Tägliche Lektion18. Juli 2026(Morning)

Part 1 Lesson on the topic of "Memorial Day of the ARI" (14.07.2021)

Lesson on the topic of "Memorial Day of the ARI" (14.07.2021)

18. Juli 2026

Dieses Transkript wurde mithilfe KI aus dem hebräischen Original übersetzt und nicht redaktionell bearbeitet.

Transkript des Morgenunterrichts 14.07.2021

Jahrestag des Hinscheidens des ARI – ausgewählte Abschnitte aus den Quellen

Teil 1

Vorleser: Unterricht zum Thema – Jahrestag des Hinscheidens des ARI, ausgewählte Abschnitte aus den Quellen.

Rav: Das Höhere Licht kommt vom Schöpfer, der beschlossen hat, sich mit den Geschöpfen zu teilen: sie zu erschaffen, sie zu erziehen, damit sie das Höhere Licht spüren – Sein Wesen, Seine innere Eigenschaft. Dieses Licht durchläuft sehr viele Stufen, Stufen des Abstiegs von der Höheren Kraft, bis es etwas wird, das mit dem Geschöpf in Berührung kommen kann. Denn das Geschöpf ist etwas dem Schöpfer Entgegengesetztes, von Ihm Getrenntes – deshalb heißt es „Geschöpf". Und deshalb nimmt das Höhere Licht, das all die Verhüllungen durchläuft, die Stufen des Abstiegs, in denen es kausal herabfolgt, Formen und Kleider an, um sich dem Geschöpf anzupassen.

Und weil das Geschöpf wirklich entgegengesetzt zum Schöpfer sein muss, um Ihn vollständig zu enthüllen, muss es völlig, völlig entgegengesetzt zum Schöpfer sein. Zugleich muss im Geschöpf eine Verbindung zum Schöpfer sein. Deshalb lernen wir: Das Höhere Licht trägt in sich beides – den Willen zu empfangen, der aus dem Nichts erschaffen wurde, und auch jenen Funken, der vom Schöpfer kommt. All das kommt von oben herab bis zum untersten Endpunkt, unter dem es keinen tieferen gibt – das heißt, dass er sich schon in dieser Welt befindet. Und hier beginnt er, das zukünftige Geschöpf zu zeichnen, das anfängt zu wachsen, sich aufzubauen, wirklich aus dem Staub, aus den allerniedrigsten Stufen, und sich immer weiter zu entwickeln durch die Kraft des Funkens des Lichts, der im Willen zu empfangen ist.

Dann geht es evolutionär, entwicklungsmäßig von Stufe zu Stufe, von Mal zu Mal, bis es zu Formen kommt, die schon auf Ihn reagieren: in Form des Pflanzlichen, danach des Tierischen, danach des Sprechenden. Und alles hängt an der Reaktion, die das Geschöpf dem hinzufügen kann, was es vom Schöpfer empfängt – zuerst als natürliche, instinktive Reaktion, danach in immer komplexeren Reaktionen, wo es anfängt, sich mit dem zu verbinden, der es erweckt: von Ihm zu fordern, mit Ihm in irgendeine Verbindung zu treten. 4:11

Aus dem Willen zu empfangen heraus, der in ihm ist, will es mit dem Höheren verbunden sein, der sich um es kümmert, der es entwickelt. So lernt es auch vom Höheren, was der Höhere von ihm will und wie es auf den Höheren reagieren muss. Und dann sehen wir: Der Wille zu empfangen ist wie beim Säugling – der Wille zu empfangen im Säugling drängt ihn die ganze Zeit, drängt ihn, sich immer mehr bewusst, gefühlsmäßig und verstandesmäßig mit dem zu verbinden, der sich um ihn kümmert. Und so wächst der Wille zu empfangen.

Bis es zu Stufen kommt, auf denen die Menschen in dieser Welt anfangen zu fragen: Woher kommen wir? Wozu sind wir da? Wofür, und so weiter. So kommt ihre Entwicklung zu einem Zustand, in dem solche Menschen aus ihnen zu wachsen beginnen, die aus ihrer Natur heraus, die sich so entwickelt hat, immer mehr die Verbindung zum Höheren fordern. Und diese Menschen, die so einen Mangel haben, so eine Seele, sind es, die uns danach erzählen und erklären, mit wem wir in Verbindung stehen, wer wir wirklich sind, wer uns führt und so weiter. Es gab viele solche Menschen in der Geschichte, einen Teil von ihnen kennen und erinnern wir, einen Teil nicht – das ist nicht so wichtig. Aber es gibt solche, die uns Mittel hinterlassen haben, um zur Verbindung mit der Höheren Kraft zu kommen. Sie sind es, die wir erinnern, achten und lernen.

Und der Wichtigste von ihnen ist ein Mensch, den man ARI nannte, Aschkenasi Jizchak Luria. Er lebte im 15. Jahrhundert – schon spät, denn vor ihm gab es schon Tausende Generationen von Kabbalisten. Der erste von ihnen war Adam haRischon, danach die Nachkommen von Adam haRischon, also seine Schüler. Und bis Abraham, von Abraham weiter Jizchak, Jaakow – das sind alles Schulen, wirklich Lehrhäuser, die sie eröffnet haben und in denen sie die Menschen erzogen haben.

Aber der ARI war trotzdem sehr groß. Wir werden jetzt über ihn lesen. Heute ist der Tag seines Hinscheidens, und wir müssen ihn erwähnen und uns mit ihm verbinden dadurch, dass wir lernen. Denn damit laden wir uns auch eine Gelegenheit ein, eine Möglichkeit, uns mit jener ganz besonderen Seele zu verbinden, wie es sie im ganzen Menschengeschlecht nicht gab. Im System von Adam haRischon war diese Seele wirklich sehr besonders und hat für die Korrektur in einem Maß gewirkt, das kein anderer erreichen konnte. 8:36

Also lasst uns lesen, was sie uns vorbereitet haben. Bitte.

Vorleser: Der erste Abschnitt ist ein Gedicht des ARI.

„Wisse, bevor die Emanationen emanierten und die Geschöpfe erschaffen wurden,

Gab es nur das Einfache Höhere Licht, welches die ganze Wirklichkeit ausfüllte.

Und es gab keinen leeren Raum und keine unausgefüllte Atmosphäre,

Sondern es war alles mit diesem unendlichen Einfachen Licht erfüllt.

Und es gab weder Anfang noch Ende,

Und alles war eins: Einfaches, vollkommen gleichmäßiges Licht,

Und dieses hieß „Licht von Ejn Sof (Unendlichkeit)“.

Und als in Seinem einfachen Willen der Wunsch erwachte, die Welten zu erschaffen

Und die Emanationen auszuströmen und die Vollkommenheit Seiner Taten,

Seiner Namen und Bezeichnungen ans Licht zu bringen,

Was der Grund für die Erschaffung der Welten war,

Schränkte sich Ejn Sof in seinem zentralen Punkt ein, exakt im Zentrum,

Und Er begrenzte jenes Licht und entfernte sich nach außerhalb der Ränder dieses Mittelpunkts,

Und es blieb ein leerer Raum, leere Luft, ein Vakuum, an diesem mittleren Punkt zurück.

Und siehe, diese Einschränkung war vollkommen gleichmäßig

Um diesen leeren mittleren Punkt herum.

So, dass jener leere Raum von allen Seiten in vollkommener Gleichmäßigkeit kreisförmig wurde.

Und siehe, nach der Einschränkung, nachdem der leere Raum und das Vakuum entstanden,

Im exakten Zentrum des Lichts Ejn Sof,

Formte sich ein Raum, in dem Geschöpfe und Emanationen und Kreaturen existieren konnten.

Dann kam aus dem Licht von Ejn Sof ein einziger Lichtstrahl,

Und stieg herab ins Innere jenes Raumes.

Und entlang dieses Strahls erschuf, formte und kreierte Er alle Welten.

Vor diesen vier Welten gab es nur das Licht von Ejn Sof, dessen Name Eins ist,

In einer herrlichen und verborgenen Einheit,

Dass sogar den Engeln, die Ihm am nächsten stehen,

Die Kraft zur Erkenntnis der Unendlichkeit fehlt,

Und es gibt keinen Verstand, der Ihn erfassen könnte,

Denn Er hat keinen Ort, keine Grenzen, keinen Namen." (Ez Chaim, Teil 1, Tor 1) 12:06

Rav: Ja, das ist es, was … Wie wir wissen, eröffnet der ARI damit sein Hauptbuch, das „Ez Chaim" heißt. Zum ersten Mal in der ganzen Geschichte der Weisheit der Kabbala erklärt er uns das ganze System, wie es von oben nach unten gebaut ist – so weit man das in unserer Sprache ausdrücken kann, in dem, was unserem Verstehen am nächsten ist. Und diese Abschnitte sind wirklich ganz besondere Abschnitte. Ja. Was ist los in Petach Tikwa 6?

