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Morgeunterricht 08.04.2002
Buch „Schriften des Rabash", Band 2, S. 1253, „Was bedeutet es, dass der Segen des Menschen der Segen der Kinder ist, in der Arbeit"
Rav: „Stufen der Leiter", Seite 391.
Rabash betont immer wieder: Leiden und Schmerzen, Zurückweisungen, Schwierigkeiten, Misserfolge, Enttäuschungen – all das, was ein Mensch bekommt, während er vorangeht, und zwar nicht einfach ein Mensch, der vorangeht, sondern einer, der zum Schöpfer vorangehen will –, alle diese Störungen und Schwierigkeiten werden gerade zu den Gefäßen. Gerade durch sie werden sie später zu jenen Orten, jenen Empfindungen, in denen der Mensch die Nähe zum Schöpfer spürt. Dort, wo Schmerz ist und sozusagen ein grausames Gericht und so weiter, dort offenbart sich danach Chessed. Alles ist „es kehrte sich um": In dem Maß, in dem man Verhüllung fühlt, geschieht an genau demselben Ort die Offenbarung.
Das ist eigentlich der ganze Artikel. Das Übrige erklärt das Verhältnis zwischen dem Gebenden und dem Empfangenden. Die Schechina ist auf der einen Seite die Sammlung aller Seelen – die Versammlung Israels versammelt ganz Israel, alle Seelen, alle Verlangen, die sich zum Schöpfer sehnen –, und das ist von Seiten der Geschöpfe. Von Seiten des Schöpfers heißt die Schechina SaT de Bina: jenes Verhältnis des Schöpfers zu den Geschöpfen. Wenn Bina ihre SaT füllen kann, um an die Unteren zu geben – das Leuchten von Chochma, das in ihr ist –, dann heißt das „Freude"; dann ist sie in Sivug mit Aba und gibt den Unteren durch Jessod, durch Josef, Josef der Gerechte, „Der Gerechte ist das Fundament der Welt", sie gibt den Unteren die Fülle. Das ist eigentlich der Artikel.
Gibt es Fragen? Ja.
Schüler: Ich habe nicht verstanden, wie er erklärt, warum man „Leid der Schechina" sagt und nicht „Leid des Schöpfers".
Rav: Die Schechina ist der Ort der Begegnung, der Ort der Verbindung zwischen Schöpfer und Geschöpfen. An diesem Ort, in dieser Verbindung zwischen Schöpfer und Geschöpfen, sind Gefäß und Licht zusammen. Das Licht, das das Gefäß füllt, kommt von Seiten des Schöpfers, das Gefäß von Seiten des Geschöpfs, sozusagen. Aber was ist in dieser „Schechina"? Der Begriff, ich erinnere mich, ist für Anfänger etwas schwierig. Denn es gibt den Schöpfer, es gibt das Geschöpf, und es gibt die Schechina – sind das drei Dinge oder zwei?
Sagen wir so: Jenes allgemeine Gefäß, die Sammlung aller Seelen, das sich am Ende der Korrektur jedem Einzelnen gegenüber offenbart, das heißt Gefäß der Schechina. Dasselbe Gefäß der Schechina findet sich auch beim Schöpfer, in Bina – Bina heißt „Elokim" –, um durch dieses Gefäß jene SaT de Bina zu füllen und den Unteren zu geben. Wenn dieses Gefäß noch nicht voll ist, ist das Leid. So wie die Kuh mehr säugen will, als das Kalb saugen will. Das Leid der Schechina ist viel größer als das Leid der Unteren, in dem Maß, in dem Bina größer ist als die Seelen.
In der Schechina unterscheiden wir also sozusagen Lichter und Gefäße: die der Unteren und die des Schöpfers gegenüber den Unteren. Das war's. Es hängt davon ab, von welcher Seite du sprichst, aber im Grunde ist es die Verbindung zwischen Schöpfer und Geschöpf.
4:23
Schüler: Das heißt, das ist eigentlich der Ort, an dem der Mangel gefühlt wird von der...
