Tägliche Lektion4. Juni 2026(Morning)

Part 2 Baal HaSulam. Einführung in die Weisheit der Kabbala (Pticha) (08.03.2001)

Baal HaSulam. Einführung in die Weisheit der Kabbala (Pticha) (08.03.2001)

4. Juni 2026

Dieses Transkript wurde mithilfe KI aus dem hebräischen Original übersetzt und nicht redaktionell bearbeitet.

Rohtippfassung ohne abschließendes Korrekturlesen. Fehler sind möglich.

Morgenunterricht, 08.03.2001

Buch „Schriften von Baal HaSulam", „Einführung in die Weisheit der Kabbala" (Pticha le Chochmat haKabbala),

Unterricht 2

Teil 1 – vom Anfang bis Minute 00:19:29 Zeiten: 00:19:29

Teil 2 – 19:30 bis 00:47:49 Zeiten: 00:28:19

Teil 3 – 47:57 bis 01:26:50 Zeiten: 00:38:53

Teil 1

Rav: Also wir können schon unseren zweiten Unterricht in der „Einführung in die Weisheit der Kabbala" anfangen. Ich gehe kurz über das, was wir vorher im letzten Unterricht durchgenommen haben, um mit diesem Unterricht weiterzumachen. Das Thema dieses Unterrichts: Massach. Aber vor dem Massach, lasst uns sehen, was wir durchgenommen haben.

Wir haben im letzten Unterricht gesprochen, dass wir insgesamt in der ganzen Schöpfung zwei Teilnehmer haben (Zeichnung): das ist der Schöpfer – der Schöpfer ist eigentlich das Licht, das sich ausbreitet, und diese Ausbreitung heißt Keter oder Kuzo shel Yud oder Wurzelphase. Und daraus ist uns danach ein Gefäß entstanden... Entschuldigung, ich habe mich vertan. Ein Gefäß – wir haben es Chochma genannt –, das wir mit Yud (י) kennzeichnen. Das ist schon der Anfang des Geschöpfs und heißt Phase 1. Denn dieses Gefäß ist ein Wille zu empfangen, den das Licht selbst erschaffen und gefüllt hat. Und dann heißt dieses Gefäß bei uns Mangel, und das Licht, das es füllt, heißt Genuss.

Weiter. Und dadurch, dass das Licht das Gefäß füllt und ihm Genuss gibt, herrscht es über das Gefäß, das Gefäß hängt von ihm ab. Und dann gibt das Licht dem Gefäß nicht nur den Genuss, sondern auch seine Eigenschaft zu geben. Das heißt, aus einem Gefäß, das ein Wille zu empfangen ist, fängt das Gefäß plötzlich an zu fühlen, dass es geben will, dass es etwas geben will – weil es die Natur des Lichts erhalten hat, das es füllt. Und dieses Gefäß heißt Bina, ein Wille zu geben, und wir kennzeichnen es mit dem Buchstaben Hej (ה), auch ein Gefäß, auch ein Mangel, aber ein Wille zu geben. Und eigentlich leer. 3:33

Warum leer? Es hat nichts zu empfangen, es will kein Or Chochma empfangen, es will einfach nur geben. Heißt auch Phase 2. Und daraus lernen wir, dass das Licht, das aus dem Schöpfer ausgeströmt ist, das eine Mal ein Gefäß erschaffen hat, das ein Wille ist, Chochma zu empfangen (1), und das zweite Mal ein Gefäß erschaffen hat, einen Willen zu geben, und das ist Bina (2). Und diese Gefäße, diese zwei Arten von Gefäßen, sind völlig entgegengesetzt zueinander. Das eine will empfangen und genießen, das andere will geben und genießen... vom Geben genießen.

Was ist uns weiter passiert? Bina versteht, dass sie nichts zu geben hat. Sie hat nichts zu geben, warum? Weil sie nicht die Quelle des Lichts ist. Was kann sie dem Schöpfer geben? Sie kann dem Schöpfer Genuss geben. Welcher Genuss fehlt dem Schöpfer? Dem Schöpfer fehlt ein einziger Genuss: dass das Geschöpf von ihm genießt – denn das war eigentlich der Grund für die Erschaffung des Geschöpfs. Also was sagt Bina? Ich werde denselben Willen benutzen, den der Schöpfer in mir erschaffen hat, weil ich ihm geben will. Das heißt, sie bleibt in ihrem Gefäß, in dem sie ihm geben will, mit diesem Licht, das sie will, dem sogenannten Licht der Chassadim (Or Chassadim).

Und was macht sie? Sie sagt: Aber eigentlich kann ich ihm nur geben, wenn ich empfange, und dann empfange ich, und dann empfängt sie. Das heißt, das Gefäß umfasst jetzt eigentlich zwei Teile. Ein Teil in ihm gleicht Chochma, und ein zweiter Teil Bina. Lasst uns das von der anderen Seite zeichnen. Das gleicht Bina. Und das Chochma. Eigentlich macht das Geschöpf hier genau das, was der Schöpfer eigentlich will. Der Schöpfer hat ihm einen Willen zu empfangen gegeben – es empfängt, und auch hier empfängt es. Der Schöpfer hat ihm einen Willen zu geben gegeben – und auch es gibt. 6:45

Das heißt, darin gleicht es in dieser ganzen Handlung wirklich dem Schöpfer. Das heißt, was fehlt, das darin bleibt? Diese Phase heißt Phase 3, das ist ein drittes Gefäß (3). Das ist ein Mangel... machen wir es so, räumen wir ein bisschen auf. Ein Mangel zu empfangen, ein Mangel zu geben – ein Gefäß in dieser Form heißt Seir Anpin, das beide umfasst, Waw (ו) ist sein Zeichen, und dem Gefäß fehlt nur eine Sache: dass die Wünsche in ihm – sowohl der Wille, der Bina gleicht, als auch der Wille, der Chochma gleicht –, diese beiden Wünsche, die dieses Gefäß umfasst, diese beiden Willen von oben kommen, vom Schöpfer.

Das Geschöpf benutzt eigentlich alle Eigenschaften, die der Schöpfer in ihm erschaffen hat, und es gibt in ihm keinerlei Neuerung. Das heißt, es hat bis hierher alle Eigenschaften ausgeführt, die der Schöpfer in es hineingelegt hat. Und hier haben wir schon ein Beispiel, was der Schöpfer aus dem Geschöpf machen will. Deshalb – wie soll ich sagen – deshalb wird danach in allen möglichen Kabbala-Büchern Seir Anpin in der Welt Azilut „haKadosh Baruch Hu" genannt. haKadosh Baruch Hu. Denn das ist ein Beispiel, das der Schöpfer dem Geschöpf vorstellt, dass das Geschöpf so sein soll. 9:03

Und was passiert danach? Danach versteht das Geschöpf, dass das, was hier passiert, eigentlich, dass es selbst noch nicht in diesen Gefäßen ist. Hat es selbst empfangen? Nein. Hat es selbst gegeben? Nein. Jetzt befindet es sich in einem Dilemma, was es wirklich ist. Und hier kommt uns heraus, dass das Geschöpf entscheidet, wer es ist. Wonach entscheidet es jetzt, wer es wirklich sein will? Nachdem hier all die Kräfte des Schöpfers sind, die er dem Geschöpf quasi von oben nach unten gewidmet hat – jetzt gibt es beim Geschöpf zum ersten Mal eigentlich in all diesen Kräften, in all diesen Eigenschaften einen Zustand, aus dem hier irgendeine Art von etwas völlig, völlig Neuem herauskommen kann.

Was ist das Neue? Ein neuer Wille. Welcher Wille? Ein Wille zu empfangen, der selbst empfangen und genießen will, ähnlich diesem Willen. Woraus kommt uns dieser Wille heraus, der Malchut heißt? Auch der Buchstabe Hej (ה). Phase 4, ein Mangel zu empfangen. Warum kommt hier gerade ein Wille zu empfangen heraus und nicht zu geben und nicht halb-halb, und wie? Weil dieses Gefäß von Seir Anpin Keter sehr ähnlich ist, in ihm ist alles. Und jetzt muss das Geschöpf wählen, was es will. Und dann wählt es wie von der Seite des Schöpfers, dass uns ein Wille zu empfangen herauskommt – auch hier im Geschöpf kommt ein Wille zu empfangen heraus. Und diese Malchut, sie allein heißt Geschöpf. Vor ihr sind das nur Entwicklungsstufen.

Es kommt uns heraus, dass der Wille zu empfangen, der jetzt hier gefühlt wird (siehe Zeichnung), der Wille ist, der sozusagen nicht direkt vom Schöpfer kommt, sondern hier, am Ende von Seir Anpin, wird dieser neue Wille gemacht. Malchut, die sich mit dem Licht füllt, das sie vom Schöpfer empfängt – ihr Zustand, in dem sie völlig voll ist, heißt Malchut de Ejn Sof. Und wenn sie sich mit dem Licht von Ejn Sof füllt, dann gleicht sie Phase 1, die auch voll war mit dem Licht, das vom Schöpfer kam.

Ich höre... nun, fragt zu all diesen Dingen, danach gehen wir zu einem neuen Thema über.

12:10 Schüler: Ich verstehe nicht, auch damals habe ich nicht verstanden – diese letzte Stufe ist hier die problematischste. Sie sagen quasi, dass es hier eine Neuerung gibt. Die Neuerung ist die Wahl, die Neuerung ist die Verneinung, die Neuerung ist... was ist die Neuerung? Und ich habe auch nicht verstanden, ich verstehe es nicht, ich schaffe es nicht zu verstehen.

