25 - 28 פברואר 2021

Lektion 3 "Annullieren und Hingabe im Zehner"

Lektion 3 "Annullieren und Hingabe im Zehner"

Part 1|26 פבר׳ 2021

Dieses Transkript wurde mithilfe KI aus dem hebräischen Original übersetzt und nicht redaktionell bearbeitet.

Kongress „Kabbala für das Volk" – „Wir versammeln uns in der Zehnergruppe" Lektion 3: Annullierung und Hingabe der Seele in der Zehnergruppe (Transkript der Lektion vom 26.02.2021)

Ab Minute – 00:01:06

Rav: „Die Größe des Schöpfers in der Zehnergruppe" – hier haben wir wirklich eine sehr berechtigte Frage. Denn wenn wir den Schöpfer enthüllen wollen, müssen wir ihn in unseren Augen vergrößern, aus der Entfernung, so wie wir ihn jetzt nicht sehen, ihn nicht einmal erkennen. Und um ihn zu erkennen, ihn kennenzulernen, ihn sogar zu fühlen, bis hin dazu, uns mit ihm zu verbinden, müssen wir entweder ihn an uns annähern oder uns selbst an ihn. Wie machen wir das? Nur durch die Zehnergruppe, das ist das Gefäß. Insoweit wir uns bemühen, eine Zehnergruppe aufzustellen, das nennt man „die Shechina aus dem Staub aufrichten", denn jetzt befinden wir uns in einem Zustand, in dem wir nicht so verbunden sind, wie es sein sollte, und das nennt man, dass wir uns im Zerbrechen befinden, ja. Und der Ort, der für die Enthüllung des Schöpfers bestimmt ist, wird „Shechina" genannt, der Schöpfer wird „der Wohnende" genannt.

Und wie können wir dann die Shechina aus dem Staub aufrichten, aus dem Zerbrechen? Dadurch, dass wir uns bemühen, eine Verbindung zwischen uns in der Zehnergruppe aufzubauen, über unserem Ego, über unseren Kräften der Trennung, über allem, was uns in jedem einzelnen Augenblick in alle Richtungen entfernt, nur um uns nicht zuzulassen, uns zu verbinden. In diesen Kräften, die der Verbindung entgegengesetzt sind, müssen wir die Arbeit des Schöpfers erkennen. Denn über den Schöpfer steht geschrieben: „Ich habe den bösen Trieb erschaffen", und das ist es, was er uns antut, und wir müssen ihm entgegen arbeiten. Wie? Dadurch, dass wir ihn bitten, ihn verpflichten, ja, dass er eine Verbindung zwischen uns herstellt. Und dort, wo er das Zerbrechen gemacht hat und uns in Entfernung und in Hass aufgestellt hat, in Abstoßung voneinander, dort soll er die Annäherung zwischen uns machen, die Verbindung zwischen uns, und das Netz der Verbindung zwischen uns aufrichten. 3:58

Also haben wir hier eine ganz besondere Arbeit mit dem Schöpfer. Das ähnelt dem, was wir mit kleinen Kindern machen, dieses Beispiel habe ich schon viele Male gegeben. Wenn wir sie das Gehen lehren wollen, stellen wir sie vor uns, ja, ich stelle das Kind vor mich und halte es mit den Händen, und es steht so kaum, und ich entferne mich von ihm, und dann ist es erschrocken, es weiß nicht, was es mit sich anfangen soll, es steht und weint und weiß nicht, fürchtet sich, irgendeinen Schritt nach vorne zu machen, ja, und ich warte, dass es einen Schritt nach vorne macht. Dann fällt es meistens wie gewöhnlich, und das ist für es bequemer und sicherer, und dann kann es sein, dass es zu mir kriecht, ja, mir entgegen, und es kann sein, dass nicht, aber zumindest will es nicht gehen.

Hier verstehen wir, dass der Schöpfer mit uns genau dieselbe Handlung macht, wir müssen vom Unteren das Obere lernen, aus unserem Leben können wir viele Beispiele und Regeln lernen, die es in der Oberen Welt gibt. Also macht der Schöpfer mit uns solche Dinge, um uns das Gehen zu lehren, und so müssen wir uns verhalten, so wie wir das Kind lehren, so lehrt der Schöpfer uns, und wir müssen hier Handlungen machen. Welche Handlungen gegenüber dem Schöpfer kann ich machen? Ganz einfache Handlungen. Ich kann überhaupt keine Handlung gegenüber dem Schöpfer machen, keinen Schritt, weil ich keinen Willen zu geben habe, den ich ihm gegenüber ausführen könnte. Sondern es kommt heraus, dass ich ihn bitten muss, dass er mir hilft zu wissen, wie ich mich an ihn wenden, mich mit ihm verbinden kann, wie ich ihn bitten, ihn überzeugen kann, mir zu helfen, mich ihm anzunähern, das ist eigentlich unsere Arbeit. 6:52

Das heißt, bei jedem Schritt und Tritt, in jedem einzelnen Zustand von uns müssen wir verstehen, dass es hier die Sache „Es gibt keinen außer ihm" gibt, und ich muss nur auf ihn ausgerichtet sein, denn das ist unsere ganze spirituelle Arbeit, dem Schöpfer immer näher und näher zu kommen, bis man zur Anhaftung gelangt, und dann habe ich keinen anderen Rat, als zu suchen, durch welche Ratschläge, durch welche Mittel ich mich an den Schöpfer wenden und ihn überzeugen kann, mir zu helfen, mich ihm anzunähern. Und er wird mich immer aufstellen, so wie ich das Kind jedes Mal auf diese seine beiden Beine stelle, die so wackelig sind, und so stellt der Schöpfer mich in jeden einzelnen Zustand, in dem ich verstehen muss, dass jeder einzelne Zustand eigentlich der Zustand ist, in dem er meinen Schöpfer vor mir verbirgt, und ich muss durch diese Verbergung versuchen, mich an ihn zu wenden und zu bitten, dass er mich annähert.

Ich weiß nicht, in welche Richtung ich gehen muss, durch welche Eigenschaften ich mich ihm annähern muss, selbst wenn ich wüsste, woher ich diese Eigenschaften nehmen soll, das heißt, ich habe nur eine einzige Sache: mich an ihn zu wenden, an jedem Ort, in jedem Fall. Und deshalb muss der Schöpfer in meinen Augen groß sein, denn er stellt dieses ganze Bild auf, diese ganze Welt, er ordnet mir mein ganzes Leben, hinter den Kulissen ordnet er mir all die Fälle, die ich durchgemacht habe, von so weit ich mich an mich selbst erinnere und bis zum heutigen Tag, er ist es, der mir schlechte und gute Dinge geordnet hat und was auch immer es sein mag, denn all das ist nötig für mich, um mich jetzt an ihn anzunähern.

