Tägliche Lektion18. Okt. 2026(Morning)

Part 1 Baal HaSulam. Verhüllung und Enthüllung des Angesichts des Schöpfers - 1 (13.05.2004)

Baal HaSulam. Verhüllung und Enthüllung des Angesichts des Schöpfers - 1 (13.05.2004)

18. Okt. 2026

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Morgenunterricht 13.05.2004

Verhüllung und Offenbarung des Schöpfers – 1, Lektion 2

Vorleser:

Offenbarung

„Die Stärkung im Glauben in der Zeit der Verhüllung, dass der Schöpfer die ganze Welt lenkt, bringt ihn zu den Büchern. Von dort erhält er ein Leuchten (das Licht der Korrektur) und das Verständnis, wie er sich im Glauben an die Vorsehung des Schöpfers stärken kann.

Wenn sich seine Anstrengungen, an die Vorsehung des Schöpfers zu glauben, bis zu dem Maß ansammeln, das ausreicht, damit das Licht der Korrektur auf ihn einwirkt² (das heißt, dass er dieses ganze Licht aufnimmt), wird er bereit für die Vorsehung des Schöpfers über ihn im Zustand der Offenbarung. Dann offenbart sich der Schöpfer als „gut und Gutes tuend" für alle Seine Geschöpfe, in allen Weisen der Natur und entsprechend ihrem Verlangen⁶." 00:58

Vorleser: Lesen wir noch einmal: „Offenbarung" …

Rav: Was steht hier? „Offenbarung". Wir haben darüber gesprochen, dass der Mensch sich in der doppelten Verhüllung befindet und danach in der einfachen Verhüllung. Die „doppelte Verhüllung" heißt auch Verhüllung innerhalb der Verhüllung: Er fühlt, dass es ihm schlecht geht und dass es keinen Lenker¹ gibt. In der „einfachen Verhüllung" fühlt er, dass es ihm schlecht geht, aber es gibt einen Lenker. Das heißt, in der einfachen Verhüllung kann er in einen Zustand kommen, in dem er trotz des Schlechten den Lenker suchen kann und sich bemühen kann, Ihn zu rechtfertigen: Ihn hinter allem zu sehen, was ihm passiert, hinter allen Handlungen, allen Taten, allen Ereignissen in der Welt, und Ihn auch zu rechtfertigen.

Und dann bemüht er sich viele Male, so viel es geht, bei jeder Gelegenheit, an die er sich erinnert, den Schöpfer zu suchen, Ihn zu finden und Ihn zu rechtfertigen. Wenn sich seine Taten, seine Mühen, zu einem gewissen vollen Maß angesammelt haben, dann – und das ist es, was Baal HaSulam sagt – „die Stärkung im Glauben in der Zeit der Verhüllung", das heißt bei der Suche nach dem Gefühl des Schöpfers als gut und Gutes tuend, obwohl er sich in der Verhüllung befindet, also fühlt, dass es ihm schlecht geht, „dass der Schöpfer die ganze Welt lenkt."

Dann „bringt [das] ihn zu den Büchern. Von dort erhält er ein Leuchten (das Licht der Korrektur)". So lernen wir es in Punkt 155 der „Einführung in den Talmud der Zehn Sefirot"⁴ und an einigen anderen Stellen: aus den Büchern, durch die Gruppe, in der er lernt, wenn er zusammen mit den Freunden lernt, mit der Absicht, zur Offenbarung des Schöpfers zu kommen. Denn das ist die ganze Weisheit der Kabbala: die Offenbarung Seiner Göttlichkeit⁵ für Seine Geschöpfe in dieser Welt. Wenn er sich darin müht, erhält er Or Makif, das „Licht der Korrektur" genannt wird, „und das Verständnis" – auch das erhält er dadurch –, „wie er sich im Glauben an die Vorsehung des Schöpfers stärken kann." Das heißt, er lernt die Wege seiner Stärkung durch die Gruppe, durch die Freunde. So wirkt das Or Makif auf ihn, bis sich alle seine Anstrengungen zu einer ausreichenden Menge ansammeln, zur „Se'a"³, wie man sagt. Dann geht der Mensch über zu einem klaren Gefühl, zu einem klaren Wissen, zur Verbindung mit dem Schöpfer, zur ersten Verbindung. Das nennt man, dass er den Machsom überschreitet.

Das schreibt er: „Wenn sich seine Anstrengungen, an die Vorsehung des Schöpfers zu glauben" – „glauben" heißt, nach der Vorsehung des Schöpfers zu suchen – „bis zu dem Maß ansammeln, das ausreicht, damit das Licht der Korrektur auf ihn einwirkt (das heißt, dass er dieses ganze Licht aufnimmt)", sodass es ihn korrigiert und ihn auf die erste spirituelle Stufe stellt, dann „wird er bereit für die Vorsehung des Schöpfers über ihn im Zustand der Offenbarung." Das ist eigentlich das, was sich offenbart, was sich uns offenbart: die Vorsehung. Mehr gibt es nicht zu offenbaren.

Das heißt, wir befinden uns sowieso schon in der Welt des Schöpfers. Baal HaSulam beschreibt das in allerlei Bildern: wie ein Mensch im Keller, ein Königssohn, der im Keller war; oder wie jemand, den man an irgendeinen abgelegenen Ort geworfen hat und der vergessen hat, wo er ist … dass er überhaupt einmal zu einem anderen Ort gehörte. Dieser abgelegene Ort scheint ihm seine ganze Welt zu sein, dort wurde er geboren, dort ist er … und in Wahrheit stimmt das nicht, und so weiter. Die Kabbalisten beschreiben das in allerlei Bildern, aber wie auch immer: Sie wollen uns damit zeigen, dass wir uns am selben Ort befinden. An diesem Ort fehlt uns nur die Offenbarung der Vorsehung.

