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Morgenunterricht 27.06.2002
Buch „Schriften des Rabash", Band 2, S. 908, „Wer muss wissen, dass ein Mensch die Prüfung bestanden hat?"
Rav: Was heißt das, dass „der Mensch die Prüfung bestehen muss"? Wer prüft ihn denn, und wozu muss man ihn prüfen? Und was soll das heißen, dass der Mensch am Anfang sagen muss – bei allem, worauf er stößt, wenn er etwas ausführen will, wenn ihm etwas begegnet –: „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?" Das heißt, er geht in die Handlung hinein, als läge es in seinen Kräften, sie zu tun und auszuführen, ohne jedes Eingreifen einer anderen Kraft: Er selbst ist es, wirklich er – nicht der Schöpfer und kein Bote. Und danach, wenn er die Arbeit beendet hat und Erfolg hatte – oder vielleicht keinen Erfolg hatte, aber alles getan hat, was er zu tun dachte –, dann soll er sagen: „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?"¹
Was soll das – vorher etwas sagen, nachher etwas sagen? Was hilft es, ob er es sagt oder nicht sagt? Es geht hier um die Stufe des Menschen, der vor der Handlung und nach der Handlung steht. Wir wissen: Das Licht erschafft das Kli – das Licht, also der Schöpfer – und führt alle Handlungen im Kli aus. Und das Kli ist ein Ergebnis des Lichts, zu hundert Prozent vom Licht beeinflusst. Das Kli hat nichts zu bestimmen – außer, ob es wissen kann, was das Licht mit ihm macht, und ob es mit dieser Handlung einverstanden ist oder nicht, entsprechend der Tiefe seiner Erkenntnis dessen, was das Licht mit ihm tut.
02:01
Das heißt: Sicher macht der Schöpfer alles. Aber der Mensch muss zu dem Gefühl kommen, dass alles, was geschieht, der Schöpfer macht. Das ist unser Tikun: diese Blindheit von unseren Sinnen zu nehmen. Wenn der Mensch deshalb einen Segen oder eine Bitte ausspricht, dann ist es nicht so, dass er dem Schöpfer einen Segen oder eine Bitte sagt und daraufhin etwas geschieht. Sondern Segen oder Bitte fühlt der Mensch als Ergebnis dessen, was er aus der Handlung des Schöpfers an ihm erlangt hat.
Das Licht gibt dem Kli, und das Kli fängt an zu fühlen, was das Licht in ihm macht – von Aviut 1 bis Aviut 4. Es empfängt die Erregung von den Lichtern NaRaNCHa"J, nach der Ordnung von NaRaNCHa"J, bis es zur Tiefe der Absicht des Schöpfers an ihm kommt, zu dem, was der Schöpfer machen will. Danach bestimmt sich, dass das Kli wirklich in den Zustand gekommen ist, in dem es jetzt in derselben Handlung, in derselben Erkenntnis mit dem Schöpfer ist. Und dann kommt entweder ein wahres Gebet oder ein wahrer Dank.
Was heißt das? Dass der Mensch wirklich in den Zustand gekommen ist, in dem er weiß, was der Schöpfer an ihm macht. Wie geschrieben steht: „An Deinen Taten haben wir Dich erkannt." Jetzt weiß er genau, welche Handlungen über ihn gegangen sind, wer sie gemacht hat, wozu Er sie gemacht hat, was genau dadurch in ihm geschehen ist – und damit hat er seine Arbeit beendet. Ganz genau, bis in die Tiefe dessen, wie er gebaut ist, hat er die Handlung des Schöpfers geprüft und gefühlt. Das Geben des Schöpfers.
04:09
Und was muss er danach noch sagen? Das Ergebnis daraus, dass er die Handlung des Schöpfers an ihm ganz fühlt und versteht – dieses Ergebnis ist zwingend. Es kommt also sicher dazu, dass der Mensch in dieser Handlung dem Schöpfer ähnlich wird: Er nimmt sie zu hundert Prozent an, und das heißt, er rechtfertigt die Handlung. Und daraus, dass er sie rechtfertigt, gleicht er sich dieser Handlung an, das heißt, er macht sich selbst entsprechend dem, was der Schöpfer macht. Schon aus der Erkenntnis kommt der Tikun. Und damit hat er diese Stufe beendet.
