Tägliche Lektion8 Haz 2025(Morning)

Part 2 Lesson on the topic of "Everything is Obtained By the Power of Prayer"

Lesson on the topic of "Everything is Obtained By the Power of Prayer"

8 Haz 2025
To all the lessons of the collection: Everything is Obtained By the Power of Prayer

Dieses Transkript wurde mithilfe KI aus dem hebräischen Original übersetzt und nicht redaktionell bearbeitet.
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Vorleser: Unterricht zum Thema: Alles wird durch die Kraft des Gebets erlangt, ausgewählte Quellentexte, Abschnitt Nummer 5

“Man muss zum Schöpfer beten, dass er einem die Kraft gibt, in der Arbeit mit geschlossenen Augen zu gehen, ohne etwas zu benötigen, und dass man in der Lage ist, alles um des Himmels willen zu tun, selbst wenn der Körper sich dem widersetzt. Das bedeutet, dass man dem Schöpfer keine Ratschläge geben sollte, wie Er helfen soll. Vielmehr muss man sich selbst unterwerfen und sich dem Schöpfer bedingungslos ergeben. Da er sich nicht über seinen Körper erheben kann, bittet er den Schöpfer, ihm zu helfen, die Kämpfe gegen den Trieb zu gewinnen, da er seine eigene Niedrigkeit erkennt.”
(Rabash, Artikel Nr. 4 (1989), "Was ist eine Flut von Wasser in der Arbeit?")

Schüler: Er schreibt im Abschnitt: „Man darf dem Schöpfer keine Ratschläge geben, wie Er helfen soll.“ Andererseits sagen wir oft, dass das Gebet geklärt sein muss, dass ich wissen muss, was ich bitte, wo ich stehe, wohin ich gelangen will. Wie passen diese beiden Dinge zusammen? Soll man allgemein bitten oder konkret und geklärt?

Man soll um Hilfe vom Schöpfer bitten, dass Er ihm Möglichkeiten öffnet, seinen Zustand zu verstehen und zu verändern. Es gibt hier nicht viel – letztlich gibt es das, was die Natur, der Trieb, im Menschen hervorbringt, und das, was der Mensch vom Schöpfer empfangen kann.

Schüler: Sie sagen also, man soll darum bitten zu verstehen. Denn ich kann einfach Worte sagen wie „Glaube“, „Geben“, was die Kabbalisten sagen – oder ich versuche wirklich, die Bedeutung zu verstehen, was das genau heißt.

Ja, hier ist von intellektuellem Verstehen die Rede.

Schüler: Was bedeutet „die Kriege mit dem Trieb zu gewinnen“?

Die Kriege mit dem Trieb zu gewinnen bedeutet, dass der Mensch diese Kräfte, die Wünsche, die in ihm erwachen, verändern will – weil er sieht, dass er gerade durch sie das Ziel des Lebens erreichen kann.

Schüler: Was genau will er besiegen?

Er will den Krieg mit dem Trieb gewinnen. In ihm erwacht ein Trieb, ein Wunsch, durch den er das Lebensziel nicht erreichen kann. Deshalb bittet er den Schöpfer, ihm einen anderen Wunsch zu geben.

Schüler: Es steht geschrieben, man solle beten, dass der Schöpfer ihm Kraft gibt, gegen den Körper zu gehen.

Ja.

Schüler: Ist mit „Körper“ der Wunsch gemeint, Dinge dieser Welt zu empfangen, oder der Wunsch gegen Verbindung?

Beides, es hängt davon ab, worüber man spricht. Aber im Allgemeinen ist damit der allgemeine Wille zu empfangen gemeint.

Schüler: Wenn ich Dinge dieser Welt will – behindert mich das auf dem spirituellen Weg? Kann es mich behindern?

Ja oder nein. Es ist nicht einfach ein Wille zu empfangen. Sondern: Ich will vorankommen und ein bestimmtes Verlangen verwirklichen, das sich ständig in mir regt. Und dann nutze ich es doch – immer wieder.

Schüler: Es steht hier: „dass es ihm möglich ist, in der Arbeit mit geschlossenen Augen zu gehen und nichts zu brauchen“. Was bedeutet es, mit geschlossenen Augen zu gehen und nichts zu brauchen?