Stell dir vor, in unserer Welt – mit diesem ganzen System, in dem wir existieren: ich, die Freunde, mein Zuhause, meine Arbeit, diese Welt mit allem, was hier ist – würde sich heute, jetzt, die Vorsehung offenbaren, der Schöpfer, der Lenker. Dann würden wir von unserer Natur her alles in korrigierter Form sehen. An den Taten selbst würde sich nichts ändern, an den Handlungen würde sich nichts ändern. Aber hinter den Handlungen würden wir den Hausherrn sehen, wir würden den Zusammenhang zwischen den Ereignissen in dieser Welt sehen. Das nennt man Offenbarung der Vorsehung. Und wir würden sehen, dass die Quelle all dieser Handlungen und all dieser Ereignisse das absolut Gute ist. Aus dieser Offenbarung heraus würden wir alles rechtfertigen, was in der Welt des Schöpfers geschieht, und würden aus dieser Erkenntnis heraus an Ihm anhaften.

Dann steht hier weiter: „Dann offenbart sich der Schöpfer als „gut und Gutes tuend" für alle Seine Geschöpfe, in allen Weisen der Natur und entsprechend ihrem Verlangen." Und je mehr die Geschöpfe fühlen, je gröber sie sind, desto mehr offenbart sich der Schöpfer in allen Fällen, in ihrer ganzen Awiut. Denn jetzt ist die Awiut durch die Korrektur zum Verdienst geworden. Das heißt: In demselben Maß, in dem die Geschöpfe vorher den Schöpfer und Seine Führung der Welt verurteilt haben, würden sie Ihn jetzt rechtfertigen. 08:44

Beschreibungen: Was geschieht mit dem Menschen, der von der Verhüllung zur Offenbarung übergegangen ist? „Der Mensch fühlt das Gute, die Ruhe und die beständige seelische Zufriedenheit, die vom Schöpfer ausgehen. Er verdient seinen Lebensunterhalt leicht und reichlich, kennt keine Plagen und Krankheiten, man ehrt ihn, und er hat überall Erfolg."

Hat sich in den Handlungen wirklich etwas verändert? Nichts hat sich verändert. Nur im Menschen, und nur ihm gegenüber, entstand ein Unterschied in Bezug auf die Vorsehung des Schöpfers: Entweder fühlte er die Vorsehung überhaupt nicht, oder die Vorsehung erschien ihm als schlecht, oder er versuchte mit aller Kraft, sie zu rechtfertigen, oder die Vorsehung wurde jetzt offenbar, so wie sie ist: gut und Gutes tuend. Aber all diese Veränderungen geschehen im Menschen. Und dann verändert sich seine Welt von einem Ende zum anderen, sein Empfinden. Das ist es, was er sagt: Dann fängt er an, das Gute zu fühlen, Ruhe, seelische Zufriedenheit und so weiter, wie er seinen Lebensunterhalt leicht verdient, wie alles leicht geht.

Wir sehen, wie sehr das – wie man in unserer Welt sagt – eine psychologische Sache ist, etwas Inneres im Menschen, das überhaupt nicht davon abhängt, was draußen passiert. Wir kennen diese Fälle noch nicht so gut, wir haben das noch nicht durchlebt, wir verstehen noch nicht, wie sehr das wirklich so ist. Wir können dem nicht zustimmen. Uns scheint, die Taten in dieser Welt müssten sich wirklich verändern, so wie sie sind. Wir verstehen nicht, dass alles davon abhängt, wie du entschlüsselst, wie du deutest, was passiert.

Und hier kann es einen Unterschied geben im Empfinden, in der Erregung, im Verstehen und in der Aufnahme des Inhalts, der geschieht, wirklich von einem Ende zum anderen, vom Schlechten zum Guten. Und das nur dadurch, dass sich die Quelle offenbart, die das aus ihrer Absicht heraus bewirkt – gut und Gutes tuend –, und dass es nichts außer Ihm gibt, und dass Seine Absicht ist, den Menschen nur zum absolut Guten zu bringen, so wie Er ist, so wie diese Quelle selbst ist. Wenn sich das offenbart, lösen sich alle Probleme, alle Nöte. Und statt all der schlechten Gefühle und schlechten Ereignisse, was auch immer in dieser Welt sein mag, fühlt der Mensch gerade im Gegenteil, dass sie gut sind und nur aus einer guten Quelle kommen und nur zu einem guten Ziel führen.

Und was geschieht dann mit ihm? „Wenn er etwas will, betet er – und erhält sofort vom Schöpfer, worum er gebeten hat. Wenn er viele gute Taten macht, wächst sein Erfolg. Wenn er wenige gute Taten macht, verringert sich sein Erfolg." Das heißt: offenbare Vorsehung, entsprechend dem, wie viel der Mensch tut.

Wenn wir zurückgehen und uns die verhüllte Vorsehung ansehen, „Beschreibung", dann steht dort das Gegenteil: „Wenn er für seine Nöte betet und gute Taten macht – erhält er keine Antwort. Wenn er aufhört, für seine Nöte zu beten", dann „erhält er [die] Antwort." Ja, wenn er gute Taten machen will, verliert er; wenn er schlechte Taten machen will, gewinnt er. Dort, in der doppelten Verhüllung, ist es wirklich das Gegenteil von „gut und Gutes tuend". Und hier ist es umgekehrt: So sehr sich der Mensch bemüht, so sieht er die Reaktion. Das nennt man Offenbarung der Vorsehung.

„Er sieht, dass diejenigen, die zur Korrektur hin voranschreiten, gesund sind, gut ihren Lebensunterhalt verdienen, geehrt werden, ruhig sind und dass es angenehm ist, mit ihnen zu sein.

