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Sich bemühen zu verwirklichen, was der Schöpfer heute von mir will
Gesprächstranskript 29.05.2026
Roi: Rav, wie sehen Sie den Schöpfer in jedem Zustand?
Rav: Ich glaube nicht, dass es so ist. Vielmehr bemühe ich mich, auf umgekehrte Weise dorthin zu gehen. Das heißt, womit beschäftige ich mich? Ich beschäftige mich mit etwas, das mich an den Schöpfer erinnert, nicht mit dem Gegenteil.
Dudi: Während wir hier sitzen, Wassermelone essen, die Freunde zusammen sind – wie bringen wir den Schöpfer hier herein, wie laden wir Ihn zu uns ein und vergessen Ihn nicht?
Rav: Schon dadurch, dass du hier bist, ist Er gewiss schon mit euch verbunden.
Dudi: Warum?
Rav: Warum? Weil wir ohne Ihn keinen solchen Gedanken bekommen würden.
Dudi: Der Gedanke an den Schöpfer kommt also vom Schöpfer?
Rav: Er kommt vom Schöpfer, klar.
Dudi: Und wir – was müssen wir dann machen?
Rav: Was ihr machen müsst? Denk nach.
Dudi: Aber wenn Er mir keinen Gedanken an Ihn schickt – woher soll mir ein Gedanke an Ihn kommen?
Rav: Ja, das stimmt.
Michael: Kann man den Schöpfer als Treibstoff beschreiben?
Rav: Man kann den Schöpfer als unseren Treibstoff darstellen.
Michael: Ja. Sagen wir, Er hat uns ermöglicht, hierher zu kommen, ja, jetzt sitzen wir hier, das ist Treibstoff.
Rav: Ja.
Michael: Ja.
Roi: Rav, der Schöpfer ist vor dem Menschen immer verborgen, ja?
Rav: Nur in dem Maße, in dem der Mensch Ihn fordert, über all die Forderungen hinaus, die über ihn kommen, so offenbart er den Schöpfer.
Roi: Was genau offenbart sich dann, wenn der Schöpfer immer verborgen ist?
Rav: Nicht immer ist Er... Er ist nicht immer verborgen, Er ist verborgen gemäß deiner Forderung.
Roi: Die Forderung des Menschen bestimmt, ob Er verborgen oder offenbart ist?
Rav: Ja.
03:21
Roi: Das heißt, die Offenbarung des Schöpfers geschieht durch das Gebet des Menschen?
Rav: Ja.
Roi: Aber gibt es ein Ergebnis der Offenbarung des Schöpfers, oder ist allein die Tatsache, dass du im Gebet zu Ihm bist, für dich schon Offenbarung des Schöpfers?
Rav: Das nennt man schon Offenbarung des Schöpfers.
Roi: Allein die Tatsache, dass es einem Menschen gelingt zu beten?
Rav: Mhm.
Michael: Aber wo ist hier der Genuss, in diesem ganzen Prozess, wo ist hier der unendliche Genuss, wie die Kabbalisten beschreiben, dass es der größte Genuss ist, den es geben kann?
Rav: Dahin musst du erst kommen.
Dudi: Ist der Genuss nur dann, wenn der Schöpfer offenbart ist, oder kann man auch in der Verborgenheit zum Genuss kommen? Genuss...
Rav: Ja.
Dudi: Wird Er gefühlt, wenn der Schöpfer offenbart ist, oder auch in der Zeit der Verborgenheit?
Rav: Auch in der Zeit der Verborgenheit.
Dudi: Woraus kommt der Genuss in der Zeit der Verborgenheit?
Rav: Daraus, dass der Schöpfer nicht offenbart ist und mir damit die Möglichkeit gibt, Ihn zu offenbaren, Ihm nachzulaufen.
Michael: Das heißt, die Sehnsucht nach dem Schöpfer ist der Genuss?
Rav: Kann sein.
Michael: So etwas wie Offenbarung gibt es nicht. Sagen wir Essen – ich weiß, dass wir gleich eine Mahlzeit haben werden, also genieße ich die ganze Zeit, dass es sie geben wird. Aber in dem Moment, wo es die Mahlzeit schon gibt...
Dudi: Der Genuss hebt das Verlangen auf.
