Tägliche Lektion7. Juni 2026(Morning)

Part 1 Rabash. Artikel 7 (1990) (29.01.2002)

Rabash. Artikel 7 (1990) (29.01.2002)

7. Juni 2026

Dieses Transkript wurde mithilfe KI aus dem hebräischen Original übersetzt und nicht redaktionell bearbeitet.

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Morgenunterricht 29.01.2002

Buch „Schriften des Rabash", Band 2, S. 993, „Wann sind die Zeiten für Gebet und Dank, in der Arbeit"

Rav: Also, wir haben einen Artikel aus „Schlawej haSulam", Band 1, Seite 164, gelesen, „Wann sind die Zeiten für Gebet und Dank, in der Arbeit". Alles ergibt sich daraus, dass wir zwei Seiten in der Wirklichkeit haben, Schöpfer und Geschöpf, die Kraft des Gebenden und die Kraft des Empfangenden, den Willen des Gebenden und den Willen des Empfangenden. Und wenn es nur so wäre, nur Schöpfer und Geschöpf, dann hätte der Schöpfer das Geschöpf erschaffen und das Geschöpf mit allem Guten gefüllt, und alles wäre damit zu Ende. Aber der Schöpfer hat noch eine Absicht gegenüber dem Geschöpf: Er will das Geschöpf zu seiner Vollkommenheit bringen, zur eigenen Stufe des Schöpfers selbst.

Deshalb gibt der Schöpfer, außer dass er das Geschöpf mit dem Willen zu empfangen erschaffen hat, diesem Willen zu empfangen die Möglichkeit, zum Willen zu geben zu kommen. Und hier fängt schon ein Kampf an, Arbeit, Anstrengung im Geschöpf – trotz seines Willens zu empfangen –, um zum Gegenteil seiner Natur zu kommen, zum Willen zu geben. Und deshalb gibt es im Geschöpf zwei Kräfte: Keter und Malchut, Wille zu empfangen und Wille zu geben, Punkt im Herzen gegenüber seinem Körper, Licht und Gefäß, wie man sagt, oder Seele und Körper, oder das Volk Israel und die Völker der Welt und so weiter. Es ist nicht wichtig, in welcher Form man diese zwei Kräfte nennt; auf jeder einzelnen Stufe haben sie andere Bezeichnungen. Aber das ergibt sich insgesamt daraus, dass wir Schöpfer und Geschöpf haben, und das Geschöpf muss, um zur Stufe des Schöpfers zu kommen, die Eigenschaft des Schöpfers in sich einschließen.

Und dann ist das Geschöpf allen möglichen Drücken und allen möglichen Veränderungen und allen möglichen Kräften ausgesetzt. Mal befindet es sich in seiner Natur, dann wird es „völliger Bösewicht" oder „unvollständiger" genannt, je nach Maß. Mal wird es würdig, sich an den Schöpfer anzuhaften, das heißt, die Natur des Schöpfers zu erwerben, dann wird es „Gerechter" genannt, und alles dazwischen auch. Was sind die guten Zeiten für die Arbeit, für die Anstrengung, für das Vorankommen? Alle Zeiten. Es gibt keine Zeit, die dafür nicht geeignet ist. Nur in jedem einzelnen Zustand gibt es die Möglichkeit, das Vorankommen zum Zweck der Schöpfung auszuführen, dem Schöpfer ähnlich zu werden, zur Ewigkeit, Vollkommenheit, zu Erkenntnissen, zum Geben – auf andere Weise. 3:35

Es gibt Zustände, in denen sich der Mensch befindet, in denen er nur ein Gebet geben kann. Und auch das Gebet selbst schließt Dank und Bitte ein. Und es gibt Zeiten, in denen der Mensch nur Dank geben kann; aber auch der Dank selbst (geht) nicht ohne einen Mangel, auf dem er ebenfalls aufsitzt – von wem, wovon, worüber? Das heißt, man kann sich überhaupt nicht an den Schöpfer wenden, wenn in dieser Hinwendung nicht, wenn in dieser Hinwendung nicht die zwei Unterscheidungen sind, sowohl eine negative als auch eine positive. Sonst gibt es keine Hinwendung. Wie wir lernen, dass (es) den Vorzug des Lichtes aus der Finsternis (gibt), dass man die Unterscheidungen nur vom entgegengesetzten Ding her unterscheiden kann – die Buchstaben, die schwarzen, kann man nur auf weißem Hintergrund sehen, auf dem Hintergrund des Lichtes.

Das heißt, es muss in der Unterscheidung sein – beim Menschen ist die Unterscheidung das, was er fühlt, was er sieht, was er ausdrückt – sie schließt immer die zwei Gegensätze ein. Und auch wir innerhalb unseres Lebens, die wir den Weg gehen, wir nicht … – obwohl wir jedes Mal verblüfft sind, wie sehr wir von einem Ort zu … von einem Zustand zu einem Zustand geworfen werden können, wie diese „Schleuder" das genannt wird –, aber wir müssen verstehen, dass das immer so ist, weil es im Geschöpf sowohl eine Natur des Geschöpfs als auch eine Natur des Schöpfers gibt. Und in jedem einzelnen Zustand kann ich aus der Natur des Geschöpfs heraus und aus der Natur des Schöpfers heraus schauen.

