Tägliche Lektion3. Juni 2026(Morning)

Part 2 Baal HaSulam. Einführung in die Weisheit der Kabbala (Pticha) (01.03.2001)

Baal HaSulam. Einführung in die Weisheit der Kabbala (Pticha) (01.03.2001)

3. Juni 2026

Dieses Transkript wurde mithilfe KI aus dem hebräischen Original übersetzt und nicht redaktionell bearbeitet.

Rohtranskription ohne finale Korrekturen. Es kann Fehler geben.

Morgenunterricht 01.03.2001

Buch "Schriften des Baal HaSulam", S. 161, "Pticha le Chochmat haKabbala" (Einführung in die Weisheit der Kabbala), Lektion 1

Teil 1 – vom Anfang bis Minute 26:11
Dauer: 26:11

Teil 2 – von Minute 26:12 bis Minute 50:50
Dauer: 24:38

Teil 3 – von Minute 50:51 bis zum Ende (84:51)
Dauer: 34:00

Teil 1

Rav: ...einen kurzen Kurs zu machen nach dem Artikel "Einführung in die Weisheit der Kabbala" von Baal HaSulam, zehn, fünfzehn Treffen, und danach machen wir weiter. Ich sage nicht, dass wir damit alles abschließen müssen und ich verschwinde. Danach kann man weitermachen, aber der Grundkurs soll so kurz und sachlich wie möglich sein, und in einem weiteren Kurs gehen wir dann schon und können jedes einzelne Thema für sich öffnen und durch alle weiteren Zweige der Weisheit der Kabbala spazieren. Mein Ziel jetzt ist es also, so wenig Treffen wie möglich zu machen und so viel Material wie möglich, einfach konzentriert und verständlich, zu geben.

"Pticha le Chochmat haKabbala" ist ein Artikel von Baal HaSulam, einer aus der Einleitung zum "Sulam-Kommentar zum Buch Sohar". Ohne diesen Artikel kann man nicht verstehen, was im Sohar geschrieben steht, ohne diesen Artikel kann man überhaupt nicht herangehen und verstehen, was in irgendeinem Buch in der Sprache der Kabbala geschrieben steht. Es gibt die Sprache der Kabbala, die Sprache des Tanach, die Sprache des Talmud und die Sprache der Aggada. Die Sprache der Kabbala ist die wissenschaftliche Sprache der Wissenschaft, die Weisheit der Kabbala heißt, die über die Realität aller Welten, der gesamten Natur, sowohl der materiellen als auch der spirituellen, spricht. Und diese Sprache müssen wir uns jetzt langsam aneignen und in ihr sprechen und sie lernen und durch sie die Realität lernen, in der wir uns befinden.

Die ganze Weisheit beginnt bei ihrer Quelle, die Quelle der Weisheit heißt "Wille des Schöpfers, seinen Geschöpfen Gutes zu tun". Es gibt eine einzige, einzigartige und besondere Kraft, die in allen Welten und in der gesamten Realität wirkt. Diese Kraft nennen wir "Schöpfer", weil aus ihr danach alle weiteren Kräfte und alle weiteren Stufen der Realität geboren werden und kommen. Sein Wille, seinen Geschöpfen Gutes zu tun, bedeutet entsprechend der Bedeutung der Worte: das Geschöpf zu erschaffen und ihm Gutes zu tun.

02:41

Womit Gutes tun? Da der Schöpfer einzigartig ist, kann man Gutes tun nur in einer einfachen Form: das Geschöpf so machen, dass es auf der gleichen Stufe wie der Schöpfer ist. Wie macht man das? Um das Geschöpf zu erschaffen und es zur Stufe des Schöpfers zu bringen, muss man dem Geschöpf all die Kräfte, all die Weisheiten, all die Mittel, all die Beispiele dafür geben, dass es so sein wird. Der Schöpfer hat sozusagen zwei Probleme, zwei Ziele: einerseits das Geschöpf zu erschaffen – und das Geschöpf muss außerhalb des Schöpfers sein, Schöpfung kommt vom Wort "bar", außerhalb der Stufe, einerseits –, und andererseits, dass dieses Geschöpf genauso wie der Schöpfer sein soll, wie ein Ding und sein Gegenteil empfinden wir hier. Wie kommt man zur Umsetzung dieses Problems? Und hier gehen wir schon gleich zu Zeichnungen und Definitionen über.

Wir lernen, dass es eine Kraft gibt, die "Schöpfer" heißt oder die "Sein Wesen" heißt (Zeichnung). Seine Beziehung zu den Geschöpfen heißt "Schöpfer". Die Natur des Schöpfers ist der Wille zu geben, der Wille, Gutes zu tun, und dieser Wille, Gutes zu tun, heißt bei uns Bchina "Schoresch" (Wurzel) oder "Keter". Aus dieser Bchina Schoresch – Keter oder Schöpfer, es ist nicht wichtig, wie man es sagt –, dadurch, dass er Gutes tun will: Was fehlt, wenn er Gutes tun will? Es fehlt jemand, der seine Wohltat empfangen will. Was ihm also fehlt, fehlt nur ein Wille zu empfangen. Der Schöpfer will...

Deshalb ist die erste Bchina, das Geschöpf, eigentlich das erste, das erschaffen wurde, das "Chochma" heißt – das ist schon das erste Geschöpf. Seine Natur ist Wille zu empfangen. Was will es empfangen? Das, was der Schöpfer, Bchina Schoresch, geben will. Lasst uns das bildlich darstellen: Ein Pfeil, das wird der Wille zu empfangen sein, und ein Becher, ein Becher als Gefäß, das ist der Wille zu geben, und das ist der Wille zu empfangen.

06:18

Der Wille zu geben heißt bei uns "Licht", und der Wille zu empfangen heißt bei uns "Gefäß". Bchina Alef ist also der Wille zu empfangen, Bchina Schoresch ist der Wille zu geben, und das Licht oder der Wille zu geben füllt das Gefäß oder den Willen zu empfangen. Was passiert dann weiter? Es passiert weiter, dass das Licht, das das Gefäß füllt, dieses Licht, das das Gefäß füllt, außer dem Genuss – der Wille zu geben –, es dem Gefäß auch seine Natur gibt, den Willen zu geben, und das baut im Gefäß einen Willen auf wie im Keter, einen Willen zu geben. Das ist schon Bchina Bet. Das heißt, das Licht selbst heißt, sagen wir, Überfluss, Genuss, und sein Wille ist der Wille zu geben. Es hat zwei Eigenschaften: Wille zu geben, das ist seine Natur, und was es dem Willen zu empfangen gibt, das ist der Genuss. Und in Bchina Alef gibt es dem Gefäß, dem Geschöpf, den Genuss zu fühlen, und in Bchina Bet überträgt es dem Geschöpf seine Natur zu geben. Und dann will dieses Geschöpf auch geben, Wille zu geben, Bchina Bet oder Bina, das ist es schon, was weiterhin Geschöpf wird.

Das heißt, was passiert uns – aus Bchina Schoresch wurde ein Geschöpf geboren, es hat aus Bchina Schoresch einen Genuss empfangen, der "Or Chochma" heißt, und es genießt entsprechend seinem Willen zu empfangen, und in Bchina Bet hat es aus Bchina Schoresch einen Willen zu geben empfangen, und dann hat es einen anderen Genuss, der "Or Chassadim" heißt. Or Chassadim ist Genuss vom Geben. Es ergibt sich, dass wir vom Keter, von Bchina Schoresch, ein Ergebnis haben, das "Chochma" heißt, und ein zweites Ergebnis, das "Bina" heißt, zwei Ergebnisse.

Das erste Ergebnis ist, dass es ein Geschöpf gibt und es Genuss empfängt; das zweite Ergebnis ist, dass es ein Geschöpf gibt, aber es will den Genuss geben, und das kommt alles vom Keter. Und diese drei Bchinot, die Ergebnisse und ihre Wurzel, heißen Gimel Rishonot (die drei Ersten), abgekürzt GaR.

Or Chochma heißt Licht des Ziels der Schöpfung – der Schöpfer will, dass das Geschöpf das Or Chochma genießt. Or Chassadim heißt Licht der Korrektur der Schöpfung. Der Schöpfer will, dass das Geschöpf auch wie er sein soll, auch der Gebende. Diese beiden Eigenschaften – Wille zu empfangen, der im Geschöpf ist, und Wille zu geben, der im Geschöpf ist – kommen vom Schöpfer, und das Geschöpf kann vom Empfangen genießen und das Geschöpf kann vom Geben genießen. Sie sind die Daten, die von oben kommen, und hier bestimmt das Geschöpf noch nichts in entschiedener Form. Aus der Wurzel wird der Wille zu empfangen mit dem Or Chochma geboren, und danach hat das Or Chochma selbst das Gefäß so verändert, dass es geben will, und daraus ist das Gefäß von Bina entstanden – Wille zu geben mit dem Or Chassadim.

11:36

Was passiert weiter, welche Entwicklung kann es geben? Eine einfache Entwicklung, denn Bina will geben, sie hat nur einen Willen zu geben, aber was kann sie wirklich geben und an den Schöpfer zurückgeben? Der Schöpfer kann dem Geschöpf Genuss geben, was kann das Geschöpf dem Schöpfer geben? Und das ist es, was Bina eigentlich tun muss. Was gibt sie dem Schöpfer? Sie gibt dem Schöpfer Genuss dadurch, dass sie ein bisschen empfängt. Was heißt "ein bisschen"? Denselben Willen und denselben Genuss, den sie hier empfangen hat (Zeichnung) – was Chochma heißt –, empfängt sie, weil sie ihn geben will. Und es ergibt sich uns ein Gefäß, das aus zwei Teilen verbunden ist: ein Teil, der Chochma ähnelt, und ein zweiter Teil, der Bina ähnelt.