Michael: Ja, also mit dem Schöpfer kann das quasi nicht passieren, klar, und deshalb kommt heraus, dass der Schöpfer sich quasi nie offenbart. Immer ist Er... der Genuss kommt aus der Sehnsucht. Stimmt das so? So etwas gibt es nicht, dass das Licht das Gefäß wirklich füllt und das war's. Und dann ist Er, dann ist Er einfach...
Rav: Nein. Das hängt schon von dir ab.
Roi: Ich versuche die Frage ein bisschen anders zu stellen. Beim Menschen, in seinem Verlangen – jede Füllung, die er bekommt, füllt das Verlangen und das war's, es ist vorbei. Die Frage ist: Ist die Offenbarung des Schöpfers eine Füllung des Verlangens, die danach endet, oder füllt der Schöpfer das Verlangen nicht?
Rav: Der Schöpfer füllt das Verlangen nicht, aber er bereitet dir eine Reihe von Verlangen vor, die du durchläufst, und am Ende fühlst du es so.
06:19
Roi: Also der Schöpfer – allein die Offenbarung des Schöpfers erzeugt dem Menschen weitere Verlangen, weitere Mängel.
Rav: Ja.
Roi: Er verstopft ihn nicht, er verschließt ihn nicht. Man kommt durch die Offenbarung des Schöpfers nicht zur Sättigung?
Rav: Nein.
Roi: Was hat der Mensch dann von der Offenbarung des Schöpfers, wozu braucht er das? Denn es kommt ja quasi heraus, dass sein Gefäß sich nie füllt – es ist nicht so, dass er plötzlich satt wäre oder so. Wozu also braucht der Mensch die Offenbarung des Schöpfers überhaupt?
Rav: Sie gibt ihm Genuss. Aus keiner Handlung bekommst du Genuss. – Ja, Mushi, was?
Michael: Das ist, wie die ganze Zeit Essen zuzubereiten und nicht zu essen. Ja, ist das ähnlich?
Rav: Nein.
Michael: Nicht ähnlich?
Rav: Du bereitest Essen zu und isst es zusammen mit den Freunden, und das ist es, was dich füllt.
Wlad: Und außerdem fühlt er bei diesem Essen jeden Geschmack, den es im Essen gibt, oder? Man fühlt die Geschmäcker.
Dudi: Aber was füllt, was füllt da – die Mahlzeit, die er isst, dass die Freunde essen, dass er ihnen Essen zubereitet hat – woher genau kommt der Genuss?
Rav: Alles.
Dudi: Ähm...?
Rav: Alles.
Dudi: Alles. Wie verwandle ich, sagen wir, diesen Moment in Genuss, wie bekomme ich in diesem Moment Genuss? Woraus genau? Aus dem Wissen über den Schöpfer, der uns hier versammelt hat? Das ist ein Wissen – wo ist das Gefühl, wo ist hier quasi der Genuss?
Rav: Daraus, dass der Schöpfer dich füllt.
Dudi: Und wenn er nicht füllt, dann erzähle ich mir selbst, dass ja – der Schöpfer hat uns jetzt versammelt, uns organisiert, er hat hier alles gemacht, er lenkt alle Angelegenheiten, und... warum führt das zum Genuss, was davon führt hier zum Genuss?
Rav: Weil das der Schöpfer macht.
Dudi: Na und, was, wenn der Schöpfer es macht – warum verwandelt sich das in Genuss? Der Schöpfer macht alles, wie verursacht das Genuss?
Rav: Der Schöpfer bringt ... alles, und du füllst den Genuss.
09:11
Michael: Mir scheint quasi, hier fehlt einfach die Masse. Du kannst aus einem Zehner von fünf, sechs Leuten nicht so erreichen, dass der Schöpfer groß ist. Wenn es Millionen sind, klar.
Rav: Das ist nicht der Glaube, den man von dir verlangt.
Michael: Was?
Rav: Das ist nicht der Glaube, den man von dir verlangt.
Roi: Welchen Glauben verlangt man?
Rav: Man verlangt den Glauben an seinen Lehrer. Dass alles, was getan wird, der Schöpfer macht, und es auf die richtigste Weise macht, und das musst du annehmen.
