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22 Juli - 02 September 2026

Lesson 241. Sep. 2026

Baal HaSulam. Talmud Esser HaSfirot. Band 1. Teil 1. Innere Betrachtung

Lesson 24|1. Sep. 2026

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Morgentranskript 28.08.2007

Buch „Talmud Esser haSfirot", Band 1, Teil 1, Innere Betrachtung, Kapitel 1, Seite 15, Abschnitte 3–6

Vorleser: „Talmud Esser haSfirot", Band 1, Innere Betrachtung, Seite 15, Abschnitt 3.

Abschnitt 3 Wie kann man verstehen, dass die Seele ein Teil der Göttlichkeit ist?

„3) Nun werden wir verstehen, was die Kabbalisten über das Wesen der Seele schreiben. Dies sind ihre Worte: dass die Neshama buchstäblich ein Teil des Göttlichen von Oben ist" – „buchstäblich" heißt: Es ist wirklich ein Teil des Schöpfers, der dem Menschen gehört. Wie kann es also sein, dass der Mensch einerseits aus dem Göttlichen irgendeinen Teil heraushaut, der sich dann in seinem Besitz befindet? Wie kann es so etwas überhaupt geben, aus dem Schöpfer einen Teil herauszuschneiden? Und fehlt dieser Teil dann, oder fehlt er nicht? Und wie kann ein Mensch das überhaupt berühren? Ja, wie gehört dieser Teil des Schöpfers plötzlich dem Menschen? Und dadurch, dass er dem Menschen gehört, wird er beim Menschen wie der Mensch? Oder gehört er zum Teil des Schöpfers, der im Menschen ist? Oder ist es der Mensch, der darin zum Schöpfer gehört? Die Sache ist nicht so verständlich. Der Teil des Göttlichen von Oben, der sich im Menschen befindet und dem Menschen gehört – das sind sozusagen zwei Besitzbereiche auf einmal: ein Teil des Schöpfers, der sich im Besitz des Menschen befindet.

„„Die Seele ist ein Teil Gottes, von Oben eingegeben, und es gibt in ihr keinerlei Veränderungen gegenüber dem Ganzen, außer, dass die Seele ein Teil und nicht das Ganze ist.“ Sie gleicht einem Stein, der von einem Berg abgehauen wird: Das Wesen des Steins und das Wesen des Berges ist das Gleiche, " Das heißt: Dadurch, dass der Mensch einen Teil des Göttlichen von Oben bekommt, geschieht mit diesem Teil, den er in seinen Besitz bekommt, keinerlei Veränderung. Der Schöpfer ist derselbe Schöpfer, bevor der Mensch Ihn in seinen Besitz bekommen hat, und auch nachdem der Mensch Ihn in seinen Besitz bekommt – es ist dasselbe. Ob Teil oder Ganzes, das ist einerlei. Und doch: Worin besteht der Unterschied, warum ist es ein Teil? „und es gibt keinen Unterschied zwischen dem Stein und dem Berg, außer dass der Stein nur ein Teil des Berges ist und der Berg das Ganze.Diese Worte scheinen äußerst verwirrend zu sein. Am schwierigsten ist zu verstehen, wie man den Begriff der „Abspaltung eines Teils von der Gottheit“ erklären kann, die einem vom Berg abgeschlagenen Stein gleicht." Ja, warum haben sie so ein materielles, so ein grobes, einfaches Beispiel gebracht: dass ich mit der Axt irgendeinen Stein aus dem großen Berg heraushaue, und man sagt, das gleicht der Neshama, die man so mit einer Axt aus dem Schöpfer heraushaut? Weil unsere Weisen, wenn sie ein Beispiel geben, es aus ihrer Erlangung heraus geben. Das heißt, sie können es vermutlich nicht durch ein anderes Beispiel ersetzen, so wie wir: Das geht nicht, dann nehmen wir eben irgendein anderes. Sondern ihre Beispiele entspringen der Wurzel², und das ist das Passende, und man kann es nicht austauschen. „Einen Stein schlägt man mittels einer Axt und eines Hammers vom Berg ab. Doch von der Gottheit – wie und womit kann man das eine vom anderen abtrennen?" 4:10

Das heißt: Warum muss man überhaupt erst einen Teil aus dem Schöpfer heraushauen, warum geht es nicht anders, und wodurch macht man diesen Schnitt, und wie bewahrt und trennt man? Und das, was man bekommt – sagen wir, dieser Teil von Ihm, der sich im Menschen befindet, ist genauso wie der Schöpfer, aber es ist doch ein Teil von Ihm: Heißt das dann, dass der Mensch am Schöpfer haftet?

Abschnitt 4 Das Spirituelle wird kraft der Veränderung der Form geteilt, wie das Materielle durch eine Axt geteilt wird.

„4) Und bevor wir uns daran machen, die Sache zu klären, sollten wir das Wesen der Trennung erläutern, die in der Spiritualität wirkt: Wisse, dass spirituelle Objekte nur kraft der Veränderung der Eigenschaften voneinander getrennt werden. Das heißt, wenn ein spirituelles Objekt zwei Eigenschaften erlangt, dann ist es nicht mehr ein Objekt, sondern zwei.