Rav: Die Neuerung, die wir aus Phase 4 haben gegenüber all den vorherigen Phasen, ist, dass es in Phase 4 einen Willen gibt, der nicht von der Seite des Schöpfers kommt, sondern den Willen, der in einer Erweckung von unten, von der Seite des Geschöpfs kommt. Den Willen zu empfangen, mehr als das, was der Schöpfer im Gefäß von Phase 1 erschaffen hat.

Schüler: ...

Rav: Weil es hier eine Ausbreitung mehrerer Prozesse gibt. Schau, ich will nur empfangen. In welcher Form? So, wie der Schöpfer will. Ich habe vom Schöpfer einen Willen zu geben erhalten. Ich verstehe, dass ein Wille zu geben und ein Genuss vom Geben besser sein kann als das Empfangen. Nur – wie führe ich ihn aus? Ich habe eigentlich gar kein Licht, das ich... keinen Genuss, den ich dem Schöpfer geben kann, es sei denn unter der Bedingung, dass ich von ihm empfange.

Wir müssen verstehen, dass wir jedes Mal, wenn wir von Phase zu Phase übergehen... Sagen wir Phase 1, das ist ein Wille zu empfangen, den der Schöpfer erschaffen hat. Danach, wenn das Licht da ist, fängt das Licht an, dem Willen zu empfangen seine Eigenschaften zu geben, zu geben – dann fängt anstelle des Willens zu empfangen ein Wille zu geben an zu sein. Das heißt, der Wille zu empfangen fängt an zu verstehen, dass es sich für ihn mehr lohnt, ein Gebender zu sein, dass er dadurch mehr genießen kann.

Wir müssen verstehen, sagen wir, was Phase 2 ist, ja? Bina. Das ist dieselbe Chochma, nur dass sie sich verändert hat, eine weitere Zugabe auf sich genommen hat. Das heißt, in Phase 2 gibt es einen Willen zu empfangen, mehr als in Phase 1. Phase 1 ist die Bina, die – wenn sie gibt – mehr Genuss empfangen wird. Phase 3, sie hat schon zwei Arten von Gefäßen, sowohl zu geben als auch zu empfangen. Sie versteht, dass sie, wenn sie dem Schöpfer gibt – dadurch, dass sie von ihm empfängt –, dann viel mehr genießt als Phase 2 und Phase 1. 14:47

Wir befinden uns hier in den Entwicklungsstufen des Willens. Aber die Entwicklung dieses Willens ist noch nicht eigenständig, sie kommt ganz aus den Eigenschaften des Schöpfers. Es gibt ein Licht, das das Gefäß erschafft, das dem Gefäß seine Eigenschaft zu geben gibt, sodass dann das Gefäß entscheidet, dass es aus zwei Teilen bestehen will: ein Teil gleicht der Handlung des Schöpfers, zu geben, ein zweiter Teil gleicht dem Gefäß, das der Schöpfer erschafft, zu empfangen. Das heißt, bis hierher haben wir all die Dinge, die quasi durch das Licht ausgeführt wurden, das vom Schöpfer kommt. Bis hierher, bis zum Ende von Phase 3.

Nur was – Phase 3 an ihrem Ende, nur sie entscheidet dann: Also was will ich wirklich von all diesen Stufen, was kann mir Genuss geben, was ist meiner Natur näher, in der ich mich in der Verwirklichung des Lichts befinde. Und dann wählt sie, dass sie das Licht empfangen will wie Phase 1. Das heißt, hier in Phase 3 an ihrem Ende sagt sie: Ich will empfangen ohne jeglichen Willen zu geben.

Aus diesem Teil, der bei mir „Wille zu empfangen, ein bisschen, das ich erhalten habe" heißt – ich will jetzt in voller Höhe empfangen, mit meiner ganzen Kraft. Und dann wurde aus ihr Phase 4 geboren. Das heißt, wer ist Phase 4? Das ist derselbe Teil aus Phase 3, der empfängt, und noch ein Teil in Phase 3, der ein Wille, ein Wille zu geben war, und sie hat darauf verzichtet und sagt: Auch in ihm will ich empfangen, machen wir Phase 4.

Darüber kann man noch jahrelang erklären und reden. Wir kommen jedes Mal wieder darauf zurück, denn außer diesen vier Phasen, in denen das Licht mit dem Gefäß spielt – wie der Schöpfer das Geschöpf erschafft und ihm diese Eigenschaften gibt –, gibt es eigentlich nichts mehr. Der Rest ist nur Entwicklung von hier aus. Und jedes Mal, wenn wir über irgendeine Welt reden und über irgendwelche Parzufim und alle möglichen Dinge – die erschaffen werden, die bilden, die gemacht werden, egal worüber –, können wir immer hierher zurückkehren und sehen, wo hier ihre Wurzel ist.

16:56 Schüler: Aber hier gibt es einen auffälligen Widerspruch, dass alles vom Schöpfer ist...

Rav: Leute, ich will nicht in Philosophien einsteigen, fertig. Ihr habt jede Menge Bücher, das ist ein Schnellkurs, nur entsprechend dem, was hier gerade nicht klar ist. Du kannst fragen, und ich schicke dich zu zwanzig Büchern, in Ordnung?

Schüler: Darf ich eine Frage stellen?

Rav: Ja.

Schüler: Ein Mangel zu geben ...

Rav: Ein Mangel zu geben?

Schüler: Ja.

Rav: (auf Russisch ... ...) Ein Mangel zu geben, ein Mangel zu schenken. Ein Mangel zu schenken, so wie eine Mutter dem Kind gegenüber ihm geben will, davon empfängt sie Genuss.

Schüler: „Mangel" auf Hebräisch (auf Russisch – ... ...)

Rav: ... Klar, Mangel und Wille sind dasselbe. Vorläufig steige ich nicht in die Tiefe des Gefäßes selbst ein, wie es sich aus allen möglichen Teilen zusammensetzt, wie viele Schichten es hat, das lassen wir alles für später.

Zumindest soll uns klar sein, soll klar sein, dass es beim Kabbala-Lernen zwei Dinge gibt. Weil wir etwas lernen, das wir nicht fühlen, das wir nicht anfassen können, nichts damit machen können. Es gibt zwei Zugänge zum Lernen. Ein Zugang zum Lernen: dass es so ist, wie es geschrieben steht, und das muss man sich einfach merken. Und ein zweiter Zugang, der auch parallel dazu da sein soll: warum es so ist.

Also so ist es, so soll es klar sein, und das muss man sich merken. Warum es so ist – darüber muss man jedes Mal nachdenken, und jedes Mal muss man klären, und das ist ein unendliches Verständnis in der Tiefe. Ihr werdet mit Gottes Hilfe in höhere Stufen aufsteigen, ihr werdet in die Empfindung der höheren Welten hineinkommen, und das ist jedem gegeben, und ihr werdet sehen, wie ihr jedes Mal vervollkommnet werdet und im Verständnis und in den Enthüllungen aufsteigt. Und jedes Mal wird es eine Frage sein: warum? Bis zum Ende der Korrektur, bis ihr wirklich an den Ort kommt, wo ihr und der Schöpfer euch auf derselben Ebene befindet, von wo das Licht selbst herauskommt.

19:17 Schüler: Und das Ende der Korrektur, haben wir gesagt, ist die Rückkehr zu...

Rav: Später.

Schüler: Und dann gibt es keine Fragen.

Rav: Dann gibt es keine Fragen. Und bis dahin gibt es die ganze Zeit Fragen. Klar?

Bis hier – Minute 19:29

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Teil 2

19:30 Jetzt, also Malchut, die letzte Phase 4, in der es schon einen eigenen Willen zu empfangen gibt – sie fühlt, dass sie nach ihrem eigenen, eigenständigen Willen empfängt, also gibt es in ihr wirklich ein Empfangen des Genusses, und sie fühlt, dass sie genießt. Aber BoN [Anm.: Wort im Rohtranskript unklar – siehe Hinweise am Ende] fängt an, ihr wieder seine Eigenschaften zu geben, wie in Phase 1. Ihr seht, sie sind ähnlich: sie empfängt dasselbe Licht, das Phase 1 empfangen hat, nur war in Phase 1 der Wille auch von oben, vom Schöpfer, und in Phase 4 ist der Wille vom Geschöpf selbst – es will empfangen, deshalb fühlt es, dass es empfängt.

Und wenn das Licht ihr jetzt das Gefühl gibt, dass es der Gebende ist, dann kommt heraus, dass Malchut einen Unterschied zwischen sich und dem Licht fühlt. (Zeichnung) Denn das Licht ist der Schöpfer, und Malchut, dieses Gefäß, ist das Geschöpf. Und diesen Unterschied fühlt sie. Und als Folge davon wurde in ihr das Gefühl der Scham geboren. Und als Folge des Gefühls der Scham, das entgegengesetzt ist zu dem Licht, das sie füllt. Hier, als Folge davon, dass sie fühlt, dass sie anders ist als das Licht, wurde [daraus] ein Wille zu geben. Hier, als Folge davon, dass sie vom Schöpfer empfängt und anders ist als er, entgegengesetzt zu ihm, wird eine andere Handlung geboren, die Zimzum heißt.

Diese Malchut sagt: Ich will gar nichts empfangen, ich vertreibe das Licht und bleibe allein, leer zurück. Diese Malchut, die sich vom Licht geleert hat, heißt die eingeschränkte Malchut (Malchut haMezumzemet), sie hat sich selbst eingeschränkt. Malchut de Zimzum Alef, oder Malchut voll mit Licht. Wir können sie [als] Welt Ejn Sof bezeichnen, und Malchut, die sich vom Licht geleert hat, können wir Welt des Zimzum nennen.