Mit geschlossenen Augen – das bedeutet, dass es keine Rolle spielt, was vor ihm steht, ob er dafür einen Wunsch hat oder nicht. Nichts zu brauchen bedeutet: Er hat von sich aus kein Verlangen nach etwas Besonderem, sondern nur, das Ziel der Schöpfung zu erreichen.

Schüler: Wie geht man mit geschlossenen Augen?

Mit geschlossenen Augen – das hängt davon ab, wogegen man die Augen schließt. Man kann sagen, er schließt die Augen, weil er nichts sehen will, was im Willen zu empfangen als Belohnung oder Bezahlung empfunden werden kann.

Schüler: Und wofür öffnet er die Augen?

Er will den Schöpfer sehen.

Schüler: Er schreibt hier, man solle dem Schöpfer keine Ratschläge geben.

Ja.

Schüler: Wenn ein Mensch den Schöpfer um Hilfe bittet – ist das nicht so, als würde er Ihm einen Rat geben, Ihm etwas vorschreiben?

Das ist nicht dasselbe. Denn darum zu bitten, dass der Schöpfer ihm mehr Bedingungen in seiner Arbeit offenbart, damit er klarer und direkter zum Ziel des Lebens voranschreiten kann – das kann und muss der Mensch sehr wohl klären, prüfen, erbitten, sich danach sehnen und es erlangen. Dass er es vor sich sieht als Ziel.

Schüler: Aber der Schöpfer hat doch bereits einen Plan für mich, für die gesamte Schöpfung.

Nein, der Mensch kann keinen Plan bringen, das ist klar – der Schöpfer verlangt das nicht. Aber sicher will Er vom Menschen eine Neigung, ein Verlangen – wohin der Mensch sich zieht oder ziehen will. Das kann er sehr wohl.

Schüler: Hier steht geschrieben, man solle zu einem Zustand gelangen, in dem man nichts braucht. Aber ich spüre, dass ich in jedem Moment den Schöpfer brauche – ich bitte Ihn ständig um Hilfe. Was heißt also „er braucht nichts“?

Wenn du darüber sprichst, dass du auf die Kraft des Gebens zugehst, dann brauchst du für dich selbst nichts – außer, dass dir klar ist, was du tun sollst, um dem Schöpfer Zufriedenheit zu bereiten.

Schüler: Also bezieht sich „nichts brauchen“ auf mich selbst.

Ja.

Schüler: Zurück zur Frage, wie man betet, ohne dem Schöpfer Ratschläge zu geben – ich verstehe, dass das wahrscheinlich von der Absicht abhängt, warum wir uns an den Schöpfer wenden. Nur so lässt sich das vereinbaren, richtig?

Ja.

Schüler: Und was ist die Absicht? Der Schöpfer hat uns eine Situation vorgelegt – und nicht, weil wir diesen Zustand nicht mögen, wenden wir uns an Ihn, sondern weil wir verstehen, dass Er diesen Zustand geschaffen hat, damit wir zu Ihm beten und bitten – richtig?

Damit wir uns dem Ziel der Schöpfung nähern.

Schüler: Ja. Also hat Er uns die Gelegenheit gegeben, uns an Ihn zu wenden.

Ja.

Schüler: Aber ich sehe bei mir selbst, dass ich mich nicht deswegen an Ihn wende, weil ich spüre, dass Er mir eine Gelegenheit gegeben hat, mich an Ihn zu wenden – sondern weil es mir schwerfällt, weil es drückt, deshalb wende ich mich an Ihn. Wie kann man die Absicht so ausrichten, dass sie wirklich der Absicht entspricht, wie der Schöpfer sie will?

Wir kommen zu einem Zustand, in dem die Kabbalisten bereits für uns Zehner, Gruppen, Lernen, Morgenunterricht, Abendunterricht, Mahlzeiten und dergleichen eingerichtet haben. All das wurde vor uns vorbereitet, damit wir durch unser Bitten das Ziel des Lebens erreichen.

Schüler: All die Mittel, die Sie gerade aufgezählt haben, dienen also dazu, zur richtigen Absicht zu gelangen.

Ja.

Schüler: Kann der Mensch dem Schöpfer nicht zur Bedingung machen: „Ich will die richtige Absicht“ – oder ist es gerade erwünscht vom Schöpfer, dass wir uns an Ihn wenden und diese richtige Absicht fordern?

Wir müssen die ganze Zeit nur an die richtige Absicht denken – dass wir richtig auf unser Leben, auf den Schöpfer, auf unsere täglichen Handlungen ausgerichtet sind.

