie seine Babys. Er sollte sie ansehen wie diejenigen, die ihm wirklich am wichtigsten sind, wie die Teile der Wirklichkeit, die ihm am nächsten sind, und wie die, die mehr als alle anderen die Handlungen für ihn ausführen.
Später wird er sich im allgemeinen, wahren System von Adam haRishon entdecken. Dann wird er sehen und erkennen, dass diese Freunde wirklich untrennbare Teile von ihm sind, dass sie und er eins werden. Das gilt für immer und ewig, und nichts, was hier geschah, war zufällig. Wenn wir uns also zur Verbindung mit ihnen erwecken, ist es nicht mehr schwer. Man kann von ihnen beeindruckt sein und kommt so zur Umsetzung. Die Hauptsache ist, den Einfluss der Umgebung auf mich selbst zu erwecken. Das ist alles. Wie geschrieben steht: „Von all meinen Schülern habe ich gelernt.“ Auch der Schöpfer, auch der Lehrer, auch das ist nicht wichtig. Die Hauptsache sind die Freunde. Die Hauptsache sind die Freunde. Darauf muss man achten.
Was steht hier bei uns geschrieben? „Jeder Mensch hat eine Wahl, und mancher erwirbt seine Welt und seine Stufe in einer Stunde“ („Yismach Moshe“, Wochenabschnitt Wajera, Blatt 47, Seite 1). Jeder Mensch hat also eine Wahl, und mancher erwirbt seine Welt und seine Stufe in einer Stunde. Darin liegt offenbar unsere Wahl: Erwerben wir es über sehr lange Zeit, in Abschnitten, in Teilen, in Portionen, oder in einer einzigen Handlung? Die Frage ist also einfach, und wir versuchen jetzt, eine Antwort darauf zu finden. Sicher will das jeder. Wie treffen wir diese Wahl, damit wir die Sache nicht in die Länge ziehen, sondern in einer Stunde abschließen? Jetzt ist es zum Beispiel halb vier morgens, und um halb fünf sind alle in der Endkorrektur.
In Ordnung? Nu? Die Zeit läuft. Bitte. Wir sehen uns in einer Stunde. Nu, los, los. 32:58
37:05
Haben wir noch Fragen aus den Gruppen in Israel und im Ausland? Ja?
37:13
Schüler: Eine junge Gruppe, die nach Haifa und nach Kfar haNassi gefahren ist, fragt: Woraus besteht (…) der Mensch, der seine Welt in einer Stunde erwirbt?
Rav: Wir verstehen, dass unsere ganze Korrektur darin besteht, die zerbrochenen Teile wieder in die richtige Verbindung zu bringen. Die egoistische Form ist die Abstoßung: Jeder einzelne Teil will sich nicht mit den anderen verbinden. Es gibt so ein Phänomen im Körper, ja? Will man ihm zusätzliche Teile einsetzen, stößt er sie ab. Das ist eine Abstoßungsreaktion des Körpers, er nimmt sie nicht an. Dann unterdrückt man das, beruhigt ihn und macht alle möglichen Handlungen, damit man ihm trotzdem zusätzliche Teile einsetzen kann, die nicht genau seine eigenen sind.
Wir wissen, wie schwer das ist. Ich will nicht zu sehr darauf eingehen, aber es ähnelt dem, was wir machen wollen. Ihr könnt Nein sagen, aber im Grunde waren diese Teile zusammen und sind nur zerbrochen. Sie sind nicht so zerbrochen wie etwas Unbelebtes oder Pflanzliches. Wenn etwas Unbelebtes zerbricht, müssen wir die beiden Teile aneinanderfügen und mit Klebstoff oder Lötung verbinden. Hier ist es dagegen die Kraft, die abstößt, die Kraft der Abstoßung, die den anderen nicht annehmen und sich nicht mit ihm verbinden will.
Diese Kraft wirkt ständig. Sie verschwindet nicht und wird nicht verschwinden. Wir müssen über ihr die Kraft der Korrektur bringen, die Kraft der Verbindung. In der Verbindung müssen wir entdecken, dass die ganze Trennung im Zerbrechen der Verbindung diente, die danach kommen soll. Gerade durch diese zwei gegensätzlichen Kräfte bringen wir das System von Adam haRishon nicht einfach in den früheren Zustand zurück. Wir erreichen dadurch den, der das gemacht hat, warum Er es gemacht hat und wie Er es gemacht hat. Daraus, nach „An Deinen Taten erkennen wir Dich“, erreichen wir Ihn selbst. Deshalb verlangt das alles von uns große Anstrengung, denn die Abstoßung bleibt zwischen jedem Teil und den anderen Teilen.
Ja.
40:29
Schüler: Sie fragen weiter: Was ist dieses Erreichen, das „die Welt des Menschen“ heißt?
Rav: Die Welt eines Menschen ist, wie er das allgemeine System sieht, das vorläufig korrigierte, gemäß seiner Stufe, dort, wo er ist. Welt ist die allgemeine Offenbarung des Systems und des Schöpfers darin. Wie der Mensch sie gemäß der Stufe entdeckt, auf der er steht, das heißt „seine Welt“.
Machen wir weiter.
Vorleser: Auszug Nummer 2 aus „Be'er Majim Chaim“.
41:04
„Die Weisen sagten (Avoda Sara 17, Seite 1): Mancher erwirbt seine Welt in einer Stunde. Denn seine ganze Welt, die er bis zu dieser Stunde gelebt hat und die er von nun an leben wird, hat er in dieser Stunde erworben. Denn er hat den Genuss und den Willen seines Schöpfers erfüllt, der ihn für diese Sache in die Welt erschaffen hat, und Sein Wille ist dadurch geschehen, und er hat seine ganze Welt in dieser Stunde erworben.“
(„Be'er Majim Chaim“, Wochenabschnitt Re'eh, Kapitel 12) 41:33
Man kann also wirklich sagen, dass wir jeden Zustand, den wir erreichen, immer in einer Stunde erwerben. Die Frage ist nur, wie sehr wir uns nach dieser einen Stunde sehnen, also nach dieser einen Handlung, durch die wir die Welt erwerben und uns richtig stabilisieren.
Wolltest du etwas fragen? Nu?
42:08
Schüler: Guten Morgen. Meine Frage ist folgende.
Rav: Woher bist du?
Schüler: Von hier, Campus 4.
Rav: Aha.
Schüler: Sie haben von verkümmerten Gliedern gesprochen. Meine Frage: Haben die verkümmerten Glieder umso mehr Aspekte während ihrer Verbindung, je unterschiedlicher sie voneinander sind?
Rav: Je verkümmerter sie sind und je weiter voneinander entfernt, wenn sie trotzdem zusammen sind, dann haben sie einen Grund, zusammen zu sein. Wir verstehen nicht, warum der Schöpfer uns an einen Ort bringt und uns gerade so miteinander verbindet und nicht auf eine andere Weise, mit anderen Menschen. Entsprechend entdecken wir später, warum diese Verbindung besteht. Ja. Das sind Dinge, die sich offenbaren, und sie sind gerade sehr interessant. Nach dem Charakter, wie er uns erscheint, fragt man sich: Was habe ich mit diesem und mit jenem und mit jenem zu tun? Da ist nichts zu machen. Man muss das als Gegebenheit von oben annehmen. Deshalb haben wir dazu überhaupt keine Fragen. Man muss so arbeiten, und das war's.
Chadera.
43:26
Schüler: Rav, es ist nicht mehr lange, sogar weniger als ein Monat bis zum Kongress. Ich sehe die Anstrengungen, die Menschen für die Verbreitung machen. Im Ausland bereiten sich Tausende Menschen darauf vor, Tausende Kilometer weit hierher zu kommen. Meine Frage ist: Was gibt uns das? Was gibt uns diese Anstrengung, die Menschen auf der ganzen Welt investieren, um zum Kongress zu kommen?
Rav: Ich kann es dir nicht sagen, man muss lernen, Yaniv, man muss lernen … oder etwas. Aber überhaupt diese ganze Sache: Es steht geschrieben, dass auch ein Mensch, der an einem Tag im Jahr zum Lernen kommt … Das ist für uns kein gutes Beispiel, oder? Aber man darf es nicht geringschätzen. Darin liegt sehr viel Gutes, denn er war die ganze Zeit in Anstrengung. Damit er einen Tag zum Lernen hat, war er das ganze Jahr in Anstrengung, damit er so einen Tag hat. Das müssen wir betonen. Deshalb hängt alles von der Vorbereitung ab. In Wahrheit ist das eine spirituelle Angelegenheit, eine spirituelle Geschichte.
Deshalb müssen wir verstehen, dass der Kongress sehr wichtig ist. Es gibt Menschen, die dafür wirklich viel Geld und ihren Jahresurlaub aufwenden, und vielleicht noch alle möglichen Probleme in der Familie und alles. Aber wieder ist das Anstrengung, und sie geht insgesamt ganz in die Spiritualität ein. Ich komme, auch wenn meine Absichten nicht so sauber sind und meine Handlungen auch nicht. Ich schlafe auf diesem ganzen Kongress ein bisschen ein und so weiter. Das ist nicht wichtig, insgesamt sammelt sich die Anstrengung an. Was habe ich vom ganzen Leben? Dass ich wirklich in meine spirituelle Entwicklung investiere. Bei all meiner materiellen Entwicklung weiß ich, dass alles, was es gibt, am Ende zu Staub wird. Was ich in die spirituelle Entwicklung investiere, wenigstens das bleibt, sagen die Weisen, und nur das bleibt. Deshalb müssen wir all diese Anstrengungen achten. Menschen aktivieren sich wirklich und kommen mit großen Anstrengungen von weit her. Alle Achtung vor ihnen.
Was will Chadera? Chadera.
46:25
Schüler: Shalom Rav. Seit langer Zeit beschäftigt mich die Frage „Er erwarb seine Welt an einem Tag“. Ich würde mir wirklich wünschen, dass Sie das ausführen, wenn möglich. Sie haben zwar schon darüber gesprochen, aber bitte noch ausführlicher.
Rav: Nein, wir machen weiter und sehen es an den übrigen Versen.
Schüler: Es gibt eine Frage aus Rishon leZion.
Rav: Es gibt auch eine aus Rishon, ich sehe dort die Frage nicht so gut. Rishon.
46:55
Schüler: Im Anschluss an Yehuda, den Freund aus Chadera: Auch wir würden sehr gern hören, was „erworben“ heißt. Womit hat er erworben, welchen Preis hat er bezahlt?