22:17 Schüler: der Handlung ... was ist ...

Rav: Ist verständlich, was ich sage, oder nicht? Nur die Stufen – also wiederhole ich sie noch einmal. Was man sich merken muss: Vom Schöpfer kommt ein Licht heraus, es erschafft ein Gefäß. Was ist ein Gefäß? Ein Wille, von ihm zu genießen. Das Licht ist Genuss, das Gefäß ist Mangel, ein Wille, vom Licht zu genießen. Der Genuss füllt das Gefäß, den Willen, das Licht füllt das Gefäß. Dass das Licht das Gefäß füllt – da gibt es hier zwei parallele Sprachen. Entweder ich rede in der menschlichen Sprache: Genuss und Mangel und Wille. Oder ich rede [von] Licht und Gefäß. Wir sind es gewohnt, in Lichtern und Gefäßen zu reden. Aber vorläufig rede ich auch in der parallelen Sprache.

Also der Schöpfer, der Genuss gibt, dem Geschöpf Genuss geben will, erschafft einen Mangel für diesen Genuss. Der Genuss heißt Licht, der Mangel heißt Wille, heißt Gefäß. Das Gefäß, das das Licht empfängt und von ihm genießt, empfängt von ihm nicht nur Genuss, es empfängt von ihm auch die Natur des Lichts. Und es wird zur Natur des Lichts – das Licht ist gebend, auch das Gefäß will geben. Also das Gefäß, das vorher aus Phase 1 war, hat sich in das Gefäß von Phase 2 verwandelt, das geben, etwas geben will. Wem? Dem Schöpfer. Warum? So wie der Schöpfer ihm geben will – es [tut es] umgekehrt, so hat es vom Licht diese Eigenschaft erhalten.

Es will geben, aber es hat nichts zu geben. Was entscheidet es? Es denkt: Wie kann ich geben, die Handlung machen wie der Schöpfer? Gibt es im Schöpfer einen Mangel, den ich ihm geben kann? Ja, er hat einen Mangel. Welchen? Wenn ich empfange, wird er Genuss haben – er hat einen Mangel, mir zu geben, damit ich genieße. Also was macht Phase 2? Sie öffnet in ihrem Teil irgendeinen Willen zurück aus Phase 1 und sagt: Ich werde empfangen wie in Phase 1, aber weil ich geben will, dem Schöpfer damit Wohlgefallen (Nachat Ruach) geben will. Und dann haben wir Phase 3, die nächste Entwicklung, die zwei Teile umfasst. Ein Teil, der gibt, und – weil er geben will – empfängt. 25:17

Und danach kommt Phase 4. Was entscheidet Phase 4? Phase 4 entscheidet: Ich will das ganze Licht in seiner Fülle empfangen. Warum? Ich entscheide, dass von diesen beiden Teilen, die mir durchaus gleich sind, das Empfangen mir am nächsten ist. Warum? So bin ich von Anfang an erschaffen, in Phase 1, und dann geht sie hin und empfängt. Diese Sache gehen wir gleich zusammen mit dem Massach durch, dann ist es uns vielleicht danach verständlicher.

Was haben wir außerdem gelernt? Wörter, Namen dieser Phasen, der Unterscheidungen, der Stufen. Wurzelphase, das Licht in ihr [kommt] vom Schöpfer. Phase 1, das erste Gefäß, das erschaffen wurde. Phase 2, das zweite Gefäß, das geben will. Phase 3, das dritte Gefäß, das aus einem Willen zu empfangen und einem Willen zu geben zusammengesetzt ist. Und die vierte Phase, Phase 4, das ist Malchut, die nur empfangen will, und sie heißt Geschöpf, und sie heißt Malchut. Malchut vom Wort „Herrschaft des Willens", denn dort herrscht wirklich der Wille zu empfangen.

Was ist diese Malchut? Sie ist das Geschöpf, und über sie reden wir danach. Und über all die vorherigen Phasen bis zur Malchut, bis hierher, reden wir nicht mehr, das sind Stufen des Aufbaus der Malchut. Und was danach passiert, das passiert nur mit der Malchut, so wie wir weiterreden. Malchut, die voll mit Licht ist, ganz nach ihrem Willen, den sie entscheidet und den sie will – nicht, dass ihr Wille [vom] Schöpfer erschaffen wurde. Ihr Wille wird als Folge einer Entwicklung gemacht.

Also diese Malchut heißt Welt. In allen Zuständen, die es gibt, heißt jeder Zustand von Malchut Welt. Dass sie voll mit Licht ist, ohne jede Begrenzung – die Füllung ohne jede Begrenzung heißt „ohne Ende" (Ejn Sof). Deshalb heißt Malchut Welt Ejn Sof. Ejn Sof – kein Ende, keine Begrenzung, das ist insgesamt die Bedeutung. Das heißt, wenn meine Tasse mit Kaffee zu hundert Prozent voll wäre, würde sie auch Ejn Sof heißen, ohne Grenze. Alles, was das Gefäß in sich aufnehmen kann, ist voll. Also Malchut, voll bis zum Ende, heißt Welt Ejn Sof. 28:02

Danach fühlt sie, dass sie wieder entgegengesetzt ist zu dem Licht, das da ist – denn das Licht, das da ist, wie in Phase 1, hat dem Gefäß einen gebenden Willen gegeben, hat dem Gefäß das Gefühl gegeben, dass es entgegengesetzt zum Gefäß ist. Auch hier gibt das Licht dem Gefäß das Gefühl, dass es entgegengesetzt zum Gefäß ist. Aber das Gefäß kann schon nicht mehr gebend sein, denn der Wille ist ihr Wille, sie kann den Willen nicht umkehren. Sie ist schon, das war's, das ist die Fertigstellung des Gefäßes. Der Wille zu empfangen, der in Phase 4 ist, ist fertig. Das ist das erste Mal, dass [er] herausgekommen ist, endgültig, das erste Mal und das letzte Mal, ein Wille, der als eigenständiger herausgekommen ist. Und was ist dieser Wille? Dieser Wille ist ein Wille zu empfangen, ein Wille zu genießen.

Also was fühlt sie, die Malchut, wenn das so ist? Sie fühlt das Entgegengesetzte in ihren Eigenschaften gegenüber dem Licht, wie sehr sie ihm entgegengesetzt ist. Und dann, als Folge, nennen wir dieses Gefühl das Gefühl der Scham – dass der Schöpfer größer ist als sie und ihr gibt, und sie völlig von ihm abhängt und ihm nach ihren Eigenschaften entgegengesetzt ist. Dieses Gefühl bringt sie zu einer ganz besonderen Handlung, die Zimzum Alef heißt. Was heißt das?

Die Quelle ihres unangenehmen Gefühls ist das Licht, das sie füllt, also vertreibt sie das Licht und sagt: Ich will das Licht nicht fühlen. Warum? Es gibt mir Leid, es lässt mich fühlen, dass ich ihm entgegengesetzt bin. Es bleibt keine Wahl, sie vertreibt das Licht. Und diese Handlung heißt Zimzum Alef, und Malchut, die leer zurückbleibt, heißt „Welt des Zimzum". Warum Welt? Jeder Zustand von Malchut heißt „Welt" (Olam) – Welt vom Wort „Helem", Verbergung.

Schüler: Verhüllung.

Rav: Verhüllung. In Ordnung? Ich sage noch einmal: In unserem Kurs, in diesen paar Unterrichten, steigen wir nicht zu sehr in das „Warum" ein, sondern [sagen]: so ist es. Aber danach, wenn wir lernen, im Laufe der Zeit des Lernens, werdet ihr sehen, wie sehr sich das löst, jede einzelne Sache so... Und jetzt gehen wir zum heutigen Thema über. Das heutige Thema heißt „Massach". Und zusammen mit der Kassette des Anderen [Anm.: Wort im Rohtranskript unklar] – wer kauft, da gibt es am Ende, man verkauft eine Kassette von unserem letzten Unterricht – zusammen damit gibt es Zeichnungen, die ich beim letzten Mal gezeichnet habe, alle Zeichnungen. Da am Ende gibt es [sie].

Jetzt, nachdem wir gelernt haben, dass uns Malchut herausgekommen ist (Zeichnung), dass diese Malchut das ganze Geschöpf ist, dass es außer ihr und [zwischen] dem Schöpfer nichts gibt – das ist der Schöpfer und das ist das Geschöpf. Also dieses Geschöpf heißt Malchut, und das ist eigentlich ein Wille zu empfangen. Noch einmal, was ist ein Wille zu empfangen? Wir reden in der Kabbala nicht viel, wir sagen „Wille zu empfangen", aber eigentlich müssen wir [etwas] hinzufügen. Was ist ein Wille zu empfangen? Ein Wille, Freude und Genuss zu empfangen. Das heißt, ein Wille zu empfangen, gemeint ist ein Wille zu genießen, ein Wille, Freude und Genuss zu empfangen.

Jetzt, das ist eigentlich das ganze Wesen des Geschöpfs, ein Wille zu empfangen, und das heißt bei uns Phase 4. Also Phase 4, wie wir gesprochen haben, das ist ein Wille zu empfangen, und sie hat sich selbst eingeschränkt, und aus ihr selbst ist das ganze Licht herausgegangen. Das heißt, sie bleibt jetzt leer zurück. In einem solchen Zustand heißt sie „die eingeschränkte Malchut", sie hat sich selbst eingeschränkt. Was hat sie gesagt? Sie hat gesagt: Wenn Genuss zu mir kommt, vertreibe ich ihn, ich will ihn nicht fühlen. Warum?