Dudi: Das lähmt dich also. Das, was der Schöpfer macht, ist ganz, vollkommen. Was haben wir da schon hinzuzufügen, zu machen? Dann kommen Menschen nicht zum Morgenunterricht, oder Menschen wollen nicht verbreiten. Das, was der Schöpfer macht, ist ganz und vollkommen – oder nicht? Gibt es Raum zu sagen: „Nein. Das ist nicht gut. Das reicht nicht. Wir müssen fordern. Wir müssen die Wichtigkeit erheben, wir müssen mehr hinzufügen, mehr verbreiten, mehr von allen fordern", oder: „Der Schöpfer ist ganz, vollkommen, da gibt es nichts anzurühren"? Was ist richtig?
Rav: Der Schöpfer ist vollkommen.
Dudi: Der Schöpfer ist vollkommen, danach... Punkt. Da gibt es nichts mehr hinzuzufügen danach.
Rav: Da gibt es nichts hinzuzufügen.
Roi: Rav, gibt es...? Rav, gibt es außer den Kabbalisten in der übrigen Menschheit irgendeinen Teil der Menschheit, der aus der Größe des Schöpfers heraus wirkt, oder wirken nur die Kabbalisten aus der Größe des Schöpfers heraus?
Rav: Kabbalisten sind die, die aus der Größe des Schöpfers heraus wirken, und das war's.
11:08
Roi: Alle übrigen Teile der Menschheit – ja, wir haben von Religiösen gehört, die alle möglichen Handlungen machen. Bei ihnen: die Handlungen, die sie machen, machen sie die aus der Größe des Schöpfers heraus, oder haben sie irgendein anderes Motiv, das sie dazu bringt, Handlungen zu machen?
Rav: Sie wollen ihn offenbaren.
Roi: Alles, was sie machen, ist also aus einem inneren Motiv heraus, dass ich den Schöpfer offenbaren will.
Rav: Ja.
Roi: Obwohl sie Dinge machen, die sozusagen dem Nächsten schaden. Sie machen Handlungen, schaden dem Nächsten, aber trotzdem ist es aus ihrem inneren Motiv heraus, den Schöpfer zu offenbaren.
Rav: Nein. Na, so weit begreife ich nicht, dass sie fragen.
11:59
Roi: Na, darauf, na, darauf sitzt die Frage. Das heißt, was treibt sie an, dass sie solche Treibstoffe haben, um so extreme Dinge zu machen?
Rav: Ich glaube nicht, dass sie extremer sind als wir.
Roi: Worin sind Kabbalisten extrem?
Rav: Kabbalisten sagen: „Ich gehe den Schöpfer offenbaren, auch wenn das über mir ist."
Roi: Wird ein Kabbalist je dem Nächsten schaden, um den Schöpfer zu offenbaren, oder wird so etwas nie passieren?
Rav: Ein Kabbalist empfängt, was er vom Schöpfer empfängt – und ob er die Kraft hat, das zu überwinden und sich dem Schöpfer anzunähern.
Roi: Aber wird ein Kabbalist jetzt je eine Handlung machen, die dem Nächsten schadet, um den Schöpfer zu offenbaren? Würde er so etwas machen, oder würde er dem Nächsten nie schaden?
Rav: Nein. Hat er nicht.
Roi: Das heißt, der Nächste ist ihm wichtiger als der Schöpfer, wenn er jetzt so eine Prüfung hat. Bekommt er eine Prüfung?
Rav: Nein.
13:43
Dudi: Noch eine Frage. Was kann ein Mensch nur von den Freunden bekommen, das er nicht aus Büchern, vom Lehrer, überhaupt von keinem Mittel in der Realität bekommen kann? Nur von den Freunden, nur das kann er von dort, von ihnen, bekommen?
Rav: Die Größe des Schöpfers.
Michael: Ich wollte fragen. Die Größe des Schöpfers – ist das etwas Größeres als die Größe der Eigenschaft des Gebens, oder muss ich es deuten, dass ich die Größe des Schöpfers so deute, das heißt: Wer ist der Schöpfer? Ich weiß nicht, wer das ist, das ist Sein Wesen. Ich erfasse ihn in mir als die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Wenn ich diese Eigenschaft – dass in mir Liebe und Geben sind – schätze und für wichtig halte, heißt das, dass der Schöpfer in meinen Augen groß ist. Stimmt das, oder ist die Größe des Schöpfers etwas viel Größeres als nur die Größe der Eigenschaft des Gebens?