Und mein Problem ist nur, mich in jedem einzelnen Augenblick nicht von ihm loszureißen, wie von meiner Quelle, von der Quelle der ganzen Wirklichkeit, und immer, immer ihn zu bitten, von ihm die Hilfe zu fordern, denn ich kann keinen einzigen Schritt nach vorne machen, ich weiß nicht, in welche Richtung ich einen Schritt machen soll, er verbirgt sich, sondern nur, dass ich ihn bitte, und wenn ich ihn bitte, dann antwortet er auf diese Bitte. Und das ist sicher. Also lasst uns versuchen, so voranzukommen. Dieses Vorankommen hängt nur von meiner Verbindung mit den Freunden ab, insoweit wir uns an den Schöpfer wenden, insoweit wir es gemeinsam machen. 10:19

Die Hinwendung zum Schöpfer hängt von der Annäherung zwischen den Freunden ab. Sie hängt überhaupt nicht von unserem Wissen ab, „nicht der Weise lernt". Deshalb ist das Wichtigste für uns, auf ein einziges Ziel ausgerichtet zu sein, auf die Obere Kraft, und deshalb müssen wir nur in eine einzige Richtung weitermachen. Und einander Beispiele geben, „einer helfe dem anderen", und insoweit ich anfange zu enthüllen, dass die Entfernung zwischen mir und dem Schöpfer von der Entfernung zwischen mir und den Freunden abhängt, dann kommt heraus, dass ich gerade an der Entfernung zwischen mir und den Freunden arbeite, ihn, den Schöpfer, bitte, dass er sich darum kümmert, dass er uns annähert. In diesem Maße sind wir zusammen, als Ergebnis davon, dass der Schöpfer zwischen uns annähert, dann können wir zusammen die Bitte an ihn in Gang setzen, dass er uns an ihn annähert.

Und dann kommt heraus, dass nicht ich allein hier in meinem Vorankommen zum Ziel stehe, sondern in dem Maße, in dem wir uns untereinander annähern, können wir uns dem Schöpfer annähern. Das ist eigentlich das ganze Geheimnis der Enthüllung des Schöpfers und der Annäherung an ihn von Seiten des Menschen in dieser Welt. Denn wie sehr wir uns untereinander annähern, das wird bestimmen, wie sehr wir uns dem Schöpfer annähern. Und zwei Gebete: über die Verbindung zwischen uns und über die Verbindung zwischen uns und dem Schöpfer, gemäß dem, wie geschrieben steht: „Der Frieden macht in seinen Höhen, er wird Frieden über uns machen". Das heißt, wie? Dass er zuerst zwischen uns verbindet und Frieden zwischen uns macht, und daraus können wir uns an ihn wenden und schon alle zusammen ebenso die Annäherung an ihn erbitten. So funktioniert das. Das ist es.

Das heißt, der Schöpfer zeigt uns die ganze Zeit die Entfernung zwischen uns, wie sehr sie immer größer und größer wird, und wir müssen verstehen, dass sie nicht größer wird, sondern er erhöht die Auflösung, die... wie heißt Auflösung auf Hebräisch?

Schüler: Einstellung.

Rav: Ja, denn er will uns zeigen, wie sehr wir trotz allem weit voneinander entfernt sind, aber jedes Mal können wir dadurch, dass wir uns annähern, mit größerer Genauigkeit erkennen, welche Entfernungen es noch zwischen uns gibt, und so bitten wir ihn jedes Mal um mehr und mehr Kraft der Verbindung zwischen uns, gemäß der Kraft der Verbindung zwischen uns können wir ihn bitten, dass er ebenso eine Verbindung zwischen uns zu ihm macht. Und so gelangen wir eigentlich in all unseren Systemen dahin, dass man sich dem Schöpfer nicht annähern kann, außer in genau dem Maße, in dem wir die Entfernungen, die Lücken zwischen uns schließen.

Nu, und vielleicht gehen wir nach den Versen, Mosche.

14:28

Vorleser: Ja, Rav. Wir haben die Möglichkeit, entweder Verse zum Thema „Die Größe des Schöpfers in der Zehnergruppe" oder zum Thema „Annullierung und Hingabe der Seele in der Zehnergruppe" zu lesen. In welche Richtung gehen wir?

Rav: Wie ist das? „Annullierung der Seele in der Zehnergruppe", auch das ist richtig, auch das ist richtig, Verse gibt es viele, wo gibt es bessere, schönere? Ich weiß nicht, lies inzwischen den ersten von „Wir haben uns hier versammelt".

14:57

Vorleser: Ja, also Abschnitt Nummer 1 aus dem Rabash.

„Wir versammeln uns hier, um eine Gemeinschaft zu gründen, damit jeder von uns in diesem Geist geht: ‚dem Schöpfer zu geben'. Und um dahin zu gelangen, dem Schöpfer zu geben, müssen wir zuerst anfangen, dem Menschen zu geben, das nennt man ‚Liebe zum Nächsten'. Und Liebe zum Nächsten kann es nicht geben, außer in der Annullierung des Selbst. Denn jeder Einzelne muss einerseits in Niedrigkeit sein. Und andererseits müssen wir stolz sein, darauf, dass der Schöpfer uns die Gelegenheit gegeben hat, dass wir in eine Gemeinschaft eintreten können, in der jeder von uns nur ein einziges Ziel hat: ‚dass die Shechina zwischen uns weilt'." (Rabash. Artikel 1, Teil 1, „Das Ziel der Gemeinschaft 1" 1984) 15:56

Gut, Fragen gibt es inzwischen keine, also wenn dem so ist, ich sage es noch einmal, dass die Annäherung an den Schöpfer von der Annäherung zwischen uns abhängt, wie geschrieben steht „von der Liebe zu den Geschöpfen zur Liebe zum Schöpfer". Und deshalb hat der Schöpfer, um uns die Möglichkeit zu geben, uns ihm anzunähern, einfach die Beziehungen zwischen uns zerbrochen, denn wir waren alle in einem einzigen Gefäß, in einem einzigen Willen, und dann teilten wir uns auf und entfernten uns in sehr viele private, egoistische Willen, einander entgegengesetzt. Einerseits.

Andererseits haben wir damit die Fähigkeit erhalten, selbst die Eigenschaft des Schöpfers zu erwerben, die Eigenschaft des Gebens über der Eigenschaft des Empfangens, die gerade unsere natürliche Eigenschaft ist. Und wenn wir die Eigenschaft des Gebens, die spirituelle Eigenschaft, über die Eigenschaft des Empfangens, die materielle Eigenschaft, stellen, dann befinden wir uns dadurch in einem Zustand, in dem wir beide Welten umfassen, und so kommen wir voran.