Und dann ergibt sich für mich, dass ich über jede Erscheinung sozusagen verschiedene Entscheidungen treffen kann. Entweder gehe ich über dem Verstand, mir ist alles egal und so, ja. Oder umgekehrt, ich kann mich nicht rühren und ich nicht … ich kann jeden einzelnen Zustand rechtfertigen, und ich kann das Gegenteil, aus ihm … ihn vernichten. Was ist die Wahrheit? Die Wahrheit ist erst am Ende. Bevor man zum Ende der Korrektur kommt, wo sich alle gegensätzlichen Dinge zusammen einfügen, da gibt es keine Wahrheit, sondern es gibt einen Weg und es gibt Zustände. 6:42

Deshalb können wir niemals etwas auf entschiedene Weise festlegen – kindisch ist das, ja, „wenn wir so machen" –, sondern wir müssen immer verstehen, dass wir der fühlende Teil der Wirklichkeit sind, dass alles so über uns kommt, in einer Form, dass wir verstehen, klüger werden, fühlen, Erfahrung bekommen, die Reschimot sammeln – und damit geht man weiter und lässt sich von keinem extremen Zustand beeindrucken. Das ist, wozu er uns hier Beispiele bringt – Elieser, Lavan –, woher man die Töchter nimmt, die Verlangen: aus den entgegengesetzten Zuständen, um sie zur allerhöchsten Heiligkeit zu bringen. So ist das, lass dich davon nicht beeindrucken. Der Mensch steigt, steigt, steigt, fällt in den Abgrund, befindet sich wieder in irgendwelchen schlechten Dingen – sie kommen zu ihm von allen möglichen Orten, Seiten, Richtungen, plötzlich Dinge, dass – wie kann das zu meiner Arbeit passen, ich will zum Schöpfer, und plötzlich, schau, was mir passiert, auch in der Arbeit, auch zu Hause, auch im Land, auch überall. Wir wissen es nicht, wir müssen diese Dinge als die am besten geeigneten für das Vorankommen annehmen.

Besonders jetzt, wo wir angefangen haben, ein bisschen mit Verständnis an der Anstrengung zu arbeiten, an der Qualität der Anstrengung, da werden noch entsprechend dazu schwierige Fragen kommen, damit wir genau klären, was die wahre Absicht ist, wie man das Licht, das zum Guten zurückbringt, fordert, die Angleichung, was genau die Angleichung an die Göttlichkeit ist. Alle diese Dinge kommen langsam so … der Mensch muss sie schleifen, sie reinigen, bis er eine Perle aus diesem ganzen Müllberg herausholt. Denn vorher sieht er nicht, wie man zwischen dem einen und dem anderen unterscheidet. Also keine Angst, dass sich, je mehr man in höhere Dinge eintritt, schlechtere Dinge öffnen.

Schüler: Mehr was?

Rav: Schlechtere. Niederträchtige, geradezu schreckliche. Aber – freilich, man kann nicht keine Angst haben. Denn jede kommende Stufe ist eine größere Stufe, sie erscheint … der Bär erscheint noch größer, und der Mensch erscheint sich selbst jedes Mal wie ein noch kleineres Baby, das vor diesem Bären Angst hat. Und danach geht jede einzelne Stufe langsam vorbei, der Mensch wächst auf dieser Stufe, fängt an – wie soll ich sagen?

Schüler: Zu versuchen?

Rav: Nein, nein, nein, dass er … ein Wort …

Schüler: Sich anpasst?

Rav: Nein, nein, nein, den Bären, wie man sagt, nu, Tiere, die man anfängt …

Schüler: Den Bären zu zähmen.

Rav: Ja, fängt an, diesen Bären zu zähmen, macht ihn zu der Kraft … äh?

Schüler: Macht ihn zu einem Teddybären.

Rav: Ja, macht ihn zu einem Teddybären und zu einer tätigen, nützlichen Kraft. So ist das jedes einzelne Mal. 10:52

Was Baal HaSulam in „Matan Tora" schreibt: dass der Mensch, je größer er ist, sich umso mehr … er sorgt sich um Dinge, die weiter von seinem Körper entfernt sind. Nur um seinen Körper ist er besorgt, danach um jemanden von außen, Kinder, Familie, Freunde, seine Gemeinschaft, seine Stadt, vielleicht die Region, das Land, die Welt. Danach die ganze Wirklichkeit. Wir müssen in unser Gebet während des Lernens auch den gegenwärtigen Zustand einschließen.

Dass wir die Angleichung der Form an den Schöpfer wollen, dass die Höhere Kraft kommt und uns korrigiert und uns diese Veränderung gibt – wir brauchen diese Veränderung nicht für uns, und nicht einmal, um dem Schöpfer Zufriedenheit von mir aus zu bereiten – auch das ist Egoismus, freilich schon in anderer Form, aber trotzdem. Ich will, dass alle Erschaffenen, alle Geschöpfe zu einer solchen Erkenntnis und Stufe kommen, dass sie verstehen, was das Ziel ist, und sich ihm annähern. Warum? Das ergibt sich aus der Sorge um die Welt, aus der Sorge um die Wirklichkeit.

Ein Mensch, der sich nicht nur mit der Gruppe einschließt, sondern mit der ganzen Menschheit, der setzt trotzdem noch weitere Seelenkräfte, die es in ihm gibt, für diese Bitte ein. Wir sind ja aus allen Kräften, die es in der Welt gibt, zusammengesetzt, jeder Einzelne von uns. Also in unserer Bitte: Je mehr wir die Bitte erweitern, desto mehr setzen wir einfach unsere Seele mit größerer Kraft gegenüber dem Schöpfer ein. Und hier zu denken, warum wir das machen müssen? Weil wir wirklich, so wie wir von oben das Recht bekommen haben, voranzukommen, zu bitten, vom Schöpfer zu fordern – dieses Recht wurde uns gegeben, um das zu verwirklichen, was uns auferlegt ist. Uns ist auferlegt, ein Licht für die Völker zu sein und unserem Volk und der ganzen Welt die Botschaft zu bringen, was der Zweck der Schöpfung ist und wie man vorankommt und das ausführt. Dass der Mensch eigentlich darin fühlen muss, dass die Welt noch nicht korrigiert ist, dass das seine Schuld ist. Und darum Korrekturen zu bitten.

Ich erinnere mich, es war der Libanonkrieg, da fuhren wir mit dem Rebben – wann war das, '80, '81? 15:12

Schüler: 82.

Rav: '82, wir fuhren mit dem Rebben, wie üblich auch zum Spaziergang, in den Park, dahin, dahin; die ganze Zeit hörte er, alle fünf Minuten hörte er Radio. Und in Bnei Brak hörte man normalerweise nicht. In jenen Zeiten überhaupt, das war so ein Dorf, und innerhalb der letzten zehn Jahre hat es sich entwickelt. Nicht der letzten – von '80 bis '90, da gab es sozusagen eine Veränderung. Ein Verderben, das heißt, richtiger gesagt. Da sagte ich ihm: Schau, niemand interessiert sich so sehr fürs Radio. Er sagt: „Sie interessieren sich nicht, weil sie nicht fühlen, dass dort ihre Kinder sind." Das ist wirklich so, er hatte so ein Gefühl.