Er sieht, dass diejenigen, die nicht zur Korrektur hin voranschreiten, keinen Lebensunterhalt haben, voller Sorgen sind, krank, verachtet, dumm, unkultiviert, heuchlerisch, Lügner, und dass es ekelhaft ist, sich in ihrer Gemeinschaft⁷ aufzuhalten." Genau das Gegenteil von dem, was vorher passierte. 14:19

Und noch einmal: Natürlich hat sich die Welt um den Menschen herum nicht verändert. Es sind dieselben Menschen mit denselben Taten, mit derselben Beziehung untereinander und zu ihm. Nur die Offenbarung des Schöpfers verändert ihm die Welt. Und das ist im Grunde das, was die Weisheit der Kabbala in uns bewirken muss.

Was steht über die Weisheit der Kabbala? Dass diese Weisheit … wo ist das? Suchen wir es, in „Kabbala für Anfänger", die Definition. „Das Wesen der Weisheit der Kabbala", Seite 21. „Dass die Weisheit nicht weniger und nicht mehr ist …" Das ist aus dem Artikel „Das Wesen der Weisheit der Kabbala".

„Die Weisheit … ist nicht weniger und nicht mehr als … die Ordnung … von Wurzeln, die sich nach der Art von Ursache und Folge herabwinden, in festen und absoluten Gesetzen, die sich verbinden und auf ein einziges, sehr erhabenes Ziel hinzielen, das „die Offenbarung Seiner Göttlichkeit, gepriesen sei Er, für Seine Geschöpfe in dieser Welt" genannt wird." Das heißt: Diese Welt bleibt, und alles bleibt. Man fügt hier nur die Offenbarung des Schöpfers in dieser Welt hinzu, in unserem Zustand.

Und das ist persönlich gegenüber jedem Einzelnen. Dann kehrt sich alles um, wie ihr seht, im Empfinden des Menschen. Das nennt man, dass er in eine andere Welt eintritt. Er verlässt diese Welt nicht physisch, sondern die Stufen der Offenbarung der Vorsehung des Schöpfers werden „spirituelle Welten" genannt. Wenn sich der Schöpfer ein wenig als „gut und Gutes tuend" offenbart, nennt man das „Welt Yezira", und der Mensch dort in der Welt Yezira heißt „Beinoni"⁸.

Wenn Er sich als „der Gute, der Gutes tut" offenbart, aber nur in korrigierten Gefäßen des Gebens des Menschen, dann nennt man das, dass der Mensch sich in der „Welt Brija" befindet. Wenn der Mensch seine Gefäße noch mehr korrigiert, sogar die Gefäße des Empfangens in der Absicht zu geben, dann fühlt er in ihnen, offenbart sich in ihnen die Beziehung des Schöpfers zu ihm, die „ganz gut" genannt wird, oder „Welt Azilut". 17:19

Das heißt, der Mensch fügt den Gefäßen dieser Welt, den körperlichen, weitere korrigierte spirituelle Gefäße hinzu, in denen er die Beziehung des Schöpfers zu ihm offenbart. Das nennt man „die Offenbarung Seiner Göttlichkeit für Seine Geschöpfe in dieser Welt": Der Hausherr war verhüllt und offenbart sich jetzt. Und wenn ich Seine Beziehung zu mir offenbare, die richtige, wahre Beziehung, dann nennt man das entsprechend, dass ich in den Stufen der Welten aufsteige.

Denn alle Welten, von null – dort, wo ich mich jetzt befinde – bis Ejn Sof, sind die Offenbarung der Vorsehung des Schöpfers über das Geschöpf, in den Gefäßen, die das Geschöpf korrigiert, um die Beziehung des Schöpfers zu ihm zu offenbaren. Wie er sagt: „die Offenbarung Seiner Göttlichkeit, gepriesen sei Er, für Seine Geschöpfe in dieser Welt". Was heißt „in dieser Welt"? Dass ich mich hier noch im körperlichen Empfinden befinde. Dieses Empfinden bleibt, und hinter diesem körperlichen Empfinden offenbare ich die Beziehung des Schöpfers zu mir.

Seine Beziehung zu mir nennt man Seine „Vorsehung" über ihn, über mich. Das ist alles. So haben wir es in diesem Artikel „Offenbarung und Verhüllung" gesehen: Diese Dinge betreffen nur den Menschen, sie sind ausschließlich persönlich und innerlich, und nur vom Menschen hängt es ab, in welcher Welt er sein wird.

Gibt es Fragen? Bitte. Im Moment sehe ich die Hände nicht. Vielleicht kann man die Kamera etwas drehen, damit ich die ganze Welt sehe? Ja, ich sehe dort in der Mitte jemanden. Bitte, ja.

19:45

Schüler: Niv. Die Frage ist: Nachdem der Mensch … dort wird beschrieben, nachdem der Mensch den Machsom überschreitet, betet er für sich selbst und erhält sofort, was er will. Was bedeutet „für sich selbst"? Können Sie das erweitern – was heißt „für sich selbst"?

Rav: Ich habe die Frage nicht so gut verstanden. Was ist das – was „für sich selbst"? Nachdem der Mensch den Machsom überschreitet, offenbart er das, was er offenbart, selbst, und der Schöpfer offenbart sich in der Vorsehung gerade ihm. Er kann sagen, dass der Schöpfer sich auch anderen gegenüber so verhält, das kann er sagen. Aber andere können das nicht bezeugen, denn sie fühlen anders. Jeder offenbart die Vorsehung entsprechend dem Maß seiner Korrektur.

Wenn ich mich in allen meinen Gefäßen auf der Stufe Awiut Shoresh korrigiert habe, dann offenbare ich die Vorsehung als „gut und Gutes tuend", nur im Maß dieser Korrekturen. Das nennt man, dass ich mich in der „Welt Assija de Kedusha" befinde. Das ist die Verbindung, die Beziehung des Schöpfers zu mir und meine zu Ihm. Das ist im Grunde das Gemeinsame zwischen uns. Und nur auf dieser Stufe kann ich bezeugen, dass der Schöpfer sich offenbart und bezeugt, dass Er „gut und Gutes tuend" ist – auf dieser Stufe, im Maß meiner Korrektur.