Rav: Der Ort, an dem der Mangel des Ende der Korrektur gefühlt wird. Dort weilt der Schöpfer, dort begegnet er den Gefäßen, die noch nicht korrigiert sind, die leer sind. Von Seiten des Schöpfers kommt sozusagen die ganze Fülle und das ganze Licht, das diese Gefäße füllen könnte – und es gibt eigentlich niemanden zu füllen. Dieses Leid, die Kluft zwischen ihnen, und diese Kluft ist es, die gefühlt wird, sie heißt „Leid der Schechina".
Schüler: Die Störungen in der Materialität, die ein Mensch bekommt, werden später zum Ort, an dem... zu jenen Gefäßen, in denen...
Rav: Das Empfinden dieser Mängel, die die Schechina fühlt: dass sie zu einer bestimmten Zeit so und so viele korrigierte Gefäße füllen müsste, und diese Gefäße sind bis jetzt noch nicht korrigiert. Diese Kluft zwischen dem, was sein sollte – dem Vorhandenen und dem Gewünschten –, diese Kluft wird in diesen Gefäßen gefühlt; ihr Mangel an Korrektur wird als Schmerz gefühlt. Und dieser Schmerz weckt dann die Gefäße. So wie unser Schmerz sagt: Hier stimmt etwas nicht, dieses Organ ist krank, dort ist etwas nicht gut, eine Krankheit.
Wenn du keinen Schmerz fühlen würdest, gingest du nicht zum Arzt. Ja? So ist es ein Zeichen, dass du gehen und Korrekturen machen musst. So ist es bei uns. Der Schmerz, die Leiden, das Leid sollen dem Menschen etwas zeigen – wenn er ein Mensch ist und nicht ohne Verstand, wie jene Menschen, die von der Spiritualität abgetrennt sind. In der Materialität verstehen wir es wie das Vieh: Das ist Schmerz, damit muss man sich beschäftigen. Entweder du leckst die Stelle oder machst etwas damit, wie die Tiere, wie das Vieh, oder du gehst zum Arzt wie ein Mensch. Egal, aber du behandelst es.
An der Seele wissen wir nicht zu behandeln. Es tut uns weh, wir bekommen Schläge, wir wissen nicht, woher das kommt und was das ist. Aber eigentlich sollen Schmerz und Leiden – auch in der Materialität, also bei den tierischen Dingen, bei den körperlichen Schmerzen, und besonders die geistigen Schmerzen, sagen wir: die menschlichen, die Verletzung der Ehre, des Geldes, des Ansehens, der Vergnügen, all die Dinge, die nicht zur Verbindung mit dem Schöpfer gehören, sondern zur Verbindung zwischen Schöpfer und Geschöpf¹ – diese Schmerzen sollen dem Menschen zeigen, wie sehr er unkorrigiert ist und wie viel er sozusagen noch voranzugehen hat.
Wenn wir diese Zeichen, diese Schmerzen, sozusagen in Ratschläge verwandeln würden – was zu korrigieren ist, wo zu korrigieren ist –, dann wäre es sehr gut, wenn wir sie verstünden und richtig deuteten. Unser Problem ist, du siehst es: Die ganze Menschheit bekommt Leiden und weiß nicht, was deren Ursache ist.
Und in der Zukunft, wenn sich diese Schmerzen am Ende mehren, werden sie den Menschen trotzdem zwingen, die Ursache zu finden, wozu sie da sind. Dann wird der Mensch suchen und diese Leiden mit ihrer Quelle verbinden, und das ist der Schöpfer. Und dann kommt er in einen Zustand, in dem jede Art von Leiden, jeder einzelne Schmerz für sich ihm sagt, was er korrigieren muss, welche Eigenschaft und auf welche Weise genau.
Das heißt, der Schmerz selbst ist das Empfinden des Mangels genau gegenüber jener Korrektur, die fehlt. Nur fühlst du jetzt den Schmerz als Mangel an Erfüllung, und wenn du in den guten Zustand kommst, wirst du diesen Schmerz als Mangel an Korrektur fühlen.
9:39
Schüler: Ich wollte fragen, es ist mir trotzdem noch ein bisschen unklar. Störungen – nun, sozusagen Störungen, egal welche –, das soll in der Zukunft mein Gefäß sein, in dem sich der Schöpfer offenbart, jede Störung.