Schüler: Danke, Rav. Ich wollte die Stille und die Kraft, die im Unterricht sind, nicht stören. Nur: Wie du gesagt hast, dass man sich mit der Seele des ARI verbindet – wie macht man das? Ist das durch den Zehner, ist das … wie?

Rav: Durch den Zehner, das ist sicher. Das ist auch etwas, das er seinen Schülern weitergegeben und von ihnen gefordert hat: dass sie verbunden sein sollen. Wir haben sogar Aufzeichnungen von seinen Schülern, wie sie sich nach seiner Anweisung verhalten haben. Und wenn wir uns mit dem ARI verbinden wollen, müssen wir uns mit denselben Regeln der Weisheit der Kabbala verbinden, die für alle gleich sind – also auch durch dieselbe Regel „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst", die wir letztlich in ihrer Fülle erfüllen müssen. Das ist alles. Ja, Gane.

14:03 Vorleser: Abschnitt Nr. 2.

„Das soll dir klar machen, wie dankbar wir unseren Lehrern sein sollen, die ihre spirituellen Lichter und Seelen an uns weiterleiten, um unseren Seelen Genuss zu schenken, die am Scheideweg stehen zwischen dem Weg schwerer Leiden und dem Weg der Tora. Sie erretten uns von der Hölle, die schlimmer ist als der Tod. Sie lehren uns, uns um den himmlischen Genuss zu bemühen; helfen uns, die erhabene und feine Höhe zu erklimmen, die für uns von Anfang an bestimmt ist, die bereit ist und uns erwartet. Und jeder muss in seiner Generation gemäß dem Wesen seiner Tora und Seiner Heiligkeit handeln.

Und es sagten bereits die Weisen: „Es gibt keine Generation, in welcher es keine wie Abraham, Isaak und Jakob gäbe.“ Doch dieser Mann des Schöpfers – Rav Izchak Luria (ARI) – bemühte sich und übermittelte uns ein Wissen, das er um ein Vielfaches mehrte, und er überragte alle seine Vorgänger. Und wenn ich zu reden wüsste, würde ich jenen Tag preisen, an dem sich seine Weisheit offenbarte – fast wie den Tag der Gabe der Tora an Israel." (Baal HaSulam, „Vorwort zum Buch Panim Meirot uMasbirot", Punkt 8) 15:37

Rav: Ja, das schreibt Baal HaSulam. Was der ARI wirklich geschrieben, eröffnet und enthüllt hat, ist genauso groß, wie Mosche die Tora eröffnet hat. Auch die Tora, die Mosche der Menschheit gebracht hat, verstehen wir nicht, kennen wir nicht, und wir wissen nicht, wie man sie gebraucht. Und der ARI hat darin noch einen Schritt nach vorne gemacht: Er hat uns erklärt, was das Wesen der Tora ist, die Innerlichkeit der Tora, und warum wir sie erfüllen müssen und was genau wir erfüllen müssen. Nämlich: Die Verbindung zwischen uns verbindet alle Teile der Schöpfung, die mit Absicht zerbrochen ist, damit wir sie durch unsere Anstrengung, uns untereinander zu verbinden, wieder einsammeln. Dadurch bewirken wir die Korrektur und erreichen die verbindende Kraft, die innere Kraft, die darin existiert – das heißt den Schöpfer.

Aus der Tora selbst können wir diese Dinge nicht verstehen. Aber als die Generationen von Generation zu Generation herabgestiegen sind und wir wirklich zur Zerstörung des Ersten und des Zweiten Tempels kamen, ins Exil kamen und schon am Ende des Exils waren, im 15., 16. Jahrhundert, da wurde schon enthüllt … da kam die Zeit, dass der Menschheit enthüllt wird, in welchem Zustand sie ist und was sie praktisch tun muss. Und da wurde die Seele des ARI enthüllt, der erklärt, geschrieben und diese ganze Form begründet hat – das heißt, er hat uns enthüllt, was das System der Höheren Natur ist, das auf uns wirkt, und was wir dementsprechend tun müssen.

Das heißt, es wurde allgemein und systematisch klar: wo wir sind, was von oben wirkt und wie wir dementsprechend von unten wirken müssen, was unser Ziel ist – all das wurde enthüllt. Kiew.

18:28 Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Ja, lieber Rav. Für wen hat der ARI seine Schriften geschrieben oder sie gelehrt, dieses Buch?

Rav: Der ARI hat seine Dinge für alle geschrieben. Für alle. Nur: Wer kam zu ihm? Es kamen fünf, sechs Menschen. Das war alles, was um ihn herum war. Es waren etwas mehr, danach weniger – aber er schrieb für alle. Ein Kabbalist, der schreibt und öffnet, was er für alle geschrieben hat, schreibt für alle, für dieses menschliche Ziel, wie Baal HaSulam danach schreibt: Es ist für alle gleich – für den Weißen, für den Schwarzen, für den Gelben, für den Menschen; die Rasse spielt keine Rolle, gar nichts spielt eine Rolle. Die Hauptsache ist, dass der Mensch wissen will, wozu er existiert, wer ihn führt und wem er sich annähern muss. Das ist es.

Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Jene Gruppe, die er hatte, die Schülergruppe – waren sie das Kli, durch das er das schreiben konnte?

Rav: Nein, ich glaube nicht. Ich glaube nicht, dass er das dank seiner Gruppe geschrieben hat. Er war so hoch. Er hat von ihnen trotzdem einen gewissen Mangel genommen, weil er mit ihnen verbunden war, aber es ist nicht so, dass die Gruppe gleichsam an seinem Schreiben irgendwie beteiligt gewesen wäre. Nein. Das war eine Seele, die wirklich von allen abgetrennt war.

Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Und für uns, wenn wir das lesen – diese erhabene Höhe: Was sollen wir aus dieser Sache mitnehmen?

Rav: Wir müssen vom ARI begeistert sein, von dem, was er getan hat, und etwas von ihm lernen. Sein Hauptbuch ist eigentlich „Ez Chaim", und es gibt noch „Sieben Tore", es gibt Bücher – und auch: Die Bücher hat nicht genau er geschrieben, sondern danach haben die Schüler aus allem geschrieben, was er hinterlassen hat. Und die Hauptsache, die wir von ihm lernen müssen, ist das allgemeine System. Wenn man das lernt, ist man schon mit jenen Zugängen verbunden, die uns das Höhere Licht bringen, das auf uns als Umgebendes Licht wirkt. Gilad.

21:35 Vorleser: Abschnitt Nr. 3.

„Es gibt keine Worte, welche die Wichtigkeit seiner spirituellen Arbeit für uns zum Ausdruck bringen könnten, denn die Tore der Erkenntnis waren mit schweren Schlössern verriegelt; er aber kam und sperrte sie für uns auf, sodass jeder, der ins Innere des königlichen Palastes treten möchte, wenn er heilig und rein ist, sich nicht waschen und seine Haare abrasieren und keine reinen Kleider anlegen muss, um der Höheren Malchut, wie es sich gehört, gegenüberzutreten.

Im Alter von 38 Jahren übertraf er mit seiner Weisheit alle seine Vorgänger, von den Genies bis hin zu den Massen. Und alle Ältesten der Erde, Freunde und Schüler des göttlichen Weisen RAMAK (Rabbi Moshe Cordovero), erhoben sich und traten vor ihn wie Schüler vor ihren Lehrer." (Baal HaSulam, „Vorwort zum Buch Panim Meirot uMasbirot", Punkt 8) 22:50

Rav: Ja, so war es wirklich, so waren die Bedingungen von oben: Der ARI hat enthüllt, und in seiner Generation gab es niemanden, der gegen ihn aufgestanden wäre und gesagt hätte, das sei nicht richtig, das sei nicht in Ordnung – wie es danach in den folgenden Generationen war, vom Baal Schem Tow an, die die Weisheit des ARI verbreitet haben und wo es viele Gegner dagegen gab. Sondern zur Zeit des ARI wirkte er in der kleinen Stadt, in Zfat, in einer kleinen Gemeinschaft, ein paar Schüler. Auch heute, bis zum heutigen Tag, gibt es diesen Ort, wo er gelernt und gelehrt hat, und wir können … früher sind wir auch dorthin gefahren, um diesen Ort zu ehren.

Aber die Zeit vergeht, und wir müssen mit diesen Orten nicht mehr gerade dadurch in Verbindung sein, dass wir physisch dorthin kommen. Vielmehr müssen wir aus diesen Zuständen, die vor uns in der Geschichte geschehen sind, Folgendes lernen: Diese großen Dinge kommen in unsere Welt auf eine sehr feine Weise, so dass man nicht spürt, nicht versteht und nicht sieht, was da geschieht. Und irgendwo an einem kleinen Ort befindet sich eine große Insel, aus der die ganze Tora hervorgeht, und er erklärt uns die Handlungen der Schöpfung und die Pflicht des Menschen in der Schöpfung – und danach enthüllt sich das in weiteren Jahren. Weiter, ja.

