Tägliche Lektion17. Okt. 2026(Morning)

Part 1 Rabash. Die Agenda der Versammlung - 2. 17 (1986) (02.12.2011)

Rabash. Die Agenda der Versammlung - 2. 17 (1986) (02.12.2011)

17. Okt. 2026

Dieses Transkript wurde mithilfe KI aus dem hebräischen Original übersetzt und nicht redaktionell bearbeitet.
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Rohtranskript ohne endgültiges Korrekturlesen. Fehler sind möglich.

Morgenlektion vom 02.12.2011

Buch „Kitwej Rabash", Band 1, „Die Ordnung der Versammlung"

Rav: Aus dem Herzen …

Schüler: Genau so.

Rav: … in das Herz.

Schüler: Dann lasst uns aus dem Herzen in das Herz empfangen. Was ich sagen will: Uns ist schon klar, dass wir auf dem Kongress sind, jedem ist das klar. Dieses Gefühl ist wirklich da. Bei den anderen Kongressen vorher gab es das nicht. Deshalb wollen wir die Lektion jetzt mit einer echten Bitte anfangen, von Herz zu Herz.

Wir bitten euch, denkt jetzt nach: Was ist euer Gebet vor dieser Lektion, was wollt ihr aus dieser Lektion? Und haltet das die ganze Lektion über mit den Zähnen fest. Lasst es uns versuchen. Einfach eine Bitte. Hätten wir Notizblöcke, würden wir sie aufschreiben. Aber schreibt sie ins Herz: Was erbitte ich von dieser Lektion, was ist mein Gebet? Damit fangen wir an. Ich sehe hier übrigens wirklich „Absicht", da steht „Absicht des Gebets", oder? Sohar, „Die Absicht des Gebets".

Rav: Ja, das ist ein Artikel aus dem Sohar, der „Die Absicht des Gebets" heißt, richtig. Also, Moment, noch einmal: Woran denke ich jetzt? Was will Fich aus der Lektion empfangen, als Ergebnis der Lektion? Ich muss mir diese Form ausmalen, den Zustand, in dem ich am Ende der Lektion sein werde. Und die ganze Zeit von jetzt an werde ich immer weiter zu ihm hingezogen und komme zu ihm. Ja?

Schüler: Ja.

Rav: Gut.

01:51

Schüler: Und dass ich mir das vorstelle und spüre, dass es mir entgleitet, aber ich packe es und halte es fest, so. Das ist eine schicksalhafte Lektion. Und kein Wort verpassen. Wir bitten euch sehr darum, einander zu helfen, mir, allen. So, lasst uns anfangen.

Rav: Ich sehe, diese Worte haben eine Klasse gebildet, einen Rahmen. Schön. Nu.

Vorleser: Wir lesen aus dem Buch „Kitwej Rabash".

Rav: Vielleicht doch das hier, ich weiß nicht, weil jeder hat es, ja? Aber egal, was da steht.

Vorleser: Buch „Kitwej Rabash", Seite 268, Artikel „Die Ordnung der Versammlung". Wir fangen auf Seite 268, Spalte 1, an, bei den Worten „Unsere Weisen sagten".

„So sagten die Weisen: „Es gab keine Freude vor Ihm wie an dem Tag, da Himmel und Erde geschaffen wurden. Vom Tag der Erschaffung der Welt an gab es vor dem Schöpfer keine Freude wie jene Freude, mit der Er Sich künftig mit den Gerechten freuen wird.“

Wenn wir also keine Freude haben, während wir die Mizwot des Schöpfers erfüllen, dann gilt dies – selbst wenn wir die Absicht zu geben haben – nicht als „Gleichheit der Form“. Denn der Mensch kann sich nur dort freuen, wo es Genuss gibt. Hat er also keinen Genuss und kein Vergnügen daran, dem Schöpfer zu geben, so gilt das noch nicht als „Gleichheit der Form“, die ihm Raum gäbe, die höhere Fülle zu empfangen – denn ihm fehlt noch der Genuss, den der Schöpfer hat, wenn Er den Geschöpfen gibt.

Daraus folgt: Die ganze Grundlage dafür, dass wir Genuss und Vergnügen empfangen dürfen – ja mehr noch, dass es eine große Pflicht ist, an einer Handlung des Gebens Genuss zu empfinden –, verlangt von uns, an einem einzigen Punkt zu arbeiten: das Spirituelle wertzuschätzen. Das zeigt sich darin, dass man darauf achtet: „An wen wende ich mich?“, „Zu wem spreche ich?“, „Wessen Mizwot erfülle ich?“ und „Wessen Tora lerne ich?“ – also Mittel und Wege zu finden, den Geber der Tora wertzuschätzen.

Und da der Mensch, solange er kein Leuchten von oben erlangt hat, auf sich selbst gestellt ist, muss er Menschen suchen, die ihm mehr oder weniger gleichen und die ebenfalls danach streben, die Bedeutung eines – wie auch immer gearteten – Kontakts mit dem Schöpfer zu erhöhen. Und weil darin die Meinung vieler wirkt, kann jeder Hilfe von seinem Freund empfangen.

Man muss wissen: „Die Mindestzahl für ‚viele‘ ist zwei.“ Das heißt: Wenn zwei Freunde zusammensitzen und überlegen, wie sie die Bedeutung des Schöpfers erhöhen, haben sie bereits die Kraft, eine Stärkung in der Größe des Schöpfers zu empfangen – im Sinne der Erweckung von unten (Itaruta deLetata). Auf diese Handlung folgt danach eine Erweckung von oben, sodass sie beginnen, die Größe des Schöpfers ein wenig zu spüren.

Und gemäß dem Vers „In der Menge des Volkes liegt die Pracht des Königs“ gilt: Je größer die Menge, desto stärker wirkt die Kraft der Vielen – sie erzeugen eine kräftigere Atmosphäre der Größe und Bedeutung des Schöpfers. Dann spürt der Körper jedes Einzelnen, dass alle Handlungen, die er für die Heiligkeit tun will – nämlich dem Schöpfer zu geben –, ihm als gewaltiger Reichtum gelten, weil er unter die Menschen treten durfte, die dem König dienen. Und dann erfüllt ihn jede kleine Handlung mit Freude und Vergnügen, weil er nun etwas hat, womit er dem König dienen kann.