Zeigen wir das am Beispiel der Seelen der Menschen, die ebenfalls spirituell sind. Das spirituelle Gesetz ist bekannt und seine Form ist sehr einfach. Es gibt genauso viele Seelen wie es Körper gibt, und die Seelen leuchten darin. Doch infolge der Unterscheidung der Eigenschaften in jeder von ihnen sind sie getrennt, wie die Weisen lehrten: „So wie ihre Gesichter nicht gleich sind, so sind auch ihre Meinungen nicht gleich.“ Und mithilfe des Körpers ist es möglich, die Formen der Seelen zu unterscheiden, ob jede einzelne Seele eine gute Seele oder eine schlechte Seele ist, ähnlich der Wahrnehmung unterschiedlicher Formen.

Und wir sehen, dass so, wie materielle Objekte durch eine Axt geteilt, abgeschlagen und abgetrennt werden und ihre Bewegung die Entfernung eines Teils vom anderen vergrößert, auch spirituelle Objekte aufgrund des Unterschieds der Eigenschaften zwischen den Teilen geteilt, abgespalten und abgetrennt werden. Auf der Größe ihrer Veränderung basiert das Maß der Entfernung zwischen den Teilen. Und merke dir das gut." 6:51

Was sagt er uns hier? Zuerst einmal nicht vergessen, dass „Körper" Verlangen heißt. Verlangen. Der Körper eines Parzuf. Es ist nicht unser tierischer Körper, über den in der Weisheit der Kabbala mit keinem Wort und an keiner Stelle gesprochen wird. Sondern überall, wo „Körper" steht, ist der Körper des Parzuf gemeint. Und das sind, wie ihr versteht, die 613 Verlangen, die zusammen vereint sind, um die Erfüllung zu enthüllen – gemäß der Gleichheit zwischen den Absichten der Verlangen und den Absichten des Lichts. Und dann ruht gemäß dieser Gleichheit das Licht, der Schöpfer, die gebende Kraft, auf den Verlangen; und nach dieser Stärke heißt es, dass der Teil des Schöpfers herausgeschnitten ist und sich im Geschöpf befindet.

Also: „Das Spirituelle wird kraft der Veränderung der Form geteilt, wie das Materielle durch eine Axt geteilt wird." – und umgekehrt: Gemäß der Gleichheit der Form wird das eine Spirituelle wieder eins mit dem anderen Spirituellen. Und so prüfen wir nur die Seelen, die Neshamot: inwieweit der Körper, die Verlangen, sie trennen können, sie vom Schöpfer abschneiden – oder umgekehrt, sie in Dwekut zum Schöpfer zurückbringen.

Ja.

8:48 Schüler: Was bedeutet „ihre Meinungen" – „So wie ihre Gesichter einander nicht gleichen, gleichen auch ihre Meinungen einander nicht"?

Rav: Die der Seelen.

Schüler: Was ist eine Meinung, was sind Meinungen?

Rav: Meinungen, das ist das, was ich erlange. Wenn du von Menschen sprichst, dann sagt man, jeder hat eine andere Meinung – du verstehst, da gibt es jemanden, über den man reden kann. Aber wenn wir über die Seelen sprechen, sprechen wir über spirituelle Gefäße, bei denen jede einzelne 613 Verlangen in einer anderen Mischung hat. Und jede einzelne hat auch Schirme in einer anderen Höhe als die andere. Und selbst wenn die Schirme bei beiden auf derselben Höhe sind, waren die Seelen doch unterschieden, denn in jeder Seele gibt es eine andere Mischung der 613 Verlangen.

Deshalb: So wie ihre Verlangen, so wie ihre Gesichter nicht gleich sind, ja, so sind auch ihre Meinungen nicht gleich. „Gesicht", Parzuf³, heißt Enthüllung von Chochma, ja? „Die Weisheit des Menschen erhellt sein Angesicht." Und dementsprechend sind auch ihre Meinungen – in der Erlangung, im Verstehen, im Erfassen – nicht gleich, nicht einmal auf einer einzigen Stufe. Jeder erfasst in einem anderen Stil, auf eine andere Art als der andere. So wie in unserer Welt. Und wir können das nicht vergleichen.

Welchen Geschmack ich zum Beispiel bei diesem Tee erfasse und welchen du – wir haben keine Möglichkeit, das zu vergleichen. Wir können sagen: bitter, süß, so und so, allgemein, denn dafür haben wir gemeinsame Sinne. Aber wir können nie sagen, wie ich von dem beeindruckt bin, was ich schmecke, und wie du beeindruckt bist, denn das hängt genau von der Mischung deiner Verlangen und der Mischung meiner Verlangen ab. Und das kann man nicht vergleichen. Es auf eine gemeinsame Ebene zu bringen, auf irgendetwas Gemeinsames, ist nicht möglich.

Wir können – ich weiß nicht, wie das auf Hebräisch heißt –, sagen wir, wir haben (Zeichnung) 5 plus 7 und sagen wir 2 plus 7, ja, wie machen wir das? 5 plus 2 und 7, wie nennt man das?

Schüler: Gemeinsamer Nenner.

Rav: Heißt das gemeinsamer Nenner? Na wunderbar, das ist es. Also kann es bei uns einen gemeinsamen Nenner geben, ja, aber wir werden nie die einzelnen Geschmäcker jedes Einzelnen kennen. In Gleichheit können wir nie in dem sein, was wir erlangen (Zeichnung), ich und du. In Gleichheit können wir nur sein, wenn wir geben. Darin können wir uns messen und sagen: genau, exakt, du und ich sind gleich. Das ist es, im Geben. Aber im Empfangen, wo jeder persönlich, individuell ist, dort kann man die Geschmäcker nicht genau vergleichen. Das ist es.

12:08

Abschnitt 5 Wie kann es im Geschöpf einen Unterschied der Form gegenüber Ejn Sof geben?