Schüler: Er sagt, man müsse sich selbst unterwerfen.

Ja.

Schüler: Wer ist es, der sich selbst unterwerfen will – und was ist dieses „Selbst“, das er unterwirft?

Der Mensch. Der Mensch will sich selbst unterwerfen, damit er bereit ist, den Schöpfer zu spüren und sein ganzes Leben entsprechend dem, was sich ihm offenbart, zu ordnen.

Schüler: Meint er mit „selbst“ seine Natur, die ständig etwas will?

Ja, die Natur des Menschen.

Schüler: Gestern haben Sie über zwei Teile gesprochen, die im Menschen sein müssen. Ein Teil muss unten sein, darunter – und der andere Teil ist der, dem wir den Vorrang geben müssen.

Ja.

Schüler: Im Menschen gibt es etwas, das sagt: „Ich will nicht das Ich, das Du erschaffen hast – ich will etwas anderes.“ Ist das gemeint mit „sich selbst unterwerfen“?

Ja. Dass man das Ziel der Schöpfung dem eigenen Lebensziel vorzieht.

Schüler: Was bedeutet „sich unterwerfen“ – was ist „Hingabe“?

Sich unterwerfen – das heißt, sich nicht damit zu beschäftigen.

Schüler: Sich davon abwenden.

Ja.

Schüler: Was ist die Kraft, die das „Selbst“, das doch unser ganzes Leben ist, unterwerfen kann?

Dass er die Tatsachen sieht, die von oben zu ihm kommen – und dass er mit ihnen mitgehen kann.

Schüler: Was sind die Tatsachen, die zu ihm von oben kommen?

Er beginnt mehr zu klären und mehr das Ziel des Lebens zu erkennen, das Ziel der Schöpfung, Handlungen, die er tun muss, wem er verpflichtet ist, und so weiter.

Schüler: Der Mensch bittet den Schöpfer: „Gib mir Tatsachen, die meine Natur – oder das, was ich als meine Natur kenne – unterwerfen.“

Ja.

Schüler: Ohne Bedingungen, egal was Er mir gibt.

Ja, ohne Bedingungen.

Schüler: Wenn er sagt „ohne Bedingungen“ – meint er damit das Ergebnis oder die Richtung? Was bedeutet es, wenn ein Mensch etwas vom Schöpfer erbittet – Ihm aber nichts vorschreiben will?

Was wir vom Schöpfer erbitten, ist ein Wille, der auf die Verbindung mit allen übrigen Geschöpfen ausgerichtet ist – dass ich mich mit ihnen vereine und von meinem Willen zum Zusammenschluss aus auf alle ausstrahle.

Schüler: Dann gebe ich doch bestimmte Bedingungen vor, eine bestimmte Richtung.

Sicher, so wird es sein.

Schüler: Wenn es heißt, man solle dem Schöpfer nicht vorschreiben, wie Er helfen soll – was genau soll man nicht vorschreiben?

Ich weiß es nicht. Tausendundein Dinge – nur nicht jene, die sich in mir klären und mich zum Ziel der Schöpfung führen.

Schüler: Zur Hingabe: Wenn der Mensch ein natürliches Verlangen hat, zum Schöpfer zu gelangen – auch wenn es nicht korrigiert ist – und er arbeitet damit, bedeutet das, dass er sich selbst unterwerfen, sich von den Wünschen in sich abwenden und sich selbst annullieren muss? Womit arbeitet er dann?

Er will die Kraft zum spirituellen Vorankommen vom Schöpfer selbst empfangen.

Schüler: Also wenn er sich selbst annulliert, erwartet er eine neue Kraft, die von oben kommt?

Ja.

Schüler: Manchmal kommen dem Menschen Störungen entgegen der Wichtigkeit der Spiritualität – er hat keine Kraft zu beten, er kritisiert die Freunde, er fühlt sich entfernt, und so weiter. Und manchmal kommen dem Menschen Störungen in Bezug auf die Wichtigkeit der Diesseitigkeit: Essen, Sexualität, Familie, Geld, Ehre, Statussymbole. Wie soll die Haltung gegenüber diesen beiden Arten von Störungen sein?

Die Haltung sollte sein, dass das spirituelle Ziel das höchste Ziel ist – und es zieht den Menschen mehr als alle übrigen Lebensziele.

Schüler: Die Wichtigkeit der Spiritualität muss in beiden Fällen die Antwort sein?