Der Schöpfer selbst stößt uns einerseits zur Verbindung zwischen uns, andererseits entfernt er zwischen uns, macht alle möglichen solchen Fälle, in denen wir fühlen, wie sehr wir entfernt sind, wie sehr wir einander nicht ertragen können. Und dann befinden wir uns auf diese Weise die ganze Zeit in Hilflosigkeit, wie wir denn etwas machen sollen. Nu, und so kommen wir voran. Deshalb müssen wir verstehen, dass die Annäherung an den Schöpfer, die Enthüllung des Schöpfers davon abhängt, wie sehr wir das Ego zwischen uns annullieren. Annullieren, das heißt – wir können es nicht annullieren, das hat der Schöpfer in uns gemacht, sondern dass wir über unserem Ego die Eigenschaft des Gebens aufbauen, und dann, in der Verbindung zwischen beiden – der Eigenschaft des Empfangens: Entfernung, Hass, Abstoßung, und der Eigenschaft des Gebens – dann können wir über beiden einander erkennen. Das ist es.

Nu, und was haben wir hier noch zu sagen? Vielleicht liest du Nummer 1 aus Lektion 3.

18:47

Vorleser: Abschnitt Nummer 1, ebenfalls vom Rabash.

„Ohne Annullierung der Selbstliebe ist es unmöglich, zur Anhaftung an den Schöpfer zu gelangen, die die Sache der Angleichung der Form ist. Und da dies gegen unsere Natur ist, deshalb braucht man eine Gemeinschaft, damit sie alle eine große Kraft seien, sodass wir zusammen arbeiten können, um den Willen zu empfangen zu annullieren, der ‚böse' genannt wird, aus dem Grund, dass er es ist, der daran hindert, zum Ziel zu gelangen, für das der Mensch erschaffen wurde. Deshalb muss die Gemeinschaft aus Einzelnen zusammengesetzt sein, die alle einer Meinung sind, dass man dahin gelangen muss. Dann wird aus allen Einzelnen eine große Kraft, die mit sich selbst kämpfen kann, aus dem Grund, dass jeder Einzelne aus allen zusammengesetzt ist." (Rabash. Artikel 1, Teil 2, „Das Ziel der Gemeinschaft – 2", 1984) 19:54

Gut, geben wir Türkei 2 die Möglichkeit zu fragen.

20:14

Frage (Übersetzung aus dem Englischen): Ein Freund fragt, wie wir sicherstellen können, dass wir in der Zehnergruppe eine solche Erweckung haben, die das Obere Licht in unser Gefäß ziehen kann?

Rav: Das hängt alles von euch ab, insoweit ihr vom Schöpfer bittet, fordert, dass er euch einander annähert. Insoweit ihr das fordert, mehr gibt es nicht als das.

Kiew 1.

21:15

Frage (Übersetzung aus dem Russischen): Wir haben uns hier in der Zehnergruppe versammelt, was bedeutet es, dass wir uns gegenüber der Zehnergruppe annullieren, und was bedeutet es, dass wir uns dadurch gegenüber dem Schöpfer annullieren?

Rav: Mich gegenüber der Zehnergruppe zu annullieren, das nennt man, dass ich mich mit ihnen bemühe, eine Verbindung zu finden, bis zu dem Grad, dass all unsere egoistischen Willen unten sind und unsere ganze Neigung zum Schöpfer oben ist und wir alle zusammen uns nach ihm sehnen. So bauen wir auf.

Frage: Was bedeutet es, dass die Kräfte aller zusammengesetzt sind?

Rav: Dass wir alle zu einem einzigen Ziel gelangen müssen, über unseren Kräften der Abstoßung.

Frage: Wie bauen wir die gemeinsame Kraft auf, die wirklich gemeinsam ist und nicht getrennt?

Rav: Dadurch, dass ihr euch wirklich bemüht, zu einem Zustand zu gelangen, in dem jeder mit den anderen nicht übereinstimmt und zugleich trotzdem darüber sein will, in den Kräften des Gebens.

Frage: Können wir zu einem solchen Zustand gelangen, in dem alle eine einzige Kraft zwischen uns fühlen?

Rav: Wenn ihr zu einem Zustand gelangt, in dem ihr einander zustimmt, über einer völligen Nicht-Übereinstimmung miteinander – je mehr ihr vorankommt, dann werdet ihr fühlen, wie sehr ihr einander entgegengesetzt seid, und wenn ihr zugleich trotzdem darüber sein wollt, dann werdet ihr so zum richtigen Gefäß für die Göttlichkeit vorankommen.

Die Spiritualität umfasst diese beiden Kräfte zusammen, bis zu dem Grad, dass sie sich danach in einer Form verbinden, in der man überhaupt nicht zwischen ihnen unterscheiden kann... darüber sprechen wir noch. Und deshalb kommt heraus, dass die Kräfte der Abstoßung und die Kräfte der Verbindung bei uns eigentlich im gleichen Gewicht sein müssen.

Im gleichen Gewicht, denn es ist nicht wichtig, wie sehr ich hasse oder wie sehr ich liebe, all diese Kräfte sind für mich nur Kräfte, die ich vom Schöpfer empfange, durch die ich meine Beziehung zu ihm richtig aufbauen kann.

Und ebenso dasselbe mit den Freunden. Ich hasse, Gott behüte, nicht und habe nichts gegen irgendjemanden, gerade im Gegenteil, ich nehme jeden Einzelnen an, über dem, wie ich in meinem Ego von ihm positiv oder negativ beeindruckt bin. Ich nehme ihn als Teil meiner Seele an, denn ich muss ihn trotz der Kräfte der Abstoßung als Bestandteil meiner Seele annehmen.

Holland 1.

25:02

Frage (Übersetzung aus dem Englischen): Im Anschluss an die Frage von Wlad, was bedeutet es, in der Gruppe einstimmig miteinander übereinzustimmen?

Rav: Einstimmig miteinander übereinzustimmen, das ist, dass wir jeder gemäß seiner Sicht klären, wie sehr wir verschieden sind und einander abstoßen und in nichts übereinstimmen können, das ist einerseits. Und andererseits nehmen wir diese Abstoßungen so an, dass wir verstehen, dass wir ohne sie unsere Annäherung an den Schöpfer nicht finden können.

Deshalb... das nennt man „den Stock küssen", der uns schlägt. Denn wir verstehen, wie sehr die Kräfte der Abstoßung Kräfte sind, die uns gerade aufbauen, und wie sehr sie uns richtig im Gegensatz und in der Verbindung mit dem Schöpfer aufstellen. So muss es sein.

Moskau 6.

26:37

Frage (Übersetzung aus dem Russischen): Wir grüßen alle zum Kongress. Wir haben gehört, dass das Allerwichtigste unsere Annäherung ist. Was ist das? Worin kommt unsere Annäherung zum Ausdruck?

Rav: Die Annäherung zwischen uns schließt uns in einem einzigen Verständnis ein, in einem einzigen Willen, obwohl wir untereinander entgegengesetzt sind. Dadurch, dass jeder sich über sich selbst hängen muss, um sich mit den Freunden zu verbinden, denn mit den Freunden verbunden zu sein kann er nur im Gegensatz zu seinem Willen.

Das ist nicht wie in unserem Leben, in dem wir uns in einem einzigen egoistischen Willen entfernen oder verbinden, hier nähern und entfernen wir uns untereinander in zwei Stockwerken. Denn insoweit wir uns voneinander entfernen und entgegengesetzt sind und einander hassen, bauen wir darüber die Kräfte der Verbindung zwischen uns auf. Und sie bestehen in zwei Stockwerken, die negative Kraft unten und die positive Kraft oben.