Schüler: Rav, kann man erklären – wenn man es überhaupt erklären kann –, was der Unterschied ist zwischen der Lernmethode oder der Form der Enthüllung, die es vor dem ARI gab, und dem, was er gebracht hat? Was war die Neuerung?

Rav: Die Neuerung ist darin, dass die Menschheit die ganze Zeit in ihrem Ego wächst. Und deshalb wird sie gemäß der Stufe des Egos immer entgegengesetzter zum Höheren Licht, zum Schöpfer. Und dieser Zustand, dass sie einander entgegengesetzt werden, kommt dahin, dass es gerade eine Sache und ihr Gegenteil ist – das heißt, vom Schöpfer, vom Höheren Licht, und vom Willen zu empfangen, der Finsternis. Sie kommen in so einen Zustand, dass sie schon anfangen zu spüren, dass zwar nur ein sehr kleines Licht kommt, aber gerade die Kraft der Finsternis hilft und hebt das Licht aus sich heraus hervor.

Und so nähern wir uns von Generation zu Generation immer mehr der Enthüllung des Schöpfers an. Auch wenn Sein Licht klein ist – unser Ego wird größer, wir suchen mehr, verstehen mehr, enthüllen mehr den Plan der Schöpfung, das Ziel der Schöpfung, warten darauf, erwarten es. Und das ist es, was uns hilft, näher zu kommen – nicht, weil wir so würdig wären, sondern aus unserem Ego heraus, das wächst und fordert. Was?

Schüler: Wenn ein Kabbalist eine Enthüllung in die Welt bringt, etwas Neues in die Welt bringt, können in jener Zeit nur ganz wenige überhaupt etwas von seinen Dingen verstehen, wenn überhaupt – und trotzdem verändert es die ganze Menschheit.

Rav: Weil es als Umgebendes Licht wirkt, es wirkt als Umgebendes Licht. Auch jetzt lernen wir, und die ganze Menschheit – so viele Menschen es gibt, die jetzt auf dem Erdball leben: In demselben Moment geht das Licht, mit dem wir in Verbindung stehen – ein kleines Licht, aber immerhin –, durch uns hindurch zu ihnen, weil wir alle mit einem Körper verbunden sind, der Adam heißt. Nu.

27:40 Vorleser: Abschnitt Nr. 4.

„Wisse mit Gewissheit, dass es nicht mehr so ist wie in den frühen Generationen und den ersten Tagen des fünften Jahrtausends; denn in jenen Tagen waren die Tore dieser Weisheit verschlossen und verriegelt. Aus diesem Grund gab es nur wenige Kabbalisten. So ist es nicht in diesem sechsten Jahrtausend, in dem die Tore des Lichts geöffnet wurden, die Tore der Barmherzigkeit. Nun ist es dem Schöpfer eine große Freude, die Herrlichkeit Seines Reiches für immer und ewig bekannt zu machen, besonders jetzt, da alle heiligen Schriften des ARI gedruckt worden sind. Er hat für uns die Tore des Lichts geöffnet, die seit Urzeiten mit tausend Schlössern verschlossen und versiegelt waren, und alle seine Worte sind die Worte des lebendigen Gottes aus dem Munde des Propheten Elia, und mit dessen Erlaubnis hat er offenbart, was er offenbart hat. Nun gibt es kein Hindernis und keine Gefahr mehr, genau wie in der Offenbarung beschrieben." („HaBrit HaSchalem", Teil 2, Artikel 12, Kapitel 5) 29:05

Rav: Ja, das ist auch ein bekanntes Buch, „HaBrit HaSchalem". So ehren alle Kabbalisten nach dem ARI ihn und segnen ihn für das, was er getan und enthüllt hat, denn dank ihm leben sie schon auf spirituelle Weise und erreichen so. Weiter.

29:33 Vorleser: Abschnitt Nr. 5.

„Und solltest du fragen: „Worin besteht die Vorbereitung?“, werde ich dir sagen, dass es in der Vergangenheit notwendig war, alle sieben säkularen Lehren zu durchlaufen und sich schrecklichen Selbstgeißelungen zu unterziehen,

bevor man sich dem Schöpfer näherte. Und trotzdem wurden nicht viele mit der Gunst des Schöpfers belohnt. Doch da wir mit den Schriften des ARI und der Arbeit von Baal Shem Tov belohnt wurden, liegt es wirklich in unserer Hand, und keine weitere Vorbereitung ist vonnöten." (Baal HaSulam, Brief 38) 30:20

Rav: Ja, das ist wirklich eine große Sache, die beide getan haben. Wir kennen die Handlungen des Baal Schem Tow gewöhnlich nicht so gut, aber was er getan hat, ist im Grunde: Er hat die ganze Weisheit des ARI genommen und sie verbreitet. Er war der größte Verbreiter. Wir sehen bis zum heutigen Tag, wie viele Menschen vom Baal Schem Tow gehört haben und ihn ehren.

Zwar lernen sie die Weisheit der Kabbala nicht selbst, aber trotzdem sind in ihnen Ergebnisse seines Lernens – wenigstens darin, dass sie zu „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" hingezogen werden. Deshalb brauchen wir diese beiden Menschen: Der eine wirkte, um auf wissenschaftliche Weise, sagen wir mal, zu enthüllen, was in der ganzen Wirklichkeit geschieht – das System der Wirklichkeit, die Kräfte, die in der Wirklichkeit wirken, das Verhältnis des Schöpfers zu den Geschöpfen, systematisch: Das hat der ARI getan. Und der Baal Schem Tow hat das in alle möglichen Geschichten gekleidet, in Formen, die die Worte des ARI dem Volk nähergebracht haben, und er wollte sie so weit wie möglich, so weit wie möglich hinunterbringen, hinunterbringen zu allen.

Deshalb war er der große Verbreiter, der große Ausleger. Und obwohl er von sich aus überhaupt nichts geschrieben hat, weil er nur daran dachte, die Methode der Korrektur in allen Schichten des Volkes so weit wie möglich zu verstärken – und wie sehr man ihn auch störte, wie sehr man sich auch gegen ihn erhob, hat er es trotzdem getan. Und wir sehen die Ergebnisse seiner Handlungen bis heute.

Man kann zwar sagen, dass seine geistigen Nachkommen die Methode des ARI nicht wirklich lernen und sich deshalb auch praktisch nicht so sehr darum kümmern, „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" richtig auszulegen – aber ganz sicher haben beide eine einzige Sache getan: Der ARI hat enthüllt, der Baal Schem Tow hat verbreitet. Wir haben keine Fragen, also machen wir weiter.

33:25 Vorleser: Abschnitt Nr. 6.

„Mein Lehrer pflegte zu sagen, dass der Kern der Absicht beim Lesen der Tora darin besteht, das eigene Herz durch die Tora mit seiner Wurzel zu verbinden, um den höheren Baum zu vervollständigen und den höheren Adam [Menschen] zu vervollständigen und ihn zu korrigieren; denn dies ist der gesamte Zweck der Erschaffung des Menschen und der Zweck seiner Beschäftigung mit der Tora." (Maharchu, Pri Ez Chaim, Tor der Führung des Lernens, Kapitel 1)

Rav: Ja, das … noch einmal.

34:12 Vorleser: Noch einmal Abschnitt Nr. 6.

„Mein Lehrer pflegte zu sagen, dass der Kern der Absicht beim Lesen der Tora darin besteht, das eigene Herz durch die Tora mit seiner Wurzel zu verbinden, um den höheren Baum zu vervollständigen und den höheren Adam [Menschen] zu vervollständigen und ihn zu korrigieren; denn dies ist der gesamte Zweck der Erschaffung des Menschen und der Zweck seiner Beschäftigung mit der Tora." (Maharchu, Pri Ez Chaim, Tor der Führung des Lernens, Kapitel 1) 34:40

Rav: Rechowot.

Schüler: Aus diesem Abschnitt klingt es, als würde die Arbeit des Einzelnen gegenüber dem Schöpfer genügen, um spirituell aufzusteigen. Wie …?

Rav: Wir haben keinen einzigen Kabbalisten, der nicht um sich herum eine Gruppe gemacht hätte – und nicht, um ihn oder sie, diese Gruppe, zu lehren, sondern um zusammen mit ihnen, in Verbindung mit ihnen, gemeinsam voranzukommen. Denn das spirituelle Vorankommen kann nur in einer Gruppe geschehen.

Schüler: Danke. Rav: Weiter.

35:30 Vorleser: Abschnitt Nr. 7.

