Tägliche Lektion9 de jul. de 2026(Morning)

Part 1 Rabash. Artikel 22 (1988) (23.06.2002)

Rabash. Artikel 22 (1988) (23.06.2002)

9 de jul. de 2026

Dieses Transkript wurde mithilfe KI aus dem hebräischen Original übersetzt und nicht redaktionell bearbeitet.

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Morgenunterricht 23.06.2002

Buch „Kitvei Rabash", Band 1, S. 706 – „Was sind Verdienste und Sünden bei einem Gerechten in der Arbeit"

Rav: „Shlavei haSulam", Seite 151, Wochenabschnitt „Behar", „Was sind Verdienste und Sünden bei einem Gerechten in der Arbeit". Wir befinden uns als Etwas aus dem Nichts (Jesch meAjin) – als Wille zu empfangen, und um ihn herum das Licht, das ihn aus dem Nichts erschaffen hat. Dieser Wille zu empfangen ist vom Moment seiner Erschaffung an ganz und gar [vom Licht abhängig], und alle Wege seiner Entwicklung hängen vollständig vom Licht ab: Je nachdem, wie viel das Licht gibt und auf welche Weise es gibt, so entwickeln wir uns von oben nach unten, nämlich bis wir zum entgegengesetzten Ende des Lichts kommen.

Das Licht hat aus dem Nichts erschaffen und kümmert sich ununterbrochen um diesen Punkt, um diesen Willen, um ihn an den entferntesten Ort zu bringen, in diese Welt. In dem Moment, in dem es das Geschöpf, den Willen zu empfangen, in diese Welt bringt, bringt es ihn nicht als einen, sondern in viele Teile geteilt, die man Seelen nennt. Dieser Wille zu empfangen ist quasi vom Licht abgeschnitten – das heißt, das Licht gibt ihm nicht direkt, sondern enthüllt ihm nur die Rückseite (Achorajim): Es enthüllt ihm die Verneinung, dass es nicht da ist.

Und dadurch weckt es im Willen zu empfangen die Notwendigkeit, sich nach dem Licht zu sehnen, nach den Erfüllungen. Und weil man Erfüllungen nicht ohne Korrekturen (Tikkunim) empfangen kann, verlangt der Wille zu empfangen nach und nach auch die Korrekturen und versteht, dass er die Korrekturen braucht. Das heißt: Auf dem Weg von oben nach unten – das, was wir im „Talmud der Zehn Sefirot" lernen – haben wir eine Ausbreitung von Welten, Parzufim, Sefirot, eine Kette der Herabkunft der Wirklichkeit von oben nach unten, von der Vollkommenheit in der Unendlichkeit (Ein Sof) bis zur Unvollkommenheit in dieser Welt.

Und das als Vorbereitung: Von oben nach unten wurden Stufen erschaffen, 125 Stufen – 5 Welten, 5 Parzufim, 5 Sefirot, insgesamt 125 Stufen des Abstiegs, der Verhüllung, der Verminderung des Lichts. Auf der untersten Stufe, in dieser Welt, fühlt der Wille zu empfangen, dass er sich in der Dunkelheit befindet. Und dann ruft er entsprechend der Mühe (Jegia) beim Studium der Kabbala die Einwirkung des Umgebenden Lichts auf sich herbei. Das Umgebende Licht wird nicht gefühlt; es leuchtet irgendwie aus der Ferne, aber der Wille, das Gefäß – wir fühlen es nicht, wegen der Gegensätzlichkeit der Form. 3:39

Und obwohl das Studium selbst aus dem entgegengesetzten Zustand kommt – dem wirklich Entgegengesetzten zum Licht, das man Lo LiShma nennt, „um zu empfangen" –, weckt das Studium trotzdem das Umgebende Licht. Denn es ist umgebend, aus der Ferne, und es korrigiert nach und nach das Gefäß, bis das Gefäß die Absicht „um zu geben" hat. Und es gibt kein anderes Mittel, um das Gefäß zu korrigieren, das sich in dieser Welt unterhalb des Machsom befindet – nur das Umgebende Licht zu wecken.

Und deshalb muss man alle Mittel prüfen, durchdenken und dafür sorgen, die das Umgebende Licht mit größerer Kraft wecken können – sodass es wirklich so schnell wie möglich, so stark wie möglich, auf die nützlichste Weise wirkt; sodass die Mühe des Menschen und die Handlungen, die er tut, nicht etwa nutzlos sind, sondern man prüfen soll, aus welchen Handlungen und aus welchen Gedanken das beste Ergebnis kommt. Schade um die Mühe und die Zeit. Also müssen sich sozusagen alle Dinge darauf ausrichten.

Und aus dem ganzen Studium soll man verstehen: Nachdem wir zur letzten, untersten Stufe gekommen sind, muss die Einwirkung des Lichts von uns herbeigerufen werden. Und solange wir nicht fähig sind, die Einwirkung des Lichts auf uns herbeizurufen, damit es kommt und korrigiert – das zur Quelle zurückführende Licht –, hat das Licht nur eine einzige Wirkung: uns immer mehr zu belasten¹, das heißt, uns zu zeigen, in welchem endgültigen Zustand wir uns befinden. Das heißt, die Verhüllung wird immer stärker und stärker und stärker. 6:02

Man könnte es so sagen – ihr wisst, es gibt immer den „Wert", das umgekehrte Verhältnis von Lichtern und Gefäßen²: Wir befinden uns unterhalb des Machsom, und zwar nicht weit unterhalb, sondern direkt unter dem Machsom, aber dort ist es absolut, und das Licht leuchtet. Und wenn ein Mensch anfängt, sich zu sehnen, dann muss er tatsächlich eine gewisse Summe an Mühe sammeln, damit das Licht in einer bestimmten Menge auf ihn leuchtet – und dann kann der Mensch den Machsom überschreiten und in die spirituelle Welt eintreten.

Soweit ein Mensch nicht hört, was das Licht in ihm gleichsam weckt, nicht darauf hört, sondern halsstarrig ist und es sozusagen nicht will – er denkt, dass er gemäß seinem Willen zu empfangen zu irgendeiner Verbesserung in seinem Leben kommen kann, zu Vergnügen, zu irgendetwas –, dann senkt das Licht den Menschen sozusagen ab und leuchtet ihm weniger. Und weil es ihm weniger leuchtet, steigt der Mensch weiter unter den Machsom hinab und gerät in noch größere Nöte. Aber zu größeren Nöten gehört auch eine größere Verhüllung, und deshalb fällt es dem Menschen schon schwerer zu verstehen, dass er durch das Leuchten (Maor) zur Quelle zurückkehren kann, zum Guten.

Das heißt: Je niedriger eine Stufe ist, verursacht sie nicht nur Nöte – diese Nöte kommen als Folge des Mangels an Umgebendem Licht, und der Mangel an Umgebendem Licht lässt den Menschen nicht verstehen, was die Lösung ist. Deshalb entsteht hier eine Art geschlossener Kreis, in dem das eine das andere zum Schlechten verursacht, und so rollt es weiter. Und man braucht wirklich eine Art äußeren Druck auf den Menschen, um ihn zu wecken, damit er sich tatsächlich mit irgendeiner neuen Idee fasst.