Das nennt man: „Wer für untauglich erklärt, erklärt mit seinem eigenen Makel für untauglich." Soweit ich nicht korrigiert bin, verurteile ich natürlich den Schöpfer, dass Er nicht in Ordnung ist. Und soweit ich in diesen Gefäßen korrigiert bin, rechtfertige ich Ihn natürlich. Und dieses ganze Gefühl, diese Erlangung, gilt natürlich nur gegenüber dem Geschöpf, das erlangt. Wie Baal HaSulam schreibt … wo? Vielleicht gibt es hier sein bekanntes Gedicht, das in … haben wir hier nicht, oder? In „Kabbala für Anfänger"? Vielleicht haben wir es im „Talmud der Zehn Sefirot", da müsste es sein. Ja. Das Gedicht „Das Helle". 22:23

Das Helle

„Das Helle! Und von den Himmeln strahlt sein Name: von innen zum Vorhang des Massach. Das Geheimnis der Gerechten, die sich dort verbinden, wird hell! Und es leuchten zusammen das Licht und die Finsternis." Was heißt, das Licht und die Finsternis leuchten zusammen? Die Gefäße werden dem Licht ähnlich sein. „Sehr gut ist es, Seine Werke zu erforschen," das heißt Seine Vorsehung über uns. „doch hütet euch, nach Ihm die Hand auszustrecken" – das heißt, unsere Forschungen sollen nur in der Absicht zu geben sein.

„Dann werdet ihr Ihn hören und Ihm so begegnen, im Turm der Stärke, dem einzigartigen Namen. Und es mischt sich in sie ein Wort der Wahrheit, ein Wort ohne Äußeres⁹ zu sprechen." Das heißt, ihr werdet sehen, wie sehr in Wahrheit all die Dinge, die hier vorher schlecht, miserabel, ungerechtfertigt erschienen … „Und alles, was ihr schauen werdet," in den korrigierten Gefäßen, „werden eure Augen sehen, und kein Fremder!" Denn das offenbart sich nur dem Menschen, der seine Gefäße korrigiert hat, und keinem anderen, und einem anderen kann man es nicht erklären. Denn dass ich so fühle – das fühle ich. Das nennt man „Wer für untauglich erklärt, erklärt mit seinem eigenen Makel für untauglich". 23:41

Wir haben also im Grunde gelernt, dass wir in der ganzen Welt nichts weiter zu offenbaren haben als nur die Vorsehung des Schöpfers über uns. Die Offenbarung Seiner Vorsehung über uns kommt und verändert unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit. Und die Maße der Vorsehung, das heißt die Maße der Offenbarung der Beziehung des Schöpfers zu uns, nennt man Erlangung der höheren, spirituellen Welten.

Bis all diese Welten, die im Grunde Verhüllungen der Vorsehung sind, alle verschwinden und uns Ejn Sof bleibt. Dort offenbart sich die Beziehung des Schöpfers zu uns als „gut und Gutes tuend zu den Bösen und zu den Guten", in unbegrenzter Liebe, absoluter Liebe, wie geschrieben steht. Dahin müssen wir kommen. Und dahin kommen kann man nur durch eine einzige Methode, die Weisheit der Kabbala genannt wird. So schreibt er hier im Artikel „Das Wesen der Weisheit der Kabbala": dass das eine Weisheit ist, die „eine Ordnung von Wurzeln, die sich nach der Art von Ursache und Folge herabwinden, in festen und absoluten Gesetzen, die sich verbinden und auf ein einziges, sehr erhabenes Ziel hinzielen, das „die Offenbarung Seiner Göttlichkeit, gepriesen sei Er, für Seine Geschöpfe in dieser Welt" genannt wird", offenbart. Das ist im Grunde unser ganzes Thema. Wir brauchen nichts weiter.

Und solange der Mensch den Schöpfer nicht offenbart, kann er Ihn nicht rechtfertigen. Denn nicht umsonst steht geschrieben: „Wer für untauglich erklärt, erklärt mit seinem eigenen Makel für untauglich." Korrigiert man die Makel, fühlt man in ihnen den Schöpfer entsprechend der Korrektur. Bleibt man mit den Makeln¹⁰, dann fühlt man den Schöpfer entsprechend den Makeln. Es gibt hier keine andere Verbindung zwischen dem Menschen und dem Schöpfer als nur das korrigierte Kli. Daran müssen wir uns erinnern und nicht schreien und suchen: „Offenbare Dich, komm …" Wir müssen verstehen, dass diese Schreie über Tausende Jahre niemandem geholfen haben. Geholfen hat nur die Ordnung der absoluten Wurzeln, die sich nur auf dieses Ziel hin verbinden: die Offenbarung der Göttlichkeit.

Wenn wir das lernen und uns irgendwie bemühen, es umzusetzen – nach dem Maß unserer Bemühung und nicht nach bloßen Schreien –, dann kommt ganz bestimmt das Or Makif zu uns, wirkt auf uns ein und korrigiert die Gefäße. Und nur nach dem Maß der korrigierten Gefäße offenbart sich die Vorsehung „gut und Gutes tuend".

Noch Fragen, bitte. Anscheinend ist alles klar.

Ja, bitte. Juval, glaube ich. Ja.

27:14

Schüler: Ich wollte Folgendes fragen: Hier steht als eines der Dinge, die der Mensch nach der Offenbarung fühlt, dass er keine Plagen und Krankheiten kennt. Und das scheint mir etwas zu sein, das … alle anderen Dinge scheinen Dinge zu sein, die er durch seine Beziehung zu ihnen wirklich verändern kann. Plagen und Krankheiten sind aber so etwas wie eine physisch existierende Plage, sie existiert. Das heißt, wenn er krank ist, dann ist er krank. Und dass die Veränderung aus dem Menschen kommt – das passt für mich einfach nicht zusammen.

