Dieses
Transkript
wurde
mithilfe
KI
aus
dem
hebräischen
Original
übersetzt
und
nicht
redaktionell
bearbeitet.
—
Morgenunterricht 29.11.2025 - Rav Dr. Michael Laitman - Nach Bearbeitung
Buch "Schriften des Baal HaSulam", Seite 781 "Einführung zum Talmud Eser haSefirot", Abschnitte 40-44
Sprecher: "Schriften des Baal HaSulam", "Einführung zum Talmud Eser haSefirot", Seite 781 Abschnitt 40.
Abschnitt 40
"40. Zunächst bedenken wir die Worte der Weisen (Traktat Megila, 6, S. 2): „Bemühte sich und fand – sollst du glauben, bemühte sich nicht und fand – sollst du nicht glauben.“ Was bedeutet der Ausdruck „bemühte sich und fand“, der in sich widersprüchlich erscheint? Denn das Wort „bemühte“ zeugt von der Arbeit und von den Sorgen, mit denen man das Erwünschte bezahlt; und zwar zahlt man für etwas Wichtiges mit einer großen Anstrengung und für etwas weniger Wichtiges mit einer kleinen.
„Fand“ steht aber dazu im Gegensatz. Dieses kommt normalerweise zu einem Menschen, wenn seine Aufmerksamkeit vollkommen abgelenkt ist, ohne jegliche vorbereitende Sorgen, Anstrengungen und Bezahlung. Wie kannst du daher sagen: „Bemühte sich und fand”? Denn wenn Arbeit investiert worden wäre, könnte man sagen: „Bemühte sich und erwarb“ oder „Bemühte sich und verdiente“ usw., aber nicht „Bemühte sich und fand“."
Das heißt, die Frage ist, warum steht geschrieben "ich habe mich angestrengt und gefunden". Denn diese beiden Dinge widersprechen sich vollständig. Wenn ich Anstrengung gebe, was habe ich dann gefunden? Gefunden gehört nicht zur Anstrengung.
Also was setzt er fort?
Abschnitt 41
"41. Es steht geschrieben: „Die Mich suchen, finden Mich.“ (Sprüche, 8:17). Das wird im Sohar hinterfragt: „Wo findet man den Schöpfer?“ Und es sagten die Weisen, dass man Ihn nur in der Tora findet. Auch über die Worte: „Fürwahr, Du bist ein verborgener Gott“ (Jesaja, 45:16) sagten sie, dass der Schöpfer sich in der Tora verhülle. Man muss ihre Worte richtig verstehen. Denn auf den ersten Blick ist der Schöpfer nur im Materiellen verhüllt, in den vergänglichen Werten dieser Welt, die sich außerhalb der Tora befinden. Wie kannst du das Gegenteil behaupten: dass Er sich nur in der Tora verhülle? Aber auch was die allgemeine Meinung betrifft, entsprechend welcher der Schöpfer sich auf so eine Weise verhüllt, dass man ihn begehren müsse – wozu braucht Er diese Verhüllung? Außerdem resultiert aus den Worten „Die mich suchen“ Folgendes: „Alle, die Ihn begehren, werden Ihn finden.“ Und man muss gut das Wesen dieses Wunsches und das Wesen dieses Fundes verstehen: Was sind sie und wozu?"
Schüler: Ist die Verbergung einheitlich für alle Geschöpfe, oder sind nur die Empfindungen, nur die Gefühle individuell?
Dazu müssen wir mehr ins Innere gehen, dann wird die Frage vor uns stehen.
Schüler: Warum muss ein Mensch den Schöpfer finden wollen? Aus welchem Grund will er Ihn finden?
Weil er so fühlt, dass er auf dem Weg steht, dass seine Verbindung mit dem Schöpfer gelöst werden muss, und dann kommt der Mensch zu allen Antworten auf alle Fragen.
Schüler: Was bedeutet "und die mich suchen werden mich finden"? Was bedeutet es, den Schöpfer zu suchen und Ihn zu finden? Worin drückt sich das aus?
So sagt er, dass der Schöpfer verborgen ist und wir, um Ihn zu finden, suchen müssen, wo Er sein kann, und durch was wir Ihn enthüllen können.
