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Morgenunterricht 22.02.2002
Buch „Schriften des Rabash", Band 1, S. 608, „Was ist die Wichtigkeit des Bräutigams, dem seine Sünden vergeben werden"
Rav: Wir haben den Artikel „Die Wichtigkeit des Bräutigams" aus „Schlawej haSulam", Band 1, Seite 319, gelesen.
Es ist sehr schwer zu verstehen, wozu wir arbeiten müssen. Warum hat der Schöpfer die Welt auf solche Weise erschaffen, dass es Anstrengung gibt. Wenn er alles kann … warum hat er nicht den Endzustand erschaffen. Und wenn der Endzustand doch existiert und wir uns in ihm befinden, warum hat er es dann nicht so erschaffen, dass wir ihn fühlen, sondern wir müssen die Augen öffnen, den Sinn öffnen, der Schirm und zurückkehrendes Licht heißt, und dann erst fühlen wir, wo wir uns befinden.
Man sagt uns also, dass das wegen der Scham ist; wozu hat er die Scham gemacht — man sagt, dass die Scham eine Korrektur ist. Wenn wir uns nicht korrigieren, dann fühlen wir das große Gute nicht; wir brauchen Größe und Wichtigkeit des Bräutigams, des Gebenden, damit es um zu geben sei, denn um zu geben ist das Gefäß ewig, es verschwindet nicht, sondern im Gegenteil, es wächst die ganze Zeit weiter an.
Wirklich sehr viele Ausreden, aber im Ganzen kann man sich damit tatsächlich recht lange Zeit im Kreis drehen. Solange der Mensch nicht dahin kommt, dass er in eine zweite Natur eintritt, kann er nicht verstehen und nicht mit allem einverstanden sein, was er durchmacht, weil alle Definitionen entgegengesetzte Definitionen sind — wo er sich jetzt befindet und wo er danach sein wird. Die Sache mit den Aufstiegen und Abstiegen kommt nicht daher, dass es mir schlecht oder gut geht, sondern daher: Wenn er Gedanken über den Schöpfer hat — egal aus welchem Zustand, sogar aus dem schlechtesten Zustand in der Spiritualität — wird das als gut bezeichnet; und ein Abstieg wird es genannt, wenn dem Menschen jede Verbindung mit dem Schöpfer verschwindet. Die Verbindung aus dem schlechtesten Zustand ist besser als die Trennung aus dem besten Zustand.
Von hier an brauchen wir also schon eine sehr große Anstrengung, um die richtige Definition zu geben, was ein Aufstieg ist und was ein Abstieg ist. Denn jedes Mal, wenn der Schöpfer uns an sich erinnert — egal auf welche Weise —, müssen wir danken. Zwar kann es sein, dass es durch Schläge geschieht, solche Dinge, der Schöpfer bewahre. Und umgekehrt: Jedes Mal, wenn die Verbindung mit dem Schöpfer verschwindet und Vergnügen — oder umgekehrt, Probleme — uns vor ihm verbergen, sodass wir verwirrt sind und überhaupt vergessen, wer uns das antut, das nennt man einen Abstieg. 3:54
Das heißt, Aufstiege und Abstiege richten sich nicht nach dem Sinn von bitter und süß, sondern nach Wahrheit und Lüge. Deshalb fällt es ihm schwer, sich an diese Unterscheidungen zu gewöhnen und so die Zustände zu messen. Und dann fängt der Mensch überhaupt an — wenn er seinen Zustand auf diese Weise sieht —, dann fängt er an zu sehen: Wenn ich morgens aufstehe und mit Freude zum Lernen gehe, mir geht es gut, ich bin neugierig, ich gehe, um etwas zu bekommen, etwas zu hören, und es erwachen in ihm gerade keine Zweifel und Probleme, die ihn in ein Durcheinander mit den Beziehungen zum Schöpfer bringen — dann kann es sein, dass dieser Zustand nicht so gut ist.
Denn der Schöpfer will nicht, dass er besonders die Beziehung mit ihm erneuert, dass er so durch die Klärungen anfängt, sich zu nähern, ihn zu fordern. Das heißt, der Mensch fängt an, seinen Zustand nur danach zu sehen, ob er nützlich ist oder nicht, völlig losgelöst vom Gefühl. Und dann, weil er wirklich schon dazu bereit ist, hat er wieder Verwirrungen: sich an den Schöpfer wenden oder selbst etwas machen. Wenn ich mich wende, während ich es selbst machen kann, dann wird das eine künstliche Wendung sein. Was heißt das? Ich schreie — wie Rabash dort ein Beispiel gibt: Ein Kind weint auf der Straße, da achtet man nicht so sehr darauf, denn ein Kind, von klein auf weint es. Aber ein Erwachsener, der weint, das ist ein Problem. 6:38
Oder ein Mensch, der unter einer Last steht und sie kann jeden Moment von ihm herunterfallen, und er würde dann wirklich Verlust erleiden, und er schreit, fordert — dann hilft ihm sofort jemand. Wenn er hingegen einfach so „Hilfe" schreit und man sieht, dass es nicht echt ist, dann achtet niemand darauf. Das heißt, der Mensch, der spürt, dass es ihm in der Arbeit ein bisschen schwerfällt, der sagt dann, dass die Sitra Achra kommt und anfängt, mit dem Menschen zu spielen, ob es sich für ihn lohnt oder nicht lohnt, sich an den Schöpfer zu wenden. Es stimmt, es lohnt sich, sich in jedem Zustand zu wenden, aber sich aus jedem Zustand zu wenden — wenn das keine echte Wendung ist, wenn ich, statt das zu machen, was ich machen sollte, schreie, dass er es machen soll, oder wenn ich, statt wirklich einen Drang nach seiner Hilfe zu haben — sagen wir, ich habe keinen Drang nach seiner Hilfe, und doch schreie ich, dass er mir helfen soll —, das ist irgendeine Art von Wendung, die nicht aus der Tiefe des Herzens (Umka deLiba) kommt.