Ich leide, statt zu genießen leide ich dadurch, dass ich mich mit ihm fülle. Diese Reaktion – dass der Genuss zu ihr kommt, nachdem sie ihn vertrieben hat, und sie vertreibt ihn zurück und sagt: Ich empfange ihn nicht – diese Reaktion heißt „Siwug de Hakaa" oder vorläufig „Hakaa" (Schlagen), und sie wird mit dem Massach gemacht. Was heißt das?

Beim Zimzum Alef war es vorher so. Es war Malchut de Ejn Sof. Danach war es Malchut de Zimzum Alef, die alles vertrieben hat. Danach, die dritte Handlung: Malchut hat gesagt: Ich empfange gar nichts, auch wenn Genuss zu mir kommt. Das heißt, wir haben die Entscheidung der Malchut, dass sie einen Massach haben wird, Malchut mit dem Massach. Was ist ein Massach? Der Massach ist meine Widerstandskraft, dass ich das Licht nicht empfangen will. Ein Licht kommt zu mir vom Schöpfer, das Licht, das vom Schöpfer kommt, heißt „Or Yashar" (direktes Licht), und der Massach stößt es zurück und sagt: Ich will gar nichts empfangen. Und dann, was vom Massach quasi zurück zum Schöpfer kehrt, das heißt „Or Choser" (zurückkehrendes Licht). Zurückkehrendes Licht, direktes Licht. Der Massach ist eine Widerstandskraft. 35:50

Nachdem Malchut durch den Massach das direkte Licht zurück vertreibt, das Licht, das zu ihr kommt, fängt sie an nachzudenken, was sie gemacht hat. Sie hat eigentlich dadurch gesagt, dass sie jetzt nicht für sich selbst empfängt, wie die Handlung der Bina, wie die Handlung von Phase 2, die wir hatten, die auch gesagt hat: Ich will gar nichts empfangen.

Schüler: Sie will geben, aus sich heraus.

Rav: ... Und dann sagt sie: Aber wenn ich jetzt empfange, nachdem ich zurückgewiesen habe – so wie Phase 2 nach Phase 1 zurückgewiesen hat, und dann, wenn sie jetzt empfängt, empfängt sie, weil sie zurückweist und nur für den Schöpfer empfängt. Auch jetzt, Malchut, die zurückweist – diese Handlung gleicht Chochma. Diese Handlung, dass sie das Licht zurückstößt, gleicht Bina. Und jetzt, wenn sie empfängt, empfängt sie genau wie Phase 3. Was ist Phase 3? Sie hat wirklich nur empfangen, um dem Schöpfer Genuss zu geben. Aber dort, in Phase 3, hat sie empfangen, um dem Schöpfer Genuss zu geben – das war alles von Seiten des Schöpfers, der sie in einer solchen Form erschaffen hat. Er hat Phase 1 erschaffen, Phase 2 und Phase 3 erschaffen, so hat sie reagiert.

Aber jetzt, da der Wille zu empfangen, der hier ist, ein Wille zu empfangen des Geschöpfs selbst ist, und es diese Sache macht – dann, wenn es jetzt innen empfängt, wird das wirklich ein vollkommenes Geben sein. Und Malchut entscheidet: Ich habe das ganze Licht zurückgewiesen, es ist klar, dass ich nicht empfange, um selbst zu genießen, ich werde es jetzt empfangen, um ihm zu geben. Er genießt ja davon, dass ich empfange, also empfange ich. Nur dafür.

Und sie macht eine Berechnung und empfängt ein bisschen in sich. Der Ort, an dem sie die Zurückweisung und die Berechnung macht, heißt „Rosh" (Kopf), und der Ort, an dem sie das Licht innen empfängt und genießt, heißt „Toch" (Inneres). Toch heißt, dass innerhalb des Gefäßes, dort empfängt sie das Licht. Aber sie kann nicht das ganze Licht empfangen und sich füllen. Warum? Dort kann sie schon empfangen, in den Systemen von Ejn Sof, sich mit dem ganzen Licht füllen – warum hier nicht? Weil ihr Wille zu empfangen ihrer ist. Und gegen ihren Willen zu stehen, dazu ist sie nicht fähig. Dort, in den vier Phasen des direkten Lichts, in all diesen Phasen, stand sie gegen Eigenschaften, die sie von oben erhalten hat. Das war noch nicht wirklich ihres, das war noch nicht so... (saftig?).

Hier fühlt sie, dass das ihr Wille ist, und deshalb kann sie nur zum Teil empfangen und zum übrigen Teil leer bleiben. Denn wenn sie auch diesen Teil füllt (siehe Zeichnung), dann wird das völlig ein Empfangen für sich selbst, sie fängt an, selbst zu genießen, ohne daran zu denken, dass sie es für den Schöpfer macht. Und dieser Teil, der ... leer bleibt, heißt „Sof" (Ende). Und dieses ganze Gebilde, dieses ganze Gebilde (siehe Zeichnung) einschließlich des Lichts, das vom Schöpfer kommt – direkt und zurückkehrend und alles, was vom Schöpfer kommt – heißt „Parzuf". 39:51

Also fügen wir hier hinzu: Malchut mit dem Massach haben wir, danach weist Malchut zurück, nennen wir das „Or Choser" (zurückkehrendes Licht). Danach empfängt Malchut ein bisschen, das heißt „Or Pnimi" (inneres Licht). Dieser Teil, den sie innen empfängt, heißt inneres Licht. Klar ist uns „inneres", denn sie empfängt es innen, innerhalb des Willens. Und wenn das so ist – Malchut erkennt das direkte Licht, das zu ihr gekommen ist, hat es ganz zurückgewiesen und einen Teil davon empfangen, der inneres Licht heißt, im „Toch" – dann, das Licht gegenüber dem „Sof", das ankommt, das direkte Licht, das zur Malchut kommt, es müsste die ganze Malchut füllen, richtig? Ist das verständlich? Dieses direkte Licht, das kommt, müsste die ganze Malchut füllen.

Jetzt, wenn wir nur einen Teil davon haben, das heißt, das direkte Licht wird zum Teil zu innerem Licht, ein Teil davon bleibt draußen, und der heißt „Or Makif" (umgebendes Licht). Was ist dieses umgebende Licht? Wenn das innere Licht vom Schöpfer kommt, direktes Licht – das innere Licht befindet sich innerhalb des Parzuf, das umgebende Licht müsste gegenüber dem Ende des Parzuf sein. Und es füllt wirklich, langsam, danach werden wir sehen, dass es die Malchut bis zum Ende füllt, bis zum Ende, bis zum Ende, bis das ganze Licht bis zum Ende hineinkommt. 42:29

Schüler: Licht der Bina.

Rav: Das ist nicht Bina, das ist nicht das Licht der Bina, ich habe gesagt, dass diese Handlung, dass es zurückweist, der Handlung der Bina gleicht, wie wir es dort hatten in Phase 2 des direkten Lichts. Also haben wir jetzt einige Begriffe gelernt, ich wiederhole sie noch einmal, und danach zu den Fragen. Vom Schöpfer kommt das Licht, das „Or Yashar" (direktes Licht) heißt. Malchut befindet sich nach dem Zimzum, leer. Sie will das Licht nicht empfangen. Der Wille, es zurückzuweisen und nicht zu empfangen, heißt „Massach", Widerstandskraft. Dieser Massach, der Wille zu stoßen, eigentlich zu stehen gegen ihren natürlichen Willen, weist das Licht zurück. Und die Rückkehr des Lichts zum Ausströmenden, zum Schöpfer, heißt „Or Choser" (zurückkehrendes Licht). Weil Malchut zurückgewiesen hat und ihr klar ist, dass sie bereit ist, gegen alle Verlockungen zu stehen und das Licht nicht zu empfangen, um zu genießen.

Sie macht jetzt eine Berechnung, wie viel ich trotzdem empfangen kann, sodass es für den Schöpfer sein wird – denn wenn ich jetzt empfange, wird es genau für ihn sein. (...) Und sie entscheidet dann, dass sie empfängt. Wie viel empfängt sie? Sie macht eine Berechnung, dass sie nur einen Teil des Lichts empfangen kann, sodass es nicht kommt, um selbst zu genießen, sondern um dem Schöpfer zu genießen [zu bereiten]. Und dann entscheidet sie und empfängt einen Teil des Lichts, der innen hineinkommt.

Sagen wir 20 % vom direkten Licht empfängt sie innen, und der Teil, den sie innen empfängt, heißt „Or Pnimi" (inneres Licht). Der Teil der Malchut, der das Licht innen empfängt, heißt „Toch", der Teil, der nur übrig bleibt, heißt „Sof". Warum Sof (Ende)? Dort macht sie ein Ende und sagt: Ich empfange nicht. Warum Toch? Weil ich das mit dem Licht füllen will. Das sind sehr, sehr einfache Namen, nach der Handlung.

Schüler: Darf ich eine Frage stellen?

45:17 Rav: Ich sage, wann es möglich sein wird. Das direkte Licht, das zur Malchut kommt – wenn das so ist –, teilt sich also in inneres Licht und einen Teil, der außerhalb von ihr bleibt, der umgebendes Licht heißt. Also kommt uns heraus, dass direktes Licht gleich inneres Licht plus umgebendes Licht ist. Dass das innere Licht in den „Toch" hineinkommt, und das umgebende Licht ist für das Ende des Parzuf bestimmt, um das Ende des Parzuf zu füllen, aber vorläufig steht es draußen. Wann wird es das Ende des Parzuf füllen? Wann es einen so großen Massach geben wird, dass er das ganze Licht empfängt, um dem Schöpfer zu geben. Das werden wir noch lernen.