Also müssen wir trotzdem wenigstens mit dem Verstand verstehen, dass – wie er am Ende des „Vorworts zum Buch Sohar" schreibt –, wenn in der Welt etwas Schlechtes passiert, mit uns und mit unserem Volk, das deshalb (ist), weil diejenigen, die von oben diese Botschaft bekommen haben, wie man die Welt korrigiert, wie man die Menschheit zum Schöpfer zieht, diese Dinge noch nicht richtig ausführen. Sie machen ihre Arbeit noch nicht in Vollkommenheit. Also haben wir etwas, worum wir beten und Kräfte erbitten können, außer dem, worum wir normalerweise bitten und fordern. Wir müssen uns selbst schuldig fühlen an dem, was passiert. Jetzt, wo wir sozusagen suchen, wie man den Satz der Bitte macht, aus mir heraus, durch die Gruppe, zum Schöpfer, worüber und so weiter, müssen wir auch diese Dinge darin einschließen, weil sie jetzt geradezu auf uns zukommen und eintreten … nicht zufällig sehen wir unser Leben in einer solchen Form, fühlen wir unser Leben heute. Wir müssen auch darauf eine Reaktion geben. Das war's.

Gibt es Fragen zum Artikel selbst? Ja. 18:14

Schüler: Hier steht, dass „ein Richter nur das hat, was seine Augen sehen". Heißt das, dass auch wir Ihm keine guten Dinge zuschreiben können, wenn wir sie nicht sehen? Nur gute (Dinge), irgendwas …

Rav: „Ein Richter hat nur, was seine Augen sehen", das heißt, der Mensch muss die Wirklichkeit sehen, wie er sie mit seinen Gefäßen sieht. Ich bin zu 20 % entwickelt, dann sehe ich die Wirklichkeit gemäß meiner Stufe und kann sie nicht anders sehen. Will ich sie anders sehen, muss ich mich selbst auf die Entwicklungsstufe von 30 % erheben. Aber jedes Mal: „Wer (andere) für untauglich erklärt, tut das mit seinem eigenen Makel." Jedes Mal, wenn ich etwas anschaue, kann ich nur aus meinen Augen heraus schauen, nur aus meinem Gefäß heraus, dass ich so sehe, dass ich so verstehe, dass ich so Kritik üben kann. So ist das. Deshalb kann man von einem Menschen nicht verlangen, dass er anders versteht. Du verursachst ihm Korrekturen, und aus den Korrekturen heraus wird er sich anders verhalten und anders verstehen. Aber es kann nicht sein, dass er sich einfach so ändert. Es muss viele Schläge geben, es muss viel Lernen geben, Überzeugung von außen, alle möglichen Dinge, aber wie könnte es anders sein. Deshalb hat der Richter die Wirklichkeit nur so anzunehmen, wie seine Augen sehen, gemäß dem, was sein Gefäß empfängt.

Schüler: Wenn er gute Dinge zuschreiben will, die er sozusagen nicht sieht, ist das auch untauglich?

Rav: Was seine Augen nicht sehen, das ist einfach nicht real und verändert sich von Moment zu Moment und gehört dem Menschen niemals, sondern es gehört zu allen möglichen Dingen, die nicht seine sind; er wird das nicht nehmen, er wird das nicht festhalten, ich weiß nicht, wie ich es sagen soll. Das – nur durch die ursprüngliche, innere Korrektur, aus dem Menschen heraus, kannst du sicher sein, dass er dabei bestehen bleibt, denn das wird zu seiner Natur. Ja. 20:47

Schüler: Ich knüpfe an das an, was Sie vorhin gesagt haben: Müssen wir uns auf das beziehen, was am Ende des „Vorworts zum Buch Sohar" steht – einen Teil, in dem man sich nicht mit der Innerlichkeit beschäftigt, (bezogen) auf uns, da wir das immer in gewissem Maße anderen zuschreiben?

Rav: Was am Ende des „Vorworts zum Buch Sohar" steht, wo er schreibt, dass diejenigen, die sich sozusagen mit der Innerlichkeit der Tora beschäftigen sollten, sich mit der Äußerlichkeit beschäftigen – ich schaue zuerst auf mich selbst und sehe, dass ich mich sicher auch mit der Äußerlichkeit beschäftige, und es gibt eine Innerlichkeit, die ich noch nicht erreicht habe und mit der ich mich nicht beschäftige. Sicher. Was habe ich davon, dass ich auf andere schaue und sie beschuldige? Nu, meinen Finger dorthin richte, gegen alle möglichen Körperschaften jeder Art? Nu, und was? Vom Bildungsministerium und abwärts, an die ultraorthodoxe Erziehung und an die Erziehung der gehäkelten Kippot und an alle möglichen, an diese und jene und weiß nicht an wen – nu, und was?

Ich kann alle beschuldigen, das ist in Ordnung, aber was bringt das? Unterm Strich: Wo kann ich wirken, dass ich, so weit ich kann, ein Teil sein werde, auf dem diese ganze Ordnung, die er dort wie eine funktionierende Pyramide bringt, (ruht) – dass das auf richtige Weise funktioniert? Was habe ich davon, dass ich jemanden beschuldige? Korrigiere ich ihn damit, korrigiere ich mich selbst? Wir fangen uns damit Stolz ein und Nachlässigkeit. Wir haben eigentlich von oben die Botschaft bekommen, und nicht irgendeiner von ihnen, der überhaupt nicht versteht, wo er sich befindet, verstehst du. Ich kann über sie gar nichts sagen, sie sind Babys, sondern über mich selbst kann ich sagen, ja: Wenn ich verstehe, muss ich entsprechend dazu zu 100 % wirken. Das war's. So viel wie möglich. Und der Zustand wird noch schlimmer werden, man wird uns die Möglichkeit geben, unsere Handlungen zu machen. Ja.

23:40

Schüler: All unsere Gedanken, Absichten, all das ergibt sich aus dem Körper. Vielleicht geben Sie uns ein paar Regeln, wie man den physischen Körper schlicht erhält, ein Stück Fleisch. Denn zum Beispiel, ich und die meisten Freunde hängen ab von … wenn man (körperlich) gut beieinander ist, dann ist man für die ganze Spiritualität bereit.