Schülerin: Die Angelegenheit des Widerspruchs, wie bei der ganzen Angelegenheit der Findung und der Verbindung zur Findung, ist das, weil die Findung nicht direkt mit der Anstrengung verbunden ist, sondern in den Händen des Schöpfers liegt und nicht immer der Arbeit entspricht, oder ist das eine direkte Verbindung?
Nein. Tatsächlich ist alles miteinander verbunden, aber damit wir auf direkte, richtige Weise von der Frage zur Lösung, zur Antwort übergehen, sehen wir so, dass wir bezahlen werden.
Schüler: Diese Formel "ich habe mich angestrengt und gefunden", das heißt, wenn wir im Zehner oder ich Anstrengungen investieren, entsprechend der Anstrengung, welche Abhängigkeit besteht von der Anstrengung, um den Schöpfer zu finden? Ist diese Abhängigkeit direkt oder nicht?
Wir werden das jetzt auf dem Weg klären.
Schülerin: Was bedeutet es genau, den Schöpfer in der Tora zu finden? Und wie hängt das damit zusammen, den Schöpfer im Zehner in der Verbindung zwischen uns zu finden?
"Den Schöpfer in der Tora zu finden" bedeutet, Ihn als zugehörig und die ganze Wirklichkeit erfüllend zu finden.
Schüler: Was ist unser Verständnis, dass wir den Schöpfer im Zehner enthüllen wollen? Sollte es nicht im Gefühl sein? Was ist dieses Verständnis?
Das Verständnis sollte im Gefühl sein.
Schüler: Wie kommen wir also jedes Mal im Zehner dazu, wirklich im echten Gefühl zu fühlen, dass der Schöpfer sich verbirgt und wir Ihn enthüllen wollen?
Weil alles im Gefühl geschieht. Der Schöpfer verbirgt sich. Wir müssen die Verbergung enthüllen.
Schüler: Das ist also die Frage, wie kommen wir zu diesem Zustand, dass wir verstehen und im Gefühl fühlen, dass Er sich in der Verbindung zwischen uns verbirgt? Wir machen die ganze Zeit Übungen, wir machen die ganze Zeit Workshops, wir treffen uns im Zoom während des Tages.
Ja.
Schüler: Wie kommen wir wirklich zum Gefühl, dass der Schöpfer sich verbirgt? Dass wir wirklich zu diesem Mangel kommen, dass wir Ihn in der Verbindung zwischen uns enthüllen wollen? Wir können uns manchmal um uns selbst drehen, und was? Es vergeht noch ein Tag und noch ein Tag. Wir wollen den Schöpfer finden.
Richtig. Anscheinend ist unsere Forderung noch nicht vollständig.
Schüler: Wie kommt man also zu dieser vollständigen Forderung? Denn das ist doch die ganze Sache, zu dieser Forderung zu kommen.
Gleich, jetzt stehen wir genau darauf.
Schülerin: Sie sagten, dass man den Schöpfer nur im Zehner finden kann, und wir sind auch so im Zehner, das heißt, wir müssen unser Gebet richtig aufbauen und darin Furcht einschließen, damit wir einen richtigen Kanal haben. Das heißt, wir erheben ein Gebet zum Schöpfer, wir danken dem Schöpfer für diese Möglichkeit, und dann bitten wir, dass Er mich mit dem Zehner verbindet, aber wir sind auch so im Zehner.
Und dann bitten wir, dass Er sich uns enthüllt, dass Er Kontakt mit uns aufnimmt und wirklich auf diesen Punkt klopft, weint, ich weiß nicht mehr, was man noch tun muss. Um Dir Zufriedenheit zu bereiten, ist das die richtige Richtung?
Lass uns damit anfangen, und danach werden wir fortfahren und präzisieren.
Schülerin: Was ist die Verbindung zwischen der Sehnsucht nach Enthüllung und der Verbergung?
Im Maß der Verbergung erwacht der Druck, der Wille zur Enthüllung.
Schülerin: Kann man sagen, dass die Kraft der Sehnsucht eigentlich dieselbe Achse ist, auf die wir die Enthüllung kleiden?
Ja.
Schüler: Wenn es ein Gefühl von unendlichem Guten vom Schöpfer gibt, dass Er sich so sehr für uns anstrengt, uns solche Quellen gibt, und nicht nur Quellen, sondern uns einen großen Rav gegeben hat, der uns das alles erklärt, der uns alles überträgt, sich selbst gibt, und sich darin große Freude für die Freunde offenbart, für das weltweite Kli, erfreut das den Schöpfer? Ist das Geben für Ihn?