Aber diejenigen, die trotzdem schon zu dem Verständnis gekommen sind, dass man nur durch das Studium das Umgebende Licht wecken kann und dadurch wirklich in die Obere Welt kommen kann – die erleuchtete, ewige und vollkommene Welt –, die müssen sich vorerst auch daran erinnern (danach es verstehen und danach es fühlen), dass die Erscheinungen, die geschehen werden, entsprechend der Gleichheit der Form geschehen. Denn soweit ein Mensch in Gleichheit der Form mit dem Licht ist, wird er das Licht fühlen; soweit er in fehlender Gleichheit der Form ist, wird er die Dunkelheit fühlen, die Rückseite des Lichts.

Und es gibt hier keine andere Möglichkeit, sondern alles geschieht nach der Ersten Einschränkung (Zimzum Alef) in Geradheit und Gerechtigkeit. Das nennt man: gemäß dem Schirm, gemäß den Eigenschaften des Gefäßes in seiner Angleichung an das Licht. Deshalb muss man mehr darüber nachdenken, wie das Licht wirkt, wie es mit dem Gefäß unter einem Dach ist – in Paarung (Siwug), in Einheit bei der Endkorrektur (Gmar haTikkun); und an diese Form muss man denken, sich nach ihr sehnen und ihr ähnlich werden. Ja.

10:08

Schüler: Einerseits sagen wir immer, dass der Wille zu empfangen sehr raffiniert ist, immer nach Wegen sucht und immer Lücken findet. Andererseits haben wir für den Willen zu empfangen das Verständnis – es müsste das Verständnis sein –, dass man ihn töten wird. Und trotzdem läuft er sozusagen noch darauf zu, als würde er das Verlangen nach Spiritualität noch nicht verstehen. Wie passen diese beiden Dinge zusammen? Denn im Verständnis geht man daran, ihn zu töten?

Rav: Das heißt, einerseits ist der Wille zu empfangen sehr raffiniert – das Licht hat in ihm all dieselben Eigenschaften gemacht, nur umgekehrt. Und tatsächlich sehen wir, wie sehr unsere Natur wirklich sehr kompliziert ist. Auch in den oberen Stufen, die wir lernen – das sehen und wissen wir zwar nicht –, lernen wir, dass der Wille zu empfangen und der Wille zu geben, also die Eigenschaften des Schöpfers und die Eigenschaften des Geschöpfs, einander gegenüberstehen: BYA der Heiligkeit, BYA der Klipa.

Wir lernen sogar im Sohar, bei den Buchstaben, im Artikel der Buchstaben, dem ersten Artikel, „Otijot deRav Hamnuna Saba". Dort sind die Buchstaben Eigenschaften, die es innerhalb der Seele gibt; jeder Buchstabe symbolisiert einen Charakter, Eigenschaften, die im Gefäß sind. Der Sohar klärt also alle Eigenschaften, die es innerhalb der Seele gibt, bis er zum Buchstaben Bet kommt, und sagt: Der Buchstabe Bet ist besonders. Warum? Weil er das Symbol des Segens (Bracha) ist. Das heißt, es gibt keinen Unterschied zwischen dem Willen zu empfangen und dem Willen zu geben in dem Sinne, dass der eine geringer wäre als der andere oder so etwas – der eine ist Pharao und der andere ist Schöpfer, und sie stehen einander gegenüber, nur gibt es den Segen. Das heißt: Denn wirklich, die Wurzel „Etwas aus Etwas" kommt von der Seite des Lichts, aber alles Übrige ist auch im Gefäß vorhanden.

Und es steht sogar einfach so im Chumasch geschrieben: dass das, was Aharon vor dem Pharao tun konnte, auch all jene Weisen des Pharao [tun konnten], ja, und all jene… wie [heißen sie]?

Schüler: Zauberkundige (Chartumim).

Rav: Chartumim, ja – ich vergesse dieses Wort ständig. Das heißt: auch von dieser Seite, auch von jener Seite.

Also, was fragst du?

Und beim Willen zu empfangen sehen wir, wie raffiniert er ist – das ist also Natur. Den Willen zu geben kennen wir nicht; vielleicht ist er noch mehr, vielleicht ist er etwas ganz [anderes], aber den Willen zu empfangen sehen wir hier in unserer Natur: Er entwickelt sich von selbst, er sucht immer die besten Wege, er handelt nach dem Gesetz der Optimalität in jedem einzelnen Ding, so wie die Natur alles macht.

Also, du fragst…

13:11

Schüler: Nein, aber andererseits. Das ist die eine Seite; andererseits: Je weiter ein Mensch im Studium fortschreitet, desto klarer ist ihm, dass man daran geht, ihn zu tö… Der Wille zu empfangen versteht, dass man daran geht, ihn zu töten, ihn umzubringen – das ist ihm klar. Wie schafft er es trotzdem, gleichsam zuvorzukommen, wie versucht er trotzdem, darin Dinge zu finden…?

Rav: Wenn wir während des Studiums sagen, dass wir den Willen zu empfangen töten werden, dann sagen wir das nur. Wenn du wirklich wüsstest, was das ist – deshalb ist es eine Sache der Verhüllung, es ist eine Sache der Verhüllung. Verstehst du.

Etwas zu sagen oder etwas zu geben, so…, aber bis zu dem Zustand, den du ertragen kannst. Was heißt ertragen? Dass es zwar schmerzt, aber es sich lohnt. So schreiten wir die ganze Zeit voran, bis zu dem Zustand, in dem ich nichts anderes will als das. Wirklich.

Schüler: Wenn du hierher kommst, sagst du: Ich nehme jetzt das alles und [überlege], wie ich es zu meinem eigenen Nutzen ausnutze. Mit der Zeit verstehst du, dass du dich gleichsam etwas anderem angleichen musst; du wirst überhaupt nicht alles an dich anpassen, sondern du musst dich in einen [bestimmten] Zustand bringen.

Rav: Solange du die ganze Zeit auf den Machsom zugehst, gehst du nur mit einem immer größeren Willen zu empfangen. Dass es dir scheint, du verbesserst dich zum Guten – du verbesserst dich nicht zum Guten, du richtest einfach deinen Willen zu empfangen auf den Schöpfer aus. Das heißt: Es lohnt sich für mich, das zu gewinnen anstelle dieser ganzen Welt.

Schüler: Das ist es, was ich frage: Wie passt das zusammen?

Rav: Und es scheint uns eine Verbesserung zu sein. Was für eine Verbesserung? Das ist einfach ein größerer Wille zu empfangen. Das ist wie bei einem Wissenschaftler: Er hat einen größeren Willen zu empfangen als ein Maler. Und ein Maler hat einen größeren Willen zu empfangen als ein Geschäftsmann. Und ein Geschäftsmann [hat einen] größeren als ein einfacher Arbeiter, der dort ganz normal so vor sich hin lebt.

Ein größerer Wille zu empfangen bedeutet nicht, dass er scheußlichere Formen annimmt, nein. Du siehst tierische Vergnügen, Geld, Ehre, Wissen. Dieser Wissenschaftler, der sich mit allen möglichen feinen Dingen dort befasst, mit irgendeiner reinen Wissenschaft – er will von diesem [tierischen] Leben nicht einmal irgendetwas; es gibt solche, die dafür wirklich ihr Leben hingeben, das nennt man einen großen Willen zu empfangen. Er stört nicht, er will niemanden töten, gar nichts.