In dem Maß, wie die Gemeinschaft bei der Zusammenkunft in ihren Gedanken die Größe des Schöpfers bedacht hat – jeder Einzelne nach seinem Maß – und ihm dadurch die Bedeutung der Größe des Schöpfers gewachsen ist, kann er den ganzen Tag in einer Welt der Freude und des Frohsinns wandeln. Das heißt: An jeder noch so kleinen Sache, mit der er sich im Dienst des Schöpfers beschäftigt, hat er Freude. Denn sobald er sich auch nur für einen Augenblick erinnert, dass er an das Spirituelle denken soll, sagt er sofort: Ich danke, lobe und preise den Schöpfer schon jetzt. Denn er glaubt, dass der Schöpfer ihn eben jetzt gerufen hat und mit ihm sprechen will.

Wenn der Mensch sich vorstellt, der König riefe ihn und sagte ihm, Er wolle sich an ihm erfreuen – welche Freude hätte er dann, und in welcher Stimmung wäre er! In einer so gehobenen Verfassung dächte er gewiss an keine belanglosen Dinge. Er schämte sich nur ein wenig, weil er die Gesetze und Gepflogenheiten des Königs nicht kennt – also nicht weiß, wie er sich verhalten soll, während der König mit ihm spricht.

Und was er doch für den König zu tun weiß, gälte ihm als großer Reichtum. Denn immerhin kennt er einige Gesetze, um damit die Gebote des Königs zu erfüllen – aus dem, was er als Kind in der Schule gelernt hat. Und nun, da er erwachsen ist und dem König dienen will, fehlt ihm gewiss Wissen über die Gesetze des Königs. So besteht seine Sorge darin, dass er nicht weiß, woran der König mehr Freude hat – an welcher Handlung oder welcher Absicht. Im Übrigen lebt er in einer Welt, die ganz und gar gut ist. All das soll die Gemeinschaft bedenken, wenn sie sich zur Zusammenkunft versammelt, und über die Bedeutung der Gemeinschaft sprechen – wie oben: „Stets ordne der Mensch zuerst das Lob des Schöpfers und bete danach.“

Ebenso ist es bei der Gemeinschaft: Wenn wir etwas von der Gemeinschaft verlangen wollen – was „beten“ genannt wird –, müssen wir zuerst das Lob der Gemeinschaft für uns ordnen. „Und danach bete“ – also von der Gemeinschaft verlangen, dass sie uns gibt, was wir von ihr fordern.

Dazu muss er zuerst sehen, was die Gemeinschaft hat: welchen Besitz sie hat, den er von ihr empfangen kann, indem er sich mit ihr verbindet. Es kann ja sein, dass er diesen Besitz der Gemeinschaft gar nicht braucht, sondern im Gegenteil vor ihm flieht und sich einen Bogenschuss weit von ihm entfernt.

Demgemäß muss er immer darauf achten, wenn er zur Freundesversammlung kommt, ob die Freunde das Ziel haben, nach dem er sich sehnt, und ob jeder von ihnen ein wenig Anteil an diesem Ziel hat. Er denkt: Gewiss wird durch die Verbindung aller zu einem einzigen Ziel jeder Einzelne seinen Anteil haben und dazu die Anteile der ganzen Gemeinschaft. So erhält dadurch jeder aus der Gemeinschaft eine Kraft wie die ganze Gemeinschaft zusammen.

Daraus folgt: Jeder Einzelne muss das Ziel der Zusammenkunft mit vollem Ernst betrachten. Das soll zu dem Gefühl führen, dass nach der Freundesversammlung jeder etwas in der Hand hat, das er tatsächlich in seine Gefäße legen kann – und nicht in den Zustand „in dein Gefäß sollst du nichts tun“ gerät. Und jeder muss bedenken: Sitzt er nicht mit besonderer Aufmerksamkeit in der Zusammenkunft, so schadet er nicht nur sich selbst, sondern verdirbt die ganze Gemeinschaft.

Das gleicht dem, was im Midrash steht: „Zwei Menschen fuhren in einem Boot. Da begann der eine, unter sich ein Loch in das Boot zu bohren. Sein Gefährte sagte zu ihm: ‚Warum bohrst du?‘ Er antwortete: ‚Was kümmert es dich? Ich bohre doch unter mir und nicht unter dir.‘ Da sagte jener: ‚Du Narr! Wir beide gehen zusammen im Boot zugrunde.‘“

Und nachdem in der Versammlung über die Bedeutung und Notwendigkeit der Gemeinschaft gesprochen wurde, beginnt die Ordnung der Korrekturen: wie und womit wir die Gemeinschaft stärken können, dass sie ein einziger Block werde – so wie es heißt: „Und Israel lagerte dort dem Berg gegenüber“, was man deutete: „wie ein Mensch mit einem Herzen“. Und die Ordnung soll so sein: Wer einen Vorschlag hat, der der Liebe zu den Freunden nützt, der bringe ihn zur Beratung; und er muss von allen Freunden angenommen werden, denn hier gibt es keinen Zwang.

Bis hierher sprachen wir über die Verbindung zwischen Mensch und Nächstem, die uns zur Verbindung zwischen Mensch und Schöpfer führen soll, wie es im Buch Matan Tora steht. Demnach gilt: So wie man von der Bedeutung der Liebe zu den Freunden spricht – und ihre ganze Bedeutung liegt darin, dass sie uns zur Liebe des Schöpfers bringt –, so muss man auch bedenken, dass die Liebe zu den Freunden uns zur Bedeutung der Liebe des Schöpfers bringen soll."

12:19

Rav: Ein paar Mal habe ich versucht, ihn zu bremsen, damit er langsamer liest. Wir müssen im Tempo des Schreibens lesen. Denn wer schreibt, fühlt, was in ihm ist, und bringt das aufs Papier. Und ich muss im selben Tempo aufnehmen, was er schreibt, und es durch mein Gefühl gehen lassen. Nicht im Kopf. Ich muss mich bemühen, in dasselbe Bild hineinzukommen, das im Schreibenden ist, in diesem Bild zu sein und zu spüren, was er fühlte, als er schrieb. Und dann am Schreibenden anzuhaften und durch ihn an dem, was er fühlt, also an der Offenbarung des Schöpfers ihm gegenüber. Das heißt, aus den Büchern und von den Autoren lernen.