Und wieder gibt ihm der Schöpfer, und wieder muss er sagen: „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?" Was heißt das? Dass ich all diese Dinge prüfen und ausführen muss. Aber was prüft er und was führt er letztlich aus? Er erkennt dadurch die Handlung des Schöpfers an ihm. Und wenn er am Ende in den Zustand kommt, dass er alles erkannt hat, dann sagt er: „Es gibt niemanden außer Ihm." Er sieht wirklich, er hat erlangt, dass nur der Schöpfer handelt. Und jetzt, wo er Seine ganze Handlung bis zum Ende erlangt hat – das heißt, er ist in dieser Handlung zum Zustand des Guten, der Gutes tut, gekommen, hat das gefühlt, hat das erlangt –, wird er auch selbst entsprechend dazu, mit einer Absicht: mit der Absicht des Guten, der Gutes tut. Das nennt man „An Deinen Taten haben wir Dich erkannt." Das ist es.
Aus den Handlungen, die man prüft – aus dem, was der Schöpfer macht –, erkennt man Ihn. Und dadurch, dass man Ihn erkennt, erkennt man Ihn schon in unseren Sinnen, und daraus werden unsere Sinne dem Schöpfer ähnlich. Das nennt man „Dwekut", Gleichheit in den Eigenschaften, in den Absichten. Und dass der Mensch das am Ende seiner Arbeit anerkennt², das sagt, dass er die Stufe beendet hat: Er hat sie geprüft, hat sich korrigiert, hat sich dem Schöpfer angeglichen und ist bereit für die nächste Handlung. Deshalb fängt alles mit „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?" an – die ganze Arbeit der Kundschafter, die Prüfungen, dass man bereut, zustimmt und im Kampf ist, bis man die Güte der Handlung als gut versteht, sie rechtfertigt und sich dieser Handlung anpasst, bis man wie die Handlung selbst wird. Das ist es. Ja.
07:17
Schüler: Auf der einen Seite heißt es, man muss mit „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?" anfangen. Aber wir sagen doch, dass man immer am Anfang mit „Es gibt niemanden außer Ihm" anfangen muss, vor „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?" – dass man zuerst „Es gibt niemanden außer Ihm" sucht.
Rav: Nein. Dass ich „Es gibt niemanden außer Ihm" sage, noch vor „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?" – das heißt, dass ich das Joch des Himmelreichs auf mich nehme. Ich mache das von vornherein, und auch „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?" kommt vom Schöpfer – aber ich weiß das nicht, sondern nehme es einfach so an, und damit gehe ich jetzt los und führe aus. Dass ich „Es gibt niemanden außer Ihm" sage, das sagt etwas über meine allgemeine Einstellung aus – dazu, wie ich mich jetzt zu dem verhalte, was mir geschieht, ja? Dass das, was jetzt zu mir kommt – es gibt niemanden außer Ihm. Das kommt sicher von oben.
Damit unterscheide ich mich von einem gewöhnlichen Menschen auf der Straße: dadurch, wie ich mich zu dem verhalte, was mir gerade geschieht. Danach, nach „Es gibt niemanden außer Ihm", sage ich „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?". Das heißt: Gestützt darauf, dass es vom Schöpfer kommt, trenne ich mich jetzt von Seiner Handlung ab. Wenn ich die ganze Zeit in Seiner Handlung versunken bleibe, steige ich nicht höher als Aviut der Wurzel – Selbstannullierung, und das war's. Also gehe ich aus dieser Selbstannullierung heraus und fange an, mit meinen eigenen Kräften und meinen eigenen Handlungen all diese Dinge zu prüfen. Das heißt, es selbst zu machen. Und was mache ich selbst? Ich mache meine Korrekturen, ja – als ob alles von mir abhinge. Das ist es.
08:54
Schüler: Woher die Sicherheit, dass ich mich jetzt von „Es gibt niemanden außer Ihm" abtrennen und handeln kann …
Rav: Du trennst dich nicht ab. Du trennst dich nur darin ab, dass du handelst, als ob nicht Er es macht, sondern du. Wenn du wie ein Pferd keine Bewegung machst, wirst du nie wissen, worin du dich von Ihm³ unterscheidest. Also musst du sagen: „Ich mache." Dadurch, dass du anfängst zu machen, fängst du an zu fühlen, was der Unterschied ist zwischen deinem Willen zu machen und Seinem Willen zu machen. Und nach diesem Unterschied fängst du schon an, dich und Ihn zu erkennen.
Schüler: Und wenn ich vielleicht, behüte und bewahre, vergesse …
Rav: Nach der ganzen Arbeit – du hast dich selbst erkannt und Ihn erkannt, du warst in Kämpfen, hast Ihn beschuldigt, hast bereut, und danach entdeckst du trotzdem, dass es gut ist, und korrigierst –, am Ende kommst du in den Zustand, dass du aus dem heraus, was du durchgemacht hast, aus dem heraus, was du gemacht hast, sagst: „Es gibt niemanden außer Ihm." Nicht vorher, wo du noch gar nichts gemacht hast und nur mit dieser Einstellung losgegangen bist, um zu prüfen. Jetzt, nach allen Prüfungen, sagst du: Es gibt niemanden außer Ihm.