15:43 ich übernehme

Schüler: Aber im Verstand wenigstens, im Verstand verstehst du – je mehr du lernst –, dass du dich am Ende einem System angleichen musst, das feststeht. Es ist nicht so, dass du das System an dich ausnutzen wirst.

Rav: Der Verstand – das, was du sagst – wirkt überhaupt nicht auf uns. Wir sind Wille zu genießen, und mit dem Verstand kannst du neben diesem Willen machen, was du willst, irgendwelche Systeme, die du willst – das hilft nicht, wenn ich fühle, ich fühle. Die ganze Sache ist eine Sache des Gefühls; der Verstand wirkt nur in dem Maße, in dem er dem Gefühl helfen kann. Ich kann niemals mit dem Verstand etwas gegen das Gefühl tun; ich muss so vorgehen, dass sie zusammen gehen.

Baal HaSulam erklärt uns das: dass du in dem Moment, in dem du wirklich geben musst – aber wirklich geben –, suchen musst, mit welchem Brennstoff du das tust. Ich kann nicht einfach so nehmen und dir geben, ich kann nicht, ich muss – weil der Wille „um zu empfangen" ist; er ist nicht einfach ein Wille zu empfangen, ich genieße einfach. Wenn ich dir gebe, mit welcher Energie mache ich diese Bewegung? Du weißt, wie das Gesetz der Energieerhaltung ist.

Woher soll ich das nehmen? Das heißt, ich muss mir selbst irgendeine Rechtfertigung geben, was ich gewinne, und dieser Gewinn soll nicht geringer sein als das, was ich tue, und mehr. Das kann nicht in Kalorien sein, das kann in irgendeinem anderen Gewinn sein. Ich kann eine sehr große Mühe geben, zehn Jahre lang, nur um irgendeine besondere Sache zu sehen – aber sie ist für mich diese ganze Mühe wert; ich muss mir jedoch eine Rechtfertigung geben.

Also jedes Mal, wenn wir voranschreiten, müssen wir uns selbst eine Rechtfertigung geben, dass es uns besser gehen wird. Meinst du etwa, du sitzt hier wirklich mit der Absicht: „Ich gehe jetzt lernen, wie ich allen gebe, ohne irgendetwas zu gewinnen"?

18:01

Schüler: Nein, aber wenn es… Du sagst, es gibt keinen Widerspruch; ich sage aber, dieser Widerspruch lebt in dir. Sozusagen einerseits…

Rav: Das ist kein Widerspruch, das nennt man: Ich werde daraus gewinnen, dass ich mehr gebe, als ich empfange. Ich empfange jetzt, ich will Geld empfangen, Ehre, Wissen, tierische Vergnügen – all diese Dinge will ich empfangen. Aber ich sehe daraus, dass ich empfangen will und nicht empfange – ich leide.

Vielleicht lerne ich, auf eine andere Weise zu leben, oder ich will nicht [mehr] – wie ein Inder, der so sitzt, ja, in Lotus-Pose, und stirbt, wirklich stirbt. Was? Weniger zu atmen, nur an eine einzige Sache zu denken, und die Augen vielleicht zu schließen – ich weiß nicht, wie sie das dort machen, aber [es geht darum], den Willen zu empfangen maximal abzutöten. Und plötzlich fühlt er sich, weißt du, [im] Nirwana. Warum? Er hat sich zu einem Stein gemacht, also fühlt er keinerlei Mängel.

Das nennt man Spiritualität. Was für eine Spiritualität? Er hat sich einfach von den Nöten befreit, weil er den Willen zu empfangen bis auf null verkleinert hat. So machen es Fanatiker. Sie sagen dir: Mach dies und das, glaub mir, dir wird es gut gehen. Dasselbe, dieselbe Methode. Weißt du, du lebst, stehst auf, machst dies und das – Gott sei Dank, fertig. Wirklich, Gott sei Dank – schau, geh nach Bnei Brak, du wirst sehen, alle sind fröhlich; das hilft, die Nöte zu überwinden. Der Mensch verkleinert sich, weiß, das hat er im Leben, fühlt sich gut – das ist eine bekannte psychologische Methode.

Also wie soll man es so machen, dass der Wille zu empfangen die ganze Zeit wächst und du dich trotzdem gut fühlst? Ja.

20:03

Schüler: Wie wurde der Wille zu empfangen als Etwas aus dem Nichts erschaffen…?

Rav: Das ist unsere Methode.

Schüler: In unserer Methode gleichst auch du dich einem geschlossenen System an.

Rav: Was für ein geschlossenes System?

Schüler: Dieses System der Gleichheit der Form. Das heißt gleichsam: Es gibt ein bestimmtes Gesetz – wenn ich mich ihm angleiche, wird es mir gut gehen; entferne ich mich von ihm, wird es mir schlecht gehen. Aber…

Rav: Dann lerne ich also über mich selbst dieses Gesetz, diese Gesetze.

Schüler: Ich passe mich trotzdem daran an.

Rav: Ich passe mich nicht an, und ich kann mich nicht anpassen; gar nichts kann ich tun. Im Gegenteil – was ich hier mache, außer dem, was ich… Du sagst, dass ich mich gleichsam dem Licht angleiche, ja, dem Gebenden, das alle möglichen Dinge tun will…

Schüler: Egal ob das Licht. Richtig – jenes Gesetz, über das wir sprechen.

Rav: Nun.

Schüler: Durch das Studium verändere ich mich, um mich an jenes Gesetz anzupassen.

Rav: Aber ich rufe dadurch eine Korrektur von oben herbei; ich werde mich trotzdem nicht [selbst] verändern, ich, ich nicht… Du sagst, das sei auch eine Einschränkung.

Schüler: Wie verändern wir uns nicht – das ist es, was ich frage –, wir, sagen wir, du in Indien: Anstatt nach unten zu sinken, steigen wir nach oben, aber wir verändern uns doch auch und passen uns an einen bestimmten Zustand an.

Rav: Moment, Moment, Moment – der Inder verkleinert letztlich nur seinen Willen zu empfangen.

Schüler: Und wir vergrößern [ihn].

Rav: Wir befassen uns nicht damit, dass wir den Willen vergrößern. Er wächst [von selbst]. Wir befassen uns damit, wir… Unsere Handlung ist eine einzige: nur das Umgebende Licht herbeizurufen, wir haben außer diesem gar nichts. Wir wollen von oben eine Kraft herbeirufen, die – ich weiß nicht was – das Gegenteil von mir ist, und es gibt eine Art Segulla (Wundermittel), die ich vollziehe; ich habe keinen direkten, geraden Zugang zu dieser Kraft, sondern [nur] durch eine bestimmte Handlung während des Studiums, mit der Absicht, dass ich meine Absicht stärke. Dafür brauche ich eine Gruppe, allerlei Handlungen rundherum – aber unterm Strich ist es eine Segulla.

Es gibt darin gar nichts außer diesem. Wenn ich kein solches Buch hätte, ja, dann könnte ich gar nichts tun, gar nichts, außer zu suchen, wann es vielleicht geschieht – so wie es Einzelnen geschieht. Abraham dort – es geschieht Menschen, aber ich… Meine Methode ist gleichsam keine Methode, denn Methode nennt man das, wenn ich mache, baue: „Vielleicht ist hier etwas." Bei mir sind Ursache und Wirkung gleichsam nicht miteinander verbunden, denn ich erfasse dieses Umgebende Licht nicht auf direkte Weise.