Rav: Sie haben recht, sie haben recht. Die Weisen sprechen sehr genau, sie können nicht ein Wort durch ein anderes ersetzen. Das ist die Sprache der Zweige, und deshalb kann man es nicht durch etwas anderes ersetzen. „Er erwirbt seine Welt in einer Stunde“, als ob man kaufen könnte. Und „seine Welt“, die spirituelle Welt, und „in einer Stunde“. Das ist interessant: nicht mit Geld, nicht mit etwas, sondern in einer Stunde. Was ist eine Stunde? Eine Sache der Zeit? Diese Währung verstehe ich nicht. Also machen wir weiter und sehen. Bitte, zwei … Wir haben zwei gelesen, also drei.
47:58
Vorleser: Auszug Nummer 3 aus „Sfat Emet“.
„Sie sagten: Besser ist eine Stunde in Umkehr und guten Taten in dieser Welt als das ganze Leben der Kommenden Welt. Und selbstverständlich ist im Leben der Kommenden Welt die Hauptsache die Annullierung vor Ihm. Denn in der Kommenden Welt ist es sicher unmöglich, als getrennte Existenz zu bestehen, ohne das Fortziehen der Lebenskraft vom Lebendigen allen Lebens. Darauf deuteten sie hin: Wenn man des Willens der Wahrheit⁶ würdig wird und einer Stunde in dieser Welt durch Umkehr und gute Taten, ist das wichtiger.“ („Sfat Emet“, Buch Wajikra, Wochenabschnitt Emor)
Vorleser: Noch einmal.
„Sie sagten: Besser ist eine Stunde in Umkehr und guten Taten in dieser Welt als das ganze Leben der Kommenden Welt. Und selbstverständlich ist im Leben der Kommenden Welt die Hauptsache die Annullierung vor Ihm. Denn in der Kommenden Welt ist es sicher unmöglich, als getrennte Existenz zu bestehen, ohne das Fortziehen der Lebenskraft vom Lebendigen allen Lebens. Darauf deuteten sie hin: Wenn man des Willens der Wahrheit würdig wird und einer Stunde in dieser Welt durch Umkehr und gute Taten, ist das wichtiger.“
49:30
Wann können wir unsere Arbeit hier und jetzt wertschätzen? Jetzt sind wir in der Dunkelheit, in der Hilflosigkeit und im Unverständnis. Wir sind einfach müde und verwirrt, haben scheinbar keinerlei Nutzen davon, dass wir etwas tun, und können unsere Anstrengung nicht wertschätzen. Wann schätzen wir diese Dinge doch? Wenn wir in die Kommende Welt kommen, wie man sagt, auf die Stufe des Schöpfers, und anfangen, die Dinge auf die wahre Weise zu sehen. Dann fangen wir an, die früheren Zustände, durch die wir jetzt gehen, im richtigen Maß zu würdigen. Wir sehen dann, wie wichtig unser Zustand jetzt ist.
Das ist so, wie Erwachsene auf Kinder schauen. Es tut ihnen sehr weh, dass die Kinder nicht lernen wollen und keine Dinge tun wollen, die sie entwickeln würden. Das ist die Zeit der Entwicklung, und danach kann das Kind das zu einer anderen Zeit machen …⁷ Was soll man tun, so ist es. „Besser ist eine Stunde in Umkehr und guten Taten in dieser Welt als das ganze Leben der Kommenden Welt.“
Aber das Leben der Kommenden Welt ist doch das Wichtigste. Ja, aber wenn du zum Leben der Kommenden Welt kommst, siehst du, dass die größte Wichtigkeit gerade aus dem Leben dieser Welt kommt. Hier kannst du dich mit Kraft, in der Dunkelheit, bemühen, die Dinge zu tun. Dann fügt sich das eine zum anderen, und so ergänzt man.
Dann sagt er Folgendes: „Darauf deuteten sie hin: Wenn man des Willens der Wahrheit würdig wird und einer Stunde in dieser Welt durch Umkehr und gute Taten, ist das wichtiger.“ Wenn wir später der Wahrheit würdig werden, sehen wir, dass die Handlungen, in denen wir jetzt sind, die wichtigsten auf dem ganzen weiteren Weg sind. Was haben wir davon, und was haben wir davon, dass wir das jetzt hören? Das ist die Frage. Eine Stunde in dieser Welt, im jetzigen Zustand, ist also wichtiger als das ganze Leben der Kommenden Welt. Was müssen wir dann tun, wie kann uns das helfen? Bitte, sonst geht es am Ohr vorbei. Was müssen wir davon für uns mitnehmen, damit es tatsächlich wirkt, uns erweckt und irgendwie anregt? Los.
52:50
56:30
Erreiche ich die Kommende Welt dann, wenn ich zu dem Zustand komme, in dem ich bereit bin, mit all der Arbeit, die es hier gibt, für immer und ewig in dieser Welt zu bleiben? Steht es mir zu, in die Kommende Welt zu kommen, nur und ausschließlich dann, wenn ich zustimme, mit meiner Arbeit für immer in dieser Welt zu bleiben? Bitte. Offenbar kann man nur dann von mir sagen, dass ich „um zu geben“ bin. Bitte. 57:25
60:33
Ich erwerbe meine Welt in jedem Moment meines Lebens, in dem ich erreiche, dass ich nichts für mich selbst will, sondern nur ausführen will, was der Schöpfer von mir verlangt. Das Zeichen dafür ist Freude. Dann erwerbe ich meine Welt in dieser Stunde. Ja? Es ist nicht wichtig, in welchem Zustand ich bin. Ich schreibe diesen Zustand nicht mir selbst zu, sondern nur dem Wohl der Gemeinschaft und durch sie dem Wohl des Schöpfers. Das Zeichen, dass ich ihn mir nicht selbst zuschreibe, ist ein Zustand der Freude. Dann erwerbe ich in dieser Stunde meine Welt. Darüber steht geschrieben: „Mancher erwirbt seine Welt in einer Stunde.“ Das heißt jetzt, in diesem Moment, bitte. Du musst das machen, und im Grunde in jedem einzelnen Moment. „Um zu geben“ heißt, dass ich keinerlei Hinwendung zu mir selbst habe. Dann ist alles in Ordnung, was es gibt, ist in Ordnung. Die Frage ist nur, über welchen Problemen, Nöten und Verhüllungen ich sagen kann, dass alles hundertprozentig gut ist. Danach wird meine Stufe von Chafez Chessed gemessen.
Stimmt's oder nicht? Ah, Akuka? Nicht so einverstanden. Nu, frag.
62:17
Schüler: Was ist die Kraft? Also wovon leben Sie in diesem Moment, woher kommt der Treibstoff?
Rav: Ich rechtfertige den Schöpfer. Ich rechtfertige den Schöpfer und hafte an Ihm. Das ist die minimale Stufe eines Embryos (Ubar).
Schüler: Aber das ist trotzdem eine Handlung, die Sie wollen, eine Handlung, von der Sie ein Ergebnis haben.
Rav: Welches Ergebnis?
Schüler: Den Schöpfer zu rechtfertigen.
Rav: Das Ergebnis meines Zustands ist, dass ich kein anderes Ergebnis brauche, außer am Schöpfer anzuhaften, um Ihm durch die Gruppe Freude zu bereiten.
Schüler: Dann ist es nicht so, dass ich nur geben will und das war's. Ich will am Ende den Schöpfer rechtfertigen.
Rav: Das heißt geben. Ja, sonst wäre ich nicht … Meine ganze Arbeit, das ganze Ziel meiner Anstrengung, ist also, den Schöpfer zu rechtfertigen. Der Schöpfer bewahre, auf irgendeine Weise über Ihn zu sagen, dass Er nicht in Ordnung ist. Wie sage ich über Ihn, dass Er nicht in Ordnung ist? Indem ich mich nicht in Ordnung fühle, denn alles kommt von Ihm.
Schüler: Rechtfertige ich Ihn also bei jedem schlechten Gefühl in mir nicht, jedes Mal, wenn ich mich nicht in Ordnung fühle?
Rav: Wenn du dich schlecht fühlst, schreibst du das natürlich dem Schöpfer zu, ob du es so meinst oder nicht. Du kannst sagen: Nein, wie kann das sein? Stimmt, es gibt die Verhüllung, in der du es nicht dem Schöpfer zuschreibst, weil der Schöpfer vor dir verborgen ist. In diesem Fall verbirgt Er sich, damit du Ihn nicht verfluchst. Dazu haben wir Verse, dass der Schöpfer dem Menschen zuvorkommt und sich verbirgt. Aber im Grunde ist es so: Wenn du dich schlecht fühlst, ist das ein Zeichen, dass du fern von Ihm bist, nicht korrigiert.
Schüler: Und worüber freut man sich?
Rav: Darüber, dass du Ihn rechtfertigen kannst, dass du Chafez Chessed sein kannst. Wenn du dich über deinen Anteil freust, dann freust du dich. Wenn du dich über dein Ego erhebst und bereit bist, am Schöpfer anzuhaften, heißt das, dass du in Ibur eintrittst.
64:46
Schüler: Aber gleichzeitig leidet das Verlangen. Wie freut man sich dann auch?
Rav: Wenn es leidet, freue ich mich nicht. Ich muss wirklich zu einem Zustand kommen, in dem ich über dem Leiden bin. Ich kann das Leiden fühlen, und zugleich kann der Grund des Leidens das Leiden zudecken und ausgleichen. Das ist so, als ob ich zu einer Operation gerannt wäre, weil ich darin Rettung sah. Menschen zahlen eine Menge Geld, damit man sie operiert.
Schüler: Aber gab es vorher das Gefühl des Leidens durch die Operation?
Rav: Nein, nicht durch die Operation. Aber es gab ein Gefühl von Leiden.
Schüler: Es gab ein Gefühl von Leiden?
Rav: Ja, natürlich.
Schüler: Darüber spreche ich. Es gibt ein Gefühl von Leiden, das löschen wir nicht aus.
Rav: Die Wichtigkeit, gesund zu sein, also am Schöpfer anzuhaften, deckt dieses Leiden zu, und dann freue ich mich. Hättest du mich damals gesehen! Ich habe meinen Schülern und den Freunden, die damals da waren, erzählt: Morgen werde ich operiert, ich habe gewonnen, weißt du. Wirklich so: „Hhh, hhh, hhh“, ich konnte nicht atmen.