So, auf diese Weise kommen wir voran. Gebt mir ein Beispiel, wenn ihr wollt, aus eurem Zustand, und ihr selbst versteht, wie man eines über dem anderen aufbauen kann, ohne die negative Kraft zu annullieren, über ihr die positive Kraft aufzubauen.

Latein 4.

28:52

Frage (Übersetzung aus dem Spanischen): Hallo, lieber Rav, wie kann ich dem Schöpfer Wohlgefallen geben, wenn mein persönlicher Charakter zwischen mir, ihm und der Zehnergruppe steht?

Rav: Gerade deswegen, gerade dank dessen existieren wir. Das Problem ist so: Wenn der Schöpfer eine einzige Kraft ist, einzig und besonders und es nichts außer ihm gibt, wie kann es dann sein, dass wir existieren? Und wir existieren jetzt nicht, nur auf eine solche Weise, dass der Schöpfer uns in einer besonderen Form in seinen Kräften hält.

Wie kann es sein, dass wir in unseren eigenen Kräften existieren, dass wir damit wirklich die Geschöpfe werden?

Heute, jetzt, existieren wir nicht, es gibt uns nicht, wir sehen uns in keiner Form. Und wie kann es sein? Nur unter der Bedingung, dass wir den Willen zu empfangen über dem Willen zu geben aufbauen. Zwei Willen, denn der Wille zu empfangen wächst und der Wille zu geben über ihm wächst ebenso, und dann stellen beide das Geschöpf auf, denn der Wille zu empfangen ist wie Awijut und der Wille zu geben ist wie Einschränkung (Zimzum), Schirm und reflektiertes Licht. Denn dadurch stellen wir uns selbst als dem Schöpfer ähnlich auf, deshalb wird der Mensch dem Schöpfer ähnlich genannt, „dem Oberen ähnlich".

Das ist unsere Arbeit, und wenn wir die Kraft des Gebens nicht über der Kraft des Empfangens aufbauen, dann wird es keine Wirklichkeit für das Geschöpf geben. Nur in der Kraft des Empfangens, das ist die Kraft, die der Schöpfer erschaffen hat, und die Kraft des Gebens, das ist ebenso eine Kraft, die vom Schöpfer kommt, und wir haben weder das eine noch das andere. Nur unter der Bedingung, dass wir das eine über dem anderen aufbauen, dann gelangen wir zu einem Zustand, in dem wir Geschöpfe sind, und dann existieren wir.

Wir können das jetzt vielleicht überhaupt nicht verstehen, weil wir in unserer Welt existieren, das nennt man „die eingebildete Welt", denn so gibt der Schöpfer uns die Möglichkeit, uns selbst als existierend zu fühlen. Aber wirklich, außer dieser eingebildeten Wirklichkeit, dem, was wir jetzt fühlen, gibt es keine andere Wirklichkeit, in der wir wirklich auf wahre Weise bestehen können, in der Welt der Wahrheit, das, was man „die spirituelle Welt" nennt, die als einzige eigentlich existiert und nicht unsere eingebildete Welt. Dort können wir nicht bestehen, weil wir keine solche Eigenschaft haben, die Eigenschaft des Gebens, das ist der Schöpfer, die Eigenschaft des Empfangens hat der Schöpfer im Gegensatz zu sich selbst erschaffen, damit wir über ihr die Eigenschaft des Gebens aufbauen und so im spirituellen Raum bestehen können. Man muss darüber gut nachdenken, aber das ist richtig.

Nu, kommt, gehen wir zu Italien 4, aber Woman, diesmal Woman.

32:35

Frage (Übersetzung aus dem Italienischen): Guten Morgen, Rav.

Rav: Buongiorno.

Frage (Übersetzung aus dem Italienischen): Diese Übung der zwei entgegengesetzten Kräfte, die wir in der Zehnergruppe machen, können wir das an das materielle Leben anpassen?

Rav: Im materiellen Leben, denke ich, machen wir das auf instinktive Weise. Wie sehr du auch mit deinem Mann nicht übereinstimmst und trotzdem über viele Dinge die Augen schließt, weil man sonst nicht bestehen kann – ich verstehe dich, das ist es. In der Spiritualität ist das etwas viel mehr als das, in der Spiritualität gibt uns das die Möglichkeit, nicht einfach unser Leben fortzusetzen, sondern auf eine höhere Stufe zu steigen, weil wir uns selbst über unser Ego erheben. Hier bleiben wir in unserem Ego, nur entscheiden wir, dass... so als ob... so als ob es nicht existiert. Und in der Spiritualität nicht, wir benutzen unser Ego, um uns darüber zu erheben. Das ist eine Technik, in der wir jetzt die ganze Zeit arbeiten müssen, aber dadurch erhalten wir den Eintritt in die Obere Welt und fangen an, uns selbst in ihr aufzubauen.

In Ordnung? Hungarian-Polish.

34:35

Frage (Übersetzung aus dem Englischen): Wir sind jetzt im Kongress, und viele Freunde verbinden sich über alle möglichen Störungen und Probleme, und wir fühlen Einheit und Freude. Wie können wir sicherstellen, dass wir keine Zufriedenheit fühlen und nicht auf der Stelle stehen bleiben, sondern weitermachen und uns an den Schöpfer wenden können?

Rav: Das ist das Hauptziel, das wir enthüllen wollen, dass es immer in unseren Augen wie ein Leuchtturm ist, der uns aus der Ferne leuchtet, wie der Nordstern, denn so wollen wir... uns auf ihn ausrichten, denn er ist die Korrektur unserer Seele und ihre Erfüllung mit dem ganzen unendlichen Licht, das bereitsteht, sie zu erfüllen. Und wie man unterwegs nicht zur Ruhe kommt und nicht mitten auf dem Weg aufhört – das ist daraus, dass „einer dem anderen helfe", denn wir befinden uns alle von vornherein, mit Absicht, auf eine solche Weise, dass jeder Einzelne sich in verschiedenen Maßen befindet, in Absichten, in verschiedenen Willen, und dann, wie sehr wir uns dem Schöpfer annähern wollen, gibt es zwischen uns immer große Unterschiede, ja, wie man es macht und... und so weiter.

Und deshalb, wenn wir uns aneinander anheften und einander nicht annullieren, sondern uns so gerade umgekehrt... über diese Unterschiede an den Schöpfer annähern, indem wir jedes Mal den Schöpfer bitten, dass er zwischen uns verbindet – obwohl man zwischen uns nicht verbinden kann, weil wir jeder in seinen Eigenschaften bleiben, sondern der Schöpfer ist es, der zwischen uns verbindet, er näht gleichsam, näht, näht so all die Lücken zwischen uns, und so nähern wir uns ihm an. Und deshalb befinden wir uns so immer im spirituellen Aufstieg.

Klar? Gut. Zwei, Mosche.