Was macht man? Er sagt: Es gibt keinen besseren Zustand im Leben des Menschen als den Moment, in dem er sich an seinen eigenen Kräften wie verzweifelt fühlt und [fühlt], dass ihm nichts helfen kann, denn dann ist er wirklich seines Gebets würdig, [eines Gebets] an den Schöpfer, und bei solch einem Gebet — das heißt, dass er darauf eine Antwort bekommt. Nu, wo ist denn diese Verzweiflung an den Kräften? Entweder braucht man 20–30 Jahre, um alle möglichen Dinge zu versuchen, und nie weiß man, ob es zu Ende ist oder nicht. Oder es ist eine Sache, die nicht quantitativ nach Stunden und Jahren bemessen ist, sondern es ist die qualitative Sache: wie der Mensch sich zu seiner Stellung verhält. Und dann kann es sein, dass er ein richtiges Gebet geben kann — keine Schmeichelei, sondern eine echte Wendung —, sodass er wirklich sicher ist, dass der Schöpfer ihm helfen kann und er selbst nicht, schon nach irgendeiner kleinen Anstrengung, und das genügt ihm und reicht ihm. Wie ordnet man diesen Zustand? Gibt es eine Antwort? Ich weiß es nicht. Habt ihr von hier eine Antwort gehört? 9:37
Schüler: Wir sind noch nicht zum Ende gekommen.
Rav: Wir sind noch nicht zum Ende gekommen. Am Ende des Artikels gibt es eine Antwort, und dann werden wir uns anstrengen und dann machen und lernen. Er gibt eine Antwort, eine einfache Antwort: dass der Mensch diese Zustände wirklich eine Stufe tiefer sehen muss. Dass der Schöpfer mir den Zustand gibt, und dadurch wird er offenbaren, dass er sich sofort an den Schöpfer wenden muss.
Wenn er das auf oberflächliche Weise sieht: Ich habe einen Zustand, ich muss mich auseinandersetzen, und wenn ich mich nicht auseinandersetze, dann wende ich mich — so steht es geschrieben, und so werde ich vielleicht wirklich auch in Verzweiflung und Erschöpfung der Kräfte geraten; es steht geschrieben: „Die Tora schwächt die Kraft des Menschen". Gut, mir reicht die Tora noch nicht, ich habe noch nicht genug gearbeitet. Wenn er weiter nach innen geht, sich zu sagen, dass alle schweren Zustände der Schöpfer ihm gibt, damit er sich an ihn wendet, dann tut er schon hier, an derselben Stelle, wo er die kleinste Schwierigkeit spürt — wo es heißt „jetzt mache ich" —, sofort, statt „ich mache", tut er es doch, aber er macht eine Wendung an den Schöpfer.
Das ist sehr wichtig. Auf diese Weise spart er enorm, denn außer der Wendung an den Schöpfer sind alle Anstrengungen, die er selbst macht — wie groß sie auch sein mögen und wirklich wie in Selbsthingabe —, all das leer. Sie werden nicht berücksichtigt. Der Mensch muss überhaupt nichts von solchen Dingen machen, sondern nur entdecken, dass jeder Zustand, in dem ich mich befinde, vom Schöpfer kommt, damit ich mich an ihn wende. Das war's. Wenn es irgendeine Unterbrechung gibt zwischen dem, dass ich meinen Zustand fühle, und dem, dass ich mich aus ihm an den Schöpfer wende — wenn es irgendeine Unterbrechung gibt, dann ist das schon Sitra Achra, dann ist das schon etwas Verwirrtes, aus meinen Klugheiten, aus allen möglichen Berechnungen von mir, die ich irgendwie selbst zu machen versuche. 12:46
Wie dem auch sei, für den Menschen ist dieser Punkt sehr wichtig. Wenn ich ihn nicht genug geklärt habe, dann sagt mir Bescheid, und ich komme noch einmal darauf zurück. An diesem Punkt ist es ebenfalls sehr schwer, sich festzuhalten, wenn es keinen Druck der Gemeinschaft gibt, wenn nicht auch die ganze Gruppe und die ganze Umgebung so arbeitet, wie ich es jetzt gesagt habe.
Ja, gibt es Fragen, bitte. 13:40
Schüler: Der Mensch muss sich in jedem Zustand an den Schöpfer wenden, bei jeder Schwierigkeit, sogar der allerkleinsten, auf die er stößt. Aber die Zustände sind verschieden — müssen auch die Wendungen verschieden sein, oder soll man einfach sagen „ah, das kommt alles vom Schöpfer, und ich …"
Rav: Die Zustände, die der Schöpfer dem Menschen gibt, sind keine verschiedenen Zustände. Sie sind ganz einfach, sie … Sieh mal, im Ganzen macht all diese Zustände ein einfaches Licht, das die ganze Wirklichkeit erfüllt. Und dass dir diese Zustände verschieden erscheinen, das ist deshalb, weil das Licht das Gefäß erschafft, das sehr viele Unterscheidungen umfasst. Und dann erscheinen dir bei einem einfachen Druck, von einem einfachen Licht her, auf ein einfaches Ziel hin, alle möglichen Zustände, die gut sind, schlecht, auf alle möglichen Arten, als würden sie einander widersprechen, einander entgegengesetzt sein — aber das stimmt nicht. Das alles kommt aus einem einzigen Gedanken: seinen Geschöpfen Gutes zu tun, aus einer einzigen Absicht: dich zur Quelle zu stoßen. Und dass du das auf alle möglichen Arten auslegst und sie wirklich nicht miteinander verbinden kannst — diese Drücke in diesen Fällen —, das bedeutet, dass du noch nicht zu einem Klick gekommen bist, dazu, dass du siehst, dass darin nur eine einzige Sache ist.
Also hat der Mensch die Dinge nicht so sehr auszulegen. Im Gegenteil: Wenn du anfängst, in sie hineinzugehen und sie zu zergliedern — und wie sie kommen und was sie tun und so —, dann entfernst du dich gerade weiter von der richtigen Handlung. Die richtige Handlung — darin den Schöpfer zu sehen, der dich daran erinnert, dass hier, von diesem Ort aus, sozusagen „Ich werde zu dir kommen und dich segnen". Mach sofort eine Wendung an ihn … Geh sogar nicht in den … in diesen Zustand weiter hinein, als dass du entdeckst, dass er vom Schöpfer kommt.