Das heißt, dass du Seine ganze Handlung auf dich selbst übertragen hast. Du machst jetzt tatsächlich eine Bewegung wie Er. Nicht deshalb, weil Er sowieso eine Bewegung in dir macht, sondern du nimmst diese Bewegung mit deinem Willen an und führst sie sozusagen zusammen mit Ihm aus. Ob du ausführst oder nicht ausführst – du führst aus. Nur ist es jetzt mit deinem Willen. Das nennt man: im Willen dessen, der sich bekleidet, und im Willen dessen, der bekleidet.
10:32
Schüler: Die Frage ist: Woher die Sicherheit, wenn ich jetzt „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?" machen gehe, dass ich daran nicht so viel Genuss finde, dass ich mich von Ihm abtrenne?
Rav: Ich verstehe nicht, was „genießen" heißt. Was gehst du denn mit „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?" überhaupt machen? Das Leben genießen, oder gehst du dich Ihm angleichen?
Schüler: Ich gehe mich Ihm angleichen.
Rav: Nu? Dann bist du doch die ganze Zeit in „Es gibt niemanden außer Ihm" und in „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?". Das eine ist in das andere gekleidet. Sonst bist du einfach wie ein Goi⁴.
11:03
Schüler: Also noch einmal: Der Anfang kann gut sein, wenn ich anfange, es so zu machen. Aber plötzlich, daraus, dass plötzlich kommen kann …
Rav: Du gehst eine jüdische Arbeit ausführen, eine vereinende – dich den Tag über mit Ihm zu vereinen. Nur dich mit Ihm zu vereinen, dadurch, dass du die Arbeit der Prüfung und der Unterscheidung machst und danach die Verbindung. Das machst du. Wir reden nicht über die Handlung, die du dort jetzt ausführst, was du dort machst – Healings, ich weiß nicht, was da bei deiner Arbeit ist. Es wird nicht über die Arbeit selbst gesprochen, sondern über deine innere Einstellung zu dem, was dir den Tag über geschieht.
Ich gehe jetzt Geld verdienen. Baal HaSulam gibt dort ein Beispiel – das ist auf Seite 25, glaube ich, in den „Briefen": dass man am Morgen sagen muss „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?" und am Abend „Es gibt niemanden außer Ihm". Was heißt das also? Dass ich jetzt arbeiten gehe und hart arbeite. Aber was heißt das, dass ich hart arbeite? Dass ich mich in die Gefäße des Empfangens hineinbringe, und in den Gefäßen des Empfangens empfange ich, schwitze ich … wie soll ich das sagen? Ich schwitze und denke, dass ich deswegen die Bezahlung bekomme; danach prüfe ich und sehe, dass nicht ich es bin, der schwitzt und die Bezahlung bekommt, sondern der Schöpfer gibt mir die Arbeit und die Bezahlung.
12:59
Und in Wahrheit besteht meine Arbeit nicht darin, die Arbeit selbst zu machen, sondern meine Einstellung zu ihr zu machen. Wenn ich meine Einstellung zu dem ändere, was ich im Leben machen muss – nämlich dass Er es mir bringt –, und wenn ich mich mit diesem Wissen angleiche, dass Er es mir bringt, dann werde ich weder eine Schwierigkeit fühlen, mich mit Ihm zu verbinden, noch eine Schwierigkeit, irgendeine Arbeit auszuführen. Denn die Arbeit selbst verschwindet.
Unsere Schwierigkeit kommt letztlich nur aus der Schwierigkeit, eine Verbindung herzustellen zwischen mir und dem Ziel der Schöpfung und der Arbeit, die vor mir liegt. Für einen Menschen ist es nicht schwer, ein Loch bis zur Mitte der Erdkugel zu graben. Nicht schwer. Wenn er in dieser Handlung mit dem Schöpfer verbunden ist, bekommt er unendlichen Treibstoff. Das Problem ist keine körperliche Schwierigkeit. Bei jeder Arbeit besteht die Schwierigkeit darin, dass diese Handlung nicht mit dem Licht verbunden ist, mit dem Schöpfer – wir fühlen das nicht, wir verstehen das nicht, aber so ist es.
Wenn du dich bei jeder Arbeit mit dem Schöpfer verbindest, dann ist sie eine zielgerichtete Handlung und bringt dir Licht von oben, Dwekut. Das Licht der Dwekut dient dir anstelle der Bezahlung, und du bist schon im Ziel und nicht im Schwitzen während der Handlung. Denn die Handlung selbst wird zum Ziel.
15:01 -
Schüler: Darf ich?