37:15

Vorleser: Abschnitt Nummer 2.

„Man muss daran denken, dass die Gemeinschaft auf der Grundlage der Liebe zum Nächsten gegründet wurde; das heißt, dass jeder Einzelne von der Gemeinschaft die Liebe zum Nächsten und den Hass auf sein Selbst erhält. Und dadurch, dass er sieht, dass sein Freund sich in der Annullierung seines Selbst und in der Liebe zum Nächsten bemüht, bewirkt das, dass jeder von der Absicht seines Freundes umfasst wird. Es ergibt sich, dass, wenn die Gemeinschaft zum Beispiel auf zehn Freunden gegründet ist, dann jeder von zehn Kräften umfasst wird, die sich mit der Annullierung seines Selbst und dem Hass auf sich selbst und der Liebe zum Nächsten beschäftigen." (Rabash. Artikel 2 „In der Sache der Liebe der Freunde" 1984)

Noch einmal.

Vorleser: Noch einmal.

„Man muss daran denken, dass die Gemeinschaft auf der Grundlage der Liebe zum Nächsten gegründet wurde; das heißt, dass jeder Einzelne von der Gemeinschaft die Liebe zum Nächsten und den Hass auf sein Selbst erhält. Und dadurch, dass er sieht, dass sein Freund sich in der Annullierung seines Selbst und in der Liebe zum Nächsten bemüht, bewirkt das, dass jeder von der Absicht seines Freundes umfasst wird. Es ergibt sich, dass, wenn die Gemeinschaft zum Beispiel auf zehn Freunden gegründet ist, dann jeder von zehn Kräften umfasst wird, die sich mit der Annullierung seines Selbst und dem Hass auf sich selbst und der Liebe zum Nächsten beschäftigen." (Rabash. Artikel 2 „In der Sache der Liebe der Freunde" 1984) 38:59

Ja, nu, ich bitte nur so nah wie möglich am Thema der Lektion zu fragen. In Ordnung? Dann gehen wir zu Turkey 4 W, W Turkey 4.

Frage (Übersetzung aus dem Englischen): Guten Morgen, Freunde, wir haben zwei Fragen, die erste von einer Freundin aus der Zehnergruppe. So wie ich es verstehe, erhalten wir die Kraft, uns selbst in der Zehnergruppe zu annullieren, von der Zehnergruppe. Mit welchen Handlungen muss ich also diese Kraft der Zehnergruppe zeigen?

Rav: Wir erhalten die Kraft, unser Ego zu annullieren, das Ego zu überwinden – das Ego können wir nicht annullieren, wir können es nur überwinden, also Kräfte, um das Ego zu überwinden, uns darüber zu erheben, erhalten wir durch die Zehnergruppe vom Schöpfer. Denn vom Schöpfer gelangt zu uns, zur Zehnergruppe, diese spirituelle Kraft, und dann, insoweit ich in der Zehnergruppe umfasst bin, erhalte ich diese Kraft und erhebe mich über mein Ego. So funktioniert das.

Ich bin in der Zehnergruppe umfasst, der Schöpfer fühlt den Zustand der Zehnergruppe, die Zehnergruppe bittet den Schöpfer um die Kraft des Gebens, die Kraft der spirituellen Erhebung, er gibt ihr das, die Zehnergruppe erhält diese spirituelle Kraft vom Schöpfer, und ich, insoweit ich umfasst bin, in dem Maße, in dem ich in der Zehnergruppe umfasst bin, erhalte ich ebenso diese Kraft. Und das verursacht eine private Erhebung. So funktioniert das.

Das heißt, es gibt hier zwei Stufen, ich und danach über mir die Gruppe und der Schöpfer. Das ist alles.

Schülerin (Übersetzung aus dem Englischen): Darf ich noch eine Frage stellen?

Rav: Nu?

Frage (Übersetzung aus dem Englischen): Kann man die Zehnergruppe so definieren, dass sie Signale vom Schöpfer empfängt, und diese Signale sind entsprechend den Eigenschaften der Freundinnen?

Rav: Genau. Richtig.

Schülerin: Danke.

Rav: Schön. Schön, sie fragt zur Sache und in Kürze. Ja. Nu, kommt, schauen wir, wer von uns hier ist, der gewöhnlich nicht von den Männern erscheint. Alle sind hier. In Ordnung. Tschechoslowakei.

42:16

Frage (Übersetzung aus dem Englischen): Lieber Rav, eine Frage aus unserer Zehnergruppe. Wie wichtig ist es, dass ich in den Freunden denselben Willen sehe wie meinen?

Rav: In keinem kann es einen Willen geben wie im anderen. Selbst wenn wir denken, dass es derselbe Wille ist, ist es nicht genau derselbe Wille, sonst wäre es ein einziger Mensch und nicht zwei, drei. Deshalb müssen wir keine Berechnungen anstellen, dass wir denselben Willen haben, selbst auch können wir uns vergleichen, dass wir dasselbe Ziel haben – wie können wir prüfen, (ob) es derselbe Wille ist und es dasselbe Ziel ist?

Wir können es nicht. Sondern wir stimmen ungefähr überein, wer wir sind, wohin wir gelangen wollen, und wir wollen zum Schöpfer gelangen. Auf dem Weg zum Schöpfer habe ich jedes Mal ein Problem, ich muss mich mit allen Freunden verbinden. Also hier, innerhalb meiner Verbindung mit den Freunden, fange ich an zu prüfen, wie sehr wir verschieden sind, wie sehr wir ähnlich sind, und das baut eigentlich mehr und mehr und mehr unser Antlitz auf, das wir aufbauen, das man Seele nennt. Und in diesem Antlitz enthüllen wir das Netz der Verbindung zwischen uns, die Annäherung an den Schöpfer – was der Schöpfer gibt, gibt er nur in die Verbindung zwischen uns hinein, wie jeder Einzelne dadurch, wie sehr er verbunden ist und sich innerhalb dieser Verbindung befindet, insoweit er darin umfasst ist und davon empfängt. Das heißt, sein Empfangen drückt sich darin aus, dass er fühlt, dass er sich selbst mit der Zehnergruppe zusammen als eins erhebt.

Klar? Schön. Kommt, fragen wir Alma-Ata 1.

44:37

Frage (Übersetzung aus dem Russischen): Hallo, Rav. Sag bitte, wie verwechselt man die Selbstannullierung nicht mit Gleichgültigkeit?

Rav: Dadurch, dass ich mich selbst annulliere, werde ich dabei nicht gleichgültig. Ich bin im Gegenteil ganz und gar zitternd, brennend, ich werde zum Ziel hingezogen, ich fordere, in Verbindung mit den Freunden zu sein, nur verstehe ich, dass ich, um zum Ziel zu gelangen, mit meinen Freunden wie ein Mann mit einem Herzen sein muss. Und das geschieht einzig und allein dadurch, dass jeder aus sich gegenüber den Freunden eine Null macht, so wie Rabash in seinen Artikeln der Gemeinschaft schreibt.