„Mein Lehrer ermahnte mich und alle Freunde, die mit ihm in dieser Gemeinschaft waren, das Gebot „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ auf uns zu nehmen und danach zu streben, jeden aus Israel wie die eigene Seele zu lieben; denn dadurch würde sein Gebet, das ganz Israel umfasst, emporsteigen und in der Lage sein, nach oben aufzusteigen und dort eine Korrektur zu bewirken. Insbesondere sollte unsere Liebe zu den Freunden jeden Einzelnen von uns selbst einschließen, so als wäre er ein Teil dieser Freunde. Mein Lehrer ermahnte mich in dieser Angelegenheit eindringlich." (Maharchu, Tor der Reinkarnationen, Vorwort 38)

Rav: Noch einmal.

Vorleser: Noch einmal Abschnitt Nr. 7.

„Mein Lehrer ermahnte mich und alle Freunde, die mit ihm in dieser Gemeinschaft waren, das Gebot „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ auf uns zu nehmen und danach zu streben, jeden aus Israel wie die eigene Seele zu lieben; denn dadurch würde sein Gebet, das ganz Israel umfasst, emporsteigen und in der Lage sein, nach oben aufzusteigen und dort eine Korrektur zu bewirken. Insbesondere sollte unsere Liebe zu den Freunden jeden Einzelnen von uns selbst einschließen, so als wäre er ein Teil dieser Freunde. Mein Lehrer ermahnte mich in dieser Angelegenheit eindringlich." (Maharchu, Tor der Reinkarnationen, Vorwort 38) 37:20

Rav: Das ist sehr wichtig: zu fühlen, dass wir zu einem Körper gehören. Sogar die ganze Menschheit wird so fühlen müssen, und dass jeder von allen abhängt, dass mein ganzes spirituelles Leben nur von der guten Verbindung zwischen uns abhängt – und auch unser materielles Leben. Wir sind in der letzten Generation, wir werden immer mehr spüren, wie sehr wir voneinander abhängen, und ohne eine gute Verbindung zwischen uns zu erreichen, werden wir in gar nichts Erfolg haben, auch in diesem materiellen Leben nicht.

Und das ist die Lehre, die die Menschheit jetzt aus dem Leben wird lernen müssen, aus den Schlägen, aus den nötigen Dingen, die ihr fehlen werden. Denn wenn wir keine gute Verbindung zwischen uns hinzufügen, werden wir an keinem Ort, auf keinem Gebiet irgendeinen Erfolg haben.

Also muss die richtige, gute Annäherung zwischen den Menschen unser Hauptlernen sein und das der ganzen Menschheit nach uns. Der Mensch muss zum System zurückkehren, und das System muss vom zerbrochenen System zu einem integralen System zurückkehren, in dem die ganze Menschheit voneinander abhängt.

Hoffen wir, dass die Menschen das verstehen, und zwar schnell. Wir lernen ja schon Systeme, wir verstehen, wie sie funktionieren, und dann wird es uns nicht so schwerfallen zu verstehen, dass wir alle in einem System sind, in einem System einer Kraft. Und in dem Maß, in dem wir das erfüllen wollen, wird uns diese Kraft erhalten. Sie nähert uns einander an, sie drängt uns zueinander – nur wollen wir das nicht, und deshalb widersetzen wir uns, und daher kommen alle Probleme. Aber wenn wir verstehen, dass wir keine Wahl haben, sondern dass gerade die Natur uns zur guten Verbindung bringen will, dann kommen wir dahin, dass wir damit alle Probleme lösen.

Deshalb geht es hier nicht um links, rechts, alle möglichen Parteien, alle möglichen Bewegungen. Es gibt nur eine Sache, die von der Höheren Natur, in der wir uns befinden, gefordert wird: dass wir auf gute, gegenseitige Weise miteinander verbunden sind. Klar? Gut. Nord.

40:44 Schüler: Rav, was ist dann das Ziel der materiellen Welt in der spirituellen Arbeit?

Rav: Die materielle Welt ist uns gegeben, weil wir hier aus eigenen Kräften, selbst, die guten Beziehungen der Verbindung zwischen uns festlegen können. Petach Tikwa 31.

Schüler: Wie soll man beschreiben, dass es, je mehr wir uns einer guten Verbindung zwischen uns annähern, eine Wirkung auf das Höhere System gibt, wie er schreibt? Was fehlt im Höheren System?

Rav: Wir sind in einem System. In einem – das ist die Natur. Und in dem Maß, in dem wir in Gleichheit der Form mit der allgemeinen, gesamten Natur sind, in diesem Maß können wir auf sie einwirken. So wirkt der Untere auf den Oberen. Das nennt man Erhebung von MAN. Und dann bekommen wir von dort Kräfte, Verständnis, alles. Bis wir die Höhere Natur bekommen, gute Formen der Verbindung, das Empfinden des höheren, spirituellen, ewigen Lebens. Und das wird geschehen, bis die Höhere Welt wirklich bis zu unserer Welt herabsteigt – oder umgekehrt, man kann sagen: dass unsere Welt bis zur Stufe der Höheren Welt aufsteigt. Petach Tikwa 23.

42:17 Schüler: Rav, danke dir für diesen Unterricht. Ich wollte fragen: Er schreibt, dass „jeder sich selbst einschließen muss, als wäre er ein Glied dieser Freunde". Rav, was heißt das, „ein Glied dieser Freunde" zu sein? Was verlangt das von mir?

Rav: Dass ich zunächst einmal von ihnen abhänge, aber sie auch von mir. Und in dem Maß, in dem ich es auf mich nehme, der Übermittler der guten Höheren Kraft der Verbindung für alle zu sein – darin sehe ich meine Aufgabe in diesem Leben. Petach Tikwa 18.

Schüler: Rav, der Rachu, Chaim Vital, einer der größten Nahestehenden, die der ARI hatte, schreibt uns: „Mein Lehrer, seligen Andenkens, schärfte mir und allen Freunden, die mit ihm in jener Gemeinschaft waren, ein, dass wir das Tu-Gebot ‚Liebe deinen Nächsten wie dich selbst' auf uns nehmen." Was ist mit „Tun" gemeint? Tun ist etwas, das man macht, nicht nur ein Gefühl.

Rav: Ja. Praktisch, praktisch muss man so eine Verbindung erreichen, die „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" heißt. Aber wenn du gehst und das praktisch erreichst, fängst du schon an zu spüren, dass du damit von spiritueller Stufe zu spiritueller Stufe aufsteigst, und dass du schon nicht nur in dieser Welt im Körper bist, sondern auch in der Welt Azilut, in der Seele, in der Erkenntnis, im Empfinden.

43:46 Schüler: Wenn ja, was ist dann die physische Handlung? Wie …?

Rav: Die physische Handlung? Alles zu tun, was die Kabbalisten uns empfehlen zu tun, um uns insgesamt einander anzunähern. Bis zu dem Grad, dass wir uns „wie ein Mensch mit einem Herzen" fühlen. Kiew.

Schüler: Danke, Rav. Rav: Kiew. Wold.

44:12 Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Ja, ja, lieber Rav. Hier schreibt er, dass die Liebe zum Nächsten uns danach auch zur Korrektur in den Oberen bringt. Was heißt das?

Rav: Wir nähern uns einander im Zehner an, sagen wir. Damit bewirken wir ein gutes Geben auf unsere Wurzel und sind mit ihr immer mehr in Gleichheit der Form. Und dann spüren wir Sein Geben an uns auf immer massivere, intensivere, wahrhaftigere Weise. Und dann fängt die Kraft des Schöpfers wirklich an, sich in der Verbindung zwischen uns zu enthüllen. Das ist es. Das ist alles.

Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Aber einerseits schreibt der ARI über solche Höhen, solche erhabenen Höhen. Andererseits sagt er seinen Schülern, dass sie sich in ihrer Liebe untereinander stärken müssen. Diese Verbindung zwischen der Höheren Wurzel und der Liebe untereinander – wird die sofort in der Gruppe erreicht, in seiner Gruppe?

Rav: Jeder Einzelne und die ganze Gruppe erreichen so viel, wie sie „wie ein Mensch mit einem Herzen" verbunden sein kann. Nur unter dieser Bedingung erreicht man die Höhere Kraft, die spirituelle Kraft. Es gibt davor auch alle möglichen Empfindungen, alle möglichen kleinen privaten Enthüllungen, aber das ist nicht wirklich Spiritualität.

Spiritualität ist die Verbindung entgegengesetzter Kräfte, die sich zusammenfügen. Das Entgegengesetzte heißt „Aviut" im Kli, und das Verbindende ist die „Sakut" im Kli.¹ Wenn beide in eine Richtung wirken, sowohl Aviut als auch Sakut, wie zwei Linien, dann stabilisieren sie die mittlere Linie, in der man den Schöpfer enthüllt, der eigentlich die Quelle von beiden ist.