„5) Doch noch wurde das nur in unserer Welt festgestellt, und zwar in den Seelen (Nefashot) der Menschen. Jedoch bezüglich der Seele (Neshama), welche einen Teil Gottes von Oben darstellt, haben wir noch nicht geklärt, auf welche Weise sie sich von der Göttlichkeit so weit loslöst, dass man sie als einen „Göttlichen Teil“ bezeichnen kann. Und man darf nicht sagen „durch einen Unterschied der Form“ – denn wir haben bereits geklärt, dass die Göttlichkeit Einfaches Licht ist, welches die ganze Vielfalt der Formen enthält, einschließlich der gegensätzlichen Formen, die es in der Welt in einfacher Einheit gibt, in Form von „Eins, Einzig und Einzigartig“. Wie können wir demzufolge den Unterschied der Form in der Seele schildern, sodass sie beginnt, sich von der Göttlichkeit zu unterscheiden, und sich infolgedessen abspalten und als Teil des Schöpfers bezeichnet werden würde?" 13:21

Ist das verständlich oder nicht? Ich bin mir nicht so sicher. Deshalb will ich eine kurze Einleitung geben, damit uns daraus klar wird, wie man an die Sache herangeht, aus welchem Winkel man sie sieht. Denn ich sehe, dass es etwas schwer ist.

Wir haben (Zeichnung) den einzigen Zustand, der existiert, und der heißt Welt Ejn Sof. Und in der Welt Ejn Sof, sagen wir, existieren die Seelen. Jede Seele befindet sich in dem Maß, in dem sie geben kann, in Gleichheit der Form mit dem Höheren Licht, das Ejn Sof erfüllt. Das Or Ejn Sof heißt „das Ganze". Die Seele wird, je nachdem wie viel sie geben kann, je nach dem Massach, der in ihr sein kann, je nachdem wie viel sie geben kann, dem Or Ejn Sof in unterschiedlichen Teilen ähnlich. Jede Seele kann dem Or Ejn Sof, dem Geben, von 0 bis 125 Stufen ähnlich sein. Hier ist die Gleichheit. Klar?

Und je nach dem Maß, in dem diese Seele – Gefäß, Massach – die Eigenschaft des Gebens erlangt hat, füllt sich das Gefäß; oder es füllt sich selbst aus sich selbst, daraus, dass es die Eigenschaft des Gebens hält und davon lebt und sich davon erfüllt. Es braucht nicht mehr als das Geben, es ist selbst Chafez Chessed, so wird es. Wir sagen also, dass das Licht in ihm nach eben dem Maß des Gebens leuchtet, das es erlangt. Und dann kommt heraus, dass es sozusagen einen Teil aus dem Ganzen, aus dem Berg, in sich hineinschneidet.

Fehlt dadurch etwas am Göttlichen? Was heißt fehlen – es enthüllt Ihn nur, der sich in ihm befindet. Schneidet es Ihn wirklich heraus, womit soll es schneiden? Es enthüllt in sich einen Teil des Ganzen, entsprechend dem, wie viel es enthüllen kann, entsprechend seiner Höhe, seinen Stufen. Kann es das Ganze erlangen? Sicher, am Ende muss es das Ganze erlangen. Wodurch? Es ist doch insgesamt ein einzelnes Allgemeines, insgesamt eine einzelne Seele. Dadurch, dass sie allen gibt, erlangt sie deren Mängel – das heißt: „Wer mit der Gemeinschaft leidet, wird des Trostes der Gemeinschaft gewürdigt." Des ganzen Lichts, das sich in der ganzen Gemeinschaft enthüllen soll.

Also kommt am Ende zu jeder einzelnen Seele der ganze Berg. Der Schöpfer enthüllt sich in jeder einzelnen Seele. Das ist es. Und die einzelnen Formen, in denen die Seele sich enthüllt, sind sozusagen die aus dem Schöpfer herausgeschnittenen Teile. Das richtet sich nach der Erlangung der Lichter, die die Seele bei ihrem Aufstieg über die Stufen jeweils noch erlangt, bis sie zum Ganzen kommt. Wir sprechen also von den Verlangen, die man Körper nennt, die eine Korrektur an sich selbst machen, um dem Geben, dem Schöpfer, dem Licht ähnlich zu werden. Und danach enthüllt sich in ihnen ein Teil des Ganzen. So wie der Schöpfer die Eigenschaft des Gebens hat, so enthüllt sich auch in der Seele die Eigenschaft des Gebens, bis sie sich in ihrer Fülle enthüllt. Das ist es.

Und all das geschieht in der Welt Ejn Sof, es gibt keinen anderen Ort und keinen anderen Zustand. Alle Zustände sind innerhalb der Seelen, und sie heißen 125 Stufen oder die fünf Welten. Das ist es. Alles ist innerhalb der Seele.

In Ordnung? Fragen? Ja.

18:37 Schüler: Was heißt „das Allgemeine und das Einzelne sind gleich"?

Rav: „Das Allgemeine und das Einzelne sind gleich" – ich kann dir sagen: Es hängt davon ab, wovon du sprichst. Wenn ich zum Beispiel von einer einzelnen Seele spreche: So wie eine einzelne Seele der ganzen Gesamtheit der Seelen schaden oder nützen kann – denn sie ist ein kleines Rädchen in einer Maschine, die voll von allen möglichen solchen Zahnrädern ist –, wenn also eines Stopp macht, stehen bleibt oder so etwas, irgendeinen Schaden anrichtet, dann überträgt sich dieser Schaden auf alle. Und dann ist der Schaden dieser Seele nur multipliziert mit der Zahl der Räder und ihrer Stärke und ihrem Ziel gegenüber diesem einen kleinen Rädchen.