Mosche.

Vorleser: Abschnitt 3 aus „Maor waSchemesch".

45:43

„Es ist bekannt, dass in jeder Zehn die Shechina weilt, und sie ist eine vollständige Statur, wie bekannt, und in einer vollständigen Statur gibt es einen Kopf und Hände und Beine und Fersen, wie bekannt. Es ergibt sich, dass, wenn jeder Mensch sich selbst als ‚nichts' in der Gemeinschaft betrachtet, er sich dann selbst als die Ferse im Aspekt der Gemeinschaft betrachtet und sie als den Aspekt des Kopfes und des Körpers und der oberen Glieder, und dadurch, dass jeder Einzelne sich selbst so betrachtet, bewirken sie dann, dass sich ihnen die Tore des Überflusses und alles Guten in der Welt öffnen, und das Wichtigste wird durch den Mann gezogen, der sich mehr als ‚nichts' und als Ferse betrachtet." (Maor waSchemesch. Wochenabschnitt Ekew) 46:38

Wir haben das viele Male gelesen, aber hier ist die Frage. Wie ist es, dass derjenige, der sich am meisten in der Gemeinschaft annulliert, das Obere Licht vom Schöpfer mit größerer Kraft zur Gemeinschaft zieht, dass er der Erste im Kontakt zwischen der Gemeinschaft und dem Schöpfer wird? Wer ist derjenige, der sich gegenüber den Freunden annulliert?

Das Beispiel haben wir aus der Tora selbst, das ist Mosche. Es steht geschrieben, dass er der demütigste von allen Menschen war, und deshalb verdiente er es, der Anführer dieser ganzen Gruppe zu sein, die die Gruppe, die „Israel" genannt wird, Jaschar-El, aus Ägypten herausführt, aus der Herrschaft des Ego zur Freiheit vom Ego und zur Enthüllung des Schöpfers, weil er der allergrößte Demütige war. So steht über ihn geschrieben.

Also eigentlich, kommt, lesen wir noch einmal, Mosche.

„Es ist bekannt, dass in jeder Zehn die Shechina weilt, und sie ist eine vollständige Statur, wie bekannt, und in einer vollständigen Statur gibt es einen Kopf und Hände und Beine und Fersen, wie bekannt. Es ergibt sich, dass, wenn jeder Mensch sich selbst als ‚nichts' in der Gemeinschaft betrachtet, er sich dann selbst als die Ferse im Aspekt der Gemeinschaft betrachtet und sie als den Aspekt des Kopfes und des Körpers und der oberen Glieder, und dadurch, dass jeder Einzelne sich selbst so betrachtet, bewirken sie dann, dass sich ihnen die Tore des Überflusses und alles Guten in der Welt öffnen, und das Wichtigste wird durch den Mann gezogen, der sich mehr als ‚nichts' und als Ferse betrachtet." (Maor waSchemesch. Wochenabschnitt Ekew) 48:59

Kommt, machen wir darüber einen Workshop.

Frage für den Workshop: Wie... jeder von uns will doch der dem Schöpfer Nächste werden. Wie machen wir das in der Praxis, jeder in seiner Gemeinschaft, in seiner Zehnergruppe? Bitte. Sprecht untereinander. Wie verwirklicht jeder sich selbst so, dass er größer ist als alle in seiner Zehnergruppe? Los geht's. 00:49:39

Workshop – 5 Min. Frage für den Workshop – Jeder von uns will der dem Schöpfer Nächste werden – wie macht jeder von uns das in der Praxis in seiner Zehnergruppe? Wie verwirklicht jeder sich selbst so, dass er größer ist als alle in seiner Zehnergruppe?

54:14

Frage für den Workshop: Ich will trotzdem fragen, wie bleibe ich bei meiner Meinung und annulliere mich trotzdem gegenüber der Zehnergruppe? Ich stimme mit der Zehnergruppe sagen wir in etwas nicht überein, und ich neige trotzdem meinen Kopf und annulliere meine Meinung, und ich bleibe nicht übereinstimmend und über dem Verstand, das heißt über dem, was ich denke, stimme ich mit der Zehnergruppe überein und gehe mit ihrer Meinung. Wie befinden wir uns in einem solchen Zustand? Verstanden? Also bitte, darüber zu diskutieren. Und wer es erklären kann, soll uns ein Zeichen geben. Los geht's. 00:55:19

Workshop – 5 Min. Frage für den Workshop – Wie bleibe ich bei meiner Meinung und annulliere mich trotzdem gegenüber der Zehnergruppe? Ich stimme mit der Zehnergruppe in etwas nicht überein und neige trotzdem den Kopf, annulliere meine Meinung, und über dem Verstand stimme ich mit der Zehnergruppe überein und gehe mit ihrer Meinung?

57:36

Rav: Dass wir uns daran gewöhnen müssen, uns in unserem Leben so zur Materialität und zur Spiritualität zu verhalten, das heißt, Materialität nennt man, dass ich innerhalb meines Willens fühle, in meinen gewöhnlichen Gefäßen, und Spiritualität nennt man, dass ich über meinen Willen gehe. Und was ist „über"? Woher weiß ich, was „über" ist? Dadurch, dass ich von der Gemeinschaft höre, von der Gemeinschaft umfasst werde, was ihre Meinung ist, was ihr Wille ist, was ihr Ziel ist. Und dann erhalte ich, was in ihnen ist, und arbeite danach, was sie bestimmen, obwohl ich selbst... und es kann sein, dass ich der Weiseste bin, wie Rabbi Jossi ben Kisma mit seinen Schülern, aber ich annulliere mich trotzdem und gehe nach der Meinung der Vielen, der Meinung der Zehnergruppe gegenüber meiner Meinung, und so mache ich weiter, und das nennt man Glaube über dem Verstand.

Türkei 5.

59:14

Frage (Übersetzung aus dem Englischen): Hallo, Freunde aus dem weltweiten Gefäß, hallo, Rav. Unsere Gruppe sucht bis jetzt Wege, sich zu vereinen. Und die Frage: Gibt es noch etwas, das man auf persönlicher Ebene machen kann, um zu drängen und noch weiter voranzukommen, während Freunde die Zehnergruppe unterwegs verlassen? Was können wir persönlich machen?

Rav: Wir können weiter voranschreiten nach all den Regeln, die die Kabbalisten uns geschrieben haben. Und dass es Menschen gibt, die zur Gruppe gekommen sind und versucht haben, sich mit der Methode zu verbinden, und entdeckt haben, dass es ihnen vorläufig nicht passt – insoweit sie überhaupt verstehen und fühlen und auf richtige, logische Weise entscheiden können, aber was sie entschieden haben, haben sie entschieden, das ist jeder, seine Würde an seinem Platz, er hat das Recht der Wahl, und dann handelt er.