46:21 Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Wurde diese Methode vor Rabash von Kabbalisten in dieser gruppenmäßigen Form beschrieben?

Rav: Diese Methode kommt zu uns schon vom „Sohar". Und auch vor dem „Sohar" finden wir hier und da Menschen, die darüber schreiben. Wie glaubst du denn, dass man aus Ägypten herausgekommen ist? Wie glaubst du, dass man Tausende Jahre von Adam haRischon an gewirkt hat?

Sicher war es so, aber man hat nicht darüber geschrieben, sondern das war eine mündliche Tora. Die haben Schüler weitergegeben, von Lehrern an Schüler. Man hat Gruppen gemacht. Sicher war es so. Immer saß man dort unter dem Baum mit den Schülern und lernte so. Türkisch 3.

Schüler (Übersetzung aus dem Englischen): Die Kabbalisten haben alles vollkommen geschrieben. Warum widersetzen wir uns mit solcher Hartnäckigkeit, die Arbeit auszuführen?

Rav: Schau dir die kleinen Kinder an: Wie sehr du ihnen auch sagst, etwas richtig, gut zu machen – sie machen alles nach dem, was sie wollen. „Der Trieb des Menschen ist böse von seiner Jugend an." Und deshalb handeln wir gemäß allem Entgegengesetzten, das in uns ist. Denn diese Kraft ist ein Ergebnis des Zerbrechens von Adam haRischon, das der Schöpfer für uns vorbereitet hat, damit wir gerade Ihm entgegengesetzt sind, dem Schöpfer entgegengesetzt.

Damit wir dadurch, dass wir verstehen, wachsen und entgegengesetzt zu unserer Natur sein wollen, dementsprechend in uns die Gestalt des Schöpfers errichten, den wir von vornherein nicht wollen. Und jedes Mal machen wir es im Widerstand dazu, aber trotzdem wollen wir über dem Verstand an Ihm anhaften, wollen wir wie Er sein, über dem Willen. Und wie kann man das machen? Dadurch, dass wir uns untereinander verbinden und dann wollen, dass der Schöpfer uns die Kraft der Verbindung gibt.

Und in der Verbindung zwischen uns – nicht in irgendjemandem, sondern zwischen einem und dem anderen – setzen wir jenes Verhältnis zwischen uns zusammen, das wir „Bore", „komm und sieh", nennen. Nur auf diese Weise. Also lasst uns bemühen, uns bemühen, das so zu machen, auszuführen. Ita 3.

49:55 Schüler (Übersetzung aus dem Italienischen): Den Freund zu lieben, „liebe deinen Nächsten wie dich selbst" – heißt das, die Weisheit der Kabbala an alle zu verbreiten?

Rav: Ja, denn insgesamt sind alle, alle Menschen, Menschen, sie gehören ihrem Potenzial nach zur Stufe Adam. Und deshalb steht geschrieben: „Mein Haus wird ein Haus des Gebets für alle Völker genannt werden", „und alle Gojim werden zu ihm strömen", die Völker der Welt. Goj heißt Volk. Und ganz sicher gibt es keinerlei Unterschied zwischen dem Juden und allen übrigen Völkern, sondern nur, dass sich diese Gruppe in Babylon von der ganzen Menschheit abgetrennt hat und bereit war, zur spirituellen Entwicklung zu gehen. Und bis heute existiert sie sicher, so wie sie existiert – und auch nicht ganz, sondern nur das, was von ihr geblieben ist: zwei von zwölf Stämmen. Und auch bei ihnen seht ihr, in welcher Form.

Insgesamt ist das, was von jener Gruppe da ist, die den Weg in den Tagen Abrahams begonnen hat – das sind wir. Und so wie Abraham aus ganz Babylon einlud, also aus allen Völkern, die in Babylon waren: Wer sich dem Schöpfer annähern will, soll mit ihm kommen – so machen wir es und sind für alle offen. Und deshalb freue ich mich, dass wir wirklich eine Sammlung aus allen Menschen, aus allen Völkern haben, und dass wir gerade in dieser Form, in der Zeit der letzten Generation, am meisten für die Korrektur bereit sind. In Ordnung? Latin … yes, Ita?

Schüler (Übersetzung aus dem Italienischen): Danke, vielen Dank. Ich wollte fragen: Wenn wir die Schriften lesen, sind sie sehr klar, sie sind sehr schön, aber dann kommen wir zum Zehner und schaffen es nicht, uns zu verbinden; wir gehen zur Verbreitung und finden Schwierigkeiten in der Verbreitung. Es stimmt, dass wir noch wie Kinder sind – aber wie kann das ganze Kli oder der ganze Zehner wirklich zum Ziel kommen?

Rav: Auf dieselbe Weise, wie wir es machen. Und trotzdem haben wir von Tag zu Tag ein Vorankommen. Wenn ihr das nicht seht – das ist wie beim Säugling: Weiß der Säugling, dass er von Tag zu Tag wächst? Er lebt. Aber wir, die wir schon von einem höheren Ort auf ihn schauen und verstehen, was geschieht, wir sehen, wie sehr er wächst. Dass er heute irgendeine Handlung machen kann, die er gestern nicht machen konnte – er versteht nicht, dass er es heute zum ersten Mal gemacht hat, er führt es einfach aus, das ist alles. Und deshalb sehen wir es so an ihm.

Was wir also brauchen, ist nur weiterzumachen. Und trotzdem müssen wir uns prüfen gemäß der Annäherung zwischen uns im Zehner, gemäß dem Verständnis, dass wir nur in der Verbindung zwischen uns dort das Höhere System, das spirituelle System, enthüllen und den Schöpfer darin enthüllen. Das ist es, was uns alle Kabbalisten schreiben, und so wie wir es verstehen, müssen wir weitermachen und tun. Wir sind immerhin in einer besonderen Zeit, in einem besonderen Zustand, wir sehen, dass wir darin Erfolg und Segen haben, dass der Schöpfer es uns gönnt. Und so kommen wir voran, das ist alles nahe. Frankreich.

54:43 Schüler (Übersetzung aus dem Französischen): Guten Morgen, Rav. Eine Frage von einem Freund: Was ist die Quelle des Logos von „Bnei Baruch", der Baum, was bezeichnet er, und hat das mit dem Baum des Lebens zu tun?

Rav: Ja, sicher, unser Logo haben wir daraus gezeichnet, dass der ARI schreibt – zunächst einmal heißt sein Buch „Ez Chaim", sein Hauptbuch in der Kabbala –, denn aus der Höheren Wurzel entwickelt sich so das Licht und baut und erschafft alle Geschöpfe bis zu unserer Welt. Und deshalb haben wir es auch so genannt, so haben wir unser Symbol gemacht, das ein Symbol des Baumes ist. Außerdem heißt der Mensch „Baum des Feldes", der sich vom Unbelebten, von der Erde her entwickelt, aber von sich aus schon wächst. Und das erste Wachstum ist das Pflanzliche. Latin 4.

56:08 Schüler (Übersetzung aus dem Spanischen): Danke, Rav. Ein Freund aus dem Zehner hat zwei Fragen. Erste Frage: Erreichen alle Kabbalisten dasselbe, oder hängt die Erkenntnis von der Einzigartigkeit jedes Kabbalisten ab?

Rav: So wie in unserer Welt jeder die Welt, in der wir sind, in unterschiedlichen Formen und in unterschiedlicher Größe erreicht, in unterschiedlichen Eigenschaften – was alles von der Natur des persönlichen, individuellen Kli jenes Menschen abhängt –, so ist es auch in der Spiritualität: Jeder Mensch erreicht aus seiner Seele heraus, je nachdem, wie hoch und wie breit sie ist. Es gibt darin eine quantitative Sache und eine qualitative Sache. Alle sind verschieden, aber insgesamt, wenn wir uns verbinden, kommen wir zu einer integralen Erkenntnis, in der alles, was jeder Einzelne hat und was zwischen uns ist, von uns allen erreicht wird – aber unter der Bedingung, dass wir uns verbinden. Und so kommen wir letztlich zum vollständigen Ende der Korrektur, das heißt „wie ein Mensch mit einem Herzen", wo alle, alle ein Kli haben, dasselbe vollständige Kli. Moskau 7.

57:49 Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Guten Morgen, Rav. So eine Frage: Wenn wir Texte des Kabbalisten ARI, von Baal HaSulam, Rabash lernen – muss in unserer Absicht etwas sein, das über das Licht, das zum Guten zurückführt², hinausgeht und gerade zu diesem Kabbalisten gehört, eine bestimmte Verbindung mit diesem Kabbalisten – muss so etwas da sein?