Rav: Sagen wir, du kommst zum Arzt. Du sagst: „Ich habe Schmerzen. Es tut weh." Du weinst: „Es tut mir weh." Sagen wir, der Kopf tut dir weh. „Wirklich, die ganze Zeit tut mir der Kopf weh. Was tun, ich weiß nicht." Der Arzt fängt an zu fragen: „Wann tut es weh? Wie tut es weh? Wo drückt es?" Dreht es sich, platzt es von innen, drückt es von außen? „In welchem Teil? Zu welchen Stunden? Von Hitze, von Kälte? Wenn du liegst, wenn du stehst? Wenn du denkst, wenn du schläfst?" Tausendundeine Unterscheidung.
Und was will er davon? Er will durch die Art der Schmerzen erkennen, was die Ursache ist, wo der Fehler ist. Wenn du wüsstest, dass du zum Beispiel gestern einen Schlag vom Chef auf der Arbeit bekommen hast, oder einfach irgendetwas anderes... Wenn du es so zu deuten wüsstest: Das und das habe ich bekommen wegen dem und dem, la la la, anscheinend muss ich in mir etwas so und so machen.
Wenn du das wüsstest, wäre es gut, oder? Dann kämst du beim nächsten Mal nicht in denselben Zustand. So aber kommst du heute zu demselben Schlag wie gestern. Das ist der Unterschied zwischen Wissen, ein Fachmann sein darin, in der Korrektur, und einfach leiden wie das Vieh. Deshalb heißt es „Arzt aller Kranken", „Arzt der gebrochenen Herzen".
Ah...?
11:24
Schüler: Wie wird man Fachmann?
Rav: Wie man Fachmann wird? Es steht geschrieben: „Der Arzt möge eintreten", in den „Pssukej deSimra". Lass den Arzt sich offenbaren, damit er dir sagt, was dir wehtut. Du selbst wirst es nicht wissen. Du musst von jenem Arzt lernen, und er wird es dir sagen. Der Schöpfer offenbart dir genau, was du korrigieren musst. Aus dem Beispiel müssen wir einfach verstehen, was uns fehlt. Uns fehlt wirklich das Bild, wie wir unseren Schlag mit seiner Ursache verbinden.
Ja. Wolltest du etwas fragen? Ja.
12:16
Schüler: Wir sagen die ganze Zeit, nicht dorthin zu gehen, das nicht zu suchen, keinen Mangel zu entwickeln für eine direkte Verbindung zwischen... die Wirklichkeit des Schöpfers dahinter zu suchen, aber nicht zu suchen, warum ich gerade so einen Schlag bekommen habe? Das heißt, nicht auf so einen Mangel zu gehen.
Rav: Wir verstehen noch nicht, warum es uns jetzt, einstweilen, verboten ist, Berechnungen anzustellen, warum ich diesen oder jenen Schlag bekommen habe und auf welche Weise ich ihn bekommen habe. Weil wir heute keine Daten haben, das richtig zu deuten. Es bringt uns nur eine wilde Fantasie: Du kannst es nicht richtig verbinden, sondern wirst nur verwirrt und verlässt den richtigen Weg.
Der richtige Weg ist, die ganze Zeit auf den Schöpfer verriegelt zu sein und ihn nicht aus meinem inneren Sichtfeld entkommen zu lassen, und soweit möglich alles mit ihm zu verbinden – durch alle möglichen Störungen und Schläge und gute Dinge, egal was – und so oft wie möglich zu dieser Verbindung zurückzukehren. Und nach und nach werde ich dadurch anfangen, auch Unterscheidungen zu fühlen, die nicht meinen Unterscheidungen entgegenstehen², sozusagen, und dann daraus alle möglichen Verhaltensweisen zu lernen, und das wird kommen.
Und am Ende, wenn der Mensch in drei Linien arbeitet, weiß er, was hier dem dort entspricht. Und dort kommt die Korrektur wirklich durch die Bitte, aber danach, wenn der Mensch zusammen mit dem Schlag sieht, welcher Fehler genau in ihm steckt und welches Heilmittel und welche Erfüllung dazu gehört. Das heißt, die Gesundheit, die er sich sozusagen zurückgibt.