Rav: Mehr.
Michael: Mehr. Aber auch das, dass ich die Eigenschaft des Gebens für etwas Großes halte – das ist schon ein Teil davon?
Rav: Ja.
14:40
Michael: Klar, dass der Schöpfer viel größer ist als die Eigenschaft des Gebens – das ist, wenn ich richtig verstehe, einfach eine Frage: Um eine Verbindung mit Ihm herzustellen, muss ich mich auf Liebe, auf Geben einstellen, den Freunden näher sein, und dann bin ich dem Schöpfer näher, aber er selbst ist viel größer als das, ja?
Rav: Ja.
Michael: Vielleicht gelingt es uns deshalb nicht, zur Größe des Schöpfers zu kommen, weil wir nicht einer für den anderen beten?
Rav: Ja, die Lösung ist, zur Liebe der Freunde zu kommen und sich von da aus zu bemühen, zur Liebe des Schöpfers zu kommen.
Michael: Eine Frage – dass jeder sagt, was wir noch nicht gemacht haben, was nicht... welches Mittel wir noch nicht benutzt haben?
Rav: Das fragt man am Ende jeder Versammlung der Freunde.
Roi: Rav, muss sich in der Arbeit etwas ändern, dass...?
Rav: Im Menschen.
Roi: Nur im Menschen. Draußen ändert sich nichts, und der Mensch versteht, der Mensch weiß, dass es geschehen ist, dass er den Schöpfer erlangt hat – weiß er das?
Rav: Ja.
16:12
Dudi: Und die Veränderung im Menschen – wenn alle Veränderungen nur im Inneren des Menschen sind, im Herzen des Menschen, woraus ergibt sich dann die Veränderung, die Veränderungen, das Tempo der Veränderungen – was treibt das an?
Rav: Die Umgebung.
Dudi: Die Umgebung – Freunde können das in mir beschleunigen und verändern, sonst kann ich noch zehn Jahre im selben Zustand feststecken, und die Freunde können mich in einer Sitzung nach innen bewegen.
Michael: Rav, sehen Sie unseren nächsten Schritt nach dem Kongress der Zehner – was ist der nächste Schritt?
Rav: Ich denke, das Ergebnis davon ist, dass wir uns alle mehr öffnen werden.
Michael: Worin drückt sich das dann aus – sagen wir, ich weiß nicht, nur ein Beispiel, eine Verbindung zwischen den Zehnern, oder ist eine Verbindung noch zu früh?
Rav: Nein, keine Verbindung zwischen Zehnern – eine Verbindung innerhalb jedes einzelnen Zehners.
Michael: Aber das machen wir doch jetzt – jetzt in diesem Kongress, sagen wir, kommen wir sicher zu einer Verbindung, die gut sein wird, die Verbindung im Zehner wird besser sein – und was ist die nächste Stufe? Wir haben die Verbindung gemacht, wohin die Gemeinschaft in der nächsten Stufe führen? Man muss dem Menschen ja die ganze Zeit etwas vor sich darstellen, dass es noch irgendein Ziel gibt – wie siehst du die nächste Stufe?
Rav: Dass jeder einzelne Mensch in jedem einzelnen Zehner...
18:10
Wlad: Dass jeder einzelne Mensch im Zehner an seinem Freund anhaftet?
Rav: Na, das sind schöne Worte.
Michael: Die Verbindung zwischen den Zehnern ist noch zu früh?
Rav: Ja, ich höre auch nicht, dass man das will.
Roi: Verursacht der Mensch seine eigene Erlangung, oder bringt ihn seine Umgebung in die Spiritualität, verursacht seine Erlangung?
Rav: Die Umgebung.
Roi: Wodurch kann die Umgebung den Menschen jetzt in die Spiritualität bringen?
Rav: Dadurch, dass sie ihm den Weg vor ihn legt.
Roi: Wie? Wie können wir, wie zeigt eine Umgebung, wie zeigt ein Zehner dem Menschen den Weg zum Schöpfer?