Rav: Im Grunde ja: Wenn wir Schriften von Kabbalisten lernen, fangen wir an, jedes Mal auf andere Weise von jedem einzelnen Kabbalisten begeistert zu sein. Aber insgesamt erzählen uns die Kabbalisten – ich meine wahre Kabbalisten – von den Handlungen des Schöpfers, und deshalb verbinde ich mich durch sie mit dem Schöpfer. Letztlich habe ich einen Ort, eine Quelle: das ist der Schöpfer. Und hier, auf der anderen Seite, das Ich, mein Herz, mein Wille, so weit wie möglich schon korrigiert. Und in der Mitte die ganze Kette der Kabbalisten, die mir insgesamt die Begeisterung vom Schöpfer bringen. So müssen wir das sehen. Das heißt, ich unterscheide nicht so sehr … Und insgesamt: Wie viele Quellen haben wir? Wir haben den Sohar mit dem Kommentar von Baal HaSulam, wir haben alle Schriften der Kabbalisten, das sind Baal HaSulam, Rabash hauptsächlich, es gibt noch einige von den Schülern des Baal Schem Tow, und das war's. Insgesamt lernen wir fünf Quellen, nicht mehr, und das genügt, mehr brauchen wir nicht. P.T. 17.

60:00 Schüler: Schalom, Rav. Wir wissen, dass sich die Gesetze in der Spiritualität nicht ändern. Also wollte ich gemäß Abschnitt 5 fragen: Vor dem ARI waren Kasteiungen und die sieben Weisheiten Pflicht, und nach dem ARI wurde das aufgehoben. Was hat der ARI wirklich getan, dass sich die Bedingungen geändert haben?

Rav: Das schreibt uns Baal HaSulam auch ausführlich im „Vorwort zum Talmud Esser haSfirot": dass es vor dem ARI große Kasteiungen brauchte, und vor dem Sohar noch größere Kasteiungen – das heißt Einschränkungen für den Menschen, der Spiritualität erreichen will. Und wir, die wir uns der Quelle des Umgebenden Lichts angenähert haben, das auf uns wirkt und zum Guten zurückführt, brauchen keine solchen Kasteiungen wie „Brot mit Salz sollst du essen und Wasser in kleinem Maß trinken und auf der Erde schlafen". Wir müssen uns nicht kasteien, wie es die Kabbalisten früher gemacht haben, die sich in allem und jedem eingeschränkt haben, sondern nur das Lernen innerhalb einer Gruppe. Denn die Quellen, die wir lernen, sind so stark und nähern uns dem Schöpfer so sehr an, dass all die physischen Handlungen, die wir machen würden, nichts nützen. Und deshalb ist für uns die Hauptsache nur, nur zu lernen, zu lernen und sich zu verbinden, das Herz zu öffnen – nichts außer dem. Ja?

Schüler: Eine andere Frage: Gibt es irgendeine Verbindung zwischen dem Buch Sohar und den Schriften des ARI – ist das eine Fortsetzung, oder hat jeder eine andere Aufgabe, ergänzt gleichsam der eine den anderen?

Rav: Das „Buch Sohar" ist ein Midrasch, das ist kein Lernbuch. Das ist ein Buch, das für den offen ist, der spirituelle Erkenntnis hat. Und wenn einer keine Erkenntnis hat, sieht er dort Geschichten, alle möglichen Wundermittel. Und darüber sind Unmengen von Büchern rund um das „Buch Sohar" geschrieben worden, in denen wirklich überhaupt nichts vom Buch selbst enthalten ist, sondern nur das, was jene Menschen dachten, was geschrieben steht. Deshalb lesen wir das „Buch Sohar" und lernen es nur mit dem Kommentar des Sulam. Denn es kommen bis zum heutigen Tag viele Werke heraus, die über das Buch Sohar schreiben und sogar auch über die Schriften des ARI. Also müssen wir verstehen: Nur wer Erkenntnis hat, ist für uns vertrauenswürdig. Und deshalb: Baal HaSulam, der den Kommentar Sulam zum Buch Sohar geschrieben hat und den Kommentar Panim Meirot uMasbirot zum „Ez Chaim" des ARI, und danach den „Talmud Esser haSfirot" – das sind eigentlich unsere Quellen. Gane.

63:44 Vorleser: Abschnitt Nr. 8.

„Eines Tages, am Vorabend des Schabbat, begab sich der ARI mit seinen Schülern zum Kabbalat Schabbat, wie es seine Gewohnheit war. Er sagte zu den Freunden: „Lasst uns nun nach Jerusalem gehen […] und den Tempel errichten und ein Schabbatopfer darbringen, denn ich sehe, dass diese Zeit wahrhaftig die Zeit der Erlösung ist.“ Einige der Freunde sagten: ‚Wie sollen wir zu dieser Zeit nach Jerusalem gehen? Es ist mehr als dreißig Parsa entfernt (ca. 115 km).‘ Andere sagten: ‚Nun gut, wir sind bereit, mit dir zu gehen, aber zuerst werden wir es unseren Frauen mitteilen, damit sie sich keine Sorgen um uns machen, und dann werden wir gehen.‘“ Da rief der Rav laut und sprach zu den Freunden: „Wie ist es dem Satan durch seine Verleumdung gelungen, die Erlösung Israels zu vereiteln? Ich bezeuge vor Himmel und Erde, dass es seit der Zeit von Rabbi Schimon Bar Jochai bis heute keine bessere Zeit für die Erlösung gegeben hat als diese. Hättet ihr dies anerkannt, hätten wir den Tempel gehabt, und die Verstoßenen Israels hätten sich in Jerusalem versammelt.

Nun war die Zeit vergangen, und Israel ging erneut ins Exil.“ Als die Freunde dies hörten, bereuten sie, was sie getan hatten, doch es half ihnen nichts." (Gebracht aus dem Buch Schivchei haARI) 65:35

Rav: Das ist eine sehr interessante Geschichte: Ein Lehrer sagt seinen Schülern, dass wir jetzt die Möglichkeit haben, das Ende der Korrektur einzuladen, und dass es hier gar nichts Schwieriges gibt. Wir versammeln uns jetzt und gehen nach Jerusalem – und sie stimmen nicht zu, weil sie diese Mühe überwinden müssten. Was sagen sie? Wir haben Dinge zu Hause, wir müssen ihren Frauen Bescheid geben, den Familien; wie können wir von jetzt auf gleich nach Jerusalem springen und dort das Ende der Korrektur machen? Ende der Korrektur – was hast du da noch zu überlegen? Und das sind die Schüler des ARI.

Ihr seht: Zusammen damit, dass man dem Menschen eine Gelegenheit gibt, größer als die es keine gibt, gibt man ihm auch die Schwere des Herzens, die Schwierigkeit, und er kann nichts dagegen tun. Nur im Glauben über dem Verstand, wenn sie am Lehrer angehaftet gewesen wären, hätten wir das machen können. Wir können diese Geschichte nicht verstehen – wie geschieht das in der materiellen Welt? Und wie …, warum? Das verstehen wir nicht. Aber aus dem Zustand selbst gibt es etwas zu lernen. Italien 4.

Schüler: Rav, buon giorno. Rav: Buon giorno.

Schüler (Übersetzung aus dem Italienischen): (Keine Übersetzung.) Rav: Übersetzung.

Übersetzer: Er sagt. Vorleser: Mosche, wir haben die Übersetzung nicht gehört, wenn es möglich ist, bitte wiederholen. Übersetzer: Der Satan, der sagt, dass die Tat des Satans dort gelungen ist. Rav: Ich höre die Übersetzung nicht. Was hast du gesagt?

Vorleser: Er sagt: Was bedeutet es, dass die Tat des Satans dort gelungen ist? Rav: Was ist das … Uns ist verständlich, was da gelungen ist mit der Tat des Satans. Satan heißt: die Kraft gegen die Verbindung, die Kraft gegen die Kedusha, gegen das … die der Schöpfer selbst absichtlich führt, damit wir einen Arbeitsplatz haben. Und das heißt, dass die Tat des Satans gelungen ist: dass die Kraft des Widerstands so groß war, dass sie sie nicht überwinden konnten. Türkei 7.

68:30 Schüler (Übersetzung aus dem Englischen): Eine Frage vom Zehner: Wir selbst haben die spirituelle Verbindung noch nicht erreicht – ist es also nicht Philosophiererei oder Philosophie, wenn wir die Methode der Verbindung Menschen draußen erklären und verbreiten?

Rav: Nein. So erweitern wir den Kreis der Menschen, die verstehen, wozu wir existieren, wie wir existieren, was mit dem Erdball ist, was mit der Menschheit ist – dass wir uns verbinden müssen, dass das unsere gute Zukunft ist, um schon jenen Schlägen zu entgehen, die in dieser Welt immer mehr auftauchen. Und deshalb haben wir keine Wahl, wir müssen die Ursache all der Nöte aufdecken, um der Menschheit zu helfen, sich über sie zu erheben.