Ja.

Schüler: Manchmal sagen wir, dass die irdischen Wünsche nicht stören. Was meinen wir, wenn wir so etwas sagen?

Wir meinen im Allgemeinen die irdischen Wünsche, die um zu empfangen sind – und der Mensch sieht darin einen Eigennutz. Solche Wünsche wollen wir natürlich nicht verwirklichen.

Schüler: Alle unsere Wünsche sind um zu empfangen. Was meinen wir also, wenn wir sagen, dass die körperlichen Wünsche – das Herz – die spirituelle Entwicklung nicht behindern? Zum Beispiel: Iss acht Mahlzeiten am Tag, schlafe zwölf Stunden am Tag – das ist doch nicht relevant?

Das ist dennoch verbunden. Aber alles muss gemäß den Empfehlungen der Kabbalisten geschehen.

Schüler: Was empfehlen sie uns also, wenn sich beim Menschen Störungen in Form der Wichtigkeit des Diesseitigen verstärken? Soll der Mensch damit arbeiten?

Er soll dagegen arbeiten.

Schüler: Dagegen – sich von diesen Wünschen abwenden?

Ja.

Schüler: Aber wir sagen auch: Wenn jemand sich vom Wunsch abwendet und versucht, den Wunsch zu brechen, bekommt er dafür das Doppelte zurück.

Ja.

Schüler: Was also kann der Mensch tun?

Wir können nicht einfach gegen die Wünsche, gegen unsere Neigungen so vorgehen wie in dieser Welt. Sondern wir müssen ein Verhältnis zu den Wünschen aufbauen, die dem Spirituellen entgegengesetzt sind – ein Verhältnis, das uns ermöglicht, gegen diese Wünsche anzukämpfen.

Schüler: Wie vermeidet man Verwirrung, solange man noch keine wirkliche Kraft hat, die der Wichtigkeit der körperlichen Wünsche entgegengesetzt ist? Denn wenn ein Mensch versucht, sich aus eigener Kraft zu überwinden und diese Wünsche zu ignorieren, bleibt er frustriert – und es bricht in verschiedensten Phasen wieder aus.

Nein, du hast eine Gruppe, du hast Freunde, mit denen du verbunden sein musst. Du musst dich ständig selbst prüfen: Bist du mit ihnen verbunden oder nicht, entfernst du dich oder näherst du dich ihnen an? Es ist ein dynamisches System.

Schüler: Das soll dem Menschen helfen, diese Wünsche zu überwinden?

Dieses System soll sich ständig verändern und dem Menschen Richtung und Kraft zum Voranschreiten geben.

Schüler: Du hast gesagt, wir sollen mit den Wünschen umgehen, die dem Spirituellen entgegengesetzt sind.

Ja.

Schüler: Heißt damit umzugehen, sie zu unterwerfen – dass ich mich selbst quasi unterwerfen will?

Kann sein – aber vielleicht geht es auch auf andere Weise.

Schüler: Am Ende des Abschnitts steht, dass wir unsere Niedrigkeit erkennen müssen. Aber die eigene Niedrigkeit erkennt man doch nur durch die Unterwerfung gegenüber den entgegengesetzten Wünschen – also den eigenen egoistischen Wünschen.

Ja.

Schüler: Ich habe gehört, dass man durch diese Erkenntnis den Schöpfer versteht. Wie führt mich das – nachdem ich meine Niedrigkeit erkannt und mich unterworfen habe – zum Verständnis des Schöpfers?

Weil du Ihn auf umgekehrte Weise verstehst. Wir können den Schöpfer nicht direkt offenbaren, sondern gerade entgegengesetzt – dort, wo ich mich selbst unterwerfe, erkenne ich mehr, sehe ich mehr Seine Größe.

Schüler: Allein die Tatsache, dass ich mich unterwerfe, gibt dem Schöpfer Raum – erlaubt es Ihm, in uns hineinzugehen, in die Verbindung zwischen uns?

Ja.

Schüler: Was empfange ich in dieser Unterwerfung, wie gehe ich mit dieser Verbindung in der Unterwerfung weiter?

In dieser Unterwerfung musst du vom Schöpfer ein Beispiel für deine Kraft des Gebens empfangen.

Schüler: Und dieses Beispiel erhalte ich über die Freunde?

Ja.

Schüler: Wie verbinden wir all unsere Punkte im Herzen, sodass sie sich zu einem Gebet erheben, um sich mit dem Schöpfer zu verbinden?