Vielleicht kann man in diesem Sinn sagen: Das Allgemeine und das Einzelne sind gleich. Man kann es auch umgekehrt sagen: In dem Maß, in dem sich dieses Rädchen mit dem Allgemeinen angleicht, gibt gerade dieses Allgemeine diesem Einzelnen Stärke, und das Einzelne wird gewürdigt, wie das Allgemeine zu sein. Deshalb sind das Allgemeine und das Einzelne gleich. Denn im Spirituellen gibt es kein Teilweise, und jede Seele ist so wichtig wie die ganze Gesamtheit der Seelen. Es gibt kein Teilweise. Entweder alles oder nichts.

Und deshalb … und es gibt noch mehr und mehr, ich weiß nicht – wo hast du das gelesen, hier?

Schüler: Nein.

Rav: Nein? Kam es dir einfach so vor?

Schüler: Weil es doch sozusagen …

Rav: Was?

Schüler: Dass es sozusagen ein Teil ist, und das ist das Ganze; das ist das Einzelne und das ist das Allgemeine. Deshalb habe ich gefragt, aber …

Rav: Nu?

Schüler: Die Frage ist: Wenn es im Spirituellen kein Teilweise gibt, was heißt dann, dass sie gleich sind? Worin besteht die Gleichheit, wenn es kein Teilweise gibt?

Rav: „Es gibt kein Teilweise im Spirituellen" heißt: Die Korrektur muss vollständig sein. Jede spirituelle Stufe muss zehn Sefirot sein, weniger kann es nicht geben. Das heißt, es gibt eine Quote, die du erfüllen musst, du musst zu diesem Maß kommen. Weniger als das fühlst du nicht. Du springst keine Stufe, du fühlst gar nichts. Weißt du, es gibt eine mechanische Uhr, die läuft, und es gibt eine Uhr, bei der der Zeiger plötzlich um zwei Minuten springt, bum! bum! So.

Bis er also nicht ans Ende dieser zwei Minuten kommt, bewegt er sich nicht. Das heißt „es gibt kein Teilweise". Dort ist ein Kondensator; bis er sich füllt, gibt er keinen Impuls an …, und der Zeiger bewegt sich nicht.

Nu, sagen wir, das heißt „kein Teilweise": zehn und nicht neun. Das heißt, solange es nicht bis Malchut kommt – so wie wir es bei den vier Bchinot des Or Yashar lernen –, solange es nicht bis Malchut kommt, gibt es niemanden, der fühlt, niemanden, der reagiert. Das heißt „kein Teilweise", unterhalb der Schwelle der Wahrnehmung, des Verstehens, des Erfassens, des Sehens.

Ja.

22:01 Schüler: Wie kann man sagen, dass sie gleich sind – die Neshama und der Schöpfer –, und dass sie zugleich, obwohl sie gleich sind, immer noch ein Teil ist und Er das Ganze? Worin sind sie also gleich, das ist letztlich die Frage.

Rav: Sie sind darin gleich, dass sie Ihm in dem Maß gleich ist, in dem sie zur Gleichheit der Form mit Ihm kommt. Gleich als ein Teil von Ihm. Denn in eben diesem Teil, in eben diesem Willen zu geben, den sie erlangt hat, ist sie Ihm gleich. Aber das ist sicher nicht das Ende der Korrektur, das sind noch irgendwelche teilweisen Maße des Gebens. Deshalb heißt es ein Teil. Dieser Teil ist kein quantitativer Teil, sondern ein wesensmäßiger Teil.

Das ist wie bei einem, der aus der Bewusstlosigkeit zurückkommt. Er befindet sich in Ejn Sof und fängt nach und nach an zurückzukommen und zu verstehen, was hier mit mir geschieht, in meiner Gleichheit der Form mit dem Hausherrn – der Hausherr zu mir und ich zu Ihm. Und in dem Maß, in dem er sich beim Zurückkommen zum Bewusstsein halten kann – und das richtet sich schon nach dem Maß des Massach –, fängt er an zu erkennen, was mit ihm geschieht. Und all diese Maße, in denen er zum Bewusstsein zurückkehrt, sind vollständige Maße, sagen wir 125 Maße. Denn es kann nicht sein, dass etwas funktioniert und etwas nicht. Auf jeder Stufe muss es in allen 613 Organen in einem bestimmten Maß ein Erwachen geben.

So ist es im Spirituellen üblich. Denn es ist unmöglich, dass Malchut reagiert, bevor die neun Sefirot ihr den Zustand übermittelt haben und sie gegenüber den neun Sefirot reagiert – neun des Or Yashar und neun des Or Choser. Unmöglich; das heißt keine Handlung, sie könnte nichts tun. Wieso denn plötzlich bei dir jetzt: „Oh! Ich will etwas", „Oh! Ich bin angekommen", „Oh! Etwas passiert". Wieso plötzlich „Oh!", und davor war gar nichts?

Manchmal schaut man dich an, und wir sagen: Schau, er fühlt nichts, er sieht nicht, was mit ihm geschieht. Wir schauen so – du glaubst es nicht? Doch, man schaut dich an, und du bist sozusagen bewusstlos. Was lächelst du? Genau so passiert es sehr oft. Bis du anfängst: „Oi! Was ist los?" – plötzlich wachst du auf. „Was für eine Kuh von einem Menschen ich bin", „Wie schrecklich ich bin" und so weiter.