Durch das Buch, das ich lese, hafte ich am Autor, und durch den Autor hafte ich an dem, der dem Autor das Gefühl übermittelt – am Schöpfer. Wenn das so ist, brauche ich natürlich, dass der Autor groß ist, besonders, dass er Kontakt mit dem Schöpfer hat und mir diese Ergriffenheit übermitteln kann. Wie er schreibt, ist nicht wichtig. Er muss nicht schön schreiben können. Wenn ich am Autor anhaften will und mich bemühe, von ihm abhängig zu sein wie ein Säugling von der Mutter, reicht das, um anzufangen, von ihm zu empfangen.

Die Absicht des Gebets. Das Gebet ist eigentlich eine Bitte. Wir haben in der Weisheit der … (Ich bitte euch, dreht die Lautstärke in den Kopfhörern dort drüben auf ein Minimum, da gibt es viel Lärm. Ich höre, was ihr hört, das verwirrt mich. Macht es so … Kopfhörer sind eine persönliche Sache, sie sollen persönlich sein, und beide Kopfhörer auf beide Ohren.)

In der Weisheit der Kabbala haben wir Wörter, die uns verwirren, aus den Religionen, Philosophien, Glaubensrichtungen, aus allen möglichen sogenannten äußeren Weisheiten. Gebet ist eine Bitte, eine Bitte, die ich im Herzen fühle. Warum heißt es dann Gebet statt Bitte? Weil ich diese Bitte künstlich aufbaue. Ich habe kein Verlangen nach Spiritualität, ich will gar nichts. Ich will genießen, dafür habe ich immer Kraft und Energie, dafür bin ich zu allem bereit. Aber wenn ich Spiritualität richtig auslege, habe ich kein Verlangen nach ihr. Das ist ein Zustand, der mir entgegengesetzt ist.

Geben – das heißt Spiritualität. Glaube oder Geben ist dasselbe. Liebe heißt, dass ich das Verlangen des anderen liebe und es erfüllen will, als wäre er mein eigenes Kind. Dazu habe ich keinerlei Neigung. So bin ich nicht gebaut, ich kann so nicht an andere denken. Es ist für mich sehr schwer, mich von ihren Körpern zu lösen, wenn ich diese Gesichter ansehe. Was habe ich davon? Keiner zieht mich an. Ich muss mich von der äußeren Form lösen, diese Gesichter nicht sehen. Sie verbergen mir nur das innere Verlangen im Menschen. Ist das einfach? Nein, nicht einfach. Wir sehen, wie wenig wir so gebaut sind. (Dort gibt es Geräusche.)

Wie komme ich in einen Zustand, in dem ich statt der Körper die Funken im Herzen jedes Einzelnen sehe? „Herz" heißt vor allem „Verlangen". Ich sehe nicht dieses Herz, das so schlägt, ein Stück rotes Fleisch, sondern ich sehe das Verlangen des Menschen, das ganz egoistisch ist. Aber der Mensch erhebt sich darüber, er gehört nicht zu seinem Ego. Er reitet sozusagen oben in der Luft über seinem Herzen, und sein ganzes Wesen ist in diesem Funken über seinem Herzen. Dieser Funke ist für ihn die Hauptsache, in ihm befindet er sich. 19:31

Wie komme ich zu so einer Haltung zu den Freunden? Wie kommen wir in einen Zustand, in dem wir uns alle in diesen Funken verbinden und jeder die Funken aller empfängt? Erst dann, wenn er die Funken aller empfängt, hat er die Kraft, sich über sein Ego zu erheben. Erst dann kann er aus seinem Verlangen zu empfangen herauskommen, aus seiner Enge⁵. Wie ist das möglich? Bedingungen sind Bedingungen, wie in der Physik. Was wir mit euch in den Naturwissenschaften dieser Welt lernen, das sind dieselben Kräfte, dieselben Beziehungen zwischen Licht und Gefäß, nur führen wir das in der Spiritualität weiter. Das heißt, wir müssen das wirklich so betrachten, wie Baal HaSulam sagt: Die Gebote des Schöpfers und die Naturgesetze sind dasselbe. Gebote erfüllen oder die Gesetze der Natur erfüllen – das sind nur andere Worte. Deshalb müssen wir die Worte so ordnen, dass sie uns nicht verwirren.

Ich muss mir also einen Zustand ausmalen, in dem ich mich wirklich mit Herz und Seele, mit allem, mit den Funken der Freunde vereine. Ich brauche sie, um mich über diese Welt zu erheben. Wenn ich sie so verschlinge, aufsauge, wirklich erwerbe, ist das die Kraft, die mich wie ein Ballon über die Materialität hebt. Dann kann ich in der Luft sein, das heißt neutral, nicht in meinem Ego. Denn dort denke, will und berechne ich alles rein egoistisch und habe keine Wahl: Durch diese Matrix schaue ich auf die Welt und auf mich selbst.

Wenn ich mich erhebe und in ihre Funken eingeschlossen werde, schaue ich durch die Matrix der Funken und sehe die kommende Welt, die Höhere Welt, eine Welt des Gebens. Es hängt davon ab, durch welches, sagen wir, Vergrößerungsglas, welches optische Glas (Linse?) ich schaue: durch eines, dessen Fokus auf mich gerichtet ist, oder durch eines, dessen Fokus nach außen gerichtet ist. Wir wissen, dass es in der Optik diese zwei Arten von Gläsern gibt. Gläser – wie heißen die auf Hebräisch?

Schüler: Linsen.

Rav: Linsen, genau. Das gibt es auch bei Menschen: Die einen sehen zu weit, die anderen zu nah, ja. Ich brauche also eine Linse, die mich nach außen ausrichtet. Und die erwerbe ich dadurch, dass ich die Funken in den Freunden sammle.

Deshalb: Wenn wir in einer Versammlung sind, in einer Zusammenkunft, in der Lektion, zusammen arbeiten, zusammen essen – egal was, das ist eigentlich nicht wichtig –, das sind die äußeren Bedingungen für die Verbindung zwischen uns. Mehr nicht. Das Lernen: Dadurch ziehen wir ein bisschen mehr Licht heran und werden vom Lernen ergriffen, um uns zu verbinden. Die Versammlung: Dort sprechen wir natürlich über Verbindung. Gemeinsame Arbeit: Auch diese Arbeit brauchen wir nicht so, wie die ganze Welt sie mit all ihren Dingen braucht. Alles ist ausschließlich dafür eingerichtet, dass wir eine Gelegenheit haben, uns zu verbinden. Denn in der Verbindung erzeugen wir diese Linse, durch die wir anfangen, die Höhere Welt zu sehen.