Rav: Deshalb ist unsere Arbeit, „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?", eine Arbeit, um den näherzubringen, der die Arbeit verursacht. Und dann ist die Arbeit selbst keine Arbeit. Und dann auch … es gibt hier keine Worte. Und dann heißt „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?": Am Abend, nachdem du damit fertig bist, diese Dinge zu vereinen, sagst du es. Das ist nicht unser Morgen und nicht unser Abend.
Der Morgen ist die Absicht, dass du vorerst zu Chafez Chessed gehst, in Chassadim, das zu machen, ohne Chochma. Und am Abend, wenn du schon Chochma bekommst und es dir am Abend leuchtet, wo scheinbar schon kein Licht da ist, sagst du „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?" – dass du dieses Licht zu dir gebracht hast. Auf deine Rechnung ist es da. Am Morgen war es auf Seine Rechnung, und am Abend, obwohl Dunkelheit da ist, ist es auf deine Rechnung Licht.
Wir fühlen das in unserem Leben: Wenn ich manchmal etwas Schweres zu tun habe, oder es mir zu viel wird, oder ich irgendwie nicht will, es mir schwerfällt – wenn ich dieser Arbeit, dieser Handlung eine Zielgerichtetheit hinzufüge, dann wird die Sache leicht. Ich vergesse die Handlung selbst sozusagen völlig. Sie ist für mich nur ein Mittel für das, womit ich mich jetzt verbunden habe, für das Erlangen des Ziels. Deshalb müssen wir uns überhaupt nicht auf das beziehen, was mit uns geschieht, sondern auf unsere Einstellung zu dem, was geschieht.
17:12
Schüler: Die Frage ist, ob diese Einstellung nicht wie ein Eingehen eines Risikos ist. Sagen wir, jemand hat etwas und ist sicher. Und jetzt will er mehr gewinnen – mehr gewinnen nicht für sich, gut, sondern für mehr Dwekut. Ist das dann nicht ein Risiko, dass er auch das verliert, was er hatte, das Maß der Verbindung, weil er jetzt anfängt, mehr Dwekut zu wollen?
Rav: Du sagst also: Ein Mensch, der in irgendeinem Maß von „Es gibt niemanden außer Ihm" ist, hat Angst, zu „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?" hinauszugehen. Dann sage ich dir: Zu „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?" hinauszugehen heißt nicht, dass du dich von „Es gibt niemanden außer Ihm" trennen musst. Das muss innen drin sein. Wenn du dich ganz abtrennst, wirst du zum Goi. Deine Handlung ist dann keine zielgerichtete Handlung. Du willst dich dann durch diese Handlung nicht noch mehr mit dem Schöpfer verbinden, sondern gehst einfach los, gehst auf dem Markt herum, wie alle herumgehen.
Wenn du aber auf dem Markt herumgehst, um zu prüfen, dass in all deinen Bewegungen eigentlich der Schöpfer dich führt – und wenn du damit fertig bist, Seine Handlungen in allem zu prüfen, was Er dir in diesem Zustand gibt –, dann heißt es, dass du zum Abend gekommen bist, und du sagst: „Es gibt niemanden außer Ihm." Aber den Tag über, nach jeder einzelnen Einzelheit, bei der du mit „Wenn ich nicht für mich bin" gehst, erlangst du wieder „Es gibt niemanden außer Ihm". „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?" – „Es gibt niemanden außer Ihm." Und am Abend machst du die Zusammenfassung. Wenn du vergisst, dann war's das: Das nennt man eine „tierische Handlung".
19:09
Schüler: Das ist ja die Frage: Woher die Sicherheit, dass du nicht vergisst? Wenn alles von dir abhängt und du sicher bist, dass du nicht vergisst, oder sicher …
Rav: Ich verstehe nicht, was „nicht vergessen" heißt, wenn du die ganze Zeit mit beiden zusammen gehst. Was fragst du nach dem Nichtvergessen, wenn du die ganze Zeit mit beiden zusammen gehen musst? Du darfst dich also nicht auf „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?" beziehen, wenn du aus „Es gibt niemanden außer Ihm" herausgegangen bist. Dann steht geschrieben: „Sitze und tue nichts – das ist besser." Denn die Handlung, die du machst, ist sicher kein Ziel, sie bringt dich nicht näher.
Ja, Zion.
Schüler: Ich verstehe etwas nicht: Wenn ich jetzt lernen muss, oder jemand arbeiten muss, oder irgendetwas anderes, was nicht unbedingt nur das Sitzen beim Lernen ist – wie hält man da drin „Es gibt niemanden außer Ihm" fest? In dem Moment, wo du „Es gibt niemanden außer Ihm" so stark hineinnimmst, hörst du auf, die Dinge richtig zu machen; und wenn du die Dinge richtig machst, vergisst du „Es gibt niemanden außer Ihm". Wie hält man beides zusammen in so einem Abschnitt?