Rav: Du sagst Folgendes: Je gesünder dein Körper ist, desto bereiter bist du für die innere Arbeit. Richtig – also was willst du? Das ist bekannt.

Schüler: Also kommt es manchmal vor, dass …

Rav: Was heißt manchmal? Man muss dem Körper geben, was er braucht. Du weißt, „Mens sana in corpore sano", diese Römer haben es auf Latein gesagt, ja? Dass „in einem gesunden Körper eine gesunde Seele" (wohnt). Seele war bei ihnen eine tierische Seele, aber das ist nicht wichtig. Also zuerst muss man machen, was man machen muss.

Schüler: Wie viele Regeln gibt es?

Rav: Warum wie viele Regeln? Du musst schlafen und essen, ihn waschen, dich um ihn kümmern, wie es sich gehört. Ich war in Rechovot, neben mir war so ein junger Bursche, der züchtete eine Stute. Sehr teuer, so etwa 17, 18 Tausend Dollar. Das ist eine sehr teure Stute. Da sehe ich, ich sah, wie er wirklich die ganze Zeit – wie er sich um sie kümmerte, das war ein Wunder. Das war sein ganzes Leben. Also so hat sich das bei mir auch im Gedächtnis eingeprägt: So muss man sich um den Körper kümmern. Nicht dein ganzes Leben soll auf ihm liegen, aber das, was man ihm geben muss. Ich erinnere mich, dass er sie putzte und ihr alle Dinge hinzugab. Danach verkaufte er sie gut, hat daran verdient. So müssen wir es. Ja, ja, sicher, damit er für mich arbeitet, für den Menschen soll er arbeiten. Dafür bin ich bereit, mich um ihn zu kümmern. Der Rebbe hat sehr darauf geachtet. 25:52

Schüler: Rav, ja?

Rav: Ja. Mein Rav, der hat sehr darauf geachtet. Was heißt das? Ich sage dir, ich kaufte ihm Schokolade, Gemüse und Obst. Irgendetwas nicht in Ordnung, irgendein Finger dort, irgendwas, ja. Oder alle paar Monate geht man zur Blutuntersuchung, ob dort Zucker ist oder nicht, bei ihm war es grenzwertig. Alle möglichen solchen Dinge. Er achtete sehr darauf, gesund zu sein, sehr. Sogar, weißt du, am Limit. Er ging ins Meer, 600 Bewegungen – bis er nicht so macht, 600, zählt er. Er sagt: Im Meer, ich weiß nicht, es gibt solche und solche Gedanken, ich weiß nicht. Ich, das war's, das ist meine Arbeit. Bis er nicht 600 Bewegungen macht, geht er nicht aus dem Wasser. So ist das, verstehst du. Gehen – wenn nicht Meer, geht man eineinhalb Stunden.

Da musste ich singen „tatata dii dii dii diii", und in so einem Takt geht man. Eineinhalb Stunden. Zwischendurch sitzt man zehn Minuten, darf ich etwas fragen, und wieder. Marsch und vorwärts. Das heißt – und das spreche ich über einen 80-Jährigen. Wie oft gingen wir ins Schwimmbad oder ins Fitnessstudio. Wir nahmen so eines für ein Jahr, so eine, ja? Eintrittskarte. Die ganze Zeit waren wir so. Olga erinnert sich, das war wirklich Pflicht. Drei, vier Stunden am Tag beschäftigte er sich mit Sport, mit körperlicher Aktivität. Nun, sein Körper war auch so – es gibt Menschen, die den ganzen Tag sitzen können, er nach seinem Wesen nicht, und nach seinem Körper. Er brauchte unbedingt Anstrengung. Ich kaufte ihm ein Fahrrad, er macht vierhundert Umdrehungen. So, abends, unter anderem vierhundert Umdrehungen. Du weißt, das ist nicht einfach. Das ist jeden Tag, das ist kein Spaß.

Ich war einmal in so einem Abstieg, als wir so einen Yogalehrer bei mir zu Hause hatten, der mit Übungen kam, nicht mit der Philosophie, mit Übungen, so ein junger Bursche, aus Netanja. Da brachte er uns Übungen bei, alle möglichen Dehnungen. Das war's. Und ich war in so einem Abstieg, dass ich ihm sagte: Ich kann nicht. „Du kannst nicht, in Ordnung, lass es, ich mache weiter." Er nahm ihn zu sich nach Hause, machte mit ihm irgendwie ein paar Tage weiter, danach kam ich zurück. Das war's. Das heißt, so etwas gibt es nicht. Ich sage dir, ich konnte nicht durchhalten. Bei ihm war das so. Jede einzelne Handlung machte er nach der Zeit. Jetzt ist die Zeit zu essen, jetzt ist die Zeit … Er aß auch, trank nicht. Trank, aß nicht. Das war's. Alle möglichen solchen Dinge. Bei ihm gab es … irgendwie hatte er gegenüber dem Körper ein sehr klares Verhalten. Das war's. Auch … Nun, es gibt solche Dinge, die ich neben ihm wirklich nicht konnte … nein. Er erlaubte nie, eine Klimaanlage zu machen. Er sagt: „Das ist natürliche Wärme. Da kann man nichts machen, man leidet. Willst du ein bisschen einen Ventilator, das ähnelt dem Wind" – das ist noch ein bisschen erlaubt. Neben ihm bin ich fast geplatzt. Du weißt, ich hatte so einen Blutdruck, ich erinnere mich, etwas Schreckliches. Dazu noch plus 40, 50 (Grad), nu, und was. Das heißt, er verhielt sich so naturnah wie möglich.

29:53

Schüler: Aus unserer Arbeit heraus weiß man manchmal, was zu tun ist, und hat einfach Angst, bis zum Ende zu gehen. Ich weiß, morgen gehe ich zu meinem Bruder oder so …

Rav: Was, welch … wovon redest du, ich verstehe nicht. Äh?