Das wird sich klären. All das wird sich uns klären.
Schülerin: Was bedeutet es, dass der Schöpfer sich selbst in der Tora verbirgt?
Das bedeutet, dass wenn wir Tora lernen, wir anfangen zu sehen, durch welche Mittel, durch welche Fragen wir uns Ihm nähern und Ihn enthüllen können, uns mit Ihm verbinden können.
Schülerin: Durch unseren Versuch, uns mit dem Zehner zu verbinden, die Unterrichte, die der Schöpfer uns gibt, wie kann man fühlen oder wissen, dass du wirklich gefunden hast und nicht in das Netz deines Egos gefallen bist?
Weiter suchen, und dann werdet ihr sehen, ob ihr wirklich gefunden habt oder euch in diesen Fäden in Verwirrung befindet.
Schülerin: Wie kann man den Schöpfer hinter allem in der Wirklichkeit finden und sehen?
Wenn ihr auf den Schöpfer ausgerichtet seid, dann werdet ihr langsam, schrittweise sehen, wie Er sich hinter all der Verbergung offenbart, die Er zwischen Ihm und uns baut.
Schülerin: Welche innere Eigenschaft muss der Mensch entwickeln, damit der Schöpfer sich ihm offenbart und nicht mehr verborgen ist?
Im Grunde müssen wir uns vom Willen zu empfangen befreien, und dann werden wir in der Verbindung zwischen uns und dem Schöpfer im Willen zu geben sein und dort werden wir Ihn enthüllen.
Schüler: Wie verbindet sich der Blick auf den Freund mit dem Blick auf den Schöpfer mit dem Blick auf die Schöpfung, verbinden sie sich gleichzeitig oder nacheinander?
Der Blick auf den Freund wird bei jedem von uns direkter, klarer, näher, sodass ich durch die Verbindung mit den Freunden schrittweise der Verbindung mit dem Schöpfer näher komme.
Schülerin: Ich habe mich angestrengt und gefunden, wenn die Findung das Gegenteil vom Lohn ist, den wir von unserer Arbeit erwarten, bedeutet das, dass der Schöpfer sich an den überraschendsten Orten aus der Arbeit im Zehner offenbart, wenn wir keinen Lohn erwarten? Wie kommt man zu diesem Zustand im Zehner?
Wir müssen uns bemühen, zu einer solchen Verbindung im Zehner zu kommen, dass unsere Verbindung auf die Enthüllung des Schöpfers, auf das Gefühl des Schöpfers ausgerichtet ist, darauf, dass wir wirklich genau fühlen können, was sich in der Verbindung zwischen uns verbirgt. So offenbart Er sich.
Schüler: In Abschnitt 40 steht "ich habe mich angestrengt und gefunden, glaube, ich habe mich nicht angestrengt und gefunden, glaube nicht". Muss man zuerst diese Worte der Weisen verstehen, und dann muss man darauf achten, dass die Tora nicht zum Todestrank wird?
Man muss sich bemühen, diese Bedingung zu enthüllen, ich habe mich angestrengt und gefunden, glaube nicht, glaube schon, bis zu dem Punkt, dass wir sehen, dass Anstrengung, Mühe oder Bemühung, die wir investieren können, um zum Gefühl der Enthüllung zu kommen, proportional ist, unserem Willen entspricht. Deshalb offenbart sich hier diese Frage, ich habe mich angestrengt und gefunden. Wie kann das sein? Wie kann es sein, dass ich alle meine Kräfte investiere, um den Schöpfer zu enthüllen, und mich in der Erwartung befinde, dass Er sich offenbart? Das ist es, was jetzt in Abschnitt 40 gesagt wird.
In Abschnitt 41 sagt er, dass im Sohar geschrieben steht, dass die, die mich suchen, mich enthüllen wollen, sie werden mich sicher enthüllen, und man kann das nur in der Tora enthüllen und in keiner anderen Anstrengung oder an keinem anderen Ort. Nur in der Tora verbirgt sich der Schöpfer, das heißt, Er schuf die Tora so, dass dort Seine Verbergung ist, dort sind die Bedingungen in Seiner Verbergung.