Also dieses Gebilde der Malchut nach dem Zimzum Alef, in dem sie überlegt, wie viel Licht sie in sich empfangen kann, wie viel sie tatsächlich empfängt und wie viel sie nicht empfängt – dieses ganze System zusammen heißt „Parzuf". Ein spirituelles Objekt. Und wir sind hier einige Dinge durchgegangen, noch einmal wiederhole ich (siehe Zeichnung): Wir hatten Malchut de Ejn Sof, die das ganze Licht empfangen hat, Scham gefühlt hat, Zimzum Alef gemacht hat, gesagt hat, dass sie kein Licht empfängt, das nach dem Zimzum zu ihr kommt – das heißt „Malchut ohne Massach" –, und ein Licht kam, und sie hat es zurückgewiesen, und das Licht, das sie zurückgewiesen hat, heißt „Or Choser" (zurückkehrendes Licht), und danach hat sie entschieden, dass sie doch einen Teil davon empfängt, der „Or Pnimi" (inneres Licht) heißt. Das ist es, was wir euch gelehrt haben.

Jetzt nur noch ein paar Namen. Also „Rosh" heißt [der Ort], wo man die Berechnung macht, „Toch" heißt [der Ort], wo man das Licht empfängt, „Sof" heißt [der Ort], wo man das Licht nicht empfangen kann. [Der Ort], wo man „Massach" sagt, dieser Ort heißt „Pe" (Mund). [Der Ort], wo es einen Unterschied gibt zwischen dem Teil, der das Licht in Malchut empfängt, und dem Teil, der nicht empfängt, heißt „Tabur". Die Fertigstellung des Parzuf, der Abschluss aller Willen, heißt so: „Sium". Das ist eigentlich das Gebilde des Parzuf.

Fragen? Ja.

Bis hier – Minute 00:47:49

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Teil 3

47:57 Schüler: Was ist der Unterschied zwischen Or Choser und Or Makif und Bina? Ist das eigentlich dasselbe? Oder gibt es...

Rav: Braucht ihr nicht. Leute, ihr müsst jetzt nur die Reihenfolge der Handlungen kennen. Wenn ihr ein bisschen mehr wollt, geht in die Bücher. Also ich frage nach den Handlungen, was ihr versteht, nicht warum und wie es innen gemacht wird, ein bisschen mehr innen. Dafür haben wir jetzt keine Zeit. Wenn ihr wollt, nach diesen zehn Unterrichten machen wir weiter. Von mir aus machen wir bis zum Ende der Korrektur weiter. Ja.

48:31 Schüler: Das heißt, die Entwicklung der Malchut dauert länger als eine andere Phase?

Rav: Außer Malchut gibt es keine Phasen. Wir reden nur über Malchut. Dieselbe Malchut im Unendlichen, als sie erschaffen wurde, derselbe Wille, der danach den Zimzum durchläuft, danach jetzt mit dem Massach arbeitet – nur über dieselbe Malchut reden wir. Das ist das einzige Geschöpf, außer ihm gibt es gar nichts. Danach lernen wir, wie sich dieses Geschöpf in fünf Welten und in Seelen aufteilt und in was ihr wollt. Was auch immer ihr Namen geben könnt: Teile, Dämonen, Geister, Engel, Menschen, Tiere, Vieh, egal was. Das alles ist innerhalb dieser Malchut und [in] ihrer Ausbreitung danach zu niedrigeren Stufen. Alles ist innerhalb der Malchut. Das ist das Geschöpf. Außer ihm gibt es nur das Licht, das „Schöpfer" heißt. Das war's. Ja.

49:30 Schüler: Mir ist nicht klar, was der Unterschied zwischen drei und vier ist, zwischen Malchut mit dem Massach und Malchut, die zurückweist.

Rav: Malchut mit dem Massach, die einfach dasteht und noch vor dem Siwug de Hakaa [ist].

Schüler: Also dass sie mit dem Massach das Licht noch nicht zurückgibt, das Licht nicht ankommt, oder...

Rav: Noch nicht, und so habe ich es aufgeteilt. Und vier, das ist Malchut, die schon tatsächlich zurückweist und die Berechnung macht. Man kann das in Wahrheit hier in viel mehr Einzelheiten aufteilen, nur gehe ich vorläufig so vor, so weit wie möglich [bei] allgemeineren Dingen.

50:08 Schüler: Darf ich fragen?

Rav: Ja.

Schüler: Wenn alles nach dem Willen der Malchut [geht], warum ist sie nicht fähig, alles zu empfangen, das ganze Licht vom Schöpfer?

Rav: Weil ihr eigener Wille nicht vom Schöpfer kommt. Wenn ihr Wille vom Schöpfer käme, dann könnte sie wirklich empfangen, um zu geben, so wie sie damals in Phase 3 empfangen hat. Sie hat das ganze Licht in Phase 3 empfangen, um zu geben. Aber sie hat auch mit einem Willen empfangen, der vom Schöpfer kommt, [und] auch mit einem Willen gegeben, der vom Schöpfer kommt.

Aber hier (Zeichnung), eigentlich, das Licht selbst... Ich gebe, ich gebe eine Lösung. Ein Wille zu geben kommt vom Schöpfer im Maß wie Phase 2. Malchut will empfangen in Phase 4. Das heißt, ein Wille zu geben kommt vom Schöpfer im selben Maß wie der Wille zu empfangen in Phase 1, den er erschaffen hat. Das ist eins gegen das andere. Eine Korrektur des Willens zu geben kommt vom Schöpfer nur in der Höhe der Phase, der Phase, die er gibt... Der Schöpfer hat einen Willen zu empfangen in Phase 1 erschaffen. Dem gegenüber hat er einen Willen zu geben gegeben, in der Stärke gegenüber Phase 1, das heißt schon „Phase 2". Aber Phase 4, dort [ist] der Wille zu empfangen, der nicht vom Schöpfer kommt. Er kommt sozusagen vom Geschöpf. Und dann kann der Wille zu geben vom Schöpfer nicht diesen ganzen Willen zu empfangen korrigieren. Und es kommt uns heraus, dass der Wille zu empfangen viel größer ist als die Korrektur, die vom Schöpfer kommt durch... durch das Licht.

Und es kommt heraus, dass Malchut nur einen kleinen Teil davon benutzen kann. Es gibt darin noch viele Korrekturen, aber unterm Strich, das ist die Frage, das ist die Antwort: dass der Wille zu empfangen des Geschöpfs viel größer ist als der Wille, als die Korrektur, die [es] von oben vom Schöpfer empfängt. Und die Wahrheit – warum? Weil das Geschöpf noch nicht die Fähigkeit hat, nicht die Kraft, die Fähigkeit, eine so große Korrektur zu fordern, denn das Geschöpf befindet sich noch sehr nahe am Schöpfer. 52:24

Trotzdem, hier (Zeichnung) gibt es das Empfinden des Schöpfers, hier gibt es unendliche Lichter. Wir lernen danach, und das ist eigentlich der Grund, warum das Geschöpf von der Stufe Ejn Sof zur Stufe dieser Welt herabsteigt, wo wir uns völlig in Verbergung befinden, den Schöpfer nicht fühlen – um in uns gerade einen Willen zur Korrektur zu entwickeln, zur Forderung nach Korrektur.

Hier (Zeichnung) fordert Malchut keine Korrektur. So viel wie... und so viel, wie sie empfängt, danach arbeitet sie, weil sie sich nahe fühlt. In dem Maß, wie sie sich nach unten ausbreitet, sich vom Schöpfer entfernt, wird ihr Wille zur Korrektur größer, so sehr, dass sie anfängt, eine Korrektur für die ganze Phase 4 zu fordern und zu empfangen.

Wenn Malchut sich nicht vom Unendlichen entfernt bis zu dieser Welt, bis zu dem Zustand, der ihm gegenüber [ist], dann kann sie keine Korrektur für den Willen in ihr erbitten. Das heißt, man kann nicht im Unendlichen sein, einen Zimzum machen und eine Korrektur für ihren ganzen Willen fordern. Sie ist dem Schöpfer zu nahe. Und der Abstieg unserer Welt, das Hineinkommen in die Verbergung, hilft ihr, diese Korrektur zu fordern, und dann empfängt sie, empfängt sie sie. Ja.

53:48 Schüler: Wie kann Malchut die Größe des inneren Lichts prüfen, das sie empfangen kann, um zu geben?

Rav: Das lernen wir danach. Wie sie empfangen kann, wie viel nicht, lernen wir danach. Das hängt nicht zusammen. Wir haben hier gelernt (Zeichnung)... Überhaupt, das ganze innere Gebilde der Malchut haben wir noch nicht gelernt. Gleich gehen wir dazu über. Noch Fragen? Nein. In Ordnung. Also gehen wir zur nächsten Stufe.

Schüler: Warum nennt man es „Malchut"?

Rav: Habe ich gesagt. „Malchut" heißt es, weil es in ihr eine Herrschaft des Willens zu empfangen gibt. König (Melech), Malchut.

54:41 Schüler: Noch mehr ...

Rav: Ja.

Schüler: Woher kommt der Massach? Was ...

Rav: Der Massach kommt aus dem Willen zu empfangen, der das Licht zurückweisen und es nicht empfangen will, wenn es kommt. Das ist die Widerstandskraft gegen deinen Willen zu empfangen. Das ist ein Massach. Und ein zweiter Massach, der danach daraus geboren wird, ist [der], mit dem Licht zu arbeiten, um zu geben. Gleich reden wir über die vier Phasen und verstehen das ein bisschen besser.