Das sieht er. Er sieht ein verdorbenes Gefäß gegenüber dem Licht, das da ist. Er weiß, wie und in welcher Eigenschaft, die ihm fehlt, er im verdorbenen Gefäß die Korrekturen machen muss, um es zu vervollständigen – mit dem Schirm –, und danach sieht er die Erfüllung, die Fülle, die den Ort füllt, der korrigiert wird, der korrigiert wurde.
14:35
Schüler: Ich habe eine Frage zu dem, worüber wir gesprochen haben: dass ein Mensch sozusagen keine Information aufnehmen soll, wenn er nicht vorher die Empfindung hält, dass der Schöpfer derjenige ist, der in der Wirklichkeit wirkt. Nun gibt es Information, die in mich eintritt, ohne mich zu fragen, ob ich sie aufnehmen will oder nicht. Was heißt es also, dass ein Mensch nicht...? Sie haben zum Beispiel gesagt, ein Mensch soll keine Nachrichten hören, bevor er sich innerlich den Zustand geordnet hat, dass es einen Schöpfer gibt. Dann höre ich sie nicht, und jemand kommt und redet...
Rav: Ich habe so gesagt: Dem Menschen ist es verboten, sich mit der äußeren Welt zu verbinden und sogar mit sich selbst, bevor er sich mit dem Schöpfer verbindet.
15:26
Schüler: Was heißt „sich verbinden" mit der äußeren Welt?
Rav: Sich mit dem Schöpfer verbinden? Die Verbindung so aufstellen, dass „es gibt niemanden außer Ihm". Dass hier zuallererst das, was ich jetzt hören, sehen, fühlen soll, vom Schöpfer kommt. Jetzt: Was kommt mir von ihm? Und dann sozusagen alle Sinne für die Empfindung öffnen. Dann nimmst du sie in der richtigen Verbindung mit der Quelle auf.
Vielleicht entschlüsselst du das falsch, vielleicht deutest du es nicht... so, wie du eben kannst, egal – aber wenigstens bist du schon mit der Quelle verbunden, dass es von ihr kommt. Dann befindest du dich schon in einer Art Stand. Das ist das eine. Das Zweite: Ich rede das nicht aus mir selbst. Ich nenne euch immer die Quelle. Seite 64, „Pri Chacham", Briefe, wo geschrieben steht: „Israel, die Wege der Tora und der Heilige, gesegnet sei Er, sind eins."
Wenn du dich und ihn und das, was jetzt zwischen euch an Beziehungen ist, zu einem Punkt zusammenbindest, dann bist du schon in einer Art Berührung mit ihm. Und auf dieser Berührung hast du nun Welt – Jahr – Seele, die drei Unterscheidungen, die kommen müssen. Dann kommen dir auf diese Berührung alle möglichen Verwirrungen, in allen möglichen Zuständen, je nachdem, wie du steigst und fällst, und alle möglichen Veränderungen zwischen euch, in der Zufälligkeit, in der er dir gibt.
Aber das geht dann schon als Anstrengung ein, sich mit ihm zu verbinden. Eine andere Anstrengung haben wir nicht. Nur darin. Das war's. Also auf Seite 64 und auf Seite 70, zwei Briefe; „Es gibt niemanden außer Ihm", das ist aus „Schamati"; „Die Schechina im Exil". Diese drei Artikel sind Grundartikel von Baal HaSulam. Das ist alles. Darauf habe ich meine Auslegung aufgebaut.
17:59
Schüler: Ich habe keinen Einwand gegen die Auslegung. Ich will sie verstehen, sie entschlüsseln.
Rav: Also...
Schüler: Was ist die Reihenfolge der Handlungen?
Rav: Was die Reihenfolge der Handlungen ist? Zuallererst suchen, wenn du dich erinnerst. Wenn du dich nicht erinnerst, dann gibt es kein Urteil über dich; dann bist du unterhalb dieses ganzen Zustands. Wenn du dich an die Arbeit erinnerst, oder man erinnert dich – und gestern habt ihr es vergessen, viele Leute, sie sind überhaupt spazieren gegangen, ich weiß nicht in welchen Welten, sie sind zur Arbeit gegangen, haben sich von Pessach entfernt, ich weiß nicht, sie haben vergessen.