Danach in Abschnitt 41 erklärt er, dass der Schöpfer sich selbst verbirgt, wozu? Damit wir unsere Trennung vom Schöpfer fühlen und anfangen, Ihn von Ihm zu erbitten, wie Er sich uns offenbaren kann, wie Er uns helfen kann. Und daher diese Frage "und die mich suchen werden mich finden". "Man muss gut verstehen, was dieses Suchen ist", das heißt, wir müssen gut verstehen, was diese Frage ist, was diese Bitte ist.
Schüler: Wir müssen das klären.
Ja. Ich wollte noch mit Abschnitt 42 fortfahren.
Abschnitt 42
"42. Du musst aber wissen, worin der Grund dieser ganzen Entferntheit besteht. Dass wir vom Schöpfer so fern sind und in einem solchen Grad gegen Seinen Wunsch verstoßen können, ist von einer einzigen Ursache hervorgerufen, die zur Quelle aller Leiden und Qualen wurde, die wir erdulden, sowie aller böswilligen Verbrechen und Unachtsamkeitsverstöße, über welche wir stolpern."
Hier liegt der Grund, warum wir uns in der Entfernung vom Schöpfer befinden, warum wir Ihn nicht fühlen. Diese Frage muss in uns sein.
Baal HaSulam fährt weiter fort, in der Mitte von Abschnitt 42. "Gleichzeitig ist klar, dass wir uns sofort von allem Kummer und Leid befreien werden und sofort der Verschmelzung mit dem Schöpfer mit dem ganzen Herzen und der ganzen Seele würdig werden, sobald dieser Grund beseitig ist." Das heißt, wenn wir genau nach dieser Frage fragen, dann offenbart sich uns der Schöpfer, und wir fühlen Ihn in unserem Willen, Ihn zu enthüllen.
Siehe, er sagt, wisse, "dass dieser ursprüngliche Grund in nichts anderem als" sich in der "Verringerung" unseres Gefühls befindet, "unseres Verständnisses", unserer Erkenntnis des Schöpfers, "im „Fehlen unseres Verständnisses Seiner Lenkung Seiner Geschöpfe“ besteht. Wir verstehen Ihn nicht so, wie es sich gehört.", als in uns seiend, uns lenkend, über uns herrschend.
Abschnitt 43
"43. Nehmen wir an, der Schöpfer würde Seine Geschöpfe in klarer Form lenken, so, dass zum Beispiel jeder, der etwas Verbotenes äße, sofort auf der Stelle ersticken und jeder, der ein Gebot ausführen würde, darin einen wunderbaren Genuss finden würde, der den wundervollsten Genüssen dieser materiellen Welt gleicht. Dann würde kein einziger Narr daran denken, etwas Verbotenes zu kosten, wohl wissend, dass er sofort deswegen sein Leben verlieren würde – genauso, wie er nicht darüber nachdenkt, in die Flammen zu springen.
Und was für ein Narr würde ein Gebot lassen, ohne es sofort mit aller Flinkheit auszuführen – wie er nicht zögern oder einen großen materiellen Genuss lassen kann, der in seine Hände gelangt, ohne ihn unmittelbar mit allergrößter Flinkheit zu empfangen. Wenn wir daher die klare Lenkung vor Augen hätten, wären alle Menschen vollkommene Gerechte."
Es ist uns klar, dass wenn die Vorsehung offen wäre, dann würde sicher niemand etwas gegen den Schöpfer tun. Das ist jedem klar.
Schüler: Kann ich zu Korrekturen kommen, wenn ich keinerlei Interesse habe, Bücher wie "Talmud Eser haSefirot" und "Sohar" zu lesen, aber ich nehme an den Morgenunterrichten teil und verbinde mich mit den Freunden? Was sollte meine Absicht sein, wenn ich diese Texte in so einem Zustand lerne?
Du musst in Verbindung mit den Freunden "Einführung in die Weisheit der Kabbala" lesen und verstehen und ein wenig "Talmud Eser haSefirot", aber hauptsächlich ist es "Einführung in die Weisheit der Kabbala", und dann wirst du fühlen, wie sehr du damit verbunden bist. Dein ganzes Lernen wird darauf ausgerichtet sein, die Verbindung zu lösen, die Verbindung des Schöpfers zur ganzen Wirklichkeit zu verstehen. Das heißt, du wirst dich mit deinen Freunden in der Gruppe nur deshalb verbinden wollen, um zu verstehen, was der Schöpfer euch in diesem Abschnitt, den wir jetzt gelernt haben, sagen will, und so werdet ihr zum Verständnis des Textes kommen.