Jetzt müssen wir die Malchut messen, was in ihr ist. Wir kehren wieder zu derselben Zeichnung zurück. (Zeichnung) Vom Schöpfer kommt ein Licht heraus. Es baut ein Gefäß, das es empfängt. Dadurch, dass es zusammen mit dem Licht eine Eigenschaft des Lichts empfängt, will es geben. Danach macht es einen Kompromiss. Es empfängt ein bisschen, und zwar weil es geben will, und danach entscheidet es, dass es ganz empfangen will, und danach, dass es ganz empfangen will – was passiert?

Kommen wir hierher zurück. (Zeichnung) Dass es empfangen will – was passiert mit ihm? Es empfängt. Es empfängt das Licht, das zu ihm kommt, dieser Wille. Es empfängt Licht von der vorherigen Phase, von Phase 3. Das ist Phase 4, 3, 2, 1, Wurzel. Es empfängt Licht von Phase 3, hat sich ein bisschen gefüllt, von Phase 2 hat sich ein bisschen gefüllt, von Phase 1, von der Wurzelphase hat sich ein bisschen gefüllt, und [mit] seinem eigenen Licht auch.

Warum? Weil es letztlich Licht empfängt, vom Unendlichen, von hier (Zeichnung), vom Schöpfer. Licht, das durch alle Phasen hindurchgeht. Wenn das Licht nicht durch alle Phasen hindurchgeht, wird dieser Wille von Phase 4, von Malchut, nicht aufgebaut. Also das Licht, das durch Phase 1 hindurchgeht, nimmt Eigenschaften von Phase 1, und geht durch Phase 2 hindurch, nimmt den Willen von Phase 2, danach den Willen von Phase 3, bis es kommt und in dieser Form Phase 4 aufbaut. Also gibt es in Phase 4, wenn das so ist, alle Teile von allen vorherigen Phasen. Wurzel, 1, 2, 3, 4. 57:57

Phase 4 selbst, Malchut, Phase 4, umfasst in sich Wurzel, 1, 2, 3, 4 [die] Phasen, und mit der Füllung, die in jeder einzelnen Phase ist, mit der Füllung dem gegenüber. (Zeichnung) Hier gibt es ein Licht der Wurzelphase, ein Licht von Phase 1, ein Licht von Phase 2, ein Licht von Phase 3 und ein Licht von Phase 4. Das heißt, Phase 4, die vom Schöpfer durch all diese Phasen hindurch empfängt, ist selbst, innerhalb ihres Willens, aus allen vorherigen Phasen zusammengesetzt.

Man kann sagen, dass die Wurzelphase das ist, was hier (Zeichnung) ein bisschen ist. Phase 1 gibt es, ja, Phase 2 gibt es hier, Phase 3 gibt es hier und Phase 4 ... Nur vor Phase 4, all diese vorherigen Phasen, sie heißen „vier Phasen des direkten Lichts". Und diese Phasen, die in Phase 4 sind, diese, sie heißen „Stufen der Awiut".

Was ist Awiut? Phase 4 ist ein Wille zu empfangen. Sie will für sich selbst empfangen, für sich, selbst genießen. Ein eigenständiger Wille, den nicht der Schöpfer erschaffen hat, sondern sie fühlt, dass sie empfangen und vom Schöpfer genießen will. Also gibt es in ihr, innerhalb ihres Willens zu genießen, fünf Stufen. Ein schwacher Wille, der schwächste, heißt der der Wurzelphase, ein stärkerer Wille [in] 1, ein stärkerer Wille [in] 2, ein stärkerer Wille [in] Phase 3, und ein noch stärkerer Wille, der ihr wirklich an ihrem Ende schon geboren wurde, das ist der Wille zu Phase 4.

Das heißt, vier Stufen, die Phase 4 aufgebaut haben, das sind die vier Unterscheidungen des direkten Lichts, das ist das Licht, das vom Schöpfer kommt. Aber innerhalb von Phase 4, in der all diese Stufen gemacht wurden, haben sie sich selbst, ihre Natur, eingeprägt, innerhalb ihres Willens zu empfangen, des Willens zu genießen. Und dann wurden innerhalb des Willens zu empfangen fünf Stufen des Willens [gemacht]. Von klein, so, so, bis mehr, mehr, mehr, bis der größte Wille. Deshalb, als der Wille langsam bis Phase 4 gekommen ist (Zeichnung), dann, als er bis Phase 4 gekommen ist, wurde der Zimzum Alef gemacht und nicht davor. Also nur an diesem Ort wurde der Zimzum gemacht.

Was haben wir daraus gelernt? Dass Malchut fünf Teile von sich umfasst, die „fünf Stufen der Awiut" heißen. Und wir lernen noch ein bisschen, dass diese Malchut, die sich mit der Awiut füllt, sich nach ihrem Willen füllt. Sagen wir, wenn ich sehr essen will, dann... und ich bekomme ein Stück Brot, genieße ich sehr davon. Wenn ich nach irgendeinem schönen Gericht nicht mehr so essen will, aber noch irgendeinen Willen habe, bekomme ich von demselben Stück Brot einen kleinen Genuss. Das heißt, alles hängt vom Willen ab. Das Licht kommt [als] dasselbe Licht, ja? Aber entsprechend der Größe des Willens ist der Genuss in jedem einzelnen Teil ein anderer Genuss. Klar? Wo der Wille größer ist, dort wird der Genuss stärker gefühlt. Wo der Wille klein ist, dort wird der Genuss weniger gefühlt. 62:32

Es kommt heraus, dass wir in Malchut fünf Stufen der Awiut haben, und wir haben in Malchut, wenn das so ist, fünf Arten von Lichtern, fünf Arten von Genüssen. Klar? Das ist wie bei uns. Wenn dann danach Malchut alle Lichter vertreibt, den Zimzum Alef macht, und danach Malchut sagt: Ich werde mit dem Massach arbeiten – das ist der Massach (Zeichnung) –, und es gibt innerhalb der Malchut, wie wir sagen, fünf Teile des Willens: Wurzel, 1, 2, 3, 4. Also kommt uns heraus, dass der Massach, der das Licht vertreibt, das kommt, eigentlich fünf Lichter vertreibt. Er vertreibt ein kleines Licht, das zur Wurzel kommt, er vertreibt ein größeres Licht, das in Phase 1 gefühlt wird, ein größeres Licht, das in Phase 2 gefühlt wird, ein größeres Licht, das in Phase 3 gefühlt wird, ein größeres Licht, das in Phase 4 gefühlt wird.

Also haben wir fünf Lichter, die kommen, fünf Lichter des direkten Lichts. Und es kommt uns zurück, aber sie kommen als ein Licht. Sie kommen als ein Licht. Ich muss das trotzdem aufschreiben. Als eines. (Zeichnung) Aber Malchut unterscheidet durch den Massach zwischen ihnen fünf Lichter, und macht dann fünf [Male] zurückkehrendes Licht. Es kommt uns heraus, dass der Massach eigentlich nicht ein Massach ist. Es gibt fünf Massachim oder fünf Stufen des Massach. Für jeden Genuss ein eigener Massach. Wenn ein kleiner Genuss zur Wurzelphase kommt, muss der Massach ihn ein bisschen zurückweisen. Wenn ein größerer Genuss in Phase 1 [ist], muss der Massach ihn ein bisschen mehr zurückweisen, und so weiter. 65:44

Und deshalb teilt sich jede Sache bei uns in der Wirklichkeit in fünf Teile. Innerhalb des Gefäßes haben wir ihre fünf Teile, vor ihr macht sie auch fünf Teile der Lichter. Und wenn sich das Gefäß innen in Toch und Sof teilt, sodass ein Teil empfängt und ein Teil nicht, dann teilt es sich auf diese Weise. Die Wurzelphase empfängt ein bisschen und ein bisschen nicht, sagen wir, diesen Teil empfängt sie, und den Rest kann sie nicht empfangen. Phase 1, einen Teil empfängt sie, einen Teil nicht, 2, 3 und 4. Das Gefäß empfängt in allen Phasen ein bisschen, und in allen Phasen empfängt es auch zum übrigen Teil nicht.

Es kommt uns heraus, dass der Parzuf eigentlich ein ganz anderes Gebilde bekommt. Er hat fünf Teile im Rosh. Das ist das, was ich hier (Zeichnung) gezeichnet habe: Wurzel, 1, 2, 3, 4, und das alles heißt Rosh. Danach haben wir einen Massach, der im Pe steht, und danach haben wir fünf Teile innerhalb des Parzuf, die sich mit dem Licht füllen, machen wir sie zuerst. 1, 2, 3, 4, 5. Auch Wurzel, 1, 2, 3, 4, die das Licht empfangen. Und noch diese fünf Teile, die kein Licht empfangen, auch ein Teil Wurzel, 1, 2, 3, 4. Diesen Ort haben wir Tabur genannt, und diesen Ort haben wir Sium genannt.

Und schaut, was passiert. (Zeichnung) Das Licht kommt hinein, kommt zur Malchut selbst, denn das ist alles Malchut. Das ist Malchut. Und das [sind] die Teile, die vor der Malchut [sind]. Vom Schöpfer kommt das Licht durch diese fünf Teile, wie hier, [und] kommt zur Malchut. Nur hier zeichne ich Malchut schon [als] eine, die schon eingeschränkt ist, mit dem Massach. Malchut weist das Licht zurück, das ganze, so wie es ist, das ist direktes Licht und das ist zurückkehrendes Licht. Und danach macht sie die Berechnung, wie viel sie von jedem einzelnen Licht nehmen kann, und es empfängt, um zu geben, wie in Phase 3, wenn ihr euch erinnert. Und sie macht die Berechnung und es kommt ihr heraus, sagen wir, dass sie insgesamt vom direkten Licht 20 % davon empfängt, und dann füllt sie sich selbst. 69:36

Also haben wir hier (Zeichnung) bei uns fünf innere Lichter, und am Ende des Parzuf – das haben wir Toch genannt und das Sof –, und am Ende des Parzuf haben wir fünf leere Orte. Fragen. Habt keine Angst vor der Verwirrung. Selbst wenn man in einem viel langsameren Tempo als jetzt vorgehen würde, würdet ihr euch auch verwirren. Das ist die Art des Lernens. Alles legt sich danach zurecht. Ja.