Im Laufe des Tages war das so ein allgemeines Vergessen. Also zuallererst: einander erinnern, durch einen Piep aufs Telefon, egal wie. Daran erinnern. Nachdem man dich erinnert hat – durch die Gemeinschaft, von oben, egal, durch einen Wecker, egal was –, dann fängst du schon an zu arbeiten.
18:59
Schüler: Er fängt an zu arbeiten – was ist der erste Schritt in der Arbeit?
Rav: Der erste Schritt ist, ihn zuallererst zu suchen. Sagen wir, du hast irgendeinen Gedanken gefunden, irgendeine innere Empfindung, etwas mit ihm: Halte das fest. Halte das fest, kehre zurück ins gewöhnliche Leben, aber zusammen mit dieser Empfindung. Zieh ihn in dein Leben. Wie weit? So weit du kannst, ohne aus seiner Empfindung wegzulaufen, ohne aufzuhören, ihn zu fühlen.
Schüler: Danach frage ich.
Rav: Ja.
Schüler: Was heißt „so weit du kannst, nicht wegzulaufen"?
Rav: Das heißt: Wenn ich, sagen wir, die Nachrichten sehe, zwei Minuten die Nachrichten höre, und ich kann das mit dem Schöpfer verbinden – dass diese Leiden von ihm kommen und dass wir durch sie fühlen müssen, dass wir das Innere der Welt erheben müssen, die Verbindung mit ihm, über die Äußerlichkeit der Welt hinaus, über all die Dinge, die nicht dazu gehören, sich mit ihm zu verbinden, zur Arbeit in der Verbindung mit ihm, ja? Wenn ich mich gerade durch all diese Störungen noch mehr zu diesem Weg erwecken kann, ja? – entsprechend dem, was Baal HaSulam schreibt, dass die Leiden dadurch kommen, dass man sich mit dem Äußeren beschäftigt und nicht mit dem Inneren, am „Ende der Einleitung zum Buch Sohar" –, wenn ich mich also durch alle möglichen Störungen stärke, durch Nachrichten und alle möglichen Dinge, dann gehe ich mit ihnen zusammen weiter, und das ist sozusagen AChaP de Alija, sozusagen, ja?
Sozusagen, natürlich, nicht sich das einbilden, das war's. Und ich stärke sozusagen die Verbindung, diese Awijut geht in die Verbindung mit ihm ein. So baue ich Mal für Mal mehr und mehr; statt eines kleinen Fadens wird es schon eine Röhre der Verbindung sein, ja? In Awijut. Aber wenn ich sehe, dass ich mich nach zwei, drei Minuten Nachrichten von ihm abtrenne – bei all den Leiden und dem Leid und der Angst und dem Schmerz, die in mir sind – und schon im Tierischen versunken bin, dann darf ich nicht weitermachen.
Dann gehe ich vom Inneren hinaus ins Äußere. Und dann gewinne ich einfach gar nichts daraus. Dann muss ich wieder aufhören und die Verbindung erneuern. Also muss ich achtgeben, wo diese Grenze ist. Das ist schon ein Lernen, wie man sagen wir in der Zukunft einen Schirm macht: dass die Verbindung mit dem Schöpfer – egal, noch auf einer tierischen Stufe – mir wichtiger ist als alle möglichen Dinge in dieser Welt.
Denn dem Schöpfer ist es nicht wichtig, ob du in irgendeinem tierischen Vergnügen bist, oder auf der Toilette, oder hier in der Sohar-Lektion. Für ihn sind alle diese Dinge dasselbe, ja? Für ihn ist die Anstrengung wichtig, dein Verhältnis, wie du alles auf ihn beziehst. Das war's. Also streng dich an: Es gibt keinen Fall im Leben, den du nicht mit dem Schöpfer verbinden kannst, wenn es so ist. Aber wo du siehst, dass es abreißt, dort bist du schon außerhalb der Arbeit und musst die Arbeit von Neuem anfangen. Wirklich von Neuem. Das heißt, wieder der Punkt der Verbindung, und nach und nach.