Hast du diese Entdeckung? Fertig. Fang nicht an, weiter in ihn hineinzugehen, denn dann gehst du mehr in die Materie hinein. Die Berührung mit ihm, wenn es eine gibt — negativ, positiv, egal welche —, das reicht schon, um diesen Zustand ihm zuzuschreiben, und das war's, und du hast ihn abgeschlossen. Man kann … der Mensch denkt, dort sei er. Wenn du anfängst, das weiter auszukochen, dann saugst du dir schon alle möglichen Dinge aus den Fingern, die wirklich keinen Nutzen haben.
Der nächste Zustand, der kommen wird, wird sowieso tiefer sein. Und dann auch von ihm aus: In dem Moment, in dem du einen Klick machst und ihn dem Schöpfer zuschreibst und von ihm auch aus diesem Zustand Vereinigung erbittest, befindet er sich schon auf einer tieferen Stufe. Das heißt, dich in die Zustände vertiefen kannst du nur danach, wie er dir leuchtet und dir den neuen Zustand gibt. 17:05
Aber nicht, dass du jetzt selbst [sagst]: „Ich gehe jetzt drinnen tiefer hinunter in die linke Linie, und dort …". Damit gehst du einfach, dich von der richtigen Berührung mit dem Schöpfer zu trennen. Das ist schon eine Klipa, die sagt: „Nein. Du musst dich selbst auffressen. Du musst wirklich in die Materie hineingehen, sehen, wie schlecht du bist, und so …". Von wegen! Dieses Schlechte brauche ich nur, um mich an ihn zu wenden. Habe ich jetzt die Möglichkeit, das sofort zu tun? Fertig. Ich muss nicht anfangen, dort aus diesem Schlechten so eine Blase zu machen, als ob nur dieses Schlechte mich unter sich begraben könnte.
Ja. Nu … 17:56
Schüler: Was heißt es dann, eine richtige Klärung zu machen, und ist es das, dass …?
Rav: Eine richtige Klärung zu machen heißt zu sehen, dass diesen Zustand der Schöpfer mir gegeben hat und dass diese Höhere Kraft will, dass ich mich an ihn wende, dass ich das ihm zuschreibe. Wenigstens so: dass ich das ihm zuschreibe. Wenn du noch weitermachen kannst, damit ich in Vereinigung mit ihm bin, damit ich die Ursachen verstehe — Ursachen dafür: Warum tut er mir das an? Wozu tut er mir das an? — durch die Anhaftung (Dwekut).
Ja. 18:36
Schüler: Wenn man irgendwie zu einem guten Zustand gekommen ist, lohnt es sich dann überhaupt, in diesem Zustand etwas zu machen, oder hätte es gereicht, [es] zu sehen?
Rav: Wir sprechen im Moment nicht darüber, ob ein Zustand gut oder schlecht ist. Wir sprechen über einen Zustand, in dem der Mensch eine Ursache entdeckt. Es gibt für den Menschen nichts Natürlicheres, wirklich, als zur Ursache jedes einzelnen Zustands zu kommen. Es gibt viele Witze darüber, dass Kinder Mama oder Papa fragen: „Woher bin ich gekommen? Woher komme ich?" Da denkt man, sie fragen: Wie habt ihr mich gemacht? Oder: Wie macht man Kinder? Nein. Sicher gibt es so etwas nicht im Kopf eines Kindes. Das ist wirklich eine sehr tiefe und natürliche Frage im Menschen: Woher komme ich? Das ist eigentlich eine Frage über die Wurzel, über den Schöpfer. Das ist eine Frage … Warum will die Menschheit immer wissen, was dort in der Zeit vor einer Million Jahren war? Wie viele Millionen Jahre? Was wussten dort die alten Ägypter, alle möglichen, diese Griechen, alle möglichen? Wir suchen eine Quelle. Wir denken, dass wir von ihr aus wissen werden, warum wir existieren. Wo die ganze Sache begonnen hat, wo es wahrscheinlich auch eine Antwort gibt, wozu, und was am Ende sein wird. Auch Kinder. Wirklich, wer außer einem Kind fragt „Warum?" 20:32
Und das ist die natürlichste Frage, die Suche nach der Wurzel. Deshalb ist die Wissenschaft, diese Weisheit, die der inneren Natur am nächsten stehende Weisheit, wirklich [die] unserer Materie [am nächsten ist]. Und wenn der Mensch den Punkt des Schöpfers findet, der ihm den Zustand geordnet hat — jeden Augenblick, den er ihm ordnet — und das sofort dem Schöpfer zuschreibt, ihn mit der Ursache verbindet und auch mit dem Ende, wozu das ist, dann sind wir fertig. Er hat diesen Zustand schon ausgenutzt. Er hat ihn schon abgeschlossen, ihn korrigiert.
Ja. 21:30
Schüler: Was ist ein Zustand, über den Sie sprechen? Ist das [der Zustand], dass ich jetzt Suppe esse … und in zehn Minuten esse ich Fleisch — sind das zwei Zustände, oder sind Zustände Veränderungen bezüglich meiner Beziehungen zum Schöpfer?
Rav: Ich spreche nicht über einen Zustand, in dem mein Körper jetzt sitzt und danach liegt. Ich spreche über einen Zustand, in dem ich mich gut oder schlecht fühle …
Schüler: Wovon?
Rav: Egal wovon. Das ist überhaupt nicht wichtig. Was kümmert es mich, wovon? Es kümmert mich nicht, wovon ich mich gut oder schlecht fühle. Mich kümmert, was die Ursache dafür ist, dass ich mich gut oder schlecht fühle. Das heißt, was die Ursache ist, wer mir dieses Gefühl geordnet hat. Das nennt man „Ursache". Das heißt, „Ursache" heißt eine zielgerichtete Ursache.
Ja. 22:47
Schüler: Sie haben gesagt, dass man auch diesen Prozess in der Gruppe machen muss. Wie macht man das, jeden einzelnen Zustand dem Schöpfer zuzuschreiben? Wie macht man das sozusagen gemeinsam?