Schüler: Wie nimmt die Wurzelphase an diesem ganzen Prozess teil, wenn sie überhaupt keinen Willen zu empfangen hat?

Rav: Die Wurzelphase ist der Vertreter des Schöpfers innerhalb des Geschöpfs, und danach lernen wir, dass es in ihr auch einen Willen zu empfangen gibt. Sie verwirklicht sich innerhalb des Geschöpfs auch als Wille zu empfangen. Gute Frage. Ja, Siw.

Schüler: In der Zeichnung unten haben Sie fünf Arten von Lichtern und die Malchut gezeichnet, richtig?

Rav: Ja.

Schüler: Und auf der linken Seite passt bei mir etwas nicht, warum...?

Rav: Warum? Dir passt nicht, wo Malchut ist? Malchut ist hier (Zeichnung), Malchut ist hier, das ist Malchut, ja? Das ist alles Malchut.

Schüler: Ja.

Rav: Und hier ist Malchut, von hier bis zum Sium ist das alles Malchut. Und was ist der Rest? Das ist oberhalb der Malchut, das, was Rosh heißt. Rosh gehört nicht zum Gefäß, Rosh gehört nicht zum Geschöpf. Zum Geschöpf gehört der Wille zu empfangen, der Wille zu genießen. Das ist, weil der Schöpfer jetzt anfängt, mit mir zu spielen, dass er mir auch seine Eigenschaften gibt. Wenn er mir nicht seine Eigenschaften gäbe, würde ich ohne jeglichen Rosh empfangen – du siehst, hier gibt es keinerlei Berechnung in Phase 1, ja? Worin [liegt] der Unterschied zwischen Phase 1 und Phase 4? Dass Phase 4 auch ohne jeglichen Rosh empfängt, aber sie empfängt das ganze Licht, das von ihr kommt, nach ihrem Willen. Hier [ist] der Wille des Schöpfers in Phase 1, und er empfängt, hier [ist] der Wille des Geschöpfs, und es empfängt.

Aber nachdem es empfängt, hat es jetzt schon Berechnungen, wie viel zu empfangen und wie viel nicht, für den Schöpfer, für mich und so weiter. Diese Berechnungen muss es machen, bevor es zur Umsetzung kommt, zum Empfangen selbst, deshalb befindet sich dieser Teil vor dem Gefäß, vor dem Willen selbst. Es muss abwägen, es muss entscheiden. Und deshalb heißt er Rosh, und auch bei uns ist das danach unser Kopf und all unsere Organe. Wir werden danach hier sehen, wo unsere Organe sind, wo hier all die Welten sind, wo, wo sie sich innerhalb dieses Parzuf befinden, wo hier die ganze Schöpfung ist, und wir werden uns selbst und all das, was uns umgibt, kennenlernen. Ja.

73:30 Schüler: Also, wenn man es in der unteren Zeichnung verstehen kann, dass wir einfach hier oben den Toch und den Sof getrennt haben, und es getrennt gemacht haben, dass hier...

Rav: Richtig, das ist getrennt. Das heißt bei uns Toch, dieses Rote (Zeichnung), das hier rot eingefärbt ist, und was hier übrig bleibt, das heißt Sof.

Schüler: Also hier auch von allen Phasen, von Phase 1, 2 und 3 von Toch und Sof – ist das dieselbe Phase, nur aufgeteilt?

Rav: Richtig. Wenn ich hier in dieser Zeichnung (Zeichnung) einen Teil vom Toch nehme, sagen wir Wurzel vom Toch und Wurzel vom Sof, zusammen sind sie bei mir hier diese Wurzelphase. Und hier ist bei uns, sagen wir, der Toch-Teil, und leer der Sof-Teil. Es ist nicht wichtig, wie man aufteilt. Insgesamt habe ich einen Bauch, ich sitze dir gegenüber, du bist der Hausherr, du gibst mir fünf Portionen, ich mache aus fünf Portionen eine Berechnung.

Ich will gar nichts, kann nicht – wozu soll ich dir verpflichtet sein, alle möglichen Berechnungen. Ja? Das war's. Du fängst an zu betteln, zu weinen: Schau, was ich für dich gemacht habe, tu mir einen Gefallen. Nun, du fängst an, mich zu drängen, wirklich so sehr, dass ich anfange zu fühlen, dass ich vielleicht wirklich ein bisschen essen kann, vielleicht tue ich wirklich einen Gefallen, wenn ich bei dir esse, aber ich muss abwägen, wie viel ich essen kann. Wenn ich mich so ganz darauf stürze, ohne jegliche Berechnung, dann heißt das nicht, dass ich es für dich mache, ich muss die ganze Zeit glaubwürdig spielen, so machen wir das.

75:00 Schüler: Aber das ist schon eine Bedingung, dass der Hausherr will...

Rav: Das ist unter der Bedingung, dass der Hausherr mich drängt, dass ich esse, esse, esse. Wenn er es mir nicht sagt, und wenn ich zu dir komme und sage: Was bist du gekommen, ich habe mich gerade hingesetzt zu essen, was [willst] du, setz dich dort hin, warte inzwischen. Dann [ist es] ein anderes Spiel.

Aber ich rede über einen Hausherrn, der mir wirklich [Genuss] bereiten will, und wie kann ich es so machen, dass ich nicht verletzt werde? Zuerst überlegen wir, wie ich nicht verletzt werde, ja? Weil wir ein egoistischer Wille zu empfangen sind, also machen wir die ganze Zeit so ein Spiel. Wenn du nicht gerade mit dem Essen kommst – egal, welche Beziehung du zum anderen hast –, alles geschieht nach diesen Kraftgesetzen, die zwar schon in der Körperlichkeit bei uns in unserem Stoff sind, aber du wirst lernen, dass das die höhere Psychologie ist, aus der wir und unser ganzes Verhalten kommen.

Also muss ich eine Berechnung mit dem Hausherrn machen? Das heißt, dass ich eine Berechnung mache, das [ist] meine ... Malchut. Also mache ich eine Berechnung, wie viel von ihr ich füllen kann, sodass ich nicht zu viel genieße, und ich werde mich immer in der Kraft fühlen, mich anzuhalten und dem Hausherrn zu zeigen, dass ich nur für ihn esse. Damit er nicht denkt, dass ich selbst von ihm genieße, sondern damit er versteht, dass ich es für ihn mache. Denn in dem Moment, in dem ich es für mich mache, dann ist es aus, dann ist er schon der Hausherr, und so [bin] ich der Hausherr, er hängt von mir ab.

Schüler: Also in dem Moment, in dem ich fühle, dass ich anfange, mehr für mich selbst zu essen, höre ich auf.

Rav: In dem Moment, in dem ich in der Berechnung im Kopf fühle, dass, wenn ich noch ein Stück nehme, einen Bissen, und es nicht im Gedanken an ihn sein wird, sondern ich einfach nur meinen eigenen Genuss fühlen werde, ohne jegliche Verbindung zu ihm, dann darf ich nicht nehmen. Das sind all die Berechnungen, die man im Kopf macht. Also im Kopf muss die ganze Information sein, wir lernen im nächsten Unterricht, was die Reshimot sind.

Im Kopf muss die ganze Information über alle Dinge sein, über alle Kräfte, über den Schöpfer und über das Geschöpf, über alles, was hier geschieht, was der Schöpfer will. Kurz gesagt, das [ist] der Ort der Begegnung zwischen Schöpfer und Geschöpf im Rosh. Ja.

77:17 Schüler: Letzten Endes [ist] auch dieses ... aus einem Willen zu empfangen.

Rav: Letzten Endes [machen] wir vorläufig... [ein] Geben sozusagen aus einem Willen zu empfangen. Sicher gibt es außer einem Willen zu genießen beim Geschöpf nichts. Außer dem Schöpfer gibt es nur einen Willen zu genießen, einen Willen zu empfangen. Und obwohl wir irgendwelche Handlungen des Gebens an den Schöpfer machen, kommen auch sie aus dem Willen zu empfangen.

Schüler: Das ändert sich nie?

Rav: Das ändert sich [dahingehend], dass es einen Willen zu empfangen geben wird, um zu geben. Nur der Wille zu empfangen, er bleibt immer, denn das ist der Stoff, den der Schöpfer mit seinem Licht erschaffen hat – das Licht ist ein Wille zu geben, der Schöpfer [ist] ein Wille zu geben, also hat er einen Willen zu empfangen erschaffen, wir können daraus nicht herauskommen. Aber du musst verstehen, dass, wenn ich meinen Willen zu empfangen benutze, um ihm Genuss zu bereiten, dann ist es nicht wichtig, dass ich ein Wille zu empfangen bin, aber ich gebe ihm Genuss, das heißt, der Handlung nach bin ich ihm gleich.

Er hängt von mir ab. Warum? Sein Mangel zu geben ist das Erste von allem. Es ist das Erste von allem. Er hat mich erschaffen, weil er geben will, ich kann mit seinem Willen zu geben spielen, er genießt davon, dass er gibt, ich kann mit diesem Willen spielen und ihm Genuss bereiten. Und wenn ich nur daran denke, dann gebe ich, empfange nicht.