Schüler: Also muss es in dem Prozess trotzdem diesen Moment geben, in dem man Leiden fühlt.
Rav: Ja, natürlich. Leiden ist ein Indikator, wie soll man sagen, ein Maß, ein Zeichen, ein Zeichen dafür, dass man das Böse entdeckt. Nachdem man das Böse entdeckt hat, muss man suchen, womit man es korrigieren und mit Gutem zudecken kann. Das war's.
66:46
Schüler: Aber im Fühlen des Leidens selbst kann man sich nicht freuen. Wie kann man sich über Leiden freuen? Sie haben sich gefreut, als Sie schon wussten, dass es eine Operation gibt, dass es eine Lösung gibt.
Rav: Stimmt, natürlich. Deshalb haben wir in jedem Zustand zwei Gegebenheiten: Reshimo de Awiut und Reshimo de Hitlabshut. In der Reshimo de Awiut fühlen wir die Tiefe des Egos, den Mangel und so weiter. In der Reshimo de Hitlabshut fühlen wir, wie sehr wir uns darüber erheben können, und so kommen wir voran. Deshalb muss es beide geben.
Schüler: Kann man das mit einfacheren Worten sagen?
Rav: Das Ego, das Verlangen zu empfangen, verfeinert sich nicht und verschwindet nicht. Wenn es sich veränderte und nicht mehr so wäre wie vorher, wäre das schon nicht in Ordnung, das wäre schon eine Verdorbenheit. Deshalb steht auch geschrieben, und darüber gibt es viele Artikel, dass dasselbe Verlangen zu empfangen bleibt. Wir müssen es nur mit einer neuen, auf das Ziel gerichteten Haltung zudecken. Dann wird es notwendig, und ich fange an, es zu schätzen. Ich fange an, nu, nicht es zu lieben, aber in meiner Haltung, in der Anhaftung am Schöpfer, fängt dieses Leiden, diese Tiefe des Bösen, an, mir die Verbindung mit dem Schöpfer zu zeigen. Ohne das würde ich nicht anhaften. Deshalb verhalte ich mich so dazu, und das heißt: „Das Böse segnen wie das Gute.“
Schüler: Und was ist die Handlung, die man in dem Moment machen muss, wenn man die Verbindung fühlt, über die Sie gerade gesprochen haben? Nachdem man das Leiden fühlt, gibt es den Punkt, an dem man trotzdem anhaftet.
Rav: Der Punkt der Freude deckt das Leiden zu, aber löscht es nicht aus. Das ist wie in einer guten Suppe mit allen möglichen scharfen Gewürzen. An sich sind sie eigentlich schlecht, man kann sie nicht essen, aber ohne sie kann man die Suppe nicht essen. Rabash erklärt das an mehreren Stellen.
Oh, Rishon, oh, seht ihr, alle Achtung, alle Achtung. Rishon?
69:41
Schüler: Ja, wir alle würden gern wissen, wie man vor jeder Tat, jeder Handlung und jeder Absicht eine klare Rechnung macht, um alles auf die Endkorrektur auszurichten.
Rav: Die klare Rechnung ist sehr einfach: Ich sehne mich nach Verbindung. Ganz einfach, ich sehne mich nach Verbindung. Ich habe kein Problem. Ich muss mit meinen Freunden zu einer solchen Verbindung kommen, dass uns der Schöpfer als unser Ziel die ganze Zeit wichtig ist und wir Ihn in der Mitte des Zehners als Ziel fühlen. Dann besprechen wir untereinander: Was heißt „der Schöpfer“? Der Schöpfer heißt das schönste, beste, geschlossenste System der Verbindung zwischen uns. Das heißt Schöpfer, denn wir erreichen Ihn nur aus „An Deinen Taten erkennen wir Dich“, nur aus dem Gefäß, aus unserem Gefäß. Auf jeder Stufe haben wir in unserem Aufstieg also ein immer weiter fortgeschrittenes HaWaYaH. Aber es ist HaWaYaH, also die richtige Verbindung zwischen uns.
Wir sehnen uns danach, so sehr verbunden zu sein, dass sich in dieser Verbindung plötzlich etwas offenbart. Wir wollen, wollen, wollen die Teile aneinanderfügen, und plötzlich, zack, rastet es ein und fängt an zu leuchten. Dann fühlen wir das Licht. Wie fühlen wir das Licht überhaupt? Wir fühlen das Licht durch die richtig verbundenen Gefäße. Dann erreichen wir zum Beispiel das Licht Nefesh, das Licht Ruach.
Nein, Toronto will nicht fragen. Ja.
71:50
Schüler: Sie sprechen von der Öffnung der Herzen, davon, das Herz zu öffnen. Wir sprechen die ganze Zeit …
Rav: Das Herz öffnen heißt genau, mit dem Herzen die Handlungen zu machen, die Rabash beschreibt: dass wir uns mit den Freunden verbinden müssen.
Schüler: Ja. Sie sagen, dass Glieder, die sich entfernen und verkümmern, leiden. Das Glied ist eher bereit, die Folgen davon zu erleiden, dass es weiter entfernt ist, als die Abstoßung dessen, was hier geschieht. So sehr leiden Freunde, die sich entfernen. Sie sind eher bereit, das zu erleiden, was draußen geschieht, als die Abstoßung, die es hier gibt. Und wir wissen, dass es in dem Moment, in dem wir hierher kommen, eine Art Umkehrung gibt, die einfach über dieses Leiden hinwegspringt. Was heißt es also, in der Vorbereitung vor dem Kongress die Herzen zwischen uns zu öffnen? Die Menschen, die zum Kongress kommen, sollen fühlen, dass sie „ihre Welt in einer Stunde erwerben“.
Rav: Wir müssen mehr darüber sprechen, dass wir wirklich die Welt in einer Stunde erwerben, wenn wir zum Kongress kommen. Wir wollen in einer so großen, kraftvollen Versammlung zur ersten wahren spirituellen Verbindung zwischen uns kommen. Dieses Jahr sind wir wirklich schon bereiter, sicher viel mehr als in allen vorherigen Jahren. Dieses Ereignis ist also durchaus „Mancher erwirbt seine Welt in einer Stunde“. So kann man es wirklich nennen. Versuchen wir, uns richtig darauf vorzubereiten, dann wird es geschehen.
73:37
Schüler: Zuerst erinnern wir daran, dass man Fragen an „Gute Umgebung“ schicken kann, und wir stellen sie dann. Die Freunde aus Nazareth Illit fragen: Was ist die richtige Haltung für uns gegenüber den Gästen, die wir auf dem Kongress empfangen werden?
Rav: Wir müssen jedem einen Platz geben. Wir müssen dafür sorgen, dass jeder, der auf die Landingpage des Kongresses kommt, die richtige Anleitung bekommt. Dort müssen alle unsere Lektionen stehen und die Texte, die wir vorbereitet haben. Vielleicht kommen noch Fragen, Ergänzungen und so weiter dazu. Aber alles, was es gibt, muss auf die Landingpage des Kongresses. Wir haben nichts, was wir verbergen und nicht offenbaren müssten. Der Schöpfer bewahre, im Gegenteil. Die Weisheit der Kabbala heißt zwar die verborgene Weisheit, aber sie beschäftigt sich mit der Offenbarung. Und noch mehr solche … Wir haben noch einen Monat, wir müssen noch mehr und mehr solche Übungen machen.
74:50
Schüler: Die Gruppe Modi'in und der Zehner 12 aus Petach Tikva, der dorthin gefahren ist, fragen: Wie bewahrt man die Wärme, die man in dieser besonderen Lektion fühlt, bis zum Kongress?
Rav: Das geht nur durch die Anstrengung jedes Einzelnen und von uns allen zusammen. Es kommt nicht von selbst. Der Mensch in dieser Welt … Was heißt „in dieser Welt“? Nach dem Zerbrechen. Nach dem Zerbrechen sind wir voller Ansprüche, voller Ansprüche: Warum steht mir das nicht zu? Vor dem Zerbrechen oder in der Korrektur, zu der wir kommen, hat man keine Ansprüche an andere. Dort gibt es nur Ansprüche an mich selbst: Wie kann ich noch mehr und mehr teilnehmen, beitragen, helfen und so weiter? Der gewöhnliche Mensch dagegen ist voller Ansprüche: Warum habe ich nicht, warum gibt man mir nicht, warum fühle ich nicht, warum bin ich verzweifelt? Warum, warum, warum. So klagt das Verlangen zu empfangen in seiner zerbrochenen Form.
Nu, was fragst du also? Das ist unser gewöhnlicher Zustand vor dem Zerbrechen⁸. Wenn wir hierher kommen, müssen wir verstehen, dass unsere ganze Arbeit darin besteht, aufzuhören zu fordern. Denn Fordern ist die Form des Egos, die Form des Verlangens zu empfangen. Wir sollen aufhören, von irgendjemandem zu fordern, auch vom Schöpfer, denn alles liegt vor dir. Du musst nur eine Sache fordern, und zwar nicht wie vorher, als du gefordert hast: Warum habe ich nicht, habe ich nicht, habe ich nicht. Fordere: Warum habe ich keine Kraft, mich mit den Freunden und durch sie mit dem Schöpfer zu verbinden? Das ist richtig. Gemeint ist die Kraft des Gebens, die Kraft der Liebe.
77:03
Schüler: Gil'ad aus Jerusalem, auch dorthin ist ein Zehner aus Petach Tikva gefahren: Wie wendet man sich richtig an einen Freund, der schwach geworden ist?
Rav: Das weiß ich nicht. Das weiß ich nicht. Jeder kann seinen eigenen Zugang haben. Es kann sein … weiß nicht. Ich weiß es nicht. Wir müssen das Problem verstehen. Sobald ein Mensch der Weisheit der Kabbala begegnet und mit ihr in Berührung kommt, fängt sein Ego an, wirklich hochzuspringen. Das geschieht nicht sofort, sondern nach einiger Zeit, nach ein paar Monaten, bei manchen nach ein paar Jahren, wenn er noch nicht genau weiß, wo er ist. Sein Ego ist auf keinen Fall mit dem Zustand einverstanden, und dann flieht er einfach.