22:36
Schüler: Wenn Sie mit der Uhr dasitzen, die zwei oder drei Minuten misst, und innen prüfen, ob Sie noch mit dem Schöpfer verbunden sind oder nicht, dann ist das in Ordnung. Denn die Fernbedienung in diesem Spiel ist sozusagen in Ihrer Hand: Ich kann ausschalten und ich kann nicht ausschalten. Aber es gibt Bilder im Leben, wo ich diese Fernbedienung nicht in der Hand habe, ich kann es nicht ausschalten...
Rav: Durch Gewöhnung, sagt Rabash, gibt es nichts, wozu ein Mensch nicht kommen kann: zur Empfindung, sich selbst wirklich stark und klar gefühlsmäßig in das Bild hineinzubringen. Das ist einfach eine Sache der Übung.
Schüler: Ja. Es ist klar, dass es Übung ist, das ist eigentlich die Arbeit, ja. Aber ich frage sozusagen: Wenn diese Information, dieses äußere Bild, das zu mir kommt, sozusagen vor mir liegt und ich wähle, ob ich es hineinlasse oder nicht, dann beherrsche ich sozusagen die Lage. Aber wenn es in mich eintritt, ohne mich zu fragen – kann ich dann in mir drinnen so ein Wartezimmer einrichten und sagen: Warte hier, und jetzt nehme ich von dir so viel, wie...
Rav: Wenn du dich an die Göttlichkeit erinnerst, dann kannst du die ganze Information auf alle möglichen Weisen ordnen. Aber wenn du dich nicht daran erinnerst, dann gibt es sicher ein Problem. Dann muss man... Fang an, und „die Seele des Menschen wird ihn lehren" darin. Ich habe kein Heilmittel und kein Rezept für jeden einzelnen Fall. Du wirst das suchen und selbst finden.
Schüler: Nicht für jeden einzelnen Fall. Ich frage nach einem ganz spezifischen Punkt.
Rav: Nun?
24:16
Schüler: Sie sagen, man soll anschließen, wie Sie gerade gesagt haben, sozusagen AChaP de Alija anschließen, so viel wie ein Mensch fähig ist.
Rav: Ja.
Schüler: Also frage ich: Wenn es etwas gibt, das sich mir anschließt, ohne mich zu fragen – dieses Wissen, dieses äußere Bild...
Rav: Nein. Wenn du dich auf den Schöpfer verriegelt und von null angefangen hast, dann kannst du die Information filtern, die in dich eintritt, und auch, wie sehr sie auf dich wirkt. Du kannst. Sag, dass du sehr wohl kannst. Das ist es eigentlich, was heißt: „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann für mich?" Dem gegenüber. Alles Übrige heißt nur, weniger oder mehr zu gewinnen. Er gibt solche Beispiele, aber das ist es, woran wir glauben müssen: dass wir hier wirklich handeln und nicht er an uns, sondern wir selbst.
Ah?
Schüler: Was ist das Nächste? Sie haben gesagt, das Erste ist, ihn zu suchen, eins.
Rav: Das Nächste kommt in einem halben Jahr, in einem Jahr. Ich sage das im Ernst. Oder sogar später. Ich glaube nicht, dass es außerdem etwas gibt, das so ist wie dieses Fundament. Es gibt Dinge, die schon darauf kommen. Aber das ist der Anfang der Verbindung, so muss sie gebaut sein. Und ich zeige es dir: Lest diese Quellen wieder und wieder, ihr werdet sehen, wie er das schreibt. Nehmt nicht von mir; von mir müsst ihr nur nehmen, wo ihr etwas machen sollt, worauf ihr die Aufmerksamkeit richten sollt, die ganze übrige Tora ist von dort.
Ja.
26:21
Schüler: Das Problem ist eigentlich ein Problem der Umgebung. Das heißt, ich befinde mich in einer Umgebung...