Woher kommt dieses Gefäß? Daraus, dass das Geschöpf dem Schöpfer geben will. Wenn es geben will, ist das das Zeichen, dass es geben will – das ist der Bina-Teil in ihm. Aber was kann es geben? Es kann geben, wenn es etwas empfängt, sonst hat es nichts zu geben, und dann empfängt es, und das heißt Chochma, der Chochma-Teil in ihm. Solch ein verbessertes Gefäß heißt Bchina Gimel oder Seir Anpin (Zeichnung), und natürlich ist das auch ein Geschöpf, und es hat zwei Teile in sich: Es hat einen Willen zu empfangen und es hat auch einen Willen zu geben, zusammen.

Und auch dieses Gefäß ist eigentlich noch kein Geschöpf. Warum? Weil all diese Kräfte hier hat das Geschöpf vom Schöpfer empfangen. Das Geschöpf hat hier in Chochma den Willen zu empfangen mit dem Genuss vom Or Chochma vom Schöpfer empfangen, so hat der Schöpfer es erschaffen. Dann hat der Wille, der innerhalb des Lichts zu geben ist, im Geschöpf einen Willen zu geben erschaffen – das heißt Bchina Bet – mit dem Genuss vom Or Chassadim, der auch von oben kommt. Und jetzt baut sich das Geschöpf in Bchina Gimel auch aus diesen beiden Teilen auf: aus dem Chochma-Teil in ihm und aus dem Bina-Teil in ihm.

15:04

Insgesamt also handelt das Geschöpf immer noch nur aus den Kräften und Eigenschaften, die es vom Schöpfer empfangen hat. Aber daraus, dass jetzt im Geschöpf die beiden Eigenschaften sind, die es vom Schöpfer empfangen hat – sowohl der Wille zu empfangen mit dem Genuss vom Chochma, als auch der Wille zu geben mit dem Genuss von Bina – jetzt kann es wählen, was wirklich das Beste und das Nächstliegende für es ist. Und es wählt wonach? Danach, dass der erste Wille, der in ihm erschaffen wurde, der nächstliegende in ihm, der Wille zu empfangen ist. Und dann wählt das Geschöpf selbst, aus diesen beiden Bchinot, die in ihm sind, wer es sein will. Es will nur ein Wille zu empfangen sein und sich mit dem Or Chochma füllen (Zeichnung). Or Chochma ist Genuss vom Empfangen, so heißt das Licht, und sich ganz und gar zu füllen. Selbst, dass es entscheidet, dass es das will – dann heißt dieses Geschöpf "Geschöpf", wirklich Geschöpf, Bchina Dalet oder Malchut.

Malchut, weil dort wirklich der Wille zu empfangen herrscht, und diesen Willen zu empfangen hat das Geschöpf gewählt. Wenn wir also von einem Geschöpf reden können, dann ist Geschöpf wirklich Malchut. Alle weiteren Teile, die wir vor Malchut haben, heißen nicht Geschöpf, das sind einfach Eigenschaften und Erscheinungen, die vom Schöpfer kommen. Die erste und grundlegende Entscheidung, die hier gemacht wurde – das heißt "Geschöpf" –: dass ich, aus diesen beiden Bchinot, die in mir sind, aus Chochma und Chassadim, aus Chochma und Bina, aus Or Chochma und Or Chassadim, ich wähle, der Empfangende zu sein, und diese Entscheidung heißt eigentlich "Geschöpf".

17:48

Es ergibt sich, dass uns das Geschöpf vom Schöpfer in einer Verkettung von mehreren Stufen geboren wurde, mehreren Etappen. Und diese Etappen nennen wir die vier Bchinot von Or Yashar (direktes Licht). Das Licht, um direkt das Geschöpf zu erschaffen, geht vom Schöpfer aus, und durch die vier Bchinot erschafft es das Geschöpf und füllt es mit Licht, mit Genuss.

Das heißt, in Bchina Dalet, in Malchut, haben wir ein Gefäß, das Wille zu empfangen heißt, und dieses Gefäß ist mit Or Chochma entsprechend seinem Willen gefüllt. Der Zustand von Bchina Dalet heißt das wahre Geschöpf oder Malchut. Und Malchut, die mit dem ganzen Licht entsprechend ihrem Willen bis zum Ende gefüllt ist, ohne irgendwelche Begrenzungen, heißt "Malchut de Ejn Sof". Was heißt "de Ejn Sof"? Dass sie kein Ende hat, sie hat keinerlei Begrenzung beim Empfangen und Genießen, und das heißt der erste Zustand des Geschöpfs. Das Geschöpf, das sozusagen ans Licht der Welt gekommen ist, heißt Malchut de Ejn Sof, sie ist gefüllt mit dem ganzen Licht, Ejn Sof, gefüllt.

Von hier aus können wir schon einige Schlüsse ziehen, wir haben von hier aus einige Ergebnisse. Was sind sie? Zuallererst: Geschöpf heißt Wille zu empfangen, oder Wille zu genießen. Und das ist seine ganze Natur, das ist sein ganzer Stoff, und außer dem hat es nichts. Das heißt, es kann nicht nur über nichts anderes nachdenken außer zu genießen – das ist seine innere Software und das ist sein ganzer Stoff. Es kann nur eine Sache fühlen: Genuss, wenn das Or Chochma es füllt, oder Leiden, wenn ihm das Or Chochma fehlt.

Schüler (auf Russisch): Rav, ...

Rav: Das Geschöpf geht aus dem Schöpfer hervor, wie ich schon gesagt habe, nach vier Etappen. Diese vier Etappen sind notwendige Etappen, damit irgendein Wille entsteht. Das heißt, wenn an irgendeinem Ort in der Realität – es ist nicht wichtig wo – uns die Arbeit mit irgendeinem Willen bevorsteht, oder sagen wir, in jedem von euch wird irgendein Wille geboren, irgendein Drang, plötzlich irgendein Gedanke: Das ist ein Zeichen, dass es vor diesem Gedanken oder vor diesem Willen vier Etappen gibt, aus dem Grund, dass in mir irgendein Wille oder irgendein Gedanke geboren wurde.

Alles kommt von oben, und bis es sich umsetzt, bis es reift, muss es mindestens diese vier Etappen durchlaufen: Bchina Alef, Bet, Gimel, und dann seine letzte Bchina, das ist die Sache selbst – Dalet. Bchina Schoresch ist seine Quelle, und Bchina Dalet ist sein Ergebnis, und drei Bchinot müssen in der Mitte der Entwicklung sein, vom Willen des Schöpfers zum Willen des Geschöpfs. Das heißt, immer ist letztendlich im Willen des Geschöpfs innen, in ihm drin, der Wille des Schöpfers, der bestimmend ist, und der eigentlich alles, was im Geschöpf ist, dreht.

Wir müssen etwas machen ...

22:40

(Zeichnung) Wenn wir vom Schöpfer aus die vier Bchinot haben, ergibt sich uns, dass die gesamte Realität in diese vier Bchinot aufgeteilt ist, und wir müssen ihnen nur Namen geben. Danach bekommt die gesamte Realität die Namen der Welten: Adam Kadmon, Azilut, Brija, Yezira, Assija. Die ganze Realität, das sind die vier Bchinot, sie wird in vier Welten aufgeteilt. Sie wird in Buchstaben aufgeteilt, die HaWaYaH heißen: die Spitze des Jud, das Jud, das erste Hej, das Waw, das letzte Hej. Oder lasst uns sagen ... erstes Hej und Hej Tata'a (das untere Hej). Das heißt der Name HaWaYaH.

Oder wie wir gesagt haben: Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin, Malchut – das heißt Sefirot (siehe Zeichnung), oder Bchinot, von der Wurzel bis zur Bchina Dalet, vom Schöpfer bis zum Geschöpf. Die Spitze des Jud. Und so werden wir noch viele, viele weitere Unterscheidungen haben, aber alle Unterscheidungen, alle Namen aller Welten, und was sich in allen Welten befindet, und was sich in dieser Welt befindet – ihr könnt von Sonne und Mond reden, und Planeten und Galaxien, und was es auf dem Erdball gibt, Länder und Höhen, und es ist nicht wichtig was.

Alle Unterscheidungen, die wir haben, sowohl in dieser materiellen Welt, als auch in den spirituellen oberen Welten, all diese Unterscheidungen befinden sich hier in diesen vier Bchinot von Or Yashar, oder in HaWaYaH, oder in den Welten, oder in den Sefirot, es ist nicht wichtig wie man es sagt. Das heißt, alle Namen sind insgesamt private Namen, die sich hier in all diesen vier Bchinot befinden. Hier ist alles, einschließlich Schöpfer und einschließlich Geschöpf, und mehr gibt es nicht (siehe Zeichnung). Das heißt, die ganze Realität ist insgesamt eine Verbindung zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf, und diese Verbindung wird durch die Welten umgesetzt.

25:42

Und das ist es, was wir in der Weisheit der Kabbala lernen: Was ist die Natur des Schöpfers, was ist die Natur des Geschöpfs, was ist die Verbindung zwischen ihnen, der Grund für den Zustand, der zwischen ihnen ist, und was ist das Ziel, das es geben soll, zu dem diese Verbindung kommen muss.