Schülerin: Im Zustand, muss der Mensch danach streben zu fühlen, wem er die wahre Beziehung des Schöpfers zu ihm Freude bereitet, oder muss er versuchen, seine Sehnsucht zu reinigen?
Der Mensch muss Fragen stellen und sich bemühen, für sie eine Antwort in denselben Abschnitten zu suchen, die wir lesen.
Schülerin: Wenn Sie auf die Zehner des weltweiten Kli schauen, denken Sie, dass sie fähig sind, diese Verbergung zu überwinden? In welcher Form finden Sie die Zehner des weltweiten Kli?
Ich sehe unsere Zehner, dass sie sich der Enthüllung der Verbergung nähern, und dass wir zur Enthüllung des Schöpfers kommen werden. Das existiert in mir als Tatsache.
Schülerin: Sie sagten, dass im Maß der Verbergung Sehnsucht und der Wille zur Enthüllung offenbart werden. Können wir im Zehner, gegenüber den Freunden, diese Verbergung irgendwie nutzen?
Nein, das ist noch zu früh für uns, wir beherrschen noch nicht vollständig die Formen der Verbergung und Enthüllung, aber bald werden wir anfangen, das zu nutzen.
Schülerin: Was bedeutet Verbindung mit dem Schöpfer, wie kann man diese Verbindung mit dem Schöpfer zwischen uns beschreiben, wie kommt eine wahre Verbindung mit dem Schöpfer zum Ausdruck?
Eine wahre Verbindung mit dem Schöpfer kommt zum Menschen im Gefühl, wenn er unsere Quellen liest und dort die Handlungen des Schöpfers fühlt und daraus sich selbst darauf ausrichtet, sich mit dem Schöpfer zu verbinden und so voranschreitet.
Schülerin: Wie offenbart sich der Schöpfer gerade durch Verbindung? Was ist das Besondere an der Verbindung, das den Schöpfer dazu bringt, sich zu offenbaren?
Verbindung ist unsere Haupthandlung. Wenn wir die Entfernung zwischen uns überwinden und zur Vereinigung zwischen uns kommen wollen, dann kommen wir dadurch zur Erkenntnis, zum Gefühl des Schöpfers in uns.
Schüler: Der Schöpfer befindet sich in Verbergung. Wie kann man vom Glauben zum Gefühl übergehen, denn ich kann tausendmal sagen, dass Er gut und Gutes tuend ist, aber ich werde es nicht fühlen?
Du musst weiter darüber nachdenken, wie du die Beziehung des Schöpfers zu dir empfängst, bis du fühlst, dass Er wirklich gut und Gutes tuend zu dir ist und will, dass du Ihn so fühlst.
Schüler: Ist es wichtiger, dass meine Freunde das Gefühl vor mir erlangen?
Nein, das sind vorläufig nur Worte.
Schülerin: Was baut es im Menschen auf, wenn er es schafft, die "Verringerung unseres Verständnisses in Seiner Vorsehung" durch die Freunde, durch die Freundschaft zu überwinden, was baut das in ihm auf?
Was baut es in uns auf? Dass wir wirklich den Schöpfer in offener Form enthüllen wollen.
Schüler: Wenn ein Mensch Verbergung fühlt und er sich bemüht und Anstrengung gibt, den Schöpfer trotz der Verbergung zu enthüllen, was baut das in ihm auf?
Was baut es auf?
Schüler: Ja, im Menschen.
Aus den Mängeln, die er zu einem Gefäß organisiert, beginnt er, auf den Ort ausgerichtet zu sein, wo er versteht, dass der Schöpfer sich offenbart.
Schüler: Wie findet man Antworten, wenn unsere Natur uns davon abhält zu fragen?
Nein, die Natur hält uns nicht davon ab zu fragen, das ist nicht richtig.
Schüler: Wie kann man den Schöpfer enthüllen, ohne egoistisch an Ihm zu haften? Nach dem, was Baal HaSulam in Abschnitt 43 erklärt, klingt das unmöglich.
Ja, wir müssen am Schöpfer nur durch die Kraft des Gebens haften, den Willen zu geben.