Rav: Die Umgebung ist kein Problem. Ich verstehe dich und ich verstehe ihn und auch mich: Wenn ich ins Internet gehe, habe ich auch so eine Umgebung; wenn ich Bücher schreibe, habe ich eine andere Umgebung; wenn Leute zu mir kommen und mir das Hirn verwirren, auch eine andere Umgebung, ja? Und du, der du dort auf dem Filmmarkt bist oder sonst wo, hast sicher eine andere Umgebung. Aber wir müssen glauben, dass uns auch das von derselben Quelle geordnet wurde, die uns die Störungen als Korrekturen bringt, und so müssen wir es aufnehmen.
Schüler: Die Frage ist, wie ich mir eine Umgebung baue, die stark genug ist, dass sie stärker auf mich wirkt als die Umgebung, in der ich mich, sagen wir, notgedrungen befinde. Denn sobald ich eine Wahl habe, gehe ich von dort weg, um es so zu sagen.
Rav: Was heißt „gehe weg"?
Schüler: Über das Notwendige hinaus. Ich rede jetzt nicht davon, dass ich absichtlich in solche Dinge hineingehe, wie Sie beschrieben haben, und sie aus meinem eigenen Willen tue, sondern mein Tagesablauf ist aufgebaut aus Notwendigkeiten und so weiter, aus allen möglichen Handlungen, die ein Mensch ausführt. Wie kann ich in diese Handlungen hinein eine Umgebung ziehen, die stark genug ist, mich zu schützen, mich vollständig auf jenes Ziel zu verriegeln und der Umgebung, in der ich mich befinde, nicht zu erlauben...
Rav: Ich habe keins... ich habe ein allgemeines Rezept. Fangt an, das zu machen, und das war's, ihr werdet sehen, wie sehr man zusammen mit der Arbeit und mit dem Schöpfer leben kann, mit der Frau und mit dem Schöpfer, mit dem Einkaufen und mit den Banken und mit allen möglichen Dingen, in die wir hineingehen und aus denen wir herausgehen und in denen wir uns vermischen, und mit dem Schöpfer zusammen. Es geht. Und es gibt sehr viele Menschen in der Welt, die das so machen und es von selbst fühlen und nicht zur Kabbala gehören.
Was zur Kabbala gehört, darüber reden wir später noch. Wenn du irgendeinen Chassid fragst, wird er dir auch sagen, dass er so etwas hat. Das gehört noch nicht zur Kabbala. Das gehört einfach dazu, dass du dir mit Kraft die richtige Wirklichkeit festlegen willst: dass es in deiner Welt auch einen Platz für den Schöpfer gibt. Das war's. Insgesamt. Darüber reden sehr viele Bücher auch außerhalb der Kabbala. Das ist noch...
Ja.
29:11
Schüler: Heißt das „unbelebt"?
Rav: Egal, ich will nicht, genug davon.
Ja.
Schüler: Was sind diese Dinge, „Welt – Jahr – Seele"?
Rav: Lies auf Seite 70 in Pri Chacham.
Schüler: Ich habe es gelesen.
Rav: Du hast gelesen? Lies es so, wie Rabash mir gesagt hat – ist das Seite 70? Lies es siebzigmal. Ich scherze nicht. Er hatte eine Prostataoperation, wie heißt das, nicht Beilinson, das andere, Tel HaSchomer. Und ich war dort drei Wochen wirklich ununterbrochen bei ihm. Und einmal las er diesen Brief und sagte mir: Weißt du was, lies du auch, und zwar jetzt. Ich las einmal, zweimal, und sagte ihm: Gut, ich kannte den Brief auch schon vorher, aber nein, das war 86–87, ich weiß nicht. Da sagte ich ihm, dass ich das nicht so richtig verstehe. Er sagt: Weißt du was, lies, bis du es verstehst. Wie oft? Siebzigmal. Und ich habe es vielleicht nicht siebzigmal gelesen, ich habe schon aufgehört zu zählen, aber vielleicht mehr als fünfzigmal, glaube ich, egal – aber lies. Der Mensch muss; das geht in die Anstrengung ein, das muss man machen.
Nun, gehen wir lernen? Gut, aber darin muss man beharrlich sein.