Das ist keine Art Diät, keine Art [bestimmter] Handlungen.

22:49

Schüler:

Rav: Was? Eine einfache Sache – der Unterschied ist einfach: dass ich eine Kraft von oben herbeirufe, im Gegensatz zu all den übrigen Methoden. Alle [anderen] Methoden sind aus dieser Welt: Mach mit dem Willen zu empfangen, was du willst. Bei mir nicht. Ich mache mit dem Willen zu empfangen gar nichts, ich weiß, dass ich mit ihm nichts machen kann.

Schüler: Egal andere Methoden, ich rede…

Rav: Ich vergrößere ihn nicht und verkleinere ihn nicht und gar nichts, ich habe nichts zu tun. Ihr habt es immer von mir gehört: Lasst das, was ihr [seid] – denk nicht über deine Eigenschaften nach, bleib in ihnen. Sorge für das Licht, dass es zu dir kommt, für die Kraft von oben. Er hat dich erschaffen, er wird sich um dich kümmern, er wird dich verändern. Das ist der Unterschied in der Methode. Deswegen kann ich diese Methode – weil sie die Obere Kraft betrifft, die gleichsam nicht greifbar in meinen Händen ist – nicht so allen erklären, dass es einfach ist, dass es klar ist.

Das ist keine Art Diät, keine Art Übungen oder allerlei Dinge, die man heute verkauft – Reiki, Schmeiki, ich weiß nicht, allerlei… verstehst du? Ich kann nicht [sagen]: Ich sage dir, mach so und so, dann wird es auf dich wirken. Nun.

24:01

Schüler: Ich sage – oft, ich komme auf meine ursprüngliche Frage zum Widerspruch zurück. Wenn ich mich annulliere – was ich hier nicht verstehe, ist: Wir reden, sagen wir, ich erkläre laut, dass ich meine Verlangen an derselben Stelle erfülle; aber wenn ich mich eigentlich annulliere und mich jenem Gesetz angleiche, wie bleibt dann überhaupt noch etwas von mir selbst in mir übrig?

Rav: Welchem Gesetz gleichst du dich an?

Schüler: Ich sage jetzt, dass es das Gesetz der Gleichheit der Form und der Gegensätzlichkeit der Form gibt.

Rav: Gehst du jetzt daran, die Form anzugleichen?

Schüler: Nein…

Rav: Welche Form?

Schüler: Durch das Studium, durch das Studium wird man mich angleichen – durch das Umgebende Licht; das Umgebende Licht wird mich machen zu…

Rav: Das sagt man dir einfach so, nun. Machst du das denn wirklich – also was machst du?

Schüler: Nein, ich mache das nicht, in Ordnung.

Rav: Was lernst du? Mir geht es schlecht, und ich habe eine Art Glauben, dass das mir hilft, dass es mir gut gehen wird – also kommst du und setzt dich hin. Erzähl mir nicht, dass du einen anderen Antrieb hast; das ist es, was du willst.

24:48

Schüler: Dem stimme ich zu, ich sage aber, es besteht bei mir trotzdem gleichsam… gut.

Rav: Der Widerspruch besteht, und warum? Das nennt man „Ich habe mich gemüht und gefunden" – dass du wirklich nicht weißt, worauf du zugehst. Das ist dein Glück, ja, ja, denn gegenüber der gegenwärtigen Natur ist das eine Sache, der man nicht zustimmen kann, man kann nicht zustimmen.

Schüler: Also was – der Wille zu empfangen, der jetzt hört, was du sagst, er hört es gleichsam nicht?

Rav: Er hört nicht, natürlich hört er nicht. Jetzt verstehst du den Grund für die Verhüllung. Sonst – er schreibt das: Wenn der Wille zu empfangen verstehen würde… Zunächst einmal, wenn es einerseits keine Verhüllung gäbe, würde der Wille zu empfangen von selbst hinter spirituellen Vergnügen herlaufen, und dann würde das zur Klipa werden. Wenn der Wille zu empfangen bis jetzt nicht versteht, dann scheint es ihm, dass die Vergnügen weitergehen werden, nur besser sein werden – und das hilft nicht.

Ich kann dir sagen: Lass es, es lohnt sich nicht für dich, nein, er… Die Natur kann man trotzdem nicht täuschen, mit ihr kann man nichts machen. Das Licht, das den Willen zu empfangen erschaffen hat, legt in ihn einfach – legt in den Willen zu empfangen eine andere Eigenschaft. Das kann man nicht erklären. Er schreibt: Was ist die Sache mit LiShma? Man kann das nicht verstehen, das ist ein Leuchten von oben, ja. Du kannst [das Buch] aufschlagen und sehen. 26:47

„Die Sache mit LiShma" – wo ist das, helft mir, es zu finden. „LiShma ist Itaruta deLe'ela." 84. Welche, 91?

Schüler: Die Sache mit LiShma, „Kabbala für den Anfänger".

Rav: Ja, „Kabbala für den Anfänger", Seite 84. „Um zur Stufe LiShma zu gelangen, liegt es nicht in der Hand des Menschen, sie zu verstehen" – wir können das einfach nicht verstehen, sondern „denn es liegt nicht im menschlichen Verstand zu begreifen, wie so etwas in der Welt sein kann". Das ist in keinerlei Form in uns vorhanden. „Und das aus dem Grund, dass alles, was man dem Menschen zu verstehen gibt" – in unserem gegenwärtigen Zustand –, „dass er, wenn er sich mit Tora und Mizwot beschäftigt, etwas erlangen wird, notwendigerweise ein Eigennutzen dabei sein muss" – das ist es, was du dasitzt und einen Cracker isst, richtig?

„Denn andernfalls ist der Mensch nicht fähig, irgendetwas zu tun" – wie soll ich irgendeine Bewegung machen, wie soll ich eine Seite aufschlagen? Ich muss mir dafür Brennstoff geben, ja. „Vielmehr" ist LiShma „ein Leuchten, das von oben kommt. Und nur wer das gekostet hat" – das heißt, wer schon dahin gelangt ist, danach –, der „kann es wissen und verstehen. Und darüber ist gesagt" – zuerst – „Kostet" und danach „und seht, dass der Herr gut ist".

Schau, er stellt danach diese Frage: „Wenn dem so ist, ist zu verstehen: Wozu muss der Mensch Kunstgriffe und Ratschläge machen, wie er zu LiShma gelangt? Es werden ihm doch keinerlei Ratschläge helfen; und wenn der Herr ihm nicht die zweite Natur gibt" – wenn das Umgebende Licht nicht kommt, dann kann ich mich nicht verändern, ich habe keinerlei Fadenende, von dem aus ich diese Veränderung beginnen könnte –, „die man Wille zu geben nennt, wird dem Menschen keine Mühe nützen, um die Sache LiShma zu erlangen".

Was heißt, dem Menschen wird keine Mühe nützen? Auf direkte Weise wirkt meine Mühe nicht. Das nennt man „Ich habe mich gemüht und gefunden". Das heißt, nachdem ich mich mühe, gibt er mir das LiShma. Aber nicht, dass ich selbst es wirklich auf direkte Weise bewirke. Und die Antwort ist, wie geschrieben steht: „Nicht dir obliegt es, das Werk zu vollenden, und du bist nicht frei, dich ihm zu entziehen." „Das heißt, dem Menschen obliegt es, die Erweckung von unten zu geben, da dies die Eigenschaft des Gebets ist. Denn Gebet nennt man einen Mangel."