Rav: Jeder zeigt dem anderen den Weg, führt ihn.
Schüler: Aber wie zeigen Sie ihm den Weg? Wie wissen Sie, ihm zu sagen: Der Schöpfer ist dort, und das ist es, was du machen musst?
Rav: Ich denke, ich habe dafür nicht so recht Worte.
Dudi: Wenn ich es richtig verstehe, dann der Eintritt in die Spiritualität – richtig, jeder Mensch hat seine eigene Seelenwurzel auf seinem Weg des Fortschritts, aber zusammen damit sind es die Umgebung, die Freunde, der Zehner, die den Fortschritt beschleunigen, antreiben, und die gegenseitige Unterstützung, die Bürgschaft in ihm kann den Menschen in die Spiritualität hinausführen – aber wenn ein Mensch dann die ganze Zeit für seine Freunde sorgt, ihnen ein Beispiel zu geben und zu handeln, was garantiert ihm, dass auch die Freunde so ihm gegenüber handeln?
Rav: Das ist es, was garantiert.
20:07
Dudi: Wenn ich mich zu hundert Prozent um die Freunde sorge, verkaufe ich mich an sie.
Rav: Das kannst du nicht.
Dudi: Nicht hundert Prozent, okay – so viel ich Kraft habe, für sie beten, für sie bitten, ein Beispiel geben – das garantiert, dass auch ich von ihnen dieses Beispiel bekomme.
Rav: Ja.
Ilan: Fühlen Sie, dass die „Bnei Baruch" Ihnen den Weg geebnet haben? Sagen wir, wenn Sie sich so vierzig Jahre zurücknehmen.
Rav: Ja.
Ilan: Fühlen Sie, dass „Bnei Baruch" Ihnen den Weg geebnet haben?
Dudi: Aber was ist gemeint, dass sie ihm den Weg geebnet haben – vielleicht umgekehrt?
Ilan: Fühlen Sie, dass... nein, dass sie Ihnen... dass sie Sie auf diesem Weg gezogen haben, dass sie für Sie Treibstoff auf diesem Weg waren?
Rav: Nicht ganz, aber in etwas schon.
21:09
Dudi: Gibt es Angst, dass vielleicht „Bnei Baruch" quasi nicht überleben wird – gibt es so eine Angst, gibt es da so einen Raum?
Rav: Die gibt es.
Dudi: Oder ist „Bnei Baruch" das verheißene Land, es hat eine Aufgabe – egal, was wir reden, weinen, lachen, es gibt eine Aufgabe, lauft nicht davon weg?
Rav: Nein.
Dudi: Nein.
Michael: Das heißt, der Schöpfer kann uns alle zerstreuen und eine andere Gruppe bringen, in noch irgendwelchen...
Wlad: ...tausend Jahren.
Rav: Er hat noch weitere Wege.
Michael: Ja? Das heißt, wir sind nicht die Einzigen beim Schöpfer, er hat noch einige Dinge zu offenbaren – das heißt, wenn wir das nicht verwirklichen, dann... So fühlen Sie das?
Rav: Ich ... dass ich in jedem Moment, an jedem Tag wissen muss, was richtig zu machen ist.
Dudi: Aber das ist für heute – aber trotzdem braucht man doch einen Plan nach vorn, oder? Eine Woche, zwei Wochen, wie beim Sparen: man sagt sich, ich habe Geld für heute, ich arbeite damit, ich weiß nicht, was schert mich noch eine Woche, noch ein Monat, noch ein Jahr – schauen Sie trotzdem die ganze Zeit ein paar Schritte voraus, oder gibt es da kein...? Ist es wirklich [so], ich stehe morgens auf, was fühle ich, was der Schöpfer heute von mir will, ich bemühe mich, das zu verwirklichen, das war's – nicht groß vorausplanen?
Rav: Das ist eine Frage. Das ist eine Frage.
Dudi: Das heißt, sich nicht über die Zukunft Sorgen machen, über die Gegenwart, über heute?
Rav: Sich nicht über die Zukunft Sorgen machen? Das stimmt nicht – und man soll sich bemühen, heute dahin zu kommen.
(Ende des Gesprächs)