31:17
Schüler: Was muss man aus diesem Misserfolg verstehen?
Rav: Nein, man muss gar nichts verstehen. Misserfolg oder nicht Misserfolg, das ist nicht wichtig, das ist überhaupt nichts. Der Mensch soll nicht über den Moment traurig sein, der war. Er hat geworfen, geworfen, in Ordnung, so muss es sein, man muss sich so dazu verhalten: in der Umkehr anklopfen, wie es heißt, „eine Öffnung für die, die in Umkehr anklopfen", man muss noch und noch und noch.
Ja.
Überhaupt muss man es mit etwas mehr Verständnis und mit Liebe aufnehmen, dass man vergisst, dass man hinausgeworfen wird, und dann wieder und wieder und wieder, so. Das heißt nicht, dass es mir egal ist, sondern mit dem Verständnis, dass das der Weg ist: so, noch ein Tropfen und noch ein Tropfen und noch ein Tropfen. Im Gegenteil: Dass ich hinausgeworfen wurde, heißt anscheinend, dass ich die vorige Unterscheidung beendet habe. Das heißt, es auf so eine leichte Weise aufzunehmen und mit Freude wieder von vorn anzufangen.
Ja.
Schüler: Wenn ich Sie anschaue, dann ist die ganze Zeit die Tafel im Hintergrund. Kann die Verbindung mit dem Schöpfer gefühlsmäßig sein? Das heißt, ich sage nicht die ganze Zeit „Schöpfer, Schöpfer" im Kopf, sondern ich habe so eine Art Hintergrund...
Rav: Gestern bei den Aufnahmen fürs russische Fernsehen habe ich ein Beispiel gegeben, und mir scheint, das ist...
Schüler: ...
Rav: Nein, nein, nein, mir scheint, Burstein hat geschrieben – wer hat über dieses dreidimensionale Bild geschrieben, Izchak, glaube ich. Genau, ja. Also, ich habe ihnen ein Beispiel gegeben, und es hat gewirkt, ich habe gesehen, dass sie es verstanden haben. Ich sagte: Wenn wir einen neuen Fokus machen, mit einer neuen Eigenschaft, mit einer neuen Herangehensweise, dann können wir durch diese Welt hindurchsehen, wie bei diesen Bildern – wie heißen die? Es gibt keinen Namen für diese Bilder, ja?
Schüler: Panoramen.
Rav: Ah? Nicht Panorama. Panorama ist einfach... ah?
Schüler: Hologramm.
Rav: Das ist auch nicht Hologramm. Hologramm, das ist vielleicht dreidimensional. Genau, Hologramm, ja, das ist etwas anderes. Also, du kannst sehen, wenn du wirklich mit Kraft und mit einem ungewöhnlichen Fokus in dieses Bild hineingehst; du musst so eine Art Schielen machen, ja?
Schüler: Starren.
Rav: Ah?
33:56
Schüler: Starren.
Rav: Starren, in Ordnung. Ja, in das Bild hineinstarren, das war's, und dann siehst du dort wirklich Leben, und es öffnet sich eine dreidimensionale Welt in die Tiefe und alle Dinge dort, ja? So kannst du diese Welt sehen. Geh ein bisschen weiter hinein. Das geht durch den Schirm, das ist nicht einfach. Aber jetzt, dass du es versuchst, das nennt man Zeit der Vorbereitung: dass du dich anstrengst, hinter dieser ganzen Äußerlichkeit zu sehen, was in der Tiefe dahinter ist – und dort ist die göttliche Kraft, verbinde dich mit ihr. Davon reden alle.
Danach, wenn wir uns anstrengen, das so zu machen, und genug Anstrengung hineingeben, dann werden wir schon den Weg der Kabbala gehen. Einstweilen suchen alle so, und alle wollen durch diese Äußerlichkeit sehen, was dahinter ist. Wir haben eine innere Vorbereitung, wir haben schon aus dem Lernen, aus den Lichtern, die auf uns gewirkt haben, schon die richtige Richtung, um in dieses Bild hineinzugehen – nicht so wie die ganze Welt.
(Ende der Lektion)