Abschnitt 44
"44. Daraus wird klar, dass es uns in der Welt nur an klarer Lenkung mangelt. Denn bei klarer Lenkung wären alle Menschen vollkommene Gerechte und würden mit dem Schöpfer in vollkommener Liebe verschmelzen. Denn natürlich wäre es eine große Ehre für jeden von uns, sich dem Schöpfer anzunähern, Ihn mit dem ganzen Herzen und der ganzen Seele zu lieben und mit Ihm immer zu verschmelzen, ohne einen einzigen Augenblick zu zögern.
Dem ist aber nicht so, und es gibt keine Belohnung für ein Gebot in dieser Welt. Diejenigen, die gegen Seinen Wunsch verstoßen, werden durchaus nicht vor unseren Augen bestraft, sondern der Schöpfer ist geduldig mit ihnen. Mehr als das erscheint es uns manchmal, es wäre alles umgekehrt, wie es geschrieben steht (Psalmen, 73:12): „Siehe, das sind die Gottlosen: Sie sind glücklich in der Welt und werden reich.“ Und daher wird sich nicht jeder, der sich dem Schöpfer nähern möchte, sich Ihm nähern können, sondern wir stolpern bei jedem Schritt bis hin zu dem, was von den Weisen gesagt wurde (WaYikra Rabba, 2): „Einen Mann von Tausend fand ich (Prediger, 7:28). Eintausend gehen in den Raum, und einer geht hinaus, um zu lehren.“
Daher ist das Verständnis der Lenkung des Schöpfers der Grund für alles Gute und das Unverständnis der Grund für alles Böse. Folglich ist das ein Pol, um welchen sich alle Menschen drehen, zur Bestrafung oder zur Gnade."
Schüler: Was ist "sich mit Ihm, gepriesen sei Er, mit ganzem Herzen und ganzer Seele zu befreunden und zu lieben"?
Sich zu verbinden, sag es einfach.
Schüler: Ich verstehe aus dem Abschnitt, dass uns fehlt, die Vorsehung des Schöpfers zu erkennen und dass Er sie vor uns verbirgt, damit wir uns entwickeln können. Es kommt heraus, dass wir auf dem Weg gehen, und unser Wille und unsere Sehnsucht, den Schöpfer zu enthüllen, stören uns eigentlich bei der Arbeit. Wie soll ich zum Schöpfer voranschreiten und andererseits Seine Enthüllung nicht wollen?
Warum nicht wollen, wer hat dir gesagt, dass du es nicht wollen sollst?
Schüler: Das kommt als offene Vorsehung heraus, und dann werde ich sozusagen mein Ego benutzen. Wenn ich weiß, dass ich den Schöpfer enthüllen werde, kommt das als so ein egoistisches Format heraus.
Dann wünsche es, sehr gut, wünsche den Schöpfer zu enthüllen. Du brauchst nichts anderes, denk nur daran.
Schüler: Wie kann man das trotz des Egos nutzen? Denn ich glaube, ich weiß, dass ich den Schöpfer enthüllen werde, also kann ich meinen zukünftigen Zustand sozusagen schon jetzt verinnerlichen.
Wie wirst du ihn verwirklichen? Du hast nicht die Eigenschaft des Glaubens. Du denkst einfach, dass du in der Zukunft, irgendwann, sie erlangen wirst. Und wer wird das jetzt erlangen, oder beim nächsten Mal, oder irgendwann, das ist nicht bekannt. Deshalb richte dich darauf aus, dass du mit den Freunden, mit derselben Gruppe, die dort mit dir sitzt, du zusammen mit ihnen jetzt in größerer Verbindung zur Enthüllung des Schöpfers gehst. All das hängt von der Kraft und der Intensität der Verbindung zwischen euch ab.
Das war's, sehr gut, ich freue mich, dass ihr mich verstanden habt.
Schüler: Ich habe verstanden, dass der Schöpfer sich selbst verbirgt, damit wir Ihn in unserem Willen enthüllen?
Ja.
Schülerin: Warum ist es nicht besser, eine direkte, unmittelbare Verbindung mit dem Schöpfer aufzubauen, wie eine Mutter zum Baby oder ein Vater zum Kind?
Wir machen es eigentlich so, nur beginnen wir von einer noch geringeren Verbindung als das.
Schülerin: Muss wahre Liebe Verbergung einschließen, damit wir nicht vor Scham verbrennen?
Der Mensch muss nicht aus zehn Freunden bestehen, sondern sich in sie einschließen. Das ist wünschenswert. Aber es ist keine Bedingung, die nicht erfüllt werden kann.