Rav: Dass ich, je nachdem, wie ich meine Gefäße korrigiert habe, in ihnen eine andere Beziehung des Schöpfers zu mir fühle, das kann ich glauben. Sagen wir, gestern habe ich über dich gedacht, dass du nicht mein Freund bist, dass du vielleicht ein schlechter Mensch bist, dass überhaupt … na ja, ich hatte eine negative Einstellung zu dir. Heute habe ich etwas Gutes über dich gehört, ich habe plötzlich Dinge gesehen, Neues hat sich mir offenbart, und ich denke gut über dich. Dann verändert sich natürlich mein innerer Zustand, gut oder schlecht. Das sehen wir auch in dieser Welt.

Über meinen Eindruck, über mein Gefühl kann ich also sagen, dass es eine Veränderung gibt, das ist klar. Aber dass sich durch die Veränderung meiner Gefäße die äußeren Taten verändert haben? Was sagt er hier in der Beschreibung? Früher, wenn er betete, bekam er keine gute Antwort, im Gegenteil: Zurückweisung, wenn er betete. Und wenn er alles hinwarf und sagte, dass es den Schöpfer nicht gibt und das alles nichts ist, dann hatte er Erfolg. Jetzt ist es umgekehrt.

Oder noch stärker: wie er die anderen sieht. Er sieht, dass diejenigen, die zur Weisheit der Kabbala gehören, im Leben vorankommen, dass es ihnen gut geht, dass sie alles Gute haben, gesund und erfolgreich sind. Und diejenigen, die nicht zum Weg der Korrektur gehören, sind arm dran, wirklich am Boden, krank und so weiter. Kann es sein, dass sich die Dinge verändern?

Dazu kann ich wieder nur eines sagen: Auch alle Taten, die wir in unserer Welt sehen, entschlüsseln wir nicht danach, wie die Taten selbst sind, sondern nach dem inneren Inhalt in ihnen. Wenn man in ihnen einen inneren Inhalt sieht, der auf den Schöpfer ausgerichtet ist, dann sieht man die Taten wirklich anders: statt Verderben Korrektur, statt Schlechtem Gutes, statt Krankheit sieht man Gesundheit, statt Misserfolg Erfolg und so weiter. Wir sind Wesen, die fühlen. Wenn sich uns in einer Tat ein richtiger, guter Grund offenbart statt eines schlechten Grundes und einer schlechten Folge, dann wird unsere ganze Tat vom Schlechten zum Guten. Wir sehen sie völlig anders. 31:13

Weißt du, hier kann man eine sehr schöne Übung machen. Nimm als Beispiel aus unserer Welt zwei miteinander verfeindete Staaten, die in der Vergangenheit Kriege gegeneinander geführt haben und viele Auseinandersetzungen hatten und so weiter. Nimm ein Geschichtslehrbuch des einen und des anderen über dieselben Zeiten, in denen sie miteinander im Krieg waren. Schau, wie der eine schreibt und wie der andere schreibt, der Historiker des einen Staates und der des anderen: Du wirst das genaue Gegenteil sehen.

Und keiner von ihnen lügt. Keiner von ihnen lügt. Der eine sieht es so und versteht nicht, wie man es anders sehen kann, und der andere sieht es völlig umgekehrt und versteht es auch nicht – für ihn ist das, was war. Man muss sich also in unsere Wahrnehmung der Welt vertiefen und darin, wie wir die Wirklichkeit sehen. Wir sehen die Wirklichkeit nie nur als Tat, wie eine Maschine. Wir sehen den inneren Inhalt der Wirklichkeit, soweit man ihn sehen kann. Und hier hängt alles an der Offenbarung der Zielgerichtetheit der Handlungen.

Deshalb haben wir damit überhaupt kein Problem: in derselben Welt, im selben System, im selben Haus, in dem du lebst, bei derselben Arbeit, an der du arbeitest, mit denselben äußeren Menschen, mit denen du in Verbindung bist – und wirklich, „die Welt geht ihren gewohnten Gang", wie geschrieben steht. Und du siehst jene Welt, die es auch vorher in all ihren Systemen gab und die auch jetzt ihren gewohnten Gang geht, als Ejn Sof, voller Fülle, Spiritualität, Ewigkeit, Vollkommenheit. Das war's. Deshalb betone ich manchmal, dass das eine psychologische Sache ist, das heißt, dass es von unserer inneren Wahrnehmung abhängt.

Noch, bitte.

Natürlich berühren wir damit nicht die Zustände, wie die ganze Wirklichkeit für jemanden aussieht, der den Körper verlassen hat, der aus dem System herausgegangen ist, in dem wir uns in Körpern in dieser Welt befinden. Darüber sprechen wir hier nicht. Das ist ein etwas anderes Thema und für uns vorerst schwer zu fassen. Wir sprechen über den Menschen, der erlangt und sich hier in seinem Leben in dieser Welt befindet: wie sich für ihn die Erlangung der Vorsehung des Schöpfers verändert.

Ich sehe, dass es keine Hände gibt, und anscheinend ist alles verständlich, ja? Ja, wer ist dort, bitte.

Ja, Oren, glaube ich, ja?

34:45

Schüler: Ja. Geht es hier also im Grunde darum, den Zweck des Verursachten zu offenbaren, auf welches Ziel es ausgerichtet ist? Dass es sozusagen ein Ziel gibt in dem, was mit mir geschieht, wie er in der Einführung in den Talmud der Zehn Sefirot schreibt? Wozu?

Rav: In dem, worin ich mich befinde, habe ich zusätzlich nichts weiter zu offenbaren als die Beziehung des Schöpfers zu mir. Und Seine Beziehung zu mir offenbart sich in den Korrekturen, in meinen korrigierten Gefäßen, je nachdem, wie sehr sie Seinen Gefäßen ähnlich sind. Das geht nach dem Gesetz der Similarität, also dem Gesetz der Entsprechung. Das habe ich nicht nur einmal gesagt, das sehen wir auch in dieser Welt in allen Fällen. Wenn ich etwas fühlen will, muss ich diesem Etwas entsprechen, es auch in mir enthalten. Wenn ich irgendeine Farbe fühlen will, irgendeine physikalische Erscheinung, sagen wir Schall, Wellen, Wärme, Kälte, allerlei Dinge, dann muss ich innen Sensoren, Fühler enthalten, die diese Dinge erfassen.