Du baust einen Mangel dabei auf, „und ohne Mangel gibt es keine Erfüllung". Aber welchen Mangel kann es bei mir geben? Nicht einen Mangel an LiShma – was hilft mir das also? Ich will also Spiritualität, ich weiß, was Spiritualität ist: abstrakte, spirituelle Vergnügen, Schöpfer, ich weiß nicht was. Aber nicht wirklich LiShma. Egal, sagt er, du musst einen Mangel haben, und deshalb nennt man es „gefunden". 30:06

„Dann kommt die Erfüllung von oben, und dann kommt von oben die Erhörung des Gebets. Das heißt, dass er Erfüllung auf seinen Mangel erhält. Es zeigt sich: Das, wozu man die Arbeit des Menschen braucht, um vom Herrn das LiShma zu empfangen, ist nur die Eigenschaft von Mangel und Gefäß. Und die Erfüllung kann der Mensch niemals aus sich selbst erlangen, sondern sie ist ein Geschenk Gottes."

Das ist es. Das heißt, unsere Arbeit besteht nur im Umgebenden Licht, wir haben gar nichts anderes. Deshalb sind uns die Gemeinschaft, die Gruppe, allerlei Faktoren dafür so wichtig, und man sieht hier, dass… Vorerst weiß ich nicht, jetzt reden wir, weißt du, über allerlei – wie man ausweiten kann, ja, dass viele Menschen lernen, dass viele… das heißt, wie wir durch das Licht, nur durch das Licht, in unserer Welt bewirken können, dass es besser wird.

Also wie können wir mehr Umgebendes Licht auf uns ziehen, auf die ganze Nation, auf die ganze Welt? Schau, die Welt wird schrecklicher und grausamer, verwirrter – das ist alles Verhüllung, ja. Also wie kann man Umgebendes Licht ziehen? Da siehst du: Was er schreibt, ist – nur durch das Studium. Nun, wie kann ich zu meinem Volk kommen und ihnen sagen: Lernt. Wer, welche Verbindung – es gibt noch keine Erklärung, es gibt noch keinen Zugang.

Das alles, weil wir nicht auf direkte Weise in die Spiritualität eintreten. LiShma ist erfüllt [von Verhüllung] – LiShma ist eine Sache der Verhüllung. Ja.

32:03

Schüler: Wenn der Wille zu empfangen Etwas aus dem Nichts ist – wie wurde er erschaffen?

Rav: Der Wille zu empfangen wurde als Etwas aus dem Nichts erschaffen.

Schüler: Aber wie – wenn es in ihm gar nichts über das Empfangen gibt, wie wurde er als Etwas aus dem Nichts erschaffen?

Rav: Das ist die Sache mit dem… das ist eigentlich die Sache mit der Schöpfung. Der Schöpfer heißt Schöpfer, weil er etwas erschaffen hat, das in ihm nicht existiert – nämlich diese Abtrennung, die es zwischen ihm und der Schöpfung gibt, dadurch, dass es zwei Arten der Natur sind, ja: die Natur des Schöpfers und die Natur des Geschöpfs. Aber abgesehen davon, dass das eine „Etwas aus Etwas" ist und das andere „Etwas aus dem Nichts", geschehen alle übrigen Dinge zwischen ihnen bereits ohne jegliche Einschränkungen von Seiten des Schöpfers. In Ordnung? Ja.

33:02

Schüler: Warum wirkt von allen Arten des Lichts, die wir kennen, nur das Umgebende Licht?

Rav: Warum wirkt von allen Arten des Lichts, über die wir sprechen, nur das Umgebende Licht in unserem Zustand auf uns, korrigiert uns? Was ist überhaupt Licht? Licht ist die Gegenwart des Schöpfers; das Fühlen des Schöpfers innerhalb des Gefäßes nennt man „Licht". Es gibt nicht „Schöpfer" und „Gefäß" und Licht dazwischen in der Mitte, oder noch allerlei Dinge – nein, es gibt nur zwei. Vielmehr geben wir allerlei Erscheinungen, besonderen, einzelnen Einwirkungen des einen auf das andere allerlei Namen.

Aber insgesamt gibt es zwei, ja: Das Fühlen des Schöpfers innerhalb des Geschöpfs nennt man Licht. Das Fühlen des Mangels an dem Schöpfer innerhalb des Geschöpfs, das ist der Mangel an Licht oder Dunkelheit, einfach. Jetzt, wie kann es sein… Jetzt, dieses Licht, das den Willen zu empfangen erschaffen hat – wir lernen: nach den vier Phasen des Direkten Lichts –, dieses Licht, das den Willen zu empfangen als Etwas aus dem Nichts entwickelt, bringt ihn in den Zustand Malchut der Unendlichkeit (Ein Sof) und erfüllt ihn. Das heißt, der Schöpfer hat einen Willen zu empfangen in einem bestimmten Maß erschaffen und dieses Maß mit seiner Gegenwart erfüllt, und das nennt man Malchut der Unendlichkeit.

Jetzt, wenn er sich entfernt, fühlt man sich nicht gut. „Warum hast du mich verlassen?" Wenn er kommt – Gott sei Dank –, fühlt man Vergnügen und [es ist] gut. Wenn das Licht nicht innerhalb des Gefäßes ist, ist es außerhalb des Gefäßes. Was heißt außerhalb? Es gibt ein Gefühl, dass es da ist, aber nicht in mir, sondern aus der Ferne. Deshalb nennt man es „umgebend". Gemäß der Gleichheit der Form – soweit ich ihm gemäß meinen Gefäßen ähnlich bin, erfüllt es mich danach. Dann tritt es ein und heißt „inneres [Licht]".

Das ist dasselbe Licht, das speziell mir zugehört. Wir lernen, dass wir, bevor wir in unseren Zustand herabgestiegen sind, in der Welt Azilut waren, im Zustand „Er und Sein Name sind eins". Das nennt man die „Allgemeine Seele", die man „Adam" nennt, „Adam haRischon", die mit dem ganzen Licht erfüllt war, das heißt, in Vereinigung mit dem Schöpfer. Danach kam der Bruch. Das heißt, die Sünde am Baum der Erkenntnis.

Und diese Seele zerfiel in viele Teile, teilte sich, zerbrach, stieg herab und fiel in diese Welt. Und hier, in dieser Welt, [sind] alle ihre verdorbenen Teile. Und das Licht, das die Seele erfüllte, entfernte sich und befindet sich in Azilut. So lernen wir. Die Lichter befinden sich in Azilut, die alle… erfüllen sollten, die in der Seele, in den Seelen waren, und die Seelen befinden sich unterhalb von Azilut.

Diese Lichter, die aus Azilut leuchten, von oberhalb des Parsa zu den Seelen, die sich unterhalb des Parsa in den Welten BYA oder in dieser Welt befinden – diese Lichter nennt man die „Umgebenden Lichter". Was heißt das? Dass sie – wie er in Artikel 155 in der „Einleitung zum Talmud der Zehn Sefirot" schreibt – Lichter sind, die bereitstehen, jedes seine Seele zu erfüllen, aber es aus Mangel an Korrektur in den Seelen noch nicht können. 37:07

Wenn ich meine Seele mit der Absicht um zu geben korrigiere, in irgendeinem Maß, in demselben Maß wird das Licht mich erfüllen. Korrigiere ich mich noch ein wenig, wird mich noch mehr Licht erfüllen. Also habe ich insgesamt hundertfünfundzwanzig Stufen. Das heißt, hundertfünfundzwanzig Zustände, in denen ich mich immer mehr und mehr korrigieren kann und mich entsprechend mit immer mehr und mehr Licht erfüllen kann – gemäß der Gleichheit der Form, gemäß dem Maß der Korrektur. Das ist alles.