Und deshalb müssen wir gewöhnlich, wie es in der Weisheit der Kabbala üblich ist, kann man sich zweimal an einen Menschen wenden und ihn zurück einladen, sich der Zehnergruppe wieder anzuschließen, die er verlassen hat, und wenn er nach zweimal nicht zurückkehrt, wenden wir uns nicht mehr an ihn und wir löschen ihn und fühlen nicht, dass er in irgendeiner Art von Verbindung mit uns existiert. Das ist es. So wollen wir uns bemühen.

Moskau 1 Woman.

61:30

Frage (Übersetzung aus dem Russischen): Hallo, Rav. Was ist die Meinung der Zehnergruppe, woraus setzt sie sich zusammen? Wir sind doch alle verschieden.

Rav: Die Meinung der Zehnergruppe ist, dass wir letzten Endes die Meinung der Mehrheit in der Gruppe fühlen, das ist das Gesetz, der Mehrheit zu folgen, und dann müssen alle, all die Übrigen – ich weiß nicht, wie viel das sagen wir ist – die Meinung der Mehrheit annehmen. Nicht zustimmen, aber es praktisch annehmen.

Moskau 8 Woman.

62:20

Frage (Übersetzung aus dem Russischen): Hallo, lieber Rav, ich grüße zum Kongress. Eine Frage aus der Zehnergruppe: Wie arbeitet man an der Abstoßung, wenn Zustände stehenbleiben und du nicht aus dem Ego herauskommen kannst, das lässt nicht zu, sich zu verbinden und in den Prozess umfasst zu werden? Und es gibt noch eine Seite, so als hättest du den Freund aus dem Abstieg gezogen und du selbst fällst dabei wieder hinein?

Rav: Nur an der Verbindung zu arbeiten, so weit wie möglich, und die ganze Zeit sich an den Schöpfer zu wenden, die ganze Zeit sich an den Schöpfer zu wenden, dass er uns in allen Zuständen hilft, in denen wir selbst nicht können, nichts machen können, sondern nur auf seine Hilfe warten. Das ist es.

Turkey 3.

Frage (auf Englisch): ... ... ... Übersetzer: Bitte wiederhole es. Rav: Wiederhole es bitte.

63:42

Frage (Übersetzung aus dem Englischen): Welches Gefäß müssen wir in der Zehnergruppe haben, um geben und dazu gelangen zu können, ihm ähnlich zu werden?

Rav: Dass wir untereinander vereinbaren, dass das Wichtigste für uns ist, durch die Verbindung zwischen uns über allen Störungen, über allen Störungen, zum Schöpfer voranzukommen, denn den Schöpfer brauchen wir, den Schöpfer können wir unter der Bedingung erreichen, dass wir viele unserer individuellen, persönlichen Willen haben und ebenso eine Nicht-Übereinstimmung in ihnen, und darüber sind wir trotzdem im Glauben über dem Verstand verbunden und jeder will die Meinung des Nächsten annehmen. In einem solchen Sandwich, das wir aufbauen, können wir gerade zwischen diesen beiden anfangen, den Schöpfer zu enthüllen.

Gut, New York 4.

Frage (Übersetzung aus dem Englischen): Dadurch, dass wir die allgemeine Meinung der Zehnergruppe annehmen, aber ihr nicht wirklich zustimmen, wie wird dann meine Meinung nicht annulliert?

Rav: Meine Meinung wird nicht annulliert, und die Meinung der Gruppe wird nicht annulliert, und beide bestehen eine über der anderen, das nennt man „Glaube über dem Verstand", so nehme ich es an und so arbeite ich, und es gibt keinen richtigeren Zustand als diesen Zustand, in dem ich meine Meinung habe und es die Meinung der Gemeinschaft gibt, die Meinung des Schöpfers, und ich nehme sie nicht gemäß meiner Meinung an, aber über meiner Meinung, dort stimme ich ihnen sehr wohl zu. Das ist es.

66:09

Frage (Übersetzung aus dem Englischen): Und löscht das nicht überhaupt meine Meinung dadurch, dass ich dieselbe Meinung annehme? Denn letzten Endes fange ich doch an, das Gute, die Tugend in dem zu sehen, was sie sagen, in ihren Worten?

Rav: Nein, das löscht überhaupt nichts, weil ich gar nicht meine Meinung an die Stelle der Meinung der Gruppe setzen will, oder die Meinung der Gruppe an die Stelle meiner Meinung. Ich lasse sie, da beide bestehen, und es gibt zwischen ihnen ein gleiches Existenzrecht, sowohl für das eine als auch für das andere. Und das nennt man Glaube über dem Verstand, je mehr wir voranschreiten, dann werden wir eine immer größere Lücke zwischen meiner Meinung und der Meinung der Gemeinschaft haben, oder zwischen meiner Meinung und der Meinung des Schöpfers, und was ist der Unterschied zwischen ihnen? Ihre Höhe, das nennt man die Höhe meines spirituellen Aufstiegs, die Höhe von Malchut und Bina. So ist das.

W HAVER 7.

Frage: Wir kennen nur die materielle Form der Annullierung, die ist, zu versuchen, die Sache zu ignorieren, die uns beim anderen stört. Bedeutet das also, dass ich in der spirituellen Annullierung nicht versuche, das zu ignorieren, was mich stört, ich erhebe nur ein Gebet durch die Zehnergruppe und warte, dass der Schöpfer die Handlung der Annullierung innerhalb der Zehnergruppe macht?

Rav: Ich ignoriere nicht, was mich stört, alle Gegensätze und der Hass und die Abstoßung bleiben bestehen, und alles, was war, bleibt alles bestehen und wächst jedes Mal mehr und mehr, und zugleich arbeiten wir über unserer Abstoßung, wir verstehen, dass all diese Dinge die Enthüllung des Zerbrechens sind, und deshalb ist es natürlich, dass wir es einerseits so enthüllen, und andererseits wollen wir den vollkommenen Zustand enthüllen, und das ist, dass wir alle wie ein Mann mit einem Herzen verbunden sind und es zwischen uns keinen Unterschied gibt und wir so bestehen.

Wenn wir diese beiden Stockwerke aufbauen, dann haben wir keine Wahl, wir bauen letzten Endes das Antlitz der Seele auf, in dem der Schöpfer enthüllt wird.

Frage: Das geschieht also eigentlich durch ein Gebet zum Schöpfer?

Rav: Ja. 01:09:18

01:24:34

Vorleser: Abschnitt 6.