Bis hier – Minute 26:11

Teil 2

26:12

Wenn es Fragen gibt, bin ich bereit zu antworten, aber Fragen zur Sache hier.

26:16

Schüler: Bitte, die linke Seite, noch einmal, was sind diese Buchstaben?

Rav: Was ist das? Die Spitze des Jud. So habe ich es geschrieben.

Bis hier haben wir eigentlich unseren ersten Block abgeschlossen, vom Schöpfer eine Ausbreitung bis zum ersten Geschöpf, das Malchut de Ejn Sof heißt.

Wenn es Fragen gibt, bitte, ich höre zu.

Schüler: Azilut, was ist das?

Rav: Was ist Azilut?

Schüler: Auf der linken Seite.

Rav: Da geht ein Jud raus, die Spitze des Jud. Das ist die Spitze des Jud, darüber ist das Jud, der Buchstabe Jud. Das heißt, das sind Zeichen, alle diese Buchstaben sind Zeichen. Insgesamt die Buchstaben, das werden wir innen lernen. Alles, was wir lernen werden, alle Gesetze, alles, was erschaffene Objekte heißt, Seelen, Körper, Dämonen, Geister, was ihr auch sagen mögt, Kräfte der Kedusha, Kräfte der Klipa, was ihr euch nur vorstellen und mit irgendeinem Namen benennen könnt – das alles befindet sich innen, in all diesen vier Buchstaben insgesamt, HaWaYaH und ihre Wurzel, die Spitze des Jud.

Wenn es keine Fragen gibt, dann gehe ich weiter. Ja.

27:58

Schüler: Ich habe nicht verstanden ...

Rav: Nein, ich sage einfach, dass diese Bchinot, in denen sich aus dem Schöpfer das Geschöpf entwickelt – das wird mit den Namen der Sefirot bezeichnet: Keter, Chochma, Seir Anpin, Malchut. Oder mit den Namen der Welten: Adam Kadmon, Azilut, Brija, Yezira, Assija. Dasselbe können wir mit Buchstaben benennen: das ist die Spitze des Jud entsprechend Keter, Jud entsprechend Chochma, das erste Hej Bina, das Waw Seir Anpin und das untere Hej Malchut. Das ist einfach, vorerst sind das Zeichen, ich packe da drin keinen sozusagen inneren Inhalt rein, das sind nur die Zeichen, die wir kennen sollen.

Nur wofür habe ich das gemacht, habe ich es ihnen gegeben – ich hätte das ganze Bild noch weiter aufblasen können, Unbelebtes, Pflanzliches, Tierisches, Sprechendes, oder alle möglichen Unterscheidungen –, ich will einfach sagen: Hier, in solch einem allgemeinen Bild, außer dem es nichts gibt, ist das eigentlich das allgemeine Schema der gesamten Realität.

28:58

Jetzt gehen wir weiter. Ich wiederhole in Kürze dieselben Bchinot, die vorhin waren.

(Zeichnung) Die erste Bchina (1) ist Schoresch, Wille, Gutes zu tun, oder Licht. (2) Daraus ergibt sich die zweite Bchina Alef, dass diese Wurzel ein Gefäß baut, einen Willen zu empfangen, und es mit Licht füllt. (3) Dritte Stufe, Bchina Bet, dass dieses Gefäß, das sich mit dem Genuss gefüllt hat, geben will, statt zu empfangen. Es heißt auch Gefäß, aber wenn das ein Gefäß des Empfangens ist, dann ist das ein Gefäß des Gebens. (4) Nächste Stufe: dass dieses Gefäß, das geben will, versteht, dass man geben kann nur, wenn ich empfange, und es macht eine besondere Handlung – daraus, dass ich geben will, werde ich ein bisschen empfangen.

Hier ist ein Wille zu geben aus Bchina Bet (siehe Zeichnung) und ein Wille zu empfangen aus Bchina Alef. Dieses Gefäß ist ein verbessertes Gefäß, das die beiden vorherigen Gefäße einschließt. Und danach das letzte Gefäß (5), das Bchina Dalet heißt, das wählt, dass ich nur empfangen und genießen will, und außer dem will ich nichts, nur empfangen und genießen. Und sie wählt selbst diesen Zustand und heißt ... Und das heißt das wahre Gefäß, denn hier habe ich zum ersten Mal einen Willen, der aus der Wahl des Geschöpfs kommt, dass es das so will, es will selbst wirklich empfangen und genießen.

31:44

Und dann, im Moment ... Bis hierhin sind das die Etappen der Erschaffung des Geschöpfs. Das ist das Geschöpf. Als dieses Geschöpf hervorging und sich mit Licht, mit Genuss füllte, fühlte es dasselbe, wie das Geschöpf in Bchina Alef hier fühlt. Ein Geschöpf, das sich in Bchina Alef mit dem Licht, das vom Schöpfer kam, gefüllt hat, fühlte, dass es wie der Schöpfer sein will. Das Licht hat ihm seine Eigenschaft, zu geben, übermittelt. Auch hier (siehe Zeichnung): Das Geschöpf, das anfängt, Genuss vom Schöpfer zu empfangen, empfängt zusammen mit dem Genuss, zusammen mit dem Genuss die Natur des Genussgebers, die Natur des Gebenden, und will auch geben.

Wir sehen das auch aus unserer Welt. Ein Mensch, der von jemandem empfängt, beginnt im Geschenk selbst, das er empfängt, zu fühlen, wie gut das ist. Am Anfang fühlt er, wie gut es ist zu empfangen. Aber danach geht zusammen mit dem Geschenk auch die Eigenschaft des Gebenden auf ihn über, und er fühlt, wie gut es für ihn ist, auch zu geben. Er beginnt sich infolgedessen zu schämen, als Reaktion darauf beginnt er sich zu schämen, dass er empfängt.

Das ist es, was uns in Bchina Dalet passiert. (Zeichnung) Bchina Dalet, nachdem sie das ganze Licht empfangen hat, hat sie gefühlt, dass sie empfängt. Warum? Alle vorherigen Bchinot – warum fühlt Bchina Alef nicht, dass sie empfängt, und nur Bchina Dalet? Weil aus Bchina Alef sie nicht gewählt hat, dass ich empfangen will, so wurde sie vom Schöpfer erschaffen. Und Bchina Dalet wählt mit ihrem Willen zu empfangen: Ich will empfangen und genießen. Und deshalb, wenn sie empfängt und genießt, dann fühlt sie Scham.

34:00

Und als Ergebnis der Scham fühlt sie anstelle von Genuss Leiden, und das verpflichtet sie, sich zu entfernen und aufzuhören zu empfangen. Und diese Entscheidung heißt Zimzum. In derselben Bchina bleibt sie leer, und diese Handlung, in der sie das Licht aus sich vertreibt, heißt Zimzum Alef. Zimzum Alef. Das heißt, ein Gefäß, das eigentlich entschieden hat, dass sie empfangen will, nachdem sie empfängt und genießt, empfängt sie zusammen mit dem Genuss die Natur des Genussgebers und fühlt anstelle von Genuss Leiden.

Und dann macht sie einen Zimzum und entscheidet, dass sie nicht empfangen will, denn das Empfangen bringt ihr Leiden. So wie Malchut oder das Gefäß in Bchina Dalet, das voller Licht war – wir haben sie Malchut de Ejn Sof genannt, die voller Licht war, ohne irgendeine Begrenzung, Ejn Sof, es gibt keine Begrenzungen, es gibt keine Endlichkeit –, so heißt die Malchut, die das Licht aus sich vertrieben hat und leer bleibt, "Welt" – nicht statt Olam Ejn Sof, Malchut Ejn Sof: Welt des Zimzum.

Jedes Mal, wenn wir vom Geschöpf reden, reden wir von Malchut, von Bchina Dalet. Und alle Zustände dieses Geschöpfs werden uns immer Namen der Malchut geben, Namen der Welten. Olam Ejn Sof ist ein Geschöpf, das sich in einem Zustand befindet, wo es ohne Begrenzung empfängt. Welt des Zimzum ist ein Geschöpf, das den ganzen Überfluss, der vom Schöpfer zu ihm kam, aus sich vertrieben hat und leer bleibt.

Und danach haben wir noch dasselbe Geschöpf, dieselbe Malchut, die sich in allerlei Zuständen befindet, und all diese verschiedenen Zustände heißen Welten: Welt Adam Kadmon, Azilut, Brija, Yezira, Assija, und noch Welten der Klipa, Welten der Kedusha, je nachdem, in welchem Zustand sich das Geschöpf befindet – so heißt sein Zustand, heißt eine Welt. Eine Welt ist der innere Zustand des Geschöpfs.

37:14

Wozu sind wir gekommen? Vom Schöpfer geht ein Licht aus, dieses Licht ist ein Wille, Gutes zu tun, ein Wille zu bauen, das Geschöpf zu erschaffen und ihm Genuss zu geben. Und das ist es, was uns in Bchina Alef passiert – es erschafft das Geschöpf und gibt ihm Genuss. Aber wenn der Schöpfer das Geschöpf so in Bchina Alef nur erschaffen hätte, ihm nur Genuss zu geben, dann wäre das Geschöpf damit den Tieren ähnlich, sagen wir, die kein Gefühl darüber hinaus haben, was sie sind, und sich nicht entwickeln können.