Das heißt, in mir innen gibt es Empfindsamkeit, Verständnis und Aufnahmefähigkeit, und auch die Fähigkeit, diese Erscheinungen zu entwickeln, also das, was ich von außen fühlen kann. Gegenüber der Welt ist das also klar. Das ist so, wie wenn wir in dieser Welt etwas lernen wollen. Ich will etwas Neues erfassen, Neues verstehen, Neues fühlen. Dann bringe ich es mir bei. Das heißt, ich lade irgendein Programm in mich. Oder ich steigere durch Gewöhnung meine Empfindsamkeit für Dinge, die ich vorher nicht gefühlt habe, zum Beispiel für Farben, für Klänge, für irgendetwas. Ich bringe es mir bei, und dann werde ich empfindsamer. Und je empfindsamer ich bin, je reicher ich an allerlei inneren Erscheinungen werde, desto mehr erfasse ich diese Erscheinungen von außen.

Genauso ist es hier. Was heißt es, dass ich meine Gefäße korrigieren muss? Ich muss im Grunde innen dasselbe Modell machen wie draußen, wie der Schöpfer. Das nennt man, dass der Mensch zur Gleichheit der Form mit dem Schöpfer kommen muss: Meine inneren Gefäße, die entgegengesetzt sind, muss ich korrigieren, damit sie Ihm ähnlich werden. Und dann erfasse ich Ihn nach dem Maß der Ähnlichkeit, soweit wir uns ähnlich sind, ich verstehe Ihn, ich offenbare Seine Vorsehung über mich. Warum offenbare ich Seine Vorsehung über mich? Ich offenbare im Grunde die Korrektur meiner Gefäße, die ich gemacht habe. Das nennt man, dass ich den Teil des Schöpfers in mir erworben habe. Ich habe den Teil des Schöpfers in mir gebaut. Ich habe innen das Modell des Schöpfers gemacht. Man kann sagen, vielleicht in gewisser Weise – nur damit ihr es richtig versteht: Ich bin Schöpfer geworden.

Denn in mir innen gibt es dieselben Gesetze, dasselbe System, alles ist dasselbe. Das ist das Ziel der Korrektur. Und das geht nach dem Gesetz der Entsprechung zwischen dem Teil, der fühlt, und dem, was er fühlt. Das gilt auch in allen Fällen in dieser Welt bei den Gesetzen der Physik: Ein Thermometer muss so gebaut sein, dass es Wärme auf eine bestimmte Weise, in einem bestimmten Bereich erfasst. Wenn ich die Gedanken von jemandem verstehen muss, dann muss ich gebildet und empfindsam sein, innen verstehen, was mit ihm passiert, dieselben Dinge durchmachen. Und soweit es in mir denselben Teil gibt wie im anderen Menschen, so weit erfasse ich.

Außer dem haben wir nichts. Die ganze Schwierigkeit, die Weisheit der Kabbala zu verstehen, ist gerade ihre Einfachheit. Nicht umsonst steht geschrieben: „Die Welt geht ihren gewohnten Gang", „Ich, der Schöpfer, habe Mich nicht verändert". Nichts verändert sich, außer dass der Mensch sein Kli der Wahrnehmung korrigiert, und das war's. Deshalb haben wir niemanden, an den wir uns wenden können, nichts, wohin wir uns wenden können. Wir müssen draußen nichts verändern. Wir müssen nirgendwohin laufen. Konzentriere dich innen darauf, was mit deiner Aufnahme passiert.

Deshalb nennt man es innere Arbeit, innere Weisheit, Innerlichkeit der Tora, allerlei solche Bezeichnungen: weil man nichts Äußeres tun muss. Deshalb sagt man über die Kabbalisten, dass sie die Äußerlichkeit sozusagen geringschätzen und der Äußerlichkeit keinerlei Bedeutung geben, also den Taten, allerlei Mizwot, allerlei solchen volkstümlichen Handlungen. Natürlich nicht. Natürlich nicht, sie geben dem keine Bedeutung. Wozu? Die ganze Korrektur ist doch eine Korrektur meiner inneren Kelim der Aufnahme, und zwar der innersten, dort, wo ich die Göttlichkeit offenbare. Nu, wenn noch Platz für ein paar Fragen ist, bitte, ich bin bereit.

41:23

Schüler: Sie haben gesagt, dass der Schöpfer … dass die Offenbarung ist, dass der Schöpfer gut und Gutes tuend zu den Bösen und zu den Guten ist. Wie offenbart er dann im Stadium der Offenbarung, dass es jemandem, der nicht auf dem Weg ist, nicht gut geht – dass sie keinen Lebensunterhalt haben und voller Sorgen sind? Auch ihnen müsste es doch gut gehen, wenn Er gut zu den Bösen und zu den Guten ist?

Rav: Ich habe dich nicht verstanden, entschuldige. Ich bin heute etwas krank. Kann man die Frage noch einmal wiederholen?

Schüler: Sie haben gesagt, dass die Offenbarung die Offenbarung ist, dass der Schöpfer gut und Gutes tuend zu den Bösen und zu den Guten ist. Aber wenn Sie die Beschreibung der Offenbarung beschreiben …

Rav: Ich habe gesagt … Entschuldigung. Dass geschrieben steht, der Schöpfer ist gut zu den Bösen und zu den Guten – das offenbart der Mensch, der sich korrigiert hat. Nach der Stufe des Guten, auf die er sich korrigiert hat, offenbart er, dass der Schöpfer gut zu den Bösen und zu den Guten ist. Aber wer noch nicht in guter Korrektur ist, sondern im Schlechten, der fühlt den Schöpfer als schlecht und kann Ihn nicht darin rechtfertigen, dass Er sowohl zu den Guten als auch zu den Bösen gut ist.