Von allen Freunden aus?

Schüler: Ja.

Wie verbindet man die Punkte, sodass sie zu einem einzigen Punkt werden – mit Kraft und der richtigen Absicht zur Verbindung mit dem Schöpfer? Wir wollen, dass es so ist – dazu gibt uns Rabash hier Übungen.

Schüler: Wie macht man das? Wie verbindet man all die Punkte?

Rabash schreibt:
„Man muss zum Schöpfer beten, dass der Schöpfer ihm hilft, damit er in der Lage ist, in der Arbeit mit geschlossenen Augen zu gehen und nichts zu brauchen, sondern dass es ihm möglich ist, alles um des Himmels willen zu tun, obwohl der Körper sich dem widersetzt.“
Das hält den Menschen nicht auf, wenn sich der Körper widersetzt – das ist seine Aufgabe.
„Das heißt, er soll dem Schöpfer keine Ratschläge geben, wie Er ihm helfen soll. Vielmehr soll er sich dem Schöpfer unterwerfen und sich Ihm bedingungslos hingeben. Da er nicht über den Körper siegen kann, bittet er den Schöpfer um Hilfe, die Kriege mit dem Trieb zu gewinnen, da er seine Niedrigkeit erkennt.“
Was ist daran unklar?

Schüler: Wie verbindet man alle Punkte im Herzen, um diese Kraft, diese Stärke zu empfangen?

Man muss daran arbeiten. Ich muss sehen, inwiefern es mir gelingt, all diese Punkte zu einer Kraft, zu einem Ziel, zu einer Neigung zu verbinden – und dafür um Hilfe beim Schöpfer bitten. Alles, was nur möglich ist, damit mir klar wird, dass ich mich darin befinde.

Schüler: Müssen wir den Wunsch von der egoistischen Seite her erkennen, um den Wunsch von der Seite des Gebens zu erbitten?

In der Regel ja. Aber das muss nicht ständig so sein. Es gibt Situationen, in denen sich der egoistische Wunsch verstärkt und wir dann gegen ihn handeln. Und es gibt Situationen, in denen man sich nicht mit dem egoistischen Wunsch direkt auseinandersetzen muss – das ist nicht zwingend.

Schüler: Es steht geschrieben, der Mensch solle zum Schöpfer beten. Wenn der Mensch betet – wie sehr müssen Herz und Mund übereinstimmen?

Sie müssen übereinstimmen.

Schüler: Der Mensch liest in einem Artikel, den der Kabbalist geschrieben hat, und dieser gibt ihm einen Rat: Du musst bitten, dass der Schöpfer dir hilft, mit geschlossenen Augen zu gehen. Und er ist bereit, das zu sagen, was geschrieben steht – alles gut – aber er spürt, dass sein Herz das nicht wirklich will. Er hat Angst, es ist gefährlich. Und er will nicht wirklich im Geben sein – das ist für sein Ego unangenehm, und er weiß nicht, was wird. Doch der Kabbalist gibt ihm den Rat, dass er beten soll. In diesem Moment des Gebets – wie sehr müssen Herz und Mund übereinstimmen?

Wenn wir diesen Satz lesen, sehen wir, dass es keine Bedingungen geben darf.
„Das heißt, er soll dem Schöpfer keine Ratschläge geben, wie Er ihm helfen soll. Vielmehr soll er sich dem Schöpfer unterwerfen und sich Ihm bedingungslos hingeben. Da er nicht über den Körper siegen kann, bittet er den Schöpfer um Hilfe, die Kriege mit dem Trieb zu gewinnen, da er seine Niedrigkeit erkennt.“
Können wir diesen Zustand erreichen – oder nicht?

Schüler: An sich ja. Je mehr sich der Mensch in seine Klärung vertieft – was er vom Schöpfer will – desto mehr sieht er, dass er etwas verlangt, das er aus eigener Kraft nicht tun kann.

Ja.

Schüler: Er muss wirklich in diesen Zustand kommen, bis er ganz unten ist und erkennt, dass er völlig niedrig ist. Aber aus dieser Niedrigkeit heraus spürt er auch, dass er nicht würdig ist – warum sollte der Schöpfer mir geben usw. usf. Niedrigkeit ist ein Zustand, in dem man die Hände hebt – und was der Schöpfer tun will, soll Er mit mir tun. Ich verstehe: Wenn jemand ein Problem hat, weiß er, was er will, und er wendet sich an den Schöpfer und fordert – das ist in Ordnung. Aber hier geht es um eine Art Forderung, die eine Umwälzung im Menschen erfordert, die gegen seine Natur ist.