Das Ziel des Schöpfers ist, dass das Geschöpf nicht nur Genuss von ihm empfangen soll, (Zeichnung) das Geschöpf, das Genuss vom Schöpfer empfängt – dann bleibt es Geschöpf, und der Schöpfer bleibt Schöpfer, und dann ist die Handlung des Schöpfers sozusagen nicht vollkommen, denn er hat ein Geschöpf erschaffen, das sich auf einer niedrigeren Stufe als er befindet. Der Schöpfer ist der Gebende und das Geschöpf der Empfangende, die Handlung ist nicht vollständig. Um die Handlung zu vervollständigen, muss der Schöpfer das Geschöpf auf seine Stufe heben, ihm die Vollkommenheit geben, die er hat.

Dafür muss das Geschöpf geben, in der Natur des Schöpfers in Ewigkeit und Vollkommenheit sein. Und das ist möglich nur, wenn das Geschöpf die Natur vom Schöpfer empfängt. Hier sehen wir also gleich in Bchina Bet, dass der Schöpfer zusammen mit dem Willen zu empfangen und dem Überfluss, den er in Bchina Alef gegeben hat (siehe Zeichnung), dem Geschöpf den Willen zu geben überträgt. Wofür macht er das? Wenn er das nicht machen würde, die ganze Realität, wenn sie in Bchina Alef enden würde, dann wäre das Geschöpf wie Unbelebtes, Pflanzliches, Tierisches geblieben, ohne Entwicklung, es würde empfangen und genießen, nicht schlecht, aber eine niedrigere Stufe als die Stufe des Schöpfers.

39:36

Was fehlt also nach Bchina Alef, um das Geschöpf zur Vollkommenheit zu bringen? Ihm die Natur des Schöpfers zu geben. Und das ist es, was gleich in Bchina Bet getan wird – schon in Bchina Bet wird das gemacht: Der Schöpfer übermittelt dem Geschöpf seine Natur, den Willen zu geben. Warum reicht das nicht, dass der Schöpfer dem Geschöpf einen Willen zu geben gibt, und das war's? Der Schöpfer hat einen Willen zu geben, und das ist gut – warum ist für das Geschöpf die Natur des Willens zu geben nicht gut in Bchina Bet? Das ist nicht gut, weil das Geschöpf nichts zu geben hat.

Der Schöpfer hat Licht, er ist die Quelle des Überflusses, und das Geschöpf hat nichts zu geben. Es hat hier einen Willen zu geben in Bchina Bet, aber es hat nichts zu geben, es hat nichts zu schenken. Deshalb ist Bchina Bet nicht das Ende der Handlung, sie ist noch nicht fertig. Wenn das Geschöpf einen Willen zu geben hätte wie in Bchina Bet, und es wirklich etwas zu geben hätte, dann könnte man sagen, dass dieser ganze Prozess fertig ist. Das heißt, in Bchina Alef ist sie nicht fertig, weil hier nur ein Wille zu empfangen ist, in Bchina Bet ist die Handlung nicht fertig, weil hier nur ein Wille zu geben ist, ohne Fähigkeit, einen Willen gibt es, aber es gibt nichts.

Und deshalb brauchen wir noch einige Handlungen, um zum Geben zu kommen. Welche Handlungen? Schauen wir mal. Also: Wille zu empfangen in Bchina Alef, Wille zu geben in Bchina Bet, nun, und weiter? Dass Bchina Bet wirklich geben will, was macht sie also? Sie sagt: Okay, ich – was kann ich dem Schöpfer geben? Der Schöpfer will mir geben, was muss ich also machen? Ich muss ihm Genuss geben, also gebe ich ihm Genuss dadurch, dass ich von ihm empfange. Und dann, nachdem sie einen Willen zu geben in Bchina Bet hat, sagt sie: Also werde ich ein bisschen von ihm empfangen (siehe Zeichnung).

Was ist der Unterschied zwischen Bchina Bet und Bchina Gimel, dass Bchina Gimel eine Entwicklung aus Bchina Bet ist? Dass das Geschöpf sagt: Ich will geben, ich habe nichts zu geben, aber was kann ich ihm geben, was will er von mir? Will er, dass ich empfange? Dann gehe ich, und ich werde empfangen. Was tut also Bchina Bet? Sie nimmt den Willen zu empfangen aus Bchina Alef zu sich und beginnt zu empfangen. Es ergibt sich so, dass Bchina Gimel zwei Teile beinhaltet (siehe Zeichnung): einen Willen zu geben, den der Schöpfer aus Bchina Bet erschaffen hat, und einen Willen zu empfangen, den der Schöpfer aus Bchina Alef erschaffen hat.

42:30

Was fehlt hier in Bchina Gimel, warum ist das nicht das fertige Geschöpf, gut, schön? Es will geben, so hat es Kraft vom Schöpfer empfangen, es will geben dadurch, dass es vom Schöpfer empfängt, es hat auch diesen Willen vom Schöpfer empfangen, was fehlt ihm? Es fehlt ihm einfach, eine einfache Sache – all diese Willen und all diese Kräfte, das ist nicht von ihm, das alles hat es von oben empfangen, so wurde es geboren, so hat sich das in ihm entwickelt, da ist immer noch kein eigener Wille drin. Deshalb ist Bchina Gimel keine fertige Bchina, das heißt immer noch nicht Geschöpf.

Geschöpf heißt, dass es einen Willen gibt, der nicht direkt vom Schöpfer kommt. Und dann, Bchina Gimel, die versteht, dass sie einen Willen zu empfangen hat, und sie einen Willen zu geben hat, und sozusagen eine Fähigkeit zu geben und eine Fähigkeit zu empfangen hat, aber sie fühlt, dass sie damit eigentlich sich nicht lösen kann, damit kann sie nicht wirklich geben. Warum kann Bchina Gimel wirklich nicht geben? Warum ist ihr Empfangen kein Geben? Weil wirklich all diese Kräfte (siehe Zeichnung) bei ihr von oben sind.

Und was kann man dann machen? Sie wählt: Ich kann mit dieser Form nichts machen. Was kann ich machen, um wirklich vom Schöpfer zu empfangen, um wirklich dem Schöpfer den Genuss zu geben? Ich gehe und empfange von ihm. Und dann öffnet sie sich einen Willen, von sich aus wählt sie, dass sie empfangen will. Und deshalb heißt sie hier das Gefäß im Geschöpf, denn hier ist ihre Entscheidung zu empfangen und ihre Entscheidung zu genießen. Und deshalb heißt diese Bchina Dalet Geschöpf.

Was bedeutet das, in was ist sie Geschöpf, die Bchina Dalet? (Zeichnung) Darin, dass sie selbst will, selbst die Handlung des Empfangens ausführen will, und dieser Wille war nie zuvor. Warum? Weil sie aus den beiden Unterscheidungen, die sie aus Bchina Gimel hatte – aus dem Willen zu geben aus Bchina Gimel – entschieden hat, was sie bevorzugt: Sie bevorzugt zu empfangen.

45:05

Warum bevorzugt sie zu empfangen? Weil der Schöpfer will, dass sie empfängt, deshalb befindet sie sich in Dwekut, all diese Unterscheidungen werden wir noch lernen. Deshalb ist sie in Dwekut und mit Scham, sonst wäre sie eine Klipa einerseits. Andererseits, in dem Moment, in dem sie ursprünglich das Licht empfängt, fühlt sie, dass das nicht genug ist, dass sie trotzdem empfängt und nicht gibt. Weil der Wille zu geben, den sie dort vorher hatte, ihren früheren ... ihren jetzigen Willen zu empfangen nicht deckt, gleich werden wir darüber sprechen.

Der Wille zu empfangen in Bchina Dalet ist also wirklich ein neuer Wille, der aus dem Geschöpf kommt, deshalb heißt er Geschöpf. Dieser neue Wille zu empfangen heißt Geschöpf, nichts anderes. Wille zu empfangen heißt bei uns Stoff. Stoff, der in dieser Welt ist – Unbelebtes, Pflanzliches, Tierisches, Sprechendes –, den wir hier in dieser Welt mit all unseren Sinnen fühlen und sehen, das ist derselbe Wille zu empfangen, der hier ist, nur dass er ein Gewand auf sich bekommen hat von Unbelebtem, Pflanzlichem, Tierischem, Sprechendem, ein Gewand, das wir in solch einer Form fühlen. Aber drinnen ist es derselbe Wille zu empfangen, der hier ist.

In Bchina Dalet ist also der Wille, der Geschöpf heißt, der nie war, und man kann sagen, der nie erschaffen wurde, er hat sich entwickelt, aber selbständig. (Siehe Zeichnung) Und ein Gefäß, das entsprechend diesem Willen empfängt, heißt deshalb bei uns Malchut de Ejn Sof, denn sie selbst empfängt vom Schöpfer und füllt sich ohne irgendeine Begrenzung. Was fehlt hier? Wir müssen in jedem Zustand prüfen, warum das nicht fertig ist, was hier fehlt? Es fehlt eine einfache Sache: In diesem Gefäß, in Malchut de Ejn Sof, gibt es einen sehr guten Willen, einen Willen von ihr, deshalb heißt sie Geschöpf.