Das heißt, noch einmal: Die Beziehung des Schöpfers zu den Geschöpfen offenbart sich jedem persönlich nach dem Maß seiner Korrektur. Dann sehe ich den Schöpfer als gut und Gutes tuend zu allen, zu den Bösen und zu den Guten gleichermaßen. Das ist eine sehr hohe Stufe der Offenbarung der Vorsehung, das ist die Welt Azilut, teilweise auch die Welt Brija.

Aber wer nicht in dieser Offenbarung ist, der fühlt Ihn als schlecht.

43:23

(Störung in der Übertragung, der Vorleser liest bis zur Behebung der Störung aus dem Dokument vor)

45:06

Vorleser: Rav, wir sind wieder auf Sendung.

Rav: Wir müssen jetzt schon mit der zweiten Hälfte weitermachen, denn den Artikel haben wir im Grunde gelesen. Und ich denke, man kann nur noch, wenn ihr wollt, im „Talmud der Zehn Sefirot" diese Teile finden, diese schmackhaften Stellen, an denen Baal HaSulam in der „Einführung in den Talmud der Zehn Sefirot" beschreibt, wie der Mensch über alle Stufen der Welten schreitet: wie die doppelte Verhüllung, die einfache Verhüllung, die Offenbarung der Vorsehung – die „Vorsehung von Lohn und Strafe" genannt wird – und danach die ewige Liebe zusammenhängen. Wie die vier Stufen der Offenbarung der Vorsehung mit den vier Welten Assija, Yezira, Brija, Azilut zusammenhängen.

Dort, in der „Einführung in den Talmud der Zehn Sefirot", beschreibt er das, und dann ist es sehr, sehr einfach und klar, was die Welten überhaupt sind, was die Stufen überhaupt sind, was wir tun, wohin wir klettern. Im Grunde korrigieren wir in uns nur eine noch etwas innerere Schicht unseres Kli, noch etwas mehr, noch etwas mehr. Und je tiefer wir unser Kli korrigieren, desto größer ist unser Or Choser, desto mehr ist unsere Offenbarung auf den Schöpfer gerichtet, auf Seine Taten an uns.

Das ist alles, mehr gibt es nicht. Das nennt man „An Deinen Taten erkennen wir Dich". Und alles ist in den korrigierten Gefäßen des einzelnen Menschen. Das war's. Alle Stadien der Korrektur, in denen sich die Beziehung des Schöpfers zu mir offenbart, in denen ich den Schöpfer sehe, fühle – all diese Stadien nennt man Stufen der Welten. In diesen Stufen gibt es einen Teil, der Welten von der Seite der Verhüllung genannt wird. Und aus der Verhüllung heraus, wenn ich mein Kli durch den Massach korrigiere, komme ich zur Offenbarung. Das sind die beiden Seiten desselben Kli, vor der Korrektur und nach der Korrektur, auf jeder einzelnen Stufe. Mehr gibt es nicht. Man sieht, wie sehr diese Weisheit von der Innerlichkeit des Menschen spricht, von der Beziehung des Menschen zu dem, was außerhalb von ihm ist. Und entsprechend müssen wir uns so konzentrieren: nur auf unser Inneres. 48:02

Ich empfehle euch, wenn ihr den Wunsch habt, das später zu lesen, oder dass ihr findet – ich schaffe das jetzt nicht sofort –, wo diese Dinge im „Talmud der Zehn Sefirot" stehen. Dann können wir es lesen, zum Beispiel auch morgen.

Ja, jemand dort mit der Hand. Was?

48:29

Schüler: Wenn die äußeren Taten keinerlei Wirkung² haben, worum geht es dann hier in der Offenbarung, in der Beschreibung: „Wenn er viele gute Taten macht, wächst sein Erfolg"?

Rav: Ich bitte, dass jemand mit dem Mikrofon seine Frage wiederholt.

Schüler: … Bedeutung für die äußeren Handlungen, dann frage ich, worum es hier geht, wo geschrieben steht: „Wenn er viele gute Taten macht, dann wächst sein Erfolg". Was sind eigentlich gute Taten?

Vorleser: Juval fragt Folgendes: Wenn wir sagen, dass äußere Handlungen keinerlei Bedeutung haben, was bedeutet es dann, dass geschrieben steht „viele gute Taten macht"?

Rav: Ich verstehe nicht, was gute oder schlechte Handlungen sind: nach dem, was der Mensch mit den Händen, mit den Füßen tut, oder nach dem, was er mit seiner Absicht tut? Ich verstehe nicht, wie er die Dinge entschlüsselt. Wir haben doch festgelegt, dass wir alle unsere Handlungen nach dem Ziel abwägen. Dann heißt eine gute Handlung, dass ich dadurch zur Gleichheit der Form mit dem Schöpfer kommen will, und schlechte Handlungen sind all die, die nicht dazu gehören.

50:00

Vorleser: Wir lesen aus der „Einführung in den Talmud der Zehn Sefirot". David hat die Stelle gefunden, auf die der Rav uns hingewiesen hat und die das beschreibt, was der Rav im Morgenunterricht erklärt hat. Also, in der „Einführung in den Talmud der Zehn Sefirot", Punkt 149.

„Nun können wir uns einen gewissen Begriff und eine Vorstellung von den vier reinen Welten machen, die in der Wissenschaft der Kabbala unter den Namen Azilut, Brija, Yezira und Assija bekannt sind, und auch von den vier unreinen Welten ABYA, die den reinen Welten ABYA gegenüberstehen. Verstehe das aus den vier Stadien der Erkenntnis der Lenkung des Schöpfers und aus den vier Stufen der Liebe. Betrachten wir zunächst die vier reinen Welten ABYA. Dabei beginnen wir von unten, von der Welt Assija."