Die meisten fliehen. Warum? Sie haben entdeckt, dass diese Sache nicht für ihr Ego ist, also nicht für sie, sondern gegen sie. Dann denken sie: Wo bin ich da hineingeraten? Ich habe noch für die Mahlzeiten bezahlt, vielleicht Maaser und vielleicht für die Verbreitung. Was ist das? Wofür ist das? Das ist alles gegen mein Ego, das ist alles gegen mich. Was habe ich getan, was für ein Idiot war ich! Diese Leute von „Kabbala laAm“ sind wirklich, wie sagt man, nicht faul, sondern Erpresser, Räuber, Gerissene, Betrüger, Lügner. Noch was? Diebe. Ah? Nu, ich höre nicht.
Schüler: Halunken.
Rav: Halunken, in Ordnung. Gauner, schön. Das war's, genug, das ist schon klar. Er denkt wirklich so, das ist sein inneres Gefühl. Mit dem Verstand sagt er es vielleicht nicht so, aber das innere Gefühl funktioniert so. Ich habe plötzlich gefühlt, dass ich mich schützen muss, mein Ego. Und sie sagen plötzlich: Gib, gib, gib, gib. Warum geben? Wir verlangen von ihm kein Geld, insgesamt geht es nicht darum. Was verlangt man also? Du musst dein Herz herausholen und es mit allen anderen Herzen verbinden. „Wie bitte? Warum? Wie kann das sein?“
Hier fängt der Mensch an zu denken. Er hat das Gefühl, dass wir ihm das Wichtigste im Leben wegnehmen. Wenn wir mit ihm sprechen, kommt es manchmal so weit, dass er uns hasst⁹. Denn wir haben ihm sozusagen etwas gestohlen oder wollten es stehlen, und im letzten Moment glaubt er entdeckt zu haben, dass wir ihm das Leben stehlen wollen.
Versteht nur, wie sehr diese Sache der gewöhnlichen Haltung des Menschen zum Leben entgegengesetzt ist. Deshalb gilt: „Tausend treten in den Raum ein, und einer geht hinaus zur Lehre.“ Aber auch für die, die nicht weitermachen, gilt, wie Baal HaSulam dort schreibt: „Ihr Lohn ist sehr groß.“ Auch sie waren trotzdem in Korrekturen und werden noch kommen.
Aber das Gefühl, dass sie mir das Leben stehlen … Gershon, du bist noch dabei, oder? Das Gefühl, dass sie von mir verlangen … Nein, nein. Gebt ihm kein Mikrofon. Das ist ein Gefühl, das der Mensch wirklich hat. Wenn er trotzdem weitermacht, geht er durch diese Phase hindurch und fängt an zu hören, dass das Geben die Rettung ist. Und zwar wirklich, nicht mehr in Worten, sondern im Gefühl. Dann fängt etwas an, sich ein wenig zu ändern. Ein Problem.
Aber versteht wirklich und stimmt all diesen Leuten zu, die sich entfernt haben. Sie haben sich entfernt, weil sie im Herzen das Gefühl hatten, dass man von ihnen das Leben verlangt. Was ist das für eine Gruppe? Was machen die? Sie nehmen mir das Wichtigste weg. Das sind die gerissensten Diebe, gerissen. Deshalb akzeptiere ich hundertprozentig, was man über mich sagt. „Wer tadelt, tadelt mit seinem eigenen Makel.“ Was soll man machen?
Was, Chanoch? Toronto, in Ordnung. Toronto?
Schüler (Übersetzung aus dem Englischen): Arganat aus Kasachstan hat eine Mitteilung. Die Gruppe geht zu einer riesigen organisierten Veranstaltung mit Runden Tischen, an der siebzig Menschen teilnehmen sollen. Das Thema ist Erziehung, und sie bitten um die Unterstützung des weltweiten Gefäßes.
Rav: Das müssen wir unbedingt unterstützen. Ich selbst mache alles, was sie von mir wollen. Er soll nur sagen, wann, wie und was. Ich kann auftreten, auf jede Weise, die nötig ist: Fragen und Antworten, als Gespräch, was auch immer sie wollen. Das sind sehr wichtige Dinge. Alle Achtung vor Arganat, wie sehr er alles zu organisieren weiß. Kasachstan ist auf jeden Fall ein wunderbares und sehr vielfältiges Land. Ich hoffe, dass sie sich so entwickeln, dass es dort auch einen großen spirituellen Teil gibt.
Schüler: Zu Arganat kann man ergänzen: Das ist heute um elf Uhr vormittags. Sie wollen dort Kreise machen und die Methode der Verbindung zeigen. Sie erwarten etwa siebzig Teilnehmer, dazu noch zwölf Freunde aus ihrer Gruppe, und sie bitten wirklich um Unterstützung.
Rav: Schön. Alle Achtung. Viel Erfolg. Haben wir jetzt vielleicht noch ein bisschen zu lesen?
84:31
Vorleser: Auszug Nummer 5 aus dem Traktat „Chagiga“, Babylonischer Talmud.
„Rav Idi, der Vater von Rabbi Ya'akov bar Idi“ …
Rav: Nein, nein, nein. Lies sechs. Das kommt später, lass es. Das überlassen wir den Weisen.
Vorleser: Auszug Nummer 6 aus den Schriften von Rabash, Band 1, „Liebe zu den Freunden“.
„Man muss an das Ziel glauben, das darin besteht, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Ebenso muss man an das Vertrauen glauben, dass man sich selbst zusichern kann, dass auch man selbst zum Ziel kommen kann. Das heißt, das Ziel der Schöpfung ist nicht unbedingt für besondere Einzelne bestimmt, sondern das Ziel der Schöpfung gehört allen Geschöpfen, ohne Ausnahme.“ 85:25
Man denkt: Einer geht hinaus zur Lehre, und was ist mit den anderen? Es gilt für alle, für alle. Jeder Einzelne wird die Korrektur ausführen müssen, die zu seiner Seele gehört. Niemand wird das an Stelle eines anderen tun können. Deshalb gibt es keinen Menschen, der sich davon befreien kann. Die Frage ist nur, wann er dieses Erwachen bekommt. 85:50
„Und nicht unbedingt Menschen mit Begabungen und starker Kraft, das heißt, die eine Kraft der Überwindung haben, Beherzte und Ähnliche, sondern es gehört allen Geschöpfen. Siehe in der Einleitung zum Talmud Esser haSefirot, Punkt 21, wo er im Namen des Midrash Rabba, „Wesot haBracha“, schreibt: ‚Der Heilige, gepriesen sei Er, sagte zu Israel: Bei eurem Leben, die ganze Weisheit und die ganze Tora sind eine leichte Sache; jeder, der Mich fürchtet und die Worte der Tora tut, die ganze Weisheit und die ganze Tora sind in seinem Herzen‘, Ende des Zitats. Es ergibt sich, dass man auch den Aspekt des Glaubens nutzen muss, damit man das Vertrauen hat, dass man zum Ziel kommen kann, und nicht mitten in der Arbeit verzweifelt und vom Schlachtfeld flieht, sondern glaubt, dass der Schöpfer auch einem so niedrigen und verachteten Menschen wie ihm helfen kann, das heißt, dass der Schöpfer ihn zu Sich heranbringt und er der Anhaftung an den Schöpfer würdig wird.“
(Rabash, Band 1, „Liebe zu den Freunden“)
87:07
Rav: Toronto, keine Fragen? Und Chadera? Ah, Rishon, Rishon.
Schüler: Ja, wir sind jetzt wirklich in einer besonderen Zeit. Es ist ein umfassender Angriff des ganzen israelischen und weltweiten Gefäßes: Die Gruppen Israels schließen sich mit den Freunden aus Petach Tikva zusammen. Wir wollten wissen: Ist der Schöpfer eifersüchtig, wenn Er diesen Zustand so sieht? Offenbart Er sich gleich? Will Er uns infolge dieses Zustands etwas sagen? Mängel füllen? Was geht genau bei Ihm vor?
Rav: Ich habe mich heute noch nicht mit Ihm verbunden, ich kann euch nicht sagen, „was genau bei Ihm vorgeht“. „Er schläft“, sagt man. Ja, es steht geschrieben: „Schläft der Schöpfer?“ Das ist die eine Seite, so steht es über den Bösewicht geschrieben. Über die Gerechten steht geschrieben: „Der Hüter Israels schlummert nicht und schläft nicht.“ Gut, kurz gesagt: „Der Schöpfer“ heißt das ganze allgemeine System, das Licht und Gefäß in sich einschließt. Das Gefäß ist in korrigierter Form, und das Licht ist in vollkommener Form im Gefäß, gemäß der Gleichheit der Form, in der endgültigen Anhaftung aneinander. Dieses ganze System heißt „Schöpfer“.
Warum nennen wir hier nicht das Licht „Schöpfer“? Weil „Schöpfer“ hier „HaWaYaH“ heißt, das vollständige HaWaYaH in aller Vollkommenheit. Denn wir sprechen nur in Bezug auf das Geschöpf, so, wie es sich dem Geschöpf offenbart. Der korrigierte, geordnete Zustand, in dem das Höhere Licht alle korrigierten Verlangen füllt, heißt also „Schöpfer“. Er heißt auch „Anhaftung des Geschöpfs an den Schöpfer“.
Wir müssen verstehen, dass das unsere endgültige Form ist, zu der wir kommen müssen. Das war's. Was geht vor? Es geht vor, dass nur dieser Zustand existiert. Außer ihm existiert gegenüber dem Schöpfer, gegenüber der wahren Form, nichts. Von dieser vollkommenen, beständigen, einzigen existierenden Form bekommen wir nur den Eindruck, also Teilformen gemäß unserer Verdorbenheit.
Auch jetzt bin ich also in dem Zustand, in der vollkommenen Wirklichkeit, mit allen Welten, mit allem, in einem HaWaYaH, in Ejn Sof. Aber was sehe ich von Ejn Sof? Die niedrigste Stufe, die unterste unter ihm, und das ist diese Welt. Im Grunde sehe ich aber die Welt Ejn Sof, nur in der Verdorbenheit meiner Gefäße. Wenn ich meine Wahrnehmungsgefäße korrigiere, sehe ich Ejn Sof in seiner immer wahreren, korrigierten Form, bis ich Ihn selbst entdecke. So ist das.
In Ordnung? Was?
90:33
Schüler: Rav, aus Kfar haNassi fragen sie, dort sind auch die junge Gruppe aus Petach Tikva und weitere Freunde: Was ist der richtige Weg, einen Zehner aufzubauen, der alle seine Freunde im Vertrauen auf das Erreichen des Ziels bewahrt?