Rav: Wie hält man „Es gibt niemanden außer Ihm" fest, während ich lerne, ja? Etwas Fremdes, an der Universität, ich esse etwas Leckeres, mache noch alle möglichen Dinge, die Verwirrung bringen, Genüsse, oder auch alle möglichen Sorgen, ja? Alles verwirrt. Ich muss zuerst glauben, dass mir all diese Dinge gegeben wurden, damit ich aus ihnen heraus nach und nach „Es gibt niemanden außer Ihm" feststelle – aus ihnen heraus, so viel wie möglich. Das muss einfach ein Ziel sein.
Also muss der Mensch sich alle möglichen Zeichen setzen, eine Erinnerung alle Viertelstunde, alle halbe Stunde, um in denselben Zustand zurückzukehren – mechanisch, dass man ihn daran erinnert; danach macht er es selbst. Das ist Arbeit, so macht man das. Sicher hat das vorerst überhaupt keinen Geschmack, aber danach kommt es. Durch diese Handlungen, an denen nichts dran ist, erweckst du danach das Umgebende Licht, und es wirkt allgemein auf dich, sodass du dich erinnerst, sodass du die ganze Zeit in diesem Gefühl bist. Nach und nach kommst du in einen Zustand, in dem du fühlst, dass du in einer Art … das nennt man wenigstens „einfache Verhüllung", nicht „doppelte Verhüllung". Einfache Verhüllung: dass der Schöpfer die ganze Zeit irgendwo im Hintergrund ist, verborgen – aber du fühlst, dass Er verborgen ist. Und dann ist es schon etwas anders.
Beim Rebbe war zu spüren, dass er sich die ganze Zeit wirklich nicht abtrennt. Ich erinnere mich – nicht gleich am Anfang, aber nach einiger Zeit hatte ich davon einen wirklich sehr starken Eindruck, als ich schon anfing, ihn ein wenig zu kennen.
22:56
Schüler: Vielleicht verdeutliche ich die Frage: Wie kann man auch während des Lernens sagen, dass man in irgendeinem Zustand im Verstand das machen kann, was nötig ist, und trotzdem im Herzen irgendwo, im Gefühl, „Es gibt niemanden außer Ihm" hat? Das heißt, irgendwo im Verstand, in irgendeiner Tätigkeit, kannst du das eine machen, und mit dem Gefühl bei „Es gibt niemanden außer Ihm" sein?
Rav: Du beklagst dich darüber, dass „Es gibt niemanden außer Ihm" – nicht einfach mit dem Mund gesagt, sondern wenn du wirklich in diesem Gedanken bist, ja? – dich sozusagen ganz von der Handlung abtrennt, sodass es nichts mehr zu machen gibt; dass „Es gibt niemanden außer Ihm" dich also einfach völlig schwächt, dir den Geist nimmt, etwas zu machen, auszuführen, und …
Dann sage ich dir – und ich habe darüber gesprochen und gesagt, dass es mir schwerfällt, das zu vermitteln, es gibt kaum Worte dafür –: „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?" und „Es gibt niemanden außer Ihm" haben nichts zu tun mit meinen Handlungen in diesem Leben in dieser Welt, und auch nicht mit meinen Handlungen in der Spiritualität. Ein großer Kabbalist, ein Schüler wie du und ein Mensch auf der Straße machen dieselben Handlungen, und du wirst mit äußeren Augen bei diesen Handlungen keinerlei Unterschied fühlen. Der Unterschied liegt in der Einstellung dazu, wie er es macht, in dem, was innen in seiner Einstellung zu dem ist, was er macht. Und dazu kommt noch: dass er in dem, was er macht, fühlen will, dass seine Einstellung zu dem, was er macht, genau wie die Einstellung des Schöpfers dazu ist.
24:56
Ich nähe jetzt Kleider, ich bin Schneider, also „Es gibt niemanden außer Ihm" – und damit lege ich all mein Werkzeug hin, gehe zum Sofa, schaue ab und zu so auf den Arbeitstisch: vorerst nichts, gar nichts, aber der Schöpfer wird es in einer Sekunde machen. Ich warte den ganzen Tag und schaue. Werde ich danach sehen, dass plötzlich alles fertig ist? Irgendeine Hose, plötzlich so schön – Er macht das im Nu, ja? Ich verstehe dich nicht.