Rav: Nein, die Gruppe brauchen wir aus mehreren Gründen. Eigentlich ist es ein Grund. Aber weil wir uns noch nicht in der Offenbarung befinden, breitet sich die Sache der Gruppe auf mehrere, sozusagen, Beziehungen [ihr gegenüber] aus. Vorerst, am Anfang, fühle ich die Gruppe so, dass sie mich an die Arbeit des Schöpfers erinnern. Ich schaue sie an, ich kehre zur Linie zurück, zum richtigen Gang und so weiter. Ohne sie verliere ich mich so ein bisschen. Den Norden — ich verliere den Norden, sozusagen. Das ist am Anfang. Danach fängt der Mensch an, die Gruppe als etwas zu sehen, das ein Teil seiner Seele ist, dass wir uns wirklich auf solche Weise befinden, dass in jedem einzelnen der Menschen der Welt ein Teil meiner Seele ist und ich am Ende mit ihm verbunden sein muss.
Wie das ist, weiß ich nicht, aber auf irgendeine Weise, ja. Man erklärt uns, dass das nach der Pyramide kommt, dass ich mit ihnen verbunden sein muss, aber es gibt solche, mit denen ich in der Bestimmung von Unbelebtem (Domem) verbunden sein muss. Es gibt solche aus der Bestimmung von Pflanzlichem (Zomeach), Belebtem (Chai), Sprechendem (Medaber). Mit jedem Einzelnen wahrscheinlich in unterschiedlichem Maße. Aber letzten Endes muss es einige neben mir geben, sodass ich und sie arbeiten, [dass] wir wie ein einziges Gefäß arbeiten. Wie ein einziges Gefäß. Wie Organe eines einzigen Körpers. Hände, oder Beine, oder Kopf, oder Bauch, oder ich weiß nicht, so, so müssen sie arbeiten. Wir sehen, dass wir wirklich so sind; wir sehen auch, dass funktionierende Körper so verbunden sind, und ein Mensch allein ist dazu nicht fähig. Das heißt, er ist irgendwie fähig, über Tausende von Jahren hinweg wieder zu dem Zustand zu kommen, dass er nicht fähig ist; wer davor flieht, der hat keinerlei Hoffnung.
Ja. 25:50
Schüler: Ich habe noch nicht verstanden, was zwei Zustände sind. Ist es das: Jemand hat mir eine Ohrfeige gegeben, davon fühle ich mich schlecht, und jemand hat mir einen Witz erzählt und davon freue ich mich — sind das die zwei Zustände?
Rav: Ich verstehe dich nicht.
Schüler: Was sind zwei Zustände — dass ich mich bei jedem einzelnen Zustand auf den Schöpfer beziehen muss?
Rav: Meinen inneren Zustand, wie ich meine Wirklichkeit in der Welt fühle — diesen Zustand muss ich der Wurzel zuschreiben, von der dieser Zustand herabsteigt und sich herabkettet und sich in alle möglichen Kleider (Lewushim) kleidet; und die Kleider kümmern mich nicht, ich muss durch die Kleider hindurch eine Verbindung mit dem finden, der mir diesen Zustand geordnet hat, woher dieser Zustand begonnen hat. Dass die ganze Herabkettung von ihm zu mir, durch alle möglichen Welten und durch alle möglichen Körper in dieser Welt, und Umstände — all diese Dinge schreibe ich ebenfalls ihm zu, und nicht, dass ich das an irgendeine Art von Kräften hänge, die nicht die seinen sind. Ich weiß nicht, du befindest dich in einem bestimmten Zustand, deshalb fragst du so auf eine etwas … [Weise].
Ja, Mischa. 27:38
Schüler: Wenn ein Mensch sieht, dass er doch etwas machen kann, ist das ein Zeichen, dass er noch keine Klärung in die Tiefe gemacht hat?
Rav: Nein, ein Mensch, der denkt, dass er jetzt etwas machen kann, [das ist] ein Zeichen, dass er keine Klärung in der Tiefe gemacht hat, das heißt, er hat sich nicht ein bisschen weiter nach unten vertieft. Sagen wir, jetzt, sagen wir, in unserem Staat, ja? Das ist das, was alle an der Oberfläche sehen: Wir befinden uns im Zustand der Gefahr, wir sind in totaler Verzweiflung, niemand hat eine Lösung, alle denken, dass wir nicht wissen, was wir tun sollen — vielleicht diesen Ort überhaupt verlassen und wieder gehen, vielleicht ins Exil, aber wohin, weiß man nicht; man befindet sich in allen möglichen solchen Gedanken, und was im Kopf eines jeden vorgeht, das fühle ich, jeder fühlt ungefähr [dasselbe], das war's.
Wenn man sich nun ein bisschen weiter in die Tiefe vertieft, dann siehst du ein völlig anderes Bild, was wir eigentlich verstehen müssen: Wir müssen verstehen, dass wir wirklich, in einem Zustand wie wir heute [sind], nicht zu diesem Boden gehören, nicht gehören. Unser Ort ist im Exil. Man hat uns hierhergebracht, damit wir uns auf spirituelle Weise erheben, dass wir wie das Land Israel werden; wir sind nicht fähig, unser Ort ist nicht hier, das Land spuckt uns aus, und das war's. Wer ordnet uns das, wozu, was tut er uns an — vielleicht suchen wir irgendeinen anderen Ort, suchen irgendein Uganda oder Madagaskar, oder dort gab es, weißt du, Birobidschan, ja? Wir suchen — da sagt er: Nein, das ist dein Ort nur in dem Zustand, dass du Israel sein wirst; wenn du nicht Israel sein wirst, dann ist dein Ort schlechter als der aller Völker.