47:18

Aber was fehlt? Das ist ein Wille zu empfangen allein. Das heißt, sie befindet sich in einem Zustand wie hier (siehe Zeichnung), in Zustand Alef, wo sie empfangen hat. Nur dass hier der Wille zu empfangen in Bchina Alef vom Schöpfer war, und hier der Wille zu empfangen aus Bchina Dalet von der Seite des Geschöpfs, aber immer noch Geschöpf. Hier in Bchina Alef, sagen wir, hat sie gefühlt, dass sie nicht gibt wie der Schöpfer, und dann entwickelte sich aus Bchina Alef Bchina Bet. Hier in Bchina Dalet, in dem Moment, wo sie sich anfängt mit dem Licht zu füllen, fühlt sie, dass sie empfängt. Sie fühlt, dass sie empfängt, wie Bchina Alef, die fühlt, dass sie empfängt.

Aber was ist der Unterschied zwischen ihnen? Der Unterschied zwischen ihnen ist riesig. Hier fühlt Bchina Alef, die empfängt, keine Scham. Warum? Weil sie so empfängt, da der Schöpfer sie erschaffen hat, zu empfangen. Das ist wie ein Baby, das empfängt – es fühlt nicht, oder ein Kind, das empfängt – es fühlt nicht, dass es empfängt. Warum fühlt es nicht? Ich gehöre zu meinen Eltern, ich schäme mich nicht, ich bin ein Teil von ihnen. Es ist noch nicht zu einem eigenständigen Bereich rausgegangen. Deshalb hat Bchina Alef keine Scham, sie hat kein Gefühl der Scham, sie hat kein Gefühl, dass sie getrennt ist, sie hat kein Gefühl, dass sie Geschöpf ist.

Was anders bei Bchina Dalet ist: Weil ihr Wille zu empfangen von ihr selbst ist, hat sie ein eigenständiges Gefühl, dass ich empfangen will. Deshalb, wenn sie fühlt, dass der Schöpfer sie füllt, fühlt sie Scham. Was ist das Gefühl der Scham? Das Gefühl des Unterschieds zwischen dem Empfangenden und dem Gebenden. Und dieses Gefühl der Scham annulliert ihr den ganzen Genuss, den sie vom Empfangen des Lichts hat, in dem Maße, dass sie es bevorzugt, sich zu entfernen (siehe Zeichnung), dass sich das Licht von mir entferne, nur damit ich nicht fühle, dass mein äußeres Gefäß, dieser Becher, den ich zeichne, und die Füllung in ihm so unterschiedlich sind. Das kann Bchina Dalet nicht ertragen zu fühlen.

49:51

(Zeichnung) Und dann vertreibt sie das Licht, was Zimzum heißt. Warum wurde der Zimzum nicht in Bchina Alef gemacht, ich wiederhole nochmal? Weil Bchina Alef keinen Willen von sich selbst hat. Sie hat einen Willen, der vom Schöpfer ist. Und weil in Bchina Dalet ein Wille von ihr selbst ist, will sie selbst empfangen, selbst zieht sie den Genuss an, deshalb fühlt sie die Scham, und dann vertreibt sie den Genuss, entfernt sich von ihrem Status als Empfangende, vom Empfangenden zu sein.

Und diese Handlung heißt Zimzum Alef. Der Zustand, in dem Bchina Dalet voller Licht ist, heißt "Malchut de Ejn Sof". Der Zustand, in dem Bchina Dalet vom Licht leer geworden ist, heißt "Welt des Zimzum". Das ist eigentlich das, was ich beim ersten Mal, in der ersten Lektion, durchgehen wollte.

Bis hier – 50:50

Teil 3

50:51

Und jetzt Fragen. Aber Fragen so nah wie möglich daran, wenn möglich, oder gemäß ... gemäß ... Ja. Zeichen, dass nichts verstanden wurde.

51:12

Schüler: Eigentlich habe ich eine Frage.

Rav: Nun ... die Dinge.

Schüler: Einfach, du weißt, dass es in der russischen Straße viele Anzeigen in der Zeitung gibt, dass ein Parapsychologe seine Kraft einem Menschen gibt, um ihn zu heilen. Wie hängt das also damit zusammen, oder überhaupt nicht? Also, er hat von ... empfangen ...

Rav: Gut. Gibt es noch Fragen? Okay. Ja.

Schüler: Kannst du ein Beispiel geben, wie er ...?

Rav: Das Beispiel ist einfach. Alles, alles, all diese Unterscheidungen fühlen wir die ganze Zeit in unserem Leben, weil wir uns in der unteren Welt befinden, und alles, was in der Welt geschieht, einschließlich dieser vier Bchinot, kommt langsam herunter und herunter und verkettet sich bis zu dieser Welt und befindet sich in uns. Was passiert bei uns? Bei uns befindet sich auch der Wille zu empfangen und auch der Wille zu geben, und wir müssen die ganze Zeit in einem Dilemma sein: Wie empfange ich, um keine Scham zu fühlen, wie ... dass man mir nicht Schläge gibt, wie gebe ich, und gewinne dadurch, dass es mir besser geht, und so weiter.

52:28

Schüler: ... Überlegungen.

Rav: Überlegungen, aber aus allen möglichen Richtungen. Das ist ein Ergebnis dessen, was hier passiert. Aber wir können uns vorstellen, was hier geschrieben steht, was hier passiert, sogar aus allen möglichen Situationen, die wir im Leben haben. Baal HaSulam gibt ein Beispiel, und ihr habt es sicher nicht nur einmal gehört. Ich nehme an, dass hier die meisten schon in Lektionen waren in ... ja?

Er gibt also ein Beispiel: Es kam ein Gast zum Hausherrn, und der Gast will essen. Er hat einen Willen zu empfangen aus sich selbst. (Zeichnung) Er will sehr gerne essen. Das ist Bchina Dalet. Und der Hausherr sagt ihm: "Bitte, ich werde dir geben. Ich will dir sehr gerne geben. Ich habe wirklich absichtlich für dich alles vorbereitet." Und der Hausherr weiß sozusagen zu sehen, was der Gast will, in welcher Menge und in welcher Qualität. Und dann ergibt sich uns, dass wir einerseits (Zeichnung) den Hausherrn haben, den Hausherrn, und andererseits haben wir den Gast. Wir haben den Gast. Was passiert? Der Gast kommt also mit seinem Gefäß, will sehr gerne essen, der Hausherr kommt mit seiner Füllung, und sie passen, sagen wir, genau zueinander.

Jetzt, wie können sie sich gegenseitig Genuss geben, sozusagen? Er, der Hausherr, genießt es, dass er gibt, der Gast genießt es, dass er empfängt. Was stört? In dem Moment, in dem der Hausherr anfängt zu geben und der Gast anfängt zu empfangen, beginnt der Gast zusammen mit dem Essen zu fühlen, dass das Essen vom Hausherrn kommt. Das ist das ganze Problem.

Einerseits ist das ein Problem. Denn dann lässt sie uns nicht genießen, dass ich auf den Hausherrn pfeife und ich für mich genieße. Das können sie, wenn ein Mensch nicht entwickelt genug ist. Wenn er sich auf der Stufe von Unbelebtem, Pflanzlichem oder Tierischem befindet, wie ein Tier. Da schämt man sich nicht. Aber wenn er schon eine menschliche Bchina hat, sprechend, beginnt er sich zu schämen. Das ist einerseits ein Problem.

Andererseits kommt diese Scham, um ihn zu entwickeln, damit er sich vom Status des Empfangenden entfernt und langsam zum Status des Gebenden kommt. Hier passiert also (Zeichnung), dass der Hausherr dem Gast Genuss übermittelt, und zusammen mit dem Genuss übermittelt er dem Gast die Scham. Und hier kann man nichts machen. Diese Scham verdirbt dem Gast den ganzen Geschmack, und er sagt: "Nein nein nein. Ich bin nicht hungrig, ich will nicht, und das und das".

55:22

Was muss also der Hausherr machen? "Komm schon, ich habe es für dich vorbereitet, ich habe alles für dich gemacht, was willst du? Schau, was für ein... du tust mir Unrecht". Wenn der Hausherr klug ist, dann erschafft er im Gast solch ein Gefühl, dass wirklich, "ich gebe nicht, du wirst eher mir einen Gefallen tun, dass du von mir empfängst". Das heißt, der Gast wird zur Quelle des Genusses für den Hausherrn. In dem Maße, dass er auf solch eine Art mit Scham umgehen kann, dann empfängt er und fühlt darin keine Scham und genießt. Ja. Dasselbe Spiel haben wir hier (Zeichnung) in der ganzen Geschichte. Das ist die ganze Schöpfung. Und das ist es, was wir eigentlich machen müssen.

In dem Maße, wie wir lernen, wie man empfängt – deshalb heißt die Weisheit "Weisheit der Kabbala (des Empfangens)" –, in dem Maße, wie wir lernen, wie man in Weisheit empfängt, werden wir unseren Hausherrn sehen, werden den ganzen Überfluss sehen, den er für uns vorbereitet hat, und werden ihn empfangen können, in einer endlosen Form genießen. Das ist die ganze Weisheit. Jetzt muss man die Methode lernen, wie man empfängt. Das war's. Das ist eine sehr praktische Sache.

56:35

Schüler: ... warum heißt dieser Satz "Welt des Zimzum"?

Rav: Welt des Zimzum, ganz...

Schüler: Welt.

Rav: Oh... Welt. Ich habe es gesagt, anscheinend nicht genug. (Zeichnung) Diese Bchina Dalet, die einen Willen von sich selbst hat, einen Willen von sich selbst, dass sie selbst den Genuss empfangen will, der vom Schöpfer kommt – so hat sie sich entwickelt –, ihr Wille heißt "Malchut", vom Wort "Herrschaft des Willens". Der Zustand der Malchut, der Zustand der Bchina Dalet, der Zustand des Geschöpfs in jedem einzelnen Zustand, egal welcher, heißt "Welt".