Und es ist sehr wichtig – vielleicht machen wir das endlich einmal –, ein richtiges Wörterbuch der Wörter, Begriffe und Definitionen der Weisheit der Kabbala und der heiligen Bücher zu haben, damit sie uns nicht verwirren. Damit wir all diese Wörter, die wir lesen, richtig auslegen können und sie uns nicht zu irgendeinem Glauben ziehen, ich weiß nicht, was das ist, oder zu „Ehre des Schöpfers" oder was weiß ich, welche Wörter du gerade noch gelesen hast. Kurz: alle Wörter, die wir nicht so gut verstehen. Sie falsch zu verstehen, ist noch schlimmer.

Gut, ich erinnere mich an nichts von dem, was du gelesen hast. Was hast du eigentlich gelesen? Vielleicht Fragen zu dem, was da war, dann erinnere ich mich? Du hast zu schnell gelesen. Ich wollte in das Gefühl hineinkommen, was er sagen will, und habe es nicht geschafft, und du warst schon vorausgelaufen.

Ja.

25:58

Frage (Übersetzung aus dem Russischen): Was bedeutet es, die Funken aller zu sammeln? Jetzt kommt ein Kongress mit 10.000 Menschen, physisch kann man sich das natürlich nicht vorstellen. Was heißt es, alle Funken der Menschen zusammen zu vereinen?

Rav: In der Spiritualität gibt es keine Zahlen, sondern Qualitäten. Ich muss nicht zählen, wie viele Funken ich mit mir verbinde. Ich bemühe mich, mich über mein Ego zu erheben und in diesen allumfassenden Gedanken einzutreten: dass alle meine Freunde in der Neigung zum gegenseitigen Geben sind, um ein gemeinsames Gefäß zu bilden und darin den Höheren zu spüren, den Gebenden, den Vollkommenen. Dann werde ich mit ihnen eingeschlossen. Und in dem Maß, in dem ich so mit ihnen zusammen sein will, dass alles außer diesem Funken annulliert wird und ich in diesen Funken lebe, in diesem Maß nähere ich mich schon der Form des Höheren über uns, der Form des Lichts, des Schöpfers.

Die Hauptsache ist nicht der Funke in mir. Der Funke in mir ist zerbrochen. Er kommt aus dem Zerbrechen der Gefäße, aus dem Zerbrechen von Adam haRishon, und deshalb ist er in einer Form, die dem entgegengesetzt ist, was sein soll. Wenn ich anfange, mich nach Spiritualität zu sehnen, sehne ich mich danach zu erwerben: „Ich will die spirituelle Welt, die Höhere Welt, wir werden sie erwerben, wir ziehen wie ein Kommando los, um alles zu erobern – wo ist sie?" Und so weiter.

Das heißt, dieser Funke wirkt im Ego, um unserem Ego Erfüllungen zu bringen. Und darin sind wir sehr viele Jahre in der falschen Richtung, beim Gebrauch dieses ersten, anfänglichen Verlangens, das wir bekommen haben. So geht es allen. Damit fängt man an, in der verdorbenen Form. Bis wir in einen Zustand kommen, in dem ich spüre, dass dieser Funke aus mir einen noch schlechteren Menschen macht. Vorher wollte ich nur alles erwerben, was es in dieser Welt gibt. Seit ich diesen Funken gespürt und angefangen habe, mich nach Spiritualität zu sehnen, fange ich jetzt an, auch die kommende Welt zu erwerben. Das heißt: der Hund, der zweimal bellt, „Haw, haw"⁶ – sowohl diese Welt als auch die kommende Welt.

Dahin muss man kommen, das ist nicht einfach. Aber ich sehne mich ja und investiere enorm viel – ins Lernen, in die Verbreitung, in alles, was nötig ist –, nur damit ich es habe: „Nu, wo ist es? Es steht mir zu." Nach vielen Jahren fange ich an zu entdecken, dass ich eigentlich in demselben egoistischen Gefäß noch eine zusätzliche Erfüllung empfangen will. Darin hat sich also nichts geändert. „Ah, ich kann Ewigkeit haben? Bring sie mir, in denselben Sack. Den Schöpfer? Steck Ihn auch hinein. Die Höheren Welten? Steck sie auch hinein. Ich bin bereit, alles zu empfangen, ich habe einen großen Sack, den ich füllen will."

Dann rechne ich mit mir ab: Im Grunde habe ich mich nicht verändert. Ich bin jetzt in derselben Neigung wie vorher. Die Freunde? Ich benutze sie, ich nutze sie aus – die Gruppe, den Lehrer, die Bücher, alles: „Bring!", die ganze Zeit hinein. Darin hat sich meine Ausrichtung nicht verändert, weder ich noch sonst etwas. Wie üblich, wie in dieser Welt: Ich habe ein paar weitere Quellen von Vergnügen gesehen, ich renne zu ihnen und verschlinge, so viel nur möglich ist. 31:26

Und dann heißt das „Ich habe den bösen Trieb erschaffen": Ich entdecke, dass meine Haltung zur Spiritualität, zum Schöpfer, zur Gruppe der böse Trieb ist. Das ist der zerbrochene Mensch in mir, der zerbrochene Adam haRishon. Denn vorher, als ich mich in dieser Welt einfach danach sehnte, alle möglichen Dinge zu genießen, war ich ein Tier, überhaupt kein Teil des Menschen. Als ich anfing, den Funken zu benutzen, ihn auszunutzen, um mich zu füllen … Dieser Funke ist vom Menschen. Damit fing ich an, ein wilder Mensch⁷ zu sein, damit fing ich an, den zerbrochenen Menschen in mir zu entwickeln.

Als ich beim zerbrochenen Menschen angekommen bin, beim Verständnis, beim Gefühl: Was mache ich da eigentlich? Ich gehe völlig in die entgegengesetzte Richtung von der Spiritualität. Sie ist dort, denn sie ist Geben, und ich bin hier, das ist Empfangen. Ich benutze dieselben sozusagen „Werkzeuge"⁸ – die Quellen der Kabbala, den Lehrer, die Gemeinschaft, alles –, aber ich gehe in die entgegengesetzte Richtung, und das eigentlich mit den richtigen Mitteln. Dann spüre ich das Zerbrechen, die Kraft des Zerbrechens in mir. Dann fange ich an zu verdauen, dass ich in die entgegengesetzte Richtung gehe. Das ist die Erlangung des bösen Triebs.