Es gibt nichts, das gegen die Natur ist – und wenn doch, dann ist das genau der Weg, den wir gehen sollen.

Schüler: Wie bittet man den Schöpfer darum, sich zu annullieren?

Wenn sich ein Mensch annulliert, wenn er sieht, dass es auf seinem Weg eine Bedingung gibt, über die er nicht siegen kann – dass er keinen inneren, festen Ort hat, auf den er sich stützen und kämpfen kann – dann ist er bereit, sich selbst aufzuheben.

Vorleser: Abschnitt Nummer 6 aus „Schamati“ von Baal HaSulam

„Unsere Weisen sagten (Awot, Kapitel 2,21): „Es liegt nicht an dir, die Arbeit zu vollenden, und du hast auch nicht die Freiheit, dich ihrer zu entledigen.“ Das bedeutet, dass es dem Menschen auferlegt ist, von unten[1] zu erwachen, zumal dies als Gebet bezeichnet wird.
Ein Gebet bedeutet Mangel, und ohne Mangel gibt es auch keine Füllung. Wenn jemand daher das Bedürfnis nach liShma hat, dann kommt die Füllung von Oben, und dann wird das Gebet Oben erhört und der Mensch erhält die Füllung seines Mangels. Um daher liShma vom Schöpfer zu erhalten, ist die Arbeit des Menschen nur in der Form des Mangels und eines Kli [Gefäß] nötig. Die Füllung kann der Mensch jedoch niemals von allein erlangen; vielmehr ist dies ein Geschenk des Schöpfers.“
(Baal HaSulam, Shamati 5, ". LiShma bedeutet Erwecken von Oben, und warum brauchen wir ein Erwachen von unten?")

Schüler: Sowohl im vorherigen Abschnitt als auch jetzt gibt es zwei Begriffe, die Ordnung in das bringen, was geschrieben steht: Das eine ist „geschlossene Augen“, das hebt mich über den Verstand – und das andere ist „um des Himmels willen“ – das bedeutet um zu geben. Das ist alles, was der Mensch braucht. Das Gebet, das er spricht, muss dorthin gerichtet sein. Er erkennt seine Niedrigkeit, er sieht, dass er keine Kraft hat, um im Geben zu arbeiten – was kommt danach?

Dass er sich dem nähert – dass er sich bemüht, es auszuführen.

Schüler: Wenn der Mensch seine Niedrigkeit erkennt – heißt das, dass er bereits den Wunsch hat, zum Geben zu gelangen? Denn sonst würde er die Niedrigkeit nicht sehen. Ich meine: Wenn der Mensch bereits zum Gebet gelangt ist, weiß er, wohin er gelangen muss, er erkennt seine Niedrigkeit – was bleibt ihm anderes übrig, als über den Verstand zu gehen? Ist das das Geschenk, um das er bittet?

Ja.

Schüler: Die Fähigkeit wozu?

Die Fähigkeit, über den Verstand zu gehen.

Schüler: Das heißt, mit allem, was ich habe, schließe ich mich jetzt einem Wunsch an, den ich nicht in mir habe?

Aber du siehst, dass dieser Wunsch der ist, den du jetzt empfangen und umsetzen musst.

Schüler: Um zur Dwekut mit dem Schöpfer zu gelangen?

Ja.

Schüler: Wo befinden sich hier die Freunde?

In all jener Wolke, in der du dich befindest.

Schüler: Angenommen, ein Mensch ist krank und er weiß, dass er krank ist, und er muss essen, aber er hat keinen Appetit – dann kann er sich zwar physisch das Essen herbeiholen, es riechen, sogar kauen – aber er weiß, dass er diesen Mangel nach Hunger aufbauen muss. Wie baut man einen spirituellen Mangel, den man nicht hat? Hier heißt es: Wenn ihr einen spirituellen Mangel habt, werdet ihr „Lishma“ erhalten – aber ihr habt ihn nicht.

Aber wenn wir verstehen, dass wir ihn nicht haben, und dennoch darauf zugehen, dann müssen wir diesen Mangel irgendwie empfangen. Es gibt keine Quelle, aus der man ihn empfangen kann – nur von oben. Also blicke ich in diese Richtung – zum Schöpfer, zum Ziel der Schöpfung – und ich bitte.