Galgalta Ejnaim müssen ihre Aufgabe gegenüber allen ACHaPim erfüllen; erfüllen sie [ihre] Aufgabe nicht, [werden sie] wie alle ACHaPim, dann sind wir fertig, dann herrschen die ACHaPim über sie, das war's. Was, was … Wenn man also von diesem Zustand aus ein bisschen weiter nach unten zu den Ursachen hinuntergeht, sieht, worum es geht und was man tun kann, dann sieht man schon, dass es keinen Ort gibt, wohin man fliehen könnte, einfach keinen Ort, wohin man fliehen könnte, sondern, was — es gibt nur eine einzige Lösung: eine spirituelle Erhebung. Das sieht man einfach, das ist der Unterschied zwischen einer oberflächlichen Auffassung und einer ursächlichen Auffassung, das war's, ganz einfach. Und so wird es weitergehen und weitergehen, bis wir auf eine solche Stufe hinabsteigen, dass wir die richtige Ursache sehen. 30:54
Und du siehst, wie sehr auch die Geschichte uns nichts lehrt, das heißt, der Mensch hat aus den früheren Zuständen nicht gelernt, wenn er sie nicht ebenfalls dem Schöpfer zugeschrieben hat, ja? Vor sechzig Jahren gab es die Schoa, das modernste und stärkste und klügste Volk — die Deutschen, sie waren damals die größten, die am weitesten entwickelten und die fortschrittlichsten, ja? Sieh, wozu sie gekommen sind, wozu? Weil sie sich mehr als alle entwickelt hatten, da sahen sie, dass die Juden wirklich die Ursache für alles Leid in der Welt sind; sie fühlten das im Unterbewusstsein, denn das allgemeine Gesetz in der Wirklichkeit macht das so, zeigt es ihnen so. Jetzt steigt die ganze Welt auf eine solche Stufe wie die Deutschen damals, die ganze Welt, und sie alle fühlen so.
Du siehst sogar den Präsidenten von Frankreich, dort den von England, ja? Alle reden schon so freimütig, wie Baal HaSulam schreibt, dass alle Völker der Welt fühlen, dass Israel etwas Fremdes in der Wirklichkeit ist, das keinen Ort der Existenz hat — ganz richtig, denn Galgalta Ejnaim befindet sich in den ACHaPim, um sie zu korrigieren, ja? Wenn nicht zur Korrektur, dann besteht für dieses Volk keinerlei Notwendigkeit. Man muss auf eine untere Stufe hinabsteigen, zur Ursache, und du wirst Lösungen sehen und du wirst alles sehen; aber wenn du dich einfach so auf der Stufe der Wirklichkeit befindest, dann siehst du keinerlei Lösung, weil du nicht einmal weißt, woraus das überhaupt entspringt. 33:02
So müssen wir es also. Dieses Beispiel habe ich absichtlich auf so globale Weise gegeben, um euch so die Freiheit zu ermöglichen, jeder seinen Zustand zu sehen. Nun, das ist es, was wir bei jedem einzelnen Zustand brauchen: noch ein Tröpfchen nach innen hinabzusteigen, aber nur ein einziges Tröpfchen, dorthin, wo du dort den Schöpfer findest, der dir den Zustand ordnet. In dem Moment, in dem du den Schöpfer gefunden hast, der dir den Zustand ordnet, musst du dich sofort an ihn wenden, sofort eine Verbindung mit ihm herstellen, das war's, dann hast du diesen Zustand abgeschlossen, ihn geordnet, ihn korrigiert. Und wenn du dich weiter vertiefst, nachdem du ihn gefunden hast, dann ist das, als ob du die Arbeit auf dich nimmst — eine überflüssige Arbeit, denn du brauchst nur die Verbindung von deinem Zustand zur Ursache, die er ist, das war's.
Ja. 34:13
Schüler: Wenn ein Mensch anfängt zu klären, sucht zurückzufragen, wer mir das wirklich schickt — hat es Sinn, auch die Frage „wozu" zu stellen? Denn die Antwort darauf ist eigentlich jedes Mal eine Entscheidung, dass jede Sache nur mit noch größerer Kraft, sozusagen, das heißt, von mir aufs Neue verlangt, die Verbindung zu erneuern, seine Größe zu suchen, diesen Zustand mit ihm zu vereinigen?
Rav: Der Schöpfer wird immer Zustände geben, die er braucht, das heißt, nach der Wurzel der Seele wird er dir Reschimot offenbaren, wird dir Zustände offenbaren, die er braucht — oder, richtiger, die du brauchst —, um aus ihnen eine Verbindung mit ihm zu enthüllen. Und es liegt nicht an uns, diese Zustände auszuwählen und herzugehen und herumzuwühlen und etwas zu suchen, von dem es uns scheint, dass wir von dort aus und verstärkt so irgendeine Verbindung finden und an ihn anhaften, anhaften würden. Das lohnt sich nicht. Es lohnt sich nur, ihn sofort in jedem einzelnen Zustand als Ursache zu erfassen, und das war's. 35:25
Schüler: Sollte man diesen Klärungsversuch dann als eine Flucht vor dem Willen auslegen, ihn zu vereinigen? Das heißt, ist das sozusagen die Grenze des Irrtums? In dem Moment, in dem ich schon sehe, dass ich dort sozusagen nicht suchen werde, irgendwelche Schlussfolgerungen zu ziehen — ist dort schon die Abweichung?
Rav: Das ist, wie wir gesprochen haben, bevor ich verreist bin. In dem Moment, in dem ich anfange, eine Verbindung mit dem Schöpfer zu suchen, in jedem Zustand, in dem ich mich befinde — das kann ich sein oder eine Welt, die … wie wir jetzt über die Gefühle eines jeden gegenüber dem Volk gesprochen haben, gegenüber unserer allgemeinen Lage mit den Arabern. In dem Moment, in dem ich anfange, das zu machen, dann bemühe ich mich — ja, nein, ja, nein —, das fängt schon an, sich zu erneuern und mich von Zustand zu Zustand zu werfen. Das war's. Das ist, wie wir über den Zustand der Angst und Furcht gesprochen haben, der zum Menschen kommt: Wie er anfängt, das mit dem Schöpfer zu verbinden, und an demselben Punkt eine Verbindung mit dem Schöpfer sieht, und wieder verschwindet der Schöpfer, und wieder fürchtet er sich vor diesem „Bären", der auf der Straße ist, und ja, und wieder. Der Schöpfer offenbart sich und verbirgt sich wieder, und der Mensch findet danach eine Verbindung mit ihm oder nicht. Das ist hier dasselbe. Immer eine Ursache zu entdecken. Das heißt, vom Sehen mit den Augen zu einem mehr inneren Sehen hinabzusteigen. 37:01
Schüler: Aber die Ursache ist eigentlich immer dieselbe Ursache, es gibt hier nichts Neues, nur die Zustände werden sich sozusagen jedes Mal ändern?