Das ganze Ziel des Geschöpfs und alles, was wir lernen müssen, ist, wie man vom Schöpfer all das Gute und den Genuss empfängt, den er für uns vorbereitet hat. In dem Maße, in dem wir wissen, wie man empfängt, werden wir fühlen, was für uns zum Empfangen bereit ist und wer der Genussgebende ist. Und in dem Maße, also, dann werden wir die Obere Welt enthüllen, und die ganze Ewigkeit und Vollkommenheit, weil das schon zu unserem Wohl sein wird.

In dem Maße, in dem wir nicht würdig sind – nicht würdig heißt, nicht wissen, wie man ohne Scham empfängt –, wenn wir sehen würden, was er für uns vorbereitet hat, hätten wir dagegen das Gefühl der Scham. Das heißt eigentlich "Hölle". Das Gefühl der Scham ist so groß, schrecklich, dass es uns davon abhalten würde, uns auf das Empfangen hin zu entwickeln.

Deshalb gibt es eine Verhüllung, und die Verhüllung ist nur bis zu dem Zustand, in dem wir wissen, wie man empfängt. In dem Moment, in dem man weiß, wie man empfängt, öffnet sich alles, die Welten öffnen sich, der Mensch beginnt in allen Welten zusammen zu leben, und dann geht er zur Form des ewigen Lebens über, unbegrenzt. Alles hängt von der Weisheit ab, vom Erwerb der Weisheit der Kabbala – die Weisheit, wie man empfängt.

Ja.

58:48

Schüler: All unser Leiden ist...

Rav: All unser Leiden ist...

Schüler: ...wegen der Scham?

Rav: All unser Leiden ist ein Ergebnis der Scham, und all unser Leiden ist ein Ergebnis des Mangels an Licht, vom Mangel an Genuss. Es gibt in der ganzen Realität, außer dem Willen zu empfangen und dem Genuss, der "Or Chochma" heißt, nichts. (Zeichnung) Hier können wir das sehen, sagen wir. Was ist Malchut? Das Geschöpf? Das ist der Zustand des Geschöpfs, Bchina Dalet.

Was ist das Geschöpf? Wille zu genießen mit dem Genuss innen, das ist der Zustand. Es gibt nichts außer ihm. Danach arbeiten wir aus diesem Zustand weiter. Was ist die nächste Stufe? Er will nicht, dass innen eine Füllung ist? Er leert sich. Okay. Dann bleibt der Wille ohne Genuss innen. Aber der Wille ist der Zustand des Geschöpfs, das ist das Geschöpf selbst, und dieses Geschöpf kann sein, entweder mit Genuss innen oder ohne Genuss.

Außerdem gibt es keine Zustände. Es gibt Genuss, es gibt keinen Genuss, oder teilweisen Genuss. Es gibt Genuss heißt – wenn der Genuss vollständig innerhalb des Willens ist, das heißt "Olam Ejn Sof". Wenn das Geschöpf sich vollständig von allem Genuss befreit hat, das heißt "Welt des Zimzum", und Zustände dazwischen, so zwischen mir und mir, die ein bisschen gefüllt sind und ein bisschen nicht, das heißt alle anderen Namen der Welten: Azilut, Brija, Yezira, Assija, Welten der Klipa, Welten der Kedusha, je nachdem, in welche Richtung sie dort teilweise gefüllt sind.

60:28

Und all die Namen, all die Namen von Objekten der Geschöpfe in dieser Welt oder in spirituellen Welten – Engel, Dämonen, Geister, Menschen, Tiere, Steine, egal was, Pflanzen, Tiere, egal was und wer –, das sind nur Teile des Willens zu empfangen mit ein bisschen Licht in ihnen. Wenn der Wille zu empfangen – der ein Stein sein kann oder ein Tier oder ein Vieh oder ein Engel oder ein Mensch, egal was – mit dem Genuss gefüllt ist, der zu ihm passt, fühlt er den Genuss mehr oder weniger. Wenn der Genuss, der ihn füllt, weniger ist als der Wille, die Gefäße nicht ausreichend füllt, dann fühlt man Leiden. Das ist unsere ganze Realität, ein bisschen Genuss, ein bisschen Leiden. Und das war's.

Und diese Weisheit, das heißt, von hier aus können wir sehen, schon die praktischste Sache, sie lehrt uns, wie man sich in einer ewigen und vollkommenen Form füllt.

61:36

Schüler: Das heißt, der Unterschied zwischen uns und den Tieren ist nur im Gefäß.

Rav: Der Unterschied zwischen uns und den Tieren – und nicht nur den Tieren, und zwischen den Pflanzen und den Engeln und den Steinen – ist nur in der Größe des Willens zu empfangen.

Schüler: Das heißt, dass wir Überfluss empfangen können ... und sie können ein bisschen Licht empfangen.

Rav: Sagen wir es so, wenn wir schon ein bisschen darüber zu reden begonnen haben, dann können wir es so sagen. Dass ... (löscht die Tafel) – ist das in Ordnung?

Schüler: ...oben, links.

Rav: In Ordnung? ... wo? In Ordnung. Jetzt, wenn wir... wir machen hier eine Definition, dann machen wir so. (Zeichnung) Dass danach, wenn man sich vom Geschöpf zum Schöpfer entwickelt, dann ist der niedrigste Wille zu empfangen das, was Unbelebtes heißt; ein bisschen mehr als das, Pflanzliches; mehr als das, Tierisches; und mehr als das, Sprechendes. Und das ist schon Göttlichkeit. Der Unterschied zwischen Unbelebtem, Pflanzlichem, Tierischem, Sprechendem ist nur die Größe des Willens zu empfangen. In dem Maße, in dem der Wille zu empfangen entwickelter ist, näher zum Schöpfer entsprechend seiner Größe, so steigt er eigentlich in der Wichtigkeit.

63:55

Schüler: ... das entspricht fünf...

Rav: Das entspricht den fünf Welten, und das entspricht dem, was in dieser Welt ist: Unbelebtes, Pflanzliches, Tierisches, Sprechendes und der Teil der Göttlichkeit in uns, und so weiter.

Schüler: ...Göttlichkeit ist der größte Wille zu empfangen...

Rav: Göttlichkeit ist der größte Wille zu empfangen, richtig.

Schüler: ...der Wille zu geben, eigentlich.

Rav: Wille zu geben. Im Schöpfer ist es der Wille zu geben, und für uns, um zu solch einem Willen zu geben wie beim Schöpfer zu kommen, brauchen wir den größten Willen zu empfangen. Unbelebtes, Pflanzliches, Tierisches, Sprechendes – das kann in einer Natur sein, die sich nicht bewegt und sich nicht ändert, und Unbelebtes wird nie, sagen wir, in unserer Welt zu Pflanzlichem, zu Tierischem und zu Sprechendem werden. Und wenn das in einem Menschen ist, der Wille, der im Menschen ist, dann entwickelt sich der Mensch so. Dass er zuerst einen Willen des Unbelebten hat, dass es mir gut ist und ich nichts will. Danach beginnt sich in ihm ein bisschen Wille zu bewegen: Pflanzliches, Tierisches und Sprechendes. Das lernen wir in "Hakdama le Panim Meirot u Masbirot" ("Einleitung zu den leuchtenden und erklärenden Antlitzen").

Und zwischen all diesen Willen, diese Willen im Menschen sind sehr definiert, und sie entwickeln sich nicht von Natur aus wie nach Darwin, sondern er sagt, dass hier (siehe Zeichnung), dass wir hier Korallen haben, zwischen Pflanzlichem und Unbelebtem, und Pflanzlichem und Tierischem ist der Feldhund, und zwischen Tierischem und Sprechendem ist der Affe, und Sprechendes und Göttlichkeit, das ist schon der Punkt im Herzen. Der Punkt im Herzen.

Das werden wir langsam lernen, all diese Unterscheidungen.

Schüler: ...Sprechendes, da ist der Affe. Was ist der Affe?

Rav: Zwischen all diesen Stufen, zwischen Unbelebtem und Pflanzlichem haben wir eine Zwischenstufe, die Korallen heißt, Korallen. Zwischen Pflanzlichem und Tierischem ist die Zwischenstufe, die Feldhund heißt, das ist solch ein besonderes Tier, das wie ein Tier lebt und wie eine Pflanze isst. Und der Affe ist zwischen Tierischem und Sprechendem, und zwischen Sprechendem und Göttlichkeit ist der Punkt im Herzen.

66:15

Schüler: Darf ich eine Frage stellen?

Rav: Ja ja ja, es geht um... das ist schon in unserer Welt, wo wir reden, in spirituellen Welten sind das spirituelle Wesen.

Schüler: Der Wille zu empfangen in Bchina Alef und in Bchina Dalet, sind sie gleich? Der Unterschied ist nur in...

Rav: Der Wille zu empfangen in Bchina Alef ist ein Wille, den der Schöpfer erschaffen hat. Der Wille zu empfangen in Bchina Dalet ist ein Wille, der sich im Geschöpf entwickelt.

Schüler: Nein, eine Frage zur Stärke. Welche Stärke...

Rav: In der Stärke, natürlich heißt der Wille zu empfangen in Bchina Alef der kleinste Wille, und in Bchina Dalet ist er der größte.

Schüler: Im Prinzip ist das also umgekehrt von...