Schüler: Wie Sie uns einmal erzählt haben – fünf Tassen Kaffee bekamen Sie während der Lektion, um auf dem Niveau zu sein. Erinnern Sie sich? Sie haben es uns erzählt.

Rav: So … schau, Kaffee zu trinken war bei uns üblich, weil sie alle Jerusalemer sind. Jerusalemer trinken ursprünglich keinen Tee, sie wissen nicht, was Tee ist. Und auch Kaffee mit Milch trinken sie fast nicht. Kaffee Kaffee, das war's. So sind die Jerusalemer. Er war, er wuchs in Jerusalem auf, er … auch seine Frau war Jerusalemerin, schon seit dreihundert Jahren irgendwann, eine sehr alte Jerusalemer Familie. Ich weiß überhaupt nicht, was das ist, irgendwas, sie hatte etwas Schlechtes mit dem Herzen, ich brachte ihr eine Tasse Kaffee. Das, das – was heißt Wasser trinken? Eine Tasse Kaffee. Daneben ein bisschen kaltes Wasser, das ja, du weißt. Das … Ja.

Schüler: Darf ich zum Artikel fragen? Warum steht im Artikel nicht, ist nicht von drei Linien die Rede, nur von zwei Linien? Er spricht von zwei Linien.

Rav: Hier, in diesem Artikel, spricht er von zwei Linien und nicht von drei Linien, weil er uns erklären will, welche Eigenschaften in uns sind; die dritte Linie machen wir schon selbst. Diese zwei Linien, die kommen zu uns von oben. Ja.

Schüler: Wir haben einmal gesprochen, dass den ganzen Tag an Handlungen des Gebens zu denken und sie zu tun nur gegenüber den Mitgliedern der Gruppe (gilt). Heute haben Sie etwas gesagt …

Rav: Ich sage nicht, dass man Handlungen und Taten des Gebens außerhalb der Gruppe machen soll. Nein. Du musst innerhalb der Gruppe sein. Nur bist du gemäß deiner Seele in viel breiterer Form gebaut als die Gruppe. Und nicht zu vergessen, dass du eine Aufgabe hast – nicht der Gruppe zu geben, sondern die allgemeine Korrektur von allen zu bewirken. Dich selbst zu fühlen – ich will damit (sagen): nicht dass du hingehst und der ganzen Menschheit gibst, der Menschheit gibt es nichts zu geben, sondern du hast dich zu sorgen, zu denken, dass du verantwortlich bist für das, was mit der Menschheit und mit deinem Volk passiert, und dich daraus heraus zu sorgen. 32:41

Auch ihr sucht: „Worum soll ich bitten, was soll ich fragen, was passiert, dass ich … worüber soll ich nachdenken." Also lies das Ende des „Vorworts zum Buch Sohar", und du wirst sehen, dass alle schlechten Dinge, die passieren, deinetwegen passieren – und daraus heraus wirst du etwas haben, worum du bitten, was du fragen kannst. Sonst höre ich, dass Menschen sozusagen nicht wissen, womit sie sich an den Schöpfer wenden sollen. Geht es dir so gut? Dann schau wenigstens, was draußen passiert. Dir selbst gegenüber kannst du ein Gerechter und der Güte zugetan (Chafez Chessed) sein, dann wisse, dass an jeder schlechten Sache, die in der Welt jedem Einzelnen passiert, darin deine Schuld liegt. Und besonders deine Schuld, weil du die Lösung bekommen hast, die Schlüssel in deine Hände. Wohingegen die übrigen Menschen es nicht wissen, sie haben gar nichts bekommen.

Also statt zu denken, dass du ein Gerechter bist und dir eine Belohnung zusteht, kannst du auf wahrhaftigere Weise denken, dass du ein Bösewicht bist und dir eine Strafe zusteht, wie die ganze Menschheit leidet. Denn letztlich, wenn du dieses Wissen schon bekommen hast, bist du verantwortlich. Wie er schreibt: So oder so können sie sich schon nicht mehr dem Gericht entziehen. Ja.

Schüler: Hier steht auf Seite 165: „Auch wenn dieser Mund nicht wichtig ist, hört der Heilige, gesegnet sei Er, ihn dennoch." Was heißt, der Mund ist nicht wichtig? Von wessen Seite sagt er das?

Rav: „Der Mund ist nicht wichtig" – was er hier sagt, das ist sicher nicht nach der Wichtigkeit, die du dort in deiner Arbeit oder im Land oder in der Gemeinschaft erfasst. Sondern „der Mund ist nicht wichtig" – gemeint ist, dass der Mensch sich noch nicht auf den Stufen befindet, wo er wirklich kann … wo er etwas hat, womit er sich an den Schöpfer wenden kann, sondern seine kleinen Dinge, aus mangelndem Verständnis und mangelnder Klärung. Nicht wichtig – trotzdem, so viel er darin zu machen versucht, und so weit er es versteht, auch das nicht, nicht wichtig. Aber seine Bemühung – danach gibt man (ihm). 35:16

Schau wie auf das Kind. Wir wollen von ihm gar nichts außer der Bemühung. Was kümmert es mich, dass er etwas macht, sondern dass er einen Willen zum Ausdruck bringt, und danach gebe ich. Je größer der Mensch wird, schaue ich nicht auf seinen Willen, ich schaue auf das Ergebnis, das Erzeugnis. Das, das – wir müssen dieses Verhältnis verstehen. Dass man von uns nicht verlangt, weise zu sein. Man verlangt von uns Anstrengung. Was bei dir herauskommt, nicht wichtig. Wie viel du wirklich richtig und gut ausführen kannst, nicht wichtig. Du wolltest, du hast daran gewirkt, danach gibt man. Danach bekommt der Mensch eine Reaktion, nur nach der Anstrengung. Er sagt nicht, dass du zu irgendeinem Ergebnis kommen musst – es ist überhaupt nicht an dir, die Arbeit zu vollenden.