Was heißt „Es gibt niemanden außer Ihm"? Dass Er durch mich darin wirkt – nicht, dass ich nichts machen muss, sondern gerade darin, dass ich ausführe. Wann fühle ich wirklich „Es gibt niemanden außer Ihm"? Ich fühle „Es gibt niemanden außer Ihm", wenn ich es ausführe, und bei jeder Handlung, die ich ausführe – nicht, dass Er mir die Bewegungen mit den Händen macht, mit der Nadel und allem Möglichen, mit dem Faden, dass ich dort schneide und etwas am Kleidungsstück mache; nein, sondern dass ich in meiner Einstellung zu dem, was ich mache, mit Ihm verbunden bin. Das heißt, der Mensch kommt in einen Zustand, in dem er fühlt, dass der Schöpfer sich in den Menschen kleidet – aber die Handlungen, die körperlichen Handlungen, bleiben dieselben Handlungen. Das ist nicht einfach, das kommt nach vielen Dingen.
Ja.
26:50
Schüler: Wenn der Schöpfer die Verbindung ist – dann wird es für den Menschen leicht, jede körperliche Arbeit und jede Handlung zu machen, dadurch, dass ich verbunden bin. Wird das dann für mich zum Grund für die Verbindung?
Rav: Du sagst also: Wenn ich mich mit dem Schöpfer verbinde, dann werden meine Handlungen von schwer zu angenehm – und dann will ich mich das nächste Mal schon mit dem Schöpfer verbinden, damit ich ein leichteres Leben habe. Warum nicht? Wer sagt, dass du leiden musst? Das Ziel der Schöpfung ist, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun – von Seiner Seite; und von meiner Seite: zum Genuss zu kommen.
Schüler: Der Grund ist dann nicht, dass ich verbunden sein will.
Rav: Am Anfang, dass ich Genuss davon habe, mit Ihm verbunden zu sein – das nennt man „Lo LiShma". Daraus komme ich in den Zustand, dass ich mit Ihm verbunden bin, weil ich Ihm Genuss gebe, und nicht, weil ich davon Genuss habe. Aber das ist schon der Anfang der Verbindung. Wenn ich neben dir die ganze Zeit von dir nur Sorgen fühle, komme ich nie zur Verbindung; wenn ich fühle, dass du mir Genüsse bringst, Genüsse, Genüsse, dann nähere ich mich dir immer mehr und mehr und mehr, ja. Es wird, wie man sagt: „Ich bin krank vor Liebe" – dass ich die ganze Zeit die Verbindung mit dir will. Warum? Mir ist gut, ich liebe dich, ich liebe den Genuss, der von dir kommt, ja? Und danach, sagt man, geht man von da zu „LiShma" über – aber ohne das geht es nicht. Im Gegenteil: Genieße vom Schöpfer, fang damit an.
28:36
Schüler: Wir sagen doch die ganze Zeit, dass wir in der Stufe vor dem Machsom im Gegenteil die ganze Zeit die Entfernung von Ihm fühlen. Wie kommst du dann in der Vorbereitungsstufe über einen Zustand von Genüssen von Ihm hinaus, wenn wir uns die ganze Zeit von Ihm entfernen? Wie kann man überhaupt zum Zustand „krank vor Liebe" kommen, wenn die ganze Zeit …
Rav: Unser Weg bis zum Machsom ist zwar noch ganz innerhalb des Willens zu empfangen. Aber über Tausende von Jahren, in vielen Umläufen, haben wir unsere Verlangen zu genießen entwickelt: tierische Verlangen – Essen, Sex, Familie – und menschliche Verlangen – Geld, Ehre, Wissen –, bis wir in den Zustand gekommen sind, dass wir jetzt noch ein zusätzliches Verlangen haben: ein Verlangen nach dem Göttlichen, nach Spiritualität. Solange wir in den früheren Umläufen Verlangen nach tierischen und menschlichen Genüssen hatten, alles im Rahmen dieser Welt, war es nicht schwer für uns: Wir sind einfach so gelaufen und haben diese Verlangen verwirklicht, so weit es ging. So macht es die ganze Welt.
30:28
Wenn bei uns noch ein Verlangen nach spirituellem Genuss anfängt, gehört das schon zu einer anderen Quelle von Genüssen: nicht zu demselben Licht, das in dieser Welt ist – einem Funken, das nennt man „dünne Kerze" –, sondern zum Umgebenden Licht, das außerhalb dieser Welt ist. Dadurch haben wir eine innere Spaltung. Das heißt, wir sind zwar unterhalb des Machsom, aber wir haben einen Teil, der oberhalb des Machsom ist: Das nennt man „Teil Gottes von oben", diesen Punkt, der sich nach dem Licht sehnt.
Und dann sind wir, ob wir wollen oder nicht, innerlich in zwei Teile geteilt: ein Verlangen nach dieser Welt und ein Verlangen nach jener Welt. Genuss von dieser Welt und Genuss von jener Welt. Deshalb haben wir auf unserem Weg vom Beginn des Punktes im Herzen an zwei Kelim: das Herz und den Punkt im Herzen. Und auch zwei Lichter: die dünne Kerze aus dieser Welt und das Umgebende Licht aus jener Welt. So kommt es, dass wir innerlich in einem ziemlich verwickelten Zustand sind.