Schüler: Aber das muss so wichtig sein, dass es das Einzige ist, was der Mensch braucht – und nichts anderes im Leben.

Richtig.

Schüler: Wie kommt man also zu einer Bitte, dass nur der spirituelle Mangel uns fehlt – nichts anderes?

Ich muss mir selbst klarmachen, dass es nichts Höheres gibt als den spirituellen Mangel – nichts. Und daher einfach: „Lieber ist mir mein Tod als mein Leben.“

Schüler: „Lieber ist mir mein Tod als mein Leben“ – das ist ein Zustand, der das Ergebnis vieler, vieler Bemühungen ist. Jeder Mensch kann in allem erfolgreich sein, wenn er sich nur darauf konzentriert – wie Profis, die sich auf etwas fokussieren. Ich lege alles andere beiseite, nur das zählt. Wie erreicht man einen Zustand, in dem uns nur der spirituelle Mangel fehlt?

Nur unter der Bedingung, dass du dich in einer Gruppe befindest und von Menschen, die mit dir zusammen sind, Beispiele bekommst, wie man spirituell vorankommt. Ihr klärt die Anforderungen der Kabbalisten, von Baal HaSulam, und ihr müsst verstehen: Seid ihr bereit, ihnen zu folgen oder nicht? Dann prüft es und entscheidet, denn sonst könnt ihr diesen Zustand endlos „kauen“.

Schüler: Die Beispiele, die ich von den Freunden sehe, sind nach vielen Jahren schon zu etwas Gewöhnlichem geworden. Es ist nichts Neues, wovon ich beeindruckt bin – wie ein Freund im Unterricht ist, beim Essen. In Ordnung – ich bin auch hier im Unterricht, ich höre und lerne auch. Wie kann man erneut Mangel und Ergriffenheit aus etwas ziehen, das einem schon zur Routine geworden ist, wie tägliche Handlungen – Zähneputzen, Essen. Was kann man da noch herauspressen?

Aus diesem Zustand kann man neue Wünsche aufbauen.

Schüler: Wie?

Wenn du einen Abschnitt liest und dich vertiefst und gleichzeitig sowohl die Frage als auch die Antwort erfassen willst.

Schüler: Das ist eine Ergriffenheit durch die Quelle.

Ja.

Schüler: Und ich habe auch Ergriffenheit durch den Rav. Ich spreche aber über die Ergriffenheit durch die Gesellschaft, durch die Gruppe, den Zehner. Wie ziehe ich neue Mängel und Ergriffenheiten aus den Freunden?

Du arbeitest mit ihnen zusammen in der Gruppe. Du bist in der Gruppe. In dieser Gruppe wollen alle – jeder auf seine Weise, in seinem Maß – das Ziel des Lebens erreichen. Dann verbindet ihr euch gemeinsam. Natürlich versteht dabei keiner den anderen.
Den Wunsch – den kann jeder äußern. Die Worte sind nicht das Wesentliche. Und deshalb wollen wir aus diesem Gespräch, aus unserer Verbindung nur erkennen, wie sehr jeder von uns vom Abschnitt, den wir lesen, abweicht. Gehört er zu uns oder nicht?

Schüler: Die Arbeit gegenüber der Quelle ist klar. Sie sagten vorhin: „Du empfängst.“ Um einen spirituellen Mangel zu empfangen – man empfängt ihn von Menschen, die mit einem zusammen sind, von den Freunden – Beispiele für den spirituellen Fortschritt. Welche Beispiele kann ich von den Freunden empfangen, die in mir einen spirituellen Mangel wecken?

Wenn ihr beispielsweise Abschnitt Nr. 6 lest, dann kannst du von dort aus verstehen, inwiefern deine Freunde damit verbunden sind, und inwiefern du nicht damit verbunden bist – und wie ihr euch gemeinsam verbinden müsst, sodass das, worüber dort gesprochen wird, über euch gesprochen wird.

Schüler: Und wie kann ich messen, wo die Freunde sich befinden? Was dort geschrieben steht, ist innere Arbeit des Freundes – ich weiß es nicht. Für mich ist der Freund vollkommen.

Ja. Und?

Schüler: Also wie empfange ich Mangel vom Freund?