„Man muss zum Schöpfer beten, dass der Schöpfer ihm hilft, dass es in seiner Fähigkeit liege, in der Arbeit mit geschlossenen Augen zu gehen, und dass er nichts brauche, sondern dass es in seiner Hand liege, alles um des Himmels willen zu machen, obwohl der Körper sich dem widersetzt. Das heißt, dass er dem Schöpfer keine Ratschläge zu geben hat, wie er ihm helfen soll. Sondern er muss sich beugen und sich dem Schöpfer ohne irgendwelche Bedingungen annullieren. Sondern, da er seinen Körper nicht überwinden kann, deshalb bittet er den Schöpfer, dass er Hilfe gebe, um die Kriege des Triebs zu gewinnen, da er seine Niedrigkeit versteht." (Rabash. Artikel 4 „Was ist eine Sintflut von Wasser, in der Arbeit" 1989) 85:30

01:25:31

Frage für den Workshop: Kommt, sprechen wir untereinander innerhalb der Zehnergruppen, was es heißt „sich zu beugen und sich dem Schöpfer ohne irgendwelche Bedingungen zu annullieren", was er sagt. Wie kann ich mir das vorstellen? Wie kann ich mir „sich dem Schöpfer ohne irgendwelche Bedingungen annullieren" vorstellen, mich ganz und gar zu beugen? Bitte, sprecht darüber bitte ein paar Minuten. 01:26:09

Workshop – 5 Min. Frage für den Workshop – Wie kann ich mir vorstellen, was es heißt „sich dem Schöpfer ohne irgendwelche Bedingungen zu annullieren" – mich ganz und gar zu beugen?

01:30:08

Rav: Mosche, lies 4.

90:13

Vorleser: Abschnitt 4.

„Die Wichtigkeit der Arbeit ist gerade in der Zeit, in der man zur Null gelangt, das heißt in der Zeit, in der er sieht, dass er seine ganze Existenz und sein Dasein annulliert, dass es dann keine Herrschaft des Willens zu empfangen gibt, und nur dann tritt er in die Heiligkeit ein." (Baal HaSulam. „Schamati", 19. „Was bedeutet es, dass der Heilige, gesegnet sei er, die Körper hasst, in der Arbeit")

Noch einmal.

Vorleser: Noch einmal.

„Die Wichtigkeit der Arbeit ist gerade in der Zeit, in der man zur Null gelangt, das heißt in der Zeit, in der er sieht, dass er seine ganze Existenz und sein Dasein annulliert, dass es dann keine Herrschaft des Willens zu empfangen gibt, und nur dann tritt er in die Heiligkeit ein." (Baal HaSulam. „Schamati", 19. „Was bedeutet es, dass der Heilige, gesegnet sei er, die Körper hasst, in der Arbeit")

91:04

Frage für den Workshop: Das heißt, wann tritt der Mensch in die Heiligkeit ein? Wenn er zur Null gelangt, wenn er bereit ist, sich selbst zu annullieren, wenn er keine Persönlichkeit hat, wenn er nichts hat und keine Herrschaft über seinen Willen zu empfangen hat. Es gibt keine Herrschaft, die ihn an irgendetwas festhält, nichts, er ist einfach ganz und gar wie tot. Und dann tritt er in die Heiligkeit ein. Machen wir darüber einen Workshop, ein paar Minuten bitte. Sprecht untereinander. 01:31:35

Workshop – 5 Min. Frage für den Workshop – Sprecht untereinander über den Zustand der vollständigen Annullierung

01:39:20

Rav: Das heißt, wir sind zu einem Zustand gelangt, in dem wir verstehen, dass „über dem Verstand" eigentlich heißt, dass ich meine Meinung bewahre, und zugleich nehme ich die Meinung der Gemeinschaft an, die Meinung der Gruppe, die Meinung der Zehnergruppe, die höher ist als ich. Gerechter, richtiger, und ich nehme sie an, obwohl, obwohl ich ihr nicht zustimme. Und Zustimmung und Nicht-Zustimmung hängt nicht von einem bloßen Willen von mir ab, dass ich sage „ich stimme zu". Nein. Ich muss meine Eigenschaften sehen, meine Meinung, wo ich mich befinde. Und zugleich die Meinung der Gruppe sehen und fühlen, dass das, was sie sagen, ich gemäß meiner Natur, gemäß der Natur, nicht weil mir irgendetwas so in den Kopf kommt, meine Willen – sondern gemäß meiner Natur bin ich nicht imstande, das anzunehmen.

Die Gemeinschaft sagt sagen wir, dass das Geben größer ist als das Empfangen. Ich nicht, gemäß meiner Natur bin ich noch nicht dort, was soll ich machen? Du hast nichts zu machen. Du musst ein wahres Urteil richten. Ein wahres Urteil, dass für dich das Geben nicht größer ist als das Empfangen. Was machst du? Also sage ich so zu mir selbst, ich befinde mich noch in der Eigenschaft, in der das Empfangen das ist, worin ich mich befinde. Das ist für mich wichtig. Aber wenn ich in der Gruppe umfasst werden will, in der das Wichtigste das Geben ist, dann werde ich in ihnen umfasst, ich nehme an, was sie machen, und ich verbinde mich mit ihnen und werde in ihnen umfasst wie ein Kleiner inmitten der Großen, wie ein Embryo im Inneren der Mutter, und so bin ich bereit voranzukommen. Mit geschlossenen Augen. Mit geschlossenen Augen bis zum Ende zu gehen, wie Rabash an anderer Stelle schreibt. Das nennt man, dass ich mit ihnen im Glauben über dem Verstand gehe. Dass ich ihre Meinung nehme, über meiner Meinung, und so nennt man das Glaube über dem Verstand.

Bulgarien.

102:06

Frage (Übersetzung aus dem Bulgarischen): In dem Zitat steht geschrieben, dass wir um die Selbstannullierung beten müssen. Wie können wir gerade um die Selbstannullierung in der Zehnergruppe beten?

Rav: Dass du, wie ich jetzt gesagt habe, die Meinung der Zehnergruppe annehmen musst, und du siehst, dass das gegen deine Meinung ist, dann bleibt dir nichts anderes, als zum Schöpfer zu beten, dass er dir hilft, dich selbst dieser Gruppe zuzuordnen. In ihnen umfasst zu werden. Du willst nicht. Sie nehmen solche Erkenntnisse, Gegebenheiten auf sich, mit denen du nicht übereinstimmst, die dir nicht richtig erscheinen. Einerseits. Andererseits verstehst du, dass diese Sache spiritueller ist. Also dadurch, dass du dich der Gruppe beugst, dieser Zehnergruppe, kommst du dadurch voran.

Aber wie kannst du dich ihnen zuordnen? Du kannst deine Meinung nicht annullieren, deine Beziehung, all deine Aspekte, deine ganze Meinung, wie man sagt, du kannst es nicht. Aber du wendest dich an den Schöpfer und bittest ihn um Hilfe, mit geschlossenen Augen in der Gruppe umfasst zu werden. Das nennt man Glaube über dem Verstand. Das ist es. Und dann macht der Schöpfer es.

Frage: Das heißt, die Annullierung ist nur im Glauben über dem Verstand möglich?

Rav: Ja, ja, so ist das. Denn wenn es innerhalb des Verstandes ist, dann befindest du dich in deinem Rahmen, auf deiner Ebene, du steigst nicht in spiritueller Form. Im spirituellen Aufstieg steigst du nur unter der Bedingung, dass du etwas über deinem Verstand annimmst, gemäß der Meinung von Bina, du steigst von Malchut zu Bina jedes Mal mehr und mehr. Klar?

Bis hierhin 01:44:37

(Ende der Lektion)