Meistens passiert es so. Nein oder ja? Ja? Schon? Warum plötzlich, dass du so ganz und gar bist: „Wie hast du das gemacht, wie kann das sein, was?" Nu, und vorher nicht. Auch zur Zeit der Handlung ist nichts passiert, und auch danach, als du es tausendmal in Gedanken durchgegangen bist, ist nichts passiert. Und plötzlich fühlst du, dass du es nicht ertragen kannst, wirklich schrecklich. Was ist los? Ah? Das heißt also: Es kommt an eine Schwelle der Wahrnehmung, des Verstehens und der Prüfung, und dann machst du dir schon Rechenschaft darüber. Das heißt also „es gibt kein Teilweise im Spirituellen": Es muss ein vollständiges Maß sein.

Ja.

26:14 Schüler: Ich lese: „Ebenso wird ein spirituelles Ding durch die Ursache der Formveränderung von Teil zu Teil geteilt, geschnitten und getrennt." Aus Jerusalem wird gefragt: Was ist Form?

Rav: Formveränderung – es gibt genaue Definitionen, digitale⁴, ja?

Schüler: Digital.

Rav: Digital. In der Fremdsprache heißt das diskret; auf Hebräisch sagt man nur nicht das richtige Wort, aber … Das ist es: Es tickt so nach einem bestimmten Maß – ein Kilo, zwei, drei, vier, und nicht weniger als ein Kilo und nicht mehr als ein Kilo, nur nach ganzen Kilogramm. So ist das Maß der Gleichheit. Ich kann nicht auf 1,5 Stufen springen. Es müssen zehn Sefirot in jeder Stufe sein, und dann springe ich 1, 2, 3 und so weiter. In jeder von ihnen zehn. Zehn und nicht neun, zehn und nicht elf. Denn sonst gäbe es kein Geschöpf. Es gibt nichts … Das kann von der Natur der Schöpfung her nicht bestehen, denn Malchut ist diejenige, die fühlt, und sie entscheidet, und sie ist die Handelnde. Nu, bitte.

Vorleser: 5. Abschnitt 5, in Spalte 2, Zeile „Und in Wahrheit".

„Tatsächlich zeigt sich diese Schwierigkeit am stärksten im Licht von Ejn Sof vor dem Zimzum (Einschränkung), da die ganze Wirklichkeit, die vor uns liegt, alle Welten – die Höheren und die unteren zusammen – in zwei Formen wahrgenommen werden: Die erste ist die Form dieser ganzen Wirklichkeit, so wie sie vor dem Zimzum ist, wo alles noch ohne Grenzen und ohne Ende war, und diese Form wird als das „Licht von Ejn Sof“ bezeichnet. Die zweite Form ist die Form dieser ganzen Wirklichkeit ab dem Zimzum und weiter nach unten, wo bereits alles Grenzen und Maße hat. Diese Unterscheidung wird als die vier Welten bezeichnet: Azilut, Brija, Yezira und Assija." 28:30 Das heißt, es gibt die Wahrnehmung, die die Welt Ejn Sof ist, und eine Wahrnehmung, die schon als Welten, als Maße, als Stufen definiert ist. Weniger als Ejn Sof, in Grenzen. „Und wisse, dass es keinen Gedanken und keine Erkenntnis vom Wesen des Schöpfers gibt und es in Ihm keinerlei Namen und Bezeichnungen gibt. Wenn wir etwas nicht erfassen, wie können wir es dann mit einem Namen bezeichnen? " 29:04 Das heißt: Über die Eigenschaft des Gebens selbst, über den Schöpfer, können wir gar nichts sagen, solange Er nicht im Gefäß erlangt wird. Das heißt: Was wir erlangen – nur nach der Zusammensetzung des Gefäßes, das an der Erlangung beteiligt ist, geben wir dem Erlangten Namen. Eigentlich benennen wir also das Erlangte nach dem Erlangenden: „barmherzig", „gnädig", „langmütig" – tausendundein Wörter, die wir über den Schöpfer haben. Und in Wahrheit sagen wir nichts, wir bringen nichts aus dem Mund hervor, nicht im Gedanken, nicht im Willen, überhaupt nichts, außer über Ihn. Denn außer über das Licht haben wir nichts, worüber wir etwas sagen könnten, denn wir sind Wille, und uns gegenüber ist das Licht.

Alle unsere Wörter kommen also insgesamt aus unserem Beeindrucktsein vom Licht; das ist unser ganzer Wortschatz und all unsere Gedanken und überhaupt alles, was wir sind. Wir wissen nichts über uns selbst – so wie er erklärt: unser eigenes Wesen kennen wir nicht, und auch Sein Wesen nicht; sondern insgesamt erfasse ich die Veränderungen, die an mir vorgehen. Und die nenne ich „Namen des Schöpfers". Warum? Weil Er auf mich wirkt und es außerdem nichts gibt, und ich nur von Ihm bewirkt werde. Also das, was ich fühle, was ich bin, wer ich bin – das heißt: wer ich bin, wie ich mich selbst fühle und wie ich fühle, was ich fühle –, das alles ist eigentlich Er. Er gibt mir das Gefühl, und deshalb nenne ich mein Gefühl … ich ordne es Ihm zu.

Deshalb sagen wir: Was sind die heiligen Namen? Das ist Hej-Waw-Yud-Hej, Yud-Hej-Waw-Hej, und das ist der Aufbau des Gefäßes und der Lichter, die das Gefäß erfüllen. Das heißt, der innere Zustand des Gefäßes heißt Name des Schöpfers.