Also dasselbe Licht, das einst in mir innerlich war, ging hinaus, wurde umgebend und blieb in Azilut, und ich befinde mich hier. Welche Verbindung habe ich zu ihm? Gar keine Verbindung. Also haben die Kabbalisten Bücher geschrieben und gesagt: „Wenn ihr unsere Bücher lest – in dem Maß, in dem ihr die Bücher lest und wollt, dass dieses Licht auf euch wirkt, dass es kommt und euch korrigiert, dass ihr wissen wollt, dass ihr dazugehören wollt –, dann erscheint dieses Licht." Es erscheint aus der Ferne: aus Azilut zu den Welten BYA und zu dieser Welt.

38:25

Schüler: Der Wille zu geben – das heißt, Gleichheit der Form mit dem Licht oder mit dem Schöpfer?

Rav: Ist der Wille zu geben Gleichheit der Form mit dem Licht oder mit dem Schöpfer? Der „Schöpfer" – das nennt man die Gesamtheit des ganzen Lichts. Das ganze Licht in seiner Gesamtheit nennt man „Schöpfer". Die Teile des Lichts – das heißt, die Weisen, wie es im Gefäß gefühlt wird, gemäß dem Maß der Korrektur des Gefäßes –, das nennen wir „Licht". Ein solches Licht, ein solches Licht, so.

Gemäß dem, wie es einwirkt auf… Das ist nicht… das ist der Schöpfer. Verstehst du? In dieser oder jener Form, so oder so – er, er arbeitet mit mir. Das nennt man „die Arbeit des Herrn". Er arbeitet. Er macht das. Ich muss ihn nur bitten. Denn ohne Bitte wird das, was er mit mir macht, nicht gefühlt werden. Ich werde nichts von ihm lernen, ich werde nicht wissen, was er macht. Ich werde ihm niemals ähnlich werden können.

Und das Ziel der Schöpfung ist, dass ich wie er sein werde. Also wie kann ich wie er sein? Dadurch, dass ich lerne, dass es gut wäre, wenn er jetzt so und so machen würde. Oder… dann habe ich eine Handlung von ihm gelernt. Ich bin zu einem Zustand gelangt, in dem – so wie er jetzt diese Handlung machen will – wenn auch ich diese Handlung machen will, nennt man das, dass ich darin schon wie er geworden bin.

Und dann macht er sie. Was heißt, er macht sie? Er vollendet diese Handlung, zeigt mir, wie man es macht, und wieder muss ich auf der nächsten Stufe das Verdorbene sehen und [sehen], wie man daraus etwas Korrigiertes macht. Dadurch lerne ich seine Handlungen. Dadurch werde ich also wie er.

Von hier aus sieht man, dass man nicht dem Schöpfer ähnlich werden kann, außer dadurch, dass ich mich die ganze Zeit im verdorbenen Zustand befinde, in ihm wähle, wie es sein müsste – vielleicht so und so –, bis ich zur Lösung komme. Die Lösung ist nicht, den verdorbenen Zustand zu korrigieren, sondern durch diese verdorbenen Zustände ihm ähnlich zu werden und wie er zu sein. 40:32

Wie er zu sein, das heißt: Ich muss nicht [nur] in meinem Verstand wie er und in meinem Willen allein wie er sein. Ich… wie er sein zu wollen, das nennt man, zusammen mit ihm in Anhaftung (Dwekut) zu sein. Und in Anhaftung, das heißt, dass ich – über diese Handlung hinaus, bei der ich entdeckt habe, dass ich es richtig so und so machen würde – danach dahin gelange, dass ich durch diese Handlung an ihm angehaftet sein will.

Deshalb bitte ich ihn nach dieser Handlung, dass er die Handlung ausführt, und das Ergebnis der Handlung wird die Anhaftung sein. Das heißt, dass insgesamt der ganze Wille zu empfangen – mit all den Mängeln darin, mit dem ganzen Prozess der Korrektur und mit dem ganzen Prozess der Erfüllung – dafür ist, dass ich an ihm angehaftet sein werde.

41:31

Schüler: Sind alle diese Handlungen spirituelle Handlungen?

Rav: Spirituelle Handlungen, gewiss. Was heißt das? Alle Handlungen sind spirituelle Handlungen. Das sind Handlungen im Willen. Das Gefäß ist Wille. Das sind nicht Hände und Füße. Das ist Wille. Bis wir anfangen, in unserem Willen allerlei Willen zu unterscheiden – gemäß den Graden der Dicke (Awiut), gemäß dem Charakter, in der Breite und in der Höhe. Die Seele ist ein allgemeiner Wille, der in 620 Teile geteilt ist, 620 Willen. Jeder einzelne Wille ist eine Art – eine Art Weise zu genießen, Wille zu genießen. Jeder in seiner Form.

Schüler: Eigentlich ist eine Handlung Wille und Absicht zusammen, und wir übergehen die Absicht.

Rav: Die Handlung besteht darin, dass ich jeden einzelnen Willen mit der Absicht gebrauche, dass ich durch den Gebrauch dieses Willens ihm ähnlich sein und an ihm anhaften will. Verstehst du? Ich hatte auch so eine Frage im Internet. Auch Gilad war einmal in einer Frage mit irgendeinem großen Rabbiner, der ihm schrieb: zu sein, zur Stufe des Schöpfers zu gelangen, das nenne man nicht „jüdisch".

Das ist etwas, das überhaupt nicht… unzulässig. Es steht… ausdrücklich geschrieben: „Und die Kinder Israels sollen umkehren bis zum Herrn, deinem Gott." Du musst zu dieser Stufe gelangen. Nicht zum Herrn, deinem Gott. „Bis zum Herrn, deinem Gott", wirklich. Zu dieser Stufe muss man gelangen. Wir lernen das aus den Handlungen von Zon der Welt Azilut, sagen wir. Zeir Anpin, Malchut, die gleich sein müssen. In der Sprache der Kabbala kann man über die Einzelheiten davon sprechen. In der gewöhnlichen Sprache ist das… Ja.

43:47

Schüler: Er schreibt auf Seite 153 im zweiten Absatz von unten: „Und nach dem Gesagten wird die Deutung von ‚vollkommen Gerechter' sein, dass seine Absicht nur ist, dem Schöpfer Zufriedenheit zu geben. ‚Vollkommen Böser' wird bedeuten, dass er nur empfangen und überhaupt nicht geben will." Gibt es gemäß diesen Definitionen in der Vorbereitungsphase einen Zustand, in dem ein Mensch „Gerechter" heißt? Gemäß diesen Definitionen [ist] ein Mensch…

Rav: Gemäß diesen Definitionen, dass „Gerechter" heißt, dass seine Absichten ganz um zu geben sind, und „Böser", dass seine Absichten ganz um zu empfangen sind – dann sind wir während der Vorbereitung weder Gerechte noch Böse. Denn wie kannst du ein vollkommen Böser sein? Wie viel Willen zu empfangen hast du, dass du schon wirklich vollkommen bist?