Punkt 150

„In den vorherigen Paragrafen klärten sich für uns die zwei ersten Stadien der Lenkung in der Verhüllung des Angesichts. Wisse, dass sie beide zur Welt Assija gehören. Daher steht im Buch „Baum des Lebens“, dass die Welt Assija zum größten Teil böse ist, und auch das geringe Gute in ihr ist mit dem Bösen bis zur Unkenntlichkeit vermischt. Aus der einfachen Verhüllung resultiert, dass der größte Teil böse ist. Gemeint sind Leiden und Schmerz, welche von denen empfunden werden, die diese Lenkung erhalten. Und aus der doppelten Verhüllung folgt, dass auch das Gute sich mit dem Bösen vermischt und dabei vollkommen unkenntlich bleibt."

52:26

Vorleser: Rav, wir lesen den Abschnitt im „Talmud der Zehn Sefirot", auf den Sie uns hingewiesen haben. Wir haben ihn gelesen. Wenn Sie wollen, kann man weitermachen, ihn noch einmal lesen oder zu weiteren Punkten übergehen.

Rav: Wo habt ihr das gefunden, auf welcher Seite?

Vorleser: In „Kabbala für Anfänger" ist es auf Seite 196, das ist Punkt 149.

Rav: 196. Nein, ich bin dafür, dass wir das Thema abschließen, wenn es wirklich so ist. Nein, nein, 196? Was ist das, wo hier?

Vorleser: 149. Oder man kann 150 nehmen.

Rav: 150. Du kannst lesen, nicht … Gut, lies es. Das ist in Ordnung, vielleicht finde ich inzwischen, was ich gemeint habe. Bitte, lies.

53:20

Punkt 150

„In den vorherigen Paragrafen klärten sich für uns die zwei ersten Stadien der Lenkung in der Verhüllung des Angesichts. Wisse, dass sie beide zur Welt Assija gehören. Daher steht im Buch „Baum des Lebens“, dass die Welt Assija zum größten Teil böse ist, und auch das geringe Gute in ihr ist mit dem Bösen bis zur Unkenntlichkeit vermischt. Aus der einfachen Verhüllung resultiert, dass der größte Teil böse ist. Gemeint sind Leiden und Schmerz, welche von denen empfunden werden, die diese Lenkung erhalten. Und aus der doppelten Verhüllung folgt, dass auch das Gute sich mit dem Bösen vermischt und dabei vollkommen unkenntlich bleibt.

Das erste Stadium der Offenbarung des Angesichts ist das Stadium „Welt Yezira“, und daher heißt es im Buch „Baum des Lebens“ (Tor 58, T. 3), dass die Welt Yezira zur Hälfte gut und zur Hälfte böse ist. Mit anderen Worten ist das erste Stadium der Offenbarung des Angesichts das erste Stadium bedingter Liebe, das lediglich „Rückkehr aus Furcht“ genannt wird; und derjenige, der sie erkennt, wird als ein „Mittlerer“ bezeichnet, weil er halb schuldig und halb freigesprochen ist.

Die Liebe im zweiten Stadium ist ebenfalls bedingt; es gibt aber zwischen dem Menschen und dem Schöpfer keine Spur (Erinnerung) des Schadens oder irgendwelches Bösen. Das gleiche bezieht sich auf das dritte Stadium der Liebe, welches das erste Stadium bedingungsloser Liebe ist. Beide Stadien gehören zur Kategorie der „Welt Brija“. Daher heißt es im Buch „Baum des Lebens“, dass der größere Teil der Welt Brija gut und der kleinere böse ist und dieser geringe Anteil des Bösen unerkennbar ist. Wie es oben gesagt wurde, neigt sich der Mittlere dem Freispruch zu, sobald er einer Mizwa gewürdigt wird, und wird daher als „größtenteils gut“ bezeichnet. Anders gesprochen, ist es das zweite Stadium der Liebe. Und die unerkennbare Kleinigkeit an Bösem, die in der Welt Brija existiert, resultiert aus dem dritten Stadium (der dritten Form) der bedingungslosen Liebe. Der Mensch neigte zwar sich selbst bereits dem Freispruch zu, aber noch nicht die ganze Welt, und daher ist ein geringer Anteil von ihm böse, weil seine Liebe noch nicht zu einer ewigen wurde. Diese Kleinigkeit ist aber unbemerkbar, weil der Mensch noch nichts Böses und keinen Schaden auch in Bezug auf andere verspürt hat.

Das vierte Stadium der Liebe, das heißt, bedingungslose und ewige Liebe, gehört zur Kategorie der Welt Azilut. Davon spricht das Buch „Baum des Lebens“: In der Welt Azilut gibt es nicht das geringste Böse. Dort gilt: „Böses bleibt nicht vor dir“ (Psalmen 5:5), weil, nachdem der Mensch auch die ganze Welt dem Freispruch zugeneigt hat, die Liebe zu einer ewigen und absoluten wird und es niemals mehr einen Begriff von jeglicher Bedeckung oder Verhüllung geben wird. Denn dort ist der Ort absoluter Offenbarung, wie es heißt: „Und dein Lehrer wird sich nicht mehr verbergen müssen, sondern deine Augen werden deinen Lehrer sehen.“ Denn der Mensch kennt bereits alle Beziehungen des Schöpfers zu allen Geschöpfen in der Kategorie wahrer Lenkung, die sich aus Seinem Namen offenbart: der Gütige, der Guten und Schlechten Güte Erweisende."

57:52

Gut, wir sehen wirklich, dass man diesen Abschnitt in Punkt 150 aus dem „Talmud der Zehn Sefirot" unserem Artikel „Offenbarung und Verhüllung" beifügen kann, und damit werden wir den Artikel ganz bestimmt viel besser verstehen.

Das heißt, alle Welten befinden sich, wie er im „Vorwort zur Einführung" schreibt, im Menschen und offenbaren sich im Menschen. Alle Welten sind insgesamt die Offenbarung der Beziehung des Schöpfers zu uns, entsprechend unseren korrigierten inneren Gefäßen.

Gut.

(Ende der Lektion)