31:25

„Wenn wir etwas nicht erfassen, wie können wir es dann mit einem Namen bezeichnen? Denn jeder Name deutet auf eine Erkenntnis hin, die anzeigt, dass wir sie als diesen Namen erfasst haben. Daher gibt es natürlich im Wesen des Schöpfers keinerlei Namen und Bezeichnungen. Alle Namen und Bezeichnungen existieren nur in Seinem Licht, welches sich vom Schöpfer ausbreitet. Die Verbreitung Seines Lichts vor dem Zimzum, als es die ganze Wirklichkeit ohne Grenzen und ohne Ende erfüllte, wird Ejn Sof genannt. Demgemäß muss man verstehen, wodurch das Licht von Ejn Sof definiert wird und in welcher Hinsicht es aus Seinem Wesen so weit austritt, dass man es mit einem Namen bestimmen kann, wie wir das weiter oben bei der Seele erörterten."

32:23

Deshalb heißt der Schöpfer bei uns (zurück zur Zeichnung) „Bo-Re"⁵ (der Rav schreibt in die Zeichnung: Bo-Re), also das, was wir sehen und erlangen, ja. „Re" ist Sehen, Or Chochma. Wenn wir durch die Kraft zum Geben (in der Zeichnung: Kraft zu geben, geben) dorthin kommen, kommen wir zur Erfüllung mit Chochma. Und dann heißt das Or Chassadim mit dem Leuchten von Chochma – so viel sich in mir enthüllt, dass ich es erkenne, es verstehe, es zusammengesetzt habe, es gemacht habe, alle Zusammenhänge davon kenne –, das heißt dann „der Schöpfer". Warum? Weil ich außerdem nichts habe. Auch das, was ich über mich selbst denke, auch das, was ich über die Erfüllung denke, auch die Folgen der Erfüllung – alles, was mir nur in den Sinn kommen kann und in mein Gefühl, das alles ist der Schöpfer. So wie wir es bei den vier Bchinot des Or Yashar lernen.

Ja.

Vorleser: Abschnitt 6. 33:46

Abschnitt 6 Klärung der Worte [der Weisen]: „Daher wurden uns die Arbeit und die Bemühungen als Belohnung für die Seele vorbereitet, da ‚jemand, der isst, was nicht sein Eigen ist, sich fürchtet, dem Geber ins Gesicht zu schauen.‘“

Vorleser (übersetzt den Ausdruck aus dem Aramäischen): „Wer isst, was nicht ihm gehört, schämt sich, ihm ins Gesicht zu sehen."

Rav: Ihm ins Gesicht – dem Gebenden ins Gesicht.

„6) Um diese erhabene Stelle zumindest ansatzweise zu verstehen, müssen wir tiefer ins Detail gehen. Wir sollten die Achse dieser ganzen Wirklichkeit, die vor uns liegt, und ihren allgemeinen Zweck untersuchen. Gibt es jemanden, der ziellos handeln würde? Und worin besteht dieses Ziel, aufgrund dessen der Schöpfer diese ganze vor uns liegende Wirklichkeit in den Höheren und in den unteren Welten erschuf? Doch die Weisen verwiesen uns bereits an vielen Stellen darauf, dass alle Welten zusammen nur für Israel erschaffen wurden, welches die Tora und die Mizwot erfüllt. Dabei muss man die Frage der Weisen verstehen: „Wenn die Absicht der Erschaffung der Welten darin besteht, den Geschöpfen Genuss zu schenken, wozu sollte dann der Schöpfer diese materielle Welt erschaffen, die hässlich und voller Leiden ist? Denn natürlich hätte Er auch ohne diese den Seelen so viel Genuss schenken können, wie Er wollte. Warum bringt Er nun die Seele in diesen so hässlichen und dreckigen Körper?“" 35:43

Wir haben hier mehrere Fragen. Der Grund für die Erschaffung der Welten: Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Der Grund für die Erschaffung der Welten: Israel Gutes zu tun, um Israels willen. Warum um Israels willen? Weil sie Tora und Mizwot erfüllen. Aber erfüllen die Geschöpfe sie nicht, oder erfüllen sie sie doch? Was ist die Verbindung zwischen den Geschöpfen und Israel? Wann ist es Israel, wann sind es die Geschöpfe? Wann heißt es, Israel Gutes zu tun, wann, allen Geschöpfen Gutes zu tun? Was geht hier vor? Gibt es einen Unterschied oder gibt es keinen? „Und darauf antworteten sie, dass „jemand, der isst, was nicht sein Eigen ist, sich fürchtet, dem Geber ins Gesicht zu schauen.“ Das bedeutet, dass es in jeder unverdienten Belohnung einen Makel gibt – nämlich die Scham vor dem Geber. Damit die Seelen (Neshamot) diesen Makel vermeiden, erschuf Er diese Welt, in welcher es Arbeit gibt. Man genießt erst, nachdem man Anstrengungen unternommen hat, denn man bekommt seinen Lohn im Tausch für die unternommenen Bemühungen, und so retten sie sich dadurch vor dem Makel der Scham." 37:00

Sehr, sehr grobe und einfache Worte, die überhaupt nicht passen, nicht einmal zum Schöpfer. Das heißt: Ich habe dich erschaffen, du bist mein Knecht, jetzt stelle ich eine Bedingung – du wirst für mich arbeiten, ich schicke dir Lohn. So klingt das. Wir müssen also sicher verstehen, was hier vorgeht: Muss „Seinen Geschöpfen Gutes tun" in einer solchen Form kommen? Und wenn es „Seinen Geschöpfen Gutes tun" ist – arbeite ein wenig für mich, ich zahle dir viel –, gibt es dann hier Scham? Und warum muss es dann trotzdem Mühe und Lohn geben, Lohn und Strafe?