Schüler: Sie sagten, dass die Schlüssel in euren Händen sind. Wenn etwas passiert, dann trifft uns dabei Schuld. In welcher Form kann man die Botschaft nach außen, in die Welt weitergeben? Dass es etwas gibt, das …

Rav: Wie können wir diese Botschaft der Welt weitergeben? Ich sage dir: Mir scheint nicht, dass – wenn du anfängst, in allen Straßen zu schreien, oder ich anfange, weiterschreibe, wie ich dort „Die Gefahr der Vernichtung" geschrieben habe – dass von diesen Dingen das Volk erwachen kann. Weil wir wissen, auf welcher Entwicklungsstufe sich das Volk befindet. Freilich, es ist ein entwickeltes Volk und alles, und was du auch sagst, aber die Menschen sind nicht fähig, eine spirituelle Botschaft in dem aufzunehmen, worin es sich befindet. Und wir können von niemandem irgendeine Reaktion in irgendeiner Form verlangen. 37:23

Das heißt, ich muss wirken, ohne zu sehen, wie sie reagieren. Verstehst du? Denn es wirkt eigentlich das Ich und nicht sie. Ich setze dieses Gesetz in Gang, voranzukommen zu … dass die ganze Menschheit die Form angleichen und zur Stufe des Schöpfers kommen muss. Ich setze es in Gang, weil ich weiß, ich habe von oben dieses Wissen bekommen, du hast es bekommen, und es gibt hier noch Dutzende von Menschen. Diejenigen, die verstehen, die das in irgendeiner Form annehmen, sich in der Erkenntnis befinden – warum befinden sie sich darin? Weil sie sich bis auf dieses Niveau entwickelt haben.

Das ist, was er vorhin gefragt hat. Wenn sich ein Mensch nicht entwickelt hat, kannst du ihm sagen (was du willst), das wird für ihn so ein Mantra sein wie „Na Nach Nachman aus Uman", dort, nu. Nu, und was? Was bringt es, dass du es ihnen sagst und dass sie darüber schreiben oder reden? Was? Das ist einfach nichts. Es gibt keine größere Dummheit als diese Dinge. Können sie damit (etwas) bewirken? Gar nichts. Aber es hält sie psychologisch – sehr gut, soll es (sie) halten. Also jede gute Sache, auf menschlicher Ebene, das … Deshalb müssen wir es sicher machen, aber verstehen, dass die Arbeit unsere innere Arbeit ist, mehr als die äußere. Und unsere ganze Verbreitung, was wir machen – da sagst du: Man braucht gar nichts, lass uns diese zehn oder zwanzig Leute einschließen, oder hundert, zweihundert, so viele wir sammeln können. Und (lass uns) hier die Arbeit ordentlich machen. Wir können nicht ohne Unterstützung von außen. Und ohne von außen neue Kräfte heranzuziehen, verstehst du. Also brauchen wir auch diese Dinge.

Und außerdem, sie alle um einen Millimeter zu heben, das ist, wie uns selbst um zehn Meter zu heben. Verstehst du. Also brauchen wir sowohl diese Arbeit als auch jene Arbeit. Und Baal HaSulam schreibt das: „Deshalb brauchen wir die Verbreitung der Weisheit der Kabbala in die Schichten des Volkes" und so weiter, schreibt er. Aber dort können wir wirklich keine erwünschte Reaktion verlangen, sozusagen, und sehen, wo es sein wird oder nicht, sondern dort geht es nach den Gesetzen der Masse. Und bei uns geht es nach den Gesetzen der Einzelnen. Und deshalb (liegt) die Handlung bei uns und die Unterstützung von ihrer Seite. Sie werden trotzdem die sein, die dir folgen. Aber damit sie dir folgen, musst du dafür dein Material unter ihnen verbreiten, damit ihnen das die Fähigkeit gibt, dir einfach zu folgen. Aber du wirst gehen, und du wirst das Ziel jedes Mal richtiger und richtiger wählen, und du wirst alle ziehen. Das war's, es gibt keine andere Wahl. 40:29

Deshalb sage ich, dass man nicht sozusagen die ganze Verantwortung auf jemand anderen abwälzen soll. Wie er schreibt: „Diejenigen, die sich mit der Äußerlichkeit der Tora beschäftigen und sich nicht mit der Innerlichkeit beschäftigen, sind schuld." Was kümmert es mich, ob sie schuld sind oder nicht schuld? Soll ich dann warten, bis sie nicht … sie werden gar nichts machen. Sie können gar nichts machen. Ich muss machen. So muss jeder denken. Und so müssen wir auch in den Gruppen lehren. Ein Mensch, in dem Maße, in dem er das Wissen darüber annimmt, ist er eigentlich schon ein aktiv Wirkender als Einzelner, jeder Einzelne. Und damit muss man sie zum Gefühl der Verpflichtung, der Verantwortung bringen, denn der Zustand wird sehr unangenehm werden. Ja.

Schüler: Als wir in die Lektion kamen, sagten Sie, dass von uns der Zustand im Land abhängt. Und so sehr ich versuchte, mich zu konzentrieren und nachzudenken, ist es mir nicht einmal gelungen – so ein Gefäß, so eine Verantwortung. Also verstehe ich, dass mir die Kraft des Glaubens fehlt. Wie, woher nimmt man sie?

Rav: Entweder ist es eine positive Kraft des Glaubens von oben, oder es ist die negative Kraft aus Ausweglosigkeit von unten, eines von beiden. Du verstehst, ein Mensch, der sieht, dass es nichts (gibt), nichts zu machen ist, und wirklich niemand hat, es gibt überhaupt keine klare Meinung, was man macht und wie man aus dem Zustand herauskommt, und bei den endlosen Nöten, und jedes Mal wird es schlimmer und schlimmer. Dann … so weit man kann, nimmt man Kräfte aus der Tora, und so weit nicht, dann wird aus Ausweglosigkeit in uns … in uns so eine Entscheidung sein, dass du dich in so einer Sackgasse befindest, dass einfach auch Leben und Tod hier nicht helfen. 42:42

Wir werden noch arbeiten, vor der Ewigkeit stehen, dass einfach das Problem nicht damit endet, dass ich lebe oder sterbe. Sondern es ist höher als das. Wir werden diese Wand nicht nur innerhalb dieser Welt sehen, sondern wir werden sehen, dass diese Wand auch in die Höhere Welt aufsteigt und sich zwischen uns und der Lösung befindet. Du wirst diese Existenz nicht nur als Existenz in dieser Welt sehen, „ha, eine Kugel in den Kopf, und ich bin mit allen Nöten fertig". Nein. Die Menschen werden diese Dinge über dem Leben fühlen, verstehst du. Dass der Mensch, der Mensch wird diese Probleme in ihrer ewigen Form fühlen, spirituell. Leben und Tod, das ist nicht … das ist keine große Sache. Viel mehr als das werden sie fühlen. Ja.