Rav: Ich weiß nicht, was ein richtiger Weg ist, einen Zehner aufzubauen. Es ist nicht so, dass wir jetzt wie ein Haus bauen und danach im Haus wohnen. „Einen Zehner aufbauen“ heißt, ein Gefäß aufzubauen, mit dem wir jetzt anfangen und das wir in der Endkorrektur abschließen, und mit dem wir dann weitermachen. Das war's. Das heißt „einen Zehner aufbauen“. Es ist also nicht so, dass wir an einem Tag bauen und morgen schon nicht mehr bauen müssen. Das ist eine ständige Arbeit, denn der Zehner ist die Form unserer Ähnlichkeit mit dem Schöpfer.
Deshalb ist die Haltung dazu nicht zufällig und nicht nur für jetzt: „Komm, lass uns machen, lass uns bauen, und das war's.“ Es geht die ganze Zeit. Unsere Arbeit, einen Zehner aufzubauen, ist eine beständige Arbeit ohne Unterbrechung.
Habt ihr sechs gelesen? Ja. Gut. Lies sieben.
92:06
Vorleser: Auszug Nummer 7 aus den Artikeln „Shamati“ von Baal HaSulam, Artikel 26 …
„Es gibt viele Menschen in der Welt, denen nicht die Kraft gegeben wurde, die heilige Arbeit auch nur in äußerster Einfachheit zu tun, auch nicht ohne Absicht und lo liShma, auch nicht lo liShma von lo liShma, auch nicht als Vorbereitung der Vorbereitung der Einkleidung in Kedusha. Er aber ist dessen würdig geworden, dass ihm Verlangen und Gedanke¹⁰ gegeben wurden, jedenfalls zeitweise die heilige Arbeit zu tun, auch in der äußersten Einfachheit, die es geben kann. Wenn er die Wichtigkeit dieser Sache einschätzen kann, dann muss er in dem Maß der Wichtigkeit, die er der heiligen Arbeit beimisst, Lob und Dank dafür geben. Denn es ist wahr, dass wir nicht fähig sind, die Wichtigkeit dessen einzuschätzen, dass wir manchmal ein Gebot des Schöpfers erfüllen können, auch ohne jede Absicht. Dann kommt er zum Gefühl der Erhabenheit und der Freude des Herzens. Und durch das Lob und den Dank, den er dafür gibt, erweitern sich die Gefühle, und er ist begeistert von jedem einzelnen Punkt der heiligen Arbeit und erkennt, wem er dient. Und dadurch steigt er höher und höher. Und das ist das Geheimnis dessen, was geschrieben steht: ‚Ich danke für die Güte, die Du an mir getan hast‘, also für die Vergangenheit. Und dadurch kann er sofort mit Sicherheit sagen, und er sagt: ‚Und für das, was Du in Zukunft an mir tun wirst.‘“ 94:07
(Baal HaSulam, Shamati 26. Die Zukunft des Menschen hängt von der Dankbarkeit für die Vergangenheit ab und ist mit ihr verbunden)
Unsere Arbeit ist einfach. Ich fühle und denke alles Mögliche, egal welche Gedanken und Verlangen ich habe. Trotzdem muss ich die ganze Zeit mein ganzes Gefühl und mein ganzes Denken an den Schöpfer heften, denn „Es gibt niemanden außer Ihm“. Es gibt keinen anderen Grund für meine Existenz, dafür, dass ich in dem, was ich fühle, fühle, dass ich lebe. Alles ist der Schöpfer, Er bringt mir diese Unterscheidungen. Ich bin in einem Traum, wirklich in einem Traum. Es scheint mir, dass ich arbeite, aufstehe, lerne, zur Arbeit gehe und alle möglichen Dinge tue, aber in Wahrheit ist das alles ein Traum.
Verstehst du, Zwika? Das ist nicht „Chaloimes“[Q5], das ist ein Traum. Das ist ein Unterschied. Dir scheint, dass du jetzt wach bist. Ich sage dir, dass du jetzt nicht wach bist, sondern träumst.
Nein, nein, nein, hör nur zu. Genau. Wann kannst du aus dem Traum aufwachen? Hör gut zu, ich sage nichts Leichtes. Du kannst aus dem Traum aufwachen, wenn du anfängst, den Schöpfer zu entdecken, der dir diesen Traum bringt. Er bringt dir das Gefühl, dass du lebst und mit allen möglichen Menschen und allen möglichen Dingen lebst. Dass du Familie hast, Arbeit, Auto, alles, das ist alles im Traum.
Auch dass du lebst und bald, nu, nach 120 Jahren, stirbst, all diese Dinge sind im Traum. Darin ist nichts Wahres, sage ich dir. Du kannst all diese Dinge dem Schöpfer zuschreiben: dein ganzes Gefühl und deinen Verstand, alles, was du hast, alles, was sich um dich dreht, und dich selbst, dort, wo du dich in diesem Traum bewegst. Wenn du das auf die strengste Weise die ganze Zeit dem Schöpfer zuschreibst, dass Er dir das macht, und dich nur nicht von diesem Gedanken trennst, dann fängst du nach und nach an, den wahren Zustand jenseits des Traums zu sehen, jenseits dieses Lebens, das dir im Traum erscheint. Dann gehst du hinaus in die „Welt der Wahrheit“. So heißt sie, weil es dort keinen Traum gibt, dort ist das wahre Leben. Dann sagst du: „Hey, Leute, wir waren wie Träumende. Jetzt nicht mehr.“
(Workshop)
Meine Frage ist also: Welche Anstrengungen müssen wir persönlich und als Gruppe machen, damit wir uns nicht erlauben, in die Illusion zu fallen, dass das die Wahrheit ist? Wir sollen in der wahren Wahrnehmung bleiben, dass das ein Traum ist und dass allein der Schöpfer mir diese ganze Wirklichkeit ordnet.
Bitte. 98:41
(Workshop)
101:31
Zweite Frage. Was ist der Unterschied in meiner Haltung, in meinem Verhalten gegenüber der Welt? Ich kann sie annehmen wie alle, oder ich kann sie als Film annehmen, den der Schöpfer mir projiziert. Innen projiziert Er mir alle Eigenschaften, Absichten und Gedanken, und außen die Form, in der ich die Welt sehe, wie auf einer Leinwand.
Bitte. Was ist der Unterschied, ob ich das auf die gewöhnliche Weise annehme wie alle Menschen oder auf die richtige Weise? Auf die richtige Weise heißt: Es kommt von „Es gibt niemanden außer Ihm“, „gut und Gutes tuend“. Ich verbinde diese Dinge mit Ihm und hafte durch dieses ganze Bild hindurch an Ihm, über dem, was ich davon …¹¹
Bitte.
107:50
Vorleser: Auszug Nummer 8, Brief 47 von Baal HaSulam.
„Ich will euch eindringlich erinnern: an die Kraft der Liebe zu den Freunden, jedenfalls in dieser Zeit, ‚von der das Recht unserer Existenz abhängt und an der das wahre Maß unseres nahen Erfolgs gemessen wird‘. Deshalb wendet euch ab von allen eingebildeten Beschäftigungen und gebt euer Herz daran, Gedanken zu denken und richtige Mittel zu erfinden, um eure Herzen wirklich zu einem Herzen zu verbinden, und an euch soll sich erfüllen, was geschrieben steht: ‚Liebe deinen Nächsten wie dich selbst‘ in seiner einfachen Bedeutung. Und ihr wäret rein vom Gedanken der Liebe, die alle Vergehen zudecken soll¹². Und prüft Mich doch darin, und fangt an, euch in wahrem Maß in Liebe zu verbinden, und dann werdet ihr sehen: ‚Und dein Gaumen wird schmecken.‘“
(Baal HaSulam, Brief 47)
109:04
Was heißt es, sich von allen eingebildeten Beschäftigungen frei zu machen? Wie machen wir das tatsächlich, damit wir nur bei der lohnenden Beschäftigung bleiben?
Bitte.
113:05
Wir haben wirklich einen großen Kongress, eine ganz besondere Gelegenheit, zu dem Ziel zu kommen, zu dem wir alle kommen wollen. Es ist nicht wichtig, ob jemand Tag für Tag kommt oder einmal in der Woche, im Monat oder im Jahr. Wir werden es überhaupt allen erzählen, und dann werden sicher alle dazu kommen wollen, die ganze Menschheit. Alles hängt von der Vorbereitung ab, und die Vorbereitung liegt in der inneren Bewegtheit.
Jetzt meine Frage: Wie kommen wir trotzdem zu dem Zustand, in dem wir uns innerlich gegenseitig erwecken, nach „Einer hilft dem anderen“? Wir wollen mit großer Bewegtheit zu diesem Kongress kommen. Denn die Bewegtheit, die Erhebung und das Erwachen sind im Grunde das, was uns wichtig ist und was uns fehlt, um dieses Ziel zu erreichen und des Fühlens des Schöpfers in uns würdig zu werden.
Wie bereiten wir uns jetzt im Laufe des Monats auf eine solche Bewegtheit vor, dass der Schöpfer sich in uns offenbart? Das ist Bewegtheit … Nur die Bewegtheit reicht aus, um Ihn zu erwecken, sich zu offenbaren. Wie machen wir das? Bewegtheit durch die Verbindung, durch Seine Größe, durch unsere Dankbarkeit Ihm gegenüber. Das heißt Begeisterung, Bewegtheit. Wie erwecken wir uns selbst?
Bitte, lasst uns zusammen nachdenken, denn damit bauen wir wirklich das Gefäß für die Offenbarung des Schöpfers.
Los.
118:03
(Lied)
(Ende von Teil 1)
Vorbereitungslektion zum weltweiten Kongress von Kabbala laAm „Alle wie einer“ – 2
heb_o_rav_kulanu-keehad_2017-01-27_lesson_n2
Vorleser: Wir sind in der Lektion zur Vorbereitung auf den weltweiten Kongress von Kabbala laAm „Alle wie einer“. Das Thema der Lektion ist „Mancher erwirbt seine Welt in einer Stunde“.
Rav: Wir setzen die Lektion fort. Wir haben uns schon zwei Stunden damit beschäftigt und müssen sie noch abschließen. Wir sind jetzt mit unseren lieben Gruppen zusammen. Ich sehe schon, dass es in der Gruppe Zichron eine Frage zu dem gibt, worüber wir vorhin gesprochen haben. Dort ist nicht nur Zichron. Wer ist dort außer Zichron? Sie sollen sprechen. Bitte, Zichron.
0:51
Schüler: Ja. Hört man uns?