Und jetzt, sobald ich das wirklich erlange, was suche ich dann? Ich habe große Verlangen entdeckt, ich habe große Kräfte investiert, um die Spiritualität zu erlangen, um zu empfangen, um mich selbst zu füllen. „Wo ist sie? Ich will, es steht mir zu." Jetzt suche ich, wie ich meine Ausrichtung ändern kann. Das passiert nach ein paar guten Jahren, nicht sofort. Keine Geduld? Ihr könnt in den Urlaub gehen, bitte, niemand sagt etwas. Ihr könnt überhaupt auch in Rente gehen, niemand hält irgendjemanden fest. Ihr wisst: freier Eintritt, freier Austritt. In der Spiritualität gibt es keinen Zwang. Aber solange der Mensch nicht in einen Zustand kommt, in dem er wirklich zerbricht – daran zerbricht, dass er die ganze Zeit im Ego bleibt und nicht herauskommen kann –, geschieht bei ihm die Umkehrung nicht. 34:27

Die Umkehrung besteht darin, dass er nicht vor der Umgebung flieht, wie ich es hier sehe, und nicht von sich denkt, dass er klüger ist als alle, mehr versteht als alle und ihm mehr zusteht als allen. Im Gegenteil: Er fängt an zu verstehen, dass er der Schlechteste von allen ist. Dieser böse Trieb fängt an, ihm zu zeigen, wer er ist. Und dann erscheint ihm jeder in der Gemeinschaft als der Größte der Generation, als der Größte der Generation. Dann ist er bereit, sich zu beugen, gebunden zu sein und allen zu dienen, nur um seine Ausrichtung zu ändern – gegenüber dem Lernen, der Versammlung der Freunde, allem –, nur um zu empfangen, ein bisschen von dem zu empfangen, was in ihnen ist. Das geschieht nicht auf einmal, es ist nicht einfach. Diese Haltung ändert sich in ihm ganz allmählich, manchmal in Aufstiegen und Abstiegen.

Und so nimmt er von der Umgebung die Eigenschaften des Gebens auf. Er nimmt sie auch nicht von dort auf, sondern ist beeindruckt von dem, was in ihnen ist, und kommt voran. Er kommt nicht dahin voran, dass er gut wird. Er kommt nur zur Klärung voran, dass er nicht im Geben ist – das ist noch eine Klärung. Er muss noch in einen Zustand echter Bitterkeit kommen, dass ihm das fehlt, dass er sich über das Empfangen erheben und zur Eigenschaft des Gebens kommen will. Und zwar nicht, weil er davon einen Gewinn oder irgendeinen privaten Vorteil hat, sondern einfach, weil die Eigenschaft des Gebens in seinen Augen wichtig geworden ist. Das ist es: wichtig. 37:01

So kommt er voran. Bis sie so wichtig wird, dass er sich im Vergleich zu ihr nicht ausstehen kann, wenn er in der Eigenschaft des Empfangens ist. Nur wenn er sich manchmal zur Eigenschaft des Gebens erhebt, fühlt er sich gut. Er hat sie noch nicht erworben, sondern schätzt sie, das ist es. Denn manchmal fällt er und schätzt das Empfangen, und gleichzeitig hasst er sich und fühlt sich deswegen schlecht.

Bis er in einen Zustand kommt, in dem er einfach versteht: Es muss hier eine Lösung geben, so geht es nicht. Und dann entdeckt er die Notwendigkeit der Höheren Kraft, die wir immer vergessen. Wir brauchen sie nicht – wie soll ich mich also an etwas erinnern, das ich nicht brauche? Wie beim Essen: Plötzlich – „Oh, hier fehlt Salz", dann erinnere ich mich an das Salz. Denke ich sonst daran? Nein. Nur wenn ich spüre, dass es fehlt, nehme ich es und füge es hinzu.

Genauso hier: Sobald ich wirklich spüre, dass ich ohne das zwingend keinen Erfolg habe, werde ich einfach davon abhängig. Und zwar so sehr, dass ich … – seht nur, über wie viele egoistische Stufen sich das noch hinzieht – ich brauche den Schöpfer, damit Er mir die Eigenschaft des Gebens beschafft. In der Gemeinschaft, in meinem Leben will ich der Gebende sein, über allen Nöten, über allen Problemen. Die Berechnungen sind noch egoistisch, ich habe den Machsom noch nicht überschritten.

Dann komme ich weiter. Die ganze Zeit denke ich an die Höhere Kraft, dass sie mir dienen soll, ja, dass sie mir gibt, was ich will: Die Eigenschaft des Gebens soll sie mir bringen, die Verbindung mit den Freunden soll sie mir bringen, sodass ich sie so benutzen muss. Ich fange an voranzukommen und zu sehen: Wozu brauche ich eigentlich mein Sehnen mit der Gruppe, zusammen über dem Ego zu sein, über allem? Ich brauche es gerade, um die Höhere Kraft zu erlangen, damit sie in uns wohnt.

Das heißt, wir steigen zu einer weiteren Komponente auf, zu einem weiteren Verständnis, einer weiteren Erkenntnis, einer weiteren Diagnose gegenüber dem Schöpfer, dem Höheren Gebenden, dem Vollkommenen. Er lenkt mir eigentlich alles und richtet mir alles ein, damit wir gerade nicht diese Struktur als wichtig empfinden, sondern … Die Struktur selbst ist wichtig, weil wir in ihr an Ihm anhaften werden. Aber das kommt schon noch.

Wir sehen hier, dass sich im Gedanken alles klärt. Wir müssen die ganze Zeit in diesen inneren Klärungen sein, und diese Klärungen können mit Lichtgeschwindigkeit kommen. Früher haben Menschen so gerechnet: Einer nahm einen Knochen von irgendeinem Tier, das er gegessen hatte, legte daneben einen zweiten Knochen von einem Tier, das er gegessen hatte, und rechnete: eins, zwei, drei, so, ja. Oder er fing einen Bären, legte hier seinen Zahn hin, noch ein Bär, noch ein Zahn – so zählte er. Danach kamen alle möglichen Berechnungen mit mechanischen Geräten. Davor gab es auch Rechenmaschinen aller Art, heute sind wir bei Computern.