Schüler: Eine Frage, mit der ich ringe. Wie weit (geht) die richtige Aufteilung zwischen der persönlichen, physischen Arbeit innerhalb der Gruppe und der allgemeinen Arbeit, die schon vom Wesen der Beschäftigung mit ihr her allgemeiner ist und nicht im gleichen Maße innerlich sein kann. Das heißt – und ich bin auch darauf gestoßen –, dass infolge von … sagen wir mal, der Vertiefung in die Dinge, wenn es dann nach außen geht, kommt es zu kompliziert heraus, kommt es zu tief heraus.

Rav: Ich verstehe nicht. Einfach (gesagt).

Schüler: Ein Mensch hat zwei Arten von Arbeit, eine innere, in die Gruppe hinein, seine persönliche Arbeit, und die zweite äußere, die „Verbreitung" genannt wird.

Rav: Ah. Nu.

Schüler: Es geht um die Aufteilung zwischen diesen zwei Dingen.

Rav: Wie weit der Mensch sich aufteilen muss zwischen seiner persönlichen Arbeit, seiner Gruppe, seiner Verbreitung und seinem noch äußerlicheren, materiellen Leben.

Schüler: Das ist auch ein Ergebnis von … nein, von Materiellem rede ich jetzt nicht.

Rav: Auch das, warum? Er sagt auch, er hat über den Körper gefragt. Also gibt es darin, gibt es darin bei uns kein anderes Gesetz außer dem Maß der Notwendigkeit, das der Mensch festlegt. Das Maß der Notwendigkeit.

45:14

Schüler: Wie kann man das Maß der Notwendigkeit bei der Verbreitung messen? Das ist unbegrenzt.

Rav: Nein, das Maß der Notwendigkeit, einfach, das du gemäß deiner Stufe festlegst, dass ich mich so und so und so mit all diesen Dingen beschäftigen muss, in dem und dem Maße. Ich muss dort sechs Stunden schlafen, ich muss essen, ich muss eine Stunde mit den Kindern sein, ich muss einen Abend hier eine Lektion geben, einen Abend dort. Du musst diese Dinge aufteilen …

Schüler: Ich rede aber nicht davon.

Rav: Innerlich, seelisch, wie du deine Aufmerksamkeit aufteilst?

Schüler: … die innere (Arbeit), die wir hier unter uns innerhalb der Gruppe ausführen. Die Verbreitung ist von Natur aus eine äußerlichere, allgemeinere Arbeit, sie wendet sich an ein breiteres Publikum. Wo ist die Aufteilung zwischen diesen zwei Dingen? Ich rede jetzt nicht über den Schlaf und diese Dinge, das ist in Ordnung.

Rav: Wie viel Kräfte oder Gedanken (man) widmet?

Schüler: Beides.

Rav: Wie viel Kräfte man der Verbreitung widmet? Wir sagen, dass ich praktisch einen Abend pro Woche bei der Verbreitung sein muss, ja? Du vielleicht zweimal, das ist ein Ausnahmefall. Und vielleicht noch hier und da irgendwie ein paar Stunden pro Woche, um daran etwas zu bewirken, daraus etwas vorzubereiten, zu übersetzen. Ich weiß, das ist auch Verbreitung. Ich verstehe dich nicht, was genau die Frage ist, was heißt, wie viel aufteilen?

Schüler: Entweder seine Stufe hier in der Gruppe oder die von …

Rav: Das hat nichts mit dem Herzen zu tun, was für ein Herz.

Schüler: Nein, er fragt das (in Bezug auf) seine Aufmerksamkeit hier unter uns, dass seine Aufmerksamkeit …

Rav: Nicht unter uns (liegt) seine Aufmerksamkeit, und nicht in der Gruppe, und nicht in ihm selbst, und nicht in der Verbreitung, sondern im Schöpfer. Und daraus heraus wählt er gemäß dem Maß der Notwendigkeit, das er für jede einzelne Stufe meint, wie viel er in jede einzelne Sache investieren soll. Und das kann man hier nicht so machen, wie du jetzt eine Tabelle über die freie Zeit machst – also dafür kann man, sagen wir, keine Tabelle machen, sondern eine Tabelle machen wir unter uns, um die Last aufzuteilen, aber in innerer Form, wie kann man das dafür? Der Mensch verändert sich jedes Mal, und entsprechend dazu legt er fest, wie viel er in jede einzelne Sache investiert. Nu.

Es gibt dort irgendeinen Burschen, der jetzt sitzt und gar nichts darüber weiß und dem das egal ist, und nach zwei Monaten wird er sich verändern und sehen, wie wichtig das ist. Zuerst wird er sehen, dass das wichtig für seine persönliche, egoistische Entwicklung ist, und danach, damit er ein bisschen über alle herrscht, damit er allen (etwas) sagt und damit sie auf ihn hören, ihn ehren. Danach wird er in dieser Gruppe eine andere Form sehen, dass er dadurch, durch dies, neue Dinge versteht und selbst vorankommt, und ihm sind die Ehre und das, was er von dort bekommt, egal. 48:12

Nach diesem materiellen Vorankommen im Wissen und in allem wird er darin verstehen, dass er auf spirituelle Weise aufsteigt. Danach wird er nicht einmal denken, dass er auf spirituelle Weise aufsteigt, sondern dass er sie in der Spiritualität erhebt und so weiter. So verändert sich ein Mensch, dann verändern sich ihm die Werte. Aber um alles genau festzulegen – am besten ist, dass ich, so weit ich fähig bin, nicht in Fantasien, sondern auf realistische Weise mit dem Schöpfer verbunden, und daraus heraus mache ich mit kühlem Kopf, so, sanft, die Aufteilung, wie viel und wie. Ich weiß, dass ich heute Abend zu einem Vortrag gehen muss, ich habe einen Vortrag in Aschdod, also denke ich schon, ob ich (Zeit) haben werde, und um 15:00 Uhr habe ich diesen Dankner …

Schüler: Um 13:00 Uhr.