Wir sprechen nicht über Spiritualität. Wir sprechen über die Materialität: wie man in diesem Leben in dieser Welt besser lebt. Und damit wenden wir uns an die Menschen und erklären ihnen, dass wir – nach dem, was wir lernen und verstehen, nach den alten Quellen –, wenn wir untereinander auf schöne, gute Weise verbunden sind, damit alle bösen Kräfte neutralisieren: von dieser Pandemie und all den Nöten und Problemen und Krankheiten und Kriegen und allem. Alles steht nur auf einer Sache: auf einer schönen Annäherung zwischen den Menschen. New York 4.

70:24 Schüler (Übersetzung aus dem Englischen): Unsere Bücher sind voll von tragischen Geschichten wie dieser, in der der Kabbalist versucht, seine Schüler anzuleiten, und die Schüler scheitern. Die Frage ist also: Müssen wir lernen, dass es so geschehen musste?

Rav: Von der Sünde des Baums der Erkenntnis an, vom Zerbrechen des Systems, das der Schöpfer absichtlich gemacht hat, damit wir einen Arbeitsplatz haben, an dem wir teilnehmen können, dieses System wieder zusammenzusetzen und dann zu verstehen, wie es gebaut ist, wie es wirken muss und wie es dann in vollkommener Form wirkt – deshalb müssen wir all diese Handlungen, all diese Zustände in unserer Anstrengung durchlaufen. Und das ist es, was uns die Kabbalisten lehren. Alles hängt an unserer Mühe, uns einander anzunähern.

Also nicht in der ganzen allgemeinen Seele, sondern im kleinen Zehner jedes Einzelnen. Aber in dem Maß, in dem wir uns bemühen, das so gut wie möglich auf künstliche Weise zu machen, erwecken wir damit trotzdem das Licht, das zum Guten zurückführt, das Höhere Licht, und es hilft uns zur Verbindung, und in der Verbindung enthüllt sich schon die Höhere Kraft. Brasilien.

Schüler (Übersetzung aus dem Englischen): Mosche hatte Schüler, die nicht zuhörten; Baal HaSulam konnte es nicht erklären, wenn man es so sagen kann; die Schüler des ARI hörten nicht zu. Was ist diese Sache also uns gegenüber?

Rav: Es geht bei alledem darum, dass es zwei Kräfte in der Schöpfung gibt, entgegengesetzte und gleiche Kräfte, und in der Mitte sind wir, die wir die Sache zur rechten Linie hin entscheiden können, zur Verbindung, und wir müssen uns bemühen, das zu tun. Und in jeder Generation, an jedem einzelnen Tag müssen wir daran arbeiten. Das ist es. Und wenn du heute irgendeinen Mangel an Kraft, an Hoffnung hast, dann musst du dich mit den Freunden verbinden und es von ihnen bekommen – oder umgekehrt, dich mit der Höheren Kraft verbinden und sie an die Freunde weitergeben. Brasilien 1.

73:12 Schüler (Übersetzung aus dem Englischen): Schalom, Rav, schalom, weltweites Kli. Warum sieht es so aus, als bekämen auch wir jetzt denselben Ruf wie damals, wie die Schüler des ARI? Vielleicht sind wir wieder an demselben zentralen Punkt?

Rav: Ja. Sicher sind wir auch in einem noch verdorbenen Zustand, und vor uns liegt dieselbe Gelegenheit. Und wir können uns nicht so gut von all unseren Geschäften in dieser Welt losreißen, um zum Ende der Korrektur zu springen. Wir fühlen nicht, dass wir aufgeteilt sein können in unsere Seele, die sich nach Verbindung und Korrektur sehnt, und in das materielle Leben, das wir nur ordnen müssen, um zu bestehen. Wir sind innerlich noch nicht so geordnet, dass die Hauptsache für uns unsere Korrektur ist. Unsere innere Korrektur. Klar? KabU 3.

Schüler: Bonjour, Rav. Rav: Bonjour.

Schüler (Übersetzung aus dem Französischen): Sind wir die Architekten, die den Dritten Tempel planen, oder die, die ihn praktisch bauen?

Rav: Wir wollen nur an diesem Bau teilnehmen, denn in dem Maß, in dem wir zustimmen, wird er gebaut. Wir müssen nicht irgendeine Kraft suchen, die dieser Kraft hinzugefügt wird, oder welchen Stein wir an diese Stelle legen müssen und so weiter, welche Form es haben soll – wir müssen uns nur der Verbindung zwischen uns annähern. Und dann wird die Annäherung an diese Verbindung schon die Form des Tempels festlegen, das heißt die Form unserer Seele selbst. Denn die wahre, korrigierte Form der Seele existiert schon, wir müssen nur zu ihr hingezogen werden und dazu kommen, in ihr eingeschlossen zu sein. Das heißt: Den Dritten Tempel muss man nicht bauen – auch nicht in Jerusalem und nicht aus Ziegeln und nicht aus Holz und aus gar nichts. Wir müssen ihn einzig und allein aus unseren Willen bauen: In dem Maß, in dem wir bereit sind, uns ohne jede Bedingung untereinander zu verbinden, nur verbunden zu sein, da entsteht dieser Tempel. Petach Tikwa 19.

76:34 Schüler: Guten Morgen, Rav, guten Morgen, Freunde. Ich wollte eine kleine Klärung mit dir machen. Er sagt: „bis heute gab es keine für die Erlösung so geeignete Stunde wie diese Stunde. Und hättet ihr in dieser Sache zugestimmt." Wozu muss man zustimmen?

Rav: Dazu, dass wir in einem besonderen Zustand waren und ihn verpasst haben.

Schüler: Vor 500 Jahren. Rav: Na und?

Schüler: Gab es auch damals ein Problem mit der Verbreitung? Rav: Wir müssen verstehen, dass es täglich Gelegenheiten gibt, und wir sind schon sogar in Zeitnot, wir hinken schon hinterher. Und in jedem einzelnen Moment ist die Form der Natur bereit, ist die Natur bereit für das Ende der Korrektur, für die endgültige Form.

Schüler: Eine Frage: Was ist die Neuerung beim ARI, in seiner Lehre, was ist die Neuerung? Man sagt mir die ganze Zeit, er hatte eine Neuerung – worin bestand seine Neuerung?

Rav: Ich kann nicht. Das ist so weit. Er hat zunächst einmal Quellen geöffnet, von denen wir nicht begreifen³, was das ist – Kanäle von oben, zusätzlich zum Sohar. Er hat sie auf technische Weise erklärt, er hat sie in der Form von Vorausgehendem und Folgendem⁴ erklärt. Der Sohar selbst ist ein Buch der Geschichten, und der ARI hat darüber hinaus ein Buch der Wissenschaft geschrieben, der spirituellen Weisheit. Das kann man nicht … Und auch das Licht, das wir durch das Lernen des ARI ziehen, ist für uns, uns gegenüber, viel größer als das, was wir aus dem Buch Sohar machen können. Afrika.

Schüler (Übersetzung aus dem Englischen): Gibt es eine Verbindung zwischen dem, dass die Schüler des ARI sich weigerten, nach Jerusalem hinaufzugehen, und dem Monat Aw, in dem man der Zerstörung des Tempels gedenkt?

Rav: Ja. Ja. Es steht geschrieben, dass im Monat Aw, an diesen Tagen, wie es die Zerstörung des Ersten Tempels und des Zweiten Tempels gab, gerade an diesen Tagen der Dritte Tempel entstehen muss, der der höchste sein wird und das Ende der Korrektur für alle. So steht es geschrieben. Und deshalb steht auch so geschrieben, dass der ARI sie nach Jerusalem rief, um diesen Sprung des Weges zu machen und zu bewirken, dass das Ende der Korrektur entsteht. Frankreich.

Schüler (Übersetzung aus dem Französischen): Um auf die Frage des Freundes von vorhin, von KabU 3, zurückzukommen: Was ist die Handlung des Tempelbaus innerhalb des Zehners?

Rav: Dass wir uns miteinander verbinden wollen und zwischen uns einen möglichst vollkommenen Zehner bauen – das heißt, dass wir zum Tempel hingezogen werden. „Beit" heißt Kli, „Mikdasch" heißt Kodesch, und das heißt Geben. Ein Kli des Gebens ist das, was wir zwischen uns bauen wollen, das heißt Tempel. Das ist kein Gebäude. Das ist ein Kli, das im Geben sein will, wie der Schöpfer, der Ihm gegenüber im Geben ist. Petach Tikwa 10.

81:26 Schüler: Als du den Abschnitt erklärt hast, sagtest du, dass man zusammen damit, dass man dem Menschen eine große Gelegenheit gibt, ihm auch eine große Schwere gibt, und dass man die Schwere nur durch den Glauben über dem Verstand überwinden kann. Und die Schüler des ARI schafften es nicht, weil sie nicht am Lehrer angehaftet waren, deshalb konnten sie es nicht tun. Meine Frage ist so: Was gilt in unseren Tagen als Anhaftung an den Schöpfer für unser ganzes weltweites Kli, für jeden Zehner? Wie stehen wir zu diesem Punkt der Anhaftung an den Lehrer, damit wir das Über-dem-Verstand machen können?