Rav: Ja, ja, man hört euch.
Schüler: Shalom Rav, Shalom an alle Freunde. Ich wollte fragen: Wie kann ich die Freunde zu dem Zustand bringen, in dem sie aus dem Traum in die Welt der Wahrheit hinausgehen?
Rav: Das ist eine sehr schwere Frage. Was heißt sehr schwer? Man muss darüber sprechen. Sprechen. So, wie wir gestern in den ersten zwei Stunden der Morgenlektion gesprochen haben. Auch danach habe ich in meinem Gespräch mit Oren darüber gesprochen, in … wie heißen diese Gespräche?
Schüler: „Neues Leben“.
Rav: „Neues Leben“ von gestern, das könnt ihr euch ansehen. Wo man es ansehen kann, weiß ich nicht.
Schüler: Man kann es im Archiv von Kabbala Media ansehen, und heute schicken wir auch allen die Links.
Rav: Ah, schickt die Links bitte auch an alle Gruppen. Genau.
Es geht darum, wie sehr wir darüber sprechen, dass die Welt ein Traum ist. Was ist ein Traum? Der Schöpfer bringt uns die Form der Welt. In dieser ganzen Form stellt Er alle möglichen Ereignisse und Vorfälle vor uns hin, lässt uns fallen und erhebt uns, wie geschrieben steht: „König, der tötet und belebt und Rettung sprießen lässt.“ Wir müssen uns nur daran festhalten, dass es niemanden außer Ihm gibt, dass Er gut und Gutes tuend ist, nach „Von hinten und von vorn hast Du mich geformt“, dass Er die Welt füllt. Dann wollen wir uns nicht von dieser Anhaftung trennen, auch nicht ein bisschen. Vielleicht ist es nur oberflächlich, und wir haben darin weder Gefühl noch Verständnis. Aber wir halten diese Form fest und bemühen uns die ganze Zeit, bemühen uns, bemühen uns, in sie einzutreten und in ihr zu leben. Dann fängt sie an, durch unsere gemeinsamen Anstrengungen klarer zu werden.
Wir bitten das Licht, das zum Guten zurückführt¹³, uns diese Form, dieses Bild ein bisschen mehr zu zeigen. Dann können wir es stärken und den Schöpfer festhalten, Ihn entdecken und Ihn zum König machen, damit Er sich wirklich zwischen uns offenbart. Dann, in der Form „Israel, die Tora und der Heilige, gepriesen sei Er, sind eins“[Q6], also ich, die Gruppe und die höhere Kraft, werden wir zusammen den Zustand der Wahrheit klären.
Sprechen wir so in der Gruppe, und jeder bemüht sich, seine Wirklichkeit und sein Leben nur und ausschließlich so zu sehen. Er hat keine Handlung von sich aus zu machen, außer festzulegen, dass alles, was geschieht, durch den Schöpfer geschieht. Dann verwirklicht er wirklich seine freie Wahl. Die freie Handlung, die einzige freie Wahl des Menschen, ist festzulegen, dass alles, was geschieht, allein durch den Schöpfer geschieht. Genau.
Klar? Noch Zichron? Gibt es noch eine Frage?
4:25
Schüler: Noch eine Frage.
Rav: Ja. Ja oder nein?
Schüler: Shalom Rav, wir sind aus der Gruppe Yokneam, Zichron und der Abendgruppe Petach Tikva. Ich würde gern hören, was Sie zu einer Frage sagen, die Sie uns gestellt haben: Wird der Mensch der Kommenden Welt nur dann würdig, wenn er verzichtet und bereit ist, bis zum Ende in dieser Welt zu leben?
Rav: Diese Welt ist die Stufe, auf der wir jetzt sind. Es gibt sehr viele Formen dieser Welt, die sich jedes Mal vor uns offenbaren. In jedem Moment offenbart sich eine Form. In dieser Form und aus ihr heraus lege ich fest, dass ich im Geben sein will, über dem, was mir in dieser Welt geschieht. Ich schreibe diese Welt nicht mir zu, sondern benutze sie nur, um alles, was ich hier in mir und in der Welt um mich herum entdecke, durch die Gruppe dem Schöpfer zuzuschreiben. Auf diese Weise komme ich zur nächsten spirituellen Stufe. Natürlich.
Was heißt es denn, der Gebende zu sein? Worüber gibt er? Über dem, was ich jetzt sehe und entdecke. Ich muss mich darüber im Geben erheben, sodass mir nichts wichtig ist von dem, was geschieht. Das ist kein Problem, denn das Höhere Licht ordnet mir alles. Es nimmt mir diese ganze lügnerische Leinwand¹⁴ ab, diesen ganzen Film, den man mir projiziert. Ich sehe, dass das alles nur dazu da ist, dass ich mich über das erhebe, was man mir in meinen verdorbenen Gefäßen zeigt. Denn der ganze Film wird in meinen verdorbenen Gefäßen projiziert, in meinen verdorbenen Eigenschaften. Ich bitte dann durch das Licht, das zum Guten zurückführt, darum, über diesen Lügen zu stehen. Ich will festlegen, dass es niemanden außer Ihm gibt, gut und Gutes tuend. Dann erhebe ich mich über diese Welt, und so jedes Mal über jede einzelne spirituelle Stufe.
Wann steige ich insgesamt von der jetzigen Stufe zur nächsten auf? Egal, auf welchen Stufen ich bin: wenn ich festlege, dass der Schöpfer gut und Gutes tuend ist und mir die jetzige Stufe ordnet. Dann habe ich schon erkannt und schon mich, die Welt und den Schöpfer miteinander verbunden, nach „Israel, die Tora und der Heilige, gepriesen sei Er“. Damit habe ich die Korrektur auf dieser Stufe abgeschlossen. Was bleibt mir? Dann fügt man mir ein neues Verlangen hinzu und offenbart mir neue Verdorbenheiten. Ich trete in der Linken Linie in die nächste Stufe ein und fange an, sie zu korrigieren. Wieder sehe ich die Welt vor mir schlecht, wieder sehe ich Verwirrungen, Grausamkeit und alle möglichen Dinge. Wieder muss ich dagegen kämpfen und zu dem Zustand kommen: „Es gibt keinen Grausamen im Haus des Königs.“ Alles kommt von Ihm, und zwar so, dass ich trotz der Verdorbenheiten, die mir erscheinen, Seine Einzigartigkeit in allem festlege, indem ich mich über die Verdorbenheiten erhebe. Und „Wer tadelt, tadelt mit seinem eigenen Makel“.
Noch etwas? Gruppen, gibt es Fragen oder nicht? Nein. Schön. Wir gehen weiter.
8:37
Vorleser: Auszug Nummer 9 aus dem Buch „Me'or waShemesh“.
„Die Hauptsache und der Pflock, an dem alles hängt, und der Inhalt der Wege der richtigen Umkehr findet sich durch Liebe zu den Freunden, Anhaften an die Freunde und Annäherung an die Gerechten der Generation. Dadurch kommt er zum Ziel der Unterwerfung, denn er sieht die Arbeit seiner Freunde und die Größe des Brennens ihrer Herzen und ihre Begeisterung für die Arbeit für den Schöpfer, gepriesen sei Er, und dadurch lernt er, es auch wie sie zu tun. Und obwohl er meinen mag, dass er in der Zeit seiner Abgeschiedenheit sein Herz mehr erweckt, umzukehren und am Schöpfer anzuhaften, ist es trotzdem angemessener und richtiger, an der Festung der Liebe zu den Freunden festzuhalten.“
(„Me'or waShemesh“, Wochenabschnitt Teze) 9:37
Wir müssen die Untertitel in Ordnung bringen und dann noch einmal lesen. Was ist mit den Untertiteln los?
Nummer 9, ja. Bitte.
Vorleser: Noch einmal, Nummer 9, aus „Me'or waShemesh“.
„Die Hauptsache und der Pflock, an dem alles hängt, und der Inhalt der Wege der richtigen Umkehr findet sich durch Liebe zu den Freunden, Anhaften an die Freunde und Annäherung an die Gerechten der Generation. Dadurch kommt er zum Ziel der Unterwerfung, denn er sieht die Arbeit seiner Freunde und die Größe des Brennens ihrer Herzen und ihre Begeisterung für die Arbeit für den Schöpfer, gepriesen sei Er, und dadurch lernt er, es auch wie sie zu tun. Und obwohl er meinen mag, dass er in der Zeit seiner Abgeschiedenheit sein Herz mehr erweckt, umzukehren und am Schöpfer anzuhaften, ist es trotzdem angemessener und richtiger, an der Festung der Liebe zu den Freunden festzuhalten.“
(„Me'or waShemesh“, Wochenabschnitt Teze) 10:55
Wie hilft uns die Liebe zu den Freunden, unser Ego zu unterwerfen? Sie hilft uns, nicht davon abhängig zu sein, wie unser Ego die lügnerische Welt entdeckt. Jedes Mal ist es eine andere Form, aber jedes Mal die lügnerische Welt. Denn in den zerbrochenen Gefäßen kann sich nichts außer der Lüge offenbaren, sowohl in den Taten selbst als auch in ihrer Verbindung untereinander. Als ganze Welt ist alles Lüge, denn sie ist ein Ergebnis, das sich in den zerbrochenen Gefäßen offenbart. Wie können wir uns also durch das Lernen, durch die Gruppe und durch die Gemeinschaft davon lösen, die lügnerische Welt zu sehen, und anfangen, die wahre Welt zu sehen? Der Unterschied zwischen beiden ist, dass wir entdecken, dass alles von „Es gibt niemanden außer Ihm“ kommt.
Das gilt für alle Einzelheiten, alle Eigenschaften, alles. Wir legen fest, dass in der Wirklichkeit eine einzige Kraft wirkt. Darüber hinaus gibt es keinerlei Zusatz von unserer Seite, den kann es hier nicht geben. Alles Übrige ist allein der Schöpfer. Bitte. Wie kommen wir durch die Gruppe dazu, festzulegen, dass gerade der Schöpfer uns die lügnerische Welt zeigt? Er tut das, um uns die Möglichkeit zu geben, uns anzustrengen und zur Welt der Wahrheit zu kommen, also die Welt der Lüge in die Welt der Wahrheit umzukehren. Der Unterschied zwischen beiden ist die Gegenwart des Schöpfers. Bitte. 12:58
18:13
Vorleser: Auszug Nummer 10 aus dem Artikel „Das Wesen der Strenge des Verbots, Akum Tora zu lehren“¹⁵, aus den Schriften von Rabash, Band 1.