Rav: Um 13:00 Uhr? Oh weh, noch schlimmer. Also um 13:00 Uhr diesen Dankner, und danach arbeite ich von 16:00 bis 18:00 Uhr, und davor muss ich noch das Material für ihn vorbereiten und alles. Ich denke schon, wann ich irgendwann eine Stunde schlafen gehe, sonst halte ich am Abend nicht gut durch, ich muss bei Kräften sein. Wirklich, ich sorge schon jetzt dafür, also was fragst du? All diese Dinge zwingen mich schon, das Leben anders zu ordnen.

49:38

Schüler: Sie sagen uns heute als Aufgabe, zu denken, dass die ganze Welt von uns abhängt. Bei mir weckt das auf natürliche Weise den Gedanken: Also was machen wir, warum sitzen wir nur und konzentrieren uns auf …

Rav: Langsam, langsam, nein, ich habe das heute nur in Bezug auf euer Gebet gesagt, dass ihr nicht wisst, wie ihr euch wenden sollt, an wen ihr euch wenden, durch wen ihr euch während des Lernens an den Schöpfer wenden sollt. Also, um euch den Mangel hinzuzufügen, erkläre ich euch, dass von euch der politische Zustand abhängt, der Zustand des Volkes, der menschliche Zustand in der ganzen Welt, der ganzen Menschheit. Das ist alles. Dass ihr schuld seid, dass es so passiert. Kein Volk, niemand ist schuld außer euch, das ist alles. So müssen wir sagen: Für mich wurde eine Welt erschaffen, und ich muss sie korrigieren. Ja.

Schüler: Welche Stufe oder welches Niveau oder welche Entscheidung oder welches Wissen, ich weiß nicht, braucht der Mensch, damit er fähig wird, anzufangen zu verstehen? Damit es in ihm ist, das an die Menschen weiterzuverbreiten, das heißt als Lehre?

Rav: Um anzufangen zu lehren, muss der Mensch hier einen Kurs „Pticha" (Einführung) durchlaufen oder einen Teil der Pticha, hier noch ein paar Dinge drumherum lernen, einen Kurs durchlaufen, für – wie heißt das, nu – für die Dozenten, die ihn dort alle möglichen Dinge lehren. Und langsam da hineinkommen. Keine große Vorbereitung, denn um in irgendeiner kleinen Gruppe anzufangen zu lehren – du wächst zusammen mit der Gruppe, du fängst schon an, etwas zu verstehen. Außerdem haben wir schon gedrucktes Material, fertig zum … Ich habe gesehen, dass du schon hier lehrst, du saßt hier und hast gelehrt. Nein, wirklich, nu, du hast allen (etwas) vorgelesen und so, nu, ich habe gesehen, dass du dich darüber freust, sehr gut. Auch sie haben sich mehr gefreut, dich zu hören, als (etwa) Avihu dort oder Oren. Das war's, vorwärts.

Schüler: „Denn von Zion wird die Tora ausgehen."

Rav: Ja. Nu, gehen wir.

51:57

Schüler: Er schreibt hier auf Seite 170, im zweiten Absatz vor dem Ende, in der Zeile mit dem Wort „heʿir" (machte aufmerksam). „Erklärung: dass dieser Körper sich selbst als vollständig empfand, das heißt als gerecht, dadurch, dass der Heilige, gesegnet sei Er, ihm die Wahrheit mitteilte. Und darüber freut er sich." Wo doch die Enthüllung der Wahrheit die Enthüllung alles Bösen und die Enthüllung aller Mängel ist – wie kann man daraus in einen Zustand der Freude kommen?

Rav: Wie man sich über ein Wissen freuen kann, oder was fragst du?

Schüler: Mängel, über Böses, über Enthüllung, obwohl es die Wahrheit ist …

Rav: Es steht, es steht in der Tora, man fragt, was die wahre Freude ist, ja? Und es steht: „Es gibt keine größere Freude als das Auflösen der Zweifel." Dass es keinen Zweifel (gibt). Wenn es keinen Zweifel gibt, wird dem Menschen alles klar, er ist nicht aufgeteilt zwischen Schöpfer und Geschöpf, er ist schon … Denn alle unsere Zweifel, worin auch immer, ergeben sich daraus, dass es einen Teil Schöpfer und einen Teil Geschöpf in jedem Einzelnen von uns gibt. Also das, was dir klar ist – du weißt schon, was du weiter machen sollst, schon etwas in deinen Händen. Mangelnde Gewissheit – wenn du es nicht weißt, das nennt man nicht mangelnde Gewissheit. Mangelnde Gewissheit, dass du weißt, dass du dich in mangelnder Gewissheit befindest und geradezu gespalten bist, das ist die Sache, die alle Probleme verursacht. Auch alle unsere Krankheiten, auch alle … was auch immer … das ergibt sich alles nur daraus, dass der Mensch sich noch im Zweifel befindet.

Bring einen Menschen in einen Krieg, in dem er weiß, dass er sich in Vernichtungsgefahr befindet, in allen möglichen Dingen – er wird überleben, er kommt gesund daraus heraus, er bekommt niemals eine Grippe, gar nichts. Ist der Krieg zu Ende, ein ruhigerer Zustand, mehr dies, fangen die Probleme an. Das heißt, entweder im Schlechten zu sein oder im Guten zu sein, aber klar – das ist ein Zustand in Ordnung. In dem Moment, wo es anfängt, zwei Teile im Zusammenstoß im Inneren des Menschen zu geben, und er weiß nicht, was er wählen soll, das ist die Basis, das ist die Basis für das Problem.

Schüler: Ist das die Freude, die wir suchen müssen, die Freude der Gewissheit? Ist das die Freude, die wir …

Rav: Nein, also es steht ja schon: „Es gibt keine größere Freude als das Auflösen der Zweifel." Das war's. Wir suchen das, weil ich, nachdem es mir klar ist, weiß, wie ich wirke, dafür, dagegen und so weiter. Gut, Leute, wir ziehen die Zeit in die Länge, wir also …

(Ende der Lektion)