Schüler: Quasi ein Krieg.

Rav: Das ist sicher ein innerer Krieg des Menschen. Und er ist unmöglich zu führen, wenn wir nicht vom Schöpfer Licht empfangen. Du siehst, wir sind jetzt quasi große Weise, als ob wir das machen könnten. Wenn wir ein bisschen mehr lernen und wirklich fühlen, wer wir sind, dann befinden wir uns am schlechtesten Ort und haben keinerlei Verbindung mit dem Schöpfer, und wir wollen nicht – wir denken nicht an ihn und [wollen] ihm nicht geben.

Und wie können wir in uns wirklich einen Willen erschaffen, ihm zu geben? Nur von hier können wir lernen, wie wir es machen? Es gibt ein Gefäß, das genießen will und überhaupt nicht an den Schöpfer denkt, ja, Phase 1 denkt an gar nichts, sie will nur genießen. Woher will sie plötzlich dem Schöpfer geben? Weil das Licht in ihr angefangen hat, ihr die Eigenschaften des Schöpfers zu übermitteln, das Empfinden des Schöpfers. 79:47

Deshalb, solange wir nicht bewirken, dass das Licht kommt und mir das Empfinden des Schöpfers gibt, das Empfinden des Gebenden, das Empfinden des Hausherrn, werde ich nie Scham haben, werde ich nie zum Zimzum kommen. Das heißt, unser Ziel ist es, durch das Lernen zum Empfinden, zur Enthüllung der Göttlichkeit zu kommen. In dem Moment, in dem der Schöpfer sich enthüllt, [bist] du auf dem Pferd, dann verstehst du, wer du bist, was für ein Dreck, und dann verstehst du, von wem du Kraft erbitten [musst], damit er dir Kraft zu geben gibt. Aus seiner Anwesenheit wirst du Kraft zu geben empfangen.

Aber ohne dass sich die Augen öffnen, ohne dass man den Schöpfer sieht, kann man nicht dazu kommen. Also wirst du nach deiner Forderung anfangen, Korrekturen zu empfangen, und entsprechend den Korrekturen, [bei denen] du ihm geben willst, ihm geben willst, wirst du anfangen können, zu empfangen, um zu geben. Und zu empfangen, um zu geben, das heißt eine Handlung des Empfangens, eine Handlung, die ein Kabbalist macht. Daraus [besteht] die ganze Methode, die Methode der Kabbala, wie man vom Schöpfer empfängt. Dafür – das heißt nicht ein Kabbalist [Anm.: Satz im Rohtranskript verkürzt/unklar]. Und das wissen nur Kabbalisten.

81:11 Schüler: Das heißt, durch das Lernen selbst ziehen wir das Licht heran, das uns danach die Korrektur macht?

Rav: Durch dieses Lernen, ja. Wenn ihr die „Einführung in das Studium der Zehn Sefirot" (Hakdama le Talmud Eser haSfirot) nehmt, in Punkt 155 werdet ihr dort lesen – wir haben das schon gelesen, ja? Haben wir das letzte Mal gelesen? Nein? Haben wir nicht gelesen. Also schreibt er, habt ihr nicht wenigstens dieses Buch oder so etwas? Er schreibt in der „Einführung in das Studium der Zehn Sefirot", in Punkt 155 schreibt er:

„Und demnach ist zu fragen: Wenn dem so ist, warum haben die Kabbalisten dann jedem Menschen geboten," „jedem Menschen", seht, „die Weisheit der Kabbala zu lernen? Doch es gibt darin etwas Großes, und es ist wert, verbreitet zu werden: dass es eine wunderbare, mit nichts vergleichbare Segula für jene gibt, die sich mit der Weisheit der Kabbala beschäftigen, und obwohl sie nicht verstehen, was sie lernen," deshalb habt keine Angst, dass ihr nicht versteht, das hat überhaupt nichts damit zu tun, wie viel ein Mensch versteht. Ein Mensch kann hier ein ganzes Jahr sitzen und nicht einmal diesen Unterricht das ganze Jahr lang verstehen. Das ist überhaupt nicht wichtig, das Ergebnis hängt nicht vom Verstand ab.

Das ist, was er sagt: „und obwohl sie nicht verstehen, was sie lernen, erwecken sie – allein durch das Verlangen und den starken Willen, das zu verstehen, was sie lernen – die Lichter, die ihre Seele umgeben, auf sich. Erklärung: Denn jeder Mensch aus Israel ist an seinem Ende verbürgt, dass er all die wunderbaren Erkenntnisse erlangen wird, die der Schöpfer im Gedanken der Schöpfung gedacht hat, um jedes Geschöpf zu erfreuen. Doch wer in dieser Umdrehung (Gilgul) nicht würdig wurde, wird in einer zweiten Umdrehung würdig usw., bis er würdig wird, Seinen Gedanken zu vollenden, den Er über ihn gedacht hat, wie es im Sohar steht, wie bekannt. Und siehe, solange der Mensch nicht seiner Vollkommenheit würdig wurde," das heißt, [bis] zur Handlung um zu geben, „werden ihm jene Lichter," diese, „die in Zukunft zu ihm gelangen sollen, als ‚umgebende Lichter' (Orot Makifim) gerechnet," wir lernen, dass diese Lichter „umgebende Lichter" heißen. Ich habe es hier schon in der vorigen Zeichnung notiert. Ja, das ist es. „deren Bedeutung ist, dass sie für ihn bereitstehen, nur dass sie auf den Menschen warten, dass er seine Gefäße des Empfangens würdig macht, und dann werden sich diese Lichter in die geeigneten Gefäße einkleiden." Dass sie nach innen empfängt. Wir haben gelernt, was umgebendes Licht ist: all die Lichter, die ich nicht innen empfangen kann, sie warten noch auf mich, um hineinzukommen.

„Und deshalb, auch zu der Zeit, da ihm die Gefäße fehlen," dass dem Menschen Gefäße fehlen, dass wir noch keine Massachim haben und keine Lichter in uns selbst empfangen können, ja? Aber „siehe, zu der Zeit, da der Mensch sich mit dieser Weisheit beschäftigt und die Namen der Lichter und Gefäße erwähnt, die von der Seite seiner Seele eine Beziehung zu ihm haben," so wie wir jetzt lernen: Keter, Chochma, Bina, Rosh, Toch, Sof – die Lichter warten noch, bis wir Namen haben. In dem Moment, in dem wir nur diese Namen der Lichter und Gefäße erwähnen, dann [sind] diese umgebenden Lichter „siehe, sie leuchten sogleich auf ihn," auf den Menschen, „in einem bestimmten Maß. Nur dass sie ihm leuchten, ohne sich in das Innere seiner Seele einzukleiden," aber ohne Einkleidung nach innen, kommen nicht nach innen hinein, sondern von außen, „aus dem Grund, dass ihm die geeigneten Gefäße zu ihrem Empfang fehlen, wie gesagt." Es gibt noch keine Massachim. „Doch das Leuchten, das er Mal für Mal empfängt," vom umgebenden Licht kommt ein bisschen ein kleines Leuchten, „zur Zeit der Beschäftigung," beim Lernen der Kabbala, „zieht auf ihn eine Anmut aus der Höhe (Chen miMeromim) herab," Anmut aus der Höhe heißt diese Korrektur, die Bina gegenüber Chochma empfängt, Phase 2 gegenüber Phase 1.

„zieht auf ihn eine Anmut aus der Höhe herab," was ist „Anmut aus der Höhe"? Geben zu wollen, so wie Bina geben will, das heißt eine Anmut der Höhe, eine Anmut der Stufe, eine höhere Eigenschaft. „und strömt in ihn eine Fülle von Heiligkeit und Reinheit ein," das heißt, [sie] gibt ihm ihre Eigenschaften zu geben, „die den Menschen sehr [dem Ziel] annähern, dass er zu seiner Vollkommenheit gelangt." Zum Ziel. 84:50

Das heißt, das Lernen selbst, wenn es in der richtigen Form geordnet ist, und der Mensch geht hin und lernt, egal wie viel er weiß – das Lernen selbst bringt ihm langsam diese Korrektur, dass er den Schöpfer fühlt, dass er anfängt, diese umgebenden Lichter innen zu fühlen, und das bewirkt den ganzen Eintritt in die Ewigkeit, in die Spiritualität, in die Vollkommenheit. Deshalb gibt es außer dem Lernen nichts.

Aber ein Lernen nicht um zu lernen, das heißt nicht um zu wissen – denn auch wenn man nicht weiß, passiert gar nichts. Die Hauptsache ist, einfach mit dem Buch selbst verbunden zu sein. Deshalb, wenn ihr keine Gemara gelernt habt – aber es steht geschrieben, dass viele Große [darum] beteten, zu vergessen. Sie lernten, lernten viel, und wussten, wussten alles, und [es ging] quasi irgendein Geschmack verloren, irgendeine Erneuerung, alles [war] schon fast verständlich, [sie hatten] große Mochin (großen Verstand) und lernten mit großem Einsatz.

Also beteten sie, um zu vergessen, denn das ist überhaupt nicht das Ziel. Das umgebende Licht wird erweckt entsprechend dem Verlangen, entsprechend dem Einsatz, wie viel ein Mensch sich einsetzt. Wer kein großes Verlangen hat – und solche gibt es auch hier –, das ist nicht schlimm. Wenn er sich gegen das Verlangen einsetzt, dadurch erweckt er das umgebende Licht. Das heißt, die Hauptsache ist zu drücken. Was [soll man] machen.

(Ende des Unterrichts)