Auch das Herz wächst die ganze Zeit, aber es wächst schon entsprechend dem, was für die Entwicklung des Punktes im Herzen nötig ist. Manchmal fühlen wir deshalb, dass wir für diese Welt nichts übrig haben, dass wir gar nichts von ihr wollen. Das ist nicht, weil das Herz verschwunden ist, sondern weil sich der Punkt im Herzen nach etwas Eigenem sehnt und alle Verlangen im Herzen unterdrückt. Manchmal ist es umgekehrt: Der Punkt im Herzen verschwindet fast, und das Herz fängt plötzlich an, uns zu zeigen, dass wir wirklich verrückt werden nach all den Genüssen dieser Welt. Und meistens ist es eine Mischung, ein bisschen von beidem.
32:37
Das ist der normale Zustand. Außerdem gibt es Entwicklungsstufen, die nicht von uns abhängen, sondern vom Aufbau der Seele jedes Einzelnen und vom allgemeinen Aufbau, wie man zum Machsom vorankommt. Der Mensch muss nämlich einen Zustand durchlaufen, den man Erkenntnis des Bösen nennt. Meine Verlangen im Herzen sind doch gut, oder? Wenn sie böse sind – warum sind sie böse? Ich fühle in ihnen Genüsse, warum ist es also böse? Es ist böse, weil sie dem Verlangen im Punkt im Herzen entgegengesetzt sind, und ich sehne mich nach dem Punkt im Herzen, dort fühle ich, dass ich vielleicht mehr Genuss habe, und so weiter.
Das heißt, wir sind immer in allen möglichen Zuständen: mal steigt es, mal fällt es, mal so, mal so. Deshalb scheint es uns: Einerseits heißt es, dass wir die ganze Zeit in der Erkenntnis des Schöpfers vorankommen sollen, auf den Machsom zu; andererseits geraten wir in mehr Dunkelheit. Wir sollen uns mehr nach Spiritualität sehnen, und zugleich haben wir viele Phasen, in denen es uns nur zum Materiellen zieht. Und diese Zustände gehen über Jahre hinweg über den Menschen, über Jahre.
Bis der Mensch nach und nach doch in einen Zustand kommt, in dem die Spiritualität für ihn die Hauptsache ist und er alles Materielle nur durch die Spiritualität sieht. Was heißt das? Dass er nur handelt, um Spiritualität zu erlangen: Er lebt in dieser Welt, arbeitet, macht alles, was nötig ist, aber dafür. Es zieht ihn so sehr, dass es sich umkehrt – aber es annulliert dieses normale Leben nicht.
Auch der Rebbe hat jetzt in diesem Artikel geschrieben: Wenn er alles benutzt, was ihm kommt, um sich mit der Spiritualität zu verbinden – mit allem, was ihm in den Handlungen dieser Welt kommt –, dann kommt er am Ende in einen Zustand, in dem er sich mit aller Kraft nach Spiritualität sehnt. Diese Welt hat ihm dann wirklich dazu gedient, ein starkes Verlangen nach Spiritualität aufzubauen; dann heißt es, dass er diese Welt schon nicht mehr braucht, und dann bekommt er den Eintritt in die spirituelle Welt. Er bleibt zwar auch in dieser Welt, aber dann spielt das überhaupt keine Rolle.
Ja.
35:43
Schüler: Wie ist es damit, dass der Mensch die ganze Zeit in der Vorbereitungsstufe vorankommt und dabei fühlt, dass der Schöpfer schlecht auf ihn wirkt? Das heißt, er fühlt die Handlungen des Schöpfers und rechtfertigt Ihn nicht, sondern macht sagen wir manchmal das Gegenteil – im Gegenteil, in der Vorbereitungsstufe, je weiter er vorankommt.
Rav: Wir haben doch gerade den Artikel gelesen, und ich habe erklärt: Was ich in meinem Leben fühle, das ist das, was der Schöpfer mir gegeben hat. Dass ich jetzt Schlechtes fühle, ist ein Zeichen, dass Er mir Gutes gegeben hat; und ich fühle davon Schlechtes, weil meine Kelim den korrigierten Kelim entgegengesetzt sind, dem entgegengesetzt, wie sie sein sollten. Denn es kann nicht sein, Schlechtes von dem Licht zu empfangen, das mich erschaffen hat, damit ich genieße. Das heißt, meine Kelim sind nicht korrigiert, ich muss sie korrigieren.