Rav: Im Prinzip ist das umgekehrt davon, denn ich rede von einer Entwicklung von unten nach oben, ich habe hier einen Pfeil gemacht. Hier gibt es viele Dinge, die wir noch zusammenfügen müssen. Wenn es also irgendein Mangel an Verständnis gibt, ist das nicht schlimm, lasst es vorerst stehen. Generell, wenn wir die Weisheit der Kabbala lernen, müsst ihr verstehen: Wenn wir nur über ein paar Dinge reden, die ganz an der Oberfläche sind – ich habe Angst, etwas Tieferes zu sagen, um euch nicht zu verwirren. Ich will ein möglichst breites Bild geben, dass es eine Verbindung zwischen allen Teilen der Realität gibt, aber nach innen gehen wir schon in den weiteren Kursen.

Ja.

67:35

Schüler (Russisch): ... ....

Rav: ... (Russisch) Nein. Entschuldigung, ja.

Schüler: ... auch die Menschen hier in solch einer Zeit empfangen ohne Scham?

Rav: Ohne Scham empfangen Kabbalisten. Generell kann man nur ohne Scham empfangen. Wer die Scham neutralisieren kann, der heißt Kabbalist, und der empfängt.

Schüler: Wie viele Empfangende gibt es...?

Rav: Wie viele solche gibt es? Nicht viele. Du kannst auch einer sein. Aber ich sage nochmal, man kann vom Schöpfer nicht mehr empfangen als das minimale Leben, das "diese Welt" heißt, das wir leben. Mehr empfangen, als wir empfangen, kann man nicht. Nur wenn wir die Scham annullieren, nur wenn wir eine besondere Korrektur machen, die Empfangender heißt, Kabbalisten zu sein, Empfangende zu sein, dann wirst du mehr empfangen. Sonst wirst du die ganze Zeit auf solch einer Stufe sein, wie du bist.

68:37

Schüler: Darf ich noch eine Frage stellen?

Rav: Ja.

Schüler: Können wir alle größten Zustände erreichen?

Rav: Wir können alle Zustände und alle Welten bis zum Schöpfer erreichen.

Schüler: ... auch die Wurzel, auch die Wurzel?

Rav: Auch bis zur Wurzel. Das ist unser Ziel, dass wir, jeder Einzelne, bis zu dieser Stufe kommen müssen.

Ja.

68:51

Schüler: Das heißt, das Ziel ist ... dass wir den Willen zu empfangen in der Größe des Willens zu geben haben ...

Rav: Toll, kluger Junge. Ja. Aber nicht vorgreifen. Hand heben.

Ja.

Schüler: Rav, das Geschöpf wählt zu empfangen.

Rav: Ja.

Schüler: Das passt mir mit dem Unbelebten ein bisschen nicht zusammen.

Rav: Das ist umgekehrt. Hier (in der Zeichnung) ist Unbelebtes, Pflanzliches, Tierisches, Sprechendes entsprechend der Entwicklung von unten nach oben. In Bchina Alef hier, entsprechend den vier Bchinot von Or Yashar, ist der Schöpfer nur ein Wille zu geben, und danach Alef, Bet, Gimel, Dalet, das ist eine Entwicklung vom Kleinen zum Großen des Willens zu empfangen. Und hier ist es in umgekehrter Form, von unten nach oben, das ist in dieser Welt zurück in Richtung des Schöpfers.

Ja.

Schreit nur alle so wie ich, nun.

69:43

Schüler: Bei den vier Bchinot hast du gesagt, dass ihm in Alef ein Gefäß fehlt. Und in Dalet, was fehlt ihm? Kannst du das bitte wiederholen?

Rav: In Bchina Alef fehlt uns ein Wille von ihm selbst. Und auch ein Wille zu geben. Er hat also einen Willen, den er vom Schöpfer empfangen hat, nur eine Sache hat er vom Schöpfer empfangen: den Willen zu empfangen. Jetzt will der Schöpfer, dass er nicht nur Empfangender sein soll, der Schöpfer will, dass er auch wie er sein soll. Dafür muss er vom Schöpfer einen Willen zu geben empfangen. Also empfängt er in Etappe Bet vom Schöpfer einen Willen zu geben. Aber beide – sowohl der Wille zu empfangen, Bchina Alef, als auch der Wille zu geben, Bchina Bet – hat er vom Schöpfer empfangen. Das sind keine Bchinot von ihm.

Jetzt, da er vom Schöpfer einen Willen zu geben empfangen hat, nun, wie kann er geben? In Bchina Alef will der Wille zu empfangen sofort, kann er sofort füllen, ja? Er kann sofort füllen. Denn vom Schöpfer kommt die Füllung, das Licht. Aber der Wille zu geben, den er vom Schöpfer empfängt, das empfängt er sozusagen auf indirekte Weise. Denn das empfängt er schon vom Schöpfer, eine Eigenschaft des Schöpfers, eine zusätzliche, zu seinem Willen zu empfangen, ja? Und dann hat er nichts zu geben. Er kann diese Eigenschaft des Willens zu geben nicht umsetzen.

Wie soll er, wie soll er geben? Was hat er zu geben? Dann erinnert er sich: Der Schöpfer will doch von mir genießen, dass ich empfange, also werde ich empfangen, das ist schon eine andere Bchina, seine Entscheidung, Bchina Gimel. Richtig, in Bchina Gimel gibt es eine Entscheidung des Geschöpfs: Ich gehe für ihn zu empfangen. Aber er verwendet alle Kräfte, die er vom Schöpfer empfangen hat, ja? Und dann hat er überhaupt nichts, weder zu empfangen noch zu geben, in nichts. Was treibt ihn dann weiter zur Entwicklung? Die direkte Form, das, was er vom Schöpfer empfangen hat. Vom Schöpfer hat er einen Drang empfangen, Empfangender zu sein. Und dann geht er jetzt wirklich und setzt diesen Drang um, Empfangender zu sein in Bchina Dalet.

71:54

Das heißt, Bchina Dalet ist eigentlich eine Entscheidung des Geschöpfs, Geschöpf zu sein. Und Bchina Gimel ist Geschöpf, das ist ein Geschöpf, das sich in einem Zustand befindet wie der Schöpfer. Deshalb sagen wir danach, dass Bchina Gimel, Seir Anpin, "der Heilige, gepriesen sei Er" heißt, Seir Anpin de Azilut, das ist der Heilige, gepriesen sei Er. Und Malchut heißt "Schechina", die Sammlung aller Geschöpfe, denn in Bchina Gimel befinden sie sich wirklich in einem Zustand wie der Schöpfer in Bezug auf das Geschöpf. Er hat alles und hat nichts.

Was braucht er? Was braucht er? Den Willen zu empfangen, und dann entwickelt er ihn. Das heißt, wir reden über diese vier Bchinot, außer ihnen gibt es nichts. Was wir jetzt gelernt haben, das werdet ihr danach den ganzen Weg über sehen, bis ihr zur Göttlichkeit kommt, und Heilige und Engel zu sein, egal wo, und was, bis zur größten Stufe – letztendlich, worüber wir reden werden und womit wir uns beschäftigen werden, das sind diese vier Bchinot, außer ihnen gibt es nichts. Der Rest ist nur Entwicklung und Verbindung all dieser Eigenschaften, um zur Wurzel zurückzukehren.

Ja. Nein nein nein, Entschuldigung. Ja.

73:12

Schüler: Die Scham, was ist ihre Quelle, woher, das heißt aus welchem Teil...

Rav: Was ist die Quelle der Scham...

Schüler: Aus welchem Teil...

Rav: Wenn der Schöpfer mir nur einen Willen zu genießen geben würde, und mir Genuss geben würde, hätte ich keine Scham. Ich würde empfangen und genießen. Schämt sich die Katze, dass sie von dir empfängt? Nein. Warum? Denn dadurch, dass du ihr zu essen gibst, gibst du ihr nicht...

Schüler: Willen zu geben.

Rav: Deinen Willen zu geben. Warum?

Schüler: Aus welchem Teil ist das?

Rav: Moment, Moment, Moment. Warum gibst du nicht? Du gibst der Katze deinen Willen zu geben. Nur sie fängt das nicht auf. Ihr Wille zu empfangen ist so klein, dass sie es nicht auffängt, sie empfängt nicht von dir zusammen mit dem Essen deine Eigenschaft. Dass du ihr das Essen übermittelst. Dafür muss ein entwickelter Mensch sein.

Schüler: Was ist dieses Entwickelte sozusagen?

Rav: Diese Entwicklung? Diese Entwicklung kommt daher (siehe Zeichnung), dass der Schöpfer dem Geschöpf außer dem Willen zu empfangen auch einen Willen, auch seine Natur, einen Willen zu geben gegeben hat. Das hat er absichtlich gemacht, das ist wirklich in ..., so, hinter den Kulissen, ja ja, das ist in ... das heißt Wille, das heißt so in unserer Literatur: Der Wille zu empfangen wurde direkt erschaffen, und den Willen zu geben hat er ihm auf indirektem Weg gemacht.

Schüler: Aber das ...

Rav: Er übermittelt es ihm auf indirektem Weg.

74:44

Schüler: Aber...

Rav: Und das Geschöpf fühlt nicht, dass es vom Schöpfer eine Eigenschaft zu geben empfängt, es fühlt plötzlich im Überfluss, dass es Genuss empfängt, und dass dieser Genuss meinen Willen zu empfangen füllt – ich fange plötzlich an zu fühlen, dass zwischen diesem Genuss und meinem Willen etwas nicht passt. Warum passt das nicht? Ich fange an, irgendeine Beziehung zum Genuss zu fühlen, außer dem Genuss. Ich fange an, nicht nur ihn zu genießen, sondern es stört mich plötzlich etwas zu genießen, ich habe noch irgendeinen Gedanken, eine andere Beziehung zum Genuss selbst.