Rav: Wir müssen verstehen, dass Verbindung trotz all der Störungen bei uns Handlung über dem Verstand heißt. Denn bei uns ist der Wille zu empfangen sehr groß, er arbeitet Tag für Tag an uns, schwächt uns in jedem Moment, verwirrt uns. Und wenn wir uns wenigstens ein paarmal am Tag selbst dabei erwischen, wieder und wieder zur Notwendigkeit der Verbindung zurückzukehren, dann kommen wir so voran. Und sicher hatten die Schüler des ARI ihnen entsprechend große Störungen, aber wir sind in einem Zustand, in dem auch wir große Störungen in der Verbindung zwischen uns im Zehner haben – aber zusammen damit bekommen wir sehr wohl Hilfe von oben, und wir haben eine große Menge an Menschen. Und wenn wir uns trotzdem überwinden und während des Unterrichts zur Verbindung kommen, macht das Tag für Tag eine große Korrektur in der Welt und nähert uns an, nähert uns sehr dem Ende der Korrektur an. Ich werde gerade von Tag zu Tag optimistischer, optimistischer darin, dass wir in einem Prozess der Annäherung an die Enthüllung sind.

Schüler: Zusammen damit möchte ich den Punkt schärfen: Anhaftung an den Lehrer. Zusammen mit der Verbindung zwischen uns – was bedeutet uns der Begriff Anhaftung an den Schöpfer in unseren Tagen, jetzt?

Rav: Anhaftung an den Lehrer heißt, dass ihr hört, was wir von unseren Lehrern lesen: Rabash, der ARI, Baal HaSulam und … Moment. Rabbi Schimon, Raschbi, der ARI, Baal HaSulam, Rabash – und dass wir das zusammen lernen und ich euch weitergebe, so viel ich davon verstehe, und auch hinzufüge. Das ist alles. Insgesamt haben wir einen Lehrer, das ist der Schöpfer, der uns lehrt – aber Er lehrt uns durch all diese Quellen, durch all diese Menschen, Bücher.

Schüler: Aber trotzdem: Der ARI sagte ihnen damals, lasst uns nach Jerusalem hinaufgehen. Jetzt sagst du uns sicher auch Dinge, und wir sind wegen der Verhärtung des Herzens nicht fähig, sie zu tun. Was heißt es also in unseren Tagen, deine Anleitung zu hören und sie auszuführen?

Rav: Was das ist, weiß ich nicht, was ihr hört. Jeder hört gemäß seinem Willen und versteht es gemäß seinem Willen. So ist das. Ich kann nicht an deiner Stelle sagen, was du hörst.

Schüler: Ich verstehe. Ich sage nur: Das ist gleichsam die zentrale Sache, und du lehrst uns, ohne … Was du erzählst, können wir nicht aufnehmen, weder die Quellen noch sie verwirklichen. Also frage ich: Wie verbinden wir uns wirklich in jedem Zehner und auch im ganzen weltweiten Kli, so dass wir wirklich spüren, dass wir am Lehrer angehaftet sind?

Rav: Wir haben zwei Handlungen, mit denen wir ausführen, was der Lehrer und unsere Lehrer uns sagen: die Handlung der Verbindung im Zehner und die Handlung der Verbreitung an das ganze allgemeine Kli von Adam haRischon, an die ganze Menschheit. Zwei Handlungen: die eine drinnen, im Zehner, und die zweite die Ausweitung der Weisheit der Kabbala – nicht einmal der Weisheit der Kabbala, sondern der Korrektur, der Form der Korrektur, des Ziels für die Menschheit. New York 2.

Schüler (Übersetzung aus dem Englischen): Danke, Rav. Wir haben eine Frage vom Zehner. Warum waren die Schüler des ARI so … so gefangen im materiellen Aspekt des Hinaufgehens nach Jerusalem? Bezüglich der Entfernung, der Reise, es ihren Frauen zu sagen. Die Kabbalisten sprechen doch nur über spirituelle Eigenschaften – hat der ARI nicht über die Eigenschaft Jerusalem gesprochen, die in der Verbindung ist?

Rav: Du verstehst richtig, dass es hier nicht um die materielle Entfernung geht, sondern um die Spiritualität. Aber er erklärt es nicht auf diese Weise, er lässt es uns so verstehen, in materieller Form. Das ist auch aus einem Buch gebracht, das Menschen geschrieben haben, die schon nicht mehr von den Schülern des ARI sind und nicht wie sie in der Spiritualität sind – das ist aus dem Buch Schivchei haARI. So muss man verstehen, was sie geschrieben haben. Die Hauptsache ist, daraus den Inhalt zu lernen, den Hauptpunkt: dass du, auch wenn der Lehrer dich zum spirituellen Aufstieg einlädt, trotzdem alle möglichen Gründe, Ausreden findest, um bequem in deiner Anwesenheit in deinem materiellen Zustand zu bleiben. MAK 6.

88:06 Schüler: Guten Morgen, Rav, guten Morgen, Freunde. Rav, wir kennen aus Armeegeschichten, dass man den Soldaten in Spezialeinheiten beibringt, automatisch zu handeln, noch bevor sie anfangen zu denken. Wie können wir zu einem Zustand kommen, in dem wir uns beim Ruf des Rav „Wir gehen nach Jerusalem" sofort melden, ohne zweimal zu überlegen, damit wir die Gelegenheit nicht verpassen?

Rav: Das geht unter der Bedingung, dass du an einem Ort bist, wo dein Verstand am Verstand der Gruppe angehaftet ist – und dann führst du aus, ohne zweimal zu überlegen, was die Gruppe denkt und entscheidet. Das ist es. Das heißt, im Glauben über dem Verstand zu sein.

Schüler: Wie entwickelt man das, Rav, wie entwickelt man so eine Denkform, so eine sofortige Reaktionsform?

Rav: Die ganze Zeit zu denken, dass die Freunde größer sind als du und dass du ihnen gegenüber in Unterordnung sein musst. Tel Aviv 4.

Schüler: Rav, danke. Rav, können wir jetzt in diesem Unterricht zum Ende der Korrektur kommen?

Rav: In jedem einzelnen Moment, nicht nur in diesem Unterricht. In jedem einzelnen Moment. Das ist alles schon vor uns geöffnet. Alles. Nur hängt alles von der Verbindung zwischen uns ab.

Schüler: Wie also, sagen wir, wenn wir wirklich in diesem Moment zum Ende der Korrektur kommen wollen?

Rav: Wenn ihr euch im Herzen so verbindet, dass es wie ein Herz ist, wenn ihr euch verbinden wollt, dass es wie ein Herz ist, und ihr vom Schöpfer bittet, dass Er euch diese Korrektur macht. Der Schöpfer muss das tun, wir sind nicht fähig dazu, von uns hängt nur die Bitte ab – dann wird es geschehen.

Schüler: Und das hängt nur vom Zehner ab, nur von meinem Zehner?

Rav: Ja, ja. Deshalb hat der Schöpfer das Kli von Adam haRischon in so viele Teile und Einzelheiten und Einzelheiten von Einzelheiten zerbrochen und so weiter und so weiter, damit es leicht ist, damit es für jedes einzelne Teilchen leicht ist, nur über seinen kurzen Abschnitt innerhalb des großen Systems nachzudenken – und damit kommt es schon zu Korrekturen. Stellt euch vor, wir wären mit dem ganzen zerbrochenen Kli von Adam haRischon verbunden – wie hätten wir uns damit verbinden können? So können wir nur auf unseren Zehner konzentriert sein.

Schüler: Rav, warum hat der ARI das dann an die Zeit gehängt? Er sagte, jetzt ist die passende Zeit – warum hat er es an die Zeit gehängt und so gesagt?

Rav: Ich weiß es nicht, ich lerne daraus nur eine Sache: dass wir, wenn wir eine Gelegenheit haben, sie verpassen. Warum das dem ARI passiert ist und warum – das ist mir egal, mir ist wirklich egal, was ihm passiert ist und was seiner Gruppe passiert ist. Ich lerne, was ich jetzt ausführen muss. Deshalb verstehe ich eure Fragen nicht – was wollt ihr erforschen, wo ihr diesen spirituellen Zustand trotzdem nicht verstehen werdet, bis ihr nicht zu ihm kommt. Verstehe wenigstens das: dass du nicht verstehst, wovon die Rede ist, sondern nur das, was du für deinen erbärmlichen Zustand daraus lernen kannst. Darüber denke nach.

Bis hierhin Teil 1