Wie korrigiere ich sie? Dafür gibt es die Arbeit, von der er sagt: „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?" – man muss sagen, dass diese Arbeit von mir abhängt. Wenn ich mit verschränkten Armen dasitze und mein Fleisch esse – oh weh, was Er mir angetan hat, und was ich fühle, und wie ich leide, und ich sitze noch da und leide und esse –, dann esse ich mein eigenes Fleisch. Nichts wird geschehen, wenn ich nicht selbst all diese Unterscheidungen kläre. Das Problem ist: Ich muss nicht Seine Handlungen ändern, ich muss meinen Eindruck von Seinen Handlungen ändern. Diesen Eindruck muss ich von einem Ende zum anderen ändern: von einem unkorrigierten Kli zu einem korrigierten Kli.
Jetzt sagst du mir: Aber wir lernen doch, dass ich Schlechtes fühle, wenn ich in einem unkorrigierten Kli bin, und dass ich, wenn ich in einem korrigierten Kli bin, entsprechend dem, was Er mir gibt, Gutes fühle. Aber ich kann das Kli nicht selbst korrigieren. Richtig, du kannst es nicht korrigieren – aber du musst wollen, dass sich das Kli umdreht und auch die Absicht „um zu geben" bekommt. Entsprechend dieser Absicht wirst du fühlen, dass Er dir Gutes gibt.
38:09
Du musst also zur Notwendigkeit davon kommen. Sicher, die Handlungen macht Er, aber jedes Mal musst du prüfen, wo du bist und wo du sein wolltest. Das heißt, du musst jedes Mal zum Gebet kommen: Was willst du fühlen aus dem heraus, was Er dir jetzt in deinem Gefühl gibt? Ich fühle jetzt, dass Er mir etwas gibt, das nicht so gut ist – dann muss ich prüfen und muss wollen, dass Er etwas macht, damit ich Gutes fühle.
Was heißt das, dass ich Gutes fühle? Dass ich von Seiner Handlung Gutes fühle. Zuerst ist das auf tierische Weise, dass ich mich gut fühle – das nennt man „Lo LiShma". Und danach dahin zu kommen, dass ich das Schlechte von Seiner Handlung fühle – und es geht mir nicht darum, dass ich Schlechtes fühle, sondern darum, dass ich Ihn verfluche, wenn ich Schlechtes fühle. Also: Tausche mir das Gefühl gegen ein gutes Gefühl aus – nicht, damit ich mich gut fühle, das ist mir egal, sondern weil es mir wichtig ist, dass ich Dich segnen will. Das nennt man schon „LiShma". Das ist es.
So wälzt der Mensch diese Dinge die ganze Zeit hin und her, und das war's. Die ganze Methode ist letztlich ein Lernen seiner selbst; der Mensch lernt letztlich sich selbst. Denn wir lernen, dass außerhalb des Kli Sein Wesen ist. Es geht also darum zu lernen, wer ich bin, was ich empfange, wie ich von Seinem Wesen, das mich umgibt, beeindruckt werde, und was ich von Seinem Geben fühlen möchte. Wie ich von Ihm erregt werden möchte. Das ist letztlich etwas sehr, sehr Einfaches; wir sind nur verwirrt in unseren Kelim. Es gibt nichts Einfacheres und Natürlicheres.
Ja. Nu, Giora.
40:26
Schüler: Wo muss innerhalb dieser beiden Zustände – „Es gibt niemanden außer Ihm" und „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?" – die Forderung an den Schöpfer sein, dass Er mich zum Ziel gehen lässt?
Rav: Dadurch, dass ich von vornherein „Es gibt niemanden außer Ihm" sage und mich danach damit angleichen gehe, über „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann?" – dass ich prüfe und sehe, wie sehr ich das Gegenteil bin –, daraus kommt am Ende die Forderung an Ihn, das Gebet. Aber Gebet heißt nicht, dass ich bitte oder dass ich danke. Dass ich bitte oder dass ich danke, sagt nur aus, dass ich zur Feststellung des wahren Zustands gekommen bin, bis zum Ende der Analyse des Ortes, an dem ich mich befinde. Mehr braucht es nicht.
Der Zustand also, in dem ich meinen Zustand genau erkannt habe, heißt entweder Bitte oder Gebet oder Reue, egal was. Aber wenn ich zu diesem endgültigen Gefühl komme, dann wechselt es. Ich muss gar nichts sagen – Gebet heißt vielmehr das tiefste Gefühl im Herzen, so nennt man das. Nach vielen Gedanken und vielen Unterscheidungen und vielen Veränderungen komme ich sozusagen zur endgültigen Entscheidung, was ich bin und wo ich bin, und dann nennen sie das Gebet. Das heißt: dort, wo ich unterschreibe, wo ich die Unterscheidung abschließe.
Leute, kommt, lasst uns lernen. Je mehr ich rede, desto mehr Fragen gibt es. Ja.
(Ende der Lektion)