„Man kann von der Gemeinschaft keinen Einfluss empfangen, wenn man nicht an der Gemeinschaft haftet, das heißt sie wertschätzt. Und in diesem Maß kann er von ihnen Einfluss ohne Arbeit empfangen, allein durch das Anhaften an der Gemeinschaft.“
(Rabash, Band 1, „Das Wesen der Strenge des Verbots, Akum Tora zu lehren“) 18:44
Vorleser: Noch einmal.
„Man kann von der Gemeinschaft keinen Einfluss empfangen, wenn man nicht an der Gemeinschaft haftet, das heißt sie wertschätzt. Und in diesem Maß kann er von ihnen Einfluss ohne Arbeit empfangen, allein durch das Anhaften an der Gemeinschaft.“
(Rabash, Band 1, „Das Wesen der Strenge des Verbots, Akum Tora zu lehren“) 19:02
Was für ein schönes Patent, ah? Zwika, hörst du? Wenn ich sie wertschätze, bekomme ich gemäß der Größe der Wertschätzung alles von ihnen. Sollen sie für mich arbeiten, ich muss sie nur wertschätzen. Leute, ihr seid groß, ihr seid gut, ihr seid schön, ihr seid klug. Yalla, und ich bekomme, statt selbst hart zu arbeiten. Die Frage ist eine andere: Gibt es außer diesem trotzdem eine andere Arbeit, durch die ich bekommen und vorankommen kann? Schreibt er hier, dass das einer der Wege ist, oder ist es der einzige Weg? Ah, Niv? Der einzige, der einzige, anders geht es nicht.
Was sagt er? Man kann von der Gemeinschaft keinen Einfluss empfangen, wenn man nicht an der Gemeinschaft haftet. Anders als durch die Gemeinschaft können wir also nicht empfangen. Das ist der Zehner, das ist HaWaYaH, die Zehn Sefirot. Also: „Man kann von der Gemeinschaft keinen Einfluss empfangen, wenn man nicht an der Gemeinschaft haftet, das heißt sie wertschätzt. Und in diesem Maß kann er von ihnen Einfluss ohne Arbeit empfangen, allein durch das Anhaften an der Gemeinschaft.“ Schön. Das sollte man sich merken. Und elf. 20:31
Vorleser: Auszug Nummer 11 aus den Schriften von Baal HaSulam, „Shamati“ 99, „Bösewicht oder Gerechter sagte er nicht“.
„Wenn er keinerlei Kraft des Verlangens und kein Begehren nach Spiritualität hat, wenn er unter Menschen ist, die Begehren und Verlangen nach Spiritualität haben, wenn diese Menschen ihm gefallen, dann nimmt auch er ihre Kraft der Überwindung und ihre Verlangen und Bestrebungen, obwohl er aus der Kraft seiner eigenen Eigenschaft diese Verlangen und Sehnsüchte und die Kraft der Überwindung nicht hat. Sondern gemäß der Gunst und Wichtigkeit, die er diesen Menschen beimisst, bekommt er neue Kräfte.“
(Baal HaSulam, Shamati 99, „Bösewicht oder Gerechter sagte er nicht“) 21:19
Gruppen, gibt es Fragen? Ah, Rechovot, bitte. Rechovot.
Schüler: Große Brüder, wir fühlen, dass wir von den Freunden aus Petach Tikva eine so große Umarmung bekommen. Wie nehmen wir das als zusätzliche Kraft für die Verbindung?
Rav: Wie könnt ihr das, was ihr jetzt bekommt, nutzen¹⁶, um voranzukommen? Kurz gesagt: Ich denke, man muss das Herz erwecken, das Herz jeder Gruppe als Gruppe für sich, auch wenn es dort mehrere Zehner gibt. Wir sollen alle verbunden sein: wir aus der Gruppe, alle Gruppen in Israel und auch die Einzelnen. Wir müssen zu dem Zustand kommen, in dem wir uns wirklich immer mehr als besondere¹⁷ fühlen. Er schreibt nämlich, dass alles davon abhängt, wie sehr wir uns der Gruppe gegenüber beugen. Dann können wir von der Gruppe alles bekommen. Denn der Schöpfer offenbart sich trotzdem innerhalb einer Gruppe.
Was brauche ich also im Grunde? Ich muss mich so weit wie möglich dazu bringen, mich zu beugen, und dadurch komme ich voran. Wie Rabash schreibt: Je mehr Nullen vor dir stehen, desto größer bist du in der Spiritualität und desto mehr gewinnst du. Desto feiner ist dein Gefäß, und dann bekommst du von ihnen. Alles hängt von der Verfeinerung des Gefäßes ab. Je mehr sich jeder Einzelne gegenüber der Gemeinschaft annulliert, desto größer ist also seine Chance, von ihnen zu bekommen. So ist es. Das empfehle ich. Noch Rechovot. 23:41
Schüler: Auf unserem Weg oder auf dem Kongress kommen alle, um etwas Neues zu fühlen. Und dann sagt man jedem: Du bist ein Verlangen zu empfangen, du bist ein Verlangen zu empfangen. Andererseits kommt er doch, um zu genießen, um von einer großen Weisheit beeindruckt zu werden. Wie kann ein Mensch über dieses Gefühl hinwegspringen, dass er ein Verlangen zu empfangen ist?
Rav: Die Weisheit der Kabbala offenbart sich nicht durch den Verstand. Von einer Weisheit beeindruckt sein kann man nur, wenn sie sich als System offenbart. Dieses System fängst du an zu fühlen und zu verstehen. Es offenbart sich in dir, in deinen Sinnen. Dein allgemeiner Sinn heißt Verlangen zu empfangen, Verlangen zu empfangen. Das heißt, es geschieht im Verlangen, als Eindruck im Verlangen. Der Verstand entschlüsselt dir danach nur die Form der Verbindung zwischen allen möglichen Verlangen, zwischen allen möglichen Teilen. Dann erfasst du den Sinn der Sache.
Zuerst hast du also eine Art Applikation: die Anpassung, die Einprägung des spirituellen Systems im Verlangen. Danach untersuchst du dein Verlangen und siehst, wie es mit all seinen Teilen verbunden wird. Daraus kommst du zu einem Zustand, in dem du verstehst, wie das arbeitet und wirkt. Plötzlich sagst du: Das ist „Aba we Ima“, das ist „Arich Anpin“, das ist „ISHSuT“, das ist Aufstieg, das ist Abstieg, in allen möglichen Eigenschaften, in allen Teilen. Das ist wie in einem Motor: Alles bewegt sich, jedes Teil bewegt sich, vielleicht in die entgegengesetzte Richtung, aber insgesamt arbeitet alles zusammen.
Das müssen wir entdecken. Es offenbart sich aber in unseren Verlangen, also in den Sinnen, in den Gefühlen. Es ist nicht so, dass ich mit meinem Verstand komme, um zu verstehen. Das ist der äußere Zugang dieser Welt, damit kann man die Weisheit der Kabbala nicht verstehen. Deshalb heißt sie innere Weisheit. Zuerst offenbart sie sich innen, im Verlangen des Menschen. Danach kann der Verstand im Verlangen untersuchen, sehen und lernen.
26:20
Schüler: Was heißt es, Nullen vor sich hinzuzufügen? Rabash hat gesagt: Je mehr Nullen du hast, desto mehr bist du eingeschlossen.
Rav: Je mehr du dich der Gruppe gegenüber verkleinern kannst, desto mehr siehst du die Gruppe als vollständiges HaWaYaH, in dem der Schöpfer ist. Das heißt es, Nullen vor sich hinzuzufügen. Rabbi Yossi ben Kisma gibt uns dafür ein Beispiel. Er hat sich gegenüber seinen Schülern so sehr verkleinert, dass sie in seinen Augen große Menschen waren. Das lag nicht daran, dass er die Schüler liebte, wie ein Vater seine Kinder liebt. Er hat sich ihnen gegenüber wirklich auf spirituelle Weise verkleinert. Dann sah er, dass das keine gewöhnlichen Schüler sind, sondern Malchut de Ejn Sof, HaWaYaH, und darin ist der Schöpfer.
Je mehr ich mich verkleinere, desto mehr sehe ich sie in ihrer wahren Form, bis hin zu Malchut de Ejn Sof. Denn vor mir ist immer Malchut de Ejn Sof. Nur sehe ich sie in meinen Verdorbenheiten bis hinunter zu dieser Welt, bis zur niedrigsten Höhe. In meinen Korrekturen, wenn ich mein Ego verkleinere, sehe ich sie in einer Höhe bis Ejn Sof. Die Welt selbst hat keine Form, es gibt nur das Fernglas, wie Rabash sagt. Danach werde ich würdig, sie wie das Flugzeug am Himmel zu sehen.
In Ordnung, Zichron? Nu, fragt noch.
28:00
Schüler: Rav, eine Frage und auch eine Bitte. Uns sehen gerade sehr viele Campus-Schüler und sehr viele virtuelle Zuschauer aus den Gruppen zu, aus dem ganzen Land, Frauen und Männer. Manche überlegen, ob sie in fünf Minuten den Computer aufmachen und sich anmelden sollen. Können Sie jedem von ihnen sagen, was er im Grunde dadurch erreicht, dass er auch nur für eine Minute zum Kongress kommt?
Rav: Jedem Einzelnen kann ich es nicht sagen, aber allen zusammen schon. Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll … Ihr wisst, Eltern drängen ihre Kinder. Sie wollen, dass die Kinder lernen und etwas bekommen, was gut aussieht und bequem fürs Leben ist, damit es ihnen später als Hilfe dient. Eltern drängen uns immer zu etwas Gutem, vielleicht nach ihrer Meinung, und deshalb kommt es uns nicht lohnend vor. Wir wollen spielen, ausruhen, die Zeit vertreiben, und sie schauen nach vorn. Deshalb wollen sie den Kindern immer so viel wie möglich geben. Vorläufig hilft es vielleicht nicht, aber für die Zukunft wird es helfen.