Im Grunde ist es eine Frage der Berechnung. Durch die Gemeinschaft⁹ können wir … – wie hat sich dieser ganze Prozess in der Menschheit vollzogen? Durch Verbindungen, Verbindungen, Verbindungen erzeugen wir immer schnellere Geräte. Alles ist Eins und Null, ja, mehr gibt es in all diesen Berechnungen nicht. Auch im besten, größten, klügsten, kompliziertesten Ding gibt es nicht mehr als Plus und Minus. Das wissen wir: Es gibt nicht mehr als zwei Kräfte in der Welt, und daraus ist alles zusammengesetzt.

In dem Maß, in dem wir uns zusammenschließen und gemeinsam stärken, vergrößern wir damit die Berechnung. Und in unserem ganzen Prozess gibt es nichts als Berechnung: Berechnungen, Berechnungen, Zusammenfassungen, Zusammenfassungen. Jedes Mal eine Zusammenfassung, eine neue Berechnung, Zusammenfassung, neue Berechnung. Wenn wir konzentrierter sind, kommen wir in unserer gemeinsamen Berechnung zu einer solchen Geschwindigkeit, dass alles, was ich gerade über den Prozess gesagt habe, den der Mensch durchlaufen muss, eine Sache von Sekunden ist, wirklich, eine Sache von Sekunden.

Seht, was die Kabbalisten sagen: Von den sechstausend Jahren der Entwicklung des Funkens in der Menschheit – was bleibt uns? Zweihundert Jahre? Sie sagen, dass ihr das abkürzen könnt, in ganz kurzer Zeit. So wie Baal HaSulam meint: Das war's, genug, jetzt machen wir eine Anstrengung und sind fertig. Also hängt alles von der Verbindung ab, von der Stärke der Verbindung zwischen uns. Und darauf muss sich die Absicht des Gebets richten.

Nu, frag du jetzt.

44:18

Frage: Rav, wie kann man alle bisherigen Gewohnheiten wegwerfen und alles, was Sie diese Welt nennen? Sie sagen, man muss es wegwerfen und wie ein Wind¹⁰ in der Welt sein. Wie kann man das jetzt, wo wir alle zusammen sind, wirklich wegwerfen?

Rav: Wie kann man wegwerfen, was der Mensch hat, alles loswerden, was ihn an den Beinen an die Welt bindet, und zusammen mit allen, mit der Gruppe, über diese Welt hinausfließen? Wir müssen einige Dinge tun. Zuerst uns für ein paar Tage physisch von dieser Welt trennen. Das ist eine Übung, die wir jetzt machen. Warum sind wir in die Wüste gefahren? Einfach, weil uns das eine Art Vorbereitung gibt, ein Gefühl, dass wir von der Welt getrennt sind, da ist nichts. Wer dort war … – warst du dort? Ja, gut.

Dort gab es Berge, Zelte und Antilopen, das war alles. Und das hat uns ermöglicht, von der Welt getrennt zu sein. Jetzt müssen wir eine schwierigere Übung machen: in der egoistischsten Stadt Israels eine Versammlung von Tausenden von Freunden machen, und nicht unbedingt unseren Freunden, verschiedenen Menschen. Aber wir machen schon eine Übung einer „Mini-Welt": Dort sind alle möglichen Menschen, die verstehen und nicht verstehen, warum sie dort sind, und die alle möglichen Ziele, Hoffnungen und Absichten haben.

Wir müssen uns darauf vorbereiten, das Zentrum in dieser großen Versammlung zu sein, auch wenn dort 10.000 Menschen sind: Wir sind der Kern. Wir heben eigentlich uns selbst und alle anderen. Wir beherrschen alle. Wie können wir herrschen? Wenn wir uns untereinander verbinden, sodass jeder sich gegenüber den anderen annulliert, und wir zwischen uns gegenseitige Bürgschaft erzeugen, sodass sich zwischen uns schon irgendein gemeinsames Verlangen und ein gemeinsamer Gedanke zu offenbaren anfängt. Dann wird das sicher, zwangsläufig, ob es will oder nicht, unter allen umherschweifen, unter den anderen, im ganzen äußeren Teil, sagen wir, der zu uns auf den Kongress kommt. 47:42

Und über sie, weil sie mit der ganzen Welt verbunden und allen möglichen Menschen nahe sind – wie wir heute wissen, kennt nach neuer Forschung schon jeder jeden Menschen in der Welt über vier Stufen, nicht mehr über sechs wie früher. Das ist also sicher, das entdecken sie wirklich. Wir entdecken, dass das ein Netz ist, das insgesamt verbunden ist, wirkt und sich so verhält. Damit versprühen wir also auch unser Wissen in die ganze Welt, in die ganze Menschheit, oder füllen sie damit.

Und das verbreitet sich in ihnen als eine Kraft, die qualitativ anders ist als das, was sie haben, höher als das, was sie haben, stärker als das, was sie haben, integral – etwas, das es in der Welt überhaupt, überhaupt nicht gibt. Und dann fängt jeder von ihnen plötzlich an, Dornen zu spüren, etwas Schlechtes, etwas Unangenehmes: Etwas stimmt nicht in meinem Denken, in meinem Verlangen, in meinen Gedanken, darin, wie ich mit den anderen auskomme und wie ich denke, dass die Welt eingerichtet sein sollte.

Sie fangen an zu spüren, dass sie nicht in der richtigen Richtung sind, dass es eine andere Richtung gibt, wichtiger, stärker. Und dann fangen sie an, Verwirrung zu spüren: Die Welt ist wirklich integral, wirklich sind alle verbunden, und wir gehören wirklich nicht dazu. Die ganze Welt, ja, die ganze Natur, und sogar die menschliche Gemeinschaft¹¹ nähert sich dem, und wir nicht. Und das heißt Verbreitung. Nicht, dass wir an einer Straßenecke alle möglichen Zettel verteilen – das hier ist Verbreitung.

Hoffen wir, dass wir damit herrschen werden, im Gedanken, in unserer Absicht, sowohl auf dem Kongress als auch in der Welt. Aber alles fängt mit unserem inneren Punkt an: wie wir uns bemühen, untereinander verbunden zu sein, um die besondere Kraft des Gebens zu erzeugen. In Ordnung?

Wolltest du das fragen? Was?

50:25

Schüler: Vielleicht später. Ich bin einfach zu diesem Kongress jetzt wie unter Zwang¹² gekommen. Das Telefon habe ich zu Hause gelassen und bin einfach mit einer Tasche hergekommen, und ich nur …

Rav: Warum mit der Tasche, was hast du in der Tasche?