Rav: Zustände, die Einkleidung in die Materie ist die ganze Zeit verschieden. Aber die Ursache ist immer dieselbe Ursache. Ja. Die Ursache ist das Fehlen der Offenbarung der Göttlichkeit in deiner Materie, in deinem Willen. Also dort, wo der Schöpfer will, dass er sich offenbart … Der Mensch ist, sagen wir, eine einzige große Schachtel, und diese Schachtel ist in Tausende von Feldern aufgeteilt, und in jedem Feld gibt es viele Ebenen der Offenbarung des Schöpfers, ja? Da sieht er, dass er jetzt will, dass du ihn an irgendeinem Ort entdeckst, da macht er dir irgendeinen Zustand, hopp, du hast ihn dort entdeckt, fertig, dieser Zustand ist schon korrigiert. Jetzt dieser Zustand, jetzt dieser Zustand, bis du im Ganzen dieses ganze Maß abschließt, dass du aus allen Zuständen, die er gegeben hat, irgendwie eine Verbindung mit ihm enthüllt hast. Das war's. Nun ordnen all diese Zustände selbst dir mehr Sehnsucht, auch Verständnis, Erfahrung; mehr gehst du von einem Zustand der doppelten Verhüllung zur einfachen Verhüllung über. 38:29
Schüler: Die Frage ist, was es heißt, ihn zu entdecken? Das ist immer noch …
Rav: Ihn zu entdecken, eine Ursache für meinen Zustand zu entdecken. Das nennt man — unseren Zustand —, das nennt man, ihn zu entdecken.
Schüler: Sich zu erinnern, dass er die Ursache ist?
Rav: Man kann sich nicht daran erinnern, dass er die Ursache ist. Der Mensch kann, nach seiner Vorbereitung und nach der Gruppe um ihn herum, zu einem Zustand kommen, dass in dem Moment, in dem er die Wirklichkeit fühlt — irgendwie, egal wie, das wird in seinen Sinnen erfasst —, er gleich danach die Wurzel zur … die Ursache für diese Wirklichkeit fühlt, und er muss nicht denken und sich fürchten: oje, wie, was werde ich gegen den machen, und dort wollen Richter mich ins Gefängnis stecken, und der will mich schlagen, und hier ärgert sich der über mich, und hier ist noch etwas. Er fängt sofort an, eine Ursache für das Problem zu sehen.
Ja.
Schüler: Wie kann man sich vor einem Fall in einen Zustand sozusagen unterhalb des Verstandes bewahren, wie es draußen existiert, sagen wir „alles kommt von oben", und ich …
Rav: Nein, nein, nein, nein, nein. „Alles kommt von oben" befreit mich von keinem Problem, von keiner Arbeit. „Alles kommt von oben" — das muss ich, [bei] „alles kommt von oben" muss ich mich darauf wie auf eine Ursache beziehen, dass es von ihm kommt, aber danach verlangt er von mir dabei innere Arbeit und äußere Arbeit. Das war's. So wie ich mich zu diesen Feinden und zu diesen inneren Hassern von mir verhalte, so muss ich mich dementsprechend auch auf äußere Weise zu ihnen verhalten. Verstehst du? Wir haben sie nicht im Äußeren zu töten, wenn wir sie nicht im Inneren töten. Das muss in vollkommener Übereinstimmung sein. Wenn du das innen geordnet hättest, dann sieh, was sich draußen täte. Das ist einfach so, das ist ohne Nutzen, das ganze … man sieht das. Das ist ohne Nutzen. Da gibt es also wirklich keine Lösung, da entdeckt man es nach und nach. Ich habe in letzter Zeit mit solchen bedeutenden Menschen gesprochen, sie sind hilflos. Was kann man also machen?
Ein Mensch, der nicht auf die Ebene der Ursachen hinabsteigt, der macht in seinem Leben einfach nichts, er bleibt ein Vieh, das, außer wirklich zu fühlen, wie viele Leiden über es kommen, nichts macht. Verstehst du? Ach, er lebt oder man tötet ihn, egal was. Der Mensch beginnt an diesem Punkt, an dem er das, was ihm geschieht, mit dem Schöpfer verbindet, aber auf zielgerichtete Weise verbindet. Und hier ist unsere ganze Arbeit. Daraus entdeckt man danach die Notwendigkeit für die Offenbarung der Göttlichkeit. Das war's. Aber das ist schon eine untere Stufe: dass du nicht willst, dass er sich dir als ein schlecht Wirkender offenbart, und dann verbindest du dich mit ihm.
Schüler: Das betone ich.
Rav: Sondern im Menschen bildet sich eine Forderung heraus, sie bildet sich, eine solche, dass er den Schöpfer als gute Ursache fühlen will. Nicht als schlechte, und nicht, weil es ihm schlecht geht, sondern weil er sich nicht auf solche Weise zur Höheren Kraft verhalten will. Dann ist das schon … Aber man fängt mit dieser Sache an. Unterm Strich liegt das jetzt vor uns. Ja. 42:52
Schüler: Was passiert, wenn man von der Ebene der Ursache hinabsteigt, aber man einen positiven oder negativen Zustand nicht erkennen kann?
Rav: Man kann einen Zustand nicht erkennen, ob positiv oder negativ? Man muss [ihn] nicht erkennen. Es gibt keinen negativen Zustand. Und es gibt keinen positiven Zustand. Es ist einfach so: Ich fühle in meinen Gefühlen positiv oder negativ, aber das ist ganz und gar nicht [so], das stimmt nicht. Jeder einzelne Zustand ist einfach dazu bestimmt, mich zu erwecken, einen mehr inneren Zustand zu suchen. Nun, warum kommt der negative Zustand und nicht der positive, oder der positive und nicht der negative? Das kann der Mensch wirklich nicht unterscheiden. Er kann es nicht unterscheiden.