Deshalb wende ich mich wie ein Vater an euch: Verpasst den Kongress nicht. Er gibt euch etwas, was ihr selbst niemals erwerben könnt. Deshalb muss sich jeder von allen möglichen eingebildeten Beschäftigungen frei machen, sie bringen nichts. Wir wissen schon, dass dieses ganze Leben kommt und vergeht und nichts davon bleibt. Also lasst uns zusammenkommen. Wenn wir zusammenkommen, wirkt eine große Kraft. Sie wirkt sicher, und man gewinnt sicher. Alles hängt also von unserer Anstrengung ab. Wir haben jetzt einen Monat. Anmelden muss man sich heute, und dann sind wir einen Monat in der Vorbereitung, wenn wir uns schon angemeldet haben. Ich empfehle, sich anzumelden. Wer sich angemeldet hat, ist schon drin. Er ist sozusagen schon in die Gruppe eingeschlossen, die sich vorbereitet und vorankommt. Wer sich nicht angemeldet hat, ist noch nicht drin. In seinem inneren Willen¹⁸ ist das schon Teilnahme. Deshalb meldet euch sofort an und versucht dann, bei allen unseren Aktivitäten zum Kongress hin dabei zu sein.
Wenn wir zum Kongress kommen, werdet ihr sehen, was ihr gewinnt. Er gibt euch einfach einen Fortschritt, wie es ihn nirgends und in keiner Form gibt. Ihr fühlt dagegen alle möglichen Störungen und Gründe: lieber nicht, vielleicht später, vielleicht etwas anderes. Das alles ist eine Folge des Zerbrechens. Eine Folge des Zerbrechens. Deshalb ist das keine Schande. So ist es wirklich, das passiert uns, so ist es, so sind wir. Aber wir müssen verstehen, dass das zwei verschiedene Dinge sind. Einerseits sehe ich die zerbrochene Welt und mich selbst zerbrochen, ich will nicht und habe tausend Möglichkeiten, all diese Dinge zu rechtfertigen. Andererseits muss ich handeln. Das heißt im Glauben über dem Verstand: etwas gegen meinen Verstand tun. Macht es, das ist die spirituelle Handlung.
In Ordnung? Ja, Zichron.
32:10
Schüler: Rav, wie kann ich mich so verkleinern, dass ich wirklich die Größe der Freunde sehe und mich selbst als Null?
Rav: Ich weiß nicht. Was haben wir außer stinkendem, leerem Stolz, in dem nichts ist, nur Luft? Was gibt es denn? Ich verstehe nicht, was das Problem ist. Weißt du, wie die Welt geführt wird, was im nächsten Moment sein wird, was das Ende der Welt ist, was dein Schicksal ist? Nichts weißt du. Worauf bist du also stolz? Warum springst du herum wie ein verwöhntes Kind: ich, ich, ich? Was hast du denn?
Wenn du das ganze System sehen und fühlen würdest, wie es geführt wird, und wenn du an seiner Führung irgendwie teilnehmen würdest, wie zum Beispiel ein mittelmäßiger Kabbalist, dann wäre es verständlich. Aber warum soll ein Mensch, der so ist, herumspringen? Siehst du nicht, wie alle herumspringen? Und was haben sie? Sie sterben, und nichts hat sich ihnen von ihrem Zustand aus geöffnet. Sie wissen nichts. Sie sind vom Moment ihrer Geburt bis zum Moment ihres Todes in der Illusion, und diese ganze Illusion vergeht ihnen nicht. Sie kommen nicht einmal … nichts. So, wie sie in die Welt eingetreten sind, gehen sie hinaus. Und so gehen sie hinaus, denn wenn ein Mensch während dieses Lebens nicht in die spirituelle Welt eintritt, auch nicht ein bisschen, dann gehört er noch ganz zu dieser Stufe dieser Welt. Das war's.
Deshalb lasst uns versuchen, nicht klug zu sein, sondern realistisch. Wir kommen zum Kongress. Heute schon unterschreiben wir dafür und bezahlen dafür, und dann sind wir zusammen in der Vorbereitung. Das gibt dem Menschen, ob er will oder nicht, schon eine Art Verpflichtung, einen Gedanken. Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem, der sich angemeldet und bezahlt hat, und dem, der das nicht getan hat. Das wissen wir, so sind wir gebaut.
Haifa.
34:35
Schüler: Shalom. In den letzten Wochen haben wir über die Wichtigkeit des Mahls gesprochen. Jetzt machen wir mit den lieben Freunden, die aus Petach Tikva gekommen sind, ein Kabbalistenmahl, und das wird in allen Zentren im Land sein. Wir würden gern ein paar Empfehlungen von Ihnen hören, Rav: Wie konzentriert man sich bei diesem Mahl, und was können wir daraus gewinnen?
Rav: Wir haben viel darüber gesprochen. Ein Mahl muss so sehr wie möglich im Herzen und im Verstand konzentriert sein: Wofür sitze ich hier, was mache ich? Es gibt keine größere Einbeziehung als in der Zeit des Mahls, und zugleich keine schwerere. Alle, alle sind zusammen versammelt und stellen sich als einen Körper vor, als Zellen eines Körpers. Wir machen das wirklich so, dass wir uns alle zusammen füllen, als ob wir einen Mund, einen Magen und ein Gefühl hätten. So empfangen wir im Grunde das Höhere Licht. Das ist eine etwas wilde, materielle und grobe Vorstellung. Trotzdem lohnt es sich, sie sich ein wenig vorzustellen, denn sie soll uns noch mehr einander näherbringen. Ich hoffe sehr, dass ihr das so macht und ein schönes, richtiges Mahl veranstaltet.
Und … 14.
36:36
Vorleser: Auszug Nummer 14 aus „Me'or waShemesh“.
„Es ist bekannt, dass die Hauptsache die Verbindung und die Liebe und Zuneigung in Wahrheit zwischen den Freunden ist. Das bewirkt alle Rettungen und die Milderung der Urteile: dass ihr euch zusammen versammelt in Liebe und Brüderlichkeit und Freundschaft. Dadurch werden alle Urteile beseitigt und in Barmherzigkeit gemildert, und in der Welt offenbaren sich vollkommene Barmherzigkeit und offenbarte Chassadim durch die Verbindung.“
(„Me'or waShemesh“, Wochenabschnitt Dwarim)
Das ist das Lieblingsbuch von Baal HaSulam, „Me'or waShemesh“. Seht, was er schreibt: Alles, das ganze Zerbrechen, kann man durch die Korrektur der Verbindung zwischen uns korrigieren. Wirklich gibt es nicht mehr als das, denn das ist im System von Adam haRishon zerbrochen, und nur das muss man korrigieren. Das ist scheinbar eine einfache Sache: nur nicht von dem Ort fliehen, an dem das Zerbrechen geschah, und nicht vor dem Licht fliehen, das zum Guten zurückführt und das Zerbrechen korrigieren soll.
Was müssen wir tun? Die Orte des Bruchs ausfindig machen. Wo sind diese Orte? Wo ich abstoße, wo ich hasse, wo ich mich entferne, dort war der Bruch. Und was muss ich tun, wenn ich diese Dinge schon sehe? Nur das Licht herbeiziehen, das zum Guten zurückführt. Ich selbst mache nichts. Ich mache nur das Böse in der Beziehung zwischen mir und den Freunden ausfindig und bitte um Korrektur, dass das Licht kommt und verbindet. Es sind zwei Handlungen: die Entdeckung des Bösen und „Tue Gutes“, das ist alles. Lasst uns uns so konzentrieren und die ganze Zeit darauf konzentriert bleiben.
Nu, und zum Schluss Toronto.
39:30
Schüler (Übersetzung aus dem Englischen): Ja, Rav, wir sind Zehner 2 aus Toronto, Zehner 20 aus Petach Tikva, Mizpe Ramon, Russland und die Türkei. Wir danken euch dafür, dass wir die Lektion für euch gegeben haben¹⁹, dass wir das weltweite Gefäß und die Freunde führen. Ihr seid großartig. Wir sind im Zustand des Kongresses. Es gibt kein Morgen, es ist jetzt.
Wir danken dem Rav, der uns in die neue Stufe führt. Wir müssen beschleunigen und die Anstrengung und die Kräfte der anderen nutzen. Das geht nur durch eine spirituelle Verbindung zwischen uns. So ziehen wir das Licht heran und verbreiten es unter den Völkern.
Worte sind bloß Worte, aber Taten sprechen lauter als Worte. Lasst uns dem Schöpfer Freude bereiten und dem Rav Freude bereiten. Nur so können wir die Weisheit der Kabbala in der übrigen Welt verbreiten und alle Lösungen für alle Probleme bringen. Lechaim, liebe Freunde! Wir sind im Kongress, Lechaim!
(Applaus)
Rav: Ich danke allen Gruppen für diese Lektion. Alle haben sich versammelt, und wir haben wirklich eine viel stärkere und kraftvollere Lektion gemacht. Hoffen wir, dass wir von hier an wirklich in der direkten Vorbereitung auf den Kongress sind. Uns bleibt ein Monat. Nutzen wir ihn richtig und kommen wir zum spirituellen Ergebnis.
Und …? Die Tagesaufgabe.
41:26
Schüler: Die Tagesaufgabe kommt zu uns vom weltweiten Zehner Süd.
Jeder Zehner prüft, dass alle seine Freunde sich für den Kongress angemeldet haben. Wer sich bis heute nicht angemeldet hat, dem hilft man mit dem, was er braucht, damit er sich noch heute anmeldet.
Jeder Zehner prüft, dass alle seine Freunde sich für den Kongress angemeldet haben. Wer sich noch nicht angemeldet hat, dem hilft man mit dem, was er braucht, damit er sich noch heute für den Kongress anmeldet.
Lechaim, Bnei Baruch!
(Ende von Teil 2)
Quellenangaben aus dem Transkript (im Original um eine Stelle verschoben, hier richtig zugeordnet)
[Q1] Fußnotentext im Transkript leer.
[Q2] „Rabbi Yitzchak sagte: Wenn dir ein Mensch sagt: ‚Ich habe mich angestrengt und nicht gefunden‘ – glaube es nicht; ‚Ich habe mich nicht angestrengt und gefunden‘ – glaube es nicht; ‚Ich habe mich angestrengt und gefunden‘ – glaube es.“ (Babylonischer Talmud, Ordnung Moed, Traktat Megilla 6, Seite 2)
[Q3] „Doch nicht mich hast du gerufen, Jakob, denn du hast dich um Mich gemüht, Israel.“ (Jesaja 43,22)
[Q4] Baal HaSulam, Brief 38
[Q5] Jiddisch für „Träume“
[Q6] „Die Tora, Israel und der Heilige, gepriesen sei Er, sind eins“ (Sohar mit Sulam-Kommentar, Acharei Mot, Punkt 299)