Was willst du in deinem Leben – selbst wenn du all deine Verlangen ausführst, sie verwirklichst –, was ist es dann insgesamt…? Was, was… Weißt du, welche Vergnügen es in der Welt gibt, in den Welten, die du um zu empfangen willst? Was öffnet man dir? Was kannst du? Womit? Wonach sehnst du dich, unter uns? Das ist wie ein Hahn, wirklich. Nun, was? Nein, aber wirklich. Nun…

Deshalb sind wir nicht… In jeder Stufe gibt es einen Zustand von vollkommen Gerechtem und vollkommen Bösem. Bevor man die Stufe beginnt, befindet sich der Mensch im Willen zu empfangen, in der Dunkelheit, im Fall; er fühlt, wie verdorben er ist – das nennt man, dass er für sich selbst festlegt; der Mensch muss es sagen, nicht jemand [anderes] sagt es. Der Mensch legt fest, dass sein Zustand [der eines] vollkommen Bösen ist, ja, dass all seine Verlangen und all seine Gedanken und alles um zu empfangen ist und dass er wirklich der Verdorbenste und Schlechteste von allen ist.

Manchmal fühlst du dich noch nicht schlechter als der Freund?

45:26

Schüler: Ich fühle mich die ganze Zeit [so].

Rav: Ja, nun, nun. Wenn er wirklich fühlt, dass es keinen Schlechteren gibt als ihn, dann legt er fest – das nennt man das Fühlen [des Zustands] eines vollkommen Bösen, jeder gemäß seiner Stufe. Und danach, wenn er lernt und korrigiert, wechselt die Zeit, dann gelangt er zu dem Zustand, den man vollkommen Gerechter nennt. Und das [ist] in jeder Stufe: linke Linie, Erwerb der Gefäße, Fühlen der Dunkelheit, ja? Verzweiflung – darin sieht er dort diese Zustände, die man vollkommen Bösen nennt; und danach, wenn er an der rechten Linie anhaftet, sich korrigiert, ein wenig mehr Spiritualität fühlt, [heißt es] vollkommen Gerechter.

So ist es, das [ist] in jeder Stufe, zwei Enden, und dazwischen ist es dort ein wenig böse, ein wenig gerecht, so, so. Aber je höher man in den Stufen aufsteigt und sich wirklich der Spiritualität nähert und Spiritualität durchläuft – wenn er Spiritualität durchläuft, dann ist er einmal in den Klipot, einmal in der Heiligkeit. Dann ist dort wirklich Böser gleich Böser, das ist ein Teil des Pharao, all dieser Klipot. Und Gerechter ist Gerechter, das ist Gleichheit der Form in einem gewissen Maß mit dem Schöpfer, das ist wirklich – dort ist es echt. Bei uns ist es wie ein Spiel im Kindergarten, so ist es. Nun.

Schüler: Was nicht klar ist – du sagst, dass man zu einer Stufe gelangt, das heißt, auch in der Vorbereitungsphase am Anfang fühlt man sich so [als] vollkommen Böser, mir gelingt gar nichts…

Rav: In jeder Stufe gibt es einen Zustand [von] vollkommen Bösem und vollkommen Gerechtem.

Schüler: Was ist ein vollkommen Gerechter in der Vorbereitungsphase? Denn auch am Ende der Stufe, wenn man sich gleichsam gut fühlt, was ist das noch – es ist nicht, dass man fühlt… eigentlich.

Rav: „Vollkommen" heißt: in allem, was in meinem Besitz ist, in all den Verlangen, die jetzt in mir schlecht sind. Vielleicht enthüllt man mir jetzt von der ganzen Seele nur zehn Prozent von ihr. Aber wenn ich in diesen zehn Prozent an Verlangen, an Sehnsüchten, an Gedanken – an allem, was zu diesen zehn Prozent gehört – entdecke, wie verdorben ich bin, das nennt man, dass ich für mich selbst festlege, dass ich ein vollkommen Böser bin. Wenn ich das danach korrigiere und erfüllt werde, dann fühle ich, dass ich zu einem vollkommen Gerechten geworden bin – gemäß wem? Der Schöpfer heißt Gerechter. Wenn ich ihm ähnlich bin, dann bin auch ich wie er, in derselben Stufe, in denselben zehn Prozent.

Danach fügt man mir noch ein Prozent hinzu, dann [bei] elf Prozent – oh weh, [bei] elf Prozent fühle ich mich ganz und gar schlecht. Denn es ist nicht [nur] ein Prozent, das man hinzufügt. Elf – dass du wirklich aus den elf heraus siehst, dann siehst du auch die vorigen zehn als schlecht, dass du in ihnen auch gar nichts korrigiert hast. Das heißt, je höher du aufsteigst, ist es nicht so, dass du nur um ein Prozent voranschreitest, noch ein Prozent, noch ein Prozent.

Wenn du das von einer Stufe größeren Bewusstseins aus betrachtest, dann siehst du, dass du bei all den übrigen Stufen, die du durchlaufen hast – du dachtest in der vorigen Stufe, dass du zumindest gegenüber jener Stufe ein Gerechter bist –, jetzt siehst du, dass du ein Böser gegenüber der vorigen Stufe bist, auch. Verstehst du. Das heißt, jetzt hast du elf nicht-gute Stufen. Und danach, verstehst du.

Also auf der letzten Stufe vor der Endkorrektur siehst du, dass du in all diesen Stufen wirklich schrecklich und furchtbar bist, als hättest du gar nichts durchlaufen. Verstehst du. Das nennt man einen Bösen, verstehst du? Das sind gewisse Gefühle. Also versteht man von hier aus, dass das nicht einfach so ein Weg für jeden von außen ist. Und es ist gut, dass ihr nicht wisst, wovon ich rede. Das ist auch bei mir dasselbe, auch gegenüber der nächsten Stufe. Das ist die Notwendigkeit der Verhüllung. Von hier aus sieht man, warum man nicht anders voranschreiten kann als nur in der Verhüllung. 49:22

Man verhüllt dir deine Gefäße und man verhüllt dir Vergnügen. Die Gefäße verhüllt man, weil du sie nicht überwinden könntest – du würdest sehen, was für ein Grauen du bist, du würdest davor fliehen, die Augen schließen, ich weiß nicht, dich aufhängen. Und man verhüllt dir Lichter, denn wenn du entdecken würdest, was für Lichter es gibt, was für Vergnügen, was Ewigkeit ist, was Vollkommenheit ist – „ahh, ahh" –, dann wärst du erledigt, du hättest keinen Raum, an irgendetwas anderes zu denken. Du wärst darauf fixiert wie ein Verrückter.

Das nennt man Pulsa deNura, hast du gehört?

49:58

Schüler: Aber in unserer Phase – du sagst, dass du in der Spiritualität, wenn du von hier nach dort übergehst, eine Korrektur machst. Wenn wir uns jetzt hier befinden, geht es nur von Dunkelheit zu Dunkelheit, es gibt so etwas [wie das andere] nicht. Ich kann nicht… es gibt eigentlich kein Gefühl, dass man plötzlich fühlt: oh, ja, das ist gut. Es gibt immer schlecht, und dann heißt es: okay, das ist schlecht, und dann kommt noch Schlechteres. Es gibt keinen solchen Zustand von Erfüllung, es gibt nur die ganze Zeit mehr Mangel, mehr Mangel, mehr Mangel, mehr Dunkelheit gleichsam. Ich weiß es nicht zu erklären, vielleicht erkläre ich die Frage nicht richtig. Es gibt diesen Zustand nicht, den er gleichsam beschreibt – das Gefühl, das auch du beschreibst, das Gefühl, dass du die Stufe durchläufst: Am Anfang bist du ein Böser, danach wirst du zu einem Gerechten. Es gibt den Bösen, und danach wirst du zu einem noch größeren Bösen.