Weil wir uns am Anfang des Weges befinden, wirkt der negative Zustand stärker auf uns; wir suchen eine Ursache: „Warum geht es mir schlecht?". „Warum geht es mir gut?" — das fragt niemand. „Warum geht es mir schlecht?" — nein, das ist so, weil wir im Willen zu empfangen [sind], aus dem Willen zu empfangen gebaut sind, deshalb fragt niemand „Warum geht es mir gut?". Wenn ein Mensch doch fragt, dann fürchtet er sich: Es geht mir zu gut. Verstehst du, die Lebenserfahrung erweckt in ihm den Gedanken, dass es einfach so nicht sein kann, man muss dafür bezahlen, deshalb fürchtet er sich. Aber, das heißt, den Menschen erwecken kann man nur vom Schlechten her, von einem schlechten Gefühl. Und danach erweckt man ihn von einem guten Gefühl her, das ist schon eine Klipa. Man gibt ihm alles Gute, außer diesem. Das ist schwerer, das ist schon für fortgeschrittene Menschen: dass er fragt „Was ist der Sinn in unserem Leben?" — bei allem Guten. Außer dem Schöpfer habe ich alles, ich will nichts. Ein Fluch von der anderen Seite. Das ist wie eine Schlange, die überall isst und [es] keinen Geschmack [gibt]. Man muss lernen.
Nu. 45:32
Schüler: Was ist mit der Verbindung gewöhnlicher Religiöser und ihrem Verhältnis zum Schöpfer — was an ihrer Verbindung macht sie sozusagen zu …? Ich habe sozusagen gehört, dass sie sogar einen größeren Schaden anrichten als einfach Säkulare? Was an ihrer Verbindung zum Schöpfer ist verzerrt, sodass …?
Rav: Baal HaSulam schreibt am Ende des „Vorworts zum Buch Sohar", dass das, dass wir als Volk Israel — das Volk Israel ist nicht … das haben auch die Deutschen richtig gesagt —, dass es überhaupt ein Volk ist, das nicht zu dieser Welt gehört. Das war's. [Es] gehört nicht zu dieser Welt. Das ist keine Nationalität, das ist keine Nation, und das ist keine Gruppe, das ist so etwas Irrationales, ja? Das war's. Weil … Und auch in der Tora steht geschrieben, dass der Heilige, gepriesen sei Er, zu allen Völkern ging, ihnen die Tora gab, [es] wollte, sie nahmen [sie] nicht an, nahmen [sie] nicht an, da sagte er: Durch das Volk Israel werde ich das machen. Er gab uns, schickte uns zu ihnen ins Exil, vier Exile, in die wir uns vermischen sollten; danach werden wir uns korrigieren daraus, dass wir in solche Exile gekommen sind und bis zur Stufe der Völker hinabgestiegen sind. Jetzt müssen wir uns korrigieren, dass Galgalta Ejnaim korrigiert werden, und danach diese ACHaPim ebenfalls auf die Stufe von Galgalta we Ejnaim erheben.
Also, was fragst du dazu?
Schüler: Ich frage: die gewöhnlichen Religiösen, die meisten Religiösen …
Rav: Also sagt Baal HaSulam dort am Ende des „Vorworts zum Buch Sohar", er sagt, dass eigentlich das ganze Volk Israel daran schuld ist, dass es seine Aufgabe noch nicht erfüllt, wie es soll, ja, es verwirklicht sie nicht. Aber es gibt sozusagen mehr Schuldige und es gibt weniger Schuldige. Da sagt er, dass diejenigen, die Tora lernen und sich mit ihr auf äußere Weise beschäftigen und nicht auf innere Weise, eigentlich den hauptsächlichen Schaden in diesem ganzen System anrichten — sowohl der Nation, dem Volk Israel, als auch der ganzen Welt. Das war's. 48:14
Schüler: Was heißt das, äußerlich?
Rav: Äußere Tora, das heißt, dass man sich nicht mit der Korrektur der Absicht um zu geben beschäftigt. Das ist alles. Das heißt, der Mensch macht äußere Handlungen und innere Handlungen macht er nicht. Mit seinem Willen arbeitet er nicht, er arbeitet auf äußere Weise, wie man äußere Handlungen macht. Das war's. Bei allem Unterschied — äußere Handlungen gibt es in allen Religionen, in allen möglichen Methoden. Ich sage „bei allem Unterschied", weil das, was hier bei uns geschieht, wirklich [ist]: Es gibt eine Übereinstimmung zwischen den äußeren Handlungen und der Heiligkeit. All diese Gebote, die die Menschen so tun, da gibt es eine Übereinstimmung zwischen dem und der Heiligkeit, aber trotzdem sind das äußere Handlungen, die keine Korrektur für die Welt bewirken. Und deshalb schreibt er so, dass, wenn man dem auch eine innere Korrektur des Willens hinzufügte — „Ich habe die böse Neigung erschaffen, ich habe die Tora als Gewürz erschaffen" —, dass man die Tora auf richtige Weise gebraucht, nicht äußerlich, sondern innerlich, dann würde man damit das … korrigieren.
Zuallererst würde man aus all diesen Juden einfach das Volk Israel machen. Das ist kein Volk. Ein Volk heißt: eine Gruppe, die zum Schöpfer hin verbunden ist, Israel, Jaschar-El (gerade zum Schöpfer). Und dementsprechend würden wir dann dessen würdig werden, dass wir uns an dem Ort niederließen, der für uns bestimmt ist. Denn die Kräfte, die von oben auf diesen Boden herabsteigen, sie passen nicht zu unserem Zustand jetzt, wo wir [sind]. Wir sind heute, nach unserem Verhalten, schlechter als alle Völker, deshalb müssen wir unter ihnen sein und in Zuständen, in denen sie uns noch unterdrücken. Und hier fühlen wir uns wirklich schlecht, nicht wegen der Araber; die Araber sind sozusagen der äußere Faktor, sozusagen das, wodurch man sich schlecht fühlt — wir fühlen uns schlecht. Dieser geografische Ort passt im Moment nicht zu uns. Das war's.