Schüler: Brauchen wir auch Verbergung, um die Liebe zu enthüllen?
Ja.
Schüler: Wie kann man am Schöpfer nur mit der Kraft zu geben haften und nicht wieder in einem anderen egoistischen Willen sein?
Wir wollen am Schöpfer mit unserer Kraft zu geben angehaftet sein. Und um an Ihm angehaftet zu sein, wollen wir von Ihm auch die Kraft des Gebens empfangen, die wir haben werden, dass Er an uns haftet und wir an Ihm.
Schüler: Er schreibt hier in Abschnitt 44, "einen Menschen von tausend habe ich gefunden", "tausend treten in den Raum ein und einer geht zur Belehrung hinaus" und es gibt noch viele ähnliche Verse zu diesem Prinzip.
Ja.
Schüler: Warum will der Schöpfer, dass nur einer von tausend zur Belehrung hinausgeht?
Wenn wir uns auf denjenigen ausrichten, der einer von tausend sein wird und für all diese Tausende stehen wird, dann richten wir uns damit auf den Schöpfer aus.
Schüler: Wer sind diese Tausend, wen repräsentieren sie und wer ist dieser Eine?
Das ist nicht wichtig. Es gibt keinen Unterschied.
Schüler: Warum ist nicht jeder eigentlich ein direkter Vertreter gegenüber dem ganzen System? Jeder arbeitet gegenüber dem ganzen Allgemeinen. Warum von tausend einer?
Du sagst eigentlich so: Warum soll der Mensch, der zum Schöpfer kommen will, nach dem Einen streben?
Schüler: Ja. Also einer, jeder muss zum Schöpfer streben.
Dann ist es in Ordnung.
Schüler: Wer sind diese Tausend, warum müssen nicht alle Tausend zum Schöpfer streben?
Darüber steht geschrieben: "Einen Menschen von tausend habe ich gefunden".
Schüler: Warum, was ist dieses Prinzip?
Das Prinzip ist, dass der Schöpfer jeden Einzelnen von den Tausend prüft.
Schüler: Es kommt hier ein Prozent von tausend einer heraus.
Ja.
Schüler: Warum ist dieses Prinzip so aufgebaut, warum kommen nicht alle an, warum nur einer von tausend?
Letztendlich kommen alle an. Aber wie wir darauf schauen sollen, wir schauen auf tausend und dass alle wie einer sein werden.
Schüler: Es gibt einen von tausend, warum gibt es so eine Begrenzung? Als ob eine Selektion. Von tausend tritt einer ein.
Du hast recht.
Schülerin: Warum benutzt er das Wort "gefunden", "Findung", oder "ich habe mich angestrengt und gefunden", was ist die Absicht bei Findung oder finden?
Weil er vorher nicht sah, und jetzt, wenn er sich mit allen verbindet, findet er in ihnen eine Neigung, eine Richtung.
Schüler: Je mehr wir Seine Eigenschaft enthüllen, desto mehr enthüllen wir auch, dass wir von Ihm entfernt sind. Ist es das, was uns Kraft gibt, uns nach Ihm zu sehnen?
Nein. Überhaupt nicht so. Du sollst die Bedingungen, die in dieser Einführung geschrieben sind, nicht verwechseln.
Schülerin: Ist die Enthüllung des Schöpfers, nach der wir uns sehnen, ein permanenter Zustand der Enthüllung oder ist es ein Zustand von Momenten, dass der Mensch den Schöpfer enthüllt und Er ihm verschwindet?
Wir müssen zum Schöpfer kommen, der die ganze Wirklichkeit in sich einschließt, und dann haften wir von dieser Wirklichkeit an.
Schülerin: Ist das ein permanenter Zustand oder muss der Mensch in einem Zustand leben, dass der Schöpfer die ganze Zeit enthüllt ist?
Ja.
Schülerin: Wie bleibt er sozusagen frei in so einem Zustand, oder ist er vollständig süchtig nach dem Schöpfer?
Dadurch, dass wir an Ihm haften, wohin Er sich auch verändert, verändern wir uns auch, um angehaftet zu sein.
Schülerin: Also die Identität des Menschen, seine Freiheit bleibt darin, dass er jedes Mal Partner in Seiner Handlung sein will. Gibt es noch immer eine Distanz, die er die ganze Zeit zu schließen versucht?
Ja.
(Ende des Unterrichts)