Das heißt, es gibt hier eine Menge Fragen, wenn wir das überhaupt aufmachen … Noch in Abschnitt 6 hat er uns von der Bedingung erzählt: Es gibt einen Schöpfer, es gibt Geschöpfe; die Geschöpfe nennt man zumindest manchmal „die Erschaffenen", manchmal „Israel". Wenn Erschaffene – einfach den Erschaffenen Genuss zu geben; „Israel" ist der, der Tora und Mizwot erfüllt.

Jetzt: Um den Genuss zu geben, den Er sich gedacht hat, hat Er diese Welt erschaffen, nichts Besseres. Warum? Hier gibt es einen Ort der Arbeit. Du machst Arbeit, danach bekommst du Lohn. Heißt das „Seinen Geschöpfen Gutes tun"? Das heißt nicht Gutes tun. Der Hausherr, für den ich arbeite, tut mir nichts Gutes. Gutes tut der, der gibt, nicht der, der bezahlt. Bezahlen heißt: Ich gebe, und Er gibt. Ich gebe Arbeit, Mühe, Er gibt Lohn. Das heißt nicht, dass Er Geschenke bringt. Das heißt nicht, dass Er den Willen hat, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Das heißt: Was für eine Arbeit muss ich geben, damit Er mir bezahlt? Warum heißt diese Arbeit von meiner Seite Mizwa, warum heißt der Lohn von Ihm, dass Er Gutes tun will? Wir sehen das nicht anhand der Worte oder so, wie es in unserer Welt geschieht.

Es kann sein – ich sage es einfach im Voraus –, es kann nur unter der Bedingung sein, dass Er mir Arbeit gibt, mir Mühe gibt, mir einen Ort gibt, mir alles gibt, damit ich dort schwitze – nicht, weil Er diese Arbeit braucht, sondern damit ich dadurch fähig werde, alles Gute zu empfangen. Nur in dieser Form können alle diese Bedingungen bestehen.

Nu, darüber sprechen wir ein andermal.

Ja.

40:11 Schüler: Eine Frage aus den Vereinigten Staaten. Sie fragen: Ist die Arbeit nur in dieser Welt?

Rav: Die Arbeit ist hauptsächlich in dieser Welt. Es gibt noch andere Arbeiten, die zu Seelen gehören, die von dieser Wirklichkeit abgeschnitten sind, die man „diese Welt" nennt – „Wirklichkeit" sozusagen, nu, eingebildet, aber trotzdem Wirklichkeit, ja. Und es gibt auch eine Wirklichkeit der Arbeit – wenn man das so „Arbeit" nennen darf, das ist nicht in unseren Begriffen –, die nicht in dieser Welt ist. Aber hauptsächlich ist es hier, sicher; für uns ist es hier. Bis man den Machsom erlangt, bis man die Gefäße korrigiert erlangt – in Lohn und Strafe, in Chafez Chessed, in der Eigenschaft von Bina –, darüber gibt es überhaupt nichts zu reden; das ist die minimale Korrektur, bei der der Mensch seine Jugendjahre abgeschlossen hat. Denn davor heißt er nicht Mensch. Er hat nichts, womit er dem Höheren ähnlich werden könnte.

Er erwirbt nur ganz allgemein die Eigenschaften des Gebens. Er benutzt sie noch nicht. Bina benutzt das Geben nicht; sie fängt an, das Geben zu benutzen, wenn sie gibt, von oben empfängt und nach unten gibt – so wie wir. Das ist es. Wenn wir von oben empfangen und nach unten an die anderen Seelen geben, heißt das, dass wir geben. Das ist es. Das ist schon die Reife. Aber davor ist es nur die Eigenschaft von Bina. Über dem Willen zu empfangen, über Malchut – das ist sicher auch eine sehr schwere Arbeit, aber es ist noch keine Handlung.

Weiter. Ja.

42:03 Schüler: Warum schreibt er, dass die Neshama sich im Körper befindet? Nicht, sagen wir, über dem Körper, neben dem Körper. Warum gerade darin …

Rav: Wie soll eine Seele, die nicht … Versteht ihr, was er fragt, oder nicht? Er ist wieder durcheinandergekommen. Ja? Wo kann eine Seele sein, wenn nicht im Körper, sag mir? Wie kann eine Seele so ohne Körper herumschweben? Eine Seele ohne Körper ist der Schöpfer. Soll ich dich noch ein bisschen mehr durcheinanderbringen? Was? Körper heißt: der Wille zu empfangen, korrigiert mit der Absicht zu geben. Neshama heißt: das Licht, das dieser korrigierte Wille enthüllt. Wie kann es also sein, dass eine Neshama nicht zu einem Körper gehört? Der Körper, dieser Wille zu empfangen, der mit der Absicht zu geben korrigiert ist – durch Zimzum, Massach und Or Choser –, in dem sich Or Chassadim ausbreitet, zuerst also ein Licht der Neshama und danach sogar ein Leuchten von Chochma: Wie kann es sein, dass sich diese Lichter nicht innerhalb des Körpers des Parzuf ausbreiten? Ja.

Schüler: Hier, wenn ich richtig verstehe, schreibt er, dass die Neshama sich im materiellen Körper in dieser Welt befindet. Ist also der materielle Körper in dieser Welt auch ein Wille zu empfangen?