Schüler: Ein bisschen Kleidung, wirklich nur zwei Hemden.

Rav: Zwei Hemden, aha – für drei Tage oder für fünfzehn Tage?

Schüler: Meine Gewohnheiten – etwas in mir schaffe ich nicht wegzuwerfen. Alle Freunde sagen mir, ich soll es wegwerfen, und ich schaffe es nicht. Und ich frage Sie: Wie kann man hier in der Gemeinschaft wirklich frei sein und …?

Rav: Das heißt, ein Knecht zu sein. Was man tut, tue ich, ohne nachzudenken. Was man sagt, führe ich aus, ohne eigenen Willen¹³. Und dadurch, dass ich von ihnen gelenkt werde, empfange ich von ihnen Verlangen und Gedanken. Du kannst sagen: „Was ist mit mir? Wie empfange ich von ihnen, wo ist mein ‚Ich'? Mein ganzes Leben lang habe ich mich gekümmert und bin gewachsen und so …" Du empfängst von ihnen eine andere Qualität. Das Problem ist: Du willst nicht loswerden, was du hast, und hast keinen Platz, dich mit dem zu füllen, was sie haben. Sie haben die integrale Qualität – zusammen, eins, gegenseitige Bürgschaft. Das hast du nicht. Dann hast du nicht diese Linse, die dein Sehen von innen nach außen umkehrt. Und wenn du nicht austauschst, bleibst du so, wie du bist.

Deshalb, obwohl in jedem die Kräfte sind, die ihn sehr stören: „Einer hilft dem anderen." Wir müssen jeden so bedenken und stärken, dass es für ihn leichter wird, sich zu verbinden. Hier gibt es kein … Leute, alles ist in euch, ihr wisst schon alles. Ich bin einfach wie eine Schallplatte, die alle Bedingungen wieder und wieder wiederholt. Das war's.

Ja.

52:55

Frage (Übersetzung aus dem Russischen): Erklären Sie bitte die Verbindung zwischen der Absicht und dem Gedanken.

Rav: Der Gedanke ist eine Berechnung, eine Klärung, ein Programm: wie ich die Dinge kläre, wie ich mich zu ihnen verhalte und wie ich sie sortiere. Nachdem ich sie sortiert und alle Berechnungen gemacht habe, habe ich das Ziel genau vor mir. Und dann habe ich eine Absicht: wie ich mich ausrichte – mich selbst, alle meine Mittel, alle Kräfte, alle Gedanken, alle Verlangen, diese ganze physische Welt, in der ich bin –, um dorthin zu kommen. Das heißt, die Absicht ist schon, sagen wir, das Betriebssystem: Alles, was mir zur Verfügung steht, setze ich jetzt danach in Gang. Der Gedanke ist Klärung, nach der Klärung kommen Absicht und Ausführung.

Ja.

Frage (Übersetzung aus dem Französischen): Ich spüre, dass die Lösung nicht von Ihnen kommen wird, sondern von uns. Wir schauen sozusagen weiter auf Sie, als ob die Lösung von Ihnen käme. Denn auch wenn ich die Lektionen vergangener Jahre höre, sehe ich, dass das genau dieselben Dinge sind, die jetzt passieren. Was muss die Gruppe also tun, um zu dem Schluss zu kommen, dass man nur zwischen uns zu einer Lösung kommen kann? Müssen Sie uns in die Wüste schicken, und vielleicht müssen wir nur unter uns dahin kommen?

Rav: Die Antwort: Nimm das Material von vor ein paar Jahren und sieh nach, was ich dort gesagt habe. Du hast gesagt, ich habe das schon im Voraus gesagt – dann habe ich auch die Antwort auf deine Frage gesagt.

Schüler (Übersetzung aus dem Französischen): Weil ich viele Lektionen aus früheren Jahren höre.

Rav: Du hast recht. Ich habe die ganze Zeit über dasselbe gesprochen. Ich sage nichts Neues. Ihr hört jedes Mal etwas mehr Neues, weil ihr euch verändert. Ich sage dasselbe.

Schüler (Übersetzung aus dem Französischen): Warum schauen wir dann weiter auf Sie?

Rav: Weil ich schön bin. Warum schaut ihr auf mich? Ihr schaut auf mich, weil in meinen Worten Kraft ist. In meinen Worten ist innere Kraft, und deshalb schaut man. Aber in der Gruppe ist viel mehr Kraft, milliardenfach mehr als in mir, das sage ich euch im Ernst. Wie steigt Rabbi Jossi ben Kisma von Stufe zu Stufe? Durch seine kleinen Schüler, in denen mehr Kraft ist als in ihm. In ihm ist eine persönliche Kraft. Zwar ist er im Geben schon auf einer solchen Stufe, aber es ist eine persönliche Kraft. Um auf eine höhere Stufe zu steigen, um noch etwas hinzuzufügen, muss er das von ihnen empfangen, denn in ihnen ist die allgemeine Kraft. Er muss diese summierte Kraft (kumulierte) empfangen, um aufzusteigen. Verstehst du?

Aufstieg von Stufe zu Stufe gibt es nur durch mehr Verbindung. Diese Aufstiege gibt es nicht.¹⁴ Man schrumpft einfach zusammen, verbindet sich, ist in einer immer stärkeren Kompression. Und dann wird das Licht zu Nefesh, Ruach, Neshama, Chaja, Yechida – nur aus der Verbindung zwischen uns, das ist es. Deshalb könnt ihr in der Praxis nur in der Gruppe vorankommen. Ich gebe euch ein bisschen Geist, belebe euch ein bisschen, persönlich. Die Spiritualität erlangt ihr nur in der Gruppe. Das ist eure Arbeit.

Deshalb kommt man zu mir mit Forderungen: „Wo ist, was mir zusteht? Gib her!" Das ist nicht da, von mir kannst du das nicht bekommen, nur in der Verbindung mit den anderen. Ich lehre euch nur, was zu tun ist. Wollt ihr – macht es, wollt ihr nicht – macht es nicht. Meine Aufgabe ist es zu lehren. Deshalb nenne ich mich Lehrer, Anleiter. Und du hast recht: Es gibt nichts, worauf man bei mir schauen müsste, nur die Anleitung empfangen und sie dann in der Gruppe ausführen. Sieh dir an, was Rabash über die Gruppe schreibt. Ihr kennt all diese Quellen.