Was ist diese Beziehung? Der Gebende befindet sich da drinnen. Das verdirbt mir den Geschmack. Aber man kann nichts machen. Das hat der Schöpfer absichtlich gemacht. Damit das uns als Sprungbrett dient, dieses Gefühl zu neutralisieren, das nicht schreckliche, das nicht angenehme, und auf seine Stufe zu kommen. Dass wir wie er sein wollen wollen. Du kannst nicht neutralisieren, nicht den Hausherrn zu fühlen, nicht den Gebenden zu fühlen. Du kannst ihn neutralisieren, nur in dem Maße, in dem du wie er wirst. Und das hat er absichtlich gemacht.

Schüler: Also der Wille zu geben...

Rav: Einerseits also ist es am besten, gar nichts zu fühlen, wie ein Tier zu leben und fertig. Aber das geht nicht.

Schüler: Tatsache ist, dass die Kabbalisten leben und sie sich gut mit der Kabbala fühlen, aber das heißt...

Rav: Die Kabbalisten leben und fühlen sich gut mit der Kabbala, weil sie wissen, wie man die Scham neutralisiert, und wissen, anstelle der Scham zu geben. Sie haben zweimal Genuss, davon, dass sie empfangen, und davon, dass sie geben. Diese Welt und die kommende Welt, das heißt das. Sie haben zwei Welten und deshalb erwerben sie Ewigkeit. Ewigkeit und Vollkommenheit. Nichts kann sie bewegen, denn sie befinden sich, sie erwerben die beiden Bchinot, beide Naturen.

Schüler: In derselben Stärke.

Rav: In derselben Stärke, sowohl Wille zu empfangen als auch Wille zu geben in derselben Stärke.

Schüler: Und wenn nicht, dann werden wir in der Etappe der Scham sein.

Rav: Ja, wenn der Wille zu empfangen mehr als der Wille zu geben ist, wird das Scham sein.

Schüler: Es muss überlappend sein.

Rav: Ja. Und wenn der Wille zu geben mehr ist als der Wille zu empfangen – warum ist er mehr? Es lohnt sich für mich, noch ein bisschen mehr zu empfangen. Verstehst du? Sie gehen also immer zusammen.

Schüler: Das heißt also, dass er den Willen zu geben bei sich neutralisiert. Das ist, was ich verstanden habe – wenn das Geben Scham hervorruft.

Schüler: Nein.

Schüler: Wenn der Teil dort, das Geben, nicht das Empfangen, Scham hervorruft, dann eigentlich...

Rav: Der Teil des Gebens ruft keine Scham hervor.

Schüler: Sondern?

Rav: Wie ist das? Das Empfangen ruft bei mir Scham hervor. Dass ich empfange, das ruft bei mir Scham hervor.

Noch Fragen. Daran werden wir uns gewöhnen. Ja.

77:23

Schüler: Zu derselben Frage, eigentlich der ... wir sagen, der Wille zu empfangen, dass wir empfangen, das ruft Scham hervor, aber die Scham kommt eigentlich damit, zusammen mit dem Empfangen, empfangen wir eigentlich auch den Willen zu geben.

Rav: Nein.

Schüler: Bis...

Rav: Nein nein nein nein nein nein nein. Das ist du – das Problem bei uns ist, dass wir das schon an diese Welt heften wollen. Ich freue mich sehr, dass ihr das so praktischer machen wollt, aber das ist nicht nur soweit. Wenn ich wäre, wenn ich wie Bchina Alef wäre, empfangend und zusammen damit, zusammen mit dem Empfangen auch Eigenschaften des Schöpfers empfangend, dann wäre es gut: Je mehr empfangen, desto mehr empfangen wir auch Gefäße des Gebens, einen Willen zu geben.

Das passiert bei uns nicht. Wir befinden uns unter dem Zimzum und unter all den Welten. Ich kann hier, wenn schon, einfach eine allgemeine Zeichnung der gesamten Realität machen, damit es klarer wird, dass wir uns nicht genau in den vier Bchinot befinden, die die vier Bchinot von Or Yashar heißen. (Zeichnung) Wir haben über Bchina Schoresch geredet, Alef, Bet, Gimel, Dalet.

Schüler: Rav. (Russisch – kann man weiter weg, das Ding stört hier. Ja, hier, dort.)

Rav: Wir haben geredet, heute haben wir geredet, dass wir Bchina Schoresch haben, Alef, Bet, Gimel, Dalet. Nach Bchina Dalet, die Malchut de Ejn Sof heißt, danach gibt es die Welt des Zimzum, Zimzum Alef, und danach haben wir die Welten: Adam Kadmon, Azilut, Brija, Yezira, Assija. Und danach gibt es diese Welt, unsere Welt. Sagen wir, unsere. (Siehe Zeichnung) Hier befinden wir uns. Unten. Unser Ziel ist es, durch einen Willen zu gehen ... Was ist diese unsere Welt? Das ist ein Wille zu empfangen um zu empfangen, nur für materielle Genüsse.

79:41

Wir müssen die ganze diese Welt durchgehen, unsere Welt, die Stufen Unbelebt, Pflanzlich, Tierisch, Sprechend, der Entwicklung des Willens. Diese Linie durchgehen, die zwischen dieser Welt und den spirituellen Welten ist, das heißt "Machsom". Die Welten Brija, Yezira durchgehen, die Welten BYA heißen. Danach die Parssa durchgehen und in die Welt Azilut und in die Welt Adam Kadmon eintreten, ja? Und dann zu Ejn Sof übergehen.

All diese Stufen, die wir durchgehen müssen, müssen wir durchgehen in der Zeit, in der wir uns hier in dieser Welt befinden, dass wir so leben, wie wir heute leben, in derselben Form des Lebens, dem Weg, den wir hier machen vor ... (Telefonläuten) Das, ich bitte zu drücken. In der Zeit, in der wir die ganze diese Welt bis zum Machsom durchgehen, das heißt "Zeit der Vorbereitung", Zeit der Vorbereitung. (Zeichnung) Das heißt, bis man den Machsom überquert. Wenn man den Machsom überquert und die Welten BYA durchgeht, das heißt "Zeit der sechstausend Jahre", ja? Danach, wenn man zu Azilut und AK übergeht, das heißt schon "Zeit des Mashiach". Und danach, wenn man hier übergeht, dafür gibt es nicht genau die Definition, das sind schon Dinge, die "nach der Korrektur" heißen.

Denn insgesamt, was wir müssen, wenn wir unsere Gefäße korrigieren – wir wurden hier in der Welt Sof geboren (Zeichnung), null, gehen langsam, langsam, langsam herunter bis zu dieser Welt, danach beginnen wir von dieser Welt aus langsam aufzusteigen bis zu diesem Punkt. Machen wir – Entschuldigung, machen wir so: Das ist Zustand Alef, das ist Zustand Bet, und das ist Zustand Gimel. Wenn wir diesen ganzen Kreis machen, korrigieren wir insgesamt den Zustand, der in Ejn Sof war, wir korrigieren die Scham. Wenn wir die Scham fertig korrigiert haben, fertig diese Gefäße korrigiert haben, haben wir insgesamt die Korrektur abgeschlossen, ja? Wir kommen hier zur Korrektur zurück, und dann beginnt es von hier aus und weiter Stufen zu sein, die "nach der Korrektur" heißen.

82:42

Das ist wie ein Mensch, der irgendein kaputtes Gefäß hat – er hat dieses Gefäß repariert, danach kann er jetzt in irgendeine Arbeit eintreten, anfangen zu arbeiten. Aber was wir hier machen, dass wir das Gefäß korrigieren und schon in irgendeine Realität der Arbeit eintreten, das ist unbekannt, das lernen wir nicht. Die Kabbalisten geben uns die Vorbereitung, geben uns eine Methode, nur wie wir uns selbst korrigieren, und wer sich selbst korrigiert, tritt danach in jene Realität ein, darüber steht überhaupt nichts geschrieben, an keinem Ort, das ist nicht unsere Sache.

Ich sage euch, warum: Weil man nicht einmal in unseren Worten über die Realität sprechen kann, die sich dort oben befindet, oberhalb der Korrektur. Deshalb kann man das nicht einmal in Büchern schreiben. Sie schreiben in allerlei Hinweisen hier und da, aber das ist keine Realität, das ist nicht zur Sache.

Also (Zeichnung) lernen wir nur von oben nach unten, wie wir geboren wurden und uns bis zu dieser Welt verkettet haben, und wie wir von dieser Welt bis zur Welt Ejn Sof aufsteigen sollen, bis zum Ende der Korrektur, und danach nach der Korrektur, das werden wir schon gehen, das ist nicht unser Problem. Und diesen ganzen Kreis bis zum Ende der Korrektur muss der Mensch in der Zeit machen, in der er sich hier in dieser Welt befindet, dass er die beiden Welten zusammen verbindet, das war's.

Jetzt hoffe ich, dass wir die Bilder machen werden – schade, dass wir sie nicht in diesen Anordnungen fotografiert haben –, und ihr werdet durch die Gruppen die Fotos bekommen können, noch bevor ihr nächste Woche kommt, so Gott will, hier zu lernen, und das war's.

84:51

Bis hier 84:51 (Ende der Lektion)