Rav: Was soll man machen, wenn du außer dem nichts mehr hast – was soll ich machen?

Schüler: Nein, ich rede über mich selbst, denn es gibt darin kein Gefühl. Immer siehst du, dass es eigentlich nur nach mir [geht], nur nach mir, nur nach mir, und du siehst, dass dich das aufhält, stoppt. Es geht vorüber, sagst du.

Rav: Was man nicht macht, macht die Zeit. Nein, es gibt viele Zustände – was nennt man insgesamt [den Zustand] vor dem Machsom? Das ist ein Zustand, in dem du etwas machen musst, ohne überhaupt irgendeine Ursache und Wirkung daraus zu verstehen. Und das ist so bis zum letzten Moment. Ich sage dir, bis zum letzten Moment. Selbst wenn du dich schon gewöhnst – es gibt die Sache mit „Gewohnheit wird zur zweiten Natur", er schreibt das dort im Artikel. Und selbst wenn du schon Prozesse verstehst, dass nach schlechten Dingen gute Dinge kommen und dass es wieder wechselt und man das durchlaufen muss – irgendwie so, sich unterwerfen und warten.

Trotzdem sind alle Zustände Zustände, die uns verborgen sind – was soll man machen? Es gibt keine Wahl, sonst würden wir nicht [hindurch]gehen, ich sage dir, von beiden Seiten: Auch von Seiten des Gefäßes – wäre es nicht verborgen, hätten wir wirklich Angst, einen so großen Willen zu empfangen zu berühren; und auch von den Lichtern wären wir einfach verrückt nach diesen Vergnügen und könnten uns nicht rühren – sowohl von dem als auch von dem, zwei Enden, deshalb ist es verborgen, sowohl das eine als auch das andere.

Und wir [sind] mittendrin, so, auf diese Weise… im Dunkeln, ein solcher Zustand… weder das eine noch das andere. Ja.

52:40

Schüler: Ich verstehe nicht: Wenn es nichts außer ihm gibt – wo kommt die Sache mit der Mühe her? Denn gleichsam bin sowohl ich als auch meine Gruppe hier wegen ihm, also wo kommt die Mühe her?

Rav: Wenn es nichts außer ihm gibt, wo [ist] dann die Sache mit der Mühe? Die Mühe [besteht] gerade darin, wirklich in all meinen Verlangen festzulegen, dass sie… in meinem ganzen Ich, das Pharao ist und sagt „ich werde herrschen", dort die Herrschaft des Schöpfers einzusetzen, das nennt man „es gibt nichts außer ihm". Wer muss das sagen? Der korrigierte Pharao muss zu dem Zustand gelangen, dass es nichts außer ihm gibt; das Ich muss zu diesem Zustand gelangen. Ja.

Schüler: Was müssen wir während des Studiums – sagen wir jetzt – im Denken tun, im Willen?

Rav: Oh, das ist die Sache. Nur zu denken, dass ich davon eine Korrektur will, nicht mehr als das. Es gibt irgendeine Art Umgebendes Licht – ich weiß nicht, was das ist –, es gibt etwas, das von oben während des Studiums auf mich einwirkt. Also habe ich irgendwelche Nöte? Dann muss ich zum Studium kommen und lernen – was sagt Baal HaSulam? Die Frage „Was ist der Sinn unseres Lebens?" Geht es dir schlecht? Schlag das Buch auf. Das ist es. Nicht mehr, auf einfache Weise, sodass es wirklich ein Buch der Heilung ist, eine Medizin – aber nicht an einem Ort, wo du jetzt über die Krankheit lernst und danach an irgendeinen Ort gehen und eine Medizin kaufen und sie schlucken und warten musst, dass sie vielleicht wirkt. Hier stattdessen.

Und was die sogenannten Nebenwirkungen betrifft, die davon kommen werden – dass du dich noch schlechter fühlst –, dann muss man verstehen, dass das keine Nebenwirkungen sind, sondern das ist die Heilung selbst. Das ist, weißt du, wie die Naturheilkundigen sagen: Je schlechter [es] am Anfang der Heilung [ist], desto besser. Das sagen sie immer so, und das ist wirklich richtig. Das ist wirklich richtig, wir sehen bei allen natürlichen Dingen: Wenn man die Krankheit loswerden will, dann fühlt man sie am Anfang schlechter. Dasselbe.

Schüler: Was ist genauer zu wollen – ich weiß nicht, was Korrektur ist, ich weiß nicht, was genau zu erbitten [ist], genau diese Sache; also sagst du…

Rav: Nein, dass es mir gut gehen soll, mehr braucht es nichts, was… Moment: Hast du die Frage „Was ist der Sinn unseres Lebens?", oder geht es dir gut? Wenn [es dir] gut [geht], dann bleib zu Hause. Das ist sehr einfach: Die Frage „Was ist der Sinn unseres Lebens?" verpflichtet den Menschen – ob du willst oder nicht willst, du fragst; es ist nicht [etwas], das du überall einträgst… Du siehst, sie haben dort „Was ist der Sinn unseres Lebens?" eingetragen, damit wir uns daran erinnern, dass ich keinen Sinn habe. Jemand hat geschrieben, dass… wenn ich in meinem Herzen keine Forderung habe, dann ist das Studium einfach so – verstehst du, das ist wirklich schade darum.

Deshalb suchen wir nicht Menschen, die zum Lernen kommen [und die] lernen wollen – verstehst du, ihnen fehlt Wissen. Wie ein Professor an der Universität dort, weißt du, es kamen solche. Es kam damals zu uns, mehrere Male, irgendein Professor für Kabbala von der Universität Tel Aviv, wirklich, eine Fakultät dort für Geisteswissenschaft, ich weiß nicht was dort – da sagt er, ich weiß nicht, wir lernen Geschichte darüber, wann man das geschrieben hat und all diese Dinge, das lernen wir, das nennt man bei uns, über Kabbala allerlei Dinge zu wissen.

56:25

Schüler: Der Wille zu empfangen ist nicht…

Rav: Er kam auf eine solche Weise, dass er nicht einmal das lernen wollte – das heißt, ich habe mit ihm nicht über die innere Arbeit gesprochen, sondern einfach das Studium von Sefirot, Parzufim; er sagt, wozu solche Dinge lernen, man muss darüber Bescheid wissen, sogar darüber, verstehst du. Er ging – was kann man machen.

(Ende der Lektion)

¹ Im Original steht an dieser Stelle eine Unsicherheit des Transkripts: „להכביד עלינו (להחביא מאיתנו?)" – „uns zu belasten" bzw. laut Klammervariante „uns [etwas] zu verbergen".
² „ערך הפוך אורות וכלים" – wörtlich „umgekehrter Wert von Lichtern und Gefäßen", der kabbalistische Grundsatz des umgekehrten Verhältnisses zwischen Lichtern und Gefäßen.