Gestern kam jemand zu mir und fragte: „Angenommen, Sie sterben, heute, morgen" – ja, kann sein, ich habe damit kein Problem – „was wird dann sein?", also: „Was wird mit uns sein?" Ich sagte ihm: „Ich weiß nicht. Was ihr tut, das wird sein." – „Aber es geht nicht ohne Führer, ohne Leiter, ohne … wie soll man sagen … ohne so ein Oberhaupt, kurz, jemanden, der bestimmt. Das kann nicht sein, nichts wird vorankommen." In der Spiritualität gibt es so etwas nicht. Nachdem ihr einen Weg und die ganze Anleitung bekommen habt, findet alles Übrige nur innen statt, nur in der Verbindung zwischen allen.

Was muss ein Anleiter denn tun? Jeden Tag dasselbe wiederholen, euch jedes Mal mit dem Löffel füttern wie Säuglinge? Nein. Ihr wisst schon genug¹⁵, alle kennen alle Quellen. Das heißt „seine Weisheit ist größer als seine Taten". Man muss ausführen, das ist es. Morgens kommt man zu mir: „Vielleicht machen Sie abends noch eine Stunde Sohar-Lernen?" Ich spüre kein Bedürfnis danach. Ich spüre ein Bedürfnis nach der Umsetzung der inneren Verbindung. Dann wird sich noch ein gemeinsames Verlangen offenbaren, mit dem man arbeiten kann, und dann machen wir weitere Lektionen, noch etwas. Aber zuerst muss man daran arbeiten, das gemeinsame Verlangen zu erzeugen, das ist es.

Deshalb tue ich, was ich kann. Man hat mir eine Aufgabe gegeben, man hat mir gesagt: Mach es – und ich mache es. Ich spüre eine Verbindung mit Rabash, mit Baal HaSulam, ich spüre, dass ich das ausführen muss, und ich bemühe mich, so sehr ich kann, und tue es. Aber das sage ich dir im Ernst: Ich habe keine Möglichkeit, euch zu ziehen. Wenn ihr darauf Hoffnung setzt, lasst mich jetzt los, damit ihr später nicht mit Vorwürfen kommt. Das habe ich auch schon vor Jahren gesagt: Von mir hängt nichts ab, klammert euch nicht an mich. Und ich verhalte mich auch auf eine andere Weise, so, dass ihr mich gering schätzt – kurz, lasst mich los. Ich kann überhaupt nicht helfen.

Ihr müsst mich respektieren, um die Dinge zu respektieren, die ich sage – nur in diesem Maß. Und nicht mich. Das ist der ganze Unterschied zwischen der Kabbala und dem Chassidismus, der Religion: Dort kommt man und küsst die Hand, dort bringt man alle möglichen Geschenke, man liebt den Rabbi sehr, den Lehrer dort und so weiter. Bei uns darf es das nicht geben, darf es nicht geben. Ihr müsst von mir Anleitung nehmen und ausführen, das ist alles. Ihr müsst mich respektieren und schätzen, sonst hört ihr nicht auf die Worte – aber nur wegen der Worte. Die Gruppe ist es, die euch lenken muss. Die Gruppe und nicht ich. So sehe ich mich wie einen Wächter, der an der Seite steht, wie einen Polizisten – die ganze Zeit Polizist, Polizist, damit sie nicht anfangen, sich zu streiten und einander zu schlagen und so weiter –, nein.¹⁶

Ihr müsst die Kraft der Einheit, der Bürgschaft erzeugen, vielleicht in einer kleinen Gruppe, im … wie heißt das bei uns, diese ideologische Gruppe, nicht das …

Schüler: Direktorium.

Rav: Das spirituelle Direktorium, sagen wir, ja. Auch daran kann man Änderungen vornehmen, aber eigentlich muss es an meiner Stelle stehen, an meiner Stelle. Ich kann Ratschläge geben, aber eigentlich müsst ihr euch vom ideologischen Direktorium lenken lassen. Das ist eine Gruppe von, sagen wir, zehn Leuten, die, wie soll man sagen, über alles entscheiden, über die Lebendigkeit der Gruppe, der Gemeinde.

Dort müssen Menschen sein, die unsere Ideologie schon kennen und so weit wie möglich vom privaten Gewinn losgelöst sind. Für sie ist es sehr wichtig, dass dieses Unternehmen Erfolg hat – also unser spirituelles Unternehmen, nicht das, wo wir Material produzieren, ja, Aufklärung, sondern unser spirituelles Unternehmen. Für sie ist das sehr wichtig.

Und sie können die Dinge – obwohl sie nicht über dem Machsom sind – so weit wie möglich losgelöst vom Eigennutz sehen. Das heißt, sie sind wie ihr, nur können sie sich vielleicht ein bisschen besser untereinander zusammenschließen, können diskutieren, ohne einander zu hassen, und deshalb die Entscheidungen aus der Verbindung heraus treffen. Deshalb habe ich sie ausgewählt, das ist es.

Aber ich? Mich selbst gibt es eigentlich nicht. Alle Stufen in der Spiritualität könnt ihr – ich spreche besonders von Männern, bei Frauen ist es etwas anderes, aber besonders Männer – nur aus der Verbindung zwischen euch erlangen. Und ihr verhaltet euch wirklich wie Frauen. Ich verstehe eine Frau, die zu mir kommt, mir ihr Herz ausschüttet – „Ich will vorankommen, wie mache ich das?" – und weint. Ja, dann gebe ich ihr eine Beruhigungstablette, so kann man beruhigen. Das ist die Form, in der die Frau vorankommt, und sie ist wirklich abhängig. Aber ihr Männer könnt nicht anders vorankommen, es hängt nicht von mir ab. Deshalb: innere Verbindung.

Ich habe mir sogar die Frage notiert, die er gestellt hat: „Wie werdet ihr vorankommen, nachdem ich so dahinscheide?" Ihr werdet vorankommen. Als Rabash dahinschied – habe ich deswegen aufgehört, bin ich ihm auch nachgegangen? Ich bin ihm in der Spiritualität nachgegangen, ja. Wie ist das möglich? Zuerst einmal gibt es den Höheren Plan, und es gibt die Höhere Kraft, das ist alles. Sie bestimmt entsprechend der Gleichwertigkeit der Form von unserer Seite.

(Ende der Lektion)