Wir sind nicht korrigiert gemäß dem, was wir an diesem Ort sein müssten. Und es gibt keine Wahl, als zu korrigieren; man kann hier jetzt keine andere Korrektur machen. Das heißt, auch als Nation können wir nicht leben, uns wie eine Nation organisieren, weder an diesem Ort noch an einem anderen Ort, überhaupt, wenn wir uns nicht korrigieren. Dieser Begriff Galgalta we Ejnaim kann nur in der Korrektur der Absicht um zu geben als Einheit bestehen. ACHaP kann in jedem Zustand sein, korrigiert oder verdorben. Verdorbene Galgalta Ejnaim — so etwas kann es nicht geben, so etwas ist nicht realistisch.
Ja. 52:00
Schüler: Wenn ich den Faktor suche, sagen wir, ich weiß nicht, in einem Zeitungsartikel oder in den Nachrichten oder bei allem, was um mich herum im Alltag geschieht, und ich zur Ebene der Ursache hinabsteige — nun, es kann ein Zustand sein, dass ich wegen des Wissens, das ich habe, oder des Verständnisses, das ich habe, die Ursachen falsch auslege. Macht es einen Unterschied, ob ich falsch auslege, oder ist der Versuch der Auslegung selbst das, was entscheidend ist?
Rav: Wenn ich Nachrichten höre oder die Dinge sehe, die mir im Alltag geschehen, und ich mich auch daran erinnere, dass der Schöpfer diese Dinge ordnet, und warum und wozu und so weiter, sodass mir alle möglichen Gedanken und Berechnungen kommen, dass er das sozusagen macht, dass ich verstehe, dass er [es] macht — davor muss man keine Angst haben. Ich sage nur, dass man nicht tiefer hinabsteigen muss als bis dahin, dass er das macht, und man nicht herumwühlen muss, denn das brachte dich zu allen möglichen Berechnungen, die du schon mit deinem Verstand machst; und wir müssen all diese Dinge mit ihm verbinden, damit wir ihn danach zwingen, sich zu offenbaren, und in seiner Offenbarung dann werden wir wirklich sehen, was mit all diesem Grauen geschieht, das er uns sozusagen schickt. 53:16
Schüler: Das heißt, dass das, was wichtig ist, eigentlich der Akt des Suchens ist und nicht das Verständnis von …?
Rav: Das Verständnis — wir können trotzdem nicht verstehen. Verständnis über einen Zustand kann man auf einer Stufe erlangen, die höher ist als der Zustand selbst, von wo all die Kräfte herabsteigen, die den Zustand stabilisieren, und von wo die Herrschaft über diesen Zustand kommt. Wenn du jetzt verstehen willst, was mit dir [los] ist, musst du wenigstens eine Stufe höher steigen, plus eins, und von dort wirst du wissen, was mit dir geschieht; anders, in einem Zustand wie du jetzt [bist], ist es nicht möglich. Das heißt, aus demselben Zustand denselben Zustand zu verstehen ist nicht möglich.
Ja. 54:07
Schüler: Wie kann man bei all diesem Durcheinander, dem inneren wie dem äußeren, das existiert, die Arbeit mit Freude machen? Das heißt, nicht so gut, nu …
Rav: Wie kann man die Arbeit mit Freude machen bei all dem furchtbaren Zustand, den wir draußen haben und den wir innen haben? Die Freude ist eine Folge der Offenbarung der Göttlichkeit. Daraus, dass er uns sich selbst auf so klare Weise immer mehr zeigt, [ist] das ein Zeichen, dass er uns die Möglichkeit gibt, das zu korrigieren, also sollte Freude sein. Noch einmal: Wenn du diesen Zustand nicht ihm zuschreibst, dann freust du dich nicht, es gibt nichts, worüber man sich freuen könnte. Aber in dem Moment, in dem du den Zustand ihm zuschreibst, dann hast du hier zwei Möglichkeiten, dich zu freuen: entweder dich darauf zu verlassen, dass — gepriesen sei der Schöpfer — es jemanden gibt, der sich kümmert, dann ist das wahrscheinlich nicht zufällig, dann ruhe ich mich ein bisschen aus. Ja, ich habe die Salbe auf meine Wunden geschmiert und es geht mir besser, es ist mir leichter. Also ist es gut, dass der Schöpfer da ist und er existiert und — gepriesen sei der Schöpfer. Das ist eine falsche Freude, [bei der] du eigentlich deinen Willen zu empfangen versüßt hast und nichts damit gemacht hast. Die andere Freude ist [die], dass du dich darüber freust, dass du durch diese Dinge hindurch zwar — aber du die Verbindung und Korrektur entdecken kannst.
Ich sage dir, worum es geht: Wir bekommen einen Zustand, der entweder äußerlich oder innerlich ist, sodass er von oben herabsteigt. Er steigt nicht von oben herab; von oben leuchtet ein einfaches Höheres Licht in mein Gefäß hinein. Mein Gefäß befindet sich mit solchen Psora, wie soll ich sagen? Psorsiphilisikosis, es gibt solche Begriffe, sie sind solche Ulkus, sie sind solche …
Schüler: Geschwüre.
Rav: Geschwüre, ja? Das heißt, mein Wille zu empfangen, in ihm gibt es solche Geschwüre, Eiter, solche Dinge, dass das einfache Licht, das auf diese Dinge leuchtet, das ist es, was in diesen Dingen wirkt — das [kommt] zwar vom Geben des Höheren Lichts, aber diese Dinge kommen daraus, dass ich dann diese meine Geschwüre nur auf äußere Weise und nicht auf innere Weise sehe. Das heißt, diese Araber, dieses Grauen, das es gibt, die Krankheiten und Ungerechtigkeit und alle möglichen Dinge — ich sehe das Höhere Licht, das auf meine Seele wirkt, es zeigt mir einfach, wo ich ganz verfault bin. Verstehst du. Da kannst du das dem Schöpfer zuschreiben, aber eigentlich musst du sehen, dass das in dir ist.
Nu, gehen wir ein bisschen. Nu. 58:02
Schüler: Was bedeutet „Wenn ich nicht für mich bin, wer ist für mich?"
Rav: Am Schabbat. Man muss ein bisschen lernen. Ich habe auch nicht viel Kraft, ich weiß nicht, ob ich noch lange durchhalte. Ich habe seit gestern nicht geschlafen. Das Flugzeug ist vierzig Minuten vor der Lektion angekommen.
(Ende der Lektion)