Rav: Wo steht das? Wenn er so schreibt, dann meint er den Willen zu empfangen mit der Absicht zu empfangen, in dem es irgendein kleines Leuchten geben kann, das wir auch Neshama nennen – nach dem Namen der Zukunft, dass der Körper anfangen wird, sich um sich selbst zu kümmern, sich zu korrigieren, und dann wird er wirklich eine Neshama haben. Der Wille zu empfangen mit der Absicht zu empfangen heißt nicht Körper einer Neshama. Das ist noch kein Körper. Er ist noch verdorben. Noch einmal: Wir sprechen nie vom fleischlichen Körper. Körper ist Verlangen. Ein materielles Verlangen, ja, das heißt Körper dieser Welt. „Materiell" heißt: mit der Absicht zu empfangen, noch nicht korrigiert. Und dann kann in ihm nur Kista deChajuta sein, ein kleiner Funke, der ihn belebt.

Und wenn er anfängt, sich korrigieren zu wollen, und eine Umgebung aufbaut und Bücher aufbaut und den ganzen Prozess, dann fügt man ihm Awiut hinzu. Und an dieser Awiut arbeitet er, um sie zu korrigieren, ihr Korrekturen hinzuzufügen dadurch, dass er lernt. Und dann kommt das Licht und bringt ihn zum Guten zurück – das heißt Licht der Tora: „Ich habe den bösen Trieb erschaffen, ich habe die Tora als Gewürz erschaffen", „das Licht darin bringt ihn zum Guten zurück". Das heißt, dieser Körper, also die Verlangen mit der Absicht zu empfangen, kehren zum Guten zurück – so wie der Schöpfer der Gute und Gutes Tuende ist –, zum Guten hin, mit der Absicht zu geben, und dann heißt es, dass der Körper korrigiert wird. Im korrigierten Körper, im Maß seiner Korrektur, tritt es in die Neshama ein⁶, enthüllt sich dort das Licht des Gebens. Du bist durcheinandergekommen?

Schüler: Jetzt ist das Bild klar.

Rav: Jetzt. In Ordnung, das kommt vor. Körper ist einfach – macht euch eine Tätowierung, ich weiß nicht, aufs Herz, ja: Körper heißt Verlangen. Solange ein Mensch – in Wahrheit wird es immer so eine Verwirrung geben –, solange ein Mensch den Machsom nicht überschreitet, solange er nicht wenigstens diesen minimalen Körper bekommt, ja, dass er ihn hat, wird es immer Verwirrung sein. „Die Seele im Körper", „die Seele verlässt den Körper"? Bum, schon weiß er nicht mehr, wovon die Rede ist. Irgendein Kadaver, der daraus geworden ist, ja – vorher war er lebendig, jetzt ist er tot. Deshalb ist diese Verwirrung während des Lernens einfach unzulässig.

Ja, Rami.

46:22 Schüler: Warum ist für diesen Prozess des Verlangens, das enthüllt, wo es sich befindet, Mühe erforderlich, und was ist Lohn, und warum gibt es sozusagen einen Unterschied zwischen ihnen?

Rav: Mein Lieber, wir haben das für das nächste Mal versprochen. Er fragt nur – du willst schon eine Antwort. Ja. Ah? Eine Antwort gibt es, das ist in Ordnung; das ist ein bisschen Vorspeise⁷, ein bisschen so, damit Appetit da ist. Weißt du, bevor man isst, muss man ein bisschen spazieren gehen, so. Sonst hält es nicht, es wird keinen Mangel geben, es wird kein Gefäß geben.

Schüler: Im Anschluss an Liors Frage: Was ist der Begriff „diese Welt"?

Rav: „Diese Welt" ist das, was sich dem verdorbenen Willen zu empfangen enthüllt, der noch keinerlei Möglichkeit hat, irgendeine Handlung des Gebens zu machen, und nicht verstehen kann, was Geben ist, und der sich nur in der Eigenschaft des Empfangens befindet – und in der Eigenschaft des Empfangens nicht einmal der Klipot, denn bei den Klipot steht das eine dem anderen gegenüber; wenn man einmal in der Kedusha und einmal in der Klipa ist, das ist schon … Sondern in einer Form, in der seine Genüsse Genüsse sind, die man körperlich oder menschlich nennt. Aber es gibt kein Menschliches und kein Körperliches, so etwas gibt es nicht, es scheint uns nur so. Ja. Es gibt diesen materiellen, physiologischen Körper nicht, und es gibt diese Menschheit nicht, die mir zu existieren scheint, ja, dort sieben Milliarden Köpfe mit Körpern auf zwei Beinen. Das alles ist nur das, was dem unkorrigierten Willen zu empfangen erscheint. Das ist es.

Aber diese Wahrnehmung besteht bis zum Ende der Korrektur. Solange es nicht die allgemeine Korrektur gibt und wenigstens einer noch diese unkorrigierte Wahrnehmung der Wirklichkeit hat, wird auch der allergrößte Gerechte in ihn eingeschlossen sein und dieselbe Wahrnehmung der Wirklichkeit haben. Egal, er befindet sich in Azilut und fühlt zugleich durch seinen Körper, der aus den übrigen Körpern zusammengesetzt ist – das nennt man seinen materiellen Körper –, dass er sich in dieser Welt befindet und diese Wirklichkeit hat. Und er muss zu Ärzten gehen, sich heilen und behandeln lassen und sterben und alles. Die Wahrnehmung der Wirklichkeit ist eine sehr …

Gut. Macht in der nächsten Lektion weiter.

(Ende der Lektion)