Ich möchte keine Abstimmung machen, aber ihr seid schon in einem Zustand, in dem jeder – wenn er so auf die anderen schaut – spüren kann, muss spüren, wie sehr sein Herz mit allen anderen Herzen der Freunde verbunden ist. Und so machen wir weiter.

Schüler: Und wie regt mich das an? Wie empfange ich einen Mangel daraus, dass ich auf den Freund schaue?
„Neid, Lust und Ehre führen den Menschen aus der Welt“ – aus seiner Stufe zu einer höheren Stufe.

Schüler: Ich frage nach dem Neid in Bezug auf die Innerlichkeit des Freundes. Denn von äußeren Handlungen bin ich nicht mehr beeindruckt.
Wir sprechen nicht über äußere Handlungen.

Schüler: Wovon kann ich in Bezug auf die Innerlichkeit des Freundes beeindruckt sein, wenn sie relativ verborgen ist?
Relativ ist sie verborgen – aber zwischen all dem kannst du etwas erkennen.

Schüler: Zum Thema Selbstannullierung – es gibt Wünsche, die der Körper hartnäckig für sich selbst einfordert, das begleitet einen die ganze Zeit. Wie unterwirft der Mensch solche Wünsche? Was bedeutet es, dass er sie unterwirft?
Bitte darum vom Himmel.

Schüler: Wir befinden uns die ganze Zeit im Gebet in Bezug auf diese Wünsche, wenn sie aufkommen. Zwar antwortet der Schöpfer, aber man erkennt die Antwort nicht genau. Manchmal erhebt man sich über diese Wünsche, manchmal spürt man sie wieder. Was bedeutet es, dass man den Wunsch unterworfen hat, dass man ihn korrigiert hat?
Dass er ihn korrigiert hat, dass er diesen Wunsch unterworfen hat, dass er dafür gebetet hat und daraufhin eine Antwort erhalten hat.

Schüler: Ist ein korrigierter Wunsch einer, den der Mensch überwinden kann, oder einer, der von sich aus nichts mehr für sich verlangt?
Ja.

Schüler: Ist es ein korrigierter Wunsch, wenn er nichts mehr für sich verlangt – dass er nicht mehr aufsteigt – oder dass man ihn für eine gewisse Zeit überwindet?
Wenn in mir ein Wunsch aufsteigt, dann ist das ein Zeichen, dass ich ihn korrigieren kann, und ein Zeichen, dass ich ihn korrigieren muss.

Schüler: Und wenn er danach wieder aufkommt, erneut etwas für sich verlangt – was bedeutet das?
Ich werde überlegen, wie ich das erklären kann.

Schüler: Wenn sich dieselben Wünsche wiederholen – und falls es einen Fortschritt gibt – dann ist es nicht wichtig, was genau der Wunsch ist, ihn selbst muss man nicht korrigieren. Man hat das Gefühl, dass er kommt, um etwas zu bedienen, eine bestimmte Überwindung zu geben – aber die Überwindung kann jedes Mal anders sein oder ein anderer Gedanke über den Schöpfer. Was wird da eigentlich korrigiert?
Die Verbindung zwischen euch und dem Schöpfer.

Schüler: Erwachen Wünsche nur, um die Verbindung zwischen mir und den Freunden, zwischen mir und dem Schöpfer zu korrigieren?
Ja.

Schüler: Dass sich der Wunsch wiederholt, bedeutet nicht, dass vorher nichts korrigiert wurde.
Nein.

Schüler: Ich habe gehört, dass wir uns selbst erklären müssen, dass das Wichtigste unser spiritueller Mangel ist. Wie erklären wir uns selbst, dass es nichts Höheres in unserem Leben gibt als den spirituellen Mangel? Wie machen wir den spirituellen Mangel zum Wichtigsten in unserem Leben?
Wir lernen, dass es in der Reihenfolge der Entwicklung der Wünsche körperliche Wünsche gibt, die wir durch unseren Körper empfinden, und spirituelle Wünsche, die wir durch die Seele empfinden – und auf diese Weise steigen wir auf.

Schüler: Wie erkennen wir den spirituellen Mangel der Seele?
Der spirituelle Mangel der Seele kommt zu uns aus dem Punkt der Verbindung der Seele mit dem Schöpfer. Noch einmal oder zweimal werden wir das lernen, vielleicht in der nächsten Lektion oder in den kommenden zwei Lektionen – dann werden wir das mehr